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Wenn dein Design in Hatch „nicht in den Stickrahmen passt“, liegt es selten am Design. Meist stimmt die Kommunikation zwischen Software und Hardware nicht.
In der Praxis setzt Hatch einfach die Rahmenbegrenzung durch, von der es glaubt, dass sie zu deiner Maschine gehört – und wenn diese Stickrahmen-Definition falsch ist (oder dein Maschinenprofil nicht passt), kämpfst du den ganzen Tag mit Größe, Zentrierung und Export/Dateiformat. Auf dem Bildschirm sieht es passend aus – und trotzdem lässt es sich nicht sauber speichern oder wird später an der Maschine „zu groß“.
Genau dieses Problem kostet Betriebe Geld: Ausschussware, unnötige Wiederholungen – und im schlimmsten Fall echte Kollisionen (Nadel trifft Rahmen). Die gute Nachricht: Sobald du Hatch wie ein Produktionstool behandelst, ist die Lösung klar: Maschine korrekt definieren, Stickrahmen korrekt definieren und die Einheiten so verwenden, wie der Hardware-Dialog sie erwartet.

















Ruhe bewahren: Wenn Hatch „Zu groß für den Stickrahmen“ meldet, schützt es deine Nadel (und deine Nerven)
Wenn Hatch warnt, dass dein Design für den ausgewählten Stickrahmen zu groß ist, solltest du das nicht „wegklicken“ oder erzwingen. Die rote Begrenzungslinie ist die softwareseitige „Nicht überschreiten“-Zone – überschreitest du sie in der Realität, riskierst du, in den Rahmen zu stechen, eine Nadel zu brechen oder im Extremfall die Maschine zu verstellen.
In der Praxis ist das ein Sicherheitsabstand: Software wie Hatch soll mechanische Kollisionen verhindern.
Im Video startet Lindy mit einem kleinen Haushaltsmaschinen-Profil (Brother Innov-is Serie) und einem 100 × 100 mm Stickrahmen. Hatch begrenzt die Auswahl dann auf genau die Rahmen, die dieses Profil unterstützt. So digitalisierst du nicht versehentlich ein 200-mm-Design für eine Maschine, die real nur 100 mm verfahren kann.
Das ist die Kernlogik im Workflow: Maschinenprofil (Limit) → verfügbare Stickrahmen (Optionen) → sicheres Stickfeld (Realität).
Zwei typische Auslöser aus der Praxis tauchen auch in den Kommentaren/Support-Fragen immer wieder auf:
- „Nur eine Marke in der Liste“: Manche sehen in ihrer Version (z. B. Hatch 3) scheinbar nur Brother und kämpfen dann ständig mit der richtigen Stickrahmen-Größe und dem passenden Export für die eigene Maschine.
- „Einheiten-Frust“: Die Frage „Wie stelle ich mm auf Inches um?“ sorgt regelmäßig für Ärger – besonders, wenn man erwartet, per Rechtsklick am Lineal umschalten zu können.
Wenn dir das bekannt vorkommt: Das ist kein „Du kannst Hatch nicht“. Deine Einrichtung sagt Hatch nur noch nicht zuverlässig, was deine Hardware wirklich kann.
Warnung: Teste eine unsichere Rahmenbegrenzung niemals „durch Sticken“. Nutze an der Maschine immer zuerst die Trace-/Umriss-Funktion. Ein einziger Treffer bei hoher Geschwindigkeit kann Nadel, Greiferbereich oder Rahmen beschädigen. Wenn sich das Geräusch von einem gleichmäßigen Lauf zu einem harten „Klack“ verändert: sofort stoppen.
Der Profi-Start: Stickfeld messen – nicht den Kunststoffrahmen
Bevor du in Hatch irgendetwas einstellst, brauchst du eine Zahl, die wichtiger ist als jede Größe auf dem Rahmen oder der Verpackung:
Du brauchst das echte Stickfeld (die sichere, bestickbare Fläche) – nicht die äußeren, physischen Abmessungen.
Im Video legt Lindy einen Rahmen mit dem Namen „Round 120mm“ an, trägt aber 100 mm als Durchmesser ein. Der Grund: Die aufgedruckte Größe bezieht sich auf den Rahmen selbst, nicht auf die Fläche, die die Maschine ohne Kollision sauber erreichen kann.
Diese Unterscheidung entscheidet zwischen:
- einem Design, das sauber zentriert ist und professionell aussieht,
- und einem Design, das „am Bildschirm passt“, aber in der Realität am Rahmenrand kollidiert oder abgeschnitten wird.
Wenn du auf Drittanbieter-Rahmen oder Magnetrahmen für Stickmaschine umsteigst, ist dieser Schritt Pflicht. Bei vielen Nachrüst-/Aftermarket-Rahmen ist der Außenring groß, das sichere Stickfeld aber kleiner (z. B. durch breite Magnetleisten oder kräftige Klemmzonen). Entscheidend ist die Innenfreiheit, in der der Kopf/der Fuß sicher laufen kann.
Vorab-Checkliste (physisch prüfen, bevor du die Software öffnest)
- Maschine identifizieren: Exaktes Modell prüfen und klären, ob Haushaltsmaschine (Ein-Nadel) oder Mehrnadelstickmaschine.
- Stickrahmen identifizieren: Den Rahmen auswählen, den du definieren willst, und die relevante Innenöffnung suchen.
- Sichere Zone bestimmen: Innenmaß messen (Lineal/Schieblehre). Danach bewusst Sicherheitsabstand einplanen, statt „bis zur Kante“ zu rechnen.
- Einheiten notieren: Maße in Millimetern notieren. Der Hardware-Dialog im Video arbeitet für die Definition in mm.
- Unterlagen bereitlegen: Maschinenhandbuch (Verfahrweg/Stickfeld), Notizen, Schieblehre oder transparentes Lineal.
Die richtige Maschine in Hatch Embroidery 2 auswählen: Das Dropdown, das „falscher Stickrahmen“-Probleme verhindert
Lindys erster Schritt wirkt unscheinbar, ist aber entscheidend: Sie klickt in den Hintergrund (damit nichts markiert ist) und nutzt dann das Maschinen-Dropdown in der Werkzeugleiste.
Warum der Hintergrund-Klick? In Hatch ist Kontext wichtig. Wenn ein Objekt markiert ist, denkt Hatch, du willst dieses Objekt bearbeiten. Mit einem Klick ins Leere sagst du: „Ich ändere die Umgebung/Hardware-Konfiguration.“
So gehst du vor:
- Auswahl aufheben: In den leeren Arbeitsbereich klicken, sodass kein Objekt markiert ist.
- Toolbar finden: Maschinen-Dropdown öffnen (typisch oben in der Leiste).
- Profil wählen: Ein vorinstalliertes Maschinenprofil auswählen.
Im Video zeigt der Wechsel von Brother Innov-is zu Baby Lock Ellisimo sofort eine andere (größere) Stickrahmen-Auswahl. Das ist dein schneller Plausibilitätscheck:
- Wirkt die Rahmenliste „zu klein“, bist du sehr wahrscheinlich im falschen Maschinenprofil.
- „Passt“ das Design plötzlich nach dem Profilwechsel, war das vorherige Profil der limitierende Faktor.
Gerade bei Haushalts-Ökosystemen (z. B. brother innovis v3 Stickrahmen) entsteht hier oft Verwirrung: Hatch zeigt nur das, was das gewählte Profil unterstützt. Wenn dein exaktes Modell nicht so abgebildet ist, wie du es erwartest, nicht raten – dann definierst du es sauber selbst.
Hatch „Hardware Settings“ richtig öffnen: Rechtsklick auf das Stickrahmen-Icon (ja, wirklich)
Das ist der „Geheimgriff“ in Hatch: Viele Einstellungen sind im Menü, aber die Hardware-Konfiguration steckt hinter einem Kontextklick.
Im Video ist der Weg:
- Rechtsklick auf das Stickrahmen-Icon in der oberen Toolbar.
- Hardware Settings öffnen.
- Prüfen, dass der Reiter Machine and Hoop aktiv ist.
Dieser Bereich ist die Schaltzentrale für Maschinenprofile und Stickrahmen-Definitionen. Wenn du stattdessen nur irgendwo „den aktuellen Rahmen“ umstellst, änderst du oft nur die momentane Ansicht – nicht deine dauerhaft verfügbare Rahmenbibliothek.
Setup-Checkliste (bevor du auf „Create“ klickst)
- Kontext stimmt: Du bist wirklich im Fenster „Hardware Settings“.
- Reiter stimmt: Machine and Hoop ist ausgewählt.
- Ziel klar: Willst du eine neue Maschine anlegen oder nur einen neuen Stickrahmen zu einer bestehenden Maschine hinzufügen?
- Daten bereit: Deine Stickfeld-Maße liegen in Millimetern vor.
Eigenes SWF-Mehrnadelstickmaschine-Profil in Hatch anlegen: Wenn dein Modell nicht gelistet ist
Lindy greift die typische Situation auf: „Was, wenn meine Maschine nicht in der Liste ist?“
Wenn du eine kommerzielle Maschine nutzt, die Hatch nicht nativ als Profil mitliefert, legst du sie selbst an:
- In „Hardware Settings“ im Maschinenbereich auf Create klicken.
- Einen Maschinennamen eingeben (im Video: „SWF“).
- Wichtig: Als Format/Typ Multi-needle auswählen.
Diese Auswahl ist nicht kosmetisch. Sie sorgt dafür, dass Hatch die Logik einer Mehrnadelstickmaschine erwartet (u. a. in Bezug auf Rahmen-/Zentrierlogik und typische kommerzielle Rahmenumgebungen).
Wenn du mit kommerzieller Technik arbeitest oder dich mit swf Stickmaschinen beschäftigst: Ein sauberes Profil pro realer Maschine hält deine Umgebung „produktionsfähig“ – statt mit falschen Annahmen zu arbeiten.
Praxisregel: Profile sollen „wahr“ sein, nicht „optimistisch“. Nimm nicht absichtlich ein größeres Maschinenprofil, nur um am Bildschirm größere Rahmen zu sehen. Spätestens beim Export/Einlesen oder beim realen Verfahrweg holt dich das ein.
Einen runden Custom Hoop in Hatch erstellen: „120mm“ benennen, aber das sichere 100-mm-Stickfeld eintragen
Jetzt kommt der Schritt, der am meisten Nadelbrüche und Kollisionen verhindert.
Im Video erstellt Lindy eine neue Stickrahmen-Definition:
- Im Bereich „Hoops“ auf Create klicken.
- Circle auswählen (Standard ist oft Rectangle – also aktiv umstellen).
- Den Rahmen „Round 120mm“ nennen (Name darf sich am physischen Label orientieren).
- Der entscheidende Punkt: Als Durchmesser 100 eintragen.
- Rahmen speichern.
Damit sagst du Hatch sinngemäß: „Der Rahmen heißt 120 mm – aber bitte begrenze das Nähen auf ein sicheres 100-mm-Stickfeld.“
Die Einheiten-Falle (und warum sie so oft eskaliert)
Lindy warnt ausdrücklich: Rahmenmaße müssen hier in Millimetern eingegeben werden.
In den Kommentaren kommt genau die Frage auf, wie man mm auf Inches umstellt – und die Antwort ist: Es gibt eine Umschaltung in der Oberfläche (Dropdown links neben dem Background-Tool), aber für die Hardware-Definition ist mm die sichere Grundlage.
Praktisch heißt das:
- Du kannst die Anzeige/Arbeitsfläche für dein Gefühl in Inches betrachten (Einheiten-Umschalter in der Oberfläche).
- Beim Definieren von Stickrahmen im Hardware-Dialog solltest du die Werte so eingeben, wie sie dokumentiert und gemessen sind – im Video: mm.
Wenn du eine Bibliothek für Stickrahmen für swf oder andere Drittanbieter-Rahmen aufbaust, standardisiere deine internen Notizen in mm. Das reduziert Rundungsfehler und Missverständnisse.
Warum „Stickfeld“ nicht gleich „Rahmengröße“ ist: reale Freigängigkeit statt Theorie
Warum verzichtet man auf „die vollen 120 mm“? Weil ein Stickrahmen in der Realität nicht nur eine Linie ist.
- Freigängigkeit: Je nach Maschinenkopf/Anbauteilen ist nicht der Nadelpunkt das Problem, sondern Bauteile in der Nähe, die am Rahmen anschlagen können.
- Randbereich ist kritisch: Je näher du an den Rahmenrand digitalisierst, desto eher wird es in der Praxis eng.
Genau deshalb ist die 100-mm-Definition im 120-mm-Rahmen ein Sicherheitskonzept.
Und genau deshalb können Magnetrahmen für Stickmaschine produktiv sein – aber nur, wenn das Stickfeld korrekt definiert ist. Magnetrahmen haben oft kräftige, breite Ränder; die Außenabmessung ist nicht automatisch die sichere Nähfläche.
Wenn du im Betrieb viel einspannst, kombinieren viele Teams eine Einspannstation für Stickrahmen mit Magnetrahmen, um Platzierung und Wiederholgenauigkeit zu stabilisieren.
Warnung (Magnet-Sicherheit): Magnetrahmen sind extrem stark. Finger können eingeklemmt/quetscht werden. Abstand zu Herzschrittmachern/ICDs und implantierten Geräten halten. Nicht in die Nähe von Kreditkarten, Smartphones oder Tablet-Displays legen. Magnete seitlich auseinander schieben – nicht „aufhebeln“.
Troubleshooting in Hatch: Symptom → wahrscheinliche Ursache → schnelle Prüfung → Lösung
Hier ist eine strukturierte Fehlerdiagnose, abgeleitet aus den typischen Fällen im Video und den Praxisproblemen aus den Kommentaren. Arbeite der Reihe nach: Kontext/Profil → Software-Definition → Hardware/Realmaß.
| Symptom | Likely Cause | Investigation & Quick Fix |
|---|---|---|
| „My design is too big for the current hoop“ | Falscher Kontext | Prüfen: Ist ein 100×100-mm-Rahmen aktiv, obwohl das Design größer ist?<br>Lösung: Auf einen größeren Rahmen oder ein Maschinenprofil wechseln, das größere Rahmen unterstützt (im Video z. B. Baby Lock Ellisimo). |
| „My machine model isn't listed in Hatch“ | Datenbank-Limit | Prüfen: Ist es ein neues/seltenes Modell oder eine kommerzielle Maschine?<br>Lösung: Hardware Settings → Maschine anlegen („Create“) und für kommerzielle Typen „Multi-needle“ wählen. |
| „I bought a new aftermarket hoop but can't see it“ | Manuelle Definition nötig | Prüfen: Drittanbieter-Rahmen werden nicht automatisch ergänzt.<br>Lösung: Stickfeld messen und in Hardware Settings über „Create Hoop“ definieren (in mm). |
| „I only see Brother machines; where are the others?“ | Auswahl/Installation/Profil-Kontext | Prüfen: Wurde nur ein bestimmtes Profil/Brand-Kontext gewählt?<br>Lösung: Erst Hintergrund anklicken, dann Maschinen-Dropdown nutzen. Wenn weiterhin eingeschränkt: ein eigenes neutrales Produktionsprofil anlegen und die passenden Rahmen dort pflegen. |
| „I can't stand mm—how do I switch units?“ | Anzeige-Einstellung vs. Hardware-Definition | Prüfen: Suchst du die Umschaltung am Lineal per Rechtsklick?<br>Lösung: Einheiten-Umschalter in der Oberfläche (Dropdown links neben dem Background-Tool). Wichtig: Rahmen-Definitionen im Hardware-Dialog wie im Video in mm eingeben. |
Praxis-Entscheidungsbaum: Material → Stabilisierung → Rahmenwahl (damit das definierte Stickfeld auch real hält)
Das Video zeigt die Software-Einrichtung – in der Produktion bringt dir das korrekte Stickfeld aber nur etwas, wenn das Material im Rahmen stabil bleibt.
Nutze diese einfache Entscheidungshilfe, um Verzug zu reduzieren und innerhalb des definierten Stickfelds zu bleiben:
Start: Material wählen.
- Stabil (Canvas, Denim, Twill, fester Baumwollstoff)?
- Ja: Mittleres Stickvlies (Tear-away oder Cut-away) – normal einspannen.
- Nein: Weiter zu Schritt 2.
- Dehnbar/instabil (Strick, Polos, Performance-Wear) oder rutschig?
- Ja: Mehr Stabilität: Cut-away (z. B. Mesh) plus temporärer Sprühkleber nach Bedarf. Nicht „überziehen“ beim Einspannen, sonst verziehst du den Fadenlauf.
- Empfindlich/dünn oder schwer einzuspannen (z. B. Taschen)?
- Ja: „Floaten“: Nur das Stickvlies einspannen, dann das Teil mit Sprühkleber/Heftstichen fixieren.
- Alternative: Magnetrahmen, wenn das Material dadurch weniger gequetscht wird.
Bezug zu Hatch: Wenn das Material während des Stickens wandert, kann ein sauber zentriertes Design real einige Millimeter Richtung Rand driften. Ein ehrlich definiertes Stickfeld (wie 100 mm innerhalb eines „120 mm“-Rahmens) ist genau der Puffer, der solche Abweichungen abfängt.
Sinnvolle Upgrade-Reihenfolge: Erst korrekte Profile, dann Rahmen, dann Maschine
Wenn dein Maschinen- und Stickrahmen-Setup in Hatch stimmt, kannst du Upgrades nach Zeitgewinn entscheiden – nicht nach Bauchgefühl.
Szenario 1: „Einspannen ist mein Engpass“
Du verlierst Zeit an Schrauben, Nachspannen und Platzierungsfehlern.
- Praxismaßstab: Wenn das Einspannen 2 Minuten dauert, das Logo aber 5 Minuten stickt, steht die Maschine einen großen Teil der Zeit.
- Upgrade (Level 2): Magnetrahmen für Stickmaschine – schnelleres Handling, weniger Schraubarbeit.
Szenario 2: „Ich skaliere über Hobby-Mengen hinaus“
Du hast Aufträge mit 20/50/100 Teilen und zu viele manuelle Farbwechsel.
- Praxismaßstab: Wenn du Deadlines verpasst oder ständig an der Maschine für Farbwechsel stehst.
- Upgrade (Level 3): Mehrnadelstickmaschine – und dann in Hatch das passende Profil über „Create Machine“ sauber anlegen.
Abschluss-Checkliste „Wie im Betrieb“ (damit dich deine neuen Rahmen-Settings nicht später überraschen)
- Profil prüfen: Richtiges Maschinenprofil auswählen, bevor du das Design final beurteilst.
- Rahmen prüfen: Der in Hatch gewählte Stickrahmen entspricht dem physischen Rahmen in der Hand.
- Realitätscheck: Bei Custom Hoops sind die eingetragenen Maße das Stickfeld, nicht die Außenmaße.
- Einheiten-Disziplin: Rahmen-Definitionen konsistent in Millimetern führen.
- Reihenfolge: Wenn es „nicht passt“: erst Kontext (Maschine/Rahmen) korrigieren, nicht sofort das Design verzerren.
- Benennung: Rahmen eindeutig benennen, damit im Team niemand den falschen „120mm“-Eintrag auswählt.
Wenn du diese Punkte konsequent machst, ist Hatch kein Ratespiel mehr. Die Rahmenbegrenzung wird zu einem verlässlichen Sicherheitssystem – und genau das ermöglicht sauberes Digitalisieren, schnellere Produktion und weniger teure Fehler.
Ob du deinen Workflow für babylock Magnetrahmen optimierst oder eine Serienproduktion vorbereitest: Die Regel bleibt gleich – Stickfeld ehrlich definieren, dann läuft die Produktion.
FAQ
- Q: Wie behebe ich „Mein Design ist zu groß für den aktuellen Stickrahmen“ in Wilcom Hatch Embroidery 2, wenn es am Bildschirm eigentlich passt?
A: Wähle zuerst das richtige Maschinenprofil und danach einen Stickrahmen, den dieses Profil wirklich unterstützt – Hatch setzt die sichere Begrenzung durch, die es für installiert hält.- Klicke in den leeren Arbeitsbereich (keine Objekte markiert), öffne dann das Maschinen-Dropdown und wähle das passende Profil.
- Wähle den Stickrahmen nach dem Profilwechsel erneut (die Rahmenliste aktualisiert sich je nach Profil).
- Skaliere das Design nicht als ersten Schritt; korrigiere zuerst Maschinen-/Rahmen-Kontext.
- Erfolgskontrolle: Die rote Begrenzungswarnung verschwindet und das Design liegt vollständig innerhalb der Rahmenkontur.
- Wenn es weiterhin scheitert: Miss das reale Stickfeld des physischen Rahmens und erstelle eine Custom-Hoop-Definition in den Hardware Settings.
- Q: Wie füge ich ein kommerzielles Mehrnadelstickmaschine-Profil (z. B. eine SWF Mehrnadelstickmaschine) in Wilcom Hatch Embroidery 2 hinzu, wenn das Modell nicht gelistet ist?
A: Lege in den Hardware Settings eine neue Maschine an und setze den Maschinentyp auf „Multi-needle“, damit Hatch die Logik kommerzieller Rahmen korrekt behandelt.- Rechtsklick auf das Stickrahmen-Icon in der oberen Toolbar und „Hardware Settings“ öffnen.
- Im Reiter „Machine and Hoop“ im Maschinenbereich auf „Create“ klicken und einen eindeutigen Namen vergeben (z. B. „SWF“).
- Vor dem Speichern den Typ/Format „Multi-needle“ auswählen.
- Erfolgskontrolle: Das neue Profil erscheint im Maschinen-Dropdown und du kannst unter diesem Profil passende Rahmen auswählen/zuordnen.
- Wenn es weiterhin nicht klappt: Prüfe, ob du wirklich per Rechtsklick auf das Stickrahmen-Icon in „Hardware Settings“ bist (nicht nur in einer designbezogenen Rahmen-Auswahl).
- Q: Wie erstelle ich einen runden Custom Hoop in Wilcom Hatch Embroidery 2, wenn der physische Rahmen mit 120 mm beschriftet ist, das sichere Stickfeld aber kleiner ist?
A: Benenne den Rahmen nach der physischen Beschriftung, trage aber das sichere Stickfeld in Millimetern ein, damit Hatch die Freigängigkeit schützt.- Miss die innen bestickbare Fläche (nicht den äußeren Kunststoffring) und plane bewusst Sicherheitsabstand ein.
- Rechtsklick auf das Stickrahmen-Icon → Hardware Settings → Reiter „Machine and Hoop“ → Bereich „Hoops“ → „Create“.
- „Circle“ wählen, eindeutig benennen (z. B. „Round 120mm“) und den gemessenen sicheren Durchmesser eintragen (im Video: 100 mm).
- Erfolgskontrolle: Hatch zeigt eine kleinere, sichere Kreisbegrenzung und das Design lässt sich zentrieren, ohne die rote Limit-Linie zu berühren.
- Wenn es weiterhin scheitert: Prüfe, ob du die Rahmenbibliothek der richtigen Maschine bearbeitest (jedes Maschinenprofil hat seine eigene Rahmenliste).
- Q: Wie gehe ich in Wilcom Hatch Embroidery 2 mit Millimetern vs. Inches um, wenn ich Stickrahmen in den Hardware Settings definiere?
A: Trage Hardware-/Rahmenmaße in Millimetern ein – Hatch erwartet für die Rahmen-Definition metrische Werte, auch wenn du das Raster/Lineal in Inches anzeigen lässt.- Notiere die Stickfeld-Maße vorab in Millimetern.
- Nutze die Einheiten-Umschaltung nur für die Anzeige/den Komfort, aber gib bei der Rahmen-Erstellung die mm-Werte ein.
- Standardisiere deine Notizen in mm, um Rundungsprobleme beim Aufbau einer Rahmenbibliothek zu vermeiden.
- Erfolgskontrolle: Der gespeicherte Rahmen entspricht dem gewünschten Stickfeld und die Begrenzung verhält sich beim Speichern/Export konsistent.
- Wenn es weiterhin scheitert: Prüfe, ob die eingetragene Zahl wirklich das Stickfeld ist – nicht eine grobe Inch-Umrechnung anhand der Rahmenbeschriftung.
- Q: Was ist die sicherste Methode, eine Rahmenbegrenzung an der Stickmaschine zu testen, wenn Wilcom Hatch Embroidery 2 sagt, das Design liegt nah am Rahmen?
A: Nicht „durch Sticken testen“ – immer zuerst Trace/Umriss laufen lassen und bei Geräuschänderung sofort stoppen.- Nutze die Trace-/Outline-Funktion der Maschine, um den Laufweg ohne Stiche zu prüfen.
- Halte Stiche von der roten Begrenzungslinie fern; sie ist ein Kollisionspuffer, keine Empfehlung.
- Höre in den ersten Bewegungen genau hin; ein Wechsel zu einem harten „Klack“ ist ein Sofort-Stopp-Signal.
- Erfolgskontrolle: Der Trace-Lauf hat sichtbar Abstand zum Rahmen und es gibt keine Kontaktgeräusche.
- Wenn es weiterhin kritisch ist: Design verkleinern oder den Rahmen über das echte Stickfeld (Innen-/Sicherheitsbereich) neu definieren.
- Q: Welche Sicherheitsregeln sollten Bediener bei Magnetrahmen in der Produktion beachten?
A: Behandle Magnetrahmen wie Industriemagnete: Finger schützen und Abstand zu Implantaten sowie empfindlicher Elektronik halten.- Magnete seitlich auseinander schieben statt aufzuhebeln (geringeres Quetschrisiko).
- Abstand zu Herzschrittmachern/ICDs und implantierten medizinischen Geräten.
- Abstand zu Kreditkarten, Smartphones und Tablet-Displays.
- Erfolgskontrolle: Rahmen lassen sich ohne Quetschunfälle öffnen/schließen und klemmen sicher ohne unkontrolliertes Zuschnappen.
- Wenn es weiterhin riskant ist: Magnetrahmen erst wieder einsetzen, wenn das Team sicher geschult ist und der Arbeitsplatz frei von gefährdeten Geräten ist.
- Q: Wenn das Einspannen der Produktionsengpass ist: Wie entscheidet ein Betrieb zwischen Prozessoptimierung, Magnetrahmen und einer Mehrnadelstickmaschine?
A: Erst die Zeitverluste sauber lokalisieren, dann stufenweise upgraden: Prozess → Magnetrahmen → Mehrnadelstickmaschine.- Level 1 (Prozess): Einen kompletten Ladezyklus stoppen und vermeidbare Schritte eliminieren (falsches Profil/Stickrahmen, erneutes Einspannen, Wiederholungen).
- Level 2 (Tool): Wenn Einspannzeit dominiert und Bediener mit Schrauben/Rahmenspuren kämpfen, Magnetrahmen zur Reduktion der Handgriffe prüfen.
- Level 3 (Kapazität): Wenn viele Farbwechsel und Deadlines das Problem sind, von Ein-Nadel auf Mehrnadelstickmaschine wechseln und danach das korrekte Mehrnadel-Profil in Hatch anlegen.
- Erfolgskontrolle: Die Maschine stickt mehr und steht weniger zwischen Einspann-/Farbwechseln, mit weniger Wiederholungen durch falsche Rahmenbegrenzungen.
- Wenn es weiterhin nicht stabil läuft: Prüfen, ob Maschinenprofil, Rahmen-Definition (echtes Stickfeld) und physischer Rahmen bei jedem Auftrag übereinstimmen, bevor erneut Hardware getauscht wird.
