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Wer schon einmal versucht hat, ein launisches, dickes Quilt-„Sandwich“ in einen normalen Stickrahmen zu zwingen, kennt das: Der Rahmen will nicht schließen, der Stoff wellt sich, und im Hinterkopf läuft nur noch der Film „Bitte kein Fadennest im Wollvlies“.
In dieser Analyse zerlegen wir einen Workflow, in dem Sharon einen 9" (23 cm) breiten Feder-und-Stippling-Block auf einer Janome Memory Craft 15000 stickt. Entscheidend ist die „Float“-Methode im Quilt-As-You-Go (QAYG): Eingespannt wird nur die Rückseite, alles Dicke liegt zunächst lose obenauf.
Wir schauen nicht nur zu – wir übersetzen das in eine reproduzierbare Praxis: warum es funktioniert, wo die typischen Risiken liegen (Falten, Startknoten, Spannungsbild) und wie du das sicher nacharbeitest.

Nicht erschrecken: Warum ein „floating“ Quiltblock erst falsch aussieht – und dann richtig wird
Wenn du aus der klassischen Stickerei (z. B. Shirts) kommst, ist dein Reflex: „trommelfest einspannen“. Genau deshalb wirkt diese Methode im ersten Moment „falsch“: Vlies und Oberstoff liegen sichtbar puffig und lose im Stickbereich.
Der Perspektivwechsel: Beim Quilten in der Stickmaschine baust du keine Trommel – du baust eine kontrollierte Zone, die durch Stiche fixiert wird.
Dicke Lagen (Stoff + Vlies + Oberstoff) passen physikalisch oft nicht sauber in Standard-Kunststoffrahmen, ohne dass du die Kante plattdrückst oder den Rahmen überlastest. Das führt dann zu Rahmenabdrücken oder dazu, dass der Innenrahmen „rauspoppt“. Beim Floating bleibt die Dicke zunächst außerhalb der Klemmzone – bis die Maschine sie mit einer umlaufenden Heftnaht festsetzt.
Sichtkontrolle: Vor dem ersten Stich darf (und soll) es puffig aussehen. Das ist kein Fehler, sondern Teil der Strategie.

Die „unsichtbare“ Vorbereitung: Wollvlies, Rückseite und sauberes Zuschneiden
Bevor du an die Maschine gehst, stabilisierst du die „Physik“ deiner Materialien. Sharon nutzt Wollvlies (Batting) und einen unruhig gemusterten Rückseitenstoff.
Warum das technisch sinnvoll ist:
- Wolle vs. Baumwolle: Wollvlies ist voluminöser (mehr Loft) und wärmer – gleichzeitig steigt der Widerstand beim Durchstich. Die Nadel muss mehr „arbeiten“.
- „Busy Back“ als Tarnung: Beim Quilten in der Stickmaschine sind Start/Stop-Punkte, Übergänge und minimale Passungsabweichungen realistisch. Auf einem Uni-Rückseitenstoff sieht man das sofort – auf einem unruhigen Print deutlich weniger.
Verbrauchsmaterial-Hinweis aus der Praxis: Für QAYG-Blöcke ist ein scharfes Rollschneider-Messer Gold wert. Wenn die Klinge rupft oder aussetzt, wird das Quadrat nicht wirklich quadratisch – und das rächt sich beim Zusammensetzen.
Wenn du diese Blöcke in Serie vorbereitest, ist Wiederholgenauigkeit beim Zuschnitt und Einspannen entscheidend. Viele nutzen eine Einspannstation für Stickmaschinen nicht nur für Shirts, sondern auch, um Rückseitenstoffe reproduzierbar rechtwinklig zu fixieren.
Prep-Checkliste (kurz vor dem Einspannen):
- Design-Check: Passt das Motiv zur Zielgröße 9" / 23 cm?
- Klingen-Check: Rollschneiderklinge jetzt wechseln.
- Stoffzugabe: Rückseite rundum deutlich größer als der Rahmen zuschneiden (mind. ca. 2" pro Seite, wie im Draft beschrieben).
- Maschinen-Check: Nadelplatte prüfen – wenn du beim letzten Projekt eine Nadel „getroffen“ hast, können Grate Vlies/Faden sofort stressen.

Einspannstrategie: Die Basislage muss straff und rechtwinklig sitzen
Sharon spannt nur den Rückseitenstoff in den Stickrahmen ein. Das ist dein Anker. Wenn diese Lage nachgibt, zieht sich der ganze Block zusammen und du bekommst Wellen.
Schnelltest (ohne Messwerkzeug):
- Fühlen: Antippen – nicht „bretthart“ (das verzieht den Fadenlauf), aber ohne Durchhang.
- Sehen: Fadenlauf/Gewebe soll gerade wirken, nicht bogenförmig.
Typischer Engpass: Standardrahmen arbeiten über Reibung/Schraube. Bei glatten Quilt-Baumwollen führt das in der Praxis zu Rutschen, Handbelastung oder „Hoop Pop“. Genau deshalb wechseln viele bei dicken oder häufigen Einspannungen auf Magnetrahmen für Stickmaschine: Magnetkraft klemmt vertikal, schnell und gleichmäßig – ohne Schraubdruck und ohne den Stoff so leicht zu verziehen.

Der Floating-Aufbau: Loft kontrollieren, ohne ihn zu zerdrücken
Als Nächstes werden Wollvlies und Oberstoff oben auf den eingespannten Rückseitenstoff aufgelegt – ohne sie mit einzuklemmen. Das ist „floating“.
Warum floating hier hilft: Würdest du Wollvlies im Rahmen mitklemmen, drückst du die Fasern am Rand platt – das kann als dauerhafte Kante sichtbar bleiben. Floating hält den Loft über die Fläche gleichmäßiger.
Ausführung (praxisnah):
- Lose auflegen: Sharon legt Vlies und Oberstoff „loose laid“ auf.
- Glätten statt ziehen: Mit den Handflächen von der Mitte nach außen glattstreichen. Nicht am Stoff ziehen – sonst baust du Spannung ein, die später als Welle zurückkommt.
Begriffe wie Floating-Stickrahmen klingen kompliziert – in Wahrheit ist es einfach die saubere Lösung, wenn Material zu dick ist, um es sinnvoll einzuklemmen.

Maschineneinstellung: „Sicherheitszone“ für Start, Spannung und Tempo
Sharon arbeitet an der Janome MC15000 mit: One-Stitch-Stop aktiv, identische Fadenfarbe oben/unten und (wichtig) erhöhter Fadenspannung.
Spannungs-Realität bei dicken Lagen: Dicke Quilt-Sandwiches erzeugen mehr Reibung und Weg für den Oberfaden.
- Sharon erhöht die Spannung (Video: „increased tension“).
- Der Sicherheits-Hack: Oberfaden und Unterfaden in gleicher Farbe (z. B. King Tut „Lapis Lazuli“). Wenn die Spannung nicht 100% perfekt ist, fallen kleine Unsauberkeiten optisch kaum auf.
Warnung: Mechanische Sicherheit
Bei Floating-Lagen Hände konsequent aus der Nadelzone halten. Lose aufgelegte Stoffe können sich beim Rahmenhub minimal anheben. Bei 1000 Stichen/Minute niemals „mal eben“ während des Laufens glätten.
Setup-Checkliste (vor Start):
- One Stitch Stop aktiv.
- Farbgleichheit: Ober- und Unterfaden gleiche Farbe.
- Freigängigkeit: Nichts unter dem Rahmen (Schere, Stoffreste).
Für alle, die mit einer janome Stickmaschine arbeiten: Bildschirmhinweise sind hilfreich – aber die haptische Kontrolle (Straffheit, Freigängigkeit, Fadenführung) entscheidet.

Umlaufende Heftnaht (Basting): Der „Sicherheitsgurt“
Die Maschine näht zuerst eine Heftbox um den Block.
- Funktion: Diese Naht „spannt“ die oberen Lagen nachträglich fest. Ab hier kann der Oberstoff nicht mehr frei wandern.
- Sichtkontrolle: Besonders die Ecken beobachten. Wenn sich dort eine Welle aufbaut, ist das der Moment zum Stoppen und Glätten (ohne zu ziehen).

Sauberer Start: So vermeidest du Fadennester („Bird’s Nest“)
Das ist eine der wichtigsten Gewohnheiten für saubere Quilt-Stickouts. Wenn du mit losen Fadenenden startest, werden sie gern in den Greiferbereich gezogen – Ergebnis: Fadennest.
Protokoll (wie im Video gezeigt):
- One Stitch Stop: Einen Stich runter, einen Stich hoch.
- Unterfaden hochholen: Am Oberfaden ziehen, bis die Unterfadenschlinge oben erscheint.
- Fadenenden sichern: Beide Enden festhalten, bis die ersten Verriegelungsstiche sauber sitzen.
Das ist keine Glückssache – das ist Prozessdisziplin.

Geschwindigkeit vs. Kontrolle: Den Sweet Spot finden
Sharon stickt mit 1000 Stichen/Minute.
- Das ist für einen schweren Quiltblock zügig – je nach Setup kann das mehr Vibration bedeuten.
- Im Video nennt sie auch den Vergleich: 8 Minuten bei 1000 spm vs. 15 Minuten bei 400 spm.
Wenn dein Setup unruhig läuft oder du bei dicken Lagen mehr Kontrolle brauchst, ist langsamer oft wirtschaftlicher als ein Abbruch.
Wenn deine Maschine den großen Rahmen nicht sauber „trägt“, ist eine stabile Auflage (z. B. großer Anschiebetisch) wichtig. Bei viel Großformat-Arbeit spielt auch die Wahl einer Stickmaschine mit großem Stickrahmen eine Rolle.

Stippling-Phase: Dichte Stellen brauchen einen sauberen Neustart
Nach dem zentralen Federteil folgt das Stippling/Meandern in den Ecken. Sharon nutzt dabei erneut das Start-Protokoll (Unterfaden hochholen).
Warum das hier besonders zählt: Stippling ist dicht. Ein unsauberer Start wird schnell zu einem harten „Knubbel“, den man später beim Anfassen spürt.

Zuschnitt: Block ausspannen und sauber begradigen
Nach dem Stickout wird der Block aus dem Rahmen genommen und mit Rollschneider/Lineal zugeschnitten – mit Nahtzugabe für QAYG.
Wichtiger Praxispunkt aus dem Video: Für Quilt-As-You-Go brauchst du zusätzlichen Stoff an den Verbindungsstellen („extra fabric around the joins“). Schneide also nicht „zu knapp“.
Post-Stitch-Checkliste:
- Rückseite prüfen: Keine Fadennester, keine auffälligen Spannungsfehler.
- Vorderseite prüfen: Gleichmäßiges Stichbild, keine sichtbaren Startknubbel.
- Begradigen: Mit großem Patchwork-Lineal auf Maß plus Nahtzugabe trimmen.

Material-Logik in einem Satz
- Wollvlies: Mehr Loft/Wärme – deshalb floating, damit nichts am Rand plattgedrückt wird.
- Unruhige Rückseite: Kaschiert Start/Stop und Übergänge.
- Gleiche Fadenfarbe oben/unten: Mehr Toleranz, wenn die Spannung bei dicken Lagen nicht „laborperfekt“ ist.

Entscheidungslogik: Stoff- & Vlies-Strategie
Nutze diese Logik, um dein Setup für QAYG-Blöcke zu planen.
1. Ist dein Rückseitenstoff stabil (z. B. Quilt-Baumwolle)?
- JA: Direkt einspannen (Sharons Methode).
- NEIN (z. B. sehr dehnbar/flauschig): Dann brauchst du eine zusätzliche Stabilisierung – im Draft als Cutaway/Tearaway beschrieben.
2. Produzierst du 1 Block oder 50?
- 1 Block: Standardrahmen reicht oft.
- 50 Blöcke: Wiederholtes Schrauben/Spannen wird zur Belastung – Magnetrahmen können den Prozess deutlich beschleunigen.
Warnung: Magnet-Sicherheit
Magnetrahmen arbeiten mit starken Neodym-Magneten. Quetschgefahr für Finger; außerdem Abstand zu Herzschrittmachern, empfindlicher Elektronik und Kindern halten.
Praxisfrage aus den Kommentaren: Block-Design oder „durchgehend“ über den Quilt?
Eine typische Frage aus der Praxis war sinngemäß: Ob das Setup nur für Blöcke gedacht ist oder ob man „kontinuierlich“ über den ganzen Quilt sticken kann.
Antwort (wie vom Kanal bestätigt): Die Stickerei ist für Blöcke ausgelegt. Einen kompletten Quilt im Rahmen stabil zu halten und dann noch sauber auszurichten, ist extrem schwierig.
Upgrade-Pfad: Wann bessere Tools wirklich Sinn ergeben
Du kannst schöne Blöcke auch mit Basis-Setup sticken. Wenn du aber an Grenzen stößt, ist das ein sinnvoller Upgrade-Pfad:
- Problem: „Handgelenke tun weh“ / „Rückseite rutscht beim Einspannen“.
- Lösung Level 1: Ein hoop master Einspannstation-ähnliches System, das den Außenrahmen hält und das Einsetzen des Innenrahmens kontrollierter macht.
- Lösung Level 2: Wechsel auf Magnetrahmen – schneller, gleichmäßiger, weniger Kraft.
- Problem: „Ich will das gewerblich in Serie machen.“
- Hinweis aus dem Draft: Eine Mehrnadelstickmaschine reduziert Stillstand durch Farbwechsel.
- Problem: „Ich bekomme die Rückseite nicht reproduzierbar rechtwinklig.“
- Lösung: Eine dedizierte Einspannstation für Stickmaschine hilft, Fadenlauf und Rechtwinkligkeit konstant zu halten.

Quick Troubleshooting Guide
| Symptom | Likely Cause | The "Quick Fix" |
|---|---|---|
| Pukering / Rippling | Top fabric was pulled too tight when floating. | Do not stretch floating fabric; smooth it gently like petting a cat. |
| Thread Nests underneath | Loose tail at start. | Use the "Clean Start" protocol (Down/Up/Pull). |
| Needle Breakage | Needle deflecting off thick wool. | Upgrade to Size 90/14 Titanium needle; Slow down to 600 SPM. |
| White dots on top | Bobbin thread pulling up. | Loosen top tension slightly or use matching bobbin thread to hide it. |

Ergebnischeck
Am Ende zeigt Sharon einen Block, der sichtbar voluminös, sauber und rechtwinklig wirkt. Der unruhige Rückseitenstoff erfüllt seinen Zweck: Start/Stop-Stellen und Strukturstiche fallen deutlich weniger auf.

Fazit: Sicherheit und Qualität kommen aus dem Prozess
Dieser Stitch-out funktioniert nicht „wegen“ eines bestimmten Modells, sondern wegen Prozess-Konsequenz:
- Ankern: Rückseite sauber einspannen.
- Loft respektieren: Wollvlies floating auflegen.
- Sichern: Erst die Heftnaht.
- Start kontrollieren: Unterfaden hochholen, Fadenenden halten.
Wenn du das bei einem Block beherrschst, beherrschst du es auch bei fünfzig.
FAQ
- Q: Warum sieht ein „floating“ Quilt-As-You-Go-Block auf der Janome Memory Craft 15000 vor dem Start so puffig und „falsch“ aus?
A: Das ist normal: Beim Floating bleiben die dicken Lagen zunächst außerhalb der Klemmzone, bis die umlaufende Heftnaht alles fixiert.- Spanne nur den Rückseitenstoff ein, straff ohne Durchhang.
- Lege Wollvlies und Oberstoff oben auf, ohne sie einzuklemmen.
- Sticke zuerst die Heftbox („Seatbelt“), damit die Lagen nicht mehr wandern.
- Erfolgskontrolle: Vor dem ersten Stich ist es locker/puffig; nach der Heftbox darf sich der Oberstoff beim leichten Darüberstreichen nicht mehr verschieben.
- Wenn es trotzdem scheitert: Bei der ersten Ecke mit Wellenbildung stoppen, Oberstoff glattstreichen (nicht ziehen) und die Heftnaht erneut laufen lassen.
- Q: Woran erkennen Nutzer:innen der Janome Memory Craft 15000, ob der Rückseitenstoff fürs Floating korrekt eingespannt ist?
A: Die Rückseite ist der stabile Anker: straff und rechtwinklig, aber nicht überdehnt.- Antippen: Es darf keinen „Beutel“/Durchhang geben.
- Sichtkontrolle: Fadenlauf/Gewebe soll gerade wirken, nicht bogenförmig.
- Neu einspannen, wenn sich der Stoff beim leichten Darüberziehen mit dem Finger sichtbar verschiebt.
- Erfolgskontrolle: Flach, ohne „Smile-Bogen“ und ohne lose Tasche in der Mitte.
- Wenn es trotzdem scheitert: Von Schraub-/Reibrahmen auf Magnetrahmen wechseln, um Rutschen und Handbelastung zu reduzieren.
- Q: Was ist das „Clean Start“-Protokoll auf der Janome Memory Craft 15000, um Fadennester beim Sticken auf floating Wollvlies zu vermeiden?
A: Kontrolliert starten: Nadel runter/hoch und Unterfaden nach oben holen, bevor die Maschine durchläuft.- Einen Stich runter, einen Stich hoch.
- Am Oberfaden ziehen, bis die Unterfadenschlinge oben erscheint.
- Beide Fadenenden bei den ersten 3–5 Verriegelungsstichen festhalten.
- Erfolgskontrolle: Kein Fadenknäuel unter der Stichplatte, Startstiche liegen flach.
- Wenn es trotzdem scheitert: Neu einfädeln und den Pull-Up wiederholen – lose Enden sind der häufigste Sofort-Auslöser.
- Q: Welche Nadel- und Geschwindigkeits-Einstellungen helfen auf der Janome Memory Craft 15000 gegen Nadelbruch bei dicken Wollvlies-Quiltblöcken?
A: Eine stabile 90/14-Nadel und reduziertes Tempo senken Durchstich-Impact und Ablenkung.- Topstitch 90/14 oder Quilting 90/14 einsetzen; wenn nötig wird oft auch eine Titanium Topstitch 90/14 genutzt.
- Geschwindigkeit reduzieren, wenn das Setup unruhig wird (im Draft als „Sweet Spot“ 600–700 SPM; bei Bedarf 500 SPM).
- Auf „thump-thump“/Klick-Geräusche achten und sofort langsamer werden.
- Erfolgskontrolle: Gleichmäßiger Lauf ohne wiederholte Brüche.
- Wenn es trotzdem scheitert: Nadelplatte auf Grate prüfen und Nadel erneut tauschen (leicht verbogene Nadeln brechen schnell wieder).
- Q: Soll bei dicken Quilt-„Sandwich“-Lagen auf der Janome Memory Craft 15000 die Oberfadenspannung erhöht oder gesenkt werden?
A: Dicke Lagen brauchen oft eine Anpassung; die sicherste Optik-Absicherung ist gleiche Fadenfarbe oben/unten.- Von der Normalspannung aus in kleinen Schritten anpassen.
- Erhöhen, wenn das Stichbild durch Drag oben zu locker wirkt; senken, wenn der Faden reißt.
- Ober- und Unterfaden farbgleich wählen, um kleine Unwuchten zu kaschieren.
- Erfolgskontrolle: Gleichmäßige Linie ohne auffällige Unterfaden-„Pünktchen“ oben.
- Wenn es trotzdem scheitert: Tempo reduzieren und den sauberen Start (Fadenenden halten) prüfen – Startinstabilität sieht oft wie ein Spannungsproblem aus.
- Q: Welche Prep-Checks verhindern verzogene QAYG-Blöcke vor dem Sticken (Rollschneider, Stoffzugabe, Nadelplatte)?
A: Viele „mysteriöse“ Blockprobleme entstehen vor dem Start – und lassen sich dort abfangen.- Frische Rollschneiderklinge einsetzen, damit die Rückseite wirklich rechtwinklig wird.
- Rückseitenstoff rundum größer als der Rahmen zuschneiden, damit nichts an der Kante zieht.
- Nadelplatte auf Grate prüfen, falls zuvor eine Nadel angeschlagen ist.
- Erfolgskontrolle: Rückseite liegt im Rahmen rechtwinklig; der Block lässt sich sauber auf Maß trimmen.
- Wenn es trotzdem scheitert: Wie im Draft beschrieben den Block vor dem Trimmen kurz flach liegen lassen, damit sich das Material entspannen kann.
- Q: Welche Sicherheitsrisiken gibt es bei Magnetrahmen für dicke Quiltblöcke und wie sollten SEWTECH Magnetic Hoops gehandhabt werden?
A: Magnetrahmen sind schnell, aber die Magnetkraft kann Finger quetschen und kann bei Herzschrittmachern problematisch sein.- Finger aus der Klemmzone halten; Magnete kontrolliert schließen.
- Abstand zu Kindern und empfindlicher Elektronik.
- Nicht in der Nähe von Herzschrittmachern/ähnlichen Implantaten verwenden.
- Erfolgskontrolle: Gleichmäßige Klemmung ohne „Gewalt“ an Schrauben; Hände bleiben aus Quetschzonen.
- Wenn es trotzdem scheitert: Wenn sich das Handling unsicher anfühlt, für diesen Job auf Standardrahmen zurückgehen oder eine Einspannhilfe nutzen.
- Q: Ab wann lohnt sich für 50 QAYG-Blöcke das Upgrade vom Standard-Janome-Rahmen auf Magnetrahmen oder auf eine Mehrnadel-SEWTECH-Stickmaschine?
A: Upgrade nach Engpass: erst Einspann-Ergonomie/Repeatability, dann Durchsatz durch weniger Farbwechsel.- Level 1 (Technik): Rechtwinklig einspannen, Heftnaht zuerst, saubere Starts.
- Level 2 (Tool): Magnetrahmen, wenn Handgelenke leiden, Stoff rutscht oder Schraubenzeit bremst.
- Level 3 (Kapazität): Mehrnadelmaschine, wenn du verkaufst und Farbwechsel auf einer Einnadelmaschine den Durchsatz limitieren.
- Erfolgskontrolle: Einspannzeit sinkt, weniger Rutschen, weniger Stopps/Neustarts pro Block.
- Wenn es trotzdem scheitert: Eine dedizierte Einspannstation nutzen, um die Rückseite konstant rechtwinklig vorzubereiten, bevor du die Maschine wechselst.
