Punktgenau auf Polka Dots mit der Janome Continental M17: PM-Fuß-Platzierung + saubere ITH-Notebook-Cover-Montage

· EmbroideryHoop
Diese praxisnahe Anleitung zeigt, wie du mit den integrierten Mini-Motiven der Janome Continental M17 und dem Positioning Marker (PM)-Fuß Stickmotive präzise auf Polka Dots platzierst – und anschließend ein In-the-Hoop (ITH) Notebook-Cover sauber fertigstellst, indem du Ärmel-/Taschen-Teile und Futter korrekt im Stickrahmen schichtest, damit die Abschlussnaht (Rechteck + Zickzack) sauber sitzt und das Zuschneiden exakt gelingt.
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Inhaltsverzeichnis

Wenn du schon einmal versucht hast, den Stoff mit kleinen Motiven „aufzuhübschen“ und am Ende nur einen Hauch daneben lagst, kennst du dieses unangenehme Gefühl: Das Motiv ist hübsch – aber diese 3 mm Versatz springen dir jedes Mal ins Auge.

Maschinenstickerei ist Millimeterarbeit. Dieser Abschnitt aus dem Sew-Along schließt die Lücke zwischen „passt schon“ und „wirklich punktgenau“. Wir konzentrieren uns auf zwei Dinge, die ein normales ITH (In-The-Hoop)-Ergebnis von einem professionell wirkenden Finish unterscheiden:

  1. Die integrierte Bibliothek clever nutzen: Die kleinen Monogramm-Ziermotive der Janome Continental M17 zweckentfremden (Text-„Deko“ als eigenständige Mini-Designs).
  2. Punktlandung ohne Rätselraten: Mit dem Positioning Marker (PM)-Fuß ein Motiv exakt in die Mitte eines Polka Dots setzen – ohne endlose „Nadel runter/hoch“-Tests.

Nebenbei schließen wir die Konstruktion des Notebook-Covers komplett im Stickrahmen ab. Entscheidend ist dabei die Reihenfolge und Ausrichtung von Taschen/Ärmeln und Futter, damit die finale Wendeöffnung/Passform sauber wird und die Kanten crisp aussehen.

Close-up of the finished notebook cover showing cat and snowflake embroidery on polka dots.
Showcasing the finished project examples.

Nicht erschrecken, wenn die Nadel „wegspringt“: Was die Janome Continental M17 dabei wirklich macht

Dieser kurze, herzstolpernde Moment: Du drückst Start – und die Nadel fährt weg von deiner sorgfältig ausgerichteten Mitte. Viele stoppen hier reflexartig und bringen sich damit selbst aus dem Ablauf.

Die ruhige Wahrheit aus der Praxis: Du zentrierst den Mittelpunkt des Designs, nicht den Startpunkt der ersten Stiche.

Wenn du am Bildschirm zentrierst, definierst du den Mittelpunkt der (unsichtbaren) Design-Geometrie im Koordinatensystem des Stickrahmens. Die Stickdatei kann aber physisch an einer Außenkante beginnen (z. B. am Rand eines Blütenblatts). Beim Start muss die Maschine daher vom Mittelpunkt zur ersten Stichkoordinate verfahren.

Gerade bei einer hochwertigen janome Stickmaschine wie der M17 ist diese Unterscheidung entscheidend – sie verändert, wie du die ersten 3 Sekunden bewertest:

  • Nicht auf den ersten Einstich fixieren.
  • Beobachte, wie sich das Muster aufbaut.

Solange sich das Motiv symmetrisch um deinen Zielpunkt entwickelt, arbeitet die Maschine genau so, wie es programmiert ist.

The Janome M17 screen displaying the SQ10d hoop grid.
Setting up the hoop size on the screen.

Das „unsichtbare“ Setup vor dem Bildschirm: So arbeitest du sicher und ohne Frust

Dieses Projekt setzt voraus, dass du die Vorarbeit (Taschen/Ärmel vorbereitet, Futter vorbereitet) bereits erledigt hast und dass dein Hauptteil durchgehend im Stickrahmen geblieben ist. Bevor du dich aber durch Menüs klickst, lohnt sich ein kurzer „Pre-Flight-Check“.

Genau hier entstehen viele typische ITH-Probleme: verrutschte Lagen, Fadenrisse – oder im schlimmsten Fall eine verbogene/brechende Nadel.

Praktische Helfer, die griffbereit liegen sollten:

  • Frische Nadel: 75/11 Sticknadel ist Standard; bei mehr Volumen im „Sandwich“ ggf. 80/12 Topstitch.
  • Temporärer Sprühkleber (optional, aber hilfreich): Wenn du dem „nur auflegen“ beim Futter nicht traust.
  • Gebogene Pinzette: Um Fadenreste sicher zu greifen, ohne in den Nadelbereich zu fassen.

Checkliste (vor dem Tippen am Display)

  • Rahmensitz: Ist das Teil wirklich straff eingespannt? Kurz antippen – es sollte sich fest anfühlen.
  • Teile sortiert: Linker Ärmel vs. rechter Ärmel eindeutig zugeordnet (bei Bedarf markieren).
  • Futter prüfen: Welche zwei Seiten sind sauber versäubert/„clean finished“ und welche zwei sind Rohkanten?
  • Freigängigkeit: Hinter/seitlich an der Maschine Platz schaffen, damit der Stickarm/Schlitten nirgends anstößt.
  • Fadenkontrolle: Oberfaden korrekt eingefädelt, Unterfaden eingelegt.
Screen showing the selection of the small cat motif from the monogram decorative menu.
Selecting the embroidery design.

Kleine integrierte Motive schnell finden: Die Monogramm-Menüs als „Schatzkiste“

Der beste Shortcut im Video ist gleichzeitig der, den man am leichtesten übersieht: Die Monogramm-Zierbereiche „Normal Sew“ und „Border“ sind voll mit Mini-Motiven – Katzen, Ähren, kleine Sterne – ideal für Polka Dots, weil sie ursprünglich als Begleiter neben Buchstaben gedacht sind.

Auf dem M17-Display navigiert Alicia durch diese Monogramm-Bereiche und wählt ein kleines Katzenmotiv (Seite 2 im „Normal Sew“-Set).

Die Falle: Diese Motive laden oft nicht zentriert. Weil sie für links/rechts neben Text programmiert sind, erscheinen sie im Raster „schwebend“ außerhalb der Fadenkreuze. Das ist in diesem Menü normal. Wichtig: Nicht sofort manuell ziehen – erst sauber zentrieren.

User tapping the 'Heart' icon on the screen to center the design.
Centering the design digitally.

Zentrieren mit einem Tipp: Das Herz-Symbol

Sobald das Motiv am Bildschirm ist, schau ins Raster. In der Demo sieht man an den blauen Fadenkreuzlinien deutlich, dass das Motiv nicht ausgewogen sitzt.

Lösung: Tippe im Bearbeitungsmenü auf das Herz-Symbol. Damit springt der mathematische Mittelpunkt des Designs exakt ins Zentrum der Stickrahmen-Koordinaten.

Warum das so wichtig ist: Der PM-Fuß projiziert Licht dorthin, wo die Maschine den Nadelpunkt im Koordinatensystem verortet. Ist das Design nicht korrekt zentriert, kann der rote Punkt zwar „stimmen“ – das Motiv stickt aber relativ dazu versetzt. Erst Design zentrieren, dann mit dem PM-Punkt positionieren.

Spirograph design displayed on the large RE46d hoop simulation on screen.
Visualizing the spirograph design.

Effizienz-Tipp: Nach Stickrahmengröße (SQ10d) filtern

Wenn du kleine Motive für Polka Dots suchst, ist „durch große Designs scrollen“ Zeitverschwendung. Im Video wird eine deutlich bessere Methode gezeigt: Suche nach Stickrahmengröße.

Alicia wählt am Bildschirm den SQ10d (100 × 100 mm). Dadurch zeigt die Maschine nur Designs an, die garantiert in diesen 4" × 4"-Bereich passen. So findet sie schnell die Spirograph-Motive (Nummern 104 und 105 auf Seite 4).

Praxis-Hinweis: Auch wenn physisch der große RE46d am Stickarm hängt, kannst du mit dem kleinen Rahmenfilter nach passenden Mini-Designs suchen. In der großen Vorschau wirken sie winzig – die Skalierung ist trotzdem korrekt.

Wenn du Stickrahmen für janome für verschiedene Jobs vergleichst, gilt: Die Software-Filterung hilft dir beim Größencheck – unabhängig davon, welcher Rahmen gerade montiert ist.

Close-up of the Positioning Marker Foot with the red laser light active.
Explaining the PM foot functionality.

Punktgenaue Platzierung mit dem Positioning Marker (PM)-Fuß

Das ist der Kern der Technik: Mit dem PM-Fuß wird ein roter LED-Punkt auf den Stoff projiziert – als „Nadelposition ohne Einstich“. So kannst du die Mitte treffen, ohne den Stoff ständig anzustechen.

Standardablauf (SOP)

  1. Anschließen: PM-Fuß einstecken. Am Display erscheint das Fadenkreuz-/Zielscheiben-Symbol (unten links).
  2. Aktivieren: Symbol antippen – der rote Punkt erscheint auf dem Stoff.
  3. Grobe Bewegung: Pfeile am Display gedrückt halten, bis der Punkt ungefähr über dem gewünschten Polka Dot liegt.
  4. Feinjustage: Pfeile kurz antippen, um in kleinen Schritten nachzujustieren, bis der Punkt exakt mittig sitzt.
  5. Sticken: Start.

Genauigkeitsstufen (je nach Anspruch):

  • Stufe 1 (visuell): Mitte „nach Augenmaß“ mit dem roten Punkt treffen (für organische Motive wie Spirograph oft völlig ausreichend).
  • Stufe 2 (markiert): Mittelpunkt mit wasserlöslichem Stift markieren und den roten Punkt exakt auf die Markierung setzen (für geometrische Rahmen/strenge Optik empfehlenswert).
The red laser dot from the PM foot landing exactly on the center of a white polka dot.
Aligning the embroidery position.

Warnung: Sicherheitsrisiko durch Bewegung. Finger, lange Haare und weite Ärmel aus dem Nadel-/Fußbereich fernhalten, während du mit den Pfeiltasten verstellst. Der Stickarm bewegt den Rahmen kraftvoll und kann ruckartig reagieren. Den roten Punkt nicht „mit den Fingern verfolgen“, während die Maschine fährt.

Praxis-Realität: Die Grenze klassischer Stickrahmen

Der PM-Fuß sorgt dafür, dass die Nadelkoordinate stimmt – er verhindert aber nicht, dass sich der Stoff verschiebt, wenn er nicht stabil eingespannt ist.

Viele kämpfen hier mit Rahmenabdrücken (Druckringe auf empfindlichen Stoffen) oder mit dem Einspannen dicker Lagen bei ITH-Projekten. Wenn du regelmäßig darum ringst, den Stoff straff zu bekommen, ohne Spuren zu hinterlassen, lohnt sich ein Upgrade.

Viele Profis wechseln dafür auf Magnetrahmen für janome Stickmaschinen. Im Gegensatz zu Schraub-/Ringrahmen klemmen Magnetrahmen mit gleichmäßigem, vertikalem Druck. Das macht Korrekturen schneller und hält voluminöse Lagen (wie den Stack gleich bei der Montage) oft stabiler, ohne dass sich etwas „kriecht“. In Kombination mit einer Einspannstation für Maschinenstickerei bekommst du praktisch eine „dritte Hand“, die den Rahmen ruhig hält und die Platzierung reproduzierbarer macht.

User using the touchscreen arrows to nudge the needle position.
Fine-tuning the needle placement.

„Startpunkt-Nervosität“: Dem Ablauf vertrauen

Im Sticktest springt die Nadel zunächst zu einem Startpunkt außerhalb der Mitte. Alicia erwähnt den kurzen Schreckmoment – und dann die Erleichterung, als das Motiv die Mitte sauber überläuft.

Fehlersuche bei „Start sieht falsch aus“:

  • Symptom: Du hast den roten Punkt perfekt ausgerichtet, aber die Maschine verfährt X/Y, bevor sie sticht.
  • Ursache: Startpunkt der Stickdatei ist nicht identisch mit dem Mittelpunkt.
  • Lösung: Nichts tun. Laufen lassen. Die Maschine fährt nur zum Startpunkt relativ zu deiner definierten Mitte.

Produktions-Tipp: Wenn du mehrere Polka Dots dekorierst, sticke ein Design nach dem anderen: Motiv laden → zentrieren → mit PM ausrichten → sticken. Nicht fünf Motive gleichzeitig auf dem Bildschirm layouten – kleine Verzerrungen/Spannungsänderungen summieren sich, und die äußeren Motive treffen dann oft nicht mehr sauber.

The machine stitching the teal spirograph pattern onto the black fabric.
Embroidering the design.

Sauberer ITH-Stack: Ärmel-/Taschen-Geometrie

Nach der Deko geht es in die Montage. Das ist weniger „kreativ“, aber extrem orientierungsabhängig.

Alicia lässt das Hauptteil im Stickrahmen (nicht ausspannen!) und legt die restlichen Teile in der richtigen Reihenfolge auf.

Regeln für die Platzierung der Ärmel-/Taschen-Teile

  1. Rechts auf links (face down): Die Taschen liegen unten, sichtbar auf der Unterseite gegen den Hauptstoff.
  2. Links/Rechts-Logik: Die Unterkante des Ärmelteils muss zur linken Seite des Rahmens zeigen (weil das Projekt im Rahmen entsprechend gedreht liegt).
  3. Kanten bündig: Außenliegende Rohkanten der Ärmelteile bündig zu den Rohkanten des Basisteils ausrichten.
  4. Faltkanten prüfen: Die gefalteten, fertigen Kanten zeigen nach innen zur Rahmenmitte.
Placing the first pocket sleeve face down on the left side of the hoop.
Assembling the notebook layers.
Placing the second pocket sleeve face down on the right side.
Assembling the notebook layers.

Futter platzieren: Mit „Fühl-Mitte“ statt Augenmaß

Jetzt kommt das Futter – nicht einfach „drauflegen und hoffen“.

Die taktile Methode aus dem Video:

  1. Futter zur Hälfte falten, um die horizontale Mitte zu finden.
  2. Die Falte mit dem Fingernagel kräftig ausstreichen (temporäre Kante).
  3. Futter rechts auf links (face down) über den gesamten Stack legen.
  4. Die Registrier-Erhebungen/Markierungen am Rahmen ertasten.
  5. Die ausgeprägte Falzkante exakt an diesen Markierungen ausrichten.

So sitzt das Futter oben/unten gleichmäßig und deckt die Taschenbereiche korrekt ab.

Placing the lining fabric face down.
Adding the final lining layer.
Aligning the center crease of the lining with the hoop's registration bumps.
Centering the lining fabric.

Die Abschlussnaht: Geschwindigkeit ist der Qualitätskiller

Der letzte Schritt näht zuerst ein Rechteck zum Fixieren, danach direkt eine Zickzack-Naht zum Versäubern der Rohkanten.

Kritischer Moment: Du nähst jetzt durch mehrere Lagen: Vlies + Basisstoff + Taschen/Ärmel + Futter. Dieses „Volumen-Sandwich“ kann bei zu hoher Geschwindigkeit dazu führen, dass die oberen Lagen weggeschoben werden.

Praxislösung aus dem Ablauf:

  • Tempo reduzieren: Gerade am Anfang langsamer laufen lassen, bis die Fixiernaht sicher sitzt.
  • Beobachten: Wenn der Fuß sichtbar schiebt, stoppen und neu ausrichten.

Tool-Hinweis: Auch hier spielen Magnetrahmen für Stickmaschine ihre Stärke aus: Die gleichmäßige Klemmkraft rundum kann bei dicken ITH-Stacks helfen, das Verrutschen während der schweren Abschlussnaht zu reduzieren.

Machine stitching the final perimeter rectangle through all layers.
Constructing the bag in-the-hoop.
The completed stitching showing the rectangle and zigzag finish.
Showing the final stitch result.

Zuschneiden wie in der Werkstatt: Sauber, knapp, aber nicht „in die Naht“

Nach dem Zickzack-Finish:

  1. Projekt aus dem Stickrahmen nehmen.
  2. Auf eine Schneidematte legen.
  3. Rollschneider und Lineal verwenden.
  4. Regel: Knapp außerhalb der Zickzack-Naht schneiden.

Nicht in die Zickzack-Stiche schneiden – sie sind deine Kanten-Sicherung. Danach wenden, Ecken vorsichtig ausformen und bei Bedarf bügeln.

Setup-Checkliste (direkt vor der finalen Montage-Naht)

  • Ärmel-Check: Ärmelteile liegen face down; Unterkante des linken Teils zeigt nach links.
  • Kanten-Check: Rohkanten der Ärmelteile bündig zu den Rohkanten des Basisteils.
  • Futter-Check: Futter liegt face down; Mittelfalz an den Rahmen-Markierungen.
  • Abdeckung: Futter deckt die darunterliegenden Teile vollständig ab.
  • Tempo: Geschwindigkeit reduziert (langsam anlaufen).

Entscheidungshilfe: „Markieren“ oder „nach Augenmaß“?

Damit du einschätzen kannst, wie viel Vorbereitung du für die PM-Platzierung brauchst.

  • Szenario A: Hoher Kontrast / organisches Motiv
    • Kontext: Deutliche Polka Dots + fließendes Spirograph-Motiv.
    • Entscheidung: Nach Augenmaß. Kreis-in-Kreis lässt sich visuell sehr gut zentrieren.
  • Szenario B: Geometrie / harte Kanten
    • Kontext: Rahmen-/Kastenmotiv + Streifen/Karo.
    • Entscheidung: Markieren. Kleine Rotations-/Versatzfehler fallen sofort auf.
  • Szenario C: Wiederholung/Serie
    • Kontext: Mehrere gleiche Teile hintereinander.
    • Entscheidung: Markieren. Eine klare Zielmarke ist schneller als 20× „noch ein Tick nach links“.

Troubleshooting: Das „Warum“ hinter dem „Was“

Symptom Wahrscheinliche Ursache Quick Fix
Motiv lädt nicht zentriert Monogramm-Menüs sind für Buchstabenfluss „biased“. Herz-Symbol tippen, um sofort auf Rahmenmitte zu zentrieren.
Nadel startet „falsch“ Startpunkt ≠ Mittelpunkt. Ablauf vertrauen. Wenn die Mitte per PM gesetzt ist, stimmt die Relation.
Lagen sind verrutscht Zu schnell bei viel Volumen. Langsam anlaufen lassen, bis die Fixiernaht hält.
Nach dem Wenden zu eng Zu knapp/„in die Naht“ geschnitten. Knapp außerhalb der Zickzack-Naht schneiden.
Rahmenabdrücke Zu hoher Druck klassischer Ringrahmen. Auf Magnetrahmen wechseln, um schonender zu klemmen.

Ablauf-Checkliste (nach dem Sticken)

  • Kontrolle: Zickzack hat alle Lagen gefasst (Ober- und Unterseite prüfen).
  • Ausspannen: Stoff sauber lösen, nicht herausreißen.
  • Zuschneiden: Exakt außerhalb der Zickzack-Linie.
  • Wenden: Rechts wenden; Ecken mit einem geeigneten Werkzeug vorsichtig ausformen.
  • Dokumentation: Notieren, welche Motivnummern verwendet wurden (für Wiederholungen).

Upgrade-Pfad: Vom „Projekt“ zur reproduzierbaren Arbeit

Für ein einzelnes Notebook-Cover reichen Standardrahmen und „Augenmaß“ oft aus. Wenn du aber mehrere Stücke für einen Markt oder einen Auftrag machst, werden die Engpässe spürbar: Einspannen, wiederholtes Zentrieren und das Risiko von Lagenverschiebung kosten Zeit.

Diese Kriterien sprechen für ein Upgrade:

  1. Wenn Einspannen nervt oder Spuren macht: Ein Magnetrahmen ist ein gängiges Profi-Tool für schnelles, schonendes Einspannen ohne Schraub-/Zug-Zyklus.
  2. Wenn du konstante Platzierung brauchst: Eine Magnetische Einspannstation hilft, jedes Teil an derselben Position einzuspannen.
  3. Wenn Farbwechsel Zeit fressen: Dann lohnt der Blick auf Mehrnadelstickmaschinen – sie reduzieren manuelle Farbwechsel und machen Serienarbeit deutlich effizienter.

Warnung: Magnet-Sicherheit. Magnetrahmen nutzen starke Neodym-Magnete. Sie können Finger schmerzhaft einklemmen. Fernhalten von Herzschrittmachern, implantierten Medizinprodukten und empfindlicher Elektronik. Immer mit Abstandshaltern lagern, damit die Teile nicht unkontrolliert zusammenschlagen.

FAQ

  • Q: Warum bewegt sich die Nadel der Janome Continental M17 beim Start eines Stickmotivs von der markierten Mitte weg?
    A: Das ist normal – die Janome Continental M17 zentriert den Mittelpunkt des Designs, aber die Stickdatei kann an einer Kante beginnen.
    • Lass die Maschine ein paar Sekunden laufen, statt sofort Stop zu drücken.
    • Prüfe, ob sich das Muster gleichmäßig um den Ziel-Polka-Dot aufbaut – nicht, wo der erste Stich landet.
    • Nutze den Positioning Marker (PM)-Fuß, um den Mittelpunkt vor dem Start auszurichten.
    • Erfolgscheck: Das Motiv wächst symmetrisch um den gewünschten Mittelpunkt/Punkt.
    • Wenn es trotzdem nicht passt: kontrolliere, ob du das Design vor der PM-Ausrichtung per Zentrierbefehl am Display wirklich auf Rahmenmitte gesetzt hast.
  • Q: Warum laden kleine Motive aus den Monogramm-Menüs der Janome Continental M17 am Bildschirm oft außerhalb der Mitte?
    A: Das ist typisch – Monogramm-Ziermotive sind für die Platzierung neben Buchstaben ausgelegt und erscheinen daher oft „versetzt“ zum Fadenkreuz.
    • Motiv zuerst laden und nicht sofort manuell verschieben.
    • Das Herz-Symbol antippen, um den mathematischen Mittelpunkt auf die Rahmenmitte zu setzen.
    • Erst nach dem Zentrieren mit dem PM-Fuß positionieren.
    • Erfolgscheck: Der Mittelpunkt des Designs sitzt im Raster exakt auf der Bildschirmmitte.
    • Wenn es trotzdem nicht passt: Motiv neu laden und erneut zentrieren, bevor du manuell korrigierst.
  • Q: Wie nutze ich den Janome Positioning Marker (PM)-Fuß korrekt, um ein Motiv ohne ständiges „Nadel runter“-Testen mittig auf einem Polka Dot zu platzieren?
    A: Nutze den roten LED-Punkt des PM-Fußes als „Nadelposition ohne Einstich“ und verschiebe mit den Pfeiltasten, bis der Punkt exakt mittig sitzt.
    • PM-Fuß einstecken und prüfen, ob das Zielscheiben-Symbol am Display erscheint.
    • Symbol aktivieren und dann mit den Richtungspfeilen verstellen (gedrückt halten = grob, antippen = fein).
    • Bei strengen/geometrischen Motiven den Mittelpunkt mit wasserlöslichem Stift markieren und den Punkt darauf ausrichten.
    • Erfolgscheck: Der rote Punkt sitzt exakt auf der Markierung bzw. optischen Mitte, bevor du Start drückst.
    • Wenn es trotzdem nicht passt: prüfen, ob das Motiv vorher auf Rahmenkoordinaten zentriert wurde (Herz-Zentrierung), denn der PM-Punkt folgt dem Nadel-Koordinatensystem.
  • Q: Welche Pre-Flight-Checks verhindern verrutschte Lagen und Nadelprobleme bei einem dicken ITH-Notebook-Cover auf der Janome Continental M17?
    A: Mach vor dem Arbeiten am Display einen kurzen „Hidden Prep“-Check – die meisten ITH-Fehler beginnen bei Einspannung, Freigängigkeit oder Verbrauchsmaterial.
    • Rahmensitz prüfen: Stoff muss straff eingespannt sein.
    • Frische 75/11 Sticknadel (oder 80/12 Topstitch bei dickeren Lagen) einsetzen und Unterfaden kontrollieren.
    • Platz hinter/seitlich der Maschine freimachen, damit der Stickarm nirgends anschlägt.
    • Gebogene Pinzette bereitlegen; optional Sprühkleber fürs Futter.
    • Erfolgscheck: Stoff bleibt straff, und der Stickarm kann frei verfahren.
    • Wenn es trotzdem nicht passt: stoppen und neu einspannen – präzise PM-Ausrichtung kann Stoffkriechen bei lockerer Einspannung nicht kompensieren.
  • Q: Wie verhindere ich Lagenverschiebung („Creeping“) bei der finalen Abschlussnaht eines voluminösen ITH-Stacks auf der Janome Continental M17?
    A: Reduziere die Geschwindigkeit – bei vielen Lagen schiebt zu hohes Tempo die oberen Schichten leicht aus der Position.
    • Langsam anlaufen lassen, bis die Fixiernaht sicher sitzt.
    • Den Fuß beobachten und stoppen, wenn er sichtbar „schiebt“.
    • Zwischen Deko und Montage nicht ausspannen; alles im Rahmen schichten.
    • Erfolgscheck: Rechteck- und Zickzack-Naht fassen alle Lagen gleichmäßig, ohne sichtbaren Versatz.
    • Wenn es trotzdem nicht passt: Haltekraft verbessern – Magnetrahmen reduzieren bei dicken Stacks oft das Verrutschen gegenüber klassischer Ringspannung.
  • Q: Wie kann ich Rahmenabdrücke und ständiges Neu-Einspannen reduzieren, wenn ich mit dem Janome PM-Fuß auf empfindlichen oder dicken Materialien positioniere?
    A: Wenn klassische Rahmen viel Druck benötigen oder Abdrücke hinterlassen, ist ein Magnetrahmen ein häufiges Upgrade, weil er gleichmäßig mit vertikalem Druck klemmt.
    • PM-Fuß für die Nadelkoordinate nutzen – die Stoffhaltung ist ein separates Thema.
    • Bei wiederkehrenden Abdrücken oder „Kriechen“ trotz korrekter Schritte von Ringrahmen auf Magnetrahmen wechseln.
    • Für reproduzierbare Platzierung und weniger Belastung kann eine Einspannstation sinnvoll sein.
    • Erfolgscheck: Stoff sitzt sicher ohne sichtbare Druckringe, und Korrekturen gehen schneller.
    • Wenn es trotzdem nicht passt: Lagenaufbau und Vlies-/Haltemethode prüfen – manche Stacks brauchen eine andere Stabilisierung oder ein anderes Haltekonzept.
  • Q: Welche Sicherheitsregeln gelten beim Verfahren des Rahmens mit Pfeiltasten (PM-Fuß) und beim Umgang mit Magnetrahmen?
    A: Beides sind Quetsch- und Stoßgefahren: Hände aus dem Bewegungsbereich, und die „Schnappkraft“ starker Magnete ernst nehmen.
    • Finger, weite Ärmel und Haare beim Verfahren mit Pfeiltasten aus dem Nadel-/Fußbereich fernhalten.
    • Den roten Punkt nicht mit den Fingerspitzen „verfolgen“ – erst Bewegung stoppen, dann Position prüfen.
    • Magnetrahmen mit Abstandshaltern handhaben und von Herzschrittmachern, Implantaten und empfindlicher Elektronik fernhalten.
    • Erfolgscheck: Hände bleiben während der Bewegung außerhalb der Gefahrenzone, Magnetrahmen werden ohne unkontrolliertes Zusammenschnappen gelagert.
    • Wenn es unsicher wird: Maschine stoppen (ggf. ausschalten) und erst nach vollständigem Stillstand neu positionieren.