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Tiling Scenes sind genau die Art Projekt, bei der man sich in Maschinenstickerei neu verliebt – bis du 10 Tiles drin bist, der Stickrahmen „zurückkämpft“ und jede Naht ihre eigene Meinung hat.
Wenn du an einer großen Szene arbeitest (z. B. Santa’s Workshop oder Starry Night), ist ein „Reset“ völlig normal. Die enorme Stichdichte belastet Stoff, Maschine – und ganz ehrlich auch die Handgelenke. In den Kommentaren schrieb jemand, dass dieses Video genau zum Start von Starry Night geholfen hat, sich zu orientieren. Genau dann brauchst du einen klaren, wiederholbaren Ablauf statt Bauchgefühl.
Unten findest du den kompletten Workflow, den Sharon Smith in OESD Episode 7 zeigt – umgebaut zu einer werkstatt-tauglichen Methode mit den Kontrollpunkten, die ich in einer Produktionsumgebung konsequent einfordern würde.

Das Stabilizer-„Sandwich“ für OESD Tiling Scenes: Wellen und „Hourglass“ stoppen, bevor sie entstehen
Tiling Scenes sind extrem stickintensiv. Die hohe Stichdichte erzeugt spürbaren Zug („Pull Force“) im Material. Genau das macht den Kunst-Look aus – und genau deshalb ist der Unterbau wichtiger als bei fast jedem anderen Stickprojekt.
Wenn du hier mit „normalem“ Einlagen-Setup arbeitest, zieht sich der Stoff beim Sticken nach innen. Das Ergebnis ist die typische „Hourglass“-Verformung (in der Mitte schmaler) oder ein leichtes Verziehen, das später beim Zusammensetzen sichtbar wird. Sharons Basis-Rezept ist so konkret, weil es eine stabile Gegenkraft aufbaut:
- Zwei Lagen Heavy Weight TearAway (der „Rücken“ gegen den Zug)
- Eine Lage Ultra Clean and Tear (saubere, stabile Basis)
- Hintergrundstoff, rückseitig mit Fusible Woven aufgebügelt (gibt dem Baumwollstoff Körper und reduziert Verzug)
Haptik-Check: Wenn du das Paket im Stickrahmen eingespannt hast, sollte es sich straff und „trocken“ anfühlen – nicht schwammig. Wenn es nachgibt, sind Wellen/Verzug vorprogrammiert.
Dieses Paket hält das Tile während des Stickens in Form. Und ein Punkt aus dem Video ist so wichtig, dass er nicht oft genug wiederholt werden kann:
Warnung: Beim Sticken der Tiles kein Volumenvlies/Batting mit einspannen. Batting bringt Loft, erhöht Reibung unter dem Fuß und kann die Passung/Ausrichtung verziehen. Batting kommt erst später beim Quilten dazu.
Warum dieses Sandwich funktioniert (das „Warum“, das dir Neusticken erspart)
Dichte Stickerei verhält sich, als würde sie den Stoff zusammenziehen. Das Stabilisierungsvlies-Paket hält dagegen, damit das Tile quadratisch bleibt und die Naht-Umrandung (Seam Stitch) exakt dort liegt, wo du sie später als Referenz brauchst. Das Fusible Woven auf der Rückseite des Hintergrundstoffs sorgt zusätzlich dafür, dass sich Baumwolle unter Last weniger „arbeitet“.
Wenn ein Tile im Stickrahmen noch gut aussieht, nach dem Ausspannen aber leicht „kartoffelchipartig“ hochsteht (Kanten rollen), ist das fast immer ein Stabilisierungsthema – nicht primär ein Zuschneidproblem.
Praxisnotiz: Vier Lagen (Stoff + Fusible Woven + 3× Vlies) sauber in den Stickrahmen einzuspannen kostet Kraft. Wenn du bei einem klassischen Schraubrahmen stark „überziehen“ musst oder danach Rahmenabdrücke (helle Druckspuren auf dunklem Stoff) siehst, ist das ein klares Signal: Dein Einspann-Setup ist der Engpass.
Strategie mit großem Stickrahmen: Abstand ist Pflicht, nicht Kür
Sharon nutzt einen größeren Stickrahmen, um zwei Tiles pro Einspannen zu sticken. Dafür nennt sie zwei Abstandsregeln:
- Zwischen den Tiles ca. 1,5" Abstand lassen.
- Genug Platz für die Nahtzugabe einplanen.
Dieser Abstand ist keine Verschwendung, sondern Versicherung: Du kannst sauber auf 1/2" zuschneiden, ohne in Nachbarstiche zu geraten, und die Nahtzugaben „kollidieren“ nicht mit dem nächsten Tile.
Pro-Tipp: Wenn du mit einer Mehrnadelstickmaschine oder einem großen Einrahmen arbeitest, achte darauf, dass die Maschine bei Farbwechseln sauber stoppt und keine unnötigen Sprungstiche über die Lücke produziert, die später hängen bleiben könnten.

Vorbereitungs-Checkliste (bevor du überhaupt einspannst)
- Dokumentation: PDF-Nähanleitung ausdrucken (Farb-/Fadenchart, Materialliste, Layout-Plan).
- Material: Stabilisierungsvlies prüfen: 2× Heavy Weight TearAway + 1× Ultra Clean and Tear.
- Vorbereitung: Fusible Woven auf die Rückseite des Hintergrundstoffs aufbügeln bevor du einspannst; auf Blasen/Falten achten.
- Einspann-Plan: Stickrahmengröße wählen: ein Tile oder zwei Tiles pro Einspannen?
- Abstand: Bei zwei Tiles den ~1,5" Abstand vorab einplanen.
- Sicherheit: Schneidplatz vorbereiten (gute Beleuchtung, Schneidematte, Lineal, Rollschneider).
Der Kontrast-Unterfaden-Trick: Eine Seam-Stitch-Linie, die du auf dunklem Stoff wirklich siehst
Jedes Tile endet mit einer Umrandung, der Seam Stitch. Diese Linie ist gleichzeitig Zuschnitt- und Nähreferenz.
Sharons Trick ist simpel – und extrem wirkungsvoll:
- Tile normal sticken.
- Nur für die letzte Seam Stitch den Unterfaden auf eine Kontrastfarbe wechseln.
Ihr Beispiel: Auf dunklem Stoff stickt sie den Tile-Körper mit schwarzem Unterfaden und wechselt für die Seam Stitch auf roten Unterfaden, damit die Linie eindeutig sichtbar ist.

Wenn du schon einmal „nach Gefühl“ geschnitten hast und später gemerkt hast, dass du einer falschen Linie gefolgt bist: Das ist die Lösung. Aus Raten wird ein klarer, reproduzierbarer Arbeitsschritt.
Und ja – das wird umso wichtiger, je größer das Projekt ist und je ähnlicher sich Tiles optisch werden.
Ein weiterer Punkt aus dem Video: Sharon empfiehlt für diese Szenen Isacord, weil die Schattierungen der Motive viele fein abgestufte Farbtöne brauchen. Du kannst andere Garne verwenden – aber wenn du fünf Weißabstufungen auf nur zwei ähnliche Weißtöne „zusammenquetschst“, verlierst du genau den Look, der Tiling Scenes so besonders macht.
Um das Einspannen auf dicken Vliespaketen entspannter und wiederholbarer zu machen, gehen viele Sticker:innen irgendwann zu einem konsistenteren Setup für Einspannen für Stickmaschine über – nicht weil es „schick“ ist, sondern weil gleichmäßige Spannung die Tile-Kanten planbar macht. Wenn dir nach Tile #5 die Handgelenke weh tun, wird Tile #6 oft automatisch lockerer eingespannt – und das rächt sich später bei der Passung.
Jedes Tile gleich nummerieren (oben rechts): Die kleine Gewohnheit, die „falsch herum“ verhindert
Sharon sagt es sehr klar: Nummerieren ist entscheidend.
Gerade bei großen Projekten (z. B. 32 Tiles) sehen manche Bereiche schnell ähnlich aus (Himmel, Hintergrundflächen usw.). Ein Tile einmal gedreht oder in falscher Orientierung zusammengenäht – und du hast eine „perfekte Naht“, die perfekt falsch ist.
Ihre Methode:
- Direkt nach dem Sticken die Tile-Nummer auf die Rückseite (auf das Vlies) schreiben.
- Immer in dieselbe Ecke.
- Sharon nimmt oben rechts.

Hier spielt auch der PDF-Layout-Plan seine Stärke aus: Er zeigt dir die Anordnung, damit du systematisch aufbauen kannst. Kugelschreiber oder Permanentmarker funktionieren gut; Filzstifte können je nach Vlies durchschlagen.
Dass jemand in den Kommentaren schrieb, das Video habe beim Start von Starry Night geholfen, passt genau dazu: Orientierungsfehler passieren typischerweise am Anfang – wenn man noch nicht „im System“ ist.
Exakt 1/2" von der Seam Stitch schneiden: Hier beginnt die meiste Fehlpassung
Nach dem Sticken und Nummerieren kommt die Vorbereitung fürs Zusammennähen.
Sharons Regel ist strikt:
- Stoff exakt 1/2" von der Seam-Stitch-Linie entfernt zuschneiden.
Diese 1/2" sind deine Nahtzugabe. Wenn du hier ungleichmäßig bist (selbst 1/16"), treffen die Motive später nicht sauber aufeinander.
Werkzeug-Pflicht: Keine Schere. Nimm Rollschneider + transparentes Patchworklineal. Lege die 1/2"-Markierung des Lineals direkt auf deine Kontrast-Unterfaden-Linie.
Dann:
- Tiles rechts auf rechts legen (z. B. Tile 1 und Tile 2).
- Erst die Enden sauber ausrichten.
- Mit Wonder Clips statt Nadeln fixieren.
Warum keine Nadeln? Das Paket ist dick (Stoff + mehrere Vlieslagen). Nadeln drücken/verschieben die Lagen oder verbiegen. Clips halten flach und stabil.

Werkstatt-Tipp: Schneide, als würdest du ein Raster bauen
Tiling Scenes verhalten sich wie ein Raster. Wenn jedes Tile eine echte 1/2"-Nahtzugabe hat, bleibt das Raster rechtwinklig. Wenn ein Tile 7/16" und das nächste 9/16" hat, „wandert“ das Bild – auch wenn die Naht technisch sauber genäht ist.
Bei großen Szenen ist es sinnvoll, in kleinen Einheiten zu arbeiten (z. B. spaltenweise), damit du nichts verwechselst und dein Zuschnitt-Rhythmus konstant bleibt.
Der „Nadel 1 Klick nach links“-Move: Tiles zusammennähen, ohne dass die Guide-Linie vorne sichtbar ist
Jetzt geht’s an die Nähmaschine. Ziel: dicht schließen, ohne in die Stickerei zu nähen.
Sharons Methode kombiniert zwei Einstellungen:
- Fuß-Ausrichtung: Nähfuß mit Mittelmarkierung nutzen. Diese Markierung läuft direkt auf deiner sichtbaren (Kontrast-)Seam-Stitch-Linie.
- Nadelposition: Nadel 1 Position (1 Klick) nach links stellen.
Logik: Du nutzt die sichtbare Linie als „Fahrspur“, nähst aber minimal daneben, sodass die Verbindungsnaht knapp innerhalb der Umrandung liegt. Dadurch verschwindet die Guide-Linie in der Nahtzugabe und ist von vorne nicht sichtbar.
Zusätzlich empfiehlt sie:
- Walking Foot oder Dual Feed Foot, damit die dicken Lagen nicht gegeneinander „kriechen“.
Wenn du dir einen wiederholbaren Ablauf für Mehrfach-Einspannen Maschinenstickerei aufbaust, ist das einer der Schritte, wo Standardisierung richtig zählt: gleicher Zuschnitt, gleiche Clip-Abstände, gleicher Fuß, gleicher Nadel-Offset – Tile für Tile.
Setup-Checkliste (bevor du die erste Naht nähst)
- Orientierung: Tiles rechts auf rechts, Nummern passen zum Layout.
- Sichtbarkeit: Seam Stitch klar erkennbar? (Wenn nicht: Linie vor dem Nähen nachzeichnen, z. B. wasserlöslich.)
- Fixierung: Wonder Clips setzen.
- Maschine: Walking Foot/Dual Feed montieren.
- Führung: Fußmarkierung auf Seam Stitch.
- Offset: Nadel 1 Klick nach links.
- Test: Kurzer Test auf Reststücken mit gleicher Dicke.
„Erst pressen, dann Vlies abreißen“: Point-&-Press-Tool + Holzklopfer für flache Nähte
Das ist der Kern der Episode – und der Unterschied zwischen „zusammengenäht“ und „professionell“.
In der Anleitung steht oft, man solle das Vlies in der Nahtzugabe vor dem Pressen abreißen. Sharon hat das ausprobiert und fand die Nähte dann „labberig“ und schwerer zu öffnen. Das Vlies gibt beim Pressen eine feste Gegenfläche.
Ihre Methode:
- Vlies noch nicht abreißen.
- Mit der großen Spitze des Point-&-Press-Tools die Nahtzugabe von innen vorsichtig öffnen.
- Naht mit Bügeleisen und Press-/Bügeltuch aufpressen.
- Sofort den Holzklopfer (Wooden Clapper) auflegen, um die Naht flach „zu setzen“.
- Erst danach das Vlies aus der Nahtzugabe abreißen, um Volumen zu reduzieren (nicht perfekt sein müssen – Hauptsache, es wird weniger dick).





Warum der Holzklopfer so gut funktioniert
Der Holzklopfer nimmt Hitze und Feuchtigkeit auf und hält die Naht dabei flach. In der Schneiderei sorgt er für scharfe Kanten – bei Tiling Scenes ist er ein echtes Bulk-Management-Tool.
Ohne Struktur „springt“ eine dicke Naht gern wieder hoch. Das Vlies während des Pressens drin zu lassen, gibt dir die nötige Stabilität.
Im Video wird außerdem erwähnt: Unterlage/Press-Setup ist wichtig. Sharon bestätigt, dass sie mit einem Press-/Bügeltuch arbeitet und dieses sogar beschriftet, damit es nicht mit Batting verwechselt wird.
Warnung: Bei Dampf und dicken Lagen Finger aus dem Bereich halten – Tiles können beim Pressen plötzlich verrutschen, und Dampfverbrennungen passieren sehr schnell.
Spalte für Spalte zusammensetzen: So werden 32 Tiles nicht zum Puzzle, das du hasst
Sharons Aufbau ist ruhig und systematisch:
- Layout-Plan nutzen.
- Tiles zu Spalten (vertikale Streifen) zusammennähen.
- Danach die Spalten zu einem Gesamtbild verbinden.
Beim Verbinden der Spalten müssen die Quer-Nähte der Tiles sauber aufeinander treffen:
- Erst die Nahtkreuzungen matchen und dort clippen.
- Dann dazwischen weitere Wonder Clips setzen.
- Lange Naht mit derselben Führung + „Nadel 1 Klick links“-Methode nähen.
Nach jeder Verbindung:
- Naht öffnen/pressen (erst pressen, dann Vlies abreißen).
- Vlies aus der Nahtzugabe reduzieren.

Ergonomie-Hinweis: Hier merkt man die körperliche Belastung besonders. 32 Tiles mit einem dicken Vliespaket in einen Schraubrahmen einzuspannen ist anstrengend. Wenn du merkst, dass du das nächste Einspannen „fürchtest“ oder die Hände verkrampfen, kann Magnetrahmen für Stickmaschine als Komfort- und Konsistenz-Upgrade sinnvoll sein: gleichmäßiger Klemmdruck ohne ständiges Schrauben – gerade bei Heavy-TearAway-Lagen.
Warnung: Sicherheit bei Magnetrahmen: Starke Magnete sind kein Spielzeug. Abstand zu Herzschrittmachern/implantierten Geräten und zu Karten mit Magnetstreifen halten. Achtung Quetschgefahr beim Schließen.
Quilten des fertigen Tops: Einfach halten, damit das Motiv im Mittelpunkt bleibt
Wenn das komplette Tiling-Scene-Top zusammengesetzt ist:
- Top mit Batting und Rückseite (Backing) schichten.
- Sharon schneidet Batting und Backing 2–3" größer als das Top.
- Quilten durch „Stitch in the Ditch“ (in der Naht „versenkt“).
Faden-Ansatz:
- Oben ein neutraler Faden.
- Unterfaden passend zum Backing.
So werden die Lagen stabil verbunden, ohne dass Quilting-Linien mit dem Artwork konkurrieren.
Troubleshooting Tiling Scenes: Symptome, Ursachen, Lösungen (direkt aus dem Video)
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Schnelllösung |
|---|---|---|
| „Ich sehe die Zuschnittlinie auf dunklem Stoff nicht.“ | Unterfaden ist zu ähnlich. | Für die letzte Seam Stitch Kontrast-Unterfaden (z. B. Rot) verwenden. |
| „Meine Nähte werden nicht flach / wirken puffig.“ | Vlies zu früh entfernt – es fehlt die feste Press-Unterlage. | Naht mit Vlies intakt öffnen und pressen; Holzklopfer nutzen; Vlies erst danach abreißen. |
| „Tiles sind versetzt oder falsch herum.“ | Orientierung verloren. | Tiles sofort nummerieren (immer oben rechts) und nach Layout-Plan arbeiten. |
| „Rahmenabdrücke auf dem Stoff.“ | Schraubrahmen zu stark angezogen auf dickem Paket. | Schonend dämpfen. Vorbeugung: gleichmäßiger Klemmdruck, ggf. Magnetrahmen für Stickmaschine. |
Stabilizer-Entscheidungsbaum (damit du mitten im Projekt nicht anfängst zu grübeln)
1) Stickst du ein OESD Tiling-Scene-Tile (dicht, Artwork-Stil)?
- Ja → 2× Heavy Weight TearAway + 1× Ultra Clean and Tear und Hintergrundstoff mit Fusible Woven vorbereiten.
- Nein → Nach Design-Anleitung arbeiten.
2) Willst du Batting „zur Sicherheit“ mit einspannen?
- Ja → STOP. Kein Batting beim Sticken der Tiles.
- Nein → Weiter.
3) Stickst du zwei Tiles in einem großen Stickrahmen?
- Ja → ~1,5" Abstand zwischen den Tiles lassen.
- Nein → Ein Tile pro Einspannen, dafür Spannung konsequent reproduzierbar halten.
Upgrade-Pfad (wenn du schneller werden willst, ohne Genauigkeit zu verlieren)
Tiling Scenes belohnen Geduld – bestrafen aber Reibungsverluste. Wenn du mehr als ein Projekt planst, lohnt es sich, die Engpässe zu entschärfen.
1) Einspann-Geschwindigkeit und Wiederholbarkeit
Wenn dich das Einspannen ausbremst oder die Spannung von Tile zu Tile schwankt, kann eine Einspannstation für Stickrahmen helfen, die Spannung reproduzierbar zu halten – damit deine Quadrate wirklich quadratisch bleiben.
2) Weniger Einspann-Ermüdung bei dicken Paketen
Wenn du beim Schraubrahmen merkst, dass du ständig nachjustierst oder die Lagen beim Schließen verrutschen, kann ein repositionierbarer Stickrahmen-Workflow helfen, kleine Korrekturen zu machen, ohne komplett neu einzuspannen.
3) Wenn Hobby-Workflow Richtung Produktion geht
Wenn du mehrere Tiling-Projekte machst oder regelmäßig Tops zusammensetzt, summiert sich die Zeit pro Einspannen. Dann werden Tools zur Produktivitätsentscheidung – nicht zum Luxus.
Operations-Checkliste (die „nicht überspringen“-Liste für saubere Übergänge)
- Unterfaden-Wechsel: Tile normal sticken, dann für die letzte Seam Stitch Kontrast-Unterfaden.
- Beschriften: Tile sofort hinten nummerieren, immer oben rechts.
- Präzisionszuschnitt: Exakt 1/2" von der Seam Stitch mit Rollschneider + Lineal.
- Fixieren: Wonder Clips, Enden zuerst ausrichten.
- Nähen: Walking Foot/Dual Feed, Fußmarkierung auf Seam Stitch, Nadel 1 Klick links.
- „Crisp Seam“-Protokoll: Erst pressen, dann Vlies abreißen; Point-&-Press + Bügeltuch + Holzklopfer.
- Aufbau: Spalten nähen, dann Spalten verbinden; Nahtkreuzungen zuerst matchen.



Wenn du „spät zur Party“ bei Tiling Scenes bist: Du bist trotzdem genau richtig. Starte mit einem Tile, beweise dir deinen Ablauf – und skaliere dann hoch. Sobald Einspannen, Zuschnitt und Pressen konstant sind, werden diese Projekte nicht mehr einschüchternd, sondern richtig süchtig machend.
FAQ
- Q: Wie baue ich den richtigen Stabilizer-Aufbau für ein OESD Tiling-Scenes-Tile, damit „Hourglass“-Verzug und Wellen vermieden werden?
A: Nutze exakt dieses „Sandwich“: 2 Lagen Heavy Weight TearAway + 1 Lage Ultra Clean and Tear und bügle Fusible Woven vor dem Einspannen auf die Rückseite des Hintergrundstoffs.- Fuse: Fusible Woven zuerst auf die Stoffrückseite aufbügeln und Blasen glattstreichen.
- Stack: Stoff (mit Fusible Woven) + Ultra Clean and Tear + Heavy Weight TearAway + Heavy Weight TearAway.
- Hoop: Fest und gleichmäßig einspannen; es darf nicht „schwammig“ wirken.
- Success check: Auf die Fläche klopfen – sie sollte sich straff anfühlen.
- If it still fails… Prüfen, dass kein Batting mit eingespannt wurde und dass wirklich Fusible Woven aufgebügelt ist (nicht nur blanke Baumwolle).
- Q: Sollte Batting/Volumenvlies jemals beim Sticken von OESD Tiling Scenes mit eingespannt werden – und welches Problem verursacht es?
A: Nein. Batting wird nicht eingespannt; es erzeugt Loft, kann den Nähfuß bremsen und die Passung/Ausrichtung verziehen.- Stop: Batting beim Sticken der Tiles weglassen.
- Stitch: Alle Tiles nur auf dem Vliespaket sticken.
- Add later: Batting erst beim finalen Quiltsandwich (Top + Batting + Backing) hinzufügen.
- Success check: Beim Sticken soll der Fuß ohne „Schieben“/Zerren laufen.
- If it still fails… Die Dicke nur über die vorgesehenen Vliese steuern – Batting nicht als „Support“ ersetzen.
- Q: Wie mache ich die Seam-Stitch-Zuschnittlinie auf dunklem Hintergrundstoff gut sichtbar?
A: Wechsle nur für die letzte Seam Stitch auf einen Unterfaden in Kontrastfarbe, damit die Umrandung als klare Schnittlinie dient.- Stitch: Tile normal mit dem üblichen Unterfaden sticken.
- Swap: Unterfaden nur für die Seam Stitch auf Kontrast (im Beispiel: Rot auf dunkel) wechseln.
- Cut: Diese Linie als Referenz für den Zuschnitt nutzen.
- Success check: Die Umrandung ist unter normalem Licht auf Armlänge klar erkennbar.
- If it still fails… Die Linie vor dem Zuschneiden mit wasserlöslichem Stift nachzeichnen.
- Q: Wie verhindere ich bei einem 32-Tile-Projekt wie Starry Night, dass Tiles falsch herum oder in falscher Reihenfolge zusammengesetzt werden?
A: Nummeriere jedes Tile sofort auf der Rückseite immer in derselben Ecke (oben rechts) und arbeite nach dem gedruckten Layout-Plan – nicht nach Optik.- Label: Nummer direkt nach dem Abnehmen von der Maschine aufs Vlies schreiben.
- Standardize: Nummer immer oben rechts platzieren.
- Verify: Layout-Plan an Schneid-/Nähplatz bereithalten und vor jedem Zusammennähen abgleichen.
- Success check: Jedes Tile lässt sich allein über die Nummer korrekt platzieren, ohne „drehen bis es passt“.
- If it still fails… Aufbau stoppen, Tiles nach Nummern neu auslegen und erst dann weiter nähen.
- Q: Warum passen OESD Tiling Scenes nach dem Zusammennähen manchmal nicht exakt – und wie schneide ich die 1/2" Nahtzugabe wirklich korrekt?
A: Fehlpassung beginnt meist mit ungleichmäßiger Nahtzugabe. Schneide exakt 1/2" von der Seam Stitch mit Rollschneider und transparentem Lineal (nicht mit Schere).- Align: Die 1/2"-Markierung des Lineals direkt auf die sichtbare Seam-Stitch-Linie legen.
- Cut: Mit Rollschneider auf stabiler Matte jede Kante gleich zuschneiden.
- Clip: Dicke Lagen mit Wonder Clips statt Nadeln fixieren.
- Success check: Zwei Tiles rechts auf rechts liegen ohne „Kriechen“ – die Linien treffen Ende auf Ende.
- If it still fails… Prüfen, ob die Kontrast-Seam-Stitch wirklich sichtbar ist und ob nicht doch mit Schere „nachkorrigiert“ wurde.
- Q: Wie nähe ich OESD Tiling Scenes so zusammen, dass die Seam-Stitch-Guide-Linie vorne nicht sichtbar bleibt?
A: Richte die Mittelmarkierung des Nähfußes auf die sichtbare Seam Stitch aus und stelle die Nadel vor dem Nähen um 1 Position (1 Klick) nach links.- Install: Walking Foot/Dual Feed nutzen, um Lagenverschiebung zu minimieren.
- Align: Fußmarkierung auf der Seam-Stitch-Linie führen.
- Offset: Nadel 1 Klick links, damit die Naht knapp innerhalb der Guide-Linie liegt.
- Success check: Von vorne ist die Guide-Linie in der Naht „versenkt“ und es entsteht kein Spalt.
- If it still fails… Auf Reststücken testen und prüfen, ob der Transport gleichmäßig läuft.
- Q: Was ist die sicherste Methode für flache Nähte bei Tiling Scenes – und wann sollte das Vlies aus der Nahtzugabe entfernt werden?
A: Erst pressen, dann Vlies abreißen: Vlies beim Pressen in der Nahtzugabe lassen, mit Point-&-Press öffnen, mit Holzklopfer setzen und erst danach Vlies reduzieren.- Open: Mit der großen Spitze des Point-&-Press-Tools die Nahtzugabe vorsichtig öffnen.
- Press: Mit Bügeleisen und Bügeltuch aufpressen.
- Set: Holzklopfer direkt nach dem Pressen auflegen.
- Remove: Vlies erst nach dem Pressen aus der Nahtzugabe abreißen.
- Success check: Die Naht liegt flach und bleibt nach dem Abkühlen flach.
- If it still fails… Prüfen, ob das Vlies nicht zu früh entfernt wurde, und Hände/Finger vor Dampf schützen.
- Q: Wann sind Einspann-Ermüdung und Rahmenabdrücke bei OESD Tiling Scenes ein Hinweis, von Schraubrahmen auf Magnetrahmen umzusteigen?
A: Wenn dicke Vliespakete zu Handgelenkbelastung, ungleichmäßiger Spannung oder Rahmenabdrücken führen, sind Magnetrahmen ein sinnvoller nächster Schritt für gleichmäßigen Klemmdruck.- Diagnose: Achte darauf, ob das Schließen eines Schraubrahmens über 4 Lagen übermäßig Kraft braucht oder helle Druckspuren hinterlässt.
- Optimize: Ziel ist gleichmäßige Spannung, damit Tiles reproduzierbar quadratisch bleiben.
- Upgrade: Magnetrahmen für Stickmaschine können das Schrauben reduzieren und die Wiederholbarkeit verbessern.
- Success check: Einspannen fühlt sich konstant an und hinterlässt weniger Druckspuren.
- If it still fails… Magnetrahmen als Industrie-Werkzeug behandeln: Quetschzonen meiden und Abstand zu Implantaten/Karten halten.
