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Kappenfalten gehören zu den Problemen, bei denen selbst erfahrene Bediener kurz an sich zweifeln. Am Bildschirm sieht alles sauber aus – und trotzdem „knickt“ die Krone weg, noch bevor die Füllstiche richtig loslaufen. Das ist nicht nur ärgerlich, das ist teuer.
Die nüchterne Wahrheit: Bei Caps entstehen Falten meistens vor der Deckfüllung. Der Auslöser ist fast immer die Unterlage, die den Stoff in die falsche Richtung „schiebt“ – oder innerhalb der Fläche wieder über sich selbst zurückläuft. Dann baut sich eine Welle auf, die die Deckfüllung auf der gewölbten Krone nicht mehr glattziehen kann.
Dieser Beitrag rekonstruiert den exakten Workflow aus DesignShop Talk: Digitizing Center-Out Underlay for Hats – und ergänzt ihn um praxisnahe Kontrollpunkte, die man in einer Produktionsumgebung wirklich abarbeitet. Ziel: nicht „einmal fixen“, sondern reproduzierbar stabile Kappen-Stickdateien bauen.

Der Hauptschuldige: Unterlage, die zurücknäht und eine „Schubwelle“ auf der Krone erzeugt
Die Frage aus dem Video ist typisch für die Saison: „Ich bekomme eine Füllfläche auf Caps nicht dazu, von der Mitte nach außen zu nähen – egal wo ich Start/Stop setze, irgendwo läuft es zurück und es wirft Falten.“
Genau das ist die Diagnose. Auf einem gewölbten, oft strukturierten Träger (Cap-Krone) wirkt eine Füllfläche, die innerhalb der Form die Richtung umkehrt, wie ein kleiner Schneepflug: Statt den Stoff anzulegen, schiebt sie Material zusammen. Die Krone ist steif und kann nicht „ausweichen“ – also buckelt sie.
Samanthas Antwort ist klar: Wenn die Unterlage wirklich von der Mitte nach außen laufen soll, führt in der Praxis kaum ein Weg an Splitten von Elementen vorbei, damit du die Nährichtung manuell kontrollieren kannst.

Der „Speed-Ramp“-Trick mit einem Laufstich: nicht mit der ersten Penetration auf der Mittelnaht starten
Bevor überhaupt Unterlage digitalisiert wird, kommt im Video ein sehr realer Cap-Fakt: Die Mittelnaht ist dick (mehrlagig, oft mit Buckram), und der erste Stich kann „kämpfen“, wenn die Maschine noch nicht sauber auf Drehzahl ist.
Praxis-Anker: Hör auf das Geräusch. Klingt der erste Stich nach einem klaren, sicheren „Snap“ – oder eher nach einem dumpfen „Thud“? Wenn es dumpf ist, ist Nadelablenkung/harte Penetration sehr wahrscheinlich.
Darum liegt im Beispiel-Design zuerst ein kurzer Laufstich seitlich (nicht dekorativ, sondern funktional): Die Maschine kommt in gleichmäßige Bewegung und trifft die Naht dann mit konstanterer Kraft.

Wenn du in einer Umgebung mit Maschinen wie melco Stickmaschinen produzierst, reduziert diese kleine Sequenzierungs-Gewohnheit viele „mysteriöse“ Startprobleme. Die sehen oft wie Spannungsfehler aus, sind aber in Wahrheit Physik: Penetrationskraft + Geschwindigkeit + Nahtstärke.
Hinweis zur Geschwindigkeit: Im Video wird keine konkrete SPM-Zahl vorgegeben. Entscheidend ist das Prinzip der „Anlauf“-Stiche, damit die Maschine nicht mit der allerersten Penetration in die dickste Zone muss.
Warnung: Nadelbruch & Augenschutz. Bei Testläufen an Kappenrahmen Hände aus dem Nadelbereich halten. Trifft die Nadel auf eine harte Stelle (z. B. dicke Nahtzone), kann sie sofort brechen und wegfliegen. Bei Cap-Tests ist Augenschutz eine sinnvolle Sicherheitsmaßnahme.
Was Profis zuerst machen: Nähreihenfolge simulieren und erkennen, wo der stabilisierende „Push“ passiert
Im Video startet Samantha mit der Analyse eines funktionierenden Cap-Designs im Simulator. Sie schaut nicht auf „schön“, sondern auf Stabilitätsaufbau:
- Zuerst läuft eine Sequenz Center-Out.
- Danach kommt eine Füllfläche von unten nach oben.
Diese Struktur („erst Center-Out stabilisieren, dann bottom-to-top decken“) ist der Kern.

Prep-Checkliste (BEVOR du Object Properties anfasst)
- Push-Check: Entstehen die Falten vor der Deckfüllung? Wenn ja, ist die Unterlage/Nährichtung der Hauptverdächtige.
- Simulator-Check: In der Simulation gezielt nach Füllflächen suchen, die innerhalb der Form zurück über sich selbst laufen.
- Naht-Zone erkennen: Wo liegt die Mittelnahtzone der Cap? Entscheide, ob du den seitlichen „Speed-Ramp“-Laufstich brauchst.
- Zielbild: Unterlage von der Mitte nach außen, Deckfüllung von unten nach oben.
Der Kontrollhebel: Auto Underlay deaktivieren, damit DesignShop 12 nicht „hilft“
Samanthas Live-Demo beginnt mit einem einfachen Rechteck, zentriert auf dem Bildschirm. Danach geht sie sofort in die Object Properties und deaktiviert Enable Auto Underlay.
Das ist keine Kleinigkeit. Auto-Unterlagen sind für viele Flachwaren gedacht – Caps sind in Bezug auf Krümmung und Spannung deutlich anspruchsvoller. Wenn du eine definierte Nährichtung (Center-Out) brauchst, willst du die Kontrolle.

Der mentale Shift: Du „stellst nicht Unterlage ein“, du digitalisierst ein eigenes Unterlagen-Objekt, das sich exakt so verhält, wie du es brauchst.
Manuelle Unterlage mit 7,0 pt Offset (Outline) anlegen, damit sie nicht an der Kante „durchdrückt“
Als Nächstes kopiert Samantha die Hauptform, fügt sie ein und nutzt Offset (Outline), um das neue Objekt kleiner zu machen.
Gezeigt wird 7,0 pt. Warum: Die Unterlage soll stützen, aber nicht bis ganz an die Kante laufen. Auf der Cap-Krümmung kann eine Unterlage „auf Kante“ eine sichtbare Kante/Rippe unter der Deckfüllung erzeugen.

Nach dem Offset färbt sie das Unterlagen-Objekt (grün) um, damit im Workflow sofort klar ist, welche Ebene was macht.

Merksatz aus der Praxis: Wenn an der Kante etwas „durchzeichnet“, ist es häufig nicht zuerst ein Spannungsproblem – sondern die Unterlage sitzt zu nah an der Begrenzung für die Cap-Krümmung.
Wenn du unterschiedliche Haltesysteme vergleichst (Standardrahmen vs. Stickrahmen für melco): Besseres Halten reduziert Bewegung – aber kein Rahmen kann eine Unterlage kompensieren, die den Stoff physikalisch in die falsche Richtung schiebt.
Der Center-Out-Hack, der wirklich greift: Split Element in links/rechts und Nährichtung erzwingen
Das ist die Kerntechnik.
Samantha wählt zwei Knoten am inset (grünen) Rechteck – oben mittig und unten mittig – und klickt Split Element. Aus einer Unterlagen-Füllfläche werden zwei Objekte: linke und rechte Hälfte.

Warum Splitten so wichtig ist: Ein einzelnes Füllobjekt folgt oft einer internen „Schlangenlogik“ und wird irgendwo zurücklaufen, um von A nach B zu kommen. Zwei getrennte Objekte erlauben zwei saubere, planbare Nährichtungen weg von der Mitte – und genau das drückt den Stoff auf der Krone glatt.
Stichrichtung und „grobe“ Dichte für die Unterlage setzen (wie im Video gezeigt)
Im Video:
- Sie stellt die Stichrichtung der Unterlagenhälften auf vertikal.
- Sie spricht von einer großen/geringen Dichte für diese Unterlagen-Füllfläche.

Praxis-Interpretation: Entscheidend ist nicht eine konkrete Zahl (im Video wird kein exakter Wert eingeblendet), sondern das Ergebnisbild: Die Unterlage soll wie ein lockeres Netz wirken – Struktur geben, aber keine Masse aufbauen.
Trapunto als Border Type: die Clean-Edge-Einstellung gegen „gezackte“ Split-Kanten
Nach dem Splitten kann die Kante, an der beide Hälften zusammentreffen, gezackt wirken, wenn die Füllwendepunkte unruhig sind.
Samantha löst das, indem sie in den Object Properties den Border Type auf Trapunto stellt. Dadurch entsteht an der Split-Kante eine gerade, saubere Linie.

Das ist ein typischer „Digitizer“-Hebel: Je sauberer die Split-Kante, desto berechenbarer stickt es auf der Cap-Krümmung – weil die Nadel nicht genau in der Stresszone der Krone viele kleine, chaotische Richtungswechsel macht.
Wenn du für einen Kappenrahmen für melco (oder einen anderen Kappentreiber) digitalisierst, sind Trapunto-Kanten an gesplitteten Unterlagen-Elementen eine robuste Methode, damit die Mittellinie nicht zur Verzerrungslinie wird.
Die Hälften mit einem manuellen Walk-Stich verbinden, um Trims zu vermeiden (und Stabilität zu halten)
Im Video vermeidet Samantha einen Trim zwischen linker und rechter Unterlagenhälfte, indem sie einen manuellen Walk-Stich (Laufstich) digitalisiert:
- Start am Ende der linken Unterlagenhälfte.
- Entlang der Mitte „reisen“.
- Am Startpunkt der rechten Hälfte ankommen.

Das bringt zwei Vorteile:
- Flow: Die Sequenz bleibt durchgehend. Jeder Trim ist eine Pause – und jede Pause ist eine Chance, dass sich die Cap minimal entspannt/verschiebt.
- Anker: Der Laufstich wirkt wie eine dezente Stabilisierung entlang der Mittelachse.
Deckfüllung sequenzieren: Start/Stop so setzen, dass die finale Füllung von unten nach oben läuft
Wenn die Unterlage sauber läuft, geht Samantha zurück zur ursprünglichen (blauen) Form – der finalen Deckfüllung.
Sie setzt den grünen Start so, dass er an das Ende der Unterlagen-Sequenz anschließt, und den roten Stop nach oben, damit die Füllung von unten nach oben läuft.

Das ist der Punkt, den viele zuerst versuchen (nur Start/Stop schieben) – und dann frustriert sind. Start/Stop allein kann eine Unterlage, die intern zurücknäht, nicht „zwingen“. Sobald du die Unterlage gesplittet hast, wird Start/Stop wieder zu dem Feintuning-Tool, das es sein soll.
Wenn du Dateien für einen Kappenrahmen für Stickmaschine erstellst, ist bottom-to-top bei der Deckfüllung ein verlässlicher Standard, weil er mit der vertikalen Krümmung der Krone arbeitet statt dagegen.
Setup-Checkliste (bevor du simulierst oder exportierst)
- Automatik aus: Auto Underlay ist auf den manuellen Unterlagen-Objekten deaktiviert.
- Sicherheitsabstand: Unterlage ist per Offset Outline = 7,0 pt nach innen gesetzt.
- Split: Unterlage ist in zwei Hälften geteilt.
- Richtung: Unterlagenhälften laufen vertikal und von der Mitte nach außen.
- Saubere Kante: Border Type auf Trapunto an den gesplitteten Elementen.
- Durchlauf: Manueller Walk-Stich verbindet die Hälften (kein Trim dazwischen).
- Deckfüllung: Start/Stop so gesetzt, dass die finale Füllung bottom-to-top läuft.
Warum Center-Out auf Caps funktioniert (und warum es scheitert, wenn man es „fast“ macht)
Eine strukturierte Cap ist eine gespannte Wölbung. Stiche liegen nicht nur „drauf“ – sie üben gerichtete Kräfte aus.
Center-Out funktioniert, weil die Unterlage Materialüberschuss nach außen „wegdrückt“. Wenn aber ein Segment innerhalb der Form wieder zur Mitte zurückläuft, holst du diesen Überschuss zurück in die Mitte – auf Flachware oft unauffällig, auf Caps wird es zur Falte.
Troubleshooting: Symptom → wahrscheinliche Ursache → Fix (aus dem Video abgeleitet)
Arbeite in dieser Reihenfolge: erst Simulation/Sequenz, dann Redigitalisieren.
Symptom: Falten entstehen auf der Krone, *bevor* die Deckfüllung startet
- Wahrscheinliche Ursache: Unterlage schiebt Material zur Mitte oder läuft innerhalb der Fläche zurück.
Symptom: Über die Mittelnaht ist der Start „hart“/unruhig
- Wahrscheinliche Ursache: Erste Penetration trifft direkt die dicke Mittelnaht, bevor die Maschine gleichmäßig läuft.
Symptom: Die Split-Kante wirkt gezackt oder baut eine sichtbare Linie auf
- Wahrscheinliche Ursache: Unruhige Wendepunkte an der Trennkante.
Symptom: Passung driftet (links ok, rechts versetzt)
- Wahrscheinliche Ursache: Bewegung/Entspannung während eines Trim-Punktes.
Symptom: Rahmenspuren / Rahmenabdrücke am Cap-Material
- Wahrscheinliche Ursache: Klassische Klemmsysteme drücken zu stark.
Operator-Checkliste (so validierst du die Datei wie in der Praxis)
- Langsame Simulation: Siehst du, dass die Unterlage wirklich nach außen „arbeitet“ – ohne Rückläufe innerhalb der Form?
- Verbindungsweg: Liegt der Walk-Stich so, dass er später von der Deckfüllung abgedeckt wird?
- Deckfüllung: Läuft die finale Füllung bottom-to-top?
- Erste Sekunden beobachten: Wenn sich die Krone sichtbar wellt: sofort stoppen und Sequenz prüfen.
Upgrade-Pfad: wenn Software-Fixes nicht reichen (und wo magnetisches Halten wirklich hilft)
Digitalisieren ist Hebel 1 (Software). Halten ist Hebel 2 (Hardware).
Wenn die Nährichtung stimmt und du trotzdem Passungsdrift hast oder das Einspannen bei dicken Caps unzuverlässig ist, ist oft die Haltemethode der Engpass:
- Caps sind unforgiving.
- Klassische Klemmbügel können stark drücken und Rahmenspuren verursachen.
Hier wird Tooling zur Business-Entscheidung. Viele professionelle Shops kombinieren saubere Dateien mit einer dedizierten hooping station for embroidery machine, um die Spannung beim Einspannen reproduzierbar zu machen.
Für dicke Nahtzonen oder empfindliche Stoffe, die schnell Abdrücke bekommen, sind Magnetrahmen für Stickmaschine in Kombination mit einer Magnetische Einspannstation ein typischer Upgrade-Schritt.
- Nutzen: Fester Halt ohne unnötiges „Quetschen“.
- Workflow: Schnelleres, gleichmäßigeres Einspannen – weniger Bediener-Varianz.
Warnung: Magnet-Gefahr. Magnetrahmen arbeiten mit starken Neodym-Magneten. Quetschgefahr für Finger. Fernhalten von Herzschrittmachern, Insulinpumpen und implantierten medizinischen Geräten. Mit Abstandshaltern lagern und nicht direkt an empfindlicher Elektronik ablegen.
Abschließend: Wenn dein Engpass reines Volumen ist (Datei ist stabil, aber die Produktion ist zu langsam), kann eine Mehrnadelstickmaschine die Wiederholgenauigkeit im Cap-Alltag verbessern – vor allem, weil Farbwechsel ohne manuelles Umfädeln laufen.

FAQ
- Q: Wie verhindere ich in DesignShop 12 beim Cap-Digitalisieren, dass die Unterlage innerhalb einer Füllfläche zurücknäht und dadurch schon vor der Deckfüllung Falten auf der Krone entstehen?
A: Deaktiviere Auto Underlay und digitalisiere eine separate manuelle Unterlage, die wirklich von der Mitte nach außen läuft – indem du das Element in zwei Hälften splittest.- Deaktiviere Enable Auto Underlay am Objekt, das du kontrollieren willst.
- Kopiere die Hauptform, lege eine nach innen versetzte Unterlage mit Offset (Outline) = 7,0 pt an und nutze Split Element (oben mittig und unten mittig), um links/rechts zu trennen.
- Stelle die Unterlagenhälften so ein, dass sie von der Mitte nach außen laufen (vertikale Stichrichtung) und nutze eine grobe/lockere Dichte wie im Video beschrieben.
- Erfolgskontrolle: In der Simulation läuft keine Unterlagenhälfte innerhalb der Form zurück über sich selbst, und die Krone „wellt“ nicht vor Start der Deckfüllung.
- Wenn es noch nicht passt: Border Type = Trapunto an der Split-Kante setzen und erneut prüfen, ob irgendwo eine interne „Schlangen“-Rückführung entsteht.
- Q: Was ist bei Caps in DesignShop-12-Workflows die „Speed-Ramp“-Methode mit einem Laufstich, um Probleme beim Start auf der dicken Mittelnaht zu vermeiden?
A: Setze zuerst einen kurzen Laufstich seitlich (weg von der Mittelnaht), damit die Maschine in gleichmäßige Bewegung kommt, bevor sie die dicke Nahtzone trifft.- Platziere einen kurzen Laufstich zuerst seitlich (in einem sicheren/verdeckt liegenden Bereich) und sequenziere danach in Richtung Mittelnaht.
- Beobachte die ersten Sekunden genau und stoppe sofort, wenn die Nadel sichtbar kämpft.
- Erfolgskontrolle: Der Start wirkt gleichmäßig, und die Maschine „hakt“ nicht beim ersten Kontakt mit der Nahtzone.
- Q: Wie verhindere ich bei gesplitteter Unterlage für Caps eine gezackte Mittellinie oder eine sichtbare Kante dort, wo linke und rechte Unterlagenhälfte zusammentreffen?
A: Stelle bei den gesplitteten Elementen den Border Type auf Trapunto, damit die Trennkante sauber und gerade wird.- Splitte die inset-Unterlage in zwei Hälften und öffne die Object Properties dieser Unterlagenhälften.
- Setze Border Type = Trapunto, um die Kante zu glätten.
- Erfolgskontrolle: Die Mittelkante wirkt in der Vorschau gerade (nicht „treppenförmig“) und wird beim Sticken nicht zur Verzerrungslinie.
- Q: Wie verbinde ich beim Cap-Sequencing linke und rechte Unterlagenhälfte ohne Trim, um Verschieben und Passungsdrift zu reduzieren?
A: Digitalisiere einen manuellen Walk-Stich (Laufstich) vom Ende der einen Hälfte zum Startpunkt der anderen, statt zu trimmen.- Ende linke Unterlagenhälfte → Walk-Stich entlang der Mittelachse → Start rechte Unterlagenhälfte.
- Lege den Walk-Weg so, dass die spätere Deckfüllung ihn abdeckt.
- Erfolgskontrolle: Kein Trim zwischen den Hälften, durchlaufende Sequenz, stabilere Passung.
- Q: Wie setze ich in DesignShop 12 Start/Stop, damit die finale Deckfüllung nach einer funktionierenden Center-Out-Unterlage von unten nach oben läuft?
A: Setze den Startpunkt der Deckfüllung an das Ende der Unterlagen-Sequenz und den Stop-Punkt nach oben, damit die Füllung bottom-to-top läuft.- Unterlagen-Sequenz zuerst fertigstellen (gesplittet + Walk-Verbindung).
- Start der Deckfüllung an das Unterlagen-Ende setzen, Stop an die obere Kante.
- Erfolgskontrolle: In der Simulation steigt die Deckfüllung gleichmäßig nach oben, ohne interne Richtungswechsel.
- Q: Welche Sicherheitsmaßnahmen sind bei Cap-Testläufen wichtig, besonders in der Nähe von Mittelnaht und harten Zonen?
A: Behandle Cap-Tests als erhöhtes Nadelbruch-Risiko und schütze Augen und Hände.- Hände konsequent aus dem Nadelbereich halten.
- Bei Tests ist Augenschutz sinnvoll, da eine abgelenkte/gebrochene Nadel schnell wegfliegen kann.
- Erfolgskontrolle: Keine Anzeichen von Nadelablenkung, die ersten Sekunden laufen ruhig, keine Wellenbildung auf der Krone.
- Q: Wenn nach Digitalisier-Fixes weiterhin Rahmenspuren oder wiederholtes Verschieben auftreten: Wie entscheide ich zwischen Technik-Optimierung, Magnetrahmen und einem Upgrade auf eine Mehrnadelstickmaschine?
A: Nutze ein Stufenmodell: erst Nährichtung/Unterlage stabilisieren, dann Halten verbessern, erst danach Kapazität/Equipment skalieren.- Level 1 (Technik): Center-Out-Unterlage (Split), Trapunto an der Split-Kante, Deckfüllung bottom-to-top.
- Level 2 (Tooling): Bei Rahmenspuren/zu hohem Klemmdruck Umstieg auf Magnetrahmen für Stickmaschine.
- Level 3 (Kapazität): Wenn die Datei stabil ist, aber Durchsatz/Farbwechsel der Engpass sind, kann eine Mehrnadelstickmaschine die Wiederholbarkeit erhöhen.
- Erfolgskontrolle: Nach jeder Stufe denselben Cap-Test sticken und auf glattere Krone, weniger Drift und reproduzierbares Einspannen achten.
- Q: Welche Sicherheitsregeln gelten beim Arbeiten mit Neodym-Magnetrahmen für Stickmaschine und einer Magnetische Einspannstation?
A: Behandle Magnetrahmen als industrielle Quetschgefahr und halte sie von Implantaten und sensibler Technik fern.- Abstand zu Herzschrittmachern, Insulinpumpen und implantierten medizinischen Geräten.
- Mit Abstandshaltern lagern, Finger aus den Quetschstellen halten.
- Nicht direkt an empfindlichen Steuerungen/Elektronik ablegen.
- Erfolgskontrolle: Rahmen schließt ohne Quetschen, hält sicher, und das Einspannen wird gleichmäßiger und wiederholbar.
