Janome MC350e: Von Null zu sicher – Einfädeln, Fadenspannung, Einspannen (Rahmen A/B) und On‑Screen‑Editing ohne die üblichen Stolpersteine

· EmbroideryHoop
Dieser praxisnahe Rundgang für die Janome Memory Craft 350e bildet den kompletten Workflow aus dem Video nach: Einfädeln, Nadeleinfädler, Spannungscheck, Vlies-Auswahl für Strickware, Einspannen mit Rahmen A/B, Rahmen am Stickarm verriegeln sowie Arbeiten am Touchscreen (integrierte Motive, Monogramme, Skalieren/Drehen und Muster kombinieren). Zusätzlich gibt es werkstattnahe Checkpoints gegen Kräuseln, Fadenknäuel und langsames Einspannen – plus einen klaren Upgrade-Pfad, wenn du später die Produktion beschleunigen willst.
Urheberrechtshinweis

Nur zu Bildungszwecken. Diese Seite ist eine Lern-/Kommentar-Notiz zum Werk der ursprünglichen Urheberin/des ursprünglichen Urhebers. Alle Rechte verbleiben beim Original; kein erneutes Hochladen oder Weiterverbreiten.

Bitte sieh dir das Originalvideo auf dem Kanal der Urheber*in an und abonniere, um weitere Tutorials zu unterstützen – ein Klick hilft, klarere Schritt-für-Schritt-Demos, bessere Kameraperspektiven und Praxistests zu finanzieren. Tippe unten auf „Abonnieren“, um sie zu unterstützen.

Wenn du die/der Urheber*in bist und eine Anpassung, Quellenergänzung oder Entfernung einzelner Teile wünschst, kontaktiere uns über das Kontaktformular der Website. Wir reagieren zeitnah.

Inhaltsverzeichnis

Wenn du eine Janome Memory Craft 350e gerade erst ausgepackt (oder übernommen) hast, kann sich die erste Stunde ziemlich überwältigend anfühlen: Einfädelwege, Spannungsrad, Rahmenschraube, Stickvlies – und ein Touchscreen voller Symbole, die noch nichts „sagen“.

Die Wahrheit ist: Die MC350e ist ein Arbeitstier – aber sie verlangt Routine. Sie verzeiht kein „Pi mal Daumen“.

Aus der Praxis weiß ich: 90 % der Frustmomente kommen bei dieser Maschine aus drei physikalischen Variablen: Einspannen, Einfädeln und Fadenspannung. Unten führe ich dich durch den Ablauf aus dem Tutorial – ergänzt um die kleinen Kontrollpunkte (Widerstand, Sitz, „passt das wirklich?“), mit denen erfahrene Bediener:innen reproduzierbar saubere Stickergebnisse bekommen.

Close up of spool holder securing thread on spool pin
Machine setup

Der Beruhigungs-Check: Was die Janome Memory Craft 350e wirklich braucht, bevor du auf Start drückst

Die MC350e verlangt keine Perfektion – sie verlangt Konstanz. Die meisten frühen Probleme (Fadenknäuel/Birdnesting, Fadenrisse, Nadelbruch) entstehen fast immer durch einen dieser drei Punkte im „Pre-Flight-Check“:

  1. Spannungs-Sitz: Der Oberfaden liegt nicht sauber zwischen den Spannungsscheiben.
  2. Einspann-Fehler: Stoff/Vlies sind nicht passend stabilisiert oder der Stoff „schwimmt“ statt trommelfest zu sitzen.
  3. Platz-Crash: Stickrahmen/Stickarm stoßen während des Stickens hinten an Wand, Werkzeug, Tasse usw.

Wenn du vom normalen Nähen kommst, wirkt Sticken „pingeliger“, weil der Stoff starr gehalten wird, während der Rahmen mit hoher Geschwindigkeit verfährt. Jede Dehnung, jeder Zug und jede Reibung zeigt sich sofort.

Hinweis zu Modellen: 300e und 350e sind eng verwandt (beide Ein-Nadel-Maschinen). Trotzdem: Dateitransfer (USB/Medien) und Rahmen-Kompatibilität immer gegen das Handbuch prüfen.

Hand adjusting the manual tension dial on top of machine
Adjusting Setttings

Janome MC350e richtig einfädeln (damit die Spannung überhaupt arbeiten kann)

Die Einfädelreihenfolge im Video ist simpel – aber dahinter steckt ein Mechanismus, den du im Kopf haben solltest.

Goldene Regel: Vor dem Einfädeln muss der Nähfuß oben sein.

  • Warum? Wenn der Fuß oben ist, öffnen sich die Spannungsscheiben. Wenn der Fuß unten ist, sind sie geschlossen.
  • Risiko: Fädelst du mit abgesenktem Fuß ein, läuft der Faden oft vor den Scheiben statt dazwischen. Ergebnis: keine wirksame Oberfadenspannung – und sehr häufig sofort ein massiver Fadenknäuel unter der Stichplatte.

Bewährte Routine:

  1. Garn aufsetzen: Spulenkappe/Spulenhalter passend zur Spulengröße wählen, damit nichts hakt.
  2. Nadelposition: Mit dem Handrad die Nadel in die absolut höchste Position bringen.
  3. Fadenweg: Den nummerierten Punkten 1 bis 5 folgen.
  4. Fühl-Check: Wenn du den Faden Richtung Nadel nach unten führst, senke den Nähfuß und ziehe den Faden leicht. Du solltest einen klaren, gleichmäßigen Widerstand spüren (wie Zahnseide zwischen den Zähnen). Rutscht er fast frei durch, sitzt er nicht in den Scheiben: Fuß hoch, komplett neu einfädeln.

Wenn du dir einen festen Arbeitsplatz für die Maschine einrichtest, zahlt sich genau hier ein sauberer Workflow aus – oft als Einspannstation für Maschinenstickerei gedacht: Schere, Unterfadenspulen und Vlies liegen griffbereit, und du „halb-fädelst“ nicht, weil du dich nach Werkzeug strecken musst.

Graphic comparison of good tension vs bad tension (letter A)
Troubleshooting explanation

Eingebauter Nadeleinfädler (Methode aus dem Video)

Im Video wird der mechanische Einfädler gezeigt. So machst du es, ohne den empfindlichen Haken zu verbiegen:

  1. Den Hebel des Nadeleinfädlers ganz nach unten drücken.
  2. Den Faden unter die große Kunststoff-Führung (links) legen und dann vor der Nadel entlangführen.
  3. Den Faden unter den kleinen Metallhaken legen, der durch das Nadelöhr greift.
  4. Den Hebel langsam und ohne Kraft zurückführen, dabei das Fadenende locker halten – die Maschine zieht die Schlaufe durch.

Warnung: Finger aus dem Nadelbereich halten. Den Hebel niemals „durchdrücken“. Wenn etwas klemmt, steht die Nadel meist nicht ganz oben. Gewalt verbiegt den Haken – dann ist der Einfädler praktisch unbrauchbar.

Praxis-Tipp: Nach dem Einfädeln ca. 5–7 cm Faden durchziehen und unter den Fuß legen. Dieser „Fadenschwanz“ verhindert, dass der Faden beim Anlaufen nach unten gezogen wird.

Fadenspannung an der Janome MC350e: Lies die Naht – nicht die Laune

Spannung ist keine Magie, sondern Physik. Das Video erklärt es praxisnah: Schau auf die Rückseite.

  • Gute Spannung: Auf der Rückseite eines Satinstichs sieht man mittig einen schmalen Anteil Unterfaden (ca. 1/3), links und rechts davon den Oberfaden.
  • Unterfaden oben sichtbar: Oberfadenspannung zu hoch (Oberfaden zieht den Unterfaden nach oben). Lösung: Spannungsrad auf kleinere Zahl.
  • Schlaufen/„Flauschteppich“ unten: Oberfadenspannung zu niedrig (Oberfaden wird nicht sauber angezogen). Lösung: Spannungsrad auf größere Zahl.
Touchscreen showing thread brand selection options (Janome, Robison-Anton, Madeira, Mettler)
Software setup

Das „Warum“ hinter den Symptomen (damit du nicht ewig am Rad drehst)

Beim Sticken ziehen Ober- und Unterfaden gegeneinander.

Realitäts-Check: Bevor du am Spannungsrad drehst, prüfe den Fadenweg. Ein Großteil der „Spannungsprobleme“ sind in Wahrheit Einfädelprobleme. Wenn du große Schlaufen unten siehst, ist der Faden oft aus dem Fadenhebel oder aus den Spannungsscheiben gerutscht. Dann komplett neu einfädeln – erst danach fein nachregeln.

Wenn du die Garnmarke wechselst (z. B. Janome zu Madeira oder Robison-Anton), kann je nach Garntyp eine kleine Korrektur sinnvoll sein.

Die „unsichtbare“ Vorbereitung, damit Strickware mitmacht: Vlies-Auswahl aus dem Video

Im Video wird ein pinker Strickstoff gezeigt (dehnbar). Ohne Stabilisierung ist Maschinenstickerei auf Strick praktisch nicht kontrollierbar.

Gezeigt wird das Aufbügeln eines Bügelvlieses (z. B. Sulky Totally Stable) auf die Rückseite. Das reduziert Dehnung, während der Rahmen den Stoff hält.

Comparison of Hoop A and Hoop B side by side
Equipment overview
Three packages of Sulky stabilizers displayed with hoops
Material preparation
Ironing stabilizer onto pink knit fabric
Stabilizing

Entscheidungshilfe: Stabilisieren nach Stoffverhalten

Die falsche Vlieswahl führt zu Kräuseln (Wellen/Falten um die Stickerei).

  • Szenario A: Strick/Stretch (T-Shirts, Polos)
    • Video-Methode: Bügelvlies (Tearaway/aufbügelbar) – funktioniert bei leichten Motiven.
    • Praxis-Standard: Schneidvlies (Cutaway). Für Kleidung, die gewaschen wird, gibt Cutaway dauerhaft Halt, damit sich das Motiv nicht verzieht. Stoff und Vlies sollten sich wie eine Lage verhalten.
  • Szenario B: Webware/stabil (Jeans, Canvas)
    • Empfehlung: Reißvlies (Tearaway) – stützt gut und lässt sich sauber entfernen.
  • Szenario C: Hoher Flor/Struktur (Frottee, Fleece)
    • Empfehlung: Wasserlösliche Folie als Topper (Solvy) oben auflegen, damit Stiche nicht im Flor versinken.

Wenn du beim Einspannen für Stickmaschine noch unsicher bist, merke dir: „Fixiert“ ist wichtiger als „brutal fest“. Ziel ist, dass Stoff und Vlies nicht gegeneinander wandern.

Prep-Checkliste (vor dem Einspannen)

  • Nähfuß oben?
  • Nadel in höchster Position?
  • Beim Einfädeln spürbarer Widerstand in den Spannungsscheiben?
  • Passendes Vlies zum Material?
  • Stoff glatt gebügelt (keine Knicke)?

Einspannen an der Janome MC350e: Standardmethode mit Rahmen A (und zwei Fehler, die dich Zeit kosten)

Im Video wird die klassische Schraubrahmen-Methode mit „Hoop A“ gezeigt (Reibschluss).

  1. Äußere Rändelschraube deutlich lösen.
  2. Außenrahmen auf eine harte, plane Fläche legen.
  3. Vlies+Stoff über den Außenrahmen legen.
  4. Innenrahmen einsetzen (auf die L/R-Markierung achten).
  5. Gleichmäßig eindrücken.
  6. Schraube anziehen, dabei die Spannung gleichmäßig halten.
Hands pressing the inner hoop template into the outer hoop
Hooping fabric
Hand tightening the thumb screw on the standard hoop
Hooping fabric

Zwei typische Einspannfehler

Fehler #1: Nach dem Festziehen am Stoff ziehen. Nicht nachträglich an den Stoffkanten zerren, um Falten „wegzuziehen“. Das verzieht den Fadenlauf. Wenn es nicht sauber sitzt: ausspannen und neu einspannen.

Fehler #2: „Schwimmender“ Sitz durch falsche Schraubstellung. Wenn der Innenrahmen kaum reingeht, ist die Schraube zu fest. Wenn der Stoff bei einem leichten Zug rutscht, ist sie zu locker. Ziel: trommelfest, ohne Gewalt.

Wenn du merkst, dass dich das ständige Schrauben ausbremst, ist das oft der Punkt, an dem man über effizientere Einspannen für Stickmaschine-Workflows nachdenkt.

Rahmen A vs. Rahmen B an der Janome MC350e: Größenwahl, die Re-Hooping verhindert

Die Maschine kommt mit zwei gängigen Größen:

  • Rahmen A (Standard): 126 mm x 110 mm (ca. 5" x 4.3")
  • Rahmen B (Large): 200 mm x 140 mm (ca. 7.9" x 5.5")
Comparison of Hoop A and Hoop B side by side
Equipment overview

Praxisregel: Nimm den kleinsten Rahmen, in den das Motiv passt.

Je größer der Rahmen, desto mehr „Nachgiebigkeit“ hat die Stoffmitte – und desto eher leidet die Passung (z. B. Kontur trifft Füllung nicht sauber).

Wenn du zusätzliche Rahmen kaufen willst, sei bei Angeboten wie janome 300e Stickrahmen vorsichtig: Das kann passen, aber die Aufnahme am Stickarm muss exakt zur MC350e passen.

Rahmen am Stickarm verriegeln – ohne Kollisionen

Im Video sieht man das „Aufsetzen und Verriegeln“:

  1. Rahmenstifte mit den Bohrungen am Stickarm ausrichten.
  2. Den Befestigungsknopf im Uhrzeigersinn drehen, bis er fest sitzt.
Attaching the hoop to the embroidery carriage arm
Machine setup

Wichtig: Freiraum-Check. Vor dem Start hinten prüfen: Der Stickarm fährt weit nach hinten. Steht dort etwas im Weg, kann es zu einem Crash kommen – und das ruiniert im Zweifel das ganze Motiv.

Kurz-Check direkt vor dem Sticken

  • Rahmen korrekt eingesetzt und verriegelt?
  • Hinten genügend Freiraum für die Rahmenbewegung?
  • Oberfadenende unter dem Fuß/gesichert?
  • „Trace“-Funktion nutzen, um den Stickbereich zu prüfen?

Touchscreen & Einstellungen an der Janome MC350e: Kleine Anpassungen, die den Alltag erleichtern

Im Menü My Setting stellst du das Verhalten der Maschine ein. Im Video:

  • Eco Mode: Display wird dunkel, wenn du weggehst.
  • Max. Stickgeschwindigkeit: 400 bis 650 SPM.

Praxis-Hinweis: Wenn du schwierige Kombinationen hast (z. B. empfindlicher Faden oder „zähes“ Material), geh runter auf 400 SPM. Weniger Geschwindigkeit bedeutet weniger Stress im Fadenlauf.

Weitere Punkte:

  • Auto Thread Cutting: Praktisch, aber je nach Motiv kann es Zeit kosten.
  • Sound: Nicht stumm schalten – Fehlertöne helfen.

Erster Sticklauf: Start/Stop-Rhythmus gegen Fadenknäuel

Im Video: Fuß runter → Start.

Technik gegen Birdnesting:

  1. Fuß senken.
  2. Oberfadenende leicht festhalten.
  3. Start.
  4. 3–5 Stiche nähen lassen.
  5. Stop.
  6. Fadenende knapp abschneiden.
  7. Weitersticken.
Ready to sew screen showing stitch count, colors, and hoop size
Software setup

So verhinderst du, dass der Faden beim Anlaufen nach unten in den Greiferbereich gezogen wird und dort verknotet.

Wenn der Faden mitten im Motiv reißt: Stitch Back/Forward richtig nutzen

Fadenrisse passieren. Die MC350e hat dafür Stitch Back / Forward.

  • Nach dem Riss neu einfädeln.
  • Mit Stitch - zurückgehen (im Video: pro Tastendruck typischerweise 10 Stiche).
  • Praxis: lieber etwas weiter zurück (z. B. 20 Stiche vor die Rissstelle), damit die Überlappung sauber verriegelt.

Monogramme auf der MC350e: Saubere Schrift ohne Rätselraten

Die Monogramm-Funktion bietet 2-/3-Buchstaben-Kombinationen, Schriftwahl und Ausrichtung (horizontal/vertikal).

Top-down view of machine stitching pink flower design on pink fabric
Embroidery execution

Typische Falle: Kleine Schrift auf flauschigem Material „verschwindet“.

  • Lösung: wasserlöslichen Topper (Solvy) oben auflegen.
  • Achtung beim Verkleinern: Zu stark verkleinert kann die Stichdichte zu hoch werden.

Designs laden: ATA PC Card Adapter vs. USB (Workflow aus dem Video)

Die 350e verbindet ältere und neuere Medien:

  • ATA PC Card: robust, aber Adapter/CF nötig.
  • USB-Stick: der praktische Standard.
Monogramming interface keypad
Designing
Inserting an ATA PC Card adapter into the machine slot
File Transfer

On-Screen-Editing: Skalieren, Drehen, Spiegeln, Kombinieren – ohne das Motiv zu ruinieren

Im Video wird ein Kombinations-Workflow gezeigt: Ein Eckmotiv wird dupliziert, gespiegelt und gedreht, um eine Rahmenoptik zu erzeugen.

  • Resize: 90 % bis 120 % (in 1 %-Schritten).
  • Rotate: 45° pro Schritt.
Inserting a USB memory stick into the side port
File Transfer
Finger dragging a design across the grid on touchscreen
Editing design
Rotating a floral pattern 90 degrees using touchscreen keys
Editing design

Warnung: Der Touchscreen ist empfindlich. Keine spitzen Gegenstände verwenden – Finger oder Stylus.

Wenn du später mit Spezialgrößen arbeitest, findest du am Markt auch Stickrahmen für janome in unterschiedlichen Ausführungen. Wichtig bleibt: Das maximale Feld (140 x 200 mm) ist physisch begrenzt.

Fehlerdiagnose: Die zwei häufigsten Stichprobleme (aus dem Video) – plus Praxis-Checks

Symptom 1: Unterfaden kommt oben hoch

  • Video-Lösung: Oberfadenspannung reduzieren.
  • Praxis-Check: Einfädelweg prüfen und im Unterfadenbereich auf Flusen achten.

Symptom 2: Schlaufen/„flauschige“ Rückseite

  • Video-Lösung: Oberfadenspannung erhöhen.
  • Praxis-Check: Häufig sitzt der Faden nicht korrekt im Fadenhebel. Dann kann die Maschine den Stich nicht anziehen → neu einfädeln.

Upgrade-Pfad: Wenn der Schraubrahmen dich ausbremst (und wie du sinnvoll auswählst)

Der Schraubrahmen funktioniert – hat aber Grenzen:

  1. Rahmenabdrücke: Druckstellen/Glanz auf empfindlichen Stoffen.
  2. Ermüdung: Häufiges Festziehen kostet Zeit und Handkraft.
  3. Dicke Teile: Mehrlagige/voluminöse Teile lassen sich schwer gleichmäßig einspannen.

Lösung in Stufen:

  • Level 1: Technik verbessern. Sauber einspannen, Vlies passend wählen, „Trace“ nutzen.
  • Level 2: Werkzeug-Upgrade (Magnetrahmen).
    Hier werden Themen rund um janome Magnetrahmen vom „Nice to have“ zum Workflow-Faktor: Magnetrahmen klemmen über Magnete statt über Reibschluss.
    • Vorteil: schnelleres Einspannen.
    • Vorteil: gleichmäßiger Halt, besonders bei schwierigem Material.

Begriffe wie Magnetrahmen für janome werden oft für solche Nachrüstlösungen verwendet.

  • Level 3: Maschinen-Upgrade (Mehrnadelstickmaschine).
    Wenn du extrem viele Farbwechsel pro Motiv hast und die Wechselzeit dein Engpass ist, ist das der Punkt, an dem Mehrnadeltechnik wirtschaftlich wird.

Warnung: Magnet-Sicherheit. Wenn du auf Magnetrahmen umsteigst: Die Magnete sind sehr stark. Finger nicht dazwischen bringen.

Kontrollliste während des Stickens

  • Fadenende nach 3–5 Stichen gekürzt?
  • Läuft die Maschine „rund“ (gleichmäßiger Klang)?
  • Farbwechsel im Blick, damit du zügig wechselst?
  • Bei Fadenriss mit Stitch Back die Stelle sauber überdeckt?

Wenn du die Kontrollpunkte beherrschst – Widerstand beim Einfädeln, trommelfester Sitz im Rahmen, Freiraum hinter der Maschine – hörst du auf, gegen die Janome MC350e zu kämpfen, und lässt sie für dich arbeiten.

FAQ

  • Q: Warum entsteht bei der Janome Memory Craft 350e direkt nach dem Drücken von Start ein riesiger Fadenknäuel (Birdnesting) unter der Stichplatte?
    A: Fädle die Janome Memory Craft 350e mit angehobenem Nähfuß komplett neu ein und starte dann, während du das Oberfadenende hältst und nach ein paar Stichen abschneidest.
    • Nähfuß vor dem Einfädeln anheben, damit die Spannungsscheiben öffnen, dann den kompletten Fadenweg (1–5) erneut einfädeln.
    • Nähfuß senken und einen „Zugtest“ machen: Der Faden darf nicht frei durchrutschen.
    • Beim Start das Oberfadenende festhalten, nach 3–5 Stichen stoppen, Fadenende knapp abschneiden, dann weitersticken.
    • Erfolgscheck: Die ersten Stiche bilden sich sauber, und es sammelt sich kein Fadenknäuel im Greiferbereich.
    • Wenn es weiter passiert: Unterfadenbereich öffnen und verhedderte Fäden entfernen, dann erneut vollständig einfädeln (ein „halb verfehlter“ Fadenweg wiederholt das Problem oft).
  • Q: Wie können Besitzer:innen der Janome Memory Craft 350e prüfen, ob der Oberfaden beim Einfädeln wirklich korrekt in den Spannungsscheiben sitzt?
    A: Nutze die Regel „Nähfuß hoch beim Einfädeln“ und prüfe anschließend über fühlbaren, gleichmäßigen Widerstand beim Ziehen Richtung Nadel.
    • Nähfuß anheben, bevor du anfängst, damit die Spannungsscheiben offen sind.
    • Nadel mit dem Handrad in die höchste Position bringen.
    • Nach dem nummerierten Fadenweg einfädeln, dann den Nähfuß senken und den Faden sanft Richtung Nadel ziehen.
    • Erfolgscheck: Es fühlt sich an wie Zahnseide zwischen den Zähnen (deutlicher, stetiger Widerstand).
    • Wenn nicht: Nähfuß wieder anheben und ab der Garnrolle neu einfädeln – rutscht der Faden ohne Widerstand, sitzt er nicht zwischen den Scheiben.
  • Q: Wie sieht die richtige Stick-Fadenspannung bei der Janome Memory Craft 350e auf der Rückseite eines Satinstichs aus – und was bedeuten die typischen Symptome?
    A: Ziel ist die „1/3-Unterfaden-Schiene“ auf der Rückseite; verstelle die Spannung erst, wenn das Einfädeln sicher korrekt ist.
    • Rückseite eines Satinstichs prüfen: mittig ca. 1/3 Unterfaden, links/rechts Oberfaden.
    • Wenn Unterfaden oben sichtbar ist: Oberfadenspannung reduzieren (Oberfaden ist zu stramm).
    • Wenn Schlaufen/„Teppich“ unten entstehen: Oberfadenspannung erhöhen (Oberfaden ist zu locker) und prüfen, ob der Faden aus dem Fadenhebel gesprungen ist.
    • Erfolgscheck: Gleichmäßiger Unterfadenanteil in der Mitte, keine großen Schlaufen und kein Unterfaden, der nach oben gezogen wird.
    • Wenn es nicht passt: Erst komplett neu einfädeln, dann auf Flusen unter der Unterfadenspannungsfeder achten.
  • Q: Welches Stickvlies sollte man bei Strick-T-Shirts mit der Janome Memory Craft 350e verwenden, um Kräuseln und Verzug zu vermeiden?
    A: Verwende Stabilisierung, die Dehnung zuverlässig verhindert – Cutaway ist für Strick oft die sicherere Dauerlösung; Bügelvlies kann bei leichten Motiven funktionieren.
    • Für Strickkleidung, die häufig gewaschen wird, ist Cutaway oft die robustere Wahl; Stoff und Vlies sollten sich wie eine Lage verhalten.
    • Wenn du Bügelvlies nutzt (wie im Strick-Beispiel), sauber und faltenfrei aufbügeln, damit der Stoff im Rahmen nicht nachgibt.
    • Stoff vor dem Einspannen glatt bügeln, damit keine Knicke „eingestickt“ werden.
    • Erfolgscheck: Eingespannter Strick fühlt sich stabil an und zeigt wenig „Give“; nach dem Sticken liegt die Fläche flach.
    • Wenn es weiter kräuselt: Einspanntechnik prüfen (kein „schwimmender“ Stoff) und ggf. von Bügelvlies auf Cutaway wechseln.
  • Q: Was sind die zwei häufigsten Einspannfehler mit Rahmen A an der Janome Memory Craft 350e, die zu Verzug oder Rutschen führen?
    A: Nicht nach dem Festziehen am Stoff ziehen – und die Rahmenschraube nicht „irgendwie“ einstellen; lieber neu einspannen.
    • Äußere Schraube deutlich lösen, bevor der Innenrahmen eingesetzt wird; Innenrahmen gleichmäßig eindrücken.
    • Beim Festziehen gleichmäßige Spannung halten; nicht nachträglich an den Kanten ziehen (verzieht den Fadenlauf).
    • Schraube so einstellen, dass der Stoff fest sitzt, der Innenrahmen aber ohne Gewalt eingesetzt werden kann.
    • Erfolgscheck: Stoff ist trommelfest und bleibt beim leichten Zug stabil – keine Wellen, kein Verrutschen.
    • Wenn es nicht passt: Ausspannen und neu einspannen; „retten“ kostet meist mehr Zeit.
  • Q: Welche Sicherheits-Schritte sollten Janome Memory Craft 350e Nutzer:innen beim eingebauten Nadeleinfädler beachten, damit der Haken nicht verbiegt?
    A: Den Hebel niemals mit Kraft bewegen; Nadel ganz nach oben stellen und den Faden exakt wie vorgesehen führen.
    • Mit dem Handrad die Nadel in die höchste Position bringen, bevor du den Hebel absenkst.
    • Faden unter die Kunststoffführung und vor der Nadel entlangführen, dann unter den kleinen Metallhaken im Nadelöhr legen.
    • Hebel sanft zurückführen und das Fadenende locker halten – nicht „schnappen“ lassen.
    • Erfolgscheck: Der Einfädler zieht eine Schlaufe sauber durchs Öhr, ohne Kratzen oder Widerstand.
    • Wenn es hakt: Sofort stoppen und Nadelhöhe/Fadenweg prüfen; Gewalt ist der Hauptgrund für verbogene Haken.
  • Q: Wann lohnt sich bei der Janome Memory Craft 350e der Umstieg vom Schraubrahmen auf Magnetrahmen – und wann ist eine Mehrnadelstickmaschine sinnvoll?
    A: Steigere in Stufen: erst Einspanntechnik stabilisieren, dann Magnetrahmen bei Rahmenabdrücken/Ermüdung/dicken Teilen, und Mehrnadel erst, wenn Farbwechselzeit echte Produktivität kostet.
    • Level 1 (Technik): Korrekt einspannen und die „Trace“-Funktion nutzen.
    • Level 2 (Tool): Magnetrahmen, wenn Rahmenabdrücke, Handermüdung durch häufiges Festziehen oder dicke Teile den Engpass bilden.
    • Level 3 (Kapazität): Mehrnadelstickmaschine, wenn viele Farbwechsel pro Motiv die Hauptzeitfresser sind.
    • Erfolgscheck: Einspannen wird schneller und reproduzierbarer, weniger Abdrücke, weniger Fehlschläge durch Rutschen.
    • Wenn es trotzdem hakt: Freiraum hinter der Maschine prüfen und „Trace“ nutzen – viele vermeintliche Rahmenprobleme sind in Wahrheit Platz-/Setup-Kollisionen, nicht der Rahmen selbst.