V-700 Stickmaschine richtig einrichten – vom Unterfaden bis zum Einspannen ohne Frust

· EmbroideryHoop
Diese praxisnahe V-700-Anleitung macht aus dem Video-Workflow eine verlässliche Routine für saubere Ergebnisse: Unterfaden korrekt aufspulen und einsetzen, den Oberfadenweg ohne ausgelassene Führungen einfädeln, Nadeln und Nähfüße sicher wechseln, Stiche und Knopflöcher über den Touchscreen nähen, die V-700 auf Stickmodus umrüsten, Stoff mit Stickvlies so in den Stickrahmen einspannen, dass er „trommelfest“ sitzt, Motive vor dem Start bearbeiten und per Rahmen-/Trace-Lauf prüfen, USB-Designs innerhalb der 100×235-mm-Grenze importieren (inkl. Dateinamen-Regeln) und zum Schluss den Greifer-/Unterfadenbereich reinigen, damit es nicht zu Fadenknäueln, Stau oder Spannungsproblemen kommt.
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Inhaltsverzeichnis

Wenn du deine V-700 gerade erst ausgepackt hast – oder wenn sie seit Monaten in der Ecke steht, weil sie sich „zickig“ anfühlt – dann bist du nicht allein. Aus der Praxis weiß man: Die meisten Probleme im (Heim-)Sticken kommen nicht vom Stickfile oder vom „Computer“ der Maschine. Sie entstehen in den ersten 10 Minuten durch ganz handfeste Dinge: Unterfadenfüllung, korrektes Einfädeln, Nadelsitz/-ausrichtung und vor allem durch die physische Stabilität im Stickrahmen.

Diese Anleitung übersetzt das V-700-Video in eine SOP (Standard Operating Procedure), die du wie ein kleines „Werkstatt-Whitepaper“ abarbeiten kannst. Es geht nicht nur darum, wie man die Maschine einschaltet – sondern wie du reproduzierbar saubere, professionelle Ergebnisse bekommst, ohne ständig neu einzufädeln oder neu einzuspannen.

Title card displaying 'Multifunction Computerized Household Embroidery Machine V-700'.
Intro

Ruhig starten: Was der V-700-Touchscreen wirklich von dir will (und was du erst mal ignorieren kannst)

Die V-700 ist ein Hybrid: Multifunktions-Haushaltsmaschine mit Näh- und Stickmodus. Und genau das ist der Knackpunkt: Sie verhält sich beim Reißverschlussnähen anders als beim Sticken eines dichten Logos. Je nach Modus ändern sich die „Spielregeln“ (Stoffführung, Stabilisierung, Fuß/Anpress-Situation).

Der mentale Shift, der Frust verhindert:

  • Die Maschine ist ein Roboter, kein Künstler. Wenn etwas „komisch“ aussieht, ist es selten ein „Softwareproblem“.
  • Erst Physik prüfen. In der Praxis sind die meisten Fehler mechanisch: Faden hängt am Garnrollenhalter? Nadel minimal verbogen? Stoff „flaggt“ (wippt) im Rahmen?
  • Touchscreen zuletzt. Digitale Einstellungen erst dann anfassen, wenn Unterfaden, Einfädelweg, Nadel und Einspannen sauber sind.

Wenn jemand sagt „die Stiche sind locker“, ist sehr oft der Einfädelweg (oder der Nähfuß war beim Einfädeln unten) die eigentliche Ursache – nicht die Elektronik.

Bobbin winder in action on top of the machine.
Winding bobbin

Unterfaden aufspulen an der V-700: Die 80–90%-Regel, die später Stau verhindert

Das Video startet mit dem Unterfaden. Behandle das nicht als Nebenjob. Die Unterfadenspule ist das Fundament deiner Stichqualität.

Was du machst (Schritt für Schritt)

  1. Einschalten: Hauptschalter auf ON.
  2. Spule aufsetzen: Leere Unterfadenspule auf die Spulwelle setzen, bis sie sauber sitzt.
  3. Fadenweg führen: Faden von der Garnrolle nehmen und den nummerierten Führungen 1 bis 4 folgen.
  4. Spulspannung „einrasten“ lassen: Beim Durchführen durch die Spannscheibe den Faden mit leichtem Zug sauber hineinziehen – du solltest einen kleinen Widerstand spüren.
  5. Anwickeln & einkuppeln: Faden ein paar Mal um die Spule wickeln, dann die Spulwelle nach rechts schieben, bis sie spürbar einrastet.
  6. Start: Start/Stop drücken. Beobachte die Wicklung – sie sollte gleichmäßig lagenweise laufen.
  7. Bei 80–90% stoppen: Im Video wird ausdrücklich gezeigt: manuell stoppen, wenn die Spule 80–90% voll ist.
  8. Auskoppeln: Spulwelle wieder nach links schieben.

Warum 80–90% wichtig sind (Praxis/Physik)

Eine „randvoll“ gewickelte Spule kann beim Abwickeln ungleichmäßige Reibung erzeugen. Das kann sich später zeigen als:

  • Schlaufen/„Vogelnest“ auf der Stoffunterseite,
  • plötzlich wechselnde Fadenspannung,
  • unsaubere Satinkanten.

Auch wenn die V-700 digital wirkt: Unterfadenabgabe ist Mechanik.

Unterfadenspule einsetzen (wie im Video)

  1. Abdeckung öffnen: Transparente Abdeckung öffnen.
  2. Einlegen: Spule so einlegen, dass der Faden gegen den Uhrzeigersinn abläuft.
  3. In den Schlitz ziehen: Faden durch den Schlitz/den Fadenweg ziehen – du solltest einen kleinen, gleichmäßigen Zug spüren.
  4. Abschneiden & schließen: Mit dem integrierten Cutter abschneiden und Abdeckung schließen.

Warnung: Mechanische Sicherheit. Hände, Schmuck und weite Ärmel weg von Nadelstange/Handrad. Beim Wechsel von Nadel oder Fuß immer ausschalten.

Dropping the bobbin into the race with the clear plastic cover removed.
Installing bobbin

Oberfaden einfädeln an der V-700: Der „Fadenhebel verpasst“-Fehler, der alles ruiniert

Beim Einfädeln reicht ein ausgelassener Punkt – und es sieht trotzdem „richtig“ aus, bis die Maschine mit Geschwindigkeit näht/stickt.

Was du machst (mit Kontrollpunkten)

  1. Ausschalten.
  2. Nadel ganz nach oben: Handrad zu dir drehen, bis die Nadel oben steht.
  3. Nähfuß anheben: Kritisch. Dadurch öffnen sich die Spannungsscheiben. Wenn du mit gesenktem Fuß einfädelst, liegt der Faden oft „oben drauf“ → sofort Schlaufen.
  4. Führungen 1 bis 5: Den Markierungen folgen.
  5. Kontrolle am Fadenhebel: Der Faden muss vollständig im Öhr des Fadenhebels sitzen. Sichtkontrolle im Schlitz/Innenraum.
  6. Nadel einfädeln: Von vorn nach hinten durchs Nadelöhr.
  7. Nähfuß senken: Erst jetzt greift die Spannung wieder korrekt.

Automatischer Nadeleinfädler (wie gezeigt)

  1. Faden einhängen: Faden waagerecht an den Haken legen.
  2. Hebel drücken: Hebel vorsichtig nach unten.
  3. Langsam lösen: Es bildet sich eine Schlaufe durchs Öhr.
  4. Fadenende: Mindestens 10 cm Faden stehen lassen.
Using the automatic needle threader lever.
Threading needle

Nadel- und Nähfußwechsel an der V-700: Wie ein Techniker arbeiten, nicht „Pi mal Daumen“

Eine stumpfe oder minimal verbogene Nadel ist eine häufige Ursache für Geräusche, Fehlstiche und Fadenprobleme.

Nähfuß wechseln

  1. Ausschalten.
  2. Lösen: Den Schalter/Knopf hinten am Nähfußhalter drücken – der Fuß fällt ab.
  3. Ausrichten: Neuen Fuß (z. B. Stickfuß) unter die Aufnahme setzen.
  4. Einrasten: Nähfußhebel senken, bis der Fuß hörbar einrastet.

Nadel wechseln

  1. Schraube lösen: Mit dem Schraubendreher (nicht mit den Fingern).
  2. Nadel prüfen: Eine Seite am Schaft ist flach.
  3. Einsetzen: Flache Seite nach hinten.
  4. Ganz nach oben schieben: Bis zum Anschlag.
  5. Festziehen: Schraube wieder sicher anziehen.

Praxis-Tipp: Gebrauchte Nadeln getrennt aufbewahren, damit sie nicht wieder „aus Versehen“ in die Maschine kommen.

Main Sewing Interface on touch screen showing stitch selection grid.
Selecting stitch

Nähmodus am V-700-Touchscreen: Stichbreite/-länge, Spiegeln und die Doppel­nadel-Falle

Im Nähmodus kannst du Parameter direkt am Bildschirm verändern.

Was im Video einstellbar ist

  • Stichbreite: 0.0–7.0.
  • Stichlänge: 0.0–5.0.
  • Geschwindigkeit: Im Video sind 600 RPM zu sehen.
  • Spiegeln (Mirror): Muster wird links/rechts gespiegelt.

Doppel­nadel: Der wichtige Software-Schalter

Im Video wird der Single/Double-Needle-Schalter gezeigt.

  • Risiko: Ohne Doppel­nadel-Modus kann die Maschine bei Zickzack/Decor-Stichen zu weit ausschlagen → Nadel kann am Fuß/Metall anschlagen.
  • Lösung: Vor dem Nähen den passenden Single/Double-Needle-Modus am Bildschirm wählen.
Attaching the buttonhole foot with a red button inserted in the rear gauge.
Buttonhole setup

Knopflochmodus an der V-700: Der Hebel-Schritt, den viele überspringen

Das Knopfloch ist automatisiert, braucht aber den mechanischen Knopflochhebel.

Ablauf (Reihenfolge zählt)

  1. Knopf einlegen: Knopf hinten in den Knopflochfuß einsetzen – damit wird die Länge definiert.
  2. Fuß montieren: Einrasten.
  3. Knopflochhebel herunterziehen: Links an der Nadelstange.
  4. Sitz prüfen: Der Hebel muss korrekt am Fuß anliegen.
  5. Start: Start/Stop drücken.
  6. Öffnen: Mit Nahttrenner aufschneiden.
Removing the plastic extension table slide-out.
Converting to embroidery mode

Von Nähen auf Sticken umstellen: Die Umrüst-Schritte, damit sich der Arm wirklich bewegt

Für den Stickmodus braucht es die Stickeinheit – sie übernimmt die X/Y-Bewegung.

Umrüst-Ablauf

  1. Ausschalten.
  2. Anschiebetisch/Zubehörbox entfernen.
  3. Stickfuß montieren: Im Video wird der Fußwechsel für den Stickbetrieb gezeigt.
  4. Stickeinheit aufschieben: In die Verbindung/den Anschluss einschieben.
  5. Sitzkontrolle: Fest andrücken, bis sie sauber sitzt.
Sliding the embroidery unit module into the side of the machine.
Attaching embroidery unit

Stoff im V-700-Rahmen (100×235 mm) einspannen: „Trommelfest“ ohne den Stoff zu verziehen

Hier passieren die meisten Probleme: Rahmenspuren, Handkraft-Stress, Falten und späteres „Flagging“. Die V-700 nutzt einen Schraub-Stickrahmen (max. 100 mm × 235 mm).

Manuelles Einspannen (wie im Video)

  1. Schraube lösen: Außenrahmen deutlich öffnen.
  2. Sandwich: Außenrahmen hinlegen, Stickvlies darauf, Stoff darüber.
  3. Innenrahmen eindrücken: Innenrahmen in den Außenrahmen drücken.
  4. Spannen & festziehen: Schraube anziehen und dabei den Stoff glattführen, bis er straff sitzt.
  5. Rahmen montieren: Rahmenbügel/Buckle korrekt in den Metallschlitz am Stickarm einsetzen und verriegeln.
Hands manually pressing the inner embroidery hoop into the outer ring over white fabric.
Hooping fabric

Physik: „Trommelfest“ vs. „überdehnt“

Einspannen ist Balance:

  • Richtig: Stoff liegt glatt, straff, Fadenlauf bleibt gerade.
  • Falsch: Stoff ist sichtbar verzogen. Nach dem Ausspannen zieht er sich zurück → Stickerei wirkt wellig.

Upgrade-Gedanke: Wenn Einspannen zum Engpass wird

Für Einzelteile ist der Schraubrahmen okay. Bei Serien oder empfindlichen Stoffen wird das manuelle Festziehen schnell zum Flaschenhals – und Rahmenspuren werden wahrscheinlicher. Hier steigen viele auf einen Magnetrahmen um: Stoff wird schnell geklemmt, ohne Schraube.

Warnung: Magnet-Sicherheit. Magnetrahmen sind sehr stark.
* Quetschgefahr: Finger aus der Schließzone.
* Medizin/Datenträger: Abstand zu Herzschrittmachern, Insulinpumpen, Kreditkarten.

Entscheidungslogik: Stickvlies passend wählen (damit es nicht ruiniert)

Nutze diese einfache Logik:

  1. Ist der Stoff dehnbar (T-Shirt, Hoodie, Jersey)?
    • JA: Cutaway-Vlies.
    • NEIN: Weiter zu Schritt 2.
  2. Ist der Stoff instabil/locker (Leinen, leichte Baumwolle)?
    • JA: Bügelbares Mesh oder mittleres Cutaway.
    • NEIN: Weiter zu Schritt 3.
  3. Ist der Stoff stabil und schwer (Denim, Canvas, Twill)?
    • JA: Tearaway-Vlies reicht oft aus.

Sticken am V-700-Touchscreen: Motiv wählen, bearbeiten, Trace und Fadenspannung

Mit eingespanntem Rahmen wird die V-700 zur „Fadendrucker-Logik“: sauber vorbereiten, dann reproduzierbar laufen lassen.

Erwartung richtig setzen

Die Bildschirm-Simulation ist nur eine Vorschau. Der Rahmenlauf/„Trace“ ist die echte Kontrolle.

Locking the embroidery hoop onto the embroidery carriage arm.
Installing hoop

Motiv bearbeiten (sicher innerhalb der Grenzen)

Im Edit-Menü zeigt das Video:

  • Drehen: 1°, 10° oder 90°.
  • Skalieren (Zoom): Vorsicht bei großen Änderungen – Dichte kann leiden.
  • Positionieren: Mit Pfeilen verschieben.
Touch screen showing the alphabet selection for embroidery.
Selecting patterns

Trace/Rahmenlauf – nicht überspringen

Vor Start den Trace/Box-Lauf ausführen.

  • Was passiert: Der Rahmen fährt die Motivgrenze ab.
  • Worauf du achtest: Kein Kontakt zur Rahmenkante, Motiv sitzt dort, wo du es markiert hast.

Fadenspannung (Video-Logik)

Im Video: Je höher die Zahl, desto höher die Spannung.

  • Praxis-Check: Erst Einfädeln/Unterfaden prüfen, dann Spannung ändern.
Editing screen where the user moves the design position using arrows.
Editing design

Stickstart (sauberer Anlauf)

  1. Geschwindigkeit: Im Video sind 450 RPM zu sehen – ein sinnvoller, ruhiger Bereich.
  2. Start: Start/Stop drücken.
  3. Nach ein paar Stichen stoppen: Kurz anhalten und den Fadenanfang sauber abschneiden.
  4. Weitersticken: Wieder Start/Stop.

USB-Import an der V-700: Größen- und Dateinamenregeln, damit „es nicht einfach verschwindet“

Stickdateien werden häufig per USB geladen.

Vorgehen (wie gezeigt)

  1. USB-Stick einstecken.
  2. Im Menü „Import“/Pattern Import auswählen.
  3. Datei wählen und importieren.
Machine stitching the red heart key design on white fabric.
Embroidery process

Die stillen Regeln (aus dem Video)

Wenn die Maschine die Datei nicht sieht oder nicht lädt, sind es häufig:

  • Größenlimit: Motiv darf 100 mm × 235 mm nicht überschreiten.
  • Dateiname: Nur 0–9 und A–Z (keine Sonderzeichen).

Wenn du neben Dateiverwaltung auch die Rüstzeit beim Einspannen reduzieren willst, taucht der Begriff Magnetrahmen oft genau in diesem Kontext auf.

Unterfaden mitten im Motiv leer: „Advance/Retreat“ zum Wiederansetzen

Unterfaden leer während des Stickens passiert.

Lösung (wie im Video beschrieben)

  1. Prüfen: Unterfadenspule leer?
  2. Spule wechseln: Neue Spule einsetzen.
  3. Zurücksetzen: Mit Advance/Retreat (+/-) zurückgehen.
  4. Grenze: Im Video wird gezeigt, dass bis zu 100 Schritte/Nummern angepasst werden können.

Wartung im Unterfaden-/Greiferbereich: 5 Minuten, die „mysteriöse“ Probleme verhindern

Beim Sticken entsteht viel Flusenabrieb. Der setzt sich im Greiferbereich ab und verändert die Fadenführung.

Reinigungsablauf (wie gezeigt)

  1. Ausschalten.
  2. Abdeckung öffnen, Spule raus.
  3. Stichplatte (Needle Plate B) abnehmen und Greiferbereich freilegen.
  4. Ausbürsten: Mit der Bürste Flusen entfernen.
  5. Wieder einsetzen & prüfen: Teile korrekt einsetzen und per Handrad prüfen, ob alles frei läuft.
Inserting a silver USB drive into the side port.
Importing files

„Hidden Prep“ vor jeder V-700-Session: Damit sich die Maschine plötzlich leicht anfühlt

Gute Ergebnisse kommen aus Vorbereitung.

Prep-Checkliste (vor dem Einschalten)

  • Nadelzustand: Nadel frisch und korrekt eingesetzt (flache Seite nach hinten, bis Anschlag)?
  • Unterfaden: Spule gleichmäßig gewickelt und nur 80–90% voll?
  • Stickvlies: Passend zum Stoff gewählt?
  • Rahmen: Schraube läuft sauber, Rahmen nicht verzogen?
  • Werkzeuge bereit: Schere/Pinzette/Bürste/USB.

Wenn du merkst, dass du extrem viel Zeit mit Einspannen und Positionieren verbringst, kann eine Einspannstation für Maschinenstickerei helfen, die Platzierung zu standardisieren.

Setup-Checkliste: Der schnellste Weg, um nicht neu einzufädeln oder neu einzuspannen

Nach dem Einschalten einmal kurz prüfen:

  • Stickfuß montiert: Sitzt der Stickfuß korrekt?
  • Oberfadenweg: Fadenhebel wirklich getroffen?
  • Platz hinter der Maschine: Stickarm hat Bewegungsfreiheit.
  • Rahmen verriegelt: Rahmenbügel/Buckle korrekt im Metallschlitz und eingerastet?
  • Trace gelaufen: Rahmenlauf beobachtet?

Während des Stickens: Worauf du aktiv achten solltest

  • Erste Sekunden: Ungewöhnliches „Klicken/Schlagen“ → sofort stoppen.
  • Stoffbewegung: Wenn der Stoff im Rahmen sichtbar wippt („flaggt“), pausieren und Einspannen/Stabilisierung prüfen.
  • Farbwechsel: Bei Aufforderung am Bildschirm Faden wechseln.
  • Tempo: Bei kritischen Passagen ggf. langsamer arbeiten.

Upgrade-Moment: Wenn manuelles Einspannen zum Flaschenhals wird

Die V-700 ist ein starker Einstieg – aber irgendwann limitiert nicht die Stichqualität, sondern der Workflow.

Das Video zeigt das manuelle Schraub-Einspannen: es funktioniert, ist aber langsam. Wenn du in Serien gehst:

  1. Komfort: Ein Magnetrahmen reduziert Handbelastung und beschleunigt das Einspannen.
  2. Standardisierung: Eine Einspannstation für Stickrahmen hilft, Positionen reproduzierbar zu treffen.
  3. Workflow-Hinweis: Wenn dich Farbwechsel ausbremsen, ist das oft ein Signal, über eine Mehrnadelstickmaschine nachzudenken.

Starte mit den Basics, arbeite die Checklisten ab – und wenn es anfängt weh zu tun oder zu viel Zeit frisst, upgrade lieber deine Werkzeuge als deine Geduld.

FAQ

  • Q: Wie spule ich eine Unterfadenspule an der Bernina V-700, damit es später nicht zu Fadenstau und zufälligen Schlaufen auf der Unterseite kommt?
    A: Stoppe das Aufspulen bei 80–90% und stelle sicher, dass der Faden korrekt in der Spulspannung/Führung sitzt.
    • Faden durch die nummerierten Führungen führen und sauber in die Spannscheibe ziehen, bis ein leichter Widerstand spürbar ist.
    • Aufspulen starten und auf gleichmäßige Lagen achten (nicht kegelförmig).
    • Manuell bei 80–90% stoppen und die Spulwelle wieder nach links auskuppeln.
    • Erfolgskontrolle: Die Spule ist gleichmäßig gefüllt und der Faden läuft ohne ruckartige Reibung ab.
    • Wenn es weiter hakt: Spulweg neu einfädeln und prüfen, ob die Spulwelle wirklich vollständig nach rechts eingerastet ist.
  • Q: Warum macht die Bernina V-700 große Schlaufen oder lockere Stiche, obwohl sie „richtig eingefädelt“ aussieht?
    A: Fädle neu ein – mit angehobenem Nähfuß – und kontrolliere, dass der Faden wirklich im Öhr des Fadenhebels sitzt.
    • Ausschalten, Nadel nach oben stellen und den Nähfuß anheben, damit die Spannungsscheiben offen sind.
    • Neu einfädeln und visuell prüfen, ob der Faden im Fadenhebel eingehängt ist.
    • Nadel von vorn nach hinten einfädeln und danach den Nähfuß senken.
    • Erfolgskontrolle: Auf der Unterseite sind keine großen Schlaufen mehr sichtbar und die Naht wirkt stabil.
    • Wenn es weiter passiert: Nadel auf Verbiegung/Stumpfheit prüfen und den kompletten Fadenweg (auch an der Garnrolle) auf Hänger kontrollieren.
  • Q: Wie setze ich die Nadel an der Bernina V-700 korrekt ein, um Fehlstiche, lautes Klackern oder timing-ähnliche Probleme zu vermeiden?
    A: Setze die Nadel mit der flachen Seite nach hinten ein und schiebe sie bis zum Anschlag nach oben, bevor du festziehst.
    • Ausschalten, Klemmschraube mit Schraubendreher lösen.
    • Neue Nadel (flache Seite nach hinten) bis zum „Ceiling“/Anschlag hochschieben.
    • Mit dem Schraubendreher fest anziehen.
    • Erfolgskontrolle: Ruhiger Lauf ohne „CLACK-CLACK“ und saubere Stichbildung.
    • Wenn es weiter auftritt: Nadel erneut ersetzen und prüfen, ob sie zuvor irgendwo angeschlagen ist.
  • Q: Warum näht die Bernina V-700 im Knopflochmodus „endlos auf der Stelle“ oder macht ein Fadennest?
    A: Ziehe den Knopflochhebel herunter und stelle sicher, dass er korrekt am Knopflochfuß anliegt.
    • Knopf in den Knopflochfuß einsetzen (Länge wird damit definiert) und den Fuß sicher montieren.
    • Knopflochhebel links an der Nadelstange vor dem Start herunterziehen.
    • Sitz/Anlage am Sensorbereich des Fußes prüfen.
    • Erfolgskontrolle: Das Knopfloch läuft vor/zurück und bleibt nicht auf einem Punkt.
    • Wenn es weiter scheitert: Sofort stoppen, Oberfadenweg neu einfädeln und prüfen, ob der richtige Knopflochfuß eingerastet ist.
  • Q: Wie spanne ich Stoff im 100 × 235 mm Stickrahmen der Bernina V-700 ein, um Rahmenspuren, Wellenbildung und „Flagging“ zu vermeiden?
    A: Spanne trommelfest ein, ohne die Fasern zu überdehnen, und reagiere auf sichtbares Wippen mit Neu-Einspannen/Stabilisierung.
    • Außenrahmen deutlich lösen, dann Stickvlies und Stoff „sandwichen“ und den Innenrahmen eindrücken.
    • Beim Festziehen Falten ausstreichen, aber den Stoff nicht so ziehen, dass sich der Fadenlauf verzieht.
    • Wenn der Stoff beim Sticken sichtbar wippt („flaggt“), pausieren und neu einspannen bzw. die Stabilisierung prüfen.
    • Erfolgskontrolle: Stoff liegt glatt, klingt beim Antippen straff und bewegt sich beim Sticken nicht auf/ab.
    • Wenn es weiter Probleme gibt: Stickvlies-Typ anhand der Stofflogik anpassen (dehnbare Stoffe brauchen häufig Cutaway; stabile schwere Stoffe kommen oft mit Tearaway aus).
  • Q: Wie sollte die Unterseite von Satinstichen an der Bernina V-700 aussehen, wenn die Oberfadenspannung beim Sticken korrekt ist?
    A: Ziel ist eine schmale Unterfadenlinie (ca. 1/3) mittig auf der Unterseite der Satinsäule.
    • Kleinen Test sticken und die Rückseite prüfen, bevor du das ganze Motiv laufen lässt.
    • Spannung erst verändern, nachdem Einfädelweg und Unterfadenspule (Einlegerichtung gegen den Uhrzeigersinn) geprüft sind.
    • Erfolgskontrolle: Unterseite zeigt eine schmale, mittige Unterfadenlinie statt dominierendem Oberfaden.
    • Wenn es nicht passt: Unterfaden erneut sauber in den Schlitz einlegen (gleichmäßiger kleiner Zug) und den Sitz im Fadenhebel nochmals kontrollieren.
  • Q: Welche Sicherheitsregeln gelten für Magnetrahmen, wenn ich Rahmenspuren und Handbelastung im Vergleich zum Schraubrahmen der Bernina V-700 reduzieren will?
    A: Behandle Magnetrahmen als Quetschwerkzeug und halte sie von medizinischen Geräten sowie magnetempfindlichen Gegenständen fern.
    • Finger aus der Schließzone halten und den Magnet gerade schließen lassen.
    • Abstand zu Herzschrittmachern, Insulinpumpen, Kreditkarten und ähnlichen Gegenständen.
    • Erfolgskontrolle: Stoff ist schnell und flach geklemmt, ohne Schraub-Nachziehen.
    • Wenn es trotzdem nicht sauber wird: Stickvlieswahl prüfen und vor dem Start einen Trace/Rahmenlauf zur Kollisionskontrolle durchführen.