ITH Weihnachtsbaum mit Stoffüberzug (3D, freistehend): Ein sauberer, wiederholbarer Floating-Workflow

· EmbroideryHoop
Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung baut Rhondas ITH-Workflow für den stoffbezogenen Weihnachtsbaum zu einem wiederholbaren Prozess um, den du dreimal hintereinander mit konstanten Ergebnissen laufen lassen kannst. Du lernst, wie du Stoff auf verstärkten Filz aufbügelst, dicke Panels auf zwei Lagen wasserlöslichem Mesh-Stickvlies „floatest“, das Vlies beim Abkleben straff hältst, sauber zurückschneidest und die Mittelschlitze präzise ausschneidest, einen metallischen FSL-Stern stickst, wasserlösliches Vlies nur dort anlöst, wo es nötig ist, und am Ende drei geschlitzte Teile zu einem stabilen 3D-Baum zusammensteckst – inklusive der häufigsten Stolpersteine und wie du sie vermeidest.
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Inhaltsverzeichnis

3D-ITH Weihnachtsbaum aus verstärktem Filz meistern: Technischer Praxis-Guide

Du baust gleich einen freistehenden, 3D In-The-Hoop (ITH) Weihnachtsbaum. Er besteht aus drei separaten Panels, die am Ende ineinandergesteckt werden. Jedes Panel ist ein „Sandwich“ mit System: Kern aus verstärktem Filz + aufgebügelte Stoffschicht, damit die Teile beim Zusammenstecken stabil bleiben und nicht in sich zusammenfallen.

Rhonda holding up the finished green fabric-covered 3D Christmas tree next to the felt version.
Product Showcase

Die technische Herausforderung (warum das viele nervös macht)

Dieses Projekt lebt von Floating-Technik. Anders als beim klassischen Einspannen liegt dein dicker Filz oben auf dem Stickvlies – er wird nicht vom Stickrahmen geklemmt.

  • Das Risiko: Durch die Dicke und Reibung können sich die Lagen minimal verschieben. Schon 1 mm reicht, damit die Satinkante nicht sauber über die Kante greift und Filz sichtbar bleibt.
  • Die Lösung: Wir kombinieren eine sichere Verbindung (Vliesofix/Fusible Web) mit mechanischer Fixierung (Tape/Pins), damit während des Stickens praktisch „Null Bewegung“ entsteht.

Dieser Guide geht bewusst über „mach einfach so“ hinaus und erklärt dir, warum die Schritte funktionieren – damit das Ergebnis professionell aussieht und reproduzierbar ist.


Phase 1: Materialliste & „versteckte“ Verbrauchsmaterialien

Bei freistehenden Projekten sind 90% Vorbereitung und 10% Sticken. Hier ist das Setup aus der Demo – so bekommst du ein steifes, langlebiges Ergebnis.

Kernmaterialien

  • Verstärkter Filz: (im Video grün). Wichtig: wirklich verstärkt – normaler Bastelfilz ist zu weich für eine freistehende 3D-Form.
  • Baumwollstoff: Am besten dicht gewebter Quilt-Baumwollstoff.
  • Doppelseitiges Bügelvlies (Fusible Web): Im Beispiel: Madeira Applique Magic (papierkaschiert).
  • Stickvlies: Wasserlösliches Mesh-Stickvlies (WSS). Menge: 2 Lagen erforderlich. Kein Ausreißvlies – das hinterlässt an der Kante oft „fusselige“ Reste.
  • Garn:
    • Konstruktion: 40 wt Polyester (Grün/Gold).
    • Detail: Metallicgarn für den Stern (optional, aber optisch stark).
    • Unterfaden: Farblich passend (weil Vorder- und Rückseite sichtbar sind).

„Versteckte“ Verbrauchsmaterialien (bitte nicht ohne starten)

  • 75/11 Sticknadel: In der Praxis der beste Kompromiss für dieses Sandwich – stabil genug, aber noch fein.
  • 3M Transport Tape (Medical Tape): Hält zuverlässig und lässt sich sauber abreißen; die Maschine näht in der Demo problemlos darüber.
  • T-Pins: Zum Fixieren des wasserlöslichen Vlieses im Stickrahmen (bei Standardrahmen).
  • Gebogene Applikationsschere: Für bündiges Zurückschneiden an der Naht.
  • Schüssel mit warmem Wasser + Pinsel: Für kontrolliertes Anlösen.

Entscheidungslogik: Passt dein „Sandwich“?

Bevor du zuschneidest, prüfe kurz diese Kombinationen – sie entscheiden über Standfestigkeit und saubere Kanten:

Wenn dein Stoff… und dein Filz… dann solltest du…
dünne Baumwolle (Standard) sehr steif (ca. 2 mm+) Fusible Web nutzen – passt.
dicker Flanell/Canvas normal verstärkt STOP. Zu dick; die Satinkante deckt evtl. nicht sauber. Nimm dünneren Stoff.
rutschig (Satin/Seide) jeder Filz Risiko. Erst leichte Bügeleinlage auf den Stoff, dann Fusible Web – reduziert Verzug/Fransen.

Phase 2: Chemische Verbindung (Stoff-Filz-Sandwich)

Du erzeugst eine „Grundbindung“: Der Stoff muss sich wie eine Einheit mit dem Filz verhalten. Wenn Lufttaschen bleiben, schiebt der Stickfuß den Stoff beim Sticken wie ein Bulldozer – Falten sind vorprogrammiert.

Iron pressing the Madeira Applique Magic sheet onto the back of the patterned fabric.
Fusing material

Schritt 1 — Vorbereiten & glatt bügeln

Bügle den Baumwollstoff glatt.

  • Praxis-Check: Was jetzt als Falte drin ist, bleibt nach dem Aufbügeln sichtbar.

Schritt 2 — Fusible Web aufbringen

Lege das Fusible Web mit der Klebeseite nach unten auf die linke Stoffseite. Mit trockenem Bügeleisen (mittlere Hitze) pressen. Danach wenden und auch von vorne kurz pressen.

  • Warum so herum: Erst auf den Stoff, nicht auf den Filz – der Stoff verträgt die erste Hitze/Pressung besser.

Schritt 3 — „Cool-Peel“-Technik

Lass das Ganze ca. 20–30 Sekunden abkühlen.

  • Warum: Heiß ist der Kleber noch „flüssig“. Ziehst du zu früh ab, bleibt er eher am Papier. Kurz abkühlen = Kleber bleibt am Stoff.
  • Erkennungsmerkmal: Nach dem Abziehen wirkt die Rückseite glänzend und fühlt sich leicht klebrig an.
Peeling the paper backing off the fabric to reveal the shiny adhesive surface.
Prepping Applique

Schritt 4 — Auf Filz aufbügeln

Lege den klebrigen Stoff auf den verstärkten Filz und presse ihn fest auf.

  • Menge: Du brauchst 6 Teile (Vorder- und Rückseite für 3 Panels).

Prep-Checkliste: „Go / No-Go“

  • 6× Stoff/Filz-Sandwiches vorbereitet.
  • Hafttest: Stoffecke mit dem Fingernagel anheben – wenn sie sich leicht löst: nochmal pressen.
  • 2 Lagen Mesh-WSS zugeschnitten.
  • Neue 75/11 Nadel eingesetzt. (Stumpfe Nadeln kämpfen bei Kleber + Filz und erhöhen Fehlstiche.)
  • Unterfadenspule mit passender Farbe vorbereitet.

Tipp für Serienfertigung (aus dem Workflow abgeleitet):
Wenn du mehrere Bäume machst, arbeite in Chargen: erst alle Sandwiches bügeln, dann erst an die Maschine. Das reduziert Umrüstzeit und sorgt für gleichmäßige Qualität.


Phase 3: Einspannen & Floating-Mechanik (die variable Fehlerquelle)

Das ist der kritischste Abschnitt. Du floatest das Projekt: Im Stickrahmen ist nur das Stickvlies eingespannt – der Filz liegt oben auf.

Embroidery hoop with water soluble stabilizer and T-pins secured along the inner edge.
Hooping

Grenzen von Standard-Stickrahmen

Standardrahmen halten über Reibung zwischen Innen- und Außenrahmen. Bei dünnem Vlies ist diese Reibung gering.

  • Problem: Durch tausende Einstiche „entspannt“ sich das Vlies, es kann nachgeben. Das ist eine der häufigsten Ursachen für Passungsprobleme an der Satinkante.
  • Fix aus dem Video: T-Pins entlang der inneren Kante setzen, um das Vlies mechanisch zu „verriegeln“.

Warnung (Mechanische Sicherheit):
T-Pins immer bündig am Rahmenrand platzieren. Ragt ein Pin ins Stickfeld, kann der Stickfuß kollidieren – Nadelbruch und im schlimmsten Fall Timing-Probleme.

Upgrade-Pfad: Magnetrahmen

Dieses Projekt ist ein Paradebeispiel für Magnetrahmen für Stickmaschine.

  • Wann es Sinn macht: Wenn dein Vlies anfangs „trommelfest“ ist, aber nach ein paar Minuten durchhängt – oder wenn du bei empfindlichen Materialien Rahmenspuren vermeiden willst.
  • Vorteil: Magnetrahmen klemmen flächig und sehr kräftig. Das Vlies bleibt gleichmäßig straff, ohne dass du auf Reibung oder T-Pins angewiesen bist.
  • Praxis-Kriterium: Wenn du die Bäume verkaufen willst, kann ein Magnetrahmen für brother (bzw. passend zu deiner Marke) Ausschuss durch Versatz deutlich reduzieren.

Warnung (Magnet-Sicherheit):
Neodym-Magnete sind extrem stark. Finger aus der Klemmzone halten (Quetschgefahr) und Abstand zu Herzschrittmachern einhalten.

Schritt 1 — Stickvlies einspannen

Spanne zwei Lagen Mesh-WSS in den Stickrahmen ein.

  • Praxis-Test: Kurz antippen – es sollte sich wie eine Trommel anfühlen, nicht „labbrig“.

Schritt 2 — Platzierungslinie sticken & ausrichten

Sticke Schritt 1 des Designs (Platzierungslinie).

  • Wichtig: Nimm eine gut sichtbare Farbe – diese Linie ist deine Referenz.

Schritt 3 — Vorderseite fixieren

Zentriere dein Sandwich auf der Platzierungslinie. Oben und unten abkleben.

  • Technik: 3M Transpore/Transport Tape lässt sich gerade abreißen und hält zuverlässig.
Using 3M transport tape to secure the green panel to the stabilizer.
Placement

Schritt 4 — „Hohlraum abstützen“ (entscheidend für die Rückseite)

Jetzt wird die Rückseite aufgelegt und festgetaped. Nicht in der Luft auf den Rahmen drücken. Ohne Unterstützung dehnst du das Vlies.

Korrektur
„Hoop N Press“-Pad oder ein kleines, festes Buch in die Rahmenöffnung legen. So kannst du Tape kräftig andrücken, ohne die Vliesspannung zu verlieren.
The Hoop N Press pad is shown; a grey felt-covered board shaped to fit inside the hoop.
Tool explanation
Placing the hoop over the Hoop N Press pad to support the stabilizer.
Stabilizing

Setup-Checkliste: Vor dem Sticken

  • Vlies ist trommelfest (falls es beim Platzieren nachgegeben hat: nachspannen).
  • Vorderseite oben/unten sicher getaped.
  • Rückseite oben/unten sicher getaped.
  • Kollisionscheck: Kein Tape und keine T-Pins im Nadelweg.

Phase 4: Sticken & Zurückschneiden (Stick-and-Trim)

Die Maschine näht jetzt eine Fixiernaht („Tack-down“), die alle Lagen verbindet.

Machine stitching the tack-down line on the green fabric panel.
Machine Embroidery

Schritt 1 — Tack-down-Naht

Sticke die Tack-down-Naht.

  • Beobachtung: Wenn sich vor dem Stickfuß eine „Blase“ bildet, war die Bügelverbindung in Phase 2 nicht sauber. Wenn sicher möglich, kurz stoppen und die Stelle vorsichtig glattstreichen.

Schritt 2 — Präzises Zurückschneiden (Vorderseite)

Nimm den Stickrahmen von der Maschine (nicht ausspannen!). Nutze eine gebogene Applikationsschere.

  • Aktion: Stoff/Filz so nah wie möglich an der Naht zurückschneiden, ohne Fäden zu verletzen.
  • Gefühl: Verstärkter Filz schneidet sich „zäh“. Langsam, kontrolliert arbeiten – Hektik führt zu unsauberen Kanten.
Using curved scissors to trim the excess fabric around the stitched tree shape.
Trimming

Schritt 3 — Präzises Zurückschneiden (Rückseite)

Rahmen umdrehen, wieder auf Pad/Buch abstützen und die Rückseite trimmen.

  • Warum die Unterstützung zählt: Drückst du beim Schneiden das Vlies nach unten, verziehst du die Passung für die finale Satinkante.

Schritt 4 — Satinkante sticken

Rahmen zurück an die Maschine und die Satinkante sticken.

  • Praxis-Hinweis: Bei dicken Filzlagen lohnt sich langsameres Sticken, um Nadelablenkung zu reduzieren.
  • Wichtig: Im gezeigten Workflow wird die Kante sauber abgedeckt, wenn Vlies straff bleibt und sauber getrimmt wurde.

Phase 5: Sternspitze & Schlitz-Technik

Eines der drei Panels hat einen Stern. Das ist FSL (Freestanding Lace).

Cutting horizontally across the center slot to remove a chunk of felt, demonstrating the 'thirds' technique.
Cutting Slot

Metallicgarn sauber verarbeiten

Der Stern wirkt mit Metallic-Gold am besten.

  • Praxisproblem: Metallicgarn kann reißen oder ausfransen.
  • Fix aus dem Video-Setup: Metallic oben, aber kein Metallic im Unterfaden – stattdessen passendes Polyester (Gold/Gelb) als Unterfaden, damit es ruhiger läuft und optisch trotzdem stimmig ist.
Machine stitching the freestanding lace (FSL) gold star at the tip of the tree.
Detail Stitching

Garnwechsel richtig timen

Vor der finalen Satinkante am Stern-Panel: Oberfaden und Unterfaden farblich passend (Grün/Grün), damit Vorder- und Rückseite sauber aussehen.

Final satin stitch pass in matching green thread effectively covering the raw edges.
Edge Finishing

Schlitz sauber schneiden: „Drittel-Methode“

Die Schlitze sind fürs Zusammenstecken – und der häufigste Punkt, an dem man ein fertiges Panel ruiniert.

  • Warum es schwierig ist: Je tiefer du schneidest, desto enger wird der Schlitz, die Schere klemmt und der Schnitt wird schnell ausgefranst.
  • Lösung: In Dritteln arbeiten.
    1. Ca. 1/3 hoch schneiden, dann quer einschneiden und das Stück herausnehmen.
    2. Nächstes Drittel, wieder quer, Stück raus.
    3. Letztes Drittel.
  • Ergebnis: Weniger Reibung, gerader Schlitz, deutlich weniger Stress.

Phase 6: Vlies anlösen & Zusammenbau

Using a wet paintbrush to dissolve the water-soluble stabilizer along the edges of the tree.
Finishing

Wasserlösliches Vlies gezielt anlösen

Die Panels nicht komplett ins Wasser legen – Filz wird sonst weich und kann sich beim Trocknen verziehen.

  1. Werkzeug: Pinsel + warmes Wasser.
  2. Aktion: Nur die Satinkante „anmalen“.
  3. Optik: Der weiße Film wird gelartig/transparent und verschwindet.
  4. Stern: Der Stern ist reines Garn – den kannst du (wie im Video) direkt ins Wasser tauchen, den Filz aber möglichst trocken halten.

Zusammenbau-Logik

Nach dem vollständigen Trocknen (bei Bedarf flach unter einem Buch trocknen lassen):

  1. Panel 1 (mit Stern) mit Panel 2 über die Schlitze zusammenschieben.
  2. Panel 3 von unten nach oben einschieben und damit die Form verriegeln.
Sliding the first tree panel over the second panel to begin assembly.
Assembly
Sliding the third panel up from the bottom to lock the structure into a 3D shape.
Final Assembly

Troubleshooting-Guide

Systematische Fehleranalyse für genau diesen Workflow.

Symptom Stickphase Wahrscheinliche Ursache Lösung
Fadennest / „Birdnesting“ Unterseite Maschine nicht sauber eingefädelt oder Vlies „flaggt“ (schwingt). Neu einfädeln (Nähfuß oben). Vlies wieder trommelfest einspannen/fixieren.
Satinkante verfehlt die Kante Endkante Vlies hat sich verschoben („Hoop creep“) oder Material hat minimal gewandert. Sofortmaßnahme: nächstes Mal konsequenter fixieren. Langfristig: Magnetrahmen 5x7 für brother reduziert Schlupf beim Floating deutlich.
Nadel verbiegt/bricht Tack-down Kollision mit T-Pin oder ungünstige Belastung durch dicke Lagen. Pin-Position prüfen (außerhalb des Stickfelds). Nadel wechseln (75/11 frisch).
Baum steht schief / kippt Zusammenbau Filz zu weich oder Schlitz unsauber/ausgefranst geschnitten. Steiferen Filz verwenden. Schlitz sauber in Dritteln schneiden.
Unterfaden blitzt an der Kante Satinstich Spannung nicht optimal oder Unterfadenfarbe passt nicht. Unterfaden passend wählen (wie im Video empfohlen). Oberfadenspannung fein nachjustieren.

Hinweis zur Effizienz bei mehreren Bäumen

Wenn du von „1 Baum“ auf „viele Bäume“ gehst, sind Einspannen und Trimmen die Zeitfresser.

  • Einspannen: Viele Profis nutzen eine Einspannstation für Stickmaschinen, um Positionen zu standardisieren und Wiederholgenauigkeit zu erhöhen.
  • Schneiden: SVG-Dateien sind im Workflow erwähnt. Wenn dein Schneidplotter mit dem kompletten, bereits verbundenen Sandwich kämpft: Filz und Stoff (mit Bügelvlies) separat schneiden und erst danach zusammenbügeln.

Abschluss-Checkliste: Qualitätskontrolle

  • Kantencheck: Stehen irgendwo Filzfasern aus der Satinkante? (Wenn ja: vorsichtig nachtrimmen.)
  • Standcheck: Steht der Baum stabil und gerade?
  • Vliescheck: Fühlen sich die Kanten weich an oder „krustig“? (Wenn krustig: mit warmem Wasser punktuell nacharbeiten.)
  • Sterncheck: Sitzt der Stern sauber und ist das Metallicgarn stabil? (Bei Bedarf sichern – aber nur, wenn du es in deinem Workflow ohnehin nutzt.)

Wenn du die Bügelverbindung (Bonding) und die mechanische Spannung im Stickrahmen im Griff hast, wird aus einem „rutschigen Floating-Projekt“ ein sauberer, reproduzierbarer 3D-Artikel. Viel Erfolg beim Sticken!