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Wenn du ein schönes Kreuzstich-Alphabet öffnest und feststellst, dass alles in einer einzigen Datei steckt, ist die erste Reaktion oft: „Super … und wie mache ich daraus eine nutzbare Schrift, ohne sie zu zerstören?“
Damit bist du nicht allein. Das ist eine dieser sehr speziellen Hatch-Aufgaben, die ich gern als „Trügerisch-einfach-Falle“ bezeichne: Es wirkt wie ein paar Klicks – aber wenn du die Dateityp-Nuancen übersiehst, landest du fast sicher in zwei typischen Fehlern, die das Ergebnis ruinieren:
- Die Dichte-Falle: Die Datei ist nur Stiche (Grade D). Blindes Verkleinern ist, als würdest du eine Ziegelwand schrumpfen wollen: Die „Ziegel“ werden nicht kleiner – sie werden nur enger zusammengepresst.
- Die Ermüdungs-Falle: Das Mapping ist repetitiv. Eine schlampige Gewohnheit bei „A“ wird zu 26 Fehlern bis „Z“ – und am Ende tippt deine Schrift „Q“, wenn du „O“ wolltest.
Dieser Beitrag baut den Workflow aus der Hatch-Academy-Lektion Schritt für Schritt nach – ergänzt um „Werkstatt-Leitplanken“: konkrete Kontrollpunkte, typische Fehlinterpretationen und die Checks, die ich in einem produktionsnahen Setup einfordere, bevor jemand auf „OK“ klickt. Wir schauen uns an, was du vor dem Bestätigen prüfen musst, wie „gut“ in der Vorschau aussieht und wie du die Dichte-Katastrophe vermeidest, bei der Kreuzstich-Letterings am Ende nur noch wie ein roter Schmierfleck wirken.

Grade A/B vs. Grade D in Hatch Embroidery: der Dateityp-Realitätscheck gegen „dichten Brei“
Im Video öffnet die Trainerin eine Datei namens Cross Stitch 10 SPI und markiert sofort den wichtigsten technischen Punkt: Das ist keine EMB-Datei in Grade A oder Grade B.
Warum ist das für Nadel, Faden und Ergebnis entscheidend?
- Grade A/B (objektbasiert): Diese Dateien haben „Logik“. Sie wissen z. B., dass ein Objekt eine Satinspalte ist. Wenn du um 50% skalierst, berechnet die Software die Stichanzahl neu, damit die Stichdichte passend bleibt.
- Grade D (stichbasiert): Das ist eine „stumpfe“ Datei (im positiven Sinn): eine Aufzeichnung von Stichpunkten/Koordinaten. Also eine maschinenartige Stichdatei ohne Objekt-Eigenschaften.
Die Konsequenz, die du verinnerlichen solltest, bevor du auch nur einen Buchstaben mappst:
Gefahrenzone beim Verkleinern Bei „Nur-Stiche“-Lettering wird beim Skalieren nichts „neu berechnet“. Die Stichpunkte rücken schlicht näher zusammen.
- Ergebnis: Verkleinerst du ein Kreuzstich-Design um 20%, packst du dieselbe Fadenmenge in 20% weniger Fläche.
- Praxis-Check: Wenn sich das Muster steif anfühlt oder die Maschine beim Nähen „schwer“ wirkt, hast du eine Grade-D-Datei zu stark komprimiert.
Die Trainerin erklärt auch, warum Hatch das als Grade D behandelt: In Software Settings sind unter Open options die Einstellungen so gesetzt, dass Maschinendateien als Stiche geöffnet werden („open machine files as stitches only“). Damit verhindert man, dass Hatch versucht, aus den Kreuzstich-Xen Objekte zu „erkennen“ – was die Struktur oft verfälscht.
Wenn du in der Produktion mit Stickrahmen für Stickmaschine arbeitest, kennst du dieses Denken bereits: Man zwingt ein Werkzeug nicht, etwas zu sein, was es nicht ist. Man setzt Grenzen, damit es reproduzierbar funktioniert.

„Cross Stitch 10 SPI“ aus der Design Library öffnen: im richtigen Ordner starten, damit das Mapping sauber bleibt
Die Lektion startet in der Design Library. Navigiere zum Ordner Keyboard Design Collection und öffne dort die Datei Cross Stitch 10 SPI.
Du erkennst sofort, dass du richtig bist, wenn sich die Arbeitsfläche mit dem roten Kreuzstich-Alphabet füllt.
Checkpoint (Soll-Ergebnis):
- Visuell: Auf der Zeichenfläche ist das komplette A–Z-Set zu sehen.
- Plausibilitätscheck: Nicht weitermachen, wenn du gemischte Dateitypen siehst oder wenn alles wie „ein einziges großes Element“ wirkt. Für eine neue Collection musst du einzelne Buchstaben selektieren können (auch wenn es nur Stichblöcke sind).

„True View“ umschalten (Taste T): lange Verbinder sichtbar machen, damit du die Datei korrekt einschätzt
Als Nächstes prüft die Trainerin die Stich-Zusammensetzung – ein Diagnose-Schritt, den ich für jede Datei empfehle, die du nicht selbst digitalisiert hast:
- Sequence Docker → Objects öffnen.
- Prüfen, ob jeder Buchstabe aus reinen Stichen besteht (keine Satin-/Tatami-Objekt-Icons).
- True View mit der Taste T umschalten.
Worauf du achten solltest („Spinnennetz“-Effekt): Wenn True View aus ist, wirken die zuvor sauberen Buchstaben plötzlich „unordentlich“. Du siehst lange Verbindungsstiche zwischen Buchstaben (im Beispiel zwischen T und U).
Warum das wichtig ist (Praxis-Einordnung): Viele Einsteiger erschrecken und wollen diese Linien löschen. Nicht machen.
- Diese Verbinder zeigen, dass das Alphabet als durchlaufender Stichlauf digitalisiert wurde (oft um Trims zu sparen).
- Beim Mapping wird die zugrunde liegende Stichlogik nicht neu geschrieben – Hatch bekommt nur die Zuordnung: „Dieser Stich-Cluster entspricht dem Zeichen ‚A‘.“
- Später beim Tippen/Setzen der Schrift arbeitet Hatch mit den Verbindungs-/Trim-Logiken der Lettering-Funktionen – aber wenn du das Ausgangsmaterial verstehst, vermeidest du Fehlannahmen.

Das „unsichtbare“ Setup vor „New“: Open Options so setzen, dass Grade D wirklich stichbasiert bleibt
Bevor du die neue Collection anlegst, zeigt die Trainerin auf Software Settings → Open options und betont diese Einstellung:
- Open machine files as stitches only
Das ist ein leiser, aber kritischer Vorbereitungsschritt. Wenn das nicht aktiv ist, versucht Hatch ggf., die kleinen „X“-Kreuze als Laufstiche oder Mini-Objekte zu interpretieren. Das Ergebnis ist häufig ein verzerrtes Muster, bei dem der typische Kreuzstich-Charakter verloren geht.
Warnung: Behandle „Nur-Stiche“-Alphabete nicht wie Objekt-Schriften. Wenn du aggressiv skalierst oder eine Objekterkennung erzwingst, erzeugst du Dichte-Spitzen. In der Praxis kann das zu Fadenproblemen führen, weil die Nadel zu oft in sehr engem Bereich einsticht.
Prep-Checkliste (BEVOR du auf „New“ klickst)
- Visuelle Kontrolle: Das komplette, richtige Zeichenset ist sichtbar.
- Grade-Check: In Sequence Docker bestätigt: Buchstaben sind stichbasiert (Grade D).
- Verbinder-Check: Einmal T (True View) getippt, um Stichfluss/Verbinder zu verstehen.
- Software-Sicherheit: Software Settings → Open options steht auf „stitches only“.
- Referenz-Buchstabe: Du hast einen Buchstaben als Referenz im Kopf (im Video „M“).

Neue Keyboard Design Collection erstellen: einen Referenzbuchstaben wählen, dem du vertraust
Öffne jetzt den Keyboard Design Collection Docker und klicke auf New.
Die Trainerin wählt als Referenz auf der Arbeitsfläche den Buchstaben M und nutzt ihn, um die Referenzhöhe zu übernehmen.
Checkpoint (Soll-Ergebnis): Der Dialog „New Keyboard Design Collection“ erscheint. Das ist dein Kontrollzentrum. Hier nicht „durchklicken“: Sobald du OK bestätigst, sind die grundlegenden Parameter (Referenzhöhe und empfohlener Bereich) festgelegt.

Referenzhöhe 38,00 mm festlegen und 34–42 mm als Empfehlung setzen: die ±10%-Regel für Grade-D-Stichdateien
Das ist der Moment, der eine sauber nutzbare Schrift von einer Schrift trennt, die beim Skalieren unbrauchbar wird.
Im Dialog:
- Use Selection klicken, um die Referenzhöhe aus dem gewählten Buchstaben zu übernehmen.
- Im Video wird daraus 38,00 mm.
- Sicherheitsrechnung: Weil es eine stichbasierte Datei (Grade D) ist, empfiehlt die Trainerin strikt ±10% Skalierbarkeit.
- 10% von 38,00 mm sind 3,8 mm (im Video sinnvoll auf 4 mm gerundet).
- Untergrenze: 38 - 4 = 34 mm.
- Obergrenze: 38 + 4 = 42 mm.
Warum diese Rechnung zählt (Stichphysik statt Bauchgefühl):
- Kleiner als empfohlen: Die X-Kreuze rücken so eng zusammen, dass die Struktur „zumacht“.
- Größer als empfohlen: Die Abstände werden zu groß, das Kreuzstichbild wirkt luftig/uneinheitlich.
Der wichtigste Hinweis der Lektion: „Check your settings before you click OK.“ Denn Referenzhöhe und empfohlener Bereich kannst du später nicht mehr ändern. Den Namen kannst du ändern – die „Physik“ deiner Schrift nicht.


A–Z im Keyboard Design Collection Docker mappen: mit Rhythmus arbeiten, damit du keine Buchstaben vertauschst
Nach OK beginnt die Mapping-Phase: Jeder Buchstabe wird manuell vom Arbeitsbereich dem passenden Tastatur-Slot zugeordnet.
Der Rhythmus im Video ist immer gleich:
- Ziel wählen: Leere Zelle im KDC-Docker anklicken (z. B. „A“).
- Quelle wählen: Den passenden Buchstaben auf der Zeichenfläche anklicken (A).
- Ausführen: Map klicken.
- Weiter: Nächster Buchstabe („B“).
Optimierung: Da es ein reines Großbuchstaben-Set ist, empfiehlt die Trainerin, die Liste auf Uppercase Only zu filtern. Das reduziert visuelles Chaos und verhindert, dass du aus Versehen in einen Kleinbuchstaben-Slot mappst.
Checkpoint (Soll-Ergebnis): Nach jedem Mapping füllt sich die kleine Vorschau-Box im Docker mit dem gemappten Buchstaben. Diese Vorschau ist dein Frühwarnsystem: Wenn etwas „komisch“ aussieht, sofort stoppen und korrigieren.
Praxis-Parallele: Wenn du repetitive Rüstvorgänge beschleunigen willst, gilt: „Langsam ist sauber, sauber ist schnell.“ Das ist in der Produktion genauso. Viele Shops investieren in eine Einspannstation für Maschinenstickerei – nicht weil man nicht „von Hand“ einspannen kann, sondern weil eine Vorrichtung Konstanz erzwingt. Beim Software-Mapping ist deine „Vorrichtung“ der feste Klick-Rhythmus Slot → Buchstabe → Map. Rhythmus nicht brechen.




Grundlinie und Laufweite: warum dieses Kreuzstich-Set einfacher ist (und was du trotzdem nicht annehmen solltest)
Die Trainerin nennt einen hilfreichen Punkt: Weil alle Buchstaben in der Ausgangsdatei auf derselben Grundlinie sitzen, musst du für dieses Set die Baseline nicht anpassen.
Zum Thema Abstand (Spacing):
- Eventuell passt du die Laufweite später an – sinnvoll beurteilen kannst du das oft erst beim echten Einsatz.
- Der Buchstabenabstand lässt sich wie bei normalen Hatch-Schriften über die Lettering-Tools anpassen.
Praxis-Realitätscheck: Material entscheidet mit Selbst wenn der digitale Abstand gut aussieht, bestimmen Stoff und Stabilisierung das Ergebnis. Kreuzstich hat viele Einstiche auf engem Raum – das kann Material zusammenziehen.
- Am Bildschirm: Buchstaben wirken z. B. 2 mm auseinander.
- Auf dem Stoff: Durch Materialzug kann es enger wirken.
Wenn du das später auf instabilen Textilien stickst, wird die Einspannqualität zum Faktor. Stoffdrift kann dazu führen, dass Buchstaben auf einer Seite „zusammenlaufen“. Genau hier wird sauberes Einspannen für Stickmaschine entscheidend.
Setup-Checkliste (direkt nach dem Mapping)
- Vorschau-Check: Stimmen die Docker-Previews? (A=A, B=B).
- Zoom-Konstanz: Zoom möglichst konstant lassen – ständiges Rein/Raus erhöht Fehlklicks.
- Filter-Check: „Uppercase Only“ aktiv, um Scroll-Fehler zu vermeiden.
- Pause-Regel: Nach den ersten 5 Buchstaben kurz stoppen und Previews scannen.
- Material-Check: Im Draft wird „water-soluble stabilizer (topping)“ erwähnt – nutze das nur, wenn du ohnehin mit wasserlöslicher Auflage arbeitest, um das Einsinken der X-Stiche zu reduzieren.

Schrift in Object Properties → Lettering prüfen: erst Funktion testen, dann Dateien suchen
Nach dem Mapping prüfst du das Ergebnis direkt in Hatch:
- Object Properties öffnen.
- Zu Lettering wechseln.
- In der Font-Liste nachsehen.
Du solltest Cross Stitch 10 SPI als neue Schrift sehen. Idealerweise tippst du sofort ein kurzes Testwort, um zu prüfen, ob die Generierung sauber läuft.
Wichtiger Orga-Hinweis aus dem Video:
- Die KDC-Liste zeigt nur die Fonts, die du hinzugefügt hast.
- Diese liegen getrennt von den mitgelieferten Hatch-Fonts.
- Mitgelieferte Hatch-Fonts kannst du nicht modifizieren – deine KDC-Erstellungen dagegen schon.

.ESA-Dateien unter Windows finden: ProgramData → Wilcom → Hatch Embroidery → FONTS
Für Backup/Weitergabe zeigt die Trainerin den Speicherort im Windows Explorer: ProgramData → Wilcom → Hatch Embroidery → FONTS
Dort liegen die KDC-Sets als .ESA-Dateien.
Hinweis zu versteckten Ordnern: „ProgramData“ ist unter Windows oft ausgeblendet. Falls du ihn nicht siehst: Explorer → Ansicht/View → „Hidden items“ aktivieren.

Troubleshooting der zwei häufigsten Schreckmomente: Dichte-Explosionen und „mysteriöse“ Verbinder
Hier sind die zwei Punkte aus der Lektion – übersetzt in Symptome, die du in der Praxis sofort wiedererkennst.
Problem 1: „Meine Kreuzstich-Buchstaben werden beim Verkleinern hässlich/dicht“
- Symptom (visuell): Stiche wirken „zu“, kaum Zwischenraum zwischen den X.
- Symptom (Maschinengefühl): Nähen wirkt schwerfällig.
- Ursache: Grade D (nur Stiche) – beim Skalieren wird die Stichanzahl nicht reduziert.
- Quick Fix: Lettering löschen, neu in Referenzgröße (38 mm) einsetzen und innerhalb ±10% bleiben (34–42 mm).
- Wenn du unbedingt kleiner musst: Dann ist KDC-Mapping nicht der richtige Weg – du müsstest die Originaldatei gezielt verkleinern und Stiche manuell bereinigen.
Problem 2: „Warum sehe ich lange Linien zwischen den Buchstaben?“
- Symptom: Lange gerade Stiche/Verbinder zwischen Buchstaben in der Vorschau.
- Ursache: Das Alphabet wurde als durchlaufender Stichlauf digitalisiert (typisch für stichbasierte Dateien).
- Umgang: Das ist nicht automatisch ein „Fehler“. Wichtig ist, dass du beim Mapping verstehst, dass diese Wege existieren.
Entscheidungsbaum aus der Praxis: wann stichbasiert lassen – und wann neu digitalisieren
Du kannst stichbasierte KDC-Schriften sehr gut nutzen – wenn du klar entscheidest, wofür du optimierst.
Entscheidungsbaum (praktisch):
- Reicht dir ein enger Größenbereich (±10%)?
- JA: Stiche-only (Grade D) beibehalten und wie im Video mappen.
- NEIN: Objektbasierter Neuaufbau ist sinnvoller – dann lieber nicht mappen, sondern neu digitalisieren.
- Ist der Stichstil „Spezialtextur“ (Kreuzstich/Redwork), bei dem der Look zählt?
- JA: „open machine files as stitches only“ nutzen – Auto-Konvertierung zerstört oft den Charakter.
- NEIN: Bei Standard-Satin/Füllungen kann Objekt-Konvertierung mehr Flexibilität bringen.
- Ist es ein Einzelstück oder ein Auftrag mit Wiederholungen?
- Einzelstück: Mappen, in Range bleiben, testen.
- Serie: Erst Probestick auf vergleichbarem Material – stichbasierte Schriften reagieren empfindlicher auf Spannungs-/Materialschwankungen.
Upgrade-Pfad, über den kaum jemand spricht: Software ist gut – Zeit gewinnt man oft beim Einspannen
Die Lektion ist softwarelastig. Wenn du aber Fonts mappst, weil du Personalisierung schneller machen willst (Namen, Teamwear), liegt der Engpass oft nach dem Export – beim Einspannen.
So verknüpfe ich das im Studio-Alltag:
- Typisches Szenario: Font ist sauber gemappt, aber Namen sind schief oder die X-Struktur verzieht sich, weil der Stoff im Rahmen rutscht.
- Bewertung: Wenn Einspannen/Neu-Einspannen länger dauert als die Stickzeit (oder du wegen Rahmenspuren nacharbeiten musst), ist das ein Workflow-Thema, nicht primär ein Software-Thema.
- Lösungsweg:
- Level 1 (Tooling): Für viele Anwender reduziert ein magnetic embroidery hoop den Stress, weil die Spannung gleichmäßiger gesetzt wird.
- Level 2 (Produktion): Für Wiederholaufträge sind Magnetrahmen für Stickmaschine in vielen Betrieben Standard, weil sie Wiederholgenauigkeit und Tempo unterstützen.
Warnung: Magnetrahmen sind starke Werkzeuge.
* Magnet-Sicherheit: Abstand zu Herzschrittmachern/medizinischen Implantaten einhalten (Herstellerhinweise beachten).
* Quetschgefahr: Finger beim Schließen schützen – der „Snap“ ist plötzlich und kräftig.
* Lagerung: Abstand zu empfindlicher Elektronik und magnetempfindlichen Datenträgern halten.
Operations-Checkliste (dein erster echter Test nach dem Mapping)
- Tipptest: In Object Properties → Lettering die neue „Cross Stitch 10 SPI“-Schrift wählen und ein kurzes Wort (3–5 Zeichen) setzen.
- Größencheck: Höhe innerhalb 34–42 mm.
- Dichtecheck: In der Vorschau müssen die X-Schenkel erkennbar bleiben – wenn es „zumacht“, bist du zu klein.
- Abstandscheck: Kreuzstich braucht „Luft“. Wenn es gedrängt wirkt, Kerning/Spacing anpassen statt weiter zu verkleinern.
- Master sichern: Eine Master-Datei mit deiner bevorzugten Höhe/Spacing speichern, damit du beim nächsten Job nicht neu raten musst.
FAQ
- Q: Wie kann ich in Wilcom Hatch Embroidery sicherstellen, dass ein Kreuzstich-Alphabet beim Öffnen von „Cross Stitch 10 SPI“ aus der Design Library als Grade D (nur Stiche) behandelt wird?
A: Aktiviere vor dem Öffnen „Open machine files as stitches only“, damit Hatch nicht versucht, Objekte zu erkennen.- Gehe zu Software Settings → Open options → aktiviere „Open machine files as stitches only“.
- Öffne die Datei „Cross Stitch 10 SPI“ danach erneut aus der Design Library.
- Prüfe in Sequence Docker → Objects, dass die Buchstaben als Stiche angezeigt werden (nicht als Satin-/Füllobjekte).
- Erfolgscheck: Jeder Buchstabe erscheint als Stichblock, und die Kreuzstich-Textur bleibt erhalten statt „auto-konvertiert“ zu werden.
- Wenn es trotzdem nicht klappt: Hatch schließen und neu starten, dann Open options erneut prüfen und die Datei neu öffnen (manche Einstellungen greifen erst beim Öffnen).
- Q: Welcher sichere Skalierungsbereich gilt in Wilcom Hatch Keyboard Design Collection für eine 38,00 mm Grade-D-Kreuzstich-Schrift wie „Cross Stitch 10 SPI“, damit die Buchstaben nicht zu dicht und unschön werden?
A: Bleibe innerhalb von ±10% der Referenzhöhe 38,00 mm (also ca. 34–42 mm), um Dichte-Explosionen und Lücken zu vermeiden.- Beim Anlegen der neuen Keyboard Design Collection die Referenzhöhe über Use Selection setzen (Beispiel: 38,00 mm).
- Den empfohlenen Bereich als 34 mm Minimum und 42 mm Maximum eintragen (±10%-Regel für stichbasierte Dateien).
- Nicht stärker verkleinern: Grade D reduziert beim Skalieren die Stichanzahl nicht.
- Erfolgscheck: Am Bildschirm bleiben die „X“-Schenkel klar erkennbar (kein „Block“), und beim Sticken wirkt die Penetration nicht übermäßig schwer.
- Wenn es trotzdem nicht passt: Verkleinertes Lettering löschen, neu in Referenzgröße einsetzen und Abstand/Spacing statt Höhe anpassen.
- Q: Warum erscheinen in Wilcom Hatch bei True View (Taste T) lange Verbindungsstiche zwischen den Buchstaben im „Cross Stitch 10 SPI“-Alphabet – und sollte man diese Verbinder löschen?
A: Die Verbinder nicht löschen; sie zeigen meist, dass das Alphabet als durchlaufender Stichlauf digitalisiert wurde, um Trims zu reduzieren.- Öffne Sequence Docker → Objects und bestätige, dass die Buchstaben stichbasiert sind.
- Drücke T für True View und verfolge, wo die Verbinder zwischen den Buchstaben laufen.
- Verbinder in der Quelldatei beim Mapping belassen: Mapping ordnet Stich-Cluster Zeichen zu, es digitalisiert nicht neu.
- Erfolgscheck: In True View ergibt der Laufweg Sinn, und die gemappten Buchstaben-Previews im KDC-Docker sehen korrekt aus.
- Wenn es später Probleme gibt: Für den Sticklauf Trim-/Jump-Verhalten der Maschine prüfen (manche Maschinen trimmen lange Sprünge automatisch; sonst einplanen, zu schneiden).
- Q: Wie mappe ich in Wilcom Hatch Keyboard Design Collection Docker Großbuchstaben A–Z zuverlässig, ohne bei der repetitiven „Map“-Arbeit Buchstaben in falsche Slots zu legen?
A: Arbeite mit einem festen Klick-Rhythmus und aktiviere „Uppercase Only“, um Fehlzuordnungen zu reduzieren.- Zuerst den Ziel-Slot (z. B. „A“) im Keyboard Design Collection Docker anklicken.
- Danach den passenden Buchstaben auf der Zeichenfläche anklicken.
- Map klicken und in Reihenfolge weitergehen, ohne das Muster zu unterbrechen.
- Erfolgscheck: Die Vorschau im Docker passt pro Slot zum Buchstaben, bevor du nach den ersten Zeichen weitermachst.
- Wenn es trotzdem passiert: Nach 5 Buchstaben stoppen, Previews auf Vertauschungen prüfen und sofort korrigieren.
- Q: Wie prüfe ich nach dem Mapping, ob die „Cross Stitch 10 SPI“-Schrift in Wilcom Hatch funktioniert, und wo liegen die gespeicherten .ESA-Dateien unter Windows für ein Backup?
A: Prüfe die Schrift in Object Properties → Lettering und sichere dann die .ESA-Datei aus dem Hatch-Font-Ordner.- Object Properties → Lettering öffnen und „Cross Stitch 10 SPI“ in der Font-Auswahl suchen.
- Ein kurzes Testwort (3–5 Zeichen) in einer Höhe innerhalb des empfohlenen Bereichs setzen.
- Unter Windows zu ProgramData → Wilcom → Hatch Embroidery → FONTS navigieren, um die .ESA-Datei zu finden (Hidden items aktivieren, falls ProgramData nicht sichtbar ist).
- Erfolgscheck: Das Testwort wird sauber generiert, und die .ESA-Datei ist im FONTS-Verzeichnis sichtbar.
- Wenn es nicht passt: KDC erneut öffnen und prüfen, ob Referenzhöhe und Range vor OK korrekt gesetzt wurden (diese Werte sind nachträglich nicht änderbar).
- Q: Wenn Kreuzstich-Letterings durch viele Einstiche auf engem Raum problematisch werden: Was ist ein sicherer „Schmerzpunkt → Diagnose → Optionen“-Pfad von Hatch-Einstellungen bis zu Einspann-Tools wie Magnetrahmen?
A: Starte mit korrekter Grade-D-Größe und sauberer Stabilisierung – und verbessere erst dann die Einspann-Konstanz, wenn Stoffdrift/Neu-Einspannen der echte Engpass ist.- Diagnose: Wenn die Buchstaben wie ein dichter roter Schmierfleck wirken oder das Nähen sehr schwer läuft, wurde die stichbasierte Datei wahrscheinlich zu klein skaliert.
- Level 1 (Technik): Lettering in Referenzgröße neu einsetzen, innerhalb ±10% bleiben; bei flauschigen Oberflächen ggf. wasserlösliche Auflage nutzen, damit die X-Stiche nicht einsinken.
- Level 2 (Tool): Wenn Namen schief werden oder sich verziehen, weil der Stoff im Rahmen rutscht, helfen Magnetrahmen für Stickmaschine oft durch gleichmäßigere Spannung und weniger Neu-Einspannen.
- Erfolgscheck: Die X-Textur bleibt lesbar, der Abstand „atmet“, und der Stoff driftet nicht, sodass Buchstaben einseitig überlappen.
- Wenn es weiterhin Probleme gibt: Probestick auf Restmaterial mit gleicher Stabilisierung, dann Sprung-/Trim-Verhalten und Einspann-Konstanz prüfen, bevor du das Design änderst.
- Q: Welche Sicherheitsregeln gelten beim Arbeiten mit starken Magnetrahmen oder Magnetrahmen-Systemen bei repetitiven Einspannvorgängen?
A: Behandle Magnetrahmen als kraftvolle Werkzeuge: medizinische Implantate schützen, Quetschgefahr vermeiden und Magnete fern von empfindlicher Elektronik lagern.- Magnete von Herzschrittmachern und anderen Implantaten fernhalten (Herstellerhinweise beachten).
- Beim Schließen Hände/Finger kontrolliert positionieren, um Quetschungen zu vermeiden; der Snap kann plötzlich und stark sein.
- Magnete fern von Elektronik und magnetempfindlichen Gegenständen (z. B. Datenträgern) lagern.
- Erfolgscheck: Wiederholtes Einspannen gelingt ohne Finger-Zwischenfälle, und der Rahmen schließt gleichmäßig ohne „Überraschungs-Snap“, der die Position verschiebt.
- Wenn es nicht sicher reproduzierbar ist: Magnetrahmen vorübergehend nicht nutzen und erst eine sichere Handhabungsroutine bzw. alternative Vorrichtung etablieren.
