OFM vs. DST vs. EXP in Melco DesignShop 11: Schluss mit fehlenden Trims, falschen Farben und Chaos beim Öffnen von Stickdateien

· EmbroideryHoop
Melco DesignShop 11 kann viele Stickformate öffnen – aber sie verhalten sich nicht gleich. Diese praxisnahe Anleitung erklärt die zwei großen Kategorien: Wireframe-/Objektdateien wie OFM (editierbare Formen + Farben + Notizen) versus Stich-/Expanded-Dateien wie DST/EXP (nur Nadelkoordinaten). Du lernst, wie du „fehlende Trims“ (sichtbare lange Verbindungslinien) behebst, indem du „Jump stitches for a trim“ auf 3 stellst und die Datei danach neu öffnest – und wie du eine Stichdatei einfärbst und als OFM speicherst, damit Farben und Produktionsnotizen beim Auftrag bleiben.
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Inhaltsverzeichnis

Das „Buchstabensuppen“-Problem bei Stickdateien: Der Praxis-Guide gegen Produktions-Desaster

Wenn du schon einmal eine kundenseitig gelieferte Datei geladen, auf „Start“ gedrückt und dann mit ansehen musstest, wie deine Maschine lange Sprungstiche quer über ein teures Hoodie stickt, kennst du dieses ganz spezielle Gefühl. Es ist das Geräusch, wie Marge verschwindet.

In der Praxis sehen wir diese Panik ständig. Aber die Wahrheit ist: Die Maschine ist nicht kaputt. Die Datei ist nicht „defekt“. Sie spricht nur eine Sprache, die du in deinem Workflow noch nicht sauber „übersetzt“ hast.

Dieser Guide orientiert sich an Melco DesignShop v11 – die Grundprinzipien gelten aber allgemein. Wir bleiben nicht beim reinen „Klick hier“-Tutorial, sondern gehen in Richtung Prozessdenken: Wie du eine Datei „liest“, bevor du ein Kleidungsstück ruinierst, welche Einstellungen wirklich relevant sind und wann du aufhören solltest, gegen das Werkzeug zu kämpfen.

A split view of an embroidery software interface showing a cupcake design with wireframe nodes visible, demonstrating editable file types.
Demonstrating OFM wireframe properties

Das mentale Modell: „Der Architekt“ vs. „Das GPS“

Stickformate wirken wie ein zufälliges Buchstabenchaos (OFM, EXP, DST). Für Profis lassen sie sich aber in zwei klar getrennte Kategorien einteilen. Diese Unterscheidung ist die Grundlage für sicheres Editieren.

1. Der Architekt: Wireframe-Dateien (OFM, EMB)

Eine OFM ist wie ein Bauplan mit „Gehirn“.

  • Objektbasiert: Die Software „weiß“, dass ein Kreis ein Objekt mit Füllstich, Dichte usw. ist.
  • Berechnend: Skalierst du z. B. um 20%, werden Stiche neu berechnet, damit die Dichte erhalten bleibt.
  • Datenreich: Farbinformationen, spezielle Einstellungen und vor allem Notizen können gespeichert werden.

2. Das GPS: Stich-/Expanded-Dateien (DST, EXP)

Eine DST ist wie ein GPS-Track ohne Kontext: kein „Gehirn“, nur Koordinaten.

  • Koordinatenbasiert: „Fahre Nadel nach X/Y, stich.“ Die Datei weiß nicht, dass daraus ein Kreis oder eine Fläche entsteht.
  • Statisch: Skalierst du um 20%, werden die Stiche nur weiter auseinander (Lücken) oder dichter übereinander (Fadenrisse/Nadelablenkung).
  • Farbenblind: Meist siehst du Zufalls-/Standardfarben, weil nur „Farbwechsel“ als Befehl existiert – nicht „Wechsle auf Royal Blue“.

Goldene Sicherheitsregel:

Behandle eine Stichdatei (GPS) niemals wie eine Wireframe-Datei (Architekt). Wenn du ein Motiv um mehr als 10–15% ändern musst, zwinge keine DST dazu. Das Risiko für Nadelbruch, Fadenprobleme und Ausschuss ist real – geh zurück zum Digitalisierer.


Wireframe-OFM: Der „Safety-Net“-Workflow

Im Tutorial wird ein Cupcake-Design im OFM-Format bearbeitet. Das ist deine „Arbeitsdatei“ – hier bist du am sichersten.

Woran du es sofort erkennst (Praxis-Check):

  • Visuell: Du siehst „Nodes“/Knotenpunkte (kleine Quadrate) an den Formen – das bedeutet: echte Objekt-/Wireframe-Editierbarkeit.
  • Bearbeitbar: Dichte, Stichart und sogar Unterlage sind einsehbar und (je nach Objekt) anpassbar.

Die Geheimwaffe: Eingebettete Notizen

Der Unterschied zwischen „irgendwie sticken“ und reproduzierbarer Produktion ist der Notizen-/Notes-Bereich. Wenn du eine OFM speicherst, speicherst du nicht nur Stiche – du speicherst deine Erfahrung zum Auftrag.

Entering specific production notes into the file properties box.
Adding notes to an OFM file

Schreibe das konsequent in jede Datei:

  1. Material/Artikel: (z. B. Schürze aus Canvas).
  2. Vlies-Rezept: (z. B. Tearaway auf Canvas – so wie im Beispiel notiert).
  3. Nadel-Info: (z. B. 75/11 Sharp).
  4. Verwendeter Stickrahmen: (z. B. 5.5" Round Standard).

Pro-Tipp: Wenn du eine melco Stickmaschine betreibst, sind OFM-Notizen Gold wert: Jeder Operator kann den Job schichtübergreifend reproduzieren, ohne zu raten.

Prep-Checkliste: Der „Pre-Flight“-Sicherheitscheck

  • Dateityp identifizieren: Schau in den Projektbaum: siehst du „Wireframe“-Objekte oder nur „Expanded Data“?
  • „Save As“-Regel: Sofort eine Kopie speichern (z. B. Design_V2_Edited.ofm). Niemals das Kunden-Original überschreiben.
  • Verbrauchsmaterial-Check: Sind die Nadeln in Ordnung? (Burr-Test: Nadelspitze leicht über den Fingernagel ziehen – wenn sie kratzt, raus damit).
  • Vlies-Entscheidung: Wenn das Design sehr dicht ist (>15.000 Stiche) und der Stoff dehnbar ist: kein Tearaway – Cutaway ist die sichere Wahl.

„Expanded Data“-Moment (DST/EXP)

Wenn im Video die DST-Version geöffnet wird, verschwinden die Wireframe-Objekte – stattdessen erscheint eine lange Liste Expanded Data.

  • Nicht erschrecken: Die Datei ist in der Regel völlig nähbar.
  • Einschränkung: Unterlage, Pull Compensation usw. lassen sich nicht „sauber“ objektbasiert ändern.
  • Anzeige-Trick: DST/EXP wirken oft „neon“ oder zufällig eingefärbt. Das beeinflusst den Sticklauf nicht. Die Maschine stickt die Fäden, die du tatsächlich auf die Nadeln gelegt hast.

Der „Missing Trim“-Albtraum: Warum du Verbindungslinien siehst

Das ist einer der häufigsten Gründe für Frust: Du öffnest eine Datei, und zwischen Buchstaben/Objekten liegen hässliche Zickzack-Verbindungen.

The embroidery design Sucre showing messy long connector threads between letters due to missing trims.
Demonstrating a stitch file display error

Was technisch dahintersteckt

Ältere Formate (DST/EXP) haben teils keinen eindeutigen „Faden schneiden“-Befehl in der Art, wie moderne Software ihn erwartet. Stattdessen wird oft mit einer Sequenz gearbeitet: „Jump, Jump, Jump“. Wenn DesignShop beim Öffnen nicht so eingestellt ist, dass es diese Jump-Sequenz als Trim interpretiert, zeigt es dir diese Bewegungen als Verbindungslinien.

Die Lösung (Melco DesignShop v11):

  1. Tools > Options öffnen.
  2. Tab Expanded Open and Save wählen.
  3. Jump stitches for a trim suchen.
  4. Wert auf 3 setzen.
The Options confirmation dialog where technical parameters for expanded files are set.
Changing Jump Stitch settings

Warum 3? (Praxis-Sweet-Spot) Viele Workflows ersetzen einen Trim beim Export in Stichdateien durch 3 Jump-Befehle.

  • Bei 0 (Disabled): Verbindungslinien/keine Trims.
  • Bei 1: Risiko, dass Stiche „weggefiltert“ werden (z. B. bei langen Satinkolumnen) – deshalb vorsichtig.

Entscheidend: Datei schließen und neu öffnen. Die Einstellung wirkt beim Öffnen (Übersetzung/Interpretation), nicht als nachträgliches Editieren.

Diagnose-Checkliste: Trims prüfen

  • Sichtprüfung: Kreuzen Verbindungslinien offene Stoffbereiche?
  • Aktion: „Jump stitches for a trim“ kontrollieren – steht es auf 3?
  • Verifikation: Datei neu öffnen – sind die Linien weg?
  • Maschinen-Check: Ein sauberer Trim klingt wie ein deutliches mechanisches „Klack“/„Ka-chunk“, danach fährt der Rahmen ohne Faden-Schleppen. Wenn du stattdessen hörst, dass Faden „zieht“, Stop drücken.

„Save As“: Kompatibilität und saubere Ablage

Das Dropdown in File > Save As ist dein Schlüssel für Kompatibilität.

The 'Save As' dropdown menu displaying a long list of supported embroidery file extensions.
Reviewing file format options
  • OFM: Für dich intern (Master/Arbeitsdatei).
  • DST/EXP: Nur dann, wenn du es an die Maschine/andere Systeme geben musst.
  • Raster (PNG): Für Kundenfreigaben/Proofs.

Raster vs. Vektor: Damit Proofs nicht „körnig“ wirken

Für Kundenfreigaben:

  • Raster (PNG/JPG): Pixelbasiert – beim Reinzoomen wird es unscharf. Gut für E-Mail.
  • Vektor (SVG): Mathematisch – beliebig zoombar. Sinnvoll für Cutter oder Separationen.
A raster preview of the design showing pixelated edges when zoomed in tightly.
Explaining raster art files

SVG-Warnung: Wenn beim Öffnen/Importieren einer selbst erstellten SVG Punkte „nach links oben gezogen“ werden oder sich Schleifen bilden, ist das typischerweise ein Übersetzungs-/Importproblem. Für reine visuelle Kundenfreigaben ist PNG mit transparentem Hintergrund meist die robustere Wahl.


Der „Hybrid“-Trick: Expanded-Dateien einfärben und als OFM sichern

Du willst Notizen sauber dokumentieren, hast aber nur eine DST? Der gezeigte Trick ist extrem nützlich: Du kannst eine DST in eine OFM-„Hülle“ speichern.

Manually assigning colors to the cupcake frosting in the design software.
Colorizing a stitch file
  1. DST öffnen (sie erscheint als Expanded Data).
  2. Farbblöcke im Objekt-/Projektbaum manuell auswählen und die Farben zuweisen, bis die Vorschau sinnvoll aussieht.
  3. Produktionsnotizen ergänzen (Material, Vlies, Stickrahmen usw.).
  4. Save As > OFM.

Wichtig: Die Daten bleiben „expanded“ (also nicht sicher skalierbar), aber Farben und Notizen bleiben erhalten – ideal für Wiederholaufträge.

Produktions-Tipp: Nutze die OFM-Notizen, um den verwendeten Stickrahmen für melco zu dokumentieren (z. B. „15 cm Rahmen“). Beim nächsten Auftrag sparst du dir Suchzeit und Fehlversuche.


Skalieren im echten Leben: Von Software-Zeit zu Einspann-Zeit

Dateien in 2 Minuten zu „retten“ bringt wenig, wenn du danach 10 Minuten beim Einspannen an dicken Nähten kämpfst.

Erkenne deinen Engpass:

  • Symptom: Rahmenspuren oder schiefe Platzierung, weil du bei dicken Kanten/Nahtkreuzungen Schraubrahmen kaum sauber schließen kannst.
  • Kriterium: Machst du mehr als 20 Teile pro Woche? Hast du regelmäßig Stress mit Geschwindigkeit/Handgelenk?
  • Lösung (Level-up): Hier steigen viele Profis auf einen Magnetrahmen um.
    • Tempo: Auf/zu in Sekunden – keine Schrauben.
    • Qualität: Weniger Reibung = weniger Rahmenspuren, besonders bei empfindlicher Performance-Ware.
    • Produktion: In Kombination mit einer Einspannstation für Stickmaschinen erreichst du reproduzierbare, schnelle Platzierung, die mit Standardrahmen schwerer konstant zu halten ist.

Warning: Magnetic Safety
Magnetrahmen arbeiten mit starken Neodym-Magneten.
* Quetschgefahr: Sie schließen mit hoher Kraft – Finger nur an den Kanten führen.
* Herzschrittmacher/Insulinpumpen: Mindestens 12 inches Abstand einhalten.


Entscheidungsmatrix: „In Sekunden zur richtigen Entscheidung“

Nicht raten – so gehst du vor, wenn eine Datei reinkommt.

Wenn du hast... Und du musst... Dann mach das...
OFM / EMB Skalieren / Editieren Sicher. In der Software bearbeiten, Dichte prüfen, speichern.
DST / EXP 1:1 sticken Sicher. „Jump to Trim“ = 3 prüfen. Probestick.
DST / EXP Skalieren > 20% STOP. Unsicher. Wireframe anfordern oder neu digitalisieren lassen.
DST / EXP Umfärben Hybrid. Einfärben, Notizen, als OFM speichern (Daten bleiben expanded).
DST / EXP Komische Verbindungslinien entfernen Troubleshooting. Jump-Stitch-Setting auf 3, Datei neu öffnen.

Betriebs-Checkliste: Finaler „Go/No-Go“ vor dem Start

Bevor du den grünen Knopf drückst:

  1. Datei-Realitätscheck: Habe ich geprüft, ob Wireframe oder Expanded? (Erwartungsmanagement).
  2. Trim-Logik: Sind die Verbindungslinien weg?
  3. Physisch/Digital passend: Entspricht der in der Software gewählte Stickrahmen dem tatsächlich montierten Rahmen? (verhindert Nadel-trifft-Rahmen-Desaster).
  4. Verbrauchsmaterial: Ist das richtige Vlies eingelegt?
    • Hidden Item: Hast du temporary spray adhesive oder einen wasserlöslichen Markierstift zum Positionieren?
  5. Fadenlauf: Fühlt sich der Faden beim Ziehen „wie Zahnseide“ an (leichter, gleichmäßiger Widerstand)? (Spannungsgefühl-Check).

Maschinenstickerei ist ein Spiel aus Variablen. Wenn du Dateiformate beherrschst, eliminierst du digitale Variablen. Wenn du auf Tools wie Magnetrahmen für Stickmaschine und leistungsfähige Maschinen wie SEWTECH setzt, reduzierst du physische Variablen.

Kontrolliere die Variablen – dann kontrollierst du den Gewinn. Und jetzt: Datei sichern (als OFM).

FAQ

  • Q: Wie stoppe ich in Melco DesignShop v11 die Verbindungslinien zwischen Buchstaben beim Öffnen einer DST/EXP-Datei?
    A: Setze „Jump stitches for a trim“ auf 3 und schließe die Datei vollständig, dann öffne sie erneut.
    • Gehe zu Tools > Options > Expanded Open and Save.
    • Suche „Jump stitches for a trim“ und setze den Wert auf 3 (gängiger Praxiswert).
    • Datei komplett schließen und erneut öffnen (die Einstellung greift beim Öffnen).
    • Erfolgscheck: Die Zickzack-Verbindungslinien verschwinden in der Ansicht, und der Trim klingt an der Maschine wie ein sauberes „Ka-chunk“.
    • Wenn es nicht klappt: Prüfe, ob es wirklich eine DST/EXP (Expanded Data) ist, und kontrolliere, ob der Wert nicht zurückgesetzt wurde.
  • Q: Was ist in Melco DesignShop v11 die sichere Größenänderung bei einer DST-Datei, um Lücken, Überlappungen und Nadelbruch zu vermeiden?
    A: Behandle DST/EXP als „so sticken wie geliefert“ und vermeide Größenänderungen über 10–15%; bei größeren Änderungen solltest du die originale OFM/EMB oder eine Neudigitalisierung anfordern.
    • Format zuerst identifizieren: Wireframe (OFM/EMB) kann neu berechnen; Expanded (DST/EXP) nicht.
    • Keine DST/EXP um >20% skalieren (hier passieren in der Praxis häufig Produktions-Desaster).
    • Vor Änderungen immer unter neuem Namen speichern (z. B. Design_V2_Edited), um das Kunden-Original zu schützen.
    • Erfolgscheck: Nach dem Skalieren einer Wireframe-Datei wirkt die Stichdichte am Bildschirm weiterhin gleichmäßig und die Flächen decken sauber.
    • Wenn es nicht klappt: Zum Digitalisierer zurück und die passende Größe bzw. eine echte Wireframe-Datei anfordern.
  • Q: Wie kann ein Betrieb Produktionsnotizen und korrekte Garnfarben sichern, wenn der Kunde nur eine DST-Datei liefert?
    A: „Verpacke“ die DST in eine OFM, indem du sie einfärbst, Notizen ergänzt und per Save As > OFM speicherst (die Stichdaten bleiben expanded, aber der Auftrag wird wiederholbar).
    • DST öffnen (sie erscheint als Expanded Data).
    • Garnfarben manuell zuweisen, damit die Vorschau dem gewünschten Ergebnis entspricht.
    • Produktionsnotizen ergänzen (Material, Vlies-Rezept, Nadel, Stickrahmen), damit jeder Operator reproduzieren kann.
    • Save As > OFM als internen Master-Record; DST/EXP nur für die Maschine exportieren.
    • Erfolgscheck: Beim erneuten Öffnen sind die Farben gleich und die Notizen sind noch vorhanden.
    • Wenn es nicht klappt: Das macht die Datei nicht sicher skalierbar – weiterhin als Expanded Data behandeln.
  • Q: Wie prüfe ich vor einer Produktion die Nadel, um Fadenrisse und Ausschuss zu vermeiden?
    A: Tausche jede Nadel, die sich rau anfühlt – ziehe die Spitze leicht über den Fingernagel und entsorge sie, wenn sie kratzt.
    • Vor hochwertigen Textilien den „Fingernagel-Burr-Test“ machen.
    • Wenn möglich, die im Auftrag notierte Nadeltype/-größe verwenden (als Startpunkt gilt: Maschinenhandbuch).
    • Nadel-Infos in den Dateinotizen dokumentieren, damit die nächste Schicht nicht raten muss.
    • Erfolgscheck: Die Spitze fühlt sich glatt an und der Lauf bleibt ohne plötzliches Fadenaufspleißen.
    • Wenn es nicht klappt: Stoppen, Fadenweg und Spannungsgefühl („Zahnseide“) prüfen und auf Restmaterial testen.
  • Q: Welche Vlieswahl verhindert Verzug, wenn ein Design sehr dicht (über 15.000 Stiche) auf dehnbarem Stoff gestickt wird?
    A: Verwende Cutaway statt Tearaway, wenn das Design dicht ist (>15.000 Stiche) und der Stoff dehnbar ist.
    • Risikofaktoren erkennen: hohe Stichzahl plus Stretch ist eine typische Verzugskombination.
    • Cutaway wählen und das „Vlies-Rezept“ in den Notizen dokumentieren (wichtig für Wiederholaufträge).
    • Tearaway in diesem Szenario vermeiden, weil es den Stoff oft nicht über den gesamten Stickzyklus stabil hält.
    • Erfolgscheck: Nach dem Sticken liegt der Stoff glatt, ohne Wellen, und die Kanten bleiben sauber.
    • Wenn es nicht klappt: Mehr Stabilisierung (oft hilft eine zusätzliche Lage) und Probestick vor dem Original.
  • Q: Wie stelle ich sicher, dass der in der Software gewählte Stickrahmen zum tatsächlich montierten Rahmen passt, um Kollisionen zu vermeiden?
    A: Vor dem Start immer den in der Software ausgewählten Rahmen mit dem real montierten Stickrahmen abgleichen.
    • Rahmenname/-größe in der Software prüfen, bevor du sendest oder startest.
    • Physisch am Kopf/Arm prüfen, welcher Rahmen wirklich montiert ist (nicht auf Erinnerung verlassen).
    • Sofort stoppen, wenn die Designgrenze zu nah an der Rahmenkante liegt.
    • Erfolgscheck: Die ersten Stiche laufen sicher innerhalb der Rahmenöffnung.
    • Wenn es nicht klappt: In der Software den korrekten Rahmen wählen und Platzierung vor Neustart erneut prüfen.
  • Q: Welche Sicherheitsregeln sind bei Magnetrahmen im Produktionsbetrieb wichtig, um Fingerverletzungen und Risiken für medizinische Geräte zu vermeiden?
    A: Behandle Magnetrahmen als Quetschgefahr und halte mindestens 12 inches Abstand zu Herzschrittmachern oder Insulinpumpen.
    • Magnetrahmen an den Kanten führen und kontrolliert schließen – nicht „zuschnappen“ lassen.
    • Finger aus dem Schließspalt halten; die Magnetkraft kann Fingerkuppen quetschen.
    • Arbeitsfläche freihalten, damit der obere Ring nicht unkontrolliert an Metallwerkzeuge zieht.
    • Erfolgscheck: Der Rahmen schließt ohne plötzliches Zuschlagen, und Hände bleiben bei jedem Zyklus außerhalb der Gefahrenzone.
    • Wenn es nicht klappt: Nutzung stoppen, bis das Team zur sicheren Handhabung und Abstandsregel geschult ist.