Melco OS „Settings By Color“: Der Set-Needle-Trick, der Metallgarnbrüche stoppt (und die Produktion am Laufen hält)

· EmbroideryHoop
Diese praxisnahe Melco-OS-Anleitung zeigt, wie du mit „Settings By Color“ Geschwindigkeit, Active-Feed-/Material-Feed-Grenzen und Trim Tail Length gezielt pro Farbblock/Needle programmierst – damit die Maschine bei Metallic- oder Glow-in-the-dark-Garn automatisch langsamer läuft und danach wieder auf Produktionsspeed hochfährt, ohne dass du danebenstehen musst. Du lernst außerdem den entscheidenden Speicherschritt „Set Needle“, wie du integrierte Garn-Presets anwendest und wie du ein wiederverwendbares, benutzerdefiniertes Garnprofil für Spezialgarne anlegst, um Garnbrüche, lange Fadenenden und unnötige Stillstandszeit zu reduzieren.
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Inhaltsverzeichnis

Melco OS „Settings By Color“ meistern: Praxisleitfaden für automatisierte Abläufe & weniger Metallgarn-Drama

Wenn ein Lauf sauber mit Produktionsspeed durchzieht und dann beim Metallic-Garn plötzlich knack, knack, knack kommt, kennst du den Schmerz. Das ist nicht nur ein Garnbruch – das ist ein Produktionsbruch. Und der kostet Zeit, Nerven und Marge.

Gerade auf Systemen wie der Melco EMT16X ist der schnellste Weg, nicht mehr „Maschinen-Babysitter“ zu spielen, die Parameterwechsel in der Software zu automatisieren. In diesem Werkstatt-Guide bauen wir den Workflow aus dem Training nach: Mit Melco OS „Settings By Color“ drosselst du die Geschwindigkeit für schwierige Garne (z. B. Metallic oder Glow-in-the-dark) automatisch – und lässt die Maschine danach wieder auf den globalen Produktionswert zurückspringen, ohne dass du am Bedienpanel nachregeln musst.

Ich ergänze das Ganze mit praxistauglichen Kontrollpunkten (Woran erkennst du sofort, ob es wirklich greift?), typischen Fehlerquellen aus dem Alltag und einem sauberen „von-bis“-Workflow, der in der Serienfertigung funktioniert.

Introduction screen showing the Melco OS interface with a design loaded.
Introduction

Warum „Settings By Color“ echte Produktionszeit spart (nicht nur Klicks)

Typischer Engpass in der Stickerei: Du fährst ein Logo mit 1.200 Stichen/Minute (SPM). Farbe #3 ist eine silberne Metallic-Kontur. Klassisch müsstest du beim Start von Farbe #3 danebenstehen, die Geschwindigkeit manuell runterdrehen, den Abschnitt überwachen – und bei Farbe #4 wieder hochdrehen.

Das ist ein Workflow für Einzelstücke.

Settings By Color erlaubt dir, pro Farbblock/Needle im Sequenzablauf konkrete Parameter zu hinterlegen (z. B. Max Speed, Feed-Grenzen, Trim Tail Length). Wenn die Maschine diesen Farbblock erreicht, führt sie die Werte aus – und beim nächsten Block gelten wieder die globalen Einstellungen.

Der Nutzen im Betrieb:

  • Unbeaufsichtigter Lauf: Du kannst parallel das nächste Teil einspannen, statt am Kopf zu warten.
  • Konstante Qualität: Du bist nicht davon abhängig, dass jemand „rechtzeitig“ runterregelt.
  • Weniger Notstopps: Weniger hektische Eingriffe bedeuten weniger Risiko für Versatz/Passung.
The Settings dialog box appears, focusing on the configuration tabs.
Opening settings menu

Phase 1: Der „physische Check“ vor dem Software-Setup

Bevor du in Melco OS irgendetwas einstellst: kurzer Realitätscheck. Software kann Physik nicht reparieren. Wenn der Fadenweg hakt oder die Nadel eine Macke hat, ist „langsamer“ nur ein Pflaster.

Schneller Pre-Flight-Check (praxisnah)

Diese Checks sind schnell und liefern dir sofort Hinweise:

  1. „Floss“-Test (Fadenlauf/Tension): Metallic-Garn mit angehobenem Nähfuß durch das Nadelöhr ziehen. Es sollte gleichmäßig laufen – nicht ruckeln. Ruckeln = irgendwo Reibung/Grat/Problem im Fadenweg.
  2. „Fingernagel“-Test (Nadel): Mit dem Fingernagel an Vorderseite und Flanken der eingesetzten Nadel entlangfahren. Spürst du ein Kratzen/Klicken: Nadel sofort tauschen. Metallic shreddert an kleinsten Graten.
  3. „Drum“-Test (Einspannen): Auf das eingespannte Material klopfen. Es soll straff wie eine Trommel wirken – straff, aber ohne Verzug/Überdehnung.
    • Hinweis aus der Praxis: Wenn du dicke Teile nur mit Gewalt straff bekommst und dann Rahmenspuren/Rahmenabdrücke entstehen, ist das oft ein Hardware-/Handling-Thema, nicht Software.

Kurz-Checkliste Verbrauchsmaterial (nur das, was hier wirklich relevant ist):

  • Frische Nadel: Für Metallic oft hilfreich: größere Öse (z. B. Topstitch 80/12 oder 90/14).
  • Reibungsreduktion: Silikon-Thread-Spray kann Metallic-Spulen beruhigen.
  • Stabilisierung: Passendes Stickvlies zur Materialklasse – sonst „arbeitet“ der Stoff und deine Feed-Werte werden unberechenbar.
Close up of the 'Maximum Speed' input field being adjusted in the Settings By Color tab.
Setting machine speed

Phase 2: Der Speed-Drop – der praxistaugliche Ansatz

Im Video ist der Kernschritt klar: von Standard-Produktionsgeschwindigkeit (typisch 1.100–1.200 SPM) runter auf 1.000 SPM für den Metallic-Farbblock.

So setzt du es in Melco OS:

  1. Settings By Color öffnen (über „Settings“/Toolbar oder per Rechtsklick in der Farbsequenz).
  2. Den betreffenden Farbblock/Needle auswählen.
  3. Bei Maximum Speed den Wert eintragen (Beispiel aus dem Video: 1000).

Warum das wirkt: Metallic-Garn reagiert empfindlich auf Reibung/Hitze am Nadelöhr. Weniger Geschwindigkeit reduziert die Belastung – und damit Brüche.

Für Betriebe mit einer melco Stickmaschine ist das vor allem ein Prozessgewinn: Du musst nicht mehr „dabei stehen“, sondern programmierst die kritischen Stellen direkt in den Ablauf.

Warnung: Mechanische Sicherheit
Greife niemals in Nadelbereich, Trimmer oder Fadenweg, während die Maschine gerade abbremst oder wieder hochfährt. Servoantriebe haben Kraft. Zum Einfädeln/Entwirren immer E-Stop drücken und warten, bis alles vollständig steht.

Instructor highlighting the 'Material Feed' settings and sliders.
Adjusting material feed

Phase 3: Material Feed / Active Feed & die „10-Punkte-Regel“

Melcos Active-Feed-Logik arbeitet über Material-/Dickenwerte.

Die Skala (wie im Video erklärt):

  • Material Thickness ist numerisch.
  • 10 Punkte = 1 mm Materialdicke.

Grenzen richtig setzen:

  • Auto Feed Lower Limit: Untere Grenze (wie weit Active Feed minimal „runter“ darf).
  • Enabled Upper Limit: Obere Grenze.
    • Praxiswert aus dem Video: Upper Limit meist aus oder auf 40 gesetzt. Über 40 (4 mm) ist selten – Ausnahmefälle wie 3D Puff.

Typische Symptome & schnelle Korrektur (kleine Schritte):

  • Schlaufen/„Bird’s Nests“ oben: Material Feed tendenziell zu hoch → in kleinen Schritten um 2–3 Punkte senken.
  • Garn reißt / Stoff zieht sich zusammen (Puckering): Material Feed tendenziell zu niedrig → um 2–3 Punkte erhöhen.

Wenn du mehrere melco Stickmaschinen über unterschiedliche Artikel fährst, lohnt sich ein interner Standard: Materialtyp → typischer Thickness-Wert. Das reduziert Trial-and-Error.

Mouse hovering over the 'Enabled Upper Limit' or 'Auto' checkboxes.
Configuring feed limits

Phase 4: Trim Tail Length – Schluss mit „Spinnenbeinen“

Ein wichtiger Punkt aus dem Video: Tail Length in Melco OS bezieht sich auf den Oberfaden – nicht auf den Unterfaden.

So stellst du es ein: In Settings By Color bei den Trim-Einstellungen:

  • Optionen: Short, Medium, Long.
  • Praxisempfehlung: Für Produktion meist Short oder Medium.

Warum das zählt:

  1. Weniger Nacharbeit (weniger Handtrimmen).
  2. Weniger Risiko, dass lange Fadenenden beim nächsten Stich mit eingezogen werden.

Wenn du „riesige Tails“ siehst: zuerst hier ansetzen – nicht sofort am Spulenkorb schrauben.

The 'Tail Length' dropdown menu is open, showing options for Short, Medium, Long.
Selecting trim tail length

Phase 5: Der „Commit“-Klick – häufigster Fehler in der Praxis

Das ist der Klassiker: Werte eintippen, Fenster schließen – und es passiert nichts.

Der entscheidende Schritt: Du musst nach dem Eingeben auf „Set Needle [X]“ klicken (z. B. „Set Needle 12“). Ohne diesen Klick werden die Werte nicht in die Sequenz übernommen.

So prüfst du, ob es wirklich gespeichert ist:

  • Visuell: Die Werte/Anzeige aktualisieren sich entsprechend.
  • Im Lauf: Beim Start des betreffenden Farbblocks hörst du die Maschine deutlich langsamer laufen (Tonhöhe/„Hum“ sinkt).
Cursor pointing definitively at the 'Set Needle 12' button.
Applying settings to specific needle

Phase 6: Presets vs. „Hausrezepte“ (User Defined)

Im Video wird gezeigt, wie du Presets nutzt (z. B. „Rayon“ auswählen und Apply Thread klicken). Das befüllt die Felder automatisch.

Wichtig für den Alltag: Presets sind ein Startpunkt – aber nicht automatisch optimal für deinen Artikel, dein Stickvlies und deine Datei.

User Defined Profil anlegen (wie im Video):

  1. In der Thread-Liste zu User Defined.
  2. Rechtsklick → neues Profil anlegen.
  3. Sinnvoll benennen (z. B. „CR Metallic“).
  4. Werte setzen (z. B. Speed/Feeds) und speichern.

Das ist besonders hilfreich auf der melco emt16x Stickmaschine: Einmal sauber definiert, kann jeder Operator das Profil laden – weniger Abweichung, weniger Stillstand.

Selecting 'Rayon' from the pre-defined thread list on the left.
Using thread presets

Phase 7: Column Feed & Fill/Run Feed – was du daraus mitnehmen solltest

Im Video werden zwei fortgeschrittene Werte angesprochen:

  • Column Feed: Relevant v. a. in Standard Mode; beeinflusst, wie viel Unterfaden auf der Rückseite sichtbar wird. Video-Orientierung: 40 als Standard.
  • Fill/Run Feed: Beeinflusst die Oberfadenmenge bei Füllstichen/Laufstichen. Video-Orientierung: 100 als Standard.

Praxisregel dazu (passend zur Videoaussage): Wenn du keinen konkreten Grund hast, lass diese Werte auf Standard und arbeite zuerst mit Speed/Material Feed/Tail Length.

A secondary popup window titled 'User Defined Thread Properties' is open.
Creating new thread profile
Typing 'CR Metallic' into the Thread Name field of the new profile.
Naming custom profile
Adjusting the 'Column Feed' numerical input within the user defined window.
Setting column feed parameters
Adjusting the 'Fill/Run Feed' settings.
Setting fill feed parameters
Checking the 'Enable Thread Break Detection' boxes at the bottom of the window.
Enabling sensors
The new 'CR Metallic' profile is visually visible in the list of thread types.
Verifying new profile

Der „Hardware-Upgrade“-Pfad: Wenn Software nicht der Engpass ist

Wir haben die Software sauber aufgesetzt. Wenn es trotzdem hakt, liegt der Engpass oft nicht an der Datei, sondern am Halten/Handling.

Typisches Szenario: 50 Teile Left-Chest, du willst zügig durch, aber das Einspannen kostet Zeit – und du bekommst Rahmenspuren/Rahmenabdrücke, die du nachträglich ausdämpfen musst.

Interventions-Hierarchie (praxisorientiert):

  1. Level 1: Stabilität (Verbrauchsmaterial). Passendes Stickvlies zur Ware – sonst ist jede Feed-Einstellung ein Glücksspiel.
  2. Level 2: Handling/Speed. Magnetrahmen können Einspannzeit reduzieren und gleichmäßiger halten.
    • Einordnung: Begriffe wie magnetic embroidery hoop stehen in vielen Betrieben für schnelleres, reproduzierbares Einspannen – gerade bei Serien.
  3. Level 3: Prozessstation. In Kombination mit einer Einspannstation für Maschinenstickerei wird die Platzierung reproduzierbarer, weil du die Position standardisierst.

Warnung: Magnet-Sicherheit
Magnetrahmen haben hohe Klemmkraft.
* Quetschgefahr: Finger aus der Schließzone.
* Medizinische Geräte: Personen mit Herzschrittmacher/Insulinpumpe sollten Abstand halten.

Entscheidungshilfe: Material vs. Stickvlies (kurz & praxisnah)

Deine Feed-Werte funktionieren nur, wenn das Material stabilisiert ist.

START:

  1. Dehnbar? (T-Shirt, Polo, Performance Wear)
    • JA: Cutaway-Stickvlies.
    • NEIN: weiter.
  2. Instabil/lockere Struktur? (Piqué, Strick)
    • JA: Cutaway + wasserlösliche Folie (Topping), damit Stiche nicht einsinken.
  3. Stabil? (Denim, Canvas, Twill)
    • JA: Tearaway-Stickvlies.
  4. Metallic im Job?
    • Immer: eher stabiler aufbauen, um Vibration zu reduzieren; ggf. größere Nadel (z. B. Topstitch 90/14).

Troubleshooting: Symptom → Ursache → Fix

Wenn „Settings By Color“ nicht wie erwartet greift, prüfe zuerst diese Punkte:

Symptom Wahrscheinliche Ursache Fix 1 (Workflow/Physik) Fix 2 (Software)
Metallic reißt ständig Zu hohe Geschwindigkeit/zu viel Reibung Nadel neu; ggf. Silikon-Spray Max Speed im Farbblock auf 1000 SPM setzen
Sehr lange Fadenenden („Spinnenbeine“) nach Trim Tail Length zu lang / nicht übernommen Fadenweg auf Haken prüfen Tail Length auf Short/Medium + Set Needle klicken
Maschine wird nicht langsamer „Set Needle“ nicht geklickt Werte erneut setzen und Set Needle [X] drücken

Hinweis aus dem Video: Die Presets sind für XT/XTS/EMT16-Modelle gedacht; beim EMT16X kann z. B. Material Feed nicht in jedem Punkt gleich „mitpassen“ – daher immer kurz am ersten Teil verifizieren.

Praxis-Checklisten (zum Ausdrucken)

1) Mechanik-Check

  • Nadel ok (keine Macke/Grat)?
  • Fadenlauf gleichmäßig (Floss-Test)?
  • Einspannen straff (Drum-Test) ohne Verzug?

2) Software-Check in Settings By Color

  • Richtigen Farbblock/Needle ausgewählt?
  • Maximum Speed gesetzt (z. B. 1000 für Metallic)?
  • Material Feed nach 10-Punkte-Regel plausibel?
  • Tail Length Short/Medium?
  • Kritisch: Set Needle [X] geklickt?

3) Lauf-Check (erste Sekunden)

  • Hört man die Drehzahländerung beim Farbwechsel?
  • Sind Trims sauber und Tails kürzer?
Back to the main menu showing alternate way to access settings via Tools menu.
Showing alternative access route

Wenn du Settings By Color konsequent nutzt, steuerst du nicht mehr „nach Gefühl“ am Bedienpanel, sondern führst den Prozess über definierte Parameter. In Kombination mit sauberem Einspannen und stabiler Warenführung wird Metallic von der Problemzone zur kalkulierbaren Premium-Option.

FAQ

  • Q: Welche physischen Pre-Flight-Checks sollte man machen, bevor man Melco OS „Settings By Color“ für Metallic-Garn auf einer Melco EMT16X nutzt?
    A: Mach zuerst einen kurzen physischen Check – Software kann keinen hakeligen Fadenweg, eine beschädigte Nadel oder ein zu lockeres Einspannen ausgleichen.
    • Metallic-Garn bei angehobenem Nähfuß durchs Nadelöhr ziehen („Floss-Test“): gleichmäßig, nicht ruckelig.
    • Mit dem Fingernagel an der Nadel entlangfahren („Fingernagel-Test“): bei Kratzen/Klicken Nadel sofort tauschen.
    • Auf das eingespannte Teil klopfen („Drum-Test“): straff wie eine Trommel, ohne Verzug.
    • Erfolgskontrolle: Das Garn läuft per Hand sauber, und die Einspannfläche wirkt fest/plan ohne sichtbares Spiel.
    • Wenn es weiter Probleme gibt: mit frischer Nadel mit größerer Öse (Topstitch 80/12 oder 90/14) starten und ggf. Silikon-Thread-Spray zur Reibungsreduktion nutzen.
  • Q: Welche Startgeschwindigkeit ist in Melco OS „Settings By Color“ sinnvoll, um Metallic-Garnbrüche auf einer Melco EMT16X zu reduzieren?
    A: Im Video wird gezeigt, dass das Absenken auf 1000 SPM für den Metallic-Farbblock ein wirksamer Startpunkt ist, statt mit voller Produktionsgeschwindigkeit zu laufen.
    • Settings By Color öffnen und den Metallic-Farbblock/Needle auswählen.
    • Maximum Speed (z. B. 1000) eintragen.
    • „Set Needle [X]“ klicken, um die Änderung zu übernehmen.
    • Erfolgskontrolle: Beim Start des Metallic-Blocks sinkt die Tonhöhe/der „Hum“ hörbar und der Lauf wird sichtbar langsamer.
    • Wenn es weiter reißt: Nadel tauschen (bei Metallic oft 90/14) und die Geschwindigkeit weiter reduzieren.
  • Q: Warum hat Melco OS „Settings By Color“ nach dem Eingeben neuer Werte weder Speed noch Trim geändert?
    A: Häufigster Grund: Die Werte wurden nicht „committed“ – in Melco OS musst du nach dem Eingeben „Set Needle [X]“ klicken.
    • Settings By Color erneut öffnen und Speed/Feed/Trim erneut eintragen.
    • Den Button „Set Needle [X]“ (für die aktive Needle) klicken.
    • Vor dem Schließen prüfen, ob die Anzeige/Tabelle die neuen Werte übernimmt.
    • Erfolgskontrolle: Tabelle zeigt die neuen Werte und die Maschine verhält sich im entsprechenden Farbblock anders.
    • Wenn es weiter nicht greift: prüfen, ob wirklich der richtige Farbblock/Needle ausgewählt war.
  • Q: Wie stellt man Melco OS Material Feed ein, um Schlaufen („Bird’s Nests“) oder Garnrisse beim Active Feed auf einer Melco EMT16X zu vermeiden?
    A: Arbeite in kleinen Schritten und nutze die 10-Punkte-Regel (10 Punkte ≈ 1 mm): bei Schlaufen Feed senken, bei Rissen/Puckering Feed erhöhen.
    • Materialdicke grob nach 10 Punkte = 1 mm einschätzen.
    • Wenn oben Schlaufen entstehen: Material Feed um 2–3 Punkte senken (bei starkem Problem auch 3–5).
    • Wenn Metallic reißt oder der Stoff zusammenzieht: Material Feed um 2–3 Punkte erhöhen.
    • Erfolgskontrolle: Keine Schlaufen oben, keine harten Zugspitzen, Stickbild liegt flach ohne Puckering.
    • Wenn es weiter instabil ist: Spannungsscheiben reinigen (Flusen) und Einspannen erneut prüfen („Drum-Test“).
  • Q: Wie reduziert Melco OS „Settings By Color“ lange Trim-Tails („Spinnenbeine“) nach Farbwechseln auf einer Melco EMT16X?
    A: Stelle die Trim Tail Length in Settings By Color auf Short oder Medium – sie steuert die Oberfadenlänge nach dem Trim.
    • In Settings By Color die Trim-Einstellungen für den betroffenen Farbblock/Needle suchen.
    • Short oder Medium wählen (für viele Jobs ist Short ein guter Start).
    • „Set Needle [X]“ klicken.
    • Erfolgskontrolle: Nach Farbwechseln sind die Oberfadenenden deutlich kürzer und werden nicht in den nächsten Stichbereich gezogen.
    • Wenn es weiter lange Tails gibt: Fadenweg auf Haken prüfen und sicherstellen, dass der richtige Farbblock/Needle geändert wurde.
  • Q: Was ist ein sinnvoller Standard zur Beurteilung der Unterfadensichtbarkeit bei Satinspalten, wenn man Column Feed in Melco OS (EMT16X) anfasst?
    A: Nutze die Sichtprüfung auf der Rückseite: Der Unterfaden sollte ungefähr im mittleren Drittel der Satinspalte liegen.
    • Column Feed als Basis bei 40 lassen, bis ein konkretes Problem sichtbar ist.
    • Rückseite einer Satinspalte prüfen und die Unterfadenfläche beurteilen.
    • Wenn zu wenig Unterfaden sichtbar ist: Column Feed vorsichtig erhöhen und testen.
    • Erfolgskontrolle: Unterfaden liegt stabil im mittleren 1/3 über die Spaltenbreite.
    • Wenn es nicht stabil wird: nicht wahllos Fill/Run Feed verändern – zuerst Stabilisierung und Einspannen prüfen.
  • Q: Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten beim Einfädeln oder beim Entfernen eines Fadennests nahe Nadel/Trimmer, wenn die Maschine per „Settings By Color“ die Geschwindigkeit wechselt?
    A: Behandle die Maschine während Ramp-Up/Ramp-Down als „live“: vollständig stoppen und E-Stop nutzen, bevor Hände in den Nadel-/Trimmer-/Fadenbereich gehen.
    • E-Stop drücken, bevor du in Nadelbereich, Trimmer oder Fadenweg greifst.
    • Warten, bis jede Bewegung vollständig steht.
    • Nach einem Jam eine eventuell getroffene/verbogene Nadel ersetzen.
    • Erfolgskontrolle: Maschine steht komplett, Nadelstange ist still, erst dann entwirren/einfädeln.
    • Wenn es erneut klemmt: nicht weiterproduzieren, sondern Nadel und Fadenweg auf Schäden prüfen.