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Wenn du schon einmal eine Stunde lang Applikationsstoff mühsam von Hand ausgeschnitten hast – nur um dann Krämpfe in der Hand zu bekommen oder aus Versehen zu knapp zu schneiden – kennst du genau diese Art Frust, die jede Produktion ausbremst. Hand-Cutting ist der Engpass, an dem Marge und Geduld gleichzeitig sterben.
Dieser Workflow schließt die Lücke zwischen deinen Stickdateien (PES) und deiner Schneidemaschine. Auch wenn moderne Geräte immer mehr können: Ältere Arbeitstiere wie der Brother ScanNCut CM350 können Stickdateien nicht direkt lesen. Wir nutzen SewWhat-Pro als „Übersetzer“: Wir isolieren die „Die Line“ (Platzierungsstich), vergrößern sie bei Bedarf minimal als Sicherheitsreserve und geben sie dann als saubere Datei an den Cutter weiter.
Das Ziel: Ein reibungsloser Ablauf, bei dem der Cutter die langweilige Präzisionsarbeit übernimmt – und du dich aufs Sticken konzentrierst.

Der CM350-Realitätscheck: Warum Brother ScanNCut eine SVG braucht (und warum das nicht deine Schuld ist)
Das ist kein Bedienfehler – das ist ein „Sprachenproblem“. Der ScanNCut CM350 „spricht“ im Kern Vektor (SVG), deine Stickmaschine „spricht“ Stichkoordinaten (PES). Beide beschreiben dieselbe Form, aber in völlig unterschiedlicher Logik.
Versuch nicht, die Maschine zu zwingen. Der Umweg ist in der Praxis oft sogar der bessere Workflow, weil du dabei automatisch die Dateistruktur prüfst.
- Die Stickdatei (PES): Enthält die benötigte Kontur (versteckt im Layer „Placement Stitch“).
- SewWhat-Pro: Extrahiert genau diese Kontur.
- Die SVG: Ist die „Landkarte“, die der Cutter sauber schneiden kann.
Wenn du das beherrschst, wird aus einem riskanten 20-Minuten-Schneidejob ein automatisierter 30-Sekunden-Schritt.

Das „unsichtbare“ Setup, bevor du in SewWhat-Pro irgendetwas klickst (Ordner-Hygiene + Layer-Bewusstsein)
Bevor du Software öffnest, brauchst du digitale Hygiene. In einer professionellen Umgebung ist eine verlegte Datei oft schlimmer als eine gebrochene Nadel.
- Projekt-Sandbox: Lege einen eigenen Ordner nur für diesen Auftrag an. Nicht aus „Downloads“ heraus arbeiten.
- Visuelle Orientierung: Du suchst die Platzierungslinie. Bei sehr vielen Applikationsdateien ist das der allererste Farbblock. Meist ist es ein einfacher Laufstich (eine einzelne Linie).
Schnellcheck: Sieht der erste Layer in der Vorschau wie ein „Skelett“ bzw. die reine Außenkontur des Motivs aus? Dann bist du richtig.
Versteckte Verbrauchsmaterial-Checkliste
Bevor du digital loslegst, stell sicher, dass die physischen Materialien zum Ergebnis passen – das wird gerade am Anfang oft vergessen:
- Scharfe Applikationsschere: Auch mit Cutter brauchst du sie z. B. für Sprungstiche.
- Temporärer Sprühkleber (z. B. KK100): Damit das geschnittene Teil im Platzierungsstich nicht wandert.
- Stickvlies: Mesh oder Cutaway (siehe Entscheidungsbaum unten).
- Frische Klinge: Eine stumpfe Klinge zieht Stoff – eine scharfe schneidet.
Prep-Checkliste (vor dem Öffnen der Datei)
- Datei isolieren:
bucksilhouette.pesin einen sauberen Projektordner kopieren/verschieben. - Layer identifizieren: Falls vorhanden, die PDF-Anleitung prüfen, welcher Farbblock die „Die Line“ ist.
- Einspann-Strategie wählen: Wenn du schwierige Teile (z. B. dicke Handtücher oder voluminöse Taschen) für Applikation einspannst, können klassische Rahmen eher nachgeben. Spätestens hier lohnt sich die Frage, ob deine aktuellen Rahmen die Materialstärke sauber halten. Viele Profis steigen an dieser Stelle auf Magnetrahmen für Stickmaschine um, damit der Stoff in der Platzierungsphase wirklich plan liegt.

Die Planet-Applique-PES in SewWhat-Pro öffnen, ohne im Format-Chaos zu versinken
Im Video ist der Ablauf Standard – aber wir schauen auf die Daten, die später entscheidend sind:
- File > Open
- bucksilhouette.pes auswählen.
Plausibilitätscheck (dein Anker): Schau sofort in die Design Properties.
- Größe: 3.45" x 3.66"
- Stichzahl: 5576
Notiere dir die Größe. Wenn du später im Cutter-Programm plötzlich 10 Zoll oder 1 Zoll siehst, weißt du sofort: Da stimmt etwas nicht. Verlass dich nicht auf dein Auge – verlass dich auf die Zahlen.

Die Die Line schnell finden: Den ersten Farbblock auswählen (Platzierungsstich)
Das ist der kritischste Schritt. Du exportierst nicht die „schöne“ Satinkante – du exportierst die unsichtbare Führung.
- In die Thread Palette schauen (meist rechts).
- Den ersten Farbblock anklicken (Color #1).
- Verifikation: In der Ansicht sollte nur die einfache Umrisslinie hervorgehoben sein. Wenn du Füllungen, Satinsäulen oder Details markiert siehst, ist es der falsche Layer.
Warum das wichtig ist: Wenn du aus Versehen den Tackdown exportierst (oft Color #2), ist die Linie häufig etwas „innen“ – dein Stoffteil wird zu klein. Ziel ist in der Regel die äußerste Platzierungslinie.

Der eine Button, der alles verändert: „Save Applique Cutouts“ (Diskette + Schere)
Mit ausgewähltem Color #1 klickst du auf das Symbol, das wie eine Diskette mit Schere aussieht. Damit öffnest du den Dialog Applique Cutter.
Warnung: Mechanische Sicherheit
Beim Wechsel von Computer zu Maschine ist „Kopf umschalten“ ein echter Risikofaktor.
* Cutter: Finger aus dem Fahrweg von Matte/Schlitten.
* Stickmaschine: Hände nie in die Nähe der Nadelstange, solange die Maschine läuft. Eine Nadel mit hoher Geschwindigkeit ist schneller als dein Reflex. Immer erst „Stop“, dann Fäden schneiden oder Stoff positionieren.

Inflation Factor in SewWhat-Pro: Wann 1.00 passt – und wann du leicht erhöhen solltest (damit der Stoff wirklich abdeckt)
Im Dialog siehst du den Inflation Factor.
- Standard: 1.00 (entspricht exakt der Stichlinie).
- Praxis-Hinweis aus dem Video: Bei Bedarf leicht erhöhen (z. B. 1.05), damit der Stoff sicher über die Linie hinaus reicht.
Warum das überhaupt nötig ist: Schneidest du exakt auf 1.00 und der Stoff franst minimal aus, kann die spätere Satinkante die Rohkante nicht mehr vollständig abdecken. Dann blitzt Vlies oder Untergrund am Rand durch.
Praxis-Ziel: Eine kleine Reserve, sodass der Stoff unter der späteren Satinsäule „mitläuft“.
- Zu wenig: Lücken/„Blitzer“ am Rand.
- Zu viel: Stoff steht nach dem Satinstich sichtbar über (dann musst du nachträglich trimmen).
- Arbeitsweise: Starte konservativ und teste an einem Reststück, bevor du eine Serie schneidest.

SVG im gleichen Ordner speichern (und das „_01.svg“-Naming verstehen)
Klicke Save Cutouts. SewWhat-Pro hängt automatisch einen Suffix an, typischerweise _01.svg.
Datei-Hygiene-Regel: Nicht sofort umbenennen. Das _01 ist ein Hinweis, dass es zu Layer 1 gehört. Exportierst du später einen weiteren Layer, wird daraus _02 usw. – das verhindert, dass du später die falsche Kontur schneidest.

SVG in Brother ScanNCut Canvas importieren – ohne „falsche Datei“-Chaos
Wechsle zu ScanNCut Canvas (Browser oder App).
- SVG/DXF/FCM Import anklicken.
- In deinen Projektordner navigieren.
- Die Datei mit
..._01.svgauswählen.
Visuelle Kontrolle: Sieht die Form so aus wie die Kontur aus Schritt 4? Ist sie verzerrt? Wenn ja: Stopp. Neu exportieren. Eine „kaputte“ Kontur solltest du nicht in Canvas „zurechtbiegen“, sondern an der Quelle in SewWhat-Pro korrigieren.

Die „Mattenrand“-Falle: Positioniere die Form so, dass du wirklich sauber schneiden kannst
Zieh die Form mindestens 1 inch vom virtuellen Mattenrand weg.
Warum (Praxislogik): Die Ränder der Schneidematte verlieren oft zuerst Klebkraft, weil man dort am häufigsten anfasst. In der Mitte hält der Stoff meist am besten.
- Haptik-Check: Wenn du Stoff aufdrückst, sollte er spürbar „tacken“. Wenn es sich glatt/zu leicht anfühlt, kann der Stoff beim Schneiden wandern – die Klinge zieht dann eher, statt sauber zu schneiden.

In ScanNCut Canvas duplizieren: Der schnelle Weg für Serien-Applikationen
Edit > Duplicate. Das ist der Schritt vom „Hobby“ zur Produktion: Wenn du 12 Shirts brauchst, schneide 14 Teile (2 als Reserve).
Der versteckte Engpass: Einspannen Batch-Cutting löst nur die halbe Zeitfalle. Die andere Hälfte ist das wiederholgenaue Einspannen.
- Szenario: Du hast 12 perfekt geschnittene Stoffteile. Jetzt müssen 12 Shirts exakt gleich positioniert eingespannt werden, damit der Platzierungsstich passt.
- Problem: Standardrahmen brauchen Kraft beim Schließen und können Rahmenabdrücke (glänzende Ringe) hinterlassen – gerade bei empfindlichen Stoffen ist das bei Applikationen ärgerlich.
- Praxis-Upgrade: An diesem Punkt steigen viele Profis auf Magnetrahmen für Stickmaschinen um. Der Rahmen schließt schnell und gleichmäßig, ohne die Fasern so stark zu quetschen – das beschleunigt das Nachladen deutlich.
Setup-Checkliste (direkt vor dem Schneiden)
- Größenabgleich: Entspricht die Größe in Canvas deiner Notiz aus Schritt 3?
- Sicherheitsabstand: Liegt die Form 1 inch vom Mattenrand weg?
- Menge: Genug Duplikate (n + 1 Reserve)?
- Abstand: Mindestens 0.5 inches zwischen den Formen, damit die Klinge nicht „hängen bleibt“.

„Okay, es liegt auf der Canvas-Matte … und jetzt?“ Die nächsten Schritte nach dem Video
Das Video endet beim Import – in der Praxis geht es so weiter:
- Übertragen: Datei an den ScanNCut senden (WLAN oder USB).
- Test Cut: Mit einem Reststück des gleichen Stoffes testen. Messertiefe so einstellen, dass der Stoff sauber geschnitten wird, die Matte aber nur minimal berührt.
- Stickmaschine:
- PES laden.
- Kleidungsstück mit passendem Stickvlies einspannen.
- Color #1 (Platzierungsstich) sticken.
- Stop. Rückseite des geschnittenen Stoffteils leicht mit Sprühkleber benetzen.
- Stoffteil innerhalb der gestickten Linie platzieren.
- Color #2 (Tackdown) und danach die Satinkante sticken.
Warnung: Magnet-Sicherheit
Wenn du deinen Workflow mit Tools wie Magnetrahmen für brother aufrüstest: Diese arbeiten mit Neodym-Magneten.
* Quetschgefahr: Die Teile schnappen mit hoher Kraft zusammen. Finger aus der Schließzone.
* Medizinische Sicherheit: Magnete mindestens 6 inches von Herzschrittmachern/Insulinpumpen fernhalten.
Cricut: Größe wirkt nach SVG-Import falsch – was die Kommentare zeigen (und wie du ohne Stoffverlust testest)
Aus der Praxis (Kommentare) kommt ein typisches Problem: In Cricut Design Space kann eine importierte SVG mit anderen Abmessungen erscheinen als in der ursprünglichen PES.
Der „Papier-Test“ (günstige Fehlersuche): Verschwende beim ersten Durchlauf keinen Applikationsstoff.
- Normales Druckerpapier auf die Matte legen.
- Die Form schneiden.
- Den Papier-Ausschnitt an den Stickrahmen mitnehmen.
- Den Platzierungsstich auf dem eingespannten Vlies sticken.
- Physischer Abgleich: Papier auf die Stiche legen. Passt es?
- Wenn ja: Auf Stoff umsteigen.
- Wenn nein: Abweichung messen und dann entweder Export/Import-Einstellungen prüfen oder in Design Space gezielt skalieren.
Praxis-Hinweis aus den Kommentaren: Ein Workaround, den jemand nennt: Statt SVG als JPG exportieren, in Cricut importieren und dort als Schneidebild umwandeln – dabei blieben die Größen bei dieser Person konsistenter. (Vor dem Serienlauf trotzdem immer mit Testmaterial prüfen.)
Wirtschaftlichkeit: Wenn du kommerziell arbeitest, ist manuelles Nachskalieren pro Datei ein Zeitfresser. Konsistente Prozesse und Hilfsmittel wie eine zuverlässige Einspannstation reduzieren Trial-and-Error.
CanvasWorkspace: „Overlapping/Intersecting Lines“-Fehler – warum er passiert und was du zuerst prüfen solltest
Symptom: Beim Import in CanvasWorkspace kommt die Meldung, dass Linien überlappen/sich schneiden und der Schnitt nicht ausgeführt werden kann. Wahrscheinliche Ursache (aus dem Workflow ableitbar): Du hast nicht die „saubere“ Platzierungslinie exportiert, sondern einen Layer mit dichter/überlappender Stichführung (z. B. Tackdown-Zickzack oder doppelt gelaufene Linie). Das kann in Vektorlogik als „schmutzige“ Geometrie ankommen.
Strukturiertes Vorgehen:
| Schritt | Aktion | Warum? |
|---|---|---|
| 1 | Quell-Layer prüfen | Zurück in SewWhat-Pro: War wirklich nur Color #1 aktiv? |
| 2 | Stichbild prüfen | Reinzoomen: Ist es eine einzelne Kontur oder ein „Zickzack/Mehrfachpfad“? |
| 3 | In CanvasWorkspace vereinfachen | Falls verfügbar: „Weld/Union“-ähnliche Funktion nutzen, um überlappende Geometrie zu einem Pfad zu verschmelzen. |
Entscheidungsbaum: Stickvlies für Applikation wählen, damit das Teil später auch wirklich sitzt
Ein perfekter Zuschnitt bringt wenig, wenn das Shirt unter der Nadel verzieht.
- Szenario A: Stark dehnbar (T-Shirts, Jersey)
- Stickvlies: Mesh Cutaway (wenn möglich aufbügelbar).
- Einspannen: Straff, aber nicht gedehnt – das ist die typische Fehlerquelle.
- Praxis-Tipp: Magnetrahmen für Stickmaschine können helfen, gleichmäßig zu klemmen, ohne den Stoff in die Länge zu ziehen.
- Szenario B: Hoher Flor (Handtücher, Fleece)
- Stickvlies: Tearaway (hinten) + wasserlöslicher Topper (vorn).
- Warum: Ohne Topper versinken Satinstiche im Flor, die Applikationskante wirkt unruhig.
- Szenario C: Stabil gewebt (Denim, Canvas)
- Stickvlies: Tearaway reicht oft.
- Risiko: Gering – am einfachsten zu verarbeiten.
Das „Warum“ hinter sauberer Applikation: Vektor-Logik, Stich-Logik und Wiederholbarkeit
Dieser Workflow dreht sich um Kontrolle. Mit der Cut-Kontur steuerst du die Überdeckung, mit sauberer Dateiführung steuerst du Wiederholbarkeit.
Wenn du vom Hobby in Richtung Business gehst, ist „Wiederholbarkeit“ der heilige Gral: Das 50. Shirt muss aussehen wie das 1.
- Software sorgt für reproduzierbare Zuschnitte.
- Hardware (z. B. eine hoop master Einspannstation) sorgt für reproduzierbare Positionierung.
Ablauf-Checkliste (kompletter Durchlauf)
- Datei: PES in SewWhat-Pro öffnen, Stichzahl prüfen.
- Isolieren: Color #1 (Die Line) auswählen.
- Export: Als SVG speichern, ggf. Inflation Factor leicht erhöhen.
- Import:
_01.svgin ScanNCut Canvas laden. - Platzierung: Weg vom Rand, für Serien duplizieren.
- Test: „Papier-Test“ für Größenkontrolle.
- Schneiden: Stoff schneiden (optional mit vorab aufgebrachtem Bügelvlies).
- Sticken: Applikations-Sequenz abarbeiten.
Upgrade-Pfad, wenn du bereit bist: schnelleres Einspannen, sauberere Ergebnisse, echte Produktionsgeschwindigkeit
Wenn du das einmal im Monat machst, reicht dieser Software-Workflow völlig. Wenn du aber merkst, dass die Produktion körperlich anstrengend wird oder du mit weniger „Kampf“ bessere Ergebnisse willst, schau auf deine Engpässe.
Level 1: Rahmenabdrücke reduzieren Wenn du auf empfindlichen Stoffen Rahmenabdrücke siehst oder dicke Waren schwer zu schließen sind, ist ein Magnetrahmen für brother ein logischer nächster Schritt.
Level 2: Geschwindigkeit beim Einspannen Wenn du Serien fährst, ist Einspannzeit der Feind. Magnetrahmen plus hoopmaster-Ausrichtungssysteme reduzieren das Rätselraten.
Level 3: Skalierung Wenn deine Einnadelmaschine 12 Stunden am Tag läuft und du trotzdem hinterherhängst, wird es Zeit, über Mehrnadel-Setups nachzudenken – damit du den nächsten Rahmen vorbereiten kannst, während der aktuelle läuft.
Erst den Software-Prozess beherrschen – dann tragen dich die Tools.
FAQ
- Q: Warum kann der Brother ScanNCut CM350 eine PES-Stickdatei nicht direkt lesen, und welches Dateiformat sollte der Brother ScanNCut CM350 für Applikations-Zuschnitte verwenden?
A: Der Brother ScanNCut CM350 benötigt eine Vektor-Schneidedatei (SVG). Deshalb musst du die Applikations-Platzierungslinie aus der PES zuerst als SVG umwandeln, bevor du sie importierst.- Export: PES in SewWhat-Pro öffnen und den Platzierungsstich (Color #1) als SVG-Cutout speichern.
- Import: Die erzeugte
_01.svgin ScanNCut Canvas/CanvasWorkspace über den SVG-Import laden. - Prüfen: Die importierte Kontur mit der Kontur aus SewWhat-Pro vergleichen, bevor du Stoff schneidest.
- Erfolgskontrolle: Auf dem Bildschirm ist eine saubere, einzelne Umrisslinie (keine Füllungen/keine Deko-Stiche) und sie entspricht der Applikationsgrenze.
- Wenn es trotzdem scheitert … Prüfe erneut, ob wirklich Color #1 (Placement) exportiert wurde – nicht Tackdown oder Satinkante.
- Q: Wie erkenne ich in SewWhat-Pro die richtige Applikations-Die-Line, wenn ich ein PES-Applikationsdesign für den Brother ScanNCut CM350 umwandle?
A: Wähle den ersten Farbblock (Color #1), weil das bei vielen Applikationsdateien der Platzierungsstich ist, der als Die Line dient.- Klicken: In der Thread Palette den ersten Farbblock auswählen.
- Bestätigen: In der Vorschau darf nur eine einfache Kontur hervorgehoben sein – keine Satinsäulen und keine gefüllten Bereiche.
- Vermeiden: Exportiere nicht Color #2, wenn das der Tackdown-Stich ist – der kann nach innen versetzt sein und zu klein schneiden.
- Erfolgskontrolle: Die markierten Stiche wirken wie eine reine „Skelett-Kontur“ des fertigen Motivs.
- Wenn es trotzdem nicht passt … Reinzoomen und prüfen, ob es wirklich ein einfacher Laufstich ist und nicht ein dichter Zickzack-Pfad.
- Q: Welchen Inflation Factor sollte SewWhat-Pro verwenden, damit ein SVG-Applikations-Zuschnitt unter der Satinkante wirklich abdeckt?
A: Nutze bei Bedarf eine kleine Erhöhung gegenüber 1.00 (im Video wird erwähnt, dass ein leichtes „Bump up“ helfen kann, z. B. 1.05), damit der Stoff sicher über die Stichlinie hinaus reicht.- Setzen: Starte mit 1.00 und erhöhe nur so weit, dass die Kante zuverlässig abgedeckt wird.
- Anpassen: Erhöhe, wenn Fransen/Lücken entstehen; reduziere, wenn Stoff regelmäßig unter der Satinkante hervorsteht.
- Ziel: Der Stoff soll unter der späteren Satinsäule ausreichend „Reserve“ haben.
- Erfolgskontrolle: Nach der Satinkante blitzt kein Vlies durch und es steht kein Stoff sichtbar über.
- Wenn es trotzdem nicht klappt … Prüfe, ob du wirklich die äußerste Platzierungslinie exportiert hast und nicht eine nach innen versetzte Tackdown-Linie.
- Q: Warum zeigt Brother CanvasWorkspace nach dem Import einer aus SewWhat-Pro exportierten SVG den Fehler „Overlapping/Intersecting Lines“?
A: Meist enthält die SVG überlappende/„unsaubere“ Geometrie, weil der falsche Stich-Layer exportiert wurde (z. B. Zickzack-Tackdown oder doppelte Linien). Exportiere nur die saubere Platzierungslinie oder vereinfache den Pfad.- Neu exportieren: In SewWhat-Pro vor dem Speichern sicherstellen, dass nur Color #1 ausgewählt ist.
- Prüfen: Reinzoomen – wirkt die Linie wie Zickzack oder doppelt gelaufen, kann das Overlap-Fehler auslösen.
- Vereinfachen: In CanvasWorkspace (falls vorhanden) eine Weld/Union-Funktion nutzen, um Überlappungen zu einem Schnittpfad zu verschmelzen.
- Erfolgskontrolle: CanvasWorkspace akzeptiert die Datei und zeigt eine saubere, durchgehende Kontur ohne Fehlermeldung.
- Wenn es trotzdem scheitert … Eine saubere Einzelkontur aus der Platzierungsform nachzeichnen statt einen dichten Stichpfad zu exportieren.
- Q: Wie verhindere ich, dass Stoff beim Applikations-Schneiden auf dem Brother ScanNCut CM350 rutscht oder zieht, weil die Form zu nah am Mattenrand liegt?
A: Platziere die Form mindestens 1 inch vom Mattenrand entfernt, weil die Mattenränder oft die schwächste Klebkraft haben.- Verschieben: Design auf der virtuellen Matte nach innen ziehen.
- Andrücken: Stoff fest auf der Matte anreiben, besonders im mittleren Bereich.
- Ersetzen: Bei Ziehen statt Schneiden eine frische Klinge einsetzen.
- Erfolgskontrolle: Der Stoff haftet spürbar, und die Schnittkante ist glatt ohne Versatz.
- Wenn es trotzdem rutscht … Matte reinigen/auffrischen, weiter zur Mitte positionieren und erneut mit Restmaterial testen.
- Q: Welche Sicherheits-Schritte sollte ich beim Wechsel zwischen Brother ScanNCut CM350 (Schneiden) und Stickmaschine (Applikation sticken) beachten?
A: Behandle Schneiden und Sticken als zwei getrennte Gefahrenzonen: Hände aus dem Bewegungsbereich und an der Stickmaschine erst stoppen, bevor du in Nadelnähe arbeitest.- Sicher schneiden: Finger aus dem Fahrweg der Matte, solange der Cutter läuft.
- Sicher sticken: Hände nie an die Nadelstange/unter den Nähfuß, solange die Maschine läuft; erst „Stop“, dann Fäden schneiden oder Stoff positionieren.
- Fokus resetten: Vor jedem Start kurz prüfen, in welchem „Modus“ du bist (Schneiden vs. Sticken).
- Erfolgskontrolle: Keine Hand im Werkzeugweg bei Bewegung; alle Handgriffe nur im Stillstand.
- Wenn es trotzdem hektisch wird … Übergabe-Schritte verlangsamen und mit einer schriftlichen Checkliste arbeiten.
- Q: Welche Sicherheitsmaßnahmen sind bei Neodym-Magnetrahmen für Applikations-Platzierungsstiche wichtig?
A: Neodym-Magnetrahmen können sehr hart zuschnappen – Finger schützen und Magnete von Herzschrittmachern/Insulinpumpen fernhalten.- Handhabung: Fingerspitzen aus den Kontaktflächen halten.
- Kontrolle: Oberteil/Magnet gerade absenken, nicht „einschnappen“ lassen.
- Sicher trennen: Wenn möglich seitlich schieben statt direkt auseinanderziehen.
- Erfolgskontrolle: Der Rahmen schließt ohne Quetschen und der Stoff liegt plan ohne Druckstellen.
- Wenn es trotzdem kritisch ist … Langsam mit beiden Händen schließen und die Herstellerhinweise befolgen.
- Q: Wenn Applikations-Produktion langsam ist, weil Einspannen Rahmenabdrücke oder wiederholte Ausrichtungsfehler verursacht: Was ist ein sinnvoller Upgrade-Pfad von Prozess-Fixes über Magnetrahmen bis zur Mehrnadelstickmaschine?
A: Erst den Prozess stabilisieren, dann gezielt den Engpass upgraden: Einstellungen/Workflow optimieren, dann Magnetrahmen für schnelleres und reproduzierbares Einspannen, und bei Volumen schließlich Mehrnadel-Kapazität.- Level 1 (Prozess): Batch-Cutting via SewWhat-Pro + ScanNCut und Papier-Test, um Stoffverlust durch Größenfehler zu vermeiden.
- Level 2 (Tooling): Magnetrahmen nutzen, wenn Rahmenabdrücke, dicke Waren oder langsames Nachladen die Platzierung sabotieren.
- Level 3 (Kapazität): Auf Mehrnadel umsteigen, wenn die Einnadelmaschine lange läuft und du trotzdem nicht nachkommst.
- Erfolgskontrolle: Re-Einspannen wird schneller und konsistenter, und der Platzierungsstich trifft wiederholbar so, dass das Zuschnittteil sauber passt.
- Wenn es trotzdem hakt … Engpass identifizieren (Schnittgenauigkeit, Einspann-Wiederholbarkeit oder Maschinenlaufzeit) und nur diese Stellschraube als Nächstes lösen.
