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Wenn du unter Druck nähst und stickst – Cosplay-Deadlines, kurzfristige Änderungen beim Fitting oder Stoffe, die einfach nicht „mitspielen“ – dann spricht Yaya Han in diesem Überblick zur Bernette b79 Yaya Han Edition genau dich an. Hier geht es nicht nur um eine schicke Frontplatte, sondern um einen Workflow-Ansatz: Nähen und Sticken so zu kombinieren, dass du auch dann sauber vorankommst, wenn Material und Zeitplan schwierig werden.

Im Video stellt Yaya die Bernette b79 Yaya Han Edition als Gesamtpaket vor: Näh-/Stick-Kombimaschine mit 5-Zoll-Touchscreen, integriertem Creative Consultant, Dual Feed für rutschige Stoffe, drei Stickrahmen (bis 260 × 160 mm), 276 integrierten Stickdesigns (davon 64 ausgewählt und 4 exklusiv) sowie Bernina Embroidery Software Creator 9 zum Anpassen und Digitalisieren.
Als „Chief Embroidery Education Officer“ ist mein Job, dich über Marketing-Specs hinauszubringen. Wir machen daraus eine belastbare Arbeitsroutine: klare Checks, sichere Start-Einstellungen und die Einspann-Physik, damit dein erster Stich nicht dein erster Frustmoment wird.

Das „Deadline-sichere“ Mindset: Warum das Bundle Einsteiger wirklich beruhigt
Yaya sagt es direkt: Nähen kann nervenaufreibend und komplex sein – besonders unter Zeitdruck. In der Praxis ist das vor allem kognitive Last: Wenn du müde bist, passieren Fehler.
Was in der ersten Woche mit einer Kombimaschine wie dieser wirklich zählt:
- Variablen reduzieren: Der Creative Consultant ist eine Leitplanke – er setzt Basiseinstellungen, damit du nicht bei Null raten musst.
- Rahmen-Geometrie: Die Rahmengröße muss zum Motiv passen. Ein riesiger Rahmen für ein kleines Logo fördert „Flagging“ (Stoff federt/bounct) – und das kostet Passgenauigkeit.
- Stoffkontrolle: Dual Feed ist bei „Problemstoffen“ wie Samt oder Chiffon ein echter Gamechanger, weil Ober- und Unterlage gleichmäßiger transportiert werden.
Wenn du gerade am Vergleichen bist: Eine gute bernette Stickmaschine erkennt man nicht an möglichst vielen Knöpfen, sondern an Schutzmechanismen gegen typische Bedienfehler.

Auspacken wie im Studio: Das Nähfuß-Bundle (18 Füße) – und wofür es in der Praxis da ist
Yaya öffnet eine transparente Box und zeigt die zusätzlich ausgewählten Nähfüße „mit Fokus auf Bekleidungsnähen“. Das Bundle bringt 8 weitere Füße dazu – insgesamt 18 Nähfüße.

Für Einsteiger sieht das nach „viel Wert“ aus. Für Profis ist es schnell ein Organisationsproblem. So gehst du taktisch vor:
- Der „Klick“-Check: Box öffnen und prüfen, ob jeder Fuß sauber in seiner Form sitzt. Wenn Teile klappern, gehen sie im Alltag verloren.
- Die 3-Fuß-Realität: Lege dir die drei Füße bereit, die du am häufigsten brauchst: Standardfuß/Zickzackfuß, Stickfuß (Hüpffuß) und Reißverschlussfuß.
- Was du wirklich sofort brauchst: Fürs Sticken sind Snips (gebogene Stickschere) und Pinzette praktisch Pflicht, um Sprungstiche sauber zu entfernen.
Warnung: Mechanische Sicherheit. Nähfüße und Nadeln sind klein, scharf und schnell falsch gehandhabt. Maschine ausschalten oder „Safety Mode“ aktivieren, bevor du Füße wechselst. Ein unbeabsichtigter Start ist kein Bastelproblem, sondern ein Unfallrisiko.
Das „Cockpit“-Setup, das viele überspringen
Bevor du überhaupt einfädelst oder einspannst, richte dir deinen Arbeitsplatz ein:
- Links: Stickvlies und Stoffe.
- Rechts: Snips, Pinzette, Unterfadenspulen.
- Licht: Wenn du das Nadelöhr nicht klar siehst, arbeitest du im Blindflug.
Prep-Checkliste (vor Einfädeln oder Einspannen):
- Prüfen, ob das Stickmodul fürs Nähen abgenommen ist – oder fürs Sticken sauber eingerastet ist.
- Nähfuß-Box öffnen; sicherstellen, dass der Stickfuß (oft mit „J“ o.ä. gekennzeichnet) vorhanden ist.
- Nadel-Check: Frische Nadel bereitlegen (75/11 für Baumwolle, 90/14 für Denim als Startpunkt).
- 12-inch „Swap Zone“ um die Maschine freihalten, damit Füße/Tools nicht vom Tisch rollen.
Zuerst den richtigen Stickrahmen wählen: 260×160 mm klingt genial – bis der Stoff sich verzieht
Yaya hält den größten mitgelieferten Stickrahmen hoch und nennt die maximale Stickfläche: 260 × 160 mm (über 10 × 6 inches). Das ist stark für größere Motive – z. B. Taschenfronten oder größere Applikationsflächen.

Die Profi-Wahrheit: Große Rahmen verstärken die Physik. Je größer die Fläche, desto eher wirkt der Stoff wie eine Trommelhaut. Ist er in der Mitte nicht stabil, drückt die Nadel den Stoff nach unten statt sauber zu durchstechen – das begünstigt Fehlstiche.
Was das Video zeigt
- Der große Rahmen wird an einem stabilen Projekt (Tote Bag) demonstriert.
- Die Logik dahinter: Canvas/ähnlich stabile Materialien verzeihen die Rahmenfläche eher.

Worauf erfahrene Sticker:innen achten (Sensorik als Anker)
Einspannen ist kontrollierte Spannung: Der Stoff soll im Rahmen neutral liegen – nicht verzogen.
- Tast-Test: Auf den eingespannten Stoff tippen. Ziel ist ein dumpfes „Tock“ – kein hohes „Ping“ (zu straff → Rahmenspuren/Materialstress) und kein Rascheln (zu locker → Wellen).
- Sicht-Test: Fadenlauf/Gewebe prüfen. Wenn sich Linien biegen („Smile“/Kurve), ist der Stoff verzogen → neu einspannen.
Wenn du saubere Einspannen für Stickmaschine-Basics auf Baumwolle beherrschst, bist du bereit für die anspruchsvollen Materialien.
Entscheidungslogik: Stoff → Stickvlies/Backing
So vermeidest du entweder „brettharte“ Ergebnisse oder instabile, wellige Stickerei.
- Ist der Stoff dehnbar (T-Shirts/Jersey)?
- Ja → Cutaway-Stickvlies (muss dauerhaft stützen).
- Nein → weiter zu 2.
- Ist es ein stabiler Webstoff (Baumwolle/Canvas/Denim)?
- Ja → Tearaway-Stickvlies (sauberer Abriss, weniger Aufbau).
- Nein → weiter zu 3.
- Hat der Stoff Flor/Schlingen (Samt/Frottee/Fleece)?
- Ja → Tearaway unten + wasserlöslicher Topper oben (damit Stiche nicht „versinken“).
- Praxis-Hinweis: Genau hier spielen Magnetrahmen für Stickmaschine ihre Stärke aus, weil sie Rahmenspuren auf Florstoffen reduzieren.
Erstes Motiv am Touchscreen starten: Woran du „gut“ erkennst, während es stickt
In der Stickdemo wählt Yaya am Touchscreen ein rotes Blumenmotiv. Die Maschine stickt ein Satinstich-Muster zügig, während das Stickmodul den Rahmen in X/Y bewegt.


So machst du den ersten Lauf sicher – und lernst dabei maximal viel:
- Geschwindigkeit bewusst begrenzen: Die b79 kann schnell laufen. Für den Einstieg: Regler auf mittlere Geschwindigkeit stellen, damit du Fadenlauf und Verhalten beobachten kannst.
- „Fadennest“-Startcheck: Vor den ersten Stichen den Oberfaden-Anfang festhalten. Nach 3–4 Stichen kurz stoppen und abschneiden – sonst wird das Ende nach unten gezogen und es gibt ein Knäuel.
- Hör-Test: Eine „gesunde“ Maschine klingt gleichmäßig rhythmisch. Ein hartes, unregelmäßiges Klackern kann auf eine stumpfe Nadel oder Kontakt/Problem im Bereich Rahmen/Material hindeuten.
Setup-Checkliste (direkt bevor du Start drückst):
- Rahmen-Freiraum: Ist hinter der Maschine genug Platz, damit der Rahmenarm nirgends anstößt?
- Motiv-Check: Ist das Motiv am Display korrekt positioniert/zentriert?
- Unterfaden-Check: Unterfaden vorhanden und ausreichend gefüllt?
- Speed-Check: Regler auf moderat (Lernmodus).
Creator 9 am ersten Tag: Aus einem Bild digitalisieren, ohne dir Fadenrisse „einzubauen“
Yaya zeigt Bernina Embroidery Software Creator 9 und demonstriert, wie eine rote Schmetterlings-Lineart per Auto-Digitize in Stichdaten umgewandelt wird.


Hier werden Einsteiger oft euphorisch – und hier entstehen viele „Meine Maschine taugt nichts“-Mythen. Auto-Digitalisieren ist grob und kann ungünstige Stichdichten erzeugen.
Praxis-Erwartungen beim Digitalisieren:
- Die 1-cm-Regel: Text unter ca. 0,8–1 cm wird schnell matschig, wenn man nicht sehr gezielt digitalisiert.
- Unterlage (Underlay) ist entscheidend: Achte darauf, dass Underlay-Stiche gesetzt werden – ohne Unterlage sinken Satinstiche leichter ein.
Wenn du später Magnetrahmen-Optionen prüfst, ist das oft der Moment, in dem du die „physische Variable“ (Einspannen) stabil halten willst, um digitale Dateien sauber zu testen.
Creative Consultant am b79-Touchscreen: Als Basis nutzen – und verstehen, was er verändert hat
Yaya öffnet den Creative Consultant und wählt eine Stoffkategorie. Am Screen sieht man:
- Oberfadenspannung: 4.0
- Nähfußdruck: 50
- Stoffauswahl: Woven Medium


So interpretierst du den Consultant: Sieh ihn als „Werkseinstellung“ – in vielen Fällen passt das als Startpunkt.
- Schlaufen oben auf dem Stoff: Oberfadenspannung zu locker → leicht erhöhen (z. B. von 4.0 auf 4.5).
- Weißer Unterfaden oben sichtbar: Oberfadenspannung zu straff → leicht reduzieren (z. B. von 4.0 auf 3.5).
- Qualitätsanker: Bei gutem Satinstich sieht man auf der Rückseite mittig ungefähr „1/3“ Unterfadenanteil.
Dual Feed bei Samt und Chiffon: Der kleine Hebel, der große Fehler verhindert
Yaya hebt Dual Feed als Obertransport hervor, der den Stoff sicher führt – im Effekt wie ein integrierter Walking-Foot-Ansatz.

Warum das wirkt (Transport-Physik): Standardtransport zieht primär von unten. Bei Samt oder rutschigem Chiffon kann die obere Lage „nachhinken“ – es entstehen Wellen und Verzug. Dual Feed greift oben mit und führt beide Lagen synchroner.
Wann Dual Feed besonders sinnvoll ist:
- Rutschige Stoffe: Chiffon, Satin, Futterstoffe.
- Flor/„griffige“ Oberflächen: Samt (gleichmäßiger Transport).
- Passgenauigkeit beim Nähen: Streifen/Karos, wenn die Ausrichtung sichtbar stimmen muss.
Einspann-Gewohnheiten gegen Rahmenspuren, Verrutschen und Ausschuss
Im Video sieht man einen Standardrahmen an einer Tote Bag – dafür ist das absolut okay. Bei Samtjacken oder empfindlichen Performance-Stoffen kann ein Standardrahmen jedoch wie ein Schraubstock wirken und Fasern dauerhaft quetschen (Rahmenspuren).
Wenn du gegen Klemmabdrücke kämpfst, dicke Stellen schwer in den Rahmen bekommst oder beim Einspannen schnell Handgelenk-Müdigkeit spürst, ist das oft der Punkt für ein sinnvolles Tool-Upgrade.
Upgrade-Pfad: Magnetrahmen Ein Magnetrahmen für bernette b79 löst sehr konkrete physische Probleme:
- Weniger Abdrücke: Gleichmäßiger Halt ohne harte Ringklemmung.
- Tempo: Auflegen, ausrichten, Magnet aufsetzen – fertig.
- Materialdicke: Magnetkraft passt sich eher an dickere Lagen an, wo Innenringe sonst „hochkommen“.
Warnung: Magnet-Sicherheitsrisiko. Starke Magnetrahmen sind wie ein Werkzeug mit Quetschgefahr.
* Quetschgefahr: Finger aus der Kontaktzone halten.
* Medizinische Sicherheit: Abstand zu Herzschrittmachern und empfindlicher Elektronik.
Für produktionsorientierte Workflows sind Magnetrahmen-Setups oft kein Luxus, sondern ein Effizienzstandard.
Der „Was du fühlst und hörst“-Test: Probleme erkennen, bevor Stoff ruiniert ist
Auch ein Überblicksvideo erinnert daran, wie wichtig Sensorik ist.
Während des Stickens (Kurz-Health-Check):
- GUT: Gleichmäßiges, rhythmisches Laufgeräusch; der Faden läuft sauber von der Spule.
- SCHLECHT: „Ruckeln/Schwerlauf“ oder unregelmäßige Geräusche – oft Fadenführung/Nadel/Einspannen.
- KRITISCH: Lautes Knacken → sofort stoppen, Nadel und Rahmenbereich prüfen.
Beim Nähen:
- Wenn der Stoff seitlich wegdriftet, kann der Nähfußdruck/Transport nicht passen – oder Dual Feed ist nicht aktiv, obwohl der Stoff es braucht.
- Wenn du beim Herausziehen nach dem Fadenschneiden Widerstand spürst: erst Handrad zu dir drehen, bis der Fadenhebel oben steht.
Typische Stolpersteine in Woche 1 (strukturiertes Troubleshooting)
Einsteiger geraten bei Fehlern schnell in Panik. Profis arbeiten nach Schema. Hier sind vier häufige Themen bei Kombimaschinen.
| Symptom | Wahrscheinlichste Ursache (low cost) | Lösung |
|---|---|---|
| Faden franst/reißt | Nadel alt oder falscher Typ | Nadel wechseln (z. B. Embroidery 75/11 oder 90/14 je nach Material). |
| Fadennest (unten) | Oberfaden falsch eingefädelt | Oberfaden neu einfädeln; Nähfuß beim Einfädeln unbedingt OBEN. |
| Schlaufen oben | Oberfadenspannung zu locker | Oberfadenspannung in kleinen Schritten erhöhen oder Einfädelweg prüfen. |
| Passung/Ausrichtung daneben | Einspannen zu locker | Neu einspannen (kontrollierte Spannung) und passendes Stickvlies wählen. |
Wenn du einen wiederholbaren Ablauf willst, bringen stabile Einspanngewohnheiten plus Einspannstation für Maschinenstickerei-Denken (konstante Platzierungshilfen) aus „Hobbyzeit“ eine planbare Routine.
Upgrade-Gespräch: Wann eine Kombimaschine reicht – und wann Produktions-Tools sich rechnen
Yaya positioniert die b79 Yaya Han Edition als Komplettpaket für Cosplay und kreative Projekte. Für Einzelstücke ist das stimmig.
Wenn du aber Aufträge annimmst (z. B. Teamwear oder 50 Patches), stößt du auf den „Single-Needle-Flaschenhals“:
- Farbwechsel: Bei einer Ein-Nadel-Maschine wechselst du pro Farbe manuell. Ein 6-Farben-Design auf 10 Shirts bedeutet 60 Stopps.
- Einspann-Belastung: Standardrahmen mit Schraube/Spannmechanik ermüden Handgelenke über Zeit.
Kriterien für Upgrades:
- Tool: Wenn Standardrahmen auf Florstoffen Abdrücke machen → Magnetrahmen.
- Station: Wenn Logos schief sitzen → Magnetische Einspannstation.
- Maschine: Wenn du täglich viel stickst oder Stückzahlen steigen → Mehrnadelstickmaschine.
Wenn du ein Stationssystem wie eine Magnetische Einspannstation erwägst, behandle es als Investition in Ergonomie und konstante Platzierung.
Checkliste nach dem Sticken:
- Qualität prüfen: Rückseite ansehen – ist die Spannung ausgewogen (ca. 1/3 Unterfadenanteil bei Satinstich)?
- Sprungstiche schneiden: Mit Pinzette und Snips sauber entfernen.
- Stickvlies entfernen: Vorsichtig abreißen/entfernen, dabei die Stickerei stützen.
- Dokumentation: Wenn es funktioniert hat: notieren (Garn, Stickvlies, Stoff, Spannung).

Wenn du die b79 Yaya Han Edition mit ruhiger Basis fährst – diszipliniert einspannen, moderat starten und auf Geräusch/Verhalten achten – bekommst du genau das, was das Bundle im Kern verkauft: Sicherheit und Kontrolle unter Zeitdruck.

FAQ
- Q: Welche Vorbereitungstools und Verbrauchsmaterialien sollten vor dem Einfädeln und Einspannen an der Bernette b79 Yaya Han Edition bereitliegen?
A: Richte dir zuerst ein kleines „Cockpit“ ein, damit der erste Stich nicht in einem Fadensalat oder einem Sicherheitsfehler endet.- Bereitlegen: gebogene Stickschere (Snips) und Pinzette für Sprungstiche sowie Unterfadenspulen und Stickvlies/Stoff auf den passenden Seiten der Maschine.
- Prüfen: Stickmodul ist fürs Nähen abgenommen oder fürs Sticken sicher eingerastet.
- Einsetzen: eine frische Nadel (75/11 für Baumwolle, 90/14 für Denim als sicherer Startpunkt).
- Erfolgskontrolle: Nadelöhr ist unter deiner Beleuchtung klar sichtbar und es gibt eine freie 12-inch-Wechselzone, damit Füße/Tools nicht vom Tisch rollen.
- Wenn es trotzdem hakt: stoppen und prüfen, ob der Stickfuß (oft mit „J“ o.ä. markiert) vorhanden und korrekt montiert ist, bevor du stickst.
- Q: Woran erkennt man, ob der Stoff für Maschinenstickerei im 260 × 160 mm Rahmen der Bernette b79 Yaya Han Edition korrekt eingespannt ist?
A: Spanne auf eine neutrale, kontrollierte Spannung – große Rahmen verstärken Verzug, daher weder „zu straff“ noch „zu locker“.- Tippen: Stoff wie eine Trommel testen; Ziel ist ein dumpfes „Tock“ (nicht hohes „Ping“ und nicht Rascheln).
- Schauen: Fadenlauf prüfen; wenn sich Linien biegen oder „lächeln“, neu einspannen, weil der Stoff verzogen ist.
- Anpassen: den kleinsten Rahmen verwenden, der das Motiv noch sauber abdeckt, um Flagging zu reduzieren.
- Erfolgskontrolle: Stoff liegt glatt ohne Wellen, und der Fadenlauf bleibt gerade über den Rahmen.
- Wenn es trotzdem nicht passt: Stickvlies nach Stoffart wählen (Stretch → Cutaway; stabiler Webstoff → Tearaway; Florstoffe → Tearaway + wasserlöslicher Topper).
- Q: Welche Stickgeschwindigkeit ist für Einsteiger an der Bernette b79 Yaya Han Edition sinnvoll, um Fadenrisse und Fehler zu reduzieren?
A: Starte konservativ mit mittlerer Geschwindigkeit, auch wenn die Maschine schneller könnte.- Einstellen: Geschwindigkeitsregler vor dem Start auf „mittel“.
- Halten: Oberfaden-Anfang für die ersten 3–4 Stiche festhalten, dann kurz stoppen und abschneiden, um Fadennester zu vermeiden.
- Hören: auf unregelmäßige, harte Geräusche achten und bei Auffälligkeiten sofort stoppen.
- Erfolgskontrolle: gleichmäßiger Lauf und saubere Stichbildung ohne Ausfransen oder Schlaufen.
- Wenn es trotzdem Probleme gibt: Nadel wechseln und Oberfaden neu einfädeln – mit angehobenem Nähfuß.
- Q: Wie verhindert man ein Fadennest (Fadenknäuel unter dem Stoff) bei den ersten Stichen an der Bernette b79 Yaya Han Edition?
A: Korrekt neu einfädeln und den Fadenanfang beim Start kontrollieren – die meisten Fadennester kommen von falschem Oberfadenweg oder losem Fadenende.- Neu einfädeln: Oberfaden komplett neu einfädeln, dabei muss der Nähfuß OBEN sein, damit die Spannungsscheiben greifen.
- Halten: Fadenanfang 3–4 Stiche festhalten, dann stoppen und abschneiden.
- Prüfen: Unterfaden ist korrekt eingelegt und die Spule hat genügend Faden.
- Erfolgskontrolle: Unterseite zeigt nach den ersten Stichen normale Nahtbildung statt eines Knäuels.
- Wenn es trotzdem passiert: Geschwindigkeit moderat halten und prüfen, ob hinter der Maschine etwas den Rahmenweg blockiert.
- Q: Wie interpretiert man die Oberfadenspannung im Creative Consultant der Bernette b79 Yaya Han Edition, wenn oben Schlaufen entstehen oder Unterfaden oben sichtbar wird?
A: Nutze die Creative-Consultant-Einstellung als Basis und korrigiere dann in kleinen Schritten nach Sichtbild.- Wenn oben Schlaufen sind: Oberfadenspannung leicht erhöhen (z. B. von 4.0 auf 4.5).
- Wenn weißer Unterfaden oben sichtbar ist: Oberfadenspannung leicht senken (z. B. von 4.0 auf 3.5).
- Prüfen: zuerst den Einfädelweg kontrollieren, bevor du „Spannung jagst“.
- Erfolgskontrolle: Satinstich ist ausgewogen; auf der Rückseite liegt mittig etwa „1/3“ Unterfadenanteil.
- Wenn es trotzdem nicht sauber wird: langsamer arbeiten und Nadel wechseln – eine stumpfe Nadel kann Spannungsprobleme imitieren.
- Q: Welche mechanischen Sicherheitsmaßnahmen sollte man beim Wechseln von Nähfüßen oder beim Arbeiten nahe der Nadel an der Bernette b79 Yaya Han Edition einhalten?
A: Maschine ausschalten oder Safety Mode nutzen, bevor du im Nadelbereich arbeitest – kleine Ausrutscher können ernsthafte Verletzungen verursachen.- Stoppen: Maschine ausschalten (oder Safety Mode aktivieren), bevor Finger unter/nahe die Nadel kommen.
- Wechseln: Fuß sicher montieren und prüfen, dass er korrekt einrastet.
- Freihalten: Hände beim Test der ersten Stiche aus dem Nadelweg nehmen.
- Erfolgskontrolle: Die Maschine kann nicht loslaufen, während du Fuß oder Material positionierst.
- Wenn Unsicherheit bleibt: Sicherheitsabschnitt im Handbuch zum Fuß- und Nadelwechsel nachlesen.
- Q: Wann sollte man von Standardrahmen auf Magnetrahmen upgraden – und wann von einer Kombimaschine auf eine Mehrnadelstickmaschine?
A: Staffel es: erst Technik stabilisieren, dann Tools für physische Probleme, dann Maschine für Produktionsengpässe.- Level 1 (Technik): moderat starten, Fadenanfang halten, neutral einspannen und passendes Stickvlies nutzen.
- Level 2 (Tool): Magnetrahmen, wenn Standardrahmen Rahmenspuren auf Florstoffen hinterlassen, bei dicken Stellen schwierig sind oder Einspannen körperlich belastet.
- Level 3 (Produktion): Mehrnadelstickmaschine, wenn Farbwechsel und Stopps zum Flaschenhals werden.
- Erfolgskontrolle: weniger Abdrücke, schnelleres Einspannen, geradere Platzierung und weniger Stopps.
- Wenn es trotzdem nicht rund läuft: Garn/Stickvlies/Spannung dokumentieren und immer nur eine Variable ändern, bevor du investierst.
- Q: Welche Sicherheitsrisiken gibt es bei starken Magnetrahmen?
A: Behandle Magnetrahmen wie ein Werkzeug mit Quetschgefahr – Finger weg von der Kontaktzone und Abstand zu medizinischen Geräten sowie empfindlicher Elektronik.- Vermeiden: Finger in der Zone, in der die Magnete zusammen „schnappen“.
- Abstand: fernhalten von Herzschrittmachern und empfindlicher Elektronik.
- Kontrollieren: oberen Magneten bewusst absenken statt „knallen“ lassen.
- Erfolgskontrolle: schnelles, gleichmäßiges Einspannen ohne gequetschten Flor und ohne eingeklemmte Finger.
- Wenn es nicht sicher klappt: für die Session auf Standard-Einspannen zurückgehen und Handling-Technik neu bewerten.
