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In-the-Hoop-Quilting meistern: Der Zero-Distortion-Guide für 5x7-Batch-Processing
Wenn ein Projekt verlangt, im Stickrahmen zu quilten (ITH) und die Blöcke dabei exakt rechtwinklig zu halten, ist es völlig normal, dass sich die Anspannung nicht nur auf den Faden bezieht. Du arbeitest gegen Physik: Zwei unterschiedliche Blöcke in einem 5x7-Einspannen bedeuten, Fadenlauf, Zug im Trägermaterial und eine saubere Ausrichtung unter Kontrolle zu halten – während die Maschine mit hoher Stichzahl pro Minute läuft.
Atme kurz durch. Dieser Workflow ist keine Magie, sondern saubere Prozesslogik. Wenn du verstehst, warum jede Platzierungslinie existiert und warum die 5x7-Grenze nicht verhandelbar ist, wird der Ablauf nicht nur wiederholbar, sondern auch skalierbar.
In diesem praxisorientierten Guide baue ich den im Video gezeigten Ablauf für Kimberbells „Home is Where the Haunt Is“-Kissen nach – konkret den Block „Mind Your Mummy“ und Border Block #6 – jeweils mit dem Quiltmuster Wavy 3. Beide werden in einem 5x7-Stickrahmen angeordnet. Ich bleibe der Logik aus dem Video treu, ergänze aber die pro-tauglichen Gewohnheiten: klare Kontrollpunkte, Sicherheitsregeln und sinnvolle Tool-Upgrades, die Falten, schiefe Zuschnitte und Ausschuss verhindern.

Keine Panik – das 5x7-Layout entscheidet alles
Sobald du dich dafür entscheidest, zwei Blöcke in einem Einspannen zu sticken, hängen 80% des Erfolgs von Layout-Disziplin ab – und nur 20% vom eigentlichen Sticken. Wenn die digitale Anordnung nicht innerhalb der realen Stickfläche liegt, riskierst du, dass der Nähfuß am Rahmen anschlägt.
Im Referenz-Workflow sieht die Bedienoberfläche nach Brother/Baby Lock aus (wahrscheinlich Luminaire oder Solaris). Der wichtigste Schritt ist: der Maschine zuerst die echte Begrenzung zu „sagen“.
Digitales Setup-Protokoll (Action-first):
- Begrenzung setzen: Stelle die Rahmengröße sofort auf 5x7. Nicht „im freien Feld“ anordnen – die Anzeige soll dir die physische Grenze zeigen.
- Motiv laden: Quiltmuster „Wavy 3“ (PES-Format) importieren.
- Maße prüfen: Motivgröße auf 2 x 4 inch kontrollieren.
- Ausrichtung wählen: Die horizontale Variante auswählen.
- Drehen: Wavy 3 um 90° drehen, damit es zur geplanten Anordnung im Rahmen passt.
- Block A positionieren: Dieses Motiv ganz nach oben in die Stickfläche schieben.
- Duplizieren & Block B positionieren: Motiv kopieren, zentrieren und die Kopie ganz nach unten schieben.
- Text hinzufügen: Textmotiv „Mind Your Mummy“ hinzufügen und am oberen Quiltblock ausrichten. (Hinweis: Am Bildschirm kann es minimal „versetzt“ wirken – im Video wird das als „off a smidge“ beschrieben. Entscheidend sind die Positionierungswerte/zentrierte Ausrichtung, nicht die Pixeloptik.)

Die „Jump-Stitch“-Falle (Prozesslogik)
Wenn du Motive am Maschinenbildschirm duplizierst, folgt die Standard-Sticklogik oft der Erstellreihenfolge: Design A $\to$ Design B $\to$ Text oben. Das erzeugt ein „Ping-Pong“: die Maschine fährt quer durch den Rahmen hin und her.
- Symptom: Lange Sprungstiche/Transportfäden zwischen oberem und unterem Block.
- Warum das kritisch ist: Lange Fäden können sich am Fuß verfangen oder beim nächsten Durchlauf unter die Stiche geraten – das begünstigt Fadennester.
- Manueller Workaround: Wenn Umordnen nicht möglich ist: erst Block 1 komplett sticken, dann Block 2 separat laden/abarbeiten. Nicht gegen die Maschinenlogik kämpfen, wenn es das Material riskiert.

Das „unsichtbare“ Prep, das im Video nur kurz vorkommt: Musselin, Sprühkleber, Planlage
Im Video wird Musselin als Stabilisierung verwendet. In der Praxis ist das ein Träger-/Carrier-Ansatz: Du baust dir im Rahmen eine kleine „Sandwich“-Basis für das ITH-Quilting.
Wichtig: Einspannen heißt nicht „maximal stramm“. Es geht um gleichmäßige, ausgewogene Spannung. Ziehst du diagonal (Bias) stärker als im Fadenlauf, kommt der Block nachher nicht mehr rechtwinklig heraus.
Taktile Kontrolle (Praxis-Check): Klopfe auf den eingespannten Musselin. Er sollte eher dumpf klingen (wie Karton) – nicht hoch und „ping“-artig. Zu stramm = Gewebe verzogen. Zu locker = Passung/Ausrichtung leidet.
Wenn du solche Schritte häufig wiederholst, reduziert eine stabile Einspann-Umgebung die Streuung. Eine Einspannstation für Maschinenstickerei hilft, reproduzierbar zu arbeiten: weniger „Ringkampf“ beim Einspannen, weniger Belastung für Handgelenke.
Prep-Checkliste („Pre-Flight“)
- Basis: Musselin plan im 5x7-Stickrahmen eingespannt (Fadenlauf gerade; keine Wölbung in der Mitte).
- Zuschnitte: Volumenvlies und Hintergrundstoff jeweils ca. 1 inch größer als die Platzierungsbox.
- Haftung: Temporärer Sprühkleber bereit (im Video wird gesprüht). Gleichmäßig und kontrolliert arbeiten.
- Werkzeug: Doppelt gebogene Applikationsschere (Duckbill) zum bündigen Trimmen.
- Faden-Setup: Platzierungsnaht gut sichtbar (im Video Orange als Oberfaden), Unterfäden (weiß/schwarz) griffbereit für Optik und Abdeckung.
Musselin im 5x7-Stickrahmen einspannen – ohne Rahmenspuren oder Verzug
Im Video ist der Musselin straff und glatt eingespannt.

Klassische Schraubrahmen erzeugen seitlichen Zug und können bei empfindlichen Materialien Rahmenspuren/Rahmenabdrücke hinterlassen. Das ist ein Reibungs-/Druckthema.
Upgrade-Pfad: Reibung vs. Magnetkraft Für häufiges Sticken oder empfindliche Oberflächen suchen viele gezielt nach Magnetrahmen für Stickmaschine, weil Magnetrahmen nicht seitlich „ziehen“, sondern von oben klemmen. Das reduziert den schleichenden Verzug beim Festziehen der Schraube und kann Rahmenspuren deutlich entschärfen.
> Warnung (Mechanische Sicherheit): Finger weg vom Nähfußbereich beim Absenken und beim Trimmen im Rahmen. Doppelt gebogene Applikationsscheren sind extrem scharf – immer von der Hand weg schneiden. Niemals trimmen, wenn die Maschine pausiert, aber die Nadel noch unten ist. Erst Nadel hochfahren.
Platzierungslinien fürs Volumenvlies: So baust du das Sandwich sauber auf
Nach dem Setup startet die eigentliche ITH-Sequenz:
- Platzierungsnaht: Maschine stickt die Umrandung (im Video mit Orange).
- Volumenvlies auflegen: Rückseite des Volumenvlieses leicht einsprühen (im Video wird gesprüht) und über die Box legen.
- Fixiernaht (Tack-down): Maschine näht das Volumenvlies fest.
- Kritischer Schritt – Trimmen: Überstand bündig zurückschneiden.

Trimmen – worauf Profis achten: Du musst nah an die Naht, aber ohne die Stiche/Fäden zu kappen.
- Fühltest: Mit dem Finger über die Kante fahren. Spürst du eine „Kante/Erhöhung“, ist zu viel Vlies stehen geblieben – das kann später als Schatten/Ridge sichtbar werden.
- Scherenwinkel: Duckbill-Schere flach auf dem Träger führen; die „Schnabel“-Seite schützt die untere Lage.
Hintergrundstoff + Wavy 3 Quilting: Wann das Überspringen der Fixiernaht wirklich funktioniert
Als nächstes kommt der Hintergrundstoff:
- Rückseite einsprühen.
- Über das Volumenvlies legen und glattstreichen.
- Variable Strategie: Im Video wird gezeigt, dass man bei Border Block 6 die Stoff-Fixiernaht bewusst überspringt und direkt in die dekorative Quiltnaht (Wavy 3) geht – als Zeitersparnis.

Praxis-Check: Ist das sicher? Wenn du die Fixiernaht auslässt, hängt alles an der Haftung des Sprühklebers.
- Eher sicher: Baumwollstoff, frischer Sprühkleber, Volumenvlies liegt flach.
- Eher riskant: Wenn die Haftung nicht „edge-to-edge“ hält, kann der Nähfuß den Stoff vor sich herschieben – dann entstehen Falten/„Wellen“ und der Block ist verloren.
Workflow-Vorteil mit Magnetrahmen (bei viel Layer-Handling): Wenn du häufig Materialien „floatest“ bzw. Lagen nachglätten musst, ist ein Magnetrahmen für brother luminaire praktisch, weil du zum Glätten schneller öffnen/schließen kannst, ohne den kompletten Einspannprozess neu zu starten.
„Mind Your Mummy“ sticken: Oberfaden-/Unterfaden-Logik und Optik
Nach dem Quilten folgt der Textbereich.
- Ablauf im Video: Zier-Schnörkel (Schwarz) $\to$ Text „MIND YOUR MUMMY“ (Charcoal).
- Unterfaden-Strategie: Im Video wird der Unterfaden für den Schnörkel optional auf schwarz gewechselt, damit kein weißer Unterfaden oben durchblitzt („pokies“).


Tensions-Realität aus der Praxis: Kleine Schrift ist der Härtetest für die Fadenspannung.
- Geschwindigkeit: Im Video wird keine feste SPM-Zahl als Einstellung gezeigt; wenn du bei feiner Schrift Probleme siehst, reduziere die Geschwindigkeit an deiner Maschine, um Vibration und Ungenauigkeit in engen Kurven zu minimieren.
- Sichtkontrolle: Achte auf saubere Kanten der Satinstiche und darauf, ob Unterfaden nach oben zieht. Wenn ja: neu einfädeln (Nähfuß oben) und Fadenweg prüfen.
Border Block 6: Wiederholbarkeit und sauberer Ablauf
Für den zweiten Block im selben Einspannen wiederholt sich der Ablauf:
- Platzierung $\to$ Volumenvlies $\to$ Fixieren $\to$ Trimmen.
- Hintergrundstoff $\to$ Quilten.
Im Video wird für den grünen Oberfaden wieder ein weißer Unterfaden eingesetzt. Praxisprinzip: Unterfaden „matchen“ ist optional – entscheidend ist ein stabiler, gleichmäßiger Unterfadenlauf. Wenn die Rückseite später nicht sichtbar ist, ist ein sauber laufender Standard-Unterfaden oft die pragmatische Wahl.
Die zwei Cut-Lines: Diese Linien sind deine Referenz – nicht der Stoffrand
Am Ende stickt die Datei zwei Cut-Lines (oben und unten) als spätere Schnittführung. Diese Linien nicht ignorieren. Sie sind deine verlässlichste Referenz für Passung/Ausrichtung. Stoffkanten können schief sein, Rahmenkanten sind keine Messkante – die gestickten Linien sind relativ zum Motiv korrekt.
Pressen auf der Wollmatte: Form zurückholen
Rahmen abnehmen. Das Material kann durch Einspannung und Stickprozess „gestresst“ sein. Recovery-Prozess (wie im Video gezeigt):
- Mit der Rückseite nach oben auf eine Wollmatte legen.
- Pressen (nicht schieben/reiben).
- Wichtig: Komplett auskühlen lassen, bevor du den Block bewegst.

Warum das zählt: Warmes, leicht feuchtes Baumwollgewebe ist formbar. Wenn du es im heißen Zustand anhebst, ziehst du es schnell aus dem Winkel.
Zuschneiden mit Rollschneider: „Measure twice, slice once“
Zielmaß im Video: 2,5" x 4,5".


Sicheres Zuschneide-Protokoll:
- Anlegen: Quiltlineal so ausrichten, dass die 1/4"-Markierung sauber zur gestickten Cut-Line passt (wie im Video beschrieben).
- Erster Schnitt: Lange Kante schneiden.
- Drehen: Block drehen und die bereits geschnittene Kante als neue Referenz nutzen.
- Maß prüfen: Auf 2,5" bzw. 4,5" ausrichten (je nach Schnittfolge).
- Zweiter Schnitt: Final auf Maß schneiden.
> Warnung (Klingensicherheit): Rollschneider sind im Näh-/Stickraum eine der häufigsten Unfallquellen. Halte die nicht schneidende Hand konsequent außerhalb der Schnittlinie und sichere die Klinge direkt nach dem Schnitt.
Setup-Checkliste (vor dem Zuschneiden)
- Block ist vollständig abgekühlt.
- Schneidematte liegt rutschfest.
- Rollschneiderklinge ist scharf.
- Zielmaß (2,5" x 4,5") ist am Lineal vor dem Schnitt visuell bestätigt.
Ein einfacher Entscheidungsbaum fürs „Stabilisieren“ im ITH-Kontext
Im Video funktioniert Musselin als Träger sehr gut – aber je nach Projekt brauchst du andere Stabilität.
Decision Tree: Stabilizer Selection Strategy
- Quiltest du stabilen, gewebten Baumwollstoff?
- Ja $\to$ Musselin oder Abreißvlies reicht oft aus.
- Nein (z. B. Jersey/Strick) $\to$ weiter zu Schritt 2.
- Ist das Motiv dicht (viel Schrift/Satin)?
- Ja $\to$ Schneidvlies ist Pflicht, sonst leidet die Passung durch Perforation.
- Nein (nur leichtes Quilting) $\to$ Poly-Mesh/No-Show Mesh kann genügen.
- Arbeitest du mit „floating“ Lagen (nicht klassisch eingespannt)?
- Ja $\to$ Klebevlies oder stärkerer Kleber auf Schneidvlies.
Troubleshooting: „Warum ist das passiert?“ – Matrix
Auch Profis haben Ausreißer. So ordnest du Symptome schnell zu.
| Symptom | Likely Cause | The Quick Fix | The Prevention |
|---|---|---|---|
| Verrutschter Stoff | Fixiernaht übersprungen; zu wenig Haftung. | Auftrennen, neu sprühen, fixieren. | Mit babylock Magnetrahmen Stofflagen schneller nachglätten/neu klemmen. |
| „Fadennest“ (Knäuel) | Oberfaden nicht sauber in Spannungsscheiben/Greiferweg; neu einfädeln nötig. | Nest vorsichtig entfernen; neu einfädeln mit Nähfuß OBEN. | Fadenweg konsequent prüfen, besonders nach Farbwechseln. |
| Rahmenabdrücke | Schraubrahmen zu stark angezogen. | Dampf/Pressen; ggf. vorsichtig „aufbürsten“. | Magnetrahmen statt Reibschluss (weniger seitlicher Zug). |
| Wellig/schief | Beim Einspannen diagonal verzogen. | Neu einspannen im Fadenlauf. | Reproduzierbares Einspannen mit hoop master Einspannstation. |
| Nadelbruch | Nadel trifft harte Stelle/zu viel Kleberauftrag. | Nadel ersetzen; Bereich prüfen. | Sprühkleber sparsam/gleichmäßig, Kleberaufbau vermeiden. |
Upgrade-Pfad: Tempo, Skalierung und weniger Handarbeit
Wenn du einmal pro Saison ein Kissen stickst, ist der Standard-5x7-Rahmen plus Musselin absolut ausreichend. Wenn du aber viele Blöcke am Stück produzierst, sind Einspannen und Zuschneiden die Engpässe.
Wann sich Tool-Upgrades lohnen:
- Schmerzpunkt: Handgelenke durch Schraube anziehen.
- Upgrade: Magnetrahmen für brother – kein Schrauben, weniger seitlicher Zug.
- Schmerzpunkt: Blöcke werden schief, weil Einspannen variiert.
- Upgrade: Eine Einspannstation.
- Schmerzpunkt: Viele Farbwechsel.
- Upgrade: Eine Mehrnadelstickmaschine – Farben einmal einrichten, dann durchlaufen lassen.
> Warnung (Magnet-Sicherheit): Magnetrahmen arbeiten mit sehr starken Magneten. Abstand zu Herzschrittmachern/implantierten Geräten und Magnetstreifen (Kreditkarten) halten. Magnete nie unkontrolliert „zuschnappen“ lassen – Quetschgefahr.
Operation Checklist (End-of-Run QC)
- Optik: Quiltlinien laufen sauber und wirken parallel zum Fadenlauf.
- Passung: Text sitzt mittig im Block (mit Lineal prüfen).
- Struktur: Keine Falten in die Naht eingestickt.
- Maß: Block ist exakt 2,5" x 4,5" (oder nach Projektspezifikation).
- Sauberkeit: Sprungstiche entfernt; Kleber-/Vliesreste kontrolliert.




Der „Touch Test“: Woran du Erfolg fühlst
Nach dem Zuschneiden zeigt das Video den fertigen „Mind Your Mummy“-Block.
Ein Block, der montagebereit ist, fühlt sich stabil, aber nicht bretthart an. Er liegt flach auf dem Tisch, ohne dass Ecken hochziehen. Wenn du leicht an den Kanten ziehst, dürfen sich die Stiche nicht öffnen oder „knacken“.
Wenn deine Blöcke konstant rechtwinklig und maßhaltig herauskommen, hast du die Prozesslogik im Griff. Ab hier ist es Wiederholung – und genau dort zahlen sich saubere Einspanntechnik, scharfe Klingen und (je nach Bedarf) Magnetrahmen aus.
FAQ
- Q: Wie richte ich ein 5x7-Stickrahmen-Layout so ein, dass ich zwei ITH-Quiltblöcke auf einem Brother/Baby-Lock-ähnlichen Bildschirm sticken kann, ohne die Rahmenbegrenzung zu treffen?
A: Stelle zuerst die 5x7-Rahmengrenze ein und positioniere die Duplikate konsequent ganz oben und ganz unten, bevor du den Text hinzufügst.- Setzen: Rahmengröße auf 5x7 umstellen, bevor du irgendetwas importierst oder verschiebst.
- Prüfen: Quiltmotivgröße 2 x 4 inch kontrollieren, die horizontale Variante wählen und wie im Workflow um 90° drehen.
- Positionieren: Block A ganz nach oben, duplizieren und Block B ganz nach unten; danach den „Mind Your Mummy“-Text am oberen Block ausrichten.
- Erfolgskontrolle: In der Bildschirmbegrenzung bleibt rundum Luft – kein Teil von Motiv oder Text berührt den Rand des 5x7-Feldes.
- Wenn es trotzdem nicht passt: Nicht erzwingen – lieber einen Block pro Einspannen sticken, statt den Nähfuß am Rahmen zu riskieren.
- Q: Wie verhindere ich lange Sprungstiche, wenn ich Quiltmotive (wie „Wavy 3“) für zwei Blöcke in einem 5x7-Stickrahmen dupliziere?
A: Ändere die Stichreihenfolge/Sortierung, wenn deine Maschine das unterstützt, oder sticke Block für Block, um das „Ping-Pong“-Fahren zu vermeiden.- Nutzen: Color Sort bzw. Stichreihenfolge ändern (falls verfügbar), damit die Maschine nicht ständig von oben nach unten pendelt.
- Prüfen: Nach dem Duplizieren den Stichpfad/Verlauf ansehen und auf Verbindungslinien zwischen den Blöcken achten.
- Entscheiden: Wenn Umordnen nicht möglich ist, erst Block 1 fertigstellen und dann Block 2 laden, statt gegen die Standardreihenfolge zu arbeiten.
- Erfolgskontrolle: Keine langen Verbindungsfäden quer durch den Rahmen zwischen oberem und unterem Block.
- Wenn es trotzdem passiert: Anhalten und Transportfäden entfernen, bevor du weiterstickst – lange Sprünge können hängen bleiben und Fadennester auslösen.
- Q: Wie spanne ich Musselin als Träger (Stabilisierung) im 5x7-Stickrahmen ein, ohne Verzug oder Rahmenabdrücke beim ITH-Quilting?
A: Spanne gleichmäßig (nicht maximal stramm) und vermeide das Überanziehen von Schraubrahmen, die Fasern quetschen.- Ausrichten: Fadenlauf des Musselins gerade halten; nicht diagonal stärker ziehen.
- Anpassen: Wenn Rahmenabdrücke regelmäßig auftreten, kann ein Magnetrahmen den seitlichen Zug reduzieren.
- Erfolgskontrolle: Musselin liegt plan ohne Mittelwölbung, und der Block kommt nach dem Sticken nicht rautenförmig/wellig heraus.
- Wenn es trotzdem schief wird: Neu einspannen mit Fokus auf Fadenlauf und ggf. eine Einspannstation für reproduzierbare Spannung nutzen.
- Q: Wie nah sollte ich Volumenvlies nach der Fixiernaht trimmen, damit später keine Kanten/Ridges durchscheinen?
A: Sehr nah an der Fixiernaht trimmen, ohne Stiche oder Fäden zu beschädigen.- Trimmen: Doppelt gebogene Duckbill-Applikationsschere nutzen und flach auf dem Träger führen.
- Fühlen: Mit dem Finger rundum prüfen und spürbare „Kanten“ nachtrimmen.
- Vermeiden: Fixierfaden nicht durchschneiden – sonst kann das Vlies beim Quilten wandern.
- Erfolgskontrolle: Die Kante fühlt sich glatt an, und im gequilteten Bereich zeichnet sich keine Schattenlinie ab.
- Wenn es trotzdem sichtbar ist: Scherenwinkel und Licht prüfen – meist wurde zu weit weg von der Naht geschnitten.
- Q: Wann ist es sicher, die Stoff-Fixiernaht beim ITH-Quilting (wie bei Border Block 6) zu überspringen und direkt zu quilten?
A: Nur wenn der Sprühkleber frisch ist und Stoff/Vlies absolut flach liegen – sonst fixiere den Stoff.- Sprühen: Leicht und gleichmäßig auf die Stoffrückseite (und nur mit Kleber, der noch zuverlässig haftet).
- Einschätzen: Bei Materialien, die sich leicht schieben (oder wenn die Haftung nicht bis zur Kante hält), ist das Überspringen riskant.
- Glätten: Wenn sich während des Stickens Falten ankündigen, pausieren und vorsichtig glätten.
- Erfolgskontrolle: Die Quiltnaht läuft ohne Verschieben, ohne Falten und ohne „Welle“ vor dem Nähfuß.
- Wenn es schiefgeht: Beim nächsten Durchlauf die Fixiernaht wieder mitsticken – Kleber allein ist häufig der Schwachpunkt.
- Q: Wie prüfe ich die Fadenspannung bei kleiner Schrift wie „MIND YOUR MUMMY“, damit keine Unterfaden-Pokies und unsaubere Satinkolumnen entstehen?
A: Arbeite kontrolliert und prüfe frühzeitig das Stichbild – besonders bei feiner Schrift.- Langsamer: Wenn du Unsauberkeiten siehst, reduziere die Geschwindigkeit deiner Maschine.
- Kontrollieren: Auf saubere Kanten achten und prüfen, ob Unterfaden nach oben zieht.
- Planen: Für Optik kann ein passender Unterfaden sinnvoll sein (im Workflow: schwarzer Unterfaden für den schwarzen Schnörkel).
- Erfolgskontrolle: Schrift wirkt oben sauber, ohne dass Unterfaden sichtbar durchkommt.
- Wenn es trotzdem nicht passt: Neu einfädeln (Nähfuß oben) und sicherstellen, dass der Faden korrekt im Fadenhebel läuft.
- Q: Welche Sicherheitsregeln sind beim Trimmen im eingespannten ITH-Projekt und beim Umgang mit Magnetrahmen wichtig?
A: Behandle Schere und Magnete als Schnitt- und Quetschgefahr: Nadel hoch, weg von den Fingern schneiden, Magnet-Schnappen kontrollieren.- Nadel hoch: Nie trimmen, wenn die Nadel unten steht.
- Schneiden: Duckbill-Schere nutzen und immer von der Hand weg schneiden; Finger beim Absenken des Nähfußes aus dem Bereich halten.
- Magnete kontrollieren: Magnete nicht unkontrolliert zusammenschnappen lassen; Abstand zu Herzschrittmachern/implantierten Geräten und Kreditkarten halten.
- Erfolgskontrolle: Sauber getrimmt ohne Einschnitte in die Naht, und Magnete werden ohne schmerzhaftes Einklemmen gesetzt/gelöst.
- Wenn es hektisch wird: Tempo rausnehmen – die meisten Verletzungen passieren bei „nur schnell noch eben“-Momenten; Projekt erst in eine sichere Position bringen.
