Rundes „Raggy“-Kreuz-Appliqué auf einem Handtuch: Schritt-für-Schritt Maschinenstick-Methode (ohne HeatnBond, maximaler Flausch)

· EmbroideryHoop
Dieses praxisnahe Tutorial zeigt dir, wie du ein rundes „Raggy“-Kreuz-Appliqué auf ein Handtuch stickst: mit Platzierungsstich + Fixierstich (Tackdown) + Triple-Bean-Stich und anschließendem Finish mit ca. 1/4" Fransenrand, senkrechten Einschnitten und einer harten Fugenbürste für eine chenilleartige, ausgefranste Kante. Du lernst, wie du den Stoff-„Sandwich“ vorbereitest, ein Handtuch mit Tearaway-Stickvlies einspannst, typische Fehler beim Schneiden/Schnipsen vermeidest und die Stabilisierung für Handtücher vs. dehnbare Shirts sinnvoll wählst – plus Workflow-Ideen, die beim Serienfertigen Einspannzeit und Rahmenspuren reduzieren.
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Inhaltsverzeichnis

Materialliste für Raggy-Appliqué

Der „raggy“ Look (oft auch als „Faux-Chenille“ bezeichnet) hat weniger mit komplizierter Digitalisierung zu tun – und viel mehr mit Stoffverhalten. Wenn du bei dicken Handtüchern schon mal mit welligen Satinkanten oder unnötig hoher Stichdichte gekämpft hast, ist diese Technik eine echte Erleichterung. Statt einer schweren Satinkante arbeitet das Raggy-Appliqué mit einer rohen, strukturierten Kante, die erst durch mechanische Bearbeitung „aufblüht“. Das Ergebnis ist griffig, verzeiht kleine Ungenauigkeiten und wirkt bewusst „vintage“ – bei sehr kurzer Maschinenlaufzeit.

A finished example of the rounded raggy cross embroidery design on a towel, showing the frayed edges.
Intro showcase

Was du hier lernst (und warum diese Methode anders ist)

In diesem Projekt sticken wir ein 7-Inch-Kreuz (Maße: 4,5" breit x 7" hoch). Im Unterschied zum klassischen Appliqué, bei dem du vor der Endnaht sehr exakt zurückschneiden musst, wird hier der Ablauf umgedreht: Du stickst zuerst eine Platzierungslinie, dann einen Fixierstich und anschließend den Triple Bean Stitch (verstärkter Geradstich). Der eigentliche „Zauber“ passiert nach dem Sticken: Du lässt bewusst einen definierten Rand stehen, schneidest ihn senkrecht ein und bürstest ihn aus, bis die Fasern freikommen.

Stickrahmen für Stickmaschine

Gezeigte Werkzeuge & Verbrauchsmaterialien

Damit das Projekt ohne Reibungsverluste läuft, lohnt es sich, den Arbeitsplatz sauber vorzubereiten. Die Liste enthält bewusst auch „unsichtbare“ Helfer, die in der Praxis oft fehlen – aber später Zeit sparen.

Kern-Hardware:

  • Stickmaschine: im Video wird auf einer Maschine im Hobby-Setup gearbeitet; grundsätzlich funktioniert es mit jeder Maschine, die einen sauberen Platzierungsstich und eine robuste Kontur (Triple Bean) stickt.
  • Stickrahmen: 5x7" Standardrahmen (oder ein Magnetrahmen, wenn du Rahmenspuren minimieren willst).

Material für den „Sandwich“:

  • Basis: Baumwoll-Handtuch.
  • Stickvlies: Tearaway (mittlere Stärke).
  • Appliqué-Stapel:
    • Lage 1 & 2: Osnaburg (entscheidend für den Franseffekt).
    • Lage 3: dekorativer Baumwollstoff (sichtbare Oberlage).

Finish & Nacharbeit:

  • Scheren:
    • Grobzuschnitt: normale Stoffschere.
    • Detailarbeit: kleine, spitze Stickschere/Detail-Schere (für die Einschnitte).
  • „Agitator“: Fugenbürste (Grout Brush) oder harte Nylonbürste.
  • Reinigung: Fusselrolle (Raggy produziert viel Flusen).
Overhead view of the cutting mat with fabric layers (print and Osnaburg) and the yellow grout brush.
Supplies overview

Praxis-Hinweis aus den Kommentaren (Stoffname)

Bei dem Stoff für die voluminösen „Raggy“-Lagen gibt es häufig Verwechslungen. Der Name lautet Osnaburg.

  • Warum das wichtig ist: Osnaburg ist ein grob gewebter Baumwollstoff. Genau diese offene Struktur sorgt dafür, dass sich die Fäden beim Bürsten schnell lösen und eine gleichmäßige, „flauschige“ Kante entsteht.
Dawn holding up a piece of Osnaburg fabric to show how easily the edge frays.
Material explanation

Warum Osnaburg statt Flanell?

Flanell wird oft bei Rag-Quilts verwendet – für Raggy-Appliqué in der Maschinenstickerei ist Osnaburg im Video jedoch die bevorzugte Wahl.

Die Physik des Ausfransens: Osnaburg franst sehr bereitwillig aus, weil die Webstruktur offen ist.

  • Tempo: weniger Bürstdruck nötig.
  • Volumen: die Kante wirkt schneller „dicht“ und chenilleartig.
  • Alternative: Flanell funktioniert ebenfalls, braucht aber meist deutlich mehr Bürsten, bis der gleiche Flausch entsteht.

Einspannen für Stickmaschine

Das Raggy-Prinzip (warum mehrere Lagen entscheidend sind)

Diese Technik lebt von mehreren Stofflagen, die zusammen eine 3D-Kante bilden. Eine einzelne Baumwoll-Lage wirkt nach dem Ausfransen oft eher „fädig“. Mit zwei Lagen Osnaburg unter der dekorativen Oberlage entsteht ein dichterer Fransenrand.

  • Faustformel: 2 Lagen Osnaburg + 1 Lage Dekostoff = deutlich mehr „Bloom“.
  • Praxischeck: Mehr Lagen gehen nur, wenn dein Nähfuß/Stickfuß die Materialstärke sauber überfahren kann.

Achtung: hier kein HeatnBond Lite verwenden

Stopp – das ist der häufigste Fehler bei genau dieser Technik. Im Video wird es klar gesagt: Kein HeatnBond Lite (oder ähnliche bügelbare Kleber) verwenden.

Warum: Kleber verbindet die Fasern. Wenn die Fasern „verklebt“ sind, können sie nicht mehr ausfransen. Du bekommst dann eine steife, glatte Kante statt einer weichen Raggy-Optik.

Warnung: Wenn du den Appliqué-Stapel versehentlich fixierst, ist das „Aufblühen“ durch Bürsten praktisch nicht mehr möglich. Bei dieser Methode kommt die Stabilität über Fixierstich/Triple-Bean und die Einspannung – nicht über Kleber.

Hinweis zur Materialwirkung (allgemein)

Wie stark ein Stoff ausfranst, kann je nach Charge variieren. Wenn du ersatzweise Standard-Baumwolle als Fülllage nimmst, kann Vorwaschen helfen, damit Appretur/Sizing rausgeht und die Fasern leichter „aufgehen“.

A close-up of the yellow grout brush showing the stiff black bristles used for fraying.
Tool explanation

Handtücher einspannen (Einspannen für Stickerei)

Ein Handtuch einzuspannen ist haptisch anspruchsvoll: Der Flor (Frottee-Schlingen) arbeitet gegen die Reibung im Rahmen.

The embroidery machine with a hoop loaded, centered on a light-colored towel.
Machine setup

So macht es das Video (Handtuch-Setup)

Gezeigt wird klassisches Einspannen:

  1. Tearaway-Stickvlies unter das Handtuch legen.
  2. Beide Lagen gemeinsam in den Stickrahmen drücken.
  3. Schraube festziehen.

Kommentar-getriebene Klarstellung: Warum „Cutaway + Tearaway“ bei Shirts?

In den Kommentaren kam die Frage nach der Stabilisierung bei T-Shirts.

  • Grundregel: Wenn der Stoff dehnbar ist (Jersey/Shirts), sollte eine Stabilisierung dauerhaft am Teil bleiben (Cutaway).
  • Handtuch im Video: Da es ein Handtuch ist (nicht dehnbar wie ein Shirt) und das Motiv nicht extrem dicht ist, reicht Tearaway und die Rückseite bleibt sauberer.

Profi-Hinweis zum Einspannen (Druck & Spannung)

Das Druckproblem: Standardrahmen halten über Reibung und Druck. Bei dicken Handtüchern wird oft stark angezogen – das kann den Flor platt drücken und Rahmenspuren/Rahmenabdrücke verursachen.

Alternative „Float“-Variante: Statt das Handtuch mit einzuspannen, kannst du (je nach Workflow) nur das Vlies einspannen und das Handtuch darüber positionieren. Das reduziert Druckstellen – erfordert aber saubere Fixierung/Positionierung.

Upgrade-Pfad (wenn Einspannen zum Engpass wird)

Wenn du merkst, dass das Schließen des Rahmens bei dicken Handtüchern zur Kraftübung wird oder du bei mehreren Teilen hintereinander deutlich langsamer wirst, ist das ein typischer Punkt für ein Tool-Upgrade. Option: Magnetrahmen. Magnetrahmen klemmen das Material über Magnete statt über Reibungsdruck der Ringe.

  • Vorteil 1: weniger Druckstellen/Rahmenspuren.
  • Vorteil 2: schnelleres Einspannen und leichteres Nachjustieren.

Magnetrahmen für Stickmaschine

Warnung: Magnet-Sicherheit. Magnetrahmen haben sehr starke Magnete. Quetschgefahr für Finger. Abstand zu Herzschrittmachern/implantierten Geräten und empfindlichen Datenträgern halten. Magnete zum Lösen seitlich wegschieben statt senkrecht abzuziehen.

Schritt-für-Schritt Stickablauf

Die Stärke dieses Projekts ist die niedrige Stichzahl: Die Optik entsteht durch das Finish, nicht durch Dichte.

Schritt 1 — Appliqué-Stoffstapel („Sandwich“) vorbereiten

Ziel: Ein stabiler Stoffblock, der beim Sticken nicht wandert.

  • Aktion: Osnaburg und Oberstoff zuschneiden.
  • Maß aus dem Video (Empfehlung): 8" x 5,5" (mindestens rundum ca. 1" größer als das 4,5" x 7" Motiv).
  • Stapeln: glatt aufeinanderlegen: Osnaburg (unten) -> Osnaburg (mitte) -> Dekostoff (oben).
The machine stitching the initial placement line for the cross shape onto the stabilizer/towel.
Placement stitching

Checkpoint: Stapel anheben: liegt alles bündig, keine losen Fäden, keine Falten?

Erwartetes Ergebnis: Ein sauberer 3-Lagen-Sandwich, bereit zum Auflegen.

Schritt 2 — Platzierungsstich sticken

Ziel: Die Zielzone auf dem Handtuch markieren.

  • Aktion: Motiv laden und Farbstopp 1 sticken (Platzierungslinie).
  • Praxisbeobachtung: Wenn der Flor stark hochgezogen wird, stimmt meist die Kombination aus Material/Spannung nicht – im Video steht der Fokus aber auf dem Raggy-Finish, nicht auf zusätzlichem Topping.
The completed placement line stitched onto the towel, showing the outline of the cross.
Placement result

Checkpoint: Eine klare, einfache Umrisslinie ist sichtbar.

Erwartetes Ergebnis: Deine „Landefläche“ ist definiert.

Hands placing the stack of decorative fabric and Osnaburg over the stitched placement line.
Fabric placement

Schritt 3 — Stoffstapel über der Linie platzieren („auflegen“)

Ziel: Saubere Ausrichtung.

  • Aktion: Den 3-Lagen-Sandwich vorsichtig über die Platzierungslinie legen und glattstreichen.
  • Wichtig: Der Stapel muss die Linie vollständig abdecken.
The embroidery machine stitching the tack down and final decorative bean stitch over the fabric stack.
Final stitching

Checkpoint: Schaut irgendwo die Platzierungslinie hervor? Wenn ja: neu ausrichten.

Erwartetes Ergebnis: Der komplette Umriss ist vom Stoff bedeckt.

Schritt 4 — Fixierstich + Triple Bean (Endkontur)

Ziel: Den Stapel dauerhaft sichern.

  • Aktion: Nächsten Schritt sticken: erst Fixierstich (Tackdown), direkt danach Triple Bean Stitch.
  • Warum Triple Bean: Ein einfacher Geradstich wäre für das spätere Bürsten zu schwach. Der Triple-Bean ist deutlich robuster und bildet eine „Sperrlinie“ gegen Ausreißen.
Removing the hoop from the machine with the stitching complete.
Unhooping

Checkpoint: Die Kontur fühlt sich deutlich „griffig/erhaben“ an.

Erwartetes Ergebnis: Eine kräftige Kontur, die alle Lagen sicher hält.

Setup-Checkliste (Ende Setup)

Bevor du schneidest, prüfen:

  • Rahmenspannung: sitzt das Vlies straff?
  • Nadel: ist die Nadel frisch und passend für die Materialstärke?
  • Stapel-Logik: Handtuch -> Vlies -> Osnaburg x2 -> Oberstoff.
  • Kleber-Check: kein HeatnBond/keine Bügelvlies-Kleber im Stapel.

Das Geheimnis des Raggy-Looks: Einschneiden & Ausbürsten

Maschine stoppen – ab hier entsteht die Optik in der Handarbeit. Genau hier entscheidet sich, ob es „flauschig“ oder „zerfleddert“ wirkt.

Schritt 5 — Ausspannen & grob zurückschneiden (Fransenrand stehen lassen)

Ziel: Den Fransenrand definieren.

  • Aktion: Handtuch aus dem Stickrahmen nehmen und flach auf eine Schneidunterlage legen.
  • Schnitt: Mit scharfer Schere rund um die Kontur schneiden.
  • Regel aus dem Video: ca. 1/4" Rand stehen lassen. Nicht wie beim klassischen Appliqué knapp an der Naht schneiden.
Scissors cutting the fabric stack around the cross shape, leaving a wide margin.
Trimming excess
Close-up showing the 1/4 inch margin left around the stitching during cutting.
Trimming detail
The project with trimming complete, showing a raw edge border around the entire cross.
Post-trimming

Checkpoint: Ist der Rand halbwegs gleichmäßig? Unregelmäßiger Rand = unruhige Fransenoptik.

Erwartetes Ergebnis: Das Kreuz hat einen sichtbaren „Halo“ aus rohem Stoff.

Warnung: Sicherheits-/Maschinenrisiko. Nicht am eingespannten Rahmen schneiden, solange er an der Maschine ist. Immer an einen separaten Schneidplatz wechseln.

Schritt 6 — Senkrechte Einschnitte für Fransen-Segmente

Ziel: Den Stoff so unterbrechen, dass er kontrolliert ausfransen kann.

  • Aktion: Mit einer spitzen Detail-Schere senkrecht zur Naht kleine Einschnitte setzen.
  • Abstand laut Video: etwa alle 1/4" bis 1/2" rundum.
  • Sicherheitszone: Bis kurz vor den Faden schneiden, aber den Faden nicht verletzen.
Using small scissors to make perpendicular cuts into the raw edge margin.
Snipping fringe
Dawn holding up the Fiskars scissors to show the brand and size.
Tool recommendation

Checkpoint: Beim leichten Biegen siehst du kleine „Laschen“/Segmente.

Erwartetes Ergebnis: Der Rand wirkt wie eine feine Fransenreihe.

Schritt 7 — Ausbürsten (Fugenbürsten-Trick)

Ziel: Fasern lösen, „Bloom“ erzeugen.

  • Aktion: Mit der harten Fugenbürste kräftig über die Rohkante bürsten.
  • Normal: Es entstehen viele Flusen/Fäden – das gehört dazu.
Using the yellow grout brush to scrub the snipped edges to create the fray.
Fraying process

Checkpoint: Die Lagen wirken nicht mehr getrennt, sondern verschmelzen optisch zu einer weichen Kante.

Erwartetes Ergebnis: Chenilleartige, fluffige Raggy-Kante.

Schritt 8 — Lose Fasern entfernen

Ziel: Sauberes, verkaufsfähiges Finish.

  • Aktion: Fusselrolle nutzen, um lose Fäden/Flusen abzunehmen.
Cleaning up the loose threads from the project using a lint roller.
Cleanup

Finish-Hinweise (allgemein)

  • „Haarschnitt“: Nach dem Bürsten stehen oft einzelne lange Fäden ab – diese mit der Detail-Schere sauber kürzen.
  • Waschen: Laut Video/Erfahrung wird der Raggy-Effekt nach dem ersten Waschen oft noch besser, weil sich die Fasern weiter aufstellen.

Produktions-Checkliste (Ende Operation)

  • Randbreite: war der erste Zuschnitt ca. 1/4"?
  • Naht intakt: wurde keine Triple-Bean-Naht eingeschnitten?
  • Bloom: ist die Kante weich/flauschig (nicht nur „fädig“)?
  • Flusenmanagement: Projekt sauber abgerollt.

Endkontrolle & Ergebnis

The final completed raggy cross on the beige towel.
Final result

So sieht „gut“ aus

Ein gelungenes Raggy-Appliqué zeigt eine klare, kräftige Form (das Kreuz) mit einer weichen, wolkigen Kante. Die Kante sollte den Übergang der Lagen optisch kaschieren und sich weich anfühlen.

Magnetrahmen für Stickmaschine

Vorbereitung (inkl. „unsichtbarer“ Verbrauchsmittel & Checks)

Gute Ergebnisse beginnen vor dem ersten Stich. Lege dir diese Punkte bereit:

  1. Frische Nadel: dickes Material verzeiht keine stumpfe Nadel.
  2. Unterfaden: genug Reserve, damit die Kontur ohne Unterbrechung durchläuft.
  3. Fusselrolle/Absaugung: Raggy macht Schmutz – plane das ein.

Stickrahmen für Stickmaschine

Prep-Checkliste (Ende Prep)

  • Stoff-Sandwich: 2x Osnaburg + 1x Dekostoff vorbereitet.
  • Stabilisierung: Tearaway fürs Handtuch (Cutaway + Tearaway bei Shirts).
  • Einspann-Tool: Magnetrahmen verfügbar oder Standardschraube passend gelöst.
  • Bürste: harte Bürste griffbereit.

Troubleshooting (Symptom → Ursache → Lösung)

Symptom Likely Cause Quick Fix
Fransen wirken flach/fädig Einschnitte zu weit auseinander. Zusätzliche senkrechte Einschnitte zwischen die vorhandenen setzen und erneut bürsten.
Kontur löst sich Triple-Bean-Naht eingeschnitten. Sofort stoppen: beschädigte Stelle sichern (z. B. mit minimaler Sicherung) und beim nächsten Mal mit feinerer Spitze arbeiten.
Rahmenspuren am Handtuch Standardrahmen hat den Flor stark gequetscht. Flor vorsichtig aufrichten (z. B. mit Dampf) und künftig Druck reduzieren bzw. Magnetrahmen nutzen.
Nadelbruch im Handtuch Material sehr dick / Nadel zu fein. Stabiler einspannen und mit einer für dickere Materialien geeigneten Nadel arbeiten; Tempo reduzieren.
Unterfadenpunkte/Schlingen sichtbar Oberfadenspannung zu hoch. Oberfadenspannung leicht reduzieren, damit der Oberfaden besser über dem Flor liegt.

Magnetrahmen 5x7 für brother


Entscheidungsbaum: Stabilisierung (Handtuch vs. T-Shirt)

Schritt 1: Material bestimmen

  • Handtuch (stabil, dick)? -> JA
    • Aktion: Tearaway-Stickvlies.
    • Warum: Das Handtuch trägt sich selbst; das Vlies verhindert primär Verschieben.
  • T-Shirt (dehnbar, dünn)? -> JA
    • Aktion: Cutaway (am Shirt) + Tearaway (zusätzlich).
    • Warum: Cutaway stabilisiert dauerhaft gegen Verzug durch Dehnung; Tearaway unterstützt während des Stickens.

Effizienz & Upgrade-Notizen (wenn du mehr als eins machst)

Raggy ist extrem effizient, weil die Maschinenlaufzeit kurz ist. Der Engpass ist meist das Einspannen und die manuelle Nacharbeit.

hoopmaster

Wenn du in Serie arbeitest (allgemein)

Wenn du mehrere Handtücher am Stück machst, hilft ein klarer Ablauf:

  1. Batch-Einspannen: alle Handtücher vorbereiten/einspannen.
  2. Fließband: erst alles sticken, dann gesammelt schneiden/schnipsen/bürsten.
  3. Positionierung: Eine Einspannstation (z. B. HoopMaster) hilft, die Platzierung reproduzierbar zu halten.

Magnetrahmen für brother pe770

Tool-Upgrade-Pfad (situationsbezogen, nicht „salesy“)

Szenario: Du hast 20 Handtücher als Auftrag.

  • Problem: Schrauben anziehen, gerade ausrichten, neu einspannen – kostet Zeit und Handgelenke.
  • Optionen:
    • Level 1: Magnetrahmen für brother pe770 (oder passend zur eigenen Maschine) – schnelleres Einspannen und leichteres Nachjustieren.
    • Level 2: Bei dauerhaftem Volumen sind Farbwechsel/Stillstandzeiten ein Thema; hier kann eine Mehrnadelstickmaschine den Ablauf deutlich entlasten.

Abschluss

Du hast jetzt die Logik des „Sandwich“, den Ablauf aus Platzierung/Fixierung/Triple-Bean und die entscheidende Handarbeit (Einschnitte + Bürsten) im Griff. Finale Kontrolle:

  1. Ist die Kante fluffig?
  2. Hält die Kontur sicher?
  3. Sind Rahmenspuren minimal?

Wenn du dreimal „ja“ sagen kannst, ist das nicht nur „Stoff auf ein Handtuch sticken“, sondern ein sauber produzierbares, texturiertes Appliqué-Finish.