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Wenn du schon einmal ein perfektes Stickbild fertiggestellt hast … und erst danach merkst, dass das Logo 1 Inch zu hoch sitzt, Richtung Achsel wandert oder gefährlich nah an die Knopfleiste gerät, kennst du dieses unangenehme Gefühl. Platzierung ist die Variable, die selbst erfahrene Sticker:innen ins Schwitzen bringt. Hier treffen Gestaltung und Geometrie aufeinander – und ein Millimeter Abweichung kann ein Kleidungsstück ruinieren.
Dieser Beitrag baut eine einfache Demo von Tasha (The Crafty Kraut) zu einem wiederholbaren „ohne Drama“-Workflow aus, den du auf echten Kleidungsstücken nutzen kannst – besonders auf Polos, bei denen Knopfleiste und Schulternaht deine stabilen, „architektonischen“ Bezugskanten sind.

Platzierungs-Panik ist real: Warum Logo-Positionierung auf Poloshirts sich schwerer anfühlt als das Sticken selbst
Ein Poloshirt wirkt eindeutig und „leicht“ – bis du es wirklich vermessen willst. Im Gegensatz zu einem gewebten Hemd ist ein Piqué-Strick „lebendig“: Der Stoff entspannt sich, die Knopfleiste kann sich leicht verdrehen, und die Schulternaht sitzt je nach Schnitt/Marke minimal weiter vorn oder hinten. Plötzlich ist dein optisches „Zentrum“ kein fester Punkt mehr.
Der Stress entsteht, weil dir verlässliche Ankerpunkte fehlen. Du versuchst, starre Geometrie auf ein Material anzuwenden, das sich bewegt.
Das Creative Notions Embroidery Placement Ruler funktioniert wie eine einfache Ausricht-Vorrichtung: Es erzwingt Konsistenz, indem es sich an zwei festen Kleidungsmerkmalen „einrastet“ – Schulternaht und vordere Mittelachse (Knopfleistenlinie). Mit diesen harten Kanten hörst du auf zu raten und fängst an, reproduzierbar zu arbeiten.
Aus der Praxis kommt dazu ein Satz, der alles trifft: Platzierung macht „NO FUN“. Das ist kein Anfänger-Problem – das ist Erfahrung. Jede Werkstatt kennt den „Friedhof“ an Shirts, bei denen das Stickbild technisch sauber ist, aber die Position einfach falsch wirkt.

Das Tool in deiner Hand: Was das Creative Notions Embroidery Placement Ruler wirklich kann (und was nicht)
Damit du das Tool korrekt einordnest, hier die klare Abgrenzung. Das Lineal ist eine L-förmige Kunststoff-Schablone mit aufgedruckten Größen-Markierungen. In der Demo deckt es Men’s bis 4XL sowie Women’s bis Small ab. Seine Hauptaufgabe: die branchenübliche Linke-Brust-Position schnell und wiederholbar zu markieren.
Was es ist: Eine Referenzschablone, um den „Trefferpunkt“ (Mittelpunkt) zu markieren. Was es nicht ist: Kein Stickvlies, kein Stickrahmen und keine Garantie, dass sich der Stoff beim Einspannen nicht verzieht.
Es liefert dir die Markierung – das Fundament. Wenn du aber in Richtung Kleinserie denkst (10+ Shirts), übernimmt dieses Lineal in der Mess-/Markierphase eine ähnliche Rolle wie eine hooping station for embroidery machine: Es bringt Standardisierung in deinen Ablauf – bevor du überhaupt einspannst.

Das „versteckte“ Setup, das Profis nie auslassen: Shirt glätten, Markierwerkzeug, 10-Sekunden-Realitätscheck
Bevor du das Lineal ansetzt, musst du die „Leinwand“ vorbereiten. Viele Platzierungsfehler entstehen genau hier – nicht an der Maschine. Wenn der Stoff beim Markieren verzogen ist, ist die Position später ebenfalls verzogen, sobald das Shirt wieder entspannt.
Praktische Helfer (die du wirklich brauchst):
- Entfernbarer Markierstift: wasserlöslich für kontrolliertes Arbeiten (in der Demo: Mark-B-Gone, blau).
- Optional je nach Workflow: ein zweiter Stift-Typ (z. B. luftlöschend) – aber immer zuerst testen.
Prep-Checkliste (vor dem Messen)
- Glätten: Poloshirt komplett flach auslegen und glattstreichen. Keine Wellen an der Knopfleiste.
- Markierstift testen: Den Mark-B-Gone (wasserlöslich, blau) zuerst an einer unauffälligen Stelle (z. B. Saum) testen: verschwindet er wirklich mit Wasser, und blutet er nicht aus?
- Ankerpunkte finden: Die echte Schulternaht identifizieren. Achtung: Bei manchen Polos sitzt die Naht optisch „nach vorn gerollt“ – du brauchst die tatsächliche Nahtlinie.
- Seite bestätigen: Du markierst Linke Brust (Herzseite) – nicht spiegelverkehrt.
- Größe prüfen: Größenetikett checken (Demo: Large (L)).
Hinweis aus der Community-Praxis: Manche drucken sich eine Vorlage aus oder bauen sie aus Karton nach. Das kann funktionieren – aber im Arbeitsalltag ist die größte Gefahr die Skalierungs-/Winkel-Abweichung (Druck nicht 100% oder Ecke nicht exakt 90°). Wenn du DIY machst, prüfe die Ecke mit einem Winkel/Anschlag und verifiziere die Inch-Markierungen mit einem Maßband.

Die Ausrichtung, die alles entscheidet: Schulternaht + Knopfleisten-Mittelachse (Poloshirt)
So setzt du die Ausrichtung exakt um – als Routine, die du immer gleich wiederholen kannst.
1) Poloshirt flach auslegen.
- Aktion: Shirt ausbreiten und glattstreichen.
- Praxis-Check: Der Stoff soll entspannt liegen – nicht „auf Zug“. Wenn du jetzt schon stramm ziehst, wandert die Markierung später beim Einspannen.
2) Lineal vertikal an der Mittelachse ausrichten.
- Aktion: Die vertikale Kante des Lineals parallel zur Knopfleiste/Mittelachse führen.
- Wichtig: Nicht über die Knöpfe legen – an der Stoffkante der Knopfleiste ausrichten.
3) Lineal horizontal an der Schulternaht anlegen.
- Aktion: Die obere Kante des Lineals bis an die Schulternaht schieben.
- Sicht-Check: Die Nahtlinie ist dein „harter Anschlag“.
Erwartetes Ergebnis: Wenn du das Lineal abhebst, liegt deine Markierung geometrisch sauber zur Schulternaht und zur Mittelachse – und ein Größe-L-Logo sitzt bei jedem Shirt im Stapel optisch an derselben Stelle.

Der häufigste Fehler: Men’s vs. Ladies-Skala (und wie du ihn stoppst, bevor du markierst)
Beim Sticken laufen viele Dinge parallel im Kopf. In der Demo liest Tasha zunächst die falsche Spalte (Ladies statt Men’s) und korrigiert dann.
Das ist der klassische Stolperstein bei Linealen mit Doppelskala.
Die „Finger-Trace“-Methode: Nicht nur schauen – mit dem Finger nachfahren.
- Überschrift finden (Men’s oder Ladies).
- Mit dem Finger die Spalte bis zur Größe (z. B. Large) nach unten verfolgen.
- Erst stoppen, wenn du wirklich am vorgesehenen Punkt/der Kerbe bist.
Checkpoint: Bevor du den Stift ansetzt: „Ist das Shirt für Men’s oder Ladies?“
- Men’s-Platzierung: in der Regel etwas tiefer und näher zur Mitte.
- Ladies-Platzierung: in der Regel etwas höher und minimal weiter außen.
Erwartetes Ergebnis: Die Markierung landet exakt am vorgesehenen Punkt (Kerbe/Markierstelle) für diese Größe. Wenn es „zu hoch“ wirkt (Richtung Schlüsselbein), bist du sehr wahrscheinlich in der Ladies-Spalte.

Mittelpunkt markieren (und dann Fadenkreuz): Die kleine Gewohnheit, die das Einspannen massiv erleichtert
Ein einzelner Punkt ist fehleranfällig. Wenn sich der Stickrahmen minimal verdreht, hilft dir ein Punkt nicht. Du brauchst ein Koordinatensystem.
1) Mittelpunkt markieren.
- Aktion: Stift durch die Markierstelle am Lineal ansetzen und einen klaren Punkt setzen.
- Gefühl: Du merkst, wie die Stiftspitze bis auf die Unterlage (Matte/Tisch) durchdrückt.
2) Fadenkreuz zeichnen (das „Plus“).
- Aktion: Lineal abnehmen. Durch den Punkt eine vertikale und eine horizontale Linie ziehen.
- Warum: Das Fadenkreuz zeigt dir sofort Verdrehung. Beim späteren Blick durch das Rahmenraster erkennst du, ob das Shirt schief liegt.
Wenn du das regelmäßig machst, ist genau hier ein sauberer Einspannen für Stickmaschine-Ablauf Gold wert: Mit einer Einspannhilfe bekommst du das Fadenkreuz leichter rechtwinklig zum Rahmen ausgerichtet, ohne gegen den Stoff zu kämpfen.

Warnung: Sicherheits- und Ordnungsvorgabe am Arbeitstisch
Halte Markier- und Schneidwerkzeuge strikt getrennt. Wasserlösliche Stifte sind unkritisch – aber Scheren, Nahttrenner oder lose Nadeln auf derselben Fläche, während du ein Piqué-Strickteil drehst und glattstreichst, führen schnell zu Hängern. Ein Fadenläufer im Piqué ist dauerhaft. Mach die „Landezone“ frei, bevor du das Shirt auflegst.
Das „Warum“ hinter der Methode: Stoffspannung, Strick-Drift und warum deine Markierung nach dem Einspannen „wandert“
Polos sind meist Strick (Piqué oder Jersey). Strick ist konstruktiv weniger stabil: Schlaufen wollen sich bewegen.
Typische Fehlermechanik:
- Dehneffekt: Wenn du das Shirt beim Einspannen in einen Standardrahmen stark ziehst, werden aus „7 Inch nach unten“ schnell „6 Inch“, sobald der Stoff nach dem Ausspannen wieder zurückgeht.
- Rahmenspuren: Klassische Innen-/Außenringrahmen halten über Reibung. Bei dickeren Polos wird die Schraube oft zu fest angezogen – das quetscht Fasern und hinterlässt glänzende Abdrücke, die nicht immer rausgehen.
Praxis-Lösung: Hier sind Magnetrahmen ein sinnvolles Upgrade. Ein magnetic embroidery hoop hält über vertikale Magnetkraft statt über Reibung/Quetschung. Das fixiert den Stoff fest, ohne ihn unnötig zu verziehen – damit bleibt deine Markierung dort, wo du sie gesetzt hast.

Stickvlies-Entscheidungshilfe für Poloshirts: Damit aus perfekter Platzierung kein welliger Stick wird
Das Lineal garantiert Position. Stickvlies garantiert Qualität. Ohne das eine funktioniert das andere nicht.
Nutze diese Logik für Poloshirts:
Entscheidungsbaum: Polo-Material → Stickvlies-Strategie
| Stoffzustand | Stickvlies (das „Fundament“) | Topper nötig? | Warum? |
|---|---|---|---|
| Stabiles Piqué (festes Standard-Polo) | Medium Cut-Away (2.5oz) | Nein | Stabilisiert Strick zuverlässig. Auf Strick kein Tear-Away. |
| Weiches/Performance-Strick (Golf-/Funktionspolo, rutschig) | No-Show Mesh (Poly-Mesh) + Cut-Away | Vielleicht | Mesh bleibt angenehm; zusätzliches Cut-Away bringt Steifigkeit. |
| Stark strukturierte Oberfläche/Waffel (dick, „tälerig“) | Medium Cut-Away | Ja (wasserlöslich) | Topper verhindert, dass Stiche in die Struktur einsinken. |

Setup, das Shirts rettet: Vom markierten Fadenkreuz zum Stickrahmen, dem du vertrauen kannst
Du hast die Markierung. Du hast das passende Stickvlies. Jetzt musst du beides ohne Positionsfehler zusammenbringen.
Standard-Einspannen (klassischer Ringrahmen):
- Rahmenschraube so weit lösen, dass der Innenrahmen mit Widerstand, aber ohne Gewalt eingesetzt werden kann.
- Rahmenraster/Schablone am Fadenkreuz ausrichten.
- Gefühl-Check: Innenrahmen kontrolliert einsetzen – er sollte sauber „einrasten“.
- Tast-Check: Mit den Fingerspitzen über die Fläche streichen: straff wie Trommelfell, aber nicht bis zur Materialgrenze überdehnt.
Wenn Einspannen zum „Wrestling“ wird oder nach wenigen Shirts die Hände schmerzen, ist das ein klares Signal für Magnetrahmen für Stickmaschine: weniger Schraubdruck, weniger Kraftaufwand, schnelleres Handling – gerade an dickeren Nahtbereichen.
Setup-Checkliste (Pre-Flight)
- Fadenkreuz sichtbar: Siehst du die blauen Linien sauber im Rahmenzentrum?
- Geradheit: Ist die vertikale Linie parallel zur Knopfleiste? (Der Linie vertrauen, nicht der Rahmenkante.)
- Vlies sitzt korrekt: Deckt das Stickvlies die komplette Rahmenfläche ab, ohne Falten?
- Freier Nadelweg: Ärmel/Kragen/Reststoff weggefaltet, damit nichts in den Stickbereich rutscht?
- Unterfaden-Check: Ist genug Unterfaden auf der Spule? (Ein Wechsel mitten im Logo erhöht das Risiko.)
Warnung: Magnet-Sicherheit
Wenn du auf Magnetrahmen umsteigst: Das sind starke Magnete. Sie können Finger einklemmen, unkontrolliert zuschnappen und sind für Menschen mit Herzschrittmacher riskant. Außerdem Abstand zu empfindlichen Karten halten und nicht direkt an empfindlicher Elektronik ablegen.

Betrieb: Sticken nach der Platzierung – so verhinderst du, dass das Polo im Lauf verrutscht
Das Video zeigt vor allem die Platzierung – der typische „Gotcha“-Moment kommt beim Start.
Betriebsdaten (anfängerfreundliche Startpunkte):
- Geschwindigkeit (SPM): Starte bei 600–700 SPM. Höhere Geschwindigkeit bringt mehr Vibration – auf Strick kostet das Passgenauigkeit.
- Fadenspannung: Achte darauf, dass der Oberfaden den Unterfaden nicht nach oben zieht. Zielbild: hinten etwa ein 1/3-Unterfadenstreifen.
„Flagging“-Check: Beobachte die ersten Stiche. Wenn der Stoff mit der Nadel sichtbar hoch und runter „wippt“ (Flagging), ist der Rahmen zu locker oder das Vlies zu schwach. Sofort stoppen – nicht darauf hoffen, dass es besser wird.
Für Produktionsabläufe zählt Wiederholbarkeit. Darum gehen viele Betriebe von Handmarkierung weiter zur Einspannstation für Stickrahmen oder zu einer Magnetische Einspannstation: Mechanik ersetzt Bauchgefühl.
Betriebs-Checkliste (direkt nach „Start“)
- Trace/Contour: Trace laufen lassen – der Fuß darf weder Rahmen noch Knöpfe/Knopfleiste berühren.
- Stoff beobachten: Erste ~100 Stiche: wandert der Stoff oder bleibt alles ruhig?
- Geräusch-Check: Gleichmäßiges „thump-thump“ ist ok; ein hartes „clack“ deutet auf Kontakt mit etwas Hartem hin.
- Ergebnis prüfen: Nach dem Sticken: liegt das Logo flach? Wenn es „schüsselt“, wurde beim Einspannen gedehnt.

Community-erprobte Lösungen: Wo es hakt (Kaufen, DIY-Vorlagen, „Center of Shirt“-Verwirrung)
Aus den Diskussionen lassen sich typische Praxisprobleme ableiten:
1) „Wo kann ich das Lineal kaufen?“ Die Verfügbarkeit schwankt. Suche nach dem Produktnamen bei gängigen Näh-/Stick-Zubehörshops oder Marktplätzen. Wenn genau dieses Modell nicht verfügbar ist, funktionieren generische „Embroidery Placement Rulers“ nach demselben Prinzip.
2) „Zu teuer – ich habe mir eins aus Karton gebaut.“ DIY kann funktionieren, bringt aber Validierungsrisiko.
- Risiko: Ecke nicht exakt 90° oder Druck nicht 100% skaliert → jede Markierung ist systematisch falsch.
3) „Wie nutze ich es für Center Chest (T-Shirt)?“ Dieses L-Format ist für Linke Brust gedacht und für Center Chest unhandlich.
- Workaround (wie in der Diskussion beschrieben): Shirt längs falten, um die echte Mitte zu finden. Das Lineal dann nur nutzen, um den Abstand nach unten vom Kragen zu messen.

Der Upgrade-Pfad: Wann ein Platzierungslineal nicht mehr reicht (Tempo, Konsistenz, Shop-Output)
Ein Platzierungslineal löst das „Wo“. Es löst nicht das „Wie schnell“ oder „Wie viele“.
Wenn du von 3 Shirts im Hobbybereich zu 50 Shirts im Nebenjob wächst, verschieben sich die Engpässe. Hier eine Upgrade-Orientierung nach Symptomen:
Symptom: „Meine Hände tun weh und ich habe Rahmenspuren auf dunklen Shirts.“
- Warum: Halten ohne Schraub-Reibung/Quetschung, weniger Belastung, schnelleres Einlegen.
Symptom: „Ich messe jedes Shirt 5 Minuten lang.“
- Warum: Vorrichtungen halten Shirt und Rahmen in einer festen Position. Einmal einstellen, dann jedes Shirt gleich einlegen.
Symptom: „Ich muss 6 Farbwechsel pro Logo manuell machen.“
- Warum: Ein-Nadel ist für Einzelstücke; Mehrnadel ist für Durchsatz. Während die Maschine Farben wechselt, spannst du das nächste Shirt ein.

Finaler Realitätscheck: Das Lineal ist simpel – deine Konsistenz ist die eigentliche Fähigkeit
Das Lineal ist passiv – du bist das Präzisionsinstrument. In der Demo wirkt es schnell, aber der Wert entsteht durch die Routine.
Dein neuer Habit-Loop:
- Glätten (Stoff neutralisieren).
- Skala prüfen (Men’s vs. Ladies).
- Fadenkreuz markieren (Koordinatensystem schaffen).
- Ohne Dehnen einspannen (Koordinaten erhalten).
Hör auf, „nach Augenmaß“ zu arbeiten. Wenn du Platzierung wie Engineering behandelst, sitzt das Logo am Ende genau dort, wo es hingehört – professionell, sauber ausgerichtet und reproduzierbar.



FAQ
- Q: Wie platziere ich ein Linke-Brust-Logo auf einem Poloshirt mit dem Creative Notions Embroidery Placement Ruler, ohne die Mitte zu erraten?
A: Lege das Creative Notions Embroidery Placement Ruler an der Schulternaht und an der Knopfleiste/Mittelachse an und markiere dann die Markierstelle für die passende Größe.- Glätten: Poloshirt komplett flach auslegen, besonders die Knopfleiste ohne Wellen.
- Ausrichten: Die vertikale Kante des Lineals an der Knopfleistenkante/Mittelachse anlegen (nicht über die Knöpfe).
- Anschlag: Das Lineal nach oben schieben, bis die obere Kante an der Schulternaht-Nahtlinie anliegt.
- Markieren: Mit dem Stift die Markierstelle für die Shirtgröße setzen.
- Erfolgscheck: Der Punkt steht in klarer Beziehung zu Schulternaht und Knopfleistenlinie – nicht „frei nach Auge“.
- Wenn es trotzdem nicht passt: Prüfe, ob das Polo eine nach vorn verlegte Schulter hat, und identifiziere die echte Schulternahtlinie vor dem Markieren.
- Q: Wie vermeide ich beim Creative Notions Embroidery Placement Ruler den Fehler, die falsche Spalte zu nehmen (Men’s vs. Ladies)?
A: Nutze die „Finger-Trace“-Methode und verfolge die richtige Men’s- oder Ladies-Spalte physisch, bevor du den Stift ansetzt.- Festlegen: Laut entscheiden „Men’s“ oder „Ladies“ passend zum Shirt/Träger.
- Nachfahren: Finger auf die richtige Überschrift legen und bis zur exakten Größe (Beispiel: Large) nach unten führen.
- Stoppen: Erst markieren, wenn der Finger wirklich an der vorgesehenen Markierstelle/Kerbe ist.
- Erfolgscheck: Der Punkt sitzt bei Men’s nicht ungewöhnlich hoch Richtung Schlüsselbein.
- Wenn es trotzdem nicht passt: Sieht der Punkt „zu hoch“ aus, sofort stoppen und die Skala erneut lesen – das ist der häufigste Doppelskalen-Fehler.
- Q: Welcher entfernbare Markierstift und welche Prep-Checks verhindern dauerhafte Flecken, wenn ich Fadenkreuze für die Platzierung auf Poloshirts markiere?
A: Teste den Markierstift zuerst am Saum und markiere dann einen Mittelpunkt plus Fadenkreuz, damit du Verdrehung kontrollieren kannst.- Test: Wasserlöslichen Stift (im Beispiel: Mark-B-Gone blau) an einer verdeckten Saumstelle testen: wäscht er aus, blutet er nicht?
- Markieren: Mittelpunkt durch die Markierstelle setzen und anschließend ein Fadenkreuz (Plus) durch den Punkt ziehen.
- Schützen: Scharfe Werkzeuge (Schere, Nahttrenner, lose Nadeln) vom Tisch nehmen, bevor du den Strick glättest/drehst.
- Erfolgscheck: Die Linien sind im Rahmenzentrum gut sichtbar und verschmieren beim Handling nicht.
- Wenn es trotzdem nicht passt: Markiermethode wechseln (luftlöschend vs. wasserlöslich) und erneut an Reststück/Saum testen, bevor du vorne markierst.
- Q: Wie spanne ich ein Strick-Poloshirt in einen klassischen Innen-/Außenring-Stickrahmen ein, ohne den Stoff zu dehnen und das Fadenkreuz zu verschieben?
A: Spanne so ein, dass die Fläche straff wie ein Trommelfell ist, aber nicht gedehnt, und richte das Rahmenraster am Fadenkreuz aus.- Lösen: Rahmenschraube so weit lösen, dass der Innenrahmen mit Widerstand sitzt, aber ohne Gewalt.
- Ausrichten: Rahmenraster auf die vertikale/horizontale Fadenkreuzlinie legen (der Linie vertrauen, nicht der Rahmenkante).
- Einsetzen: Innenrahmen kontrolliert einsetzen und die Fläche mit den Fingerspitzen prüfen.
- Erfolgscheck: Die Fläche ist gleichmäßig straff, und das Fadenkreuz bleibt zentriert ohne sichtbare Verzerrung, sobald du die Hände wegnimmst.
- Wenn es trotzdem nicht passt: Wenn Einspannen zum Kampf wird oder die Markierung nach dem Einspannen „wandert“, weniger am Stoff ziehen und ggf. Magnetrahmen nutzen, um ohne Reibung zu klemmen.
- Q: Wie verhindere ich Rahmenspuren („ring of death“) auf dunklen Strick-Poloshirts mit einem klassischen Stickrahmen?
A: Ziehe die Rahmenschraube nicht zu fest an, klemme stabil ohne Fasern zu quetschen, und steige bei wiederkehrenden Abdrücken auf Magnetrahmen um.- Anziehen: Nur so fest, dass der Strick stabil gehalten wird – nicht „überdrehen“, um Dicke zu kompensieren.
- Beobachten: Direkt nach dem Ausspannen auf glänzende Druckstellen achten, besonders bei dunklen Farben.
- Upgrade: Bei häufigen Abdrücken Magnetrahmen nutzen, die über Magnetkraft statt Reibung halten.
- Erfolgscheck: Nach dem Sticken und Ausspannen ist kein glänzender Ringabdruck sichtbar.
- Wenn es trotzdem nicht passt: Einspanntechnik prüfen (weniger Dehnung, bessere Stabilisierung) und dicke Nahtbereiche nicht mit Gewalt unter den Ringrahmen zwingen.
- Q: Welches Stickvlies sollte ich für ein Poloshirt-Logo verwenden, damit es auf Strick nicht wellig wird oder sich zusammenzieht?
A: Nutze für Strick ein Cut-Away-Fundament (kein Tear-Away auf Strick) und ergänze bei starker Struktur bei Bedarf einen wasserlöslichen Topper.- Wählen: Für stabiles Piqué als Basis Medium Cut-Away (2.5oz).
- Anpassen: Für weiche/Performance-Stricks No-Show Mesh (Poly-Mesh) mit Cut-Away kombinieren.
- Ergänzen: Bei tiefer Struktur/Waffel zusätzlich wasserlöslichen Topper einsetzen, damit Stiche nicht einsinken.
- Erfolgscheck: Das Logo liegt flach (kein „Schüsseln“), und Satinstiche versinken nicht in den Stofftälern.
- Wenn es trotzdem nicht passt: Bei Flagging/Verzug früh stoppen und Stabilisierung bzw. Haltekraft verbessern, bevor du weiterstickst.
- Q: Welche Maschinen-Einstellungen und Checks bei den ersten Stichen helfen, damit Poloshirts bei Linke-Brust-Logos nicht verrutschen oder „flaggen“?
A: Starte langsamer (ca. 600–700 SPM) und kontrolliere die ersten 100 Stiche auf Flagging, Wandern und auffällige Schlaggeräusche.- Einstellen: Mit ca. 600–700 SPM beginnen (immer im Rahmen der Maschinenanleitung).
- Trace: Trace/Contour laufen lassen, damit der Fuß nicht an Rahmen, Knopfleiste oder Knöpfe stößt.
- Beobachten: Erste 100 Stiche beobachten; bei Flagging oder Kriechen sofort stoppen.
- Hören: Gleichmäßiges „thump-thump“ ist ok; ein hartes „clack“ deutet auf Kontakt mit etwas Hartem hin.
- Erfolgscheck: Der Stoff bleibt ruhig, und auf der Rückseite ist etwa ein 1/3-Unterfadenstreifen sichtbar.
- Wenn es trotzdem nicht passt: Haltekraft verbessern (ohne Dehnen), mehr Stabilisierung einsetzen oder auf Magnetrahmen/Einspannstation für reproduzierbares Klemmen und Ausrichten wechseln.
- Q: Welche Sicherheitsregeln sollte ich beim Arbeiten mit Magnetrahmen und Markierwerkzeugen an Strick-Polos beachten?
A: Behandle Magnetrahmen als starke Quetschgefahr und halte Markier-/Schneidwerkzeuge getrennt, um dauerhafte Hänger im Piqué zu vermeiden.- Trennen: „Landezone“ freiräumen, damit Schere, Nahttrenner und lose Nadeln den Stoff beim Glätten nicht beschädigen.
- Handhaben: Finger aus dem Schließbereich halten – Magnete können plötzlich zuschnappen und stark einklemmen.
- Abstand: Magnetrahmen von Herzschrittmachern und empfindlichen Dingen (z. B. Kreditkarten) fernhalten und nicht direkt an Computer-/Maschinendisplays ablegen.
- Erfolgscheck: Einlegen/Entnehmen erfolgt kontrolliert ohne plötzliches Zuschnappen, und der Stoff zeigt keine neuen Ziehfäden.
- Wenn es trotzdem nicht passt: Wenn sich die Magnete schwer kontrollieren lassen, Handling verlangsamen und die Handposition ändern, bevor die Magnetteile zusammengeführt werden.
