Raw-Edge-Applikation auf Cardstock: Cupcake-Grußkarte digitalisieren und sticken – ohne Perforation

· EmbroideryHoop
Diese praxisnahe Anleitung führt dich von den Digitizing-Einstellungen in EL Digitizer bis zum realen Sticken und Zusammenbau einer Raw-Edge-Applikations-Grußkarte (Cupcake) auf A6-Cardstock. Du lernst die entscheidenden Software-Schalter, die Papier-Perforation verhindern ("No Recipe" statt Unterlage und Smart Join aus), wie du eine saubere Platzierungslinie und robuste Tack-down-Linien aufbaust und wie du Stickvlies im Magnetrahmen einspannst, Cardstock sicher fixierst, die Applikationslagen stickst, im Rahmen sauber zurückschneidest und die Karte anschließend professionell fertigstellst – inklusive praxisnaher Fehlersuche zu Reißen/Perforation, unnötigen Trims und Ausrichtung.
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Inhaltsverzeichnis

Digitizing-Software für Papier richtig einstellen

Papier und Cardstock sind gnadenlose Untergründe. Im Gegensatz zu Stoff (der sich minimal dehnt und sich um den Einstich „schließt“) hat Papier ein Gedächtnis: Jedes Loch bleibt. Zu viele Einstiche zu dicht beieinander – und aus deiner Grußkarte wird eine sauber perforierte Abreißkante.

In diesem Projekt digitalisieren wir eine Raw-Edge-Applikationskarte (Cupcake) und sticken sie auf A6-Cardstock (110 × 140 mm) mit Stoffresten. Das ist schnell gemacht und macht richtig Spaß – aber du musst in der Software bewusst „papierfreundlich“ arbeiten.

Die zwei wichtigsten Anpassungen passieren bevor du den ersten Knotenpunkt setzt:

  1. Automatische Unterlage entfernen: Stelle das Rezept/Recipe auf „No Recipe“ (oder das entsprechende Pendant in deiner Software). Damit wird die Unterlage (Underlay) deaktiviert – genau die Stiche, die auf Stoff sinnvoll sind, würden Cardstock sonst wie mit einer Lochreihe schwächen.
  2. Smart Join AUS: Du willst nicht, dass die Software „hilfreich“ zusätzliche Verbindungswege/Travel Runs zwischen Objekten erzeugt. Auf Stoff verschwinden sie oft; auf Papier sind sie sichtbar – oder werden zur Sollbruchstelle.

Wenn du das in Serie machen willst (z. B. 50 Karten), sind diese beiden Schalter der Unterschied zwischen sauberer, professioneller Ware und einem Stapel eingerissener Karten.

Finished raw edge applique cupcake birthday card standing upright.
Introduction
Software interface showing the 'Change Recipe' dialog box selecting 'No Recipe'.
Software Setup

Warum diese Einstellungen entscheidend sind (Papier-Mechanik)

Cardstock versagt sehr vorhersehbar: Wiederholte Einstiche in engem Abstand zerstören die Faserstruktur. In der Praxis zeigt sich das als „Sättigung“: Unterlage + Auto-Verbindungen + zu dichte Satins/Spalten = Loch an Loch, bis die Kante aufreißt.

Darum basiert dieses Tutorial auf einer „Low-Impact“-Strategie:

  • Eine einzige Platzierungslinie: Wird nur einmal ins Stickvlies gestickt – nicht mehrfach ins Papier.
  • Nur Tack-down-Linien für die Applikation: Keine aggressiven, dichten Satinkanten, die das Papier „durchstanzen“.
  • Lockerere Dichten/Abstände: Damit die Einstiche weiter auseinander liegen.

Wenn du Einspannen für Stickmaschine-Setups für Papier beherrschst, behandle Cardstock wie ein „One-Shot“-Material: Auftrennen bringt nichts – saubere Laufwege und schonende Stichplanung sind deine Sicherheitsnetze.


Platzierung und Raw-Edge-Applikationslagen digitalisieren

Hier entsteht das „Skelett“ der Datei: ein Führungsrahmen für den Cardstock und danach die Tack-down-Umrisse, die deine Stoffreste fixieren.

1) Backdrop laden und Kartengröße prüfen

  • Import: Lade das Cupcake-Backdrop.
  • Maße prüfen: Stelle sicher, dass das Backdrop auf 110 × 140 mm (A6) steht. In Inch entspricht das 4.33 × 5.51 in.
  • Sichtbarkeit: Reduziere die Opazität/Deckkraft, damit du deine Digitalisierlinien klar vom Motiv unterscheiden kannst.
Properties Docker showing card dimensions 110 x 140 mm.
Backdrop Sizing

2) Platzierungsrechteck für den Cardstock erstellen

Nutze Run Brush + Fast Draw, um ein sauberes Rechteck um den Kartenbereich zu ziehen.

Pro-Technik: In Build 2065 (und vielen vektorbasierten Programmen) kannst du beim Zeichnen Shift halten, um exakt horizontale/vertikale Linien (bzw. definierte Winkel) zu erzwingen. So wird dein Rahmen wirklich rechtwinklig.

Einstellung mit Praxis-„Sweet Spot“: Stichlänge auf 2.5 mm.

  • Warum? Gut sichtbar als Orientierung auf dem Vlies, aber schnell gestickt.

Wichtiges Prinzip: Das ist die einzige Platzierungsnaht in der gesamten Datei. Sie wird auf das Stickvlies gestickt, bevor der Cardstock fixiert wird. Alles danach geht durch Papier – also so wenig „unnötige“ Linien wie möglich.

Using Fast Draw tool to create the placement rectangle.
Digitizing Placement

3) Raw-Edge-Applikationsformen digitalisieren (Tack-downs)

Raw-Edge-Applikation soll nicht „laserperfekt“ wirken. Der Charme entsteht durch die leicht organische Kante nach dem Zurückschneiden.

Platzset/Basis – Tack-down

  • Form des „Platzsets“ zeichnen.
  • Stichart auf Bean Stitch umstellen.
  • Länge: 4.0 mm.
  • Wiederholungen: 3.

Praxislogik: Bean Stitch (ähnlich Triple Run) läuft vor–zurück–vor. Mit 4.0 mm reduzierst du die Lochanzahl, bekommst aber eine kräftige Linie, die die Stoffkante zuverlässig festhält.

Setting stitch type to 'Bean' with 4mm length.
Stitch Configuration

Cupcake-Wrapper – manuelle Doppelpass-Linie

Für den Wrapper wird bewusst manuell gearbeitet:

  • Kontur mit Knotenpunkten digitalisieren.
  • Knotenpunkt-Logik: Rechtsklick für Kurven, Linksklick für Ecken.
  • Doppelpass: Den Pfad einmal komplett nachzeichnen und anschließend manuell zurück zum Start nachfahren.
  • Warum? Du kontrollierst Start/Ende exakt und vermeidest, dass die Software irgendwo quer über die Papierfläche eine Verbindung setzt.

Icing-Umrisse – Double Run

Für die Icing-Formen:

  • Kontur digitalisieren.
  • Run-Stil auf Double Run.
  • Stichlänge auf 3.0 mm.

So bleibt die Linie auf Cardstock klar lesbar, ohne die Fasern zu überarbeiten.

Changing run style to 'Double Run' for icing.
Stitch Configuration

Kirsche – Bean Stitch

  • Circle Tool verwenden.
  • Stichart Bean Stitch.
  • Länge: 3.0 mm.
  • Durchläufe: 3.

Produktionsfrage: Vorab zuschneiden oder im Rahmen zurückschneiden?

Kannst du die Stoffteile vorher von Hand zuschneiden?

  1. Im Rahmen zurückschneiden (empfohlen für Einsteiger): Du legst ein grob zugeschnittenes Stück Stoff auf, stickst die Tack-down-Linie und schneidest dann sauber zurück. Sehr fehlertolerant, aber etwas langsamer.
  2. Vorab zuschneiden: Du schneidest die Formen vorher exakt und platzierst sie innerhalb der gestickten Linien. Das ist bei Serien schneller, verlangt aber sehr präzises Positionieren.

Mit einer Einspannstation für Stickmaschinen wird Vorab-Zuschnitt in der Praxis deutlich realistischer, weil die Wiederholgenauigkeit beim Einspannen steigt. Ohne Station können minimale Abweichungen beim Einspannen das exakte Platzieren riskant machen. Für dieses Projekt ist „im Rahmen zurückschneiden“ die sichere Wahl.


Text und Stiel so optimieren, dass nichts reißt

Hier scheitern die meisten Cardstock-Projekte: Dichte Satins (z. B. Stiele) und „kleinteiliger“ Text wirken wie ein Perforationsstempel. Wir müssen das entschärfen.

Stiel: Steel-Stitch-Dichte lockern

Der Stiel wird mit Steel Brush (Satinspalte) erstellt.

  • Standardwert: häufig 0.4.
  • Für Cardstock: auf 0.8 ändern.

Wichtige Übersetzung für die Praxis: In diesem Kontext bedeutet eine größere Zahl lockerere Dichte (größerer Stichabstand). Von 0.4 auf 0.8 halbiert die Einstichanzahl ungefähr – und genau das schützt dein Papier.

Adjusting Steel Stitch density from 0.4 to 0.8 for the stem.
Density Adjustment

Text: leichte Schrift wählen und Trims eliminieren

Im Tutorial wird die Schrift Run Crafted verwendet.

  • Zeilenabstand: von 25% auf 50% erhöhen. Das schafft Luft zwischen „Happy“ und „Birthday“ und reduziert Lochballungen.

Anti-Perforations-Einstellung:

  • Trim Type auf „Never“ stellen (bzw. Trims zwischen Buchstaben entfernen).

Warum das so viel bringt: Jeder Trim erzeugt Verriegelungsstiche (mehrere Einstiche an fast derselben Stelle). Wenn zwischen jedem Buchstaben getrimmt wird, entstehen „Krater“ im Papier. Ohne Trims bleiben kleine Sprungfäden, die du nach dem Sticken per Hand abschneidest – deutlich papierschonender.

Adding text using the 'Run Crafted' font.
Text Creation

Mikro-Edit an Buchstaben (optional, aber stark)

Mit Path Edit (Q) kannst du Text in Objekte aufbrechen und einzelne Buchstaben minimal anpassen (z. B. ein „H“ etwas höher ziehen), damit die Nadel nicht unnötig in bereits vorhandene Löcher trifft.

Setting text connection trim type to 'Never'.
Optimizing for Paper

Wenn du Magnetrahmen Anleitung-Techniken für Papier lernst: Ein perfekter Rahmen ersetzt keine saubere Datei. Ist der Text zu dicht, reißt der Cardstock – egal wie gut er gehalten wird.


Materialliste: Cardstock, Stoffreste und Magnetrahmen

Das Projekt wirkt simpel – die Materialien sind es auch. Entscheidend ist die saubere Umsetzung.

Kernmaterialien

  • A6 Cardstock (110 × 140 mm).
  • Stoffreste (Baumwolle funktioniert sehr gut).
  • Reißvlies (mittlere Stärke).
  • Fixierung: Temporärer Sprühkleber (KK 100) oder Malerkrepp/Painter’s Tape.
  • Schere: kleine, doppelt gebogene Applikationsschere für Kontrolle.
  • Garn: Standard-Stickgarn.
  • Rahmen: Magnet-Stickrahmen (für Papier sehr empfehlenswert).
Breaking up text object to edit individual nodes of the letter H.
Node Editing
Flat lay of materials: Spray adhesive, tape, scissors, scraps, hooped stabilizer.
Materials Prep

Versteckte Verbrauchsteile & kurze Vorab-Checks (die typischen „Fallen“)

Bevor du die erste Karte ruinierst, prüfe diese Punkte:

  • Nadelzustand: Papier stumpft Nadeln schneller ab als Stoff. Eine frische Nadel reduziert Ausrisse an der Einstichstelle.
  • Unterfaden/Spule: Stelle sicher, dass genug Unterfaden vorhanden ist – ein Spulenwechsel mitten in der Karte erhöht das Risiko für Versatz.
  • Kleber-Disziplin: Sprühe kontrolliert (in der Praxis: lieber das Stickvlies leicht benebeln als „alles“). Zu viel Kleber kann zu Fadenabrieb/Schmutz führen.

Warum Magnetrahmen hier so gut funktionieren

Mit einem klassischen Schraubrahmen solltest du Cardstock nicht „klassisch einspannen“ – er kann knicken/abdrücken. In der Praxis wird daher das Stickvlies eingespannt und der Cardstock aufgelegt („floating“).

Standardrahmen können dabei das Vlies ungleichmäßig spannen oder verziehen. Genau hier spielt ein Magnetrahmen seine Stärke aus: gleichmäßiges, schnelles Klemmen – ohne Schraubdruck und ohne langes Nachspannen.

Trigger: Du siehst Abdrücke/Knitter im Cardstock oder bekommst das Vlies nicht plan genug, ohne dass sich etwas verzieht.
Lösung:
* Level 1 (Technik): Mit Malerkrepp sauber fixieren.
* Level 2 (Werkzeug): Auf Magnet-Stickrahmen wechseln – Vlies liegt schnell plan, Cardstock lässt sich für Serien zügig positionieren.
* Level 3 (Effizienz): Für Mehrnadelstickmaschinen Magnetrahmen/Frames nutzen, um bei Serien ruhiger und reproduzierbarer zu arbeiten.

Warnung: Arbeitssicherheit
Beim Zurückschneiden im Rahmen sind die Hände nah an Nadelstange und Fuß. Maschine immer stoppen/sichern, bevor du schneidest – nicht darauf verlassen, dass „Pause“ reicht.

Warnung: Magnet-Sicherheit
Magnetrahmen sind sehr stark. Quetschgefahr für Finger. Abstand zu Herzschrittmachern, magnetischen Datenträgern und empfindlicher Elektronik halten. Zum Trennen eher schieben statt „aufhebeln“.


Schritt-für-Schritt: Sticken, zurückschneiden, Karte fertigstellen

Dieser Ablauf sorgt für saubere Ausrichtung und minimiert das Risiko von Rissen.

1. Setup

  1. Eine Lage Reißvlies straff einspannen.
  2. Datei laden.
  3. Farbwechsel 1: Platzierungslinie direkt ins Vlies sticken.
  4. Bereich leicht mit Sprühkleber benebeln oder Tape-Schlaufen vorbereiten.

2. Cardstock fixieren

A6-Cardstock exakt an der gestickten Box ausrichten und fest andrücken. Tast-Check: Mit dem Finger über die Fläche streichen – sie sollte plan sein, ohne Blasen/Wellen.

Cardstock taped to stabilizer inside a blue magnetic embroidery hoop.
Hooping

3. Applikations-Loop (Auflegen, tacken, zurückschneiden)

Für jede Stofflage (Basis, Wrapper, Icing, Kirsche) wiederholst du:

  1. Auflegen: Stoffrest über den Zielbereich legen.
  2. Sticken: Tack-down-Linie (Bean Stitch/Double Run) sticken.
  3. Stoppen: Rahmen entnehmen bzw. ausziehen.
  4. Zurückschneiden: Überstand dicht an der Naht zurückschneiden.

Praxis-Tipp: Beim Schneiden die Schere flach führen und den Stoff nicht hochziehen – sonst kann sich der Cardstock von der Fixierung lösen.

Trimming dotted teal fabric using curved applique scissors.
Applique Trimming
Trimming pink icing fabric on top of teal base.
Applique Trimming

4. Details sticken

Wenn alle Lagen sauber zurückgeschnitten sind:

  • Stiel sticken (Dichte 0.8).
  • Text sticken (Trim Type: Never).
Machine stitching 'Happy Birthday' text in black thread.
Embroidery Process

Checkliste nach dem Lauf (End-of-Run)

  • Nadel-Check: Ist die Spitze noch sauber? Papier macht Nadeln schnell stumpf.
  • Ausrichtung: Liegt der Cardstock optisch parallel zu den Rahmenkanten?
  • Textbild: Sind die Sprungfäden zwischen den Buchstaben gut per Hand zu schneiden?
  • Entgittern: Reißvlies vorsichtig abreißen und die Stiche dabei mit dem Daumen abstützen.

Troubleshooting

Cardstock-Probleme zeigen sich meist als Perforation/Risse oder Versatz.

Symptom: Cardstock reißt entlang der Naht

  • Wahrscheinliche Ursache: Zu hohe Stichsättigung (zu dicht) oder Unterlage war aktiv.
  • Lösung:
    1. Prüfen: „No Recipe“ / Underlay ist AUS.
    2. Dichten/Abstände prüfen: Satins/Spalten auf 0.8 lockern.
    3. Smart Join bleibt AUS, damit keine Zusatzwege entstehen.

Symptom: „Krater“/große Löcher rund um den Text

  • Wahrscheinliche Ursache: Trims/Verriegelungen zwischen Buchstaben.
  • Lösung: Text-Verbindungen auf Trim Type: „Never“ stellen und Sprungfäden nachträglich schneiden.

Symptom: Stoffkanten wirken „fusselig“/unsauber

  • Wahrscheinliche Ursache: stumpfe Schere oder zu weit weg geschnitten.
  • Lösung: Gebogene Applikationsschere nutzen und dicht an der Linie zurückschneiden.

Symptom: Motiv sitzt schief auf der Karte

  • Wahrscheinliche Ursache: Cardstock hat sich beim Fixieren/Stickvorgang minimal verschoben.
  • Lösung: Mehr Fixierung (Tape/Sprühkleber) und plan andrücken. Für reproduzierbare Serien kann ein Magnetrahmen-Setup helfen, weil das Vlies gleichmäßiger gehalten wird.

Entscheidungsbaum: Vlies & Einspannstrategie

Nutze diese Logik für deine Auswahl:

  • Szenario A: Einzelstück
    • Methode: Standardrahmen + Malerkrepp.
    • Verbrauch: Reißvlies.
  • Szenario B: Serie (20+ Karten)
  • Szenario C: Papier reißt trotzdem
    • Methode: Cardstock auf Schneidvlies „floaten“ und das Vlies danach bündig zur Karte schneiden. Schneidvlies stützt stärker als Reißvlies.

Ergebnis

Du hast jetzt ein Mixed-Media-Projekt sauber digitalisiert und gestickt. Indem du die „Physik von Papier“ respektierst – Unterlage raus, Smart Join aus, Dichten lockern – wird die Stickmaschine zum präzisen Werkzeug fürs Papierbasteln.

Mit Basis-Tools klappt das bereits gut. Wer das skaliert, stößt oft auf Grenzen bei Handling und Wiederholarbeit. Spätestens dann lohnt sich der Blick auf Magnetrahmen für Stickmaschine-Setups: weniger mechanischer Widerstand als bei Schraubrahmen, schnelleres Handling und mehr Fokus auf Material-/Farbkombinationen statt Kampf mit dem Einspannen.

Letzte Start-Checkliste (bevor du auf Start drückst)

  • Material: A6-Cardstock & Stoffreste bereit.
  • Digitizing: Underlay AUS (No Recipe), Smart Join AUS, Dichte auf 0.8 gelockert.
  • Unterfaden: Spule ausreichend gefüllt.
  • Rahmen: Magnet-Stickrahmen mit straff eingespanntem Reißvlies.
  • Sicherheit: Schere scharf, Arbeitsplatz frei.