Inhaltsverzeichnis
Hier ist die umfassende, praxisnah strukturierte Anleitung – in einen professionellen, wiederholbaren Workflow übersetzt.
Materialien und Hardware
Wenn du Geschenke für Golfer*innen machst, ist dieses Projekt ein Volltreffer: Es wirkt „wie gekauft“, ist wirklich nützlich (3 Golfbälle + 4 Tees) und ist gleichzeitig ein Crashkurs in Vinyl sauber führen, Schlaufen reproduzierbar bauen, Kanten ordentlich schneiden und Hardware professionell setzen.
Im Video wird der Halter in zwei Einspannungen aufgebaut:
- Einspannung 1: Fronttasche + integrierte Tee-Schlaufen.
- Einspannung 2: Hauptkörper + rückseitige Befestigung (Lasche/Griff für D-Ring oder als Gürtelschlaufe).
Die 3D-Form entsteht anschließend „off machine“ durch Nieten und einen Druckknopf.

Was du hier lernst (und was in der Praxis oft schiefgeht)
Du lernst, wie du:
- Platzierungsstiche direkt auf Tearaway-Stickvlies nutzt, um Vinyl exakt zu positionieren.
- Vinyl sauber fixierst, ohne dass es beim Tackdown wandert.
- Tee-Schlaufen mit gleichmäßiger „Luft“ baust – mit einem echten Golf-Tee als Messlehre.
- Presserfuß-Reibung auf klebrigem Vinyl entschärfst.
- Schlaufenstreifen sicher trimmst ("Karton-Schild"-Methode).
- Löcher sauber stanzt und Nieten so setzt, dass die Boxform stabil steht.
Typische Fehlerbilder (die wir vermeiden):
- Schlaufen wandern/werden schief: Vinylstreifen verschiebt sich beim Fixieren.
- Schlaufen zu eng/zu weit: Tees klemmen oder fallen später heraus.
- Fuß „klebt“ am Vinyl: Stichbild verzieht sich oder es gibt Fehlstiche.
- Zu kurz geschnitten: Der Schlaufenstreifen verliert Halt und reißt später aus.
- Nieten versagen: Nietschaft zu kurz für den Lagenaufbau – Kappe springt ab.
Gezeigte Werkzeuge & Verbrauchsmaterialien
Maschine & Stickrahmen
- Husqvarna Viking Stickmaschine (oder jede Maschine mit mindestens 5x7 Feld).
- Standard 5x7 Stickrahmen.
Schneiden & Montage
- Applikationsschere (Duckbill) oder sehr scharfe Präzisionsschere.
- Exacto-Messer/Skalpell (neue Klinge ist Pflicht).
- Lochzange/Lochstanzer (Dreh- oder Schlaglochzange).
- Nietpresse (grüne Handpresse oder Tischpresse).
Material & Hardware
- Vinyl: Marine-Vinyl oder hochwertiges Kunstleder.
- Futter: fester Filz / Bastelfilz.
- Stickvlies: Tearaway (reißbar).
- Fixierung: 505 Sprühkleber oder Stick-/Malertape.
- Gleit-Hilfe: Tape als „Gleitschicht“ für den Nähfuß.
- Nieten: Double-Cap-Nieten.
- Kappe: 9 mm.
- Schaftlänge: 9–12 mm (entscheidend – siehe Montage).
- Druckknöpfe: Metall-Druckknöpfe (S-spring Version im Video).
- Beschlag: D-Ring oder Swivel Clasp.

Vorbereitung: kleine Dinge, die den Unterschied machen
Auch wenn es „In-the-Hoop“ ist: Die Qualität entscheidet sich vor dem Start. Vinyl verzeiht keine Fehler – Nadelstiche bleiben als dauerhafte Perforation sichtbar.
Unscheinbar, aber wichtig:
- Golf-Tee als Lehre: Für reproduzierbare Schlaufen.
- Kartonrest: Als Schnittschutz beim Trimmen.
Wenn du neu im Thema Einspannen für Stickmaschine bist: Vinyl ist ein „Memory“-Material. Rahmenspuren können deutlich bleiben – Vinyl nicht unnötig lange eingespannt lassen.
Vorbereitungs-Checkliste:
- Stickvlies: straff eingespannt (keine Wellen).
- Vinylteile: zugeschnitten und griffbereit.
- Fixierung: 505 oder Tape bereit.
- Karton-Schild: liegt am Schneidetisch.
- Golf-Tee: liegt an der Maschine.

Einspannung 1: Fronttasche und Tee-Schlaufen
Hier entsteht das funktionale Herzstück: Taschenfront + Schlaufenmechanik.
Schritt 1 — Platzierungsstich auf Tearaway
Datei laden und den ersten Farb-/Stopp direkt auf das Tearaway sticken. Das ist deine „Bauzeichnung“.
Kontrollpunkt:
- Die Linie muss sauber und durchgehend sein. Wenn du schon hier Schlaufenbildung siehst, erst Spannung prüfen, bevor Vinyl draufkommt.
Erwartetes Ergebnis:
- Eine klare Kontur auf dem Stickvlies als exakte Position für das Vinylteil.
Schritt 2 — Vinyl für die Tasche auflegen und Tackdown/Finish sticken
Vinylrückseite leicht einsprühen (oder tapen) und exakt über die Platzierung legen.

Kontrollpunkt:
- Von der Mitte nach außen fest andrücken, damit keine Luftblasen bleiben.
- Vinyl sollte die Platzierung rundum sichtbar überdecken.
Erwartetes Ergebnis:
- Eine rechteckige/umlaufende Naht fixiert das Vinyl dauerhaft auf dem Vlies.
Schritt 3 — Platzierungsstiche für die Tee-Schlaufen sticken
Die Maschine stickt nun mehrere vertikale Linien als „Leiter“ – das sind die Positionen, an denen der Schlaufenstreifen fixiert wird.
Kontrollpunkt:
- Die Linien müssen gut sichtbar sein (Farbe so wählen, dass du sie auf dem Vinyl erkennst).
Erwartetes Ergebnis:
- Saubere Ziellinien für den Schlaufenstreifen.
Schritt 4 — Schlaufenstreifen über die Mittelmarkierung ausrichten
Den schmalen Vinylstreifen mittig markieren (Falten/Markierung) und diese Mitte auf die mittige Guideline im Rahmen legen.
Warum das zählt: Schon wenige Millimeter Versatz machen die äußeren Schlaufen ungleich – eine Seite wird zu kurz und hält den Tee später schlechter.
Schritt 5 — Tapen für Kontrolle (und als Gleitfläche)
Enden des Streifens fixieren.
Wichtiger Praxis-Hack aus dem Video: Wenn dein Vinyl „klebrig“ ist, tape den Bereich, über den der Nähfuß läuft. Das Tape wirkt als Gleitlage – der Fuß schiebt dann nicht am Vinyl.

Fehlervermeidung: Wenn du merkst, dass der Fuß bremst oder der Rahmen ruckt, ist das meist Reibung – nicht „Bedienfehler“. Tape drauf, bevor sich die Stichlinie verzieht.
Schritt 6 — Erste Linie sticken, dann Schlaufe mit echtem Tee dimensionieren
Das ist der Kalibrier-Schritt.
- Erste vertikale Fixierlinie sticken.
- Maschine stoppen.
- Einen echten Golf-Tee unter den Streifen direkt neben die Naht schieben.
- Streifen über dem Tee straff ziehen, sodass ein definierter „Bogen“ entsteht.
- Streifen in dieser Position fest tapen.
- Nächste Linie sticken.
- Wiederholen.

Kontrollpunkt (Praxisgefühl):
- Tee sollte mit spürbarem Widerstand, aber ohne Gewalt rein/raus gehen. Fällt er einfach raus: Schlaufe zu weit.
Erwartetes Ergebnis:
- Vier gleichmäßige Schlaufen.
Praxistipps aus den Kommentaren (und was das für dich bedeutet)
- Namen/Monogramm möglich: Ja – aber bei Vinyl unbedingt eine Schrift/Design wählen, die nicht zu dicht sticht. Zu hohe Stichdichte wirkt wie eine Perforation und kann das Kunstleder „ausschneiden“.
- Video wirkt schnell: Wenn dir die Montage zu schnell vorkommt, arbeite bewusst in klaren Teil-Schritten (erst stanzen, dann Druckknopf, dann Nieten). Viele schauen solche Sequenzen auch in reduzierter Wiedergabegeschwindigkeit.
- SVG/Plotter-Datei: Laut Ersteller*in gibt es keine SVG – die Dateien sind für Stickmaschinen gedacht.
- 5x7/kleiner Rahmen: Die Ersteller*in nennt das Design passend für einen regulären 6x10-Rahmen; für 5x7 ist es laut Kommentar aktuell nicht verfügbar.
Upgrade-Pfad für stabile Einspannung bei dickem Vinyl
Hier wird mit Standardrahmen gearbeitet. Bei dickem Vinyl bedeutet das oft: viel Druck im Rahmen, Rahmenspuren und mehr Risiko für Bewegung.
Wenn du das in Serie machst oder dickere Lagen sauber führen willst, sind Magnetrahmen für Stickmaschine bzw. ein Magnetrahmen ein echter Workflow-Booster: Material wird von oben geklemmt, statt zwischen Innen-/Außenring „gequetscht“ zu werden.
Warnung: Nadelsicherheit. Finger weg vom Nadelbereich – den Tee nicht mit der Hand „unter der Nadel“ halten. Nutze Tape zum Fixieren.
Einspannung 2: Hauptkörper aufbauen
Diese Einspannung ist einfacher, aber Ausrichtung und Lagenaufbau müssen stimmen.
Schritt 1 — Platzierungsstich für den Hauptkörper
Frisches Tearaway einspannen und den ersten Stopp sticken.

Kontrollpunkt:
- Unterfadenfüllstand prüfen – bei dicken Lagen ist ein Unterfadenriss oder leerer Unterfaden am Außenumriss besonders ärgerlich.
Erwartetes Ergebnis:
- Klare Außenkontur des Halters.
Schritt 2 — Haupt-Vinyl und Lasche/Griff positionieren
Hauptteil (Vinyl) nach Guide auflegen und fixieren. Dann die Lasche/den Griff für D-Ring bzw. Gürtelschlaufe nach Markierung platzieren.
Orientierungs-Check: Der „Loop“-Bereich muss so liegen, dass er nicht versehentlich komplett zugesteppt wird.
Schritt 3 — Filz auf der Unterseite „floaten“
Rahmen aus der Maschine nehmen (nicht ausspannen), umdrehen und den Filz auf die Unterseite des Stickvlieses kleben/fixieren.
Das ist die klassische Floating-Stickrahmen-Methode: Innen wird es sauberer und der Filz stabilisiert.
Kontrollpunkt:
- Ecken zusätzlich mit Tape sichern, damit sich der Filz beim Rahmenlauf nicht ablöst.
Erwartetes Ergebnis:
- „Sandwich“: Filz unten, Stickvlies in der Mitte, Vinyl oben.
Schritt 4 — Außenkontur sticken + Loch-Markierungen
Zurück an die Maschine und den Außenumriss sticken. Dabei werden auch die kleinen Kreise/Markierungen für die späteren Löcher mitgestickt.

Kontrollpunkt:
- Ein gleichmäßiges „Durchstechen“ ist normal. Wenn es eher „quält“: Nadel prüfen/wechseln oder Lagenaufbau kontrollieren.
Erwartetes Ergebnis:
- Geschlossene Form mit klar sichtbaren Loch-Guides.
Warum die Tasche nicht „zusammenfällt“
Im Video bleibt innen sichtbar Stickvlies/Nahtarchitektur stehen – das ist Absicht. Diese Schicht wirkt wie ein internes Gerüst und verhindert, dass die Tasche beim Herausziehen der Golfbälle in sich zusammenknickt.

Schneiden & Trimmen bei Vinyl
Saubere Kanten sind der Unterschied zwischen „Basteloptik“ und „Produktoptik“.
Schritt 1 — Schlaufenstreifen mit Karton-Schild trimmen
Das ist der riskanteste Schnitt: Du willst den Überstand am Schlaufenstreifen wegnehmen, ohne die darunterliegende Lage anzuschneiden.
- Karton (z. B. Verpackungskarton) doppelt legen.
- Unter die lose Lasche schieben.
- Mit frischer Klinge am Karton entlang schneiden.

Kontrollpunkt:
- Nicht zu kurz schneiden – es muss genug Material stehen bleiben, damit die Schlaufen beim Einstecken der Tees nicht ausreißen.
Erwartetes Ergebnis:
- Gerade, saubere Kante ohne Schnittspuren in der Basisschicht.
Schritt 2 — Teile sauber ausschneiden
Projekt aus dem Vlies lösen und entlang der Außenkante sauber ausschneiden.

Kontrollpunkt:
- Gleichmäßiger Rand außerhalb der Nahtlinie wirkt sofort professioneller.
Frage aus den Kommentaren: „Was hast du an den Seiten entlang gerieben?“
Im Video wird das nicht eindeutig erklärt. In der Praxis wird bei solchen Projekten häufig die Kante „angelegt“/geglättet (z. B. mit einem Falzbein/Bone Folder), um den Lagenverbund an der Schnittkante sauber zu setzen und Filzfasern weniger aufstehen zu lassen.
Entscheidungshilfe: Stickvlies & Struktur bei Vinyl-ITH
Nutze diese Logik, wenn du mit Materialvarianten kämpfst:
Decision Tree (Vinyl ITH Structure):
- Ist dein Vinyl sehr weich/dehnbar?
- Ja: Mehr Stabilität einplanen (sonst verzieht sich die Form leichter).
- Nein (typisches festeres Vinyl/Kunstleder): Tearaway wie im Video funktioniert.
- Kämpfst du beim Einspannen mit Materialstärke?
- Ja: Nicht weiter „gegen die Schraube arbeiten“ – Magnetrahmen kann das Handling deutlich entspannen.
- Nein: Standardrahmen ist ok.
- Machst du >10 Stück?
- Ja: Arbeitsschritte bündeln (erst alle sticken, dann alle schneiden, dann alle stanzen/nieten). Für Standardrahmen kann eine hoopmaster Einspannstation helfen, Abläufe zu standardisieren.
Montage: Nieten und Druckknopf
Aus flach wird 3D – über mechanische Verbindung.

Schritt 1 — Löcher auf den gestickten Guides stanzen
Mit Lochzange/Lochstanzer exakt in die Mitte der gestickten Kreise stanzen.

Kontrollpunkt:
- Ausgestanztes Material („Slug“) muss komplett raus – sonst sitzt die Niete später schief.
Schritt 2 — Druckknopf setzen
Druckknopf oben an der Lasche und Gegenstück am Körper setzen.
Erwartetes Ergebnis:
- Der Knopf schließt mit einem klaren „Klick“.
Schritt 3 — Rückseitige Befestigung (D-Ring/Swivel) einlegen
D-Ring oder Swivel Clasp auf die Lasche fädeln und Lasche umlegen.
Kontrollpunkt:
- Kurz mental prüfen: Beschlag ist wirklich eingefädelt? Nach dem Nieten ist Korrigieren nur noch durch Ausbohren möglich.
Schritt 4 — Seiten falten und Löcher ausrichten
Seitenteile hochfalten, sodass die Lochpositionen sauber fluchten.

Schritt 5 — Double-Cap-Nieten mit der Presse setzen
Nietschaft durch die Lagen führen, Kappe aufsetzen und mit der Presse sauber verpressen.
Sizing Formula: Materialstärke (Lagenpaket) + 2mm = ideale Schaftlänge. Im Video wird eine 9 mm Kappe genutzt; in den Kommentaren nennt die Ersteller*in meist 10–12 mm Schaftlänge (je nach Vinylstärke/Lagen).

Kontrollpunkt:
- Kappe sitzt plan und lässt sich nicht drehen.
- Presshub gleichmäßig durchziehen – nicht „ruckartig“.
ROI-Hinweis (wenn du mehrere machst)
Für Einzelstücke reicht Handwerkzeug. Sobald du mehrere Stücke montierst, spart eine Presse Kraft und reduziert Ausschuss, weil Nieten senkrecht und reproduzierbar gesetzt werden.
Warnung: Magnet-Sicherheit. Magnetrahmen nutzen starke Neodym-Magnete – Quetschgefahr, Abstand zu Herzschrittmachern.
Setup-Checkliste (vor dem nächsten Stück):
- Niet-Test: Trocken anlegen – steht der Schaft minimal über, passt es.
- Stanzwerkzeug frei: Auswurf nicht verstopft.
- Beschlag sitzt: D-Ring/Swivel ist vor dem Nieten eingefädelt.
- Druckknopf geprüft: Schließt sauber, bevor alles endgültig vernietet ist.
Primer
Dieses Projekt ist ein sehr guter Einstieg in „Vinyl + Struktur“ in der Maschinenstickerei: Mit Platzierungsstichen, Fixiernähten und Hardware entsteht ein belastbares, alltagstaugliches Accessoire.
Kompatibilitäts-Hinweis: Die Erstellerin nennt das Design passend für einen regulären 6x10-Rahmen. Wenn du als Brother-Nutzerin nach Stickrahmen für brother Maschinen suchst, prüfe unbedingt dein maximales Stickfeld – eine 5x7-Maschine kann eine 6x10-Datei in der Regel nicht einfach so sticken.
Prep
Erfolg ist Vorbereitung.
- Mechanik: Tape als Gleitlage, wenn der Fuß am Vinyl bremst.
- Fixierung: Sprühkleber sparsam, damit nichts an Nadel/Foot schmiert.
- Prozess: Tee als Lehre für jede Schlaufe – nicht „nach Augenmaß“.
Wenn du in Richtung Kleinserie gehst, kann eine Einspannstation-Arbeitsweise helfen, Abläufe zu standardisieren – auch wenn bei ITH die Platzierungsstiche im Rahmen schon viel Ausrichtung übernehmen.
Setup
Teile deinen Arbeitsplatz in zwei Zonen:
- Sauberzone (Maschine): Einspannen, Tape, Platzieren, Sticken.
- Werkbank (Montage): Stanzen, Nieten, Druckknöpfe – hier entstehen Späne/Metallabrieb.
Operation
Wiederholbare Sequenz:
- Einspannung 1: Platzierung -> Tasche fixieren -> Schlaufen-Guides -> Streifen ansetzen -> Schlaufen mit Tee kalibrieren -> Streifen trimmen.
- Einspannung 2: Platzierung -> Körper & Lasche fixieren -> Filz unten floaten -> Außenkontur/Loch-Guides sticken.
- Finish: Ausschneiden -> Stanzen -> Druckknopf -> Nieten.

Operations-Checkliste (bevor du es „fertig“ nennst):
- Tee-Test: Tees sitzen mit Widerstand, fallen beim Schütteln nicht raus.
- Stichbild: Keine massiven Fehlstiche/Verzüge durch Reibung.
- Schnittkante: Sauber und gleichmäßig.
- Stand: Boxform steht stabil.
- Nieten: Sitzen fest, lassen sich nicht drehen.
- Druckknopf: Schließt mit hörbarem Klick.
Quality Checks
Vor dem Verschenken/Verkaufen:
- Shake-Test: Mit Bällen/Tees bestücken und über einer weichen Fläche kopfüber schütteln.
- Kanten-/Niet-Check: Mit dem Finger über die Hardware – nichts darf scharfkantig sein.
- Innen-Filz: Sitzt überall sauber mitgefasst und löst sich nicht.
Troubleshooting
Symptom: Nähfuß klebt/zieht auf Vinyl
- Wahrscheinliche Ursache: Reibung auf der Vinyloberfläche.
- Sofortmaßnahme: Tape als Gleitlage auf den Laufweg.
- Vorbeugung: Tape früh einsetzen, sobald du Drag bemerkst.
Symptom: Tee-Schlaufen sind ungleich (einige eng, einige weit)
- Wahrscheinliche Ursache: Schlaufen „nach Gefühl“ statt mit Lehre.
- Sofortmaßnahme: Keine saubere Abkürzung – neu machen.
- Vorbeugung: Immer denselben Tee als Messlehre verwenden.
Symptom: Kante am Schlaufenstreifen franst/ist unruhig
- Wahrscheinliche Ursache: Freihand-Schnitt ohne Schutz oder stumpfe Klinge.
- Sofortmaßnahme: Vorsichtig nachschneiden (mit Karton-Schild).
- Vorbeugung: Karton-Schild + frische Klinge.
Symptom: Nietkappe springt ab
- Wahrscheinliche Ursache: Schaft zu kurz für den Lagenaufbau.
- Sofortmaßnahme: Austausch (alte Niete entfernen).
- Vorbeugung: Lagenpaket prüfen; im Zweifel längeren Schaft wählen (im Kommentar werden 10–12 mm genannt).
Symptom: Maschine stockt / Faden reißt / Nadel „schmiert“
- Wahrscheinliche Ursache: Zu viel Sprühkleber im Nadelbereich.
- Sofortmaßnahme: Nadel reinigen/wechseln.
- Vorbeugung: Kleber sparsam und gezielt einsetzen.
Results
Wenn du den Ablauf beherrschst, bekommst du ein robustes, professionell wirkendes Accessoire, das zeigt, wie weit Maschinenstickerei über „nur Deko“ hinausgehen kann: Mit sauberer Fixierung, kontrollierter Reibung, reproduzierbarer Schlaufenlehre und sauber gesetzter Hardware entsteht ein echtes 3D-Produkt.
Wenn du dich ständig mit der Rahmenschraube und Materialstärke herumärgerst: Das ist ein typischer Punkt, an dem Magnetrahmen oder ein stabilerer Produktions-Workflow nicht „Luxus“, sondern Konsistenz und Zeitgewinn bedeuten.
