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Wenn du eine Stickdatei bearbeitest, ist der stressige Teil nicht das Klicken von Buttons – sondern die unterschwellige Angst, dass ein winziger, unbeabsichtigter Schubser deine Passung zerstört, Abstände ruiniert oder ein Stickergebnis erzeugt, das „fast richtig“ aussieht (und genau das ist die teuerste und frustrierendste Art von falsch).
Wir nennen das „Digitizing Drift“. Das passiert, wenn dich ein überladener Bildschirm optisch täuscht – und Logos am Ende 2 mm daneben sitzen. Genau genug, um eine Serie Poloshirts zu ruinieren.
Diese „Whitepaper“-taugliche Lektion zu Threads Embroidery Software ist dafür gemacht, diese Angst zu entschärfen. Wir schauen nicht nur auf die Mark-Tools – wir bauen ein Vorgehen auf, mit dem du exakt das auswählst, was du wirklich bearbeiten willst, es bewegst ohne „die Nachbarschaft mitzuziehen“, und deine Bewegung auf eine Achse sperrst, damit die Platzierung chirurgisch präzise bleibt.

Der „Nicht-Panik“-Moment: Was die Mark-Tools in Threads Embroidery Software wirklich steuern (und was nicht)
Zuerst ein klares mentales Modell: In Threads Embroidery Software sind die Mark-Tools deine Werkzeuge für Auswahl und Transformation. Im Video werden sie genutzt, um bestimmte Teile eines Designs zu isolieren (z. B. den „THREADS“-Text vs. das Dreiecks-Logo), damit du sie unabhängig voneinander verschieben, skalieren und rotieren kannst.
Die „harte Wahrheit“, die viele Einsteiger übersehen: Mark-Tools verändern Koordinaten – nicht die Physik.
Am Bildschirm ist Verschieben risikofrei. Beim Sticken nicht. Die Software lässt dich Text problemlos 1 mm an eine schwere Satinkante setzen – in der Realität kann diese Kante den Stoff drücken/ziehen und den Text optisch verziehen. Deshalb behandeln wir Bildschirm-Editing als „Blueprinting“: Die Mark-Tools helfen dir beim Plan, aber Stoffwahl, Stabilisierung und Einspannen entscheiden, ob das Gebäude steht.
Trotzdem gilt: Saubere Auswahl und präzise Ausrichtung sind die nicht verhandelbare Basis professioneller Layouts. Wenn die Koordinaten nicht stimmen, rettet dich auch kein Stickvlies.
Die „unsichtbare“ Vorbereitung, die Profis zuerst machen: Bevor du irgendetwas verschiebst
Amateure schieben sofort Objekte. Profis machen einen „Pre-Flight Check“. Bevor du ein Mark-Tool anfasst, brauchst du eine vorhersehbare Arbeitsumgebung.
Im Video siehst du links im Panel Größenwerte (Höhe 42,03 mm und Breite 195,29 mm). Diese Zahlen sind deine Anker. Wenn du aus Versehen per Mauszug skalierst, sind diese Werte oft der einzige Beweis dafür, dass sich etwas verändert hat.
So verhinderst du die typische „Warum sieht das jetzt komisch aus?“-Spirale:
- Zoom für Kontext: Arbeite nicht sofort bei 400 %. Zoome erst so weit raus, dass du das gesamte Design im Blick hast.
- Anker definieren: Was bleibt fix? Oft ist es das Logo; der Text wird relativ dazu positioniert.
- Basisdaten sichern: Notiere oder screenshotte die ursprüngliche Breite/Höhe.

Checkliste Vorbereitung: „Sicher editieren“-Protokoll
- Sichtbarkeit prüfen: Ist das komplette Design auf der Arbeitsfläche sichtbar? (So weit herauszoomen, dass rundherum „Luft“/weißer Rand zu sehen ist.)
- Ziel klären: Bewegst du Text, Icon oder die Gruppe?
- Ausgangswerte festhalten: Startgröße notieren (z. B. H: 42 mm, W: 195 mm).
- Toolwahl: Brauchst du Präzision (Lasso) oder einen schnellen Sweep (Fenster)?
- Praxis-Check: Hast du Stoffmarker oder Schneiderkreide bereit, um die physische Mitte am Kleidungsstück zu markieren – passend zu deiner digitalen Mitte?
Klick auf die Büroklammer: Mark-Icon in Threads Embroidery Software aktivieren – ohne Rätselraten
Im Video werden die Mark-Tools über das Icon in der oberen Toolbar geöffnet, das wie eine Büroklammer aussieht.
Das ist ein typischer Reibungspunkt für neue Nutzer: Das Toolset ist modal. Das heißt: Lasso-, Fenster- und Lock-Optionen erscheinen erst, wenn du in den „Mark“-Modus wechselst. Wenn die Toolbar „leer“ wirkt, bist du nicht im Modus.

Lasso-Auswahl in Threads Embroidery Software: Nur den „THREADS“-Text greifen (auch wenn er eng an anderer Grafik sitzt)
Wenn Elemente dicht beieinander liegen – z. B. Text nahe an einem Logo – scheitert eine rechteckige Auswahl schnell. Dann brauchst du das Skalpell statt den Hammer: das Lasso-Tool.
Im Video:
- Der Ersteller wählt Set New Mark Lasso.
- Er klickt und zeichnet eine freie Schleife um das Wort „THREADS“.
- Visuelle Bestätigung: Eine gepunktete „laufende Ameisen“-Kontur erscheint um den Text.
Sensorischer Stopp: Schau dir diese gepunktete Linie bewusst an. Das ist dein „Sicherheitsverschluss“. Schneidet die Linie durch einen Buchstaben oder fehlt ein kleines Detail, beweg das Objekt nicht. Wenn du eine Teil-Auswahl verschiebst, „schert“ du das Design auseinander – und riskierst später ein unbrauchbares Stickergebnis. „Undo“ ist leicht; erst nach 50 Shirts zu merken, dass ein Teil fehlt, ist teuer.


Nach dem Markieren zeigt das Video die unabhängige Bewegung (Text vom Dreieck wegziehen) und das Skalieren über die Anfasser der Begrenzungsbox.


Warnung: Die „Dichte-Gefahrenzone“
Wenn du Stichdateien (z. B. .DST oder .PES) skalierst statt nativer Objektdateien, arbeite extrem vorsichtig.
* Die 20%-Regel: Stichdateien in der Praxis meist nicht mehr als ca. 10–20 % vergrößern/verkleinern.
* Das Risiko: Vergrößern zieht Stiche auseinander (Lücken/Stoff scheint durch). Verkleinern stopft Stiche zusammen (steif „kugelsicher“, Fadenrisse/Nadelstress).
* Die Lösung: Ab ca. 10 % Größenänderung immer einen Probestick auf ähnlichem Restmaterial einplanen.
Der saubere 45°-Move: Markiertes Objekt per exaktem Gradwert rotieren
Hände zittern. Mathematik nicht. Freihand-Rotation mit der Maus ist okay für „künstlerisches Chaos“ – bei Logos brauchst du geometrische Sicherheit.
Das Video zeigt den Profi-Workflow:
- Rotations-Eingabefeld in der oberen Toolbar finden.
- 45 eintippen.
- Den Rotate-Pfeil klicken, um exakt auszuführen.


Warum tippen? Weil Mausziehen schnell bei 44,8° oder 45,2° landet. Am Bildschirm wirkt das gleich. Auf Stoff können minimale Winkelabweichungen bei geraden Kanten optisch auffallen.
Pro-Tipp: Nach der exakten Rotation zieht der Ersteller den Text in Position. Das ist die richtige Reihenfolge: erst ausrichten (rotieren), dann platzieren (verschieben).
Fenster-Auswahl in Threads Embroidery Software: Das Dreiecks-Logo schnell per Rechteck markieren
Wenn ein Element eher isoliert oder geometrisch ist, ist das Lasso unnötig. Nutze Set New Mark Window (gestricheltes Rechteck).
Im Video:
- Diagonal über den Zielbereich (das Dreieck) klicken und ziehen.
- Kontrollblick: Achte darauf, dass die Markierung das Objekt sauber umfasst.


In der Produktion zählt Geschwindigkeit. Wer sicher zwischen „Lasso“ (komplex) und „Fenster“ (einfach) wechselt, spart bei jedem Job Zeit.
Mehrfachauswahl & Gruppenbearbeitung: Text + Logo gemeinsam skalieren und rotieren (ohne Proportionen zu verlieren)
„Skalierung ist relativ.“ Wenn du den Text skalierst, aber das Logo vergisst, kippt die Balance. Im Video sind beide Markierungen (gepunktete Konturen) gleichzeitig aktiv – das ist ein Gruppenstatus.

Mit beiden ausgewählt:
- Eck-Anfasser = proportionale Skalierung (Seitenverhältnis bleibt erhalten).
- Seiten-Anfasser = strecken/stauchen (Seitenverhältnis kaputt – nur bewusst einsetzen!).

Kognitive Falle: Viele zoomen beim Skalieren stark rein, um Details zu sehen. Nicht machen. Zoome raus. Du musst den Negativraum (die „Luft“ um das Design) sehen, um zu beurteilen, ob die neue Größe im Stickfeld stimmig wirkt.
Setup-Checkliste: Gruppen-Edit-Protokoll
- Visuell prüfen: Sind gepunktete Konturen auf allen Elementen, die zur Gruppe gehören sollen?
- Ankerpunkt: Skaliere ich von der Ecke oder „irgendwo“? (Ecke ist meist sicherer für Proportionen.)
- Referenzcheck: Kurz auf den „Width“-Wert schauen: Passt das noch ins maximale Stickfeld deiner Maschine?
- Dichte-Check: Habe ich gerade massiv skaliert? (Wenn ja: Dichte/Unterlage im Blick behalten und testen.)
- Testplan: Bei Kundenaufträgen immer einen Probestick auf vergleichbarem Material einplanen.
Punkte ausblenden: Mit dem Augen-Icon Markierungen temporär verstecken
Zu viele Infos führen zu Fehlern. Die gepunkteten Linien („Marks“) sind fürs Editieren wichtig, aber fürs Beurteilen der Optik oft störend.
Im Video klickt der Ersteller das Augen-Icon, um die Markierungen auszublenden.

Der Designer-Blink: Wie ein Schritt zurück von der Leinwand.
- Einblenden: Operation (verschieben/rotieren).
- Ausblenden: Ergebnis optisch beurteilen.
- Wiederholen.
Horizontal Lock & Vertical Lock: Der schnellste Weg zur Ausrichtung ohne „Drift“
Das ist die Funktion, die Hobby von Produktion trennt: die Achsensperre.
Beim manuellen Verschieben driftet die Maus fast immer diagonal. Wenn du ein Logo vertikal perfekt zentriert hast und nur nach links schieben willst, ruiniert ein freier Move schnell die vertikale Mitte.
Im Video:
- Horizontal Lock: sperrt die Bewegung in Y – das Objekt gleitet nur links/rechts.
- Vertical Lock: sperrt die Bewegung in X – das Objekt gleitet nur hoch/runter.




Das verhindert „Drift“. Sobald eine Dimension sitzt, kannst du sie nicht aus Versehen wieder zerstören, während du die andere korrigierst.
Ablauf-Checkliste: „Finale Position“-Protokoll
- Lock aktivieren: Horizontal Lock für reine Links/Rechts-Korrektur.
- Schieben: Ziehen – es sollte sich „geführt“ anfühlen.
- Optik prüfen: Markierungen per Augen-Icon ausblenden und optisch zentrieren.
- Final speichern: Nach der Ausrichtung sofort als neue Version sichern (z. B.
Design_v2_Aligned).
Die Realität „Warum es anders stickt“: Layout-Edits vs. Stoffphysik (was das Video nicht laut sagt)
Das Video zeigt Software-Perfektion. Gestickt wird aber in der realen Welt, und Stoff ist beweglich.
Die Lüge des Bildschirms: Am Bildschirm sind Koordinaten absolut. Auf Stoff ziehen Stiche Material zusammen (Push/Pull). Ein Kreis kann oval werden. Ein zentriertes Design kann „zu tief“ wirken, wenn der Stoff nicht stabil gehalten wird.
Darum muss Software-Präzision mit mechanischer Stabilität zusammenkommen. Du kannst in Threads pixelgenau ausrichten – wenn sich der Stoff beim Sticken um 2 mm bewegt, war der Edit umsonst.
Wenn du nach Einspannen für Stickmaschine suchst, ist das Ziel neutrale Spannung: fest gehalten, aber nicht wie ein Gummiband überdehnt. Wenn du beim Einspannen zu stark ziehst, „springt“ der Stoff nach dem Ausspannen zurück – und das Design kann kräuseln.
Entscheidungsbaum: Stofftyp → Stickvlies-Strategie (damit deine Bildschirm-Ausrichtung den Sticklauf überlebt)
Software-Ausrichtung funktioniert nur, wenn der Stoff stabil bleibt. Stickvlies ist der Anker.
1) Ist der Stoff dehnbar? (T-Shirts, Polos, Performance-Knits)
- Empfehlung: Cutaway-Stickvlies.
- Warum: Maschenware hat weniger Eigenstabilität. Cutaway ersetzt Struktur und hält die Stiche dauerhaft.
2) Ist der Stoff stabil/gewebt? (Denim, Canvas, Handtücher)
- Empfehlung: Tearaway-Stickvlies.
- Warum: Der Stoff trägt sich selbst; das Vlies verhindert vor allem das Verrutschen während des Stickens.
3) Ist der Stoff flauschig/strukturiert? (Frottee, Fleece, Piqué-Polos)
- Empfehlung: zusätzlich wasserlösliches Topper (Solvy).
- Warum: Ohne Topper „versinken“ Stiche im Flor, und Schrift wird schlechter lesbar.
Wenn Tooling zum Shortcut wird: Einspann-Geschwindigkeit, Wiederholbarkeit und Upgrade-Pfade
Software-Genauigkeit ist nur 50 % der Gleichung. Die anderen 50 % sind das mechanische Halten.
Wenn du Dateien ständig neu ausrichtest, weil „es auf dem Shirt nicht gerade aussah“, ist oft nicht die Software das Problem – sondern der Rahmen. Standard-Plastikrahmen arbeiten über Reibung und Handkraft. Das führt zu inkonsistenter Spannung und kann Rahmenspuren hinterlassen.
Level-2-Upgrade: Magnetrahmen Viele Shops, die nach Stickrahmen für Stickmaschine suchen, landen bei der modernen Lösung: Magnetrahmen.
- Warum upgraden? Magnetrahmen für Stickmaschine klemmen den Stoff schnell und gleichmäßig, ohne dass ein Innenring „reingewürgt“ werden muss.
- Nutzen: schnelleres Einspannen und weniger Stoffdrift beim Klemmen – das schützt die Ausrichtung, die du in der Software gesetzt hast.
Warnung: Sicherheit bei Magnetkraft
Magnetrahmen arbeiten mit starken Neodym-Magneten.
* Quetschgefahr: Die Teile schnappen mit hoher Kraft zusammen – Finger aus der Kontaktzone halten.
* Medizinische Sicherheit: Abstand zu Herzschrittmachern/ICDs und magnetempfindlichen Datenträgern halten.
Level-3-Upgrade: Einspannstationen Wenn du 50 Shirts produzierst und das Logo bei jedem Teil identisch sitzen muss, ist „nach Augenmaß“ auf Dauer ermüdend.
- Lösung: Eine Einspannstation für Maschinenstickerei gibt dir eine physische Referenz/Schablone. Shirt positionieren, Rahmen immer gleich setzen, wiederholen.
- Branchenstandard: Systeme wie die hoop master Einspannstation sind dafür bekannt.
Und wenn dein Volumen so hoch ist, dass deine Einnadelmaschine nicht mehr hinterherkommt, lohnt sich der Blick auf Mehrnadelstickmaschinen – für kontinuierliche Produktion ohne ständiges Garnwechseln.
Quick „Watch Out“-Notizen (Praxis-Realität)
Da das Quellvideo keine Kommentare enthält, hier typische Stolpersteine aus dem Arbeitsalltag, die direkt zu den gezeigten Mark-Tools passen:
- Teil-Auswahl: Wenn du beim Lasso ein kleines Element verfehlst und dann verschiebst, stimmt das Layout nicht mehr. Erst die gepunktete Kontur prüfen, dann bewegen.
- Zittrige Hand beim Rotieren: Für geometrische Winkel (45/90/180) immer das Zahlenfeld nutzen – Mausrotation nur für „optisches Feintuning“.
- Markierungen blenden: Nutze das Augen-Icon bewusst als Kontrollschritt: Markierungen aus, Optik prüfen, Markierungen an, korrigieren.
Ergebnis: Sauberere Layouts in Threads, weniger Platzierungsfehler an der Maschine
Mark-Tools zu beherrschen heißt: Kontrolle. Wenn du
- mit Lasso die kniffligen Teile sauber markierst,
- per Zahleneingabe exakt rotierst,
- mit Achsensperren Drift verhinderst,
- Markierungen ausblendest, um die Optik zu prüfen,
…hörst du auf zu hoffen – und fängst an zu wissen. Kombinierst du diese digitale Präzision mit sauberer Stabilisierung und modernen Magnetrahmen-Workflows, schließt du die Lücke zwischen perfektem Bildschirm-Layout und sauberer Stickerei auf dem Kleidungsstück.
FAQ
- Q: Wie aktiviere ich in Threads Embroidery Software die Mark-Tools, wenn die Toolbar „leer“ wirkt und keine Lasso-Optionen erscheinen?
A: Klicke zuerst auf das büroklammerförmige Mark-Icon, weil die Mark-Toolleiste modal ist und erst im Mark-Modus sichtbar wird.- Klicke in der oberen Toolbar auf das Büroklammer-Icon, um in den „Mark“-Modus zu wechseln.
- Wähle erst danach die passende Option (Set New Mark Lasso oder Set New Mark Window).
- Bewege nichts, bevor die gepunktete „laufende Ameisen“-Kontur die Auswahl bestätigt.
- Erfolgskontrolle: Eine gepunktete Kontur ist um das gewünschte Objekt sichtbar, und Mark-bezogene Buttons/Felder erscheinen in der Toolbar.
- Wenn es immer noch nicht klappt … Zoome heraus, sodass du den kompletten Designbereich siehst, aktiviere den Mark-Modus erneut und versuche es noch einmal.
- Q: Wie nutze ich Set New Mark Lasso, um wirklich nur den „THREADS“-Text zu markieren, wenn er sehr dicht neben einem Logo sitzt?
A: Nutze Set New Mark Lasso und verschiebe erst dann, wenn die gepunktete Kontur jeden benötigten Buchstaben vollständig einschließt.- Set New Mark Lasso wählen und eine freie Schleife nur um den „THREADS“-Text ziehen.
- Vor dem Ziehen/Bewegen anhalten und die gepunktete Linie prüfen – keine Teil-Auswahl akzeptieren.
- Sofort „Undo“, wenn die Kontur durch einen Buchstaben schneidet oder ein kleines Element fehlt.
- Erfolgskontrolle: Die gepunktete Kontur umfasst das komplette Wort sauber, ohne Teile „abzuschneiden“ oder unmarkiert zu lassen.
- Wenn es immer noch nicht klappt … Etwas herauszoomen, um visuelles Chaos zu reduzieren, und mit einer etwas großzügigeren, ruhigeren Schleife erneut lassoieren.
- Q: Wie rotiere ich ein markiertes Objekt in Threads Embroidery Software exakt auf 45°, statt beim Mausziehen bei 44,8° oder 45,2° zu landen?
A: Gib den Rotationswinkel im Eingabefeld ein und führe die Rotation per Befehl aus, statt frei per Maus zu drehen.- Zuerst das Zielobjekt markieren, damit wirklich nur dieses Element rotiert.
- Das Rotations-Eingabefeld in der oberen Toolbar finden und 45 eingeben.
- Den Rotate-Pfeil klicken, danach erst in Position schieben.
- Erfolgskontrolle: Das Feld zeigt den exakten Gradwert, und das Objekt wirkt konsistent ausgerichtet, wenn du die Markierungen per Augen-Icon ausblendest.
- Wenn es immer noch nicht klappt … Objekt erneut markieren (um unbeabsichtigte Mehrfachauswahl zu vermeiden) und die Reihenfolge „erst rotieren, dann verschieben“ wiederholen.
- Q: Wie verhindere ich diagonalen „Digitizing Drift“, wenn ich ein markiertes Objekt nur links/rechts oder nur hoch/runter verschieben will?
A: Nutze Horizontal Lock oder Vertical Lock, damit die Bewegung beim Ziehen auf eine Achse begrenzt wird.- Horizontal Lock aktivieren, um die Y-Achse zu sperren (nur links/rechts).
- Vertical Lock aktivieren, um die X-Achse zu sperren (nur hoch/runter).
- Objekt mit aktivem Lock ziehen und danach Markierungen ausblenden, um optisch zu zentrieren.
- Erfolgskontrolle: Das Objekt „läuft wie auf Schienen“ (kein diagonales Kriechen), und die Ausrichtung bleibt nach dem Ausblenden stabil.
- Wenn es immer noch nicht klappt … Undo, den passenden Lock erneut aktivieren und prüfen, ob wirklich nur das gewünschte Objekt markiert ist.
- Q: Wie skaliere ich eine Stichdatei (.DST oder .PES), ohne Lücken, „kugelsichere“ Steifigkeit oder Nadelstress zu erzeugen?
A: Halte Skalierungen bei Stichdateien grob im Bereich von 10–20 % und mache einen Probestick, sobald du etwa über 10 % Änderung gehst.- Vor dem Skalieren klären, ob es eine Stichdatei (nicht objektbasiert) ist.
- Skalierung klein halten (meist max. ca. 10–20 %), um Dichteprobleme zu vermeiden.
- Bei deutlicher Größenänderung einen Probestick auf geeignetem Restmaterial einplanen.
- Erfolgskontrolle: Der Probestick zeigt keine Lücken durch Vergrößern und keine überdichten, steifen Bereiche durch Verkleinern.
- Wenn es immer noch nicht klappt … Auf Originalgröße zurückgehen und je nach Workflow neu digitalisieren oder Dichte passend anpassen.
- Q: Welche Stickvlies-Wahl hilft, damit die am Bildschirm exakt ausgerichtete Platzierung beim Sticken auf Strick-Polos vs. gewebtem Canvas nicht „wandert“?
A: Passe das Stickvlies an das Stoffverhalten an, damit sich der Stoff nach präzisen Layout-Edits beim Sticken nicht verschiebt.- Für dehnbare Strickware (T-Shirts, Polos, Performance-Knits) Cutaway-Stickvlies wählen.
- Für stabile Gewebe (Denim, Canvas, Handtücher) Tearaway-Stickvlies wählen.
- Für flauschige/strukturierte Stoffe (Frottee, Fleece, Piqué) wasserlöslichen Topper ergänzen.
- Erfolgskontrolle: Schrift bleibt lesbar, und die Platzierung entspricht dem Bildschirm-Layout ohne Einsinken oder Verzug.
- Wenn es immer noch nicht klappt … Einspann-Spannung auf neutral prüfen (fest, aber nicht überdehnt) und erneut auf dem gleichen Stofftyp testen.
- Q: Wenn die Platzierung auf Shirts trotz perfekter Ausrichtung in Threads Embroidery Software leicht schief rauskommt: Wann sollte ich von Standardrahmen auf Magnetrahmen wechseln oder auf eine Mehrnadelstickmaschine upgraden?
A: Steigere in Stufen: erst Workflow optimieren, dann Einspann-Konstanz mit Magnetrahmen erhöhen, dann bei Bedarf Kapazität/Prozesssicherheit über Mehrnadeltechnik.- Level 1 (Technik): Kleidungsmitte physisch markieren (wasserlöslicher Stift/Kreide), zur Referenz ausrichten und Achsensperren plus numerische Rotation nutzen.
- Level 2 (Tooling): Magnetrahmen für Stickmaschine einsetzen, um gleichmäßiger zu klemmen und Stoffdrift beim Einspannen zu reduzieren.
- Level 3 (Kapazität): Wenn Stückzahl und Wiederholgenauigkeit eine Einnadel-Workflow-Grenze überschreiten, Mehrnadelstickmaschine in Betracht ziehen.
- Erfolgskontrolle: Wiederholte Teile zeigen konsistente Platzierung mit weniger Nacharbeit und weniger „fast richtig“-Ergebnissen.
- Wenn es immer noch nicht klappt … Einen festen Probestick-Schritt einbauen, um Stoff + Vlies + Einspannen vor Serienstart zu validieren.
- Q: Welche Sicherheitsmaßnahmen sollten Bediener bei Magnetrahmen mit starken Neodym-Magneten in der Produktion beachten?
A: Behandle Magnetrahmen wie industrielle Klemmen: kontrolliert schließen, Finger schützen und Abstand zu Implantaten sowie empfindlichen Medien halten.- Finger aus der Kontaktzone halten, bevor die Magnetteile zusammenkommen (Quetschgefahr).
- Magnetrahmen langsam und bewusst trennen/zusammenführen – nicht „zuschnappen“ lassen.
- Abstand zu Herzschrittmachern/ICDs und magnetempfindlichen Datenträgern einhalten.
- Erfolgskontrolle: Das Schließen erfolgt kontrolliert ohne plötzliches Zuschlagen, und das wiederholte Einspannen ist ohne Finger-Risiko möglich.
- Wenn es immer noch nicht klappt … Nutzung stoppen, bis eine sichere Handhabung etabliert ist, und die Sicherheitsvorgaben von Maschine/Rahmenhersteller befolgen.
