HSW 1632 – Schneidprobleme beim Fadenabschneider: Der schnelle Fix, der Ihren Trimmer (und Ihren Produktionsplan) rettet

· EmbroideryHoop
Wenn Ihre HSW 1632 nach 4–6 Monaten plötzlich Schnitte auslässt, ist das meist kein Totalschaden: In der Praxis liegt es sehr häufig entweder an der Fadenwahl (Polyester verursacht auf Dauer mehr Abrieb) oder an Trim-Parametern, die „aus dem Soll“ geraten sind. Diese praxisnahe Anleitung zeigt Ihnen, wie Sie Polyester-bedingten Verschleiß erkennen, testweise auf 100% Viskose/Rayon umstellen, das versteckte „More Set“-Engineer-Menü (inkl. Passwort) öffnen, die im Video gezeigten Trim-Werte setzen und anschließend korrekt neu starten, damit die Änderungen wirklich gespeichert werden. Dazu kommen klare Shopfloor-Checks, um Wiederholfehler zu vermeiden, sowie ein realistischer Workflow-Upgrade-Pfad für stabilere, stressfreiere Produktion.
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Inhaltsverzeichnis

Wenn der Fadenabschneider an einer Industrie-Stickmaschine ausfällt, ist das nicht nur „lästig“ – es ist ein echter Produktionskiller. Aus einem automatisierten Ablauf wird plötzlich Handarbeit: Fadenenden nachschneiden, „Bird Nests“ entfernen, Nacharbeit kalkulieren – und am Ende zweifeln Sie an der Maschine.

Wenn Sie bei einer HSW 1632 (oder einer Maschine mit ähnlicher Steuerung) nach der „Honeymoon-Phase“ von ca. 4–6 Monaten Schneidprobleme sehen: ruhig bleiben. Das ist oft ein vorhersehbarer Zyklus aus Reibung, Vibration und Einlaufphase. Die Maschine ist häufig nicht „kaputt“, sondern schlicht nicht mehr exakt im ursprünglichen Werks-Soll.

Der Fix in Kurzform: Meist hängen die Ursachen an zwei Variablen: Physik (Faden) und Daten (Parameter).

  1. Physik: Abrasive Belastung am Messer reduzieren (von Polyester auf Viskose wechseln).
  2. Daten: Digitale Vorgaben (Trim-Parameter) wieder passend zur aktuellen Mechanik ausrichten.

Unten finden Sie den Master-Class-Workflow – auf Basis des Tutorials, ergänzt um Sicherheitsregeln, schnelle Praxis-Checks und das „Warum“ hinter jedem Klick.

Wide shot of the host standing next to the HSW 1632 embroidery machine with stacked product boxes on the left.
Video introduction

Erstmal durchatmen: Was ein Schneidfehler bei der HSW 1632 meistens bedeutet (und was nicht)

Ein Schneidproblem fühlt sich dramatisch an, weil es mitten im Auftrag passiert und alles blockiert. In den meisten Fällen ist es aber ein kumulatives Problem – kein plötzlicher „Tod“.

Im Video wird die 4–6-Monats-Zeitlinie betont. Das passt typisch zur Einlaufphase: Neue Maschinen laufen anfangs „stramm“, danach setzen sich Mechanik, Federn und Führungen – und kleine Abweichungen summieren sich.

Was Sie am Ende dieser Anleitung erreicht haben:

  • Diagnose: Erkennen, ob Ihr Oberfaden das Messer/Führungen mechanisch „abschleift“.
  • Zugriff: Sicher ins Engineer-Menü (gesperrt, nicht im Handbuch).
  • Kalibrierung: Die im Video gezeigten HSW-1632-Werte korrekt setzen.
  • Verifikation: Testen, ohne unnötig Risiko (z. B. Fehlbedienung im Engineer-Menü) einzugehen.

Warnung: Mechanische Sicherheit. Bevor Sie am Trimmerbereich prüfen oder Nadeln wechseln: Maschine in STOP oder komplett ausschalten. Eine Mehrnadelstickmaschine kann bei Start-/Referenzroutinen unerwartet bewegen. Hände niemals im Bereich Nähfuß/Nadelzone, solange der Bildschirm aktiv ist.

Host explaining the timeline of the issue with text overlay 'After Used 4 - 5 Months'.
Explaining problem context

Die „versteckte“ Vorbereitung, die Profis machen, bevor sie Parameter anfassen: Faden-Check, Verschleißhinweise, saubere Ausgangslage

Ungeübte ändern sofort Parameter. Profis prüfen zuerst die Physik. Wenn Flusen den Mechanismus blockieren oder der Faden wie eine Säge wirkt, rettet Sie kein Menüpunkt.

1) Faden identifizieren: „Draht“ vs. „Seide“

Im Video wird Polyester-Oberfaden als Hauptursache genannt.

  • Physik dahinter: Polyester ist extrem zugfest und „hart“ (Kunststoff). Über tausende Schnitte kann er wie eine Mikro-Säge wirken: Führungen bekommen Riefen, das bewegliche Messer wird schneller stumpf.
  • Empfehlung aus dem Tutorial: Wechsel auf 100% Viskose/Rayon. Viskose läuft weicher, ist „schonender“ zur Trimmermechanik und führt oft zu saubererem Schnittbild.

Praxis-Hinweis: Wenn Kundenvorgaben Polyester verlangen (z. B. Arbeitskleidung), müssen Sie Messerzustand und Schnittqualität häufiger kontrollieren.

2) „Clean Baseline“ – bevor Sie ins Menü gehen

Auch wenn das Video hier kurz bleibt: Diese Basischecks sind in der Praxis entscheidend, bevor man Parameter als Ursache festnagelt.

  • Flusen/Staub: Bereich um Unterfadenspule/Greifer/Trimmer von Fusseln und Fadenresten befreien. Schon ein kleines Fusselpaket kann verhindern, dass der Abschneider sauber greift.
  • Schmierung: Im Video wird erwähnt, dass ein kleiner Tropfen Öl am Mechanismus (nicht auf die Klinge) viele „Fehler“ entschärfen kann.

3) Kurz-Checkliste (Go/No-Go)

  • Faden-Audit: Läuft hochfester Polyester? Wenn ja: Viskose-Spule für einen Testlauf bereitlegen.
  • Geräusch-Check: Testlauf – hören Sie ein klares „Schnipp“ (gut) oder eher „Dumpf/Reiß“ (schlecht)?
  • Sicht-Check: Fadenende ausgefranst (Messer stumpf/Mechanik verschmutzt) oder sauber geschnitten (eher Timing/Parameter)?
  • Dokumentation: Aktuelle Parameterwerte notieren, bevor Sie etwas ändern.
  • Verbrauchsmaterial: Frische Nadeln und „Standard“-Stickvlies für den Test bereitlegen.
Graphics overlay identifying 'Polyester Thread' as the problematic material.
Identifying the root cause

Die Fadenwahl, die Trimmer leise ruiniert: Polyester vs. 100% Viskose in echter Produktion

Das Video formuliert es bewusst klar: Polyester raus, Viskose rein (zumindest als Test und oft als Dauerlösung).

Warum das bei der HSW 1632 besonders auffällt: Dieses Modell wirkt im Trimmerbereich empfindlich auf Fadensteifigkeit.

  • Polyester: Hohe „Memory“/Rückstellkraft. Wenn der Trimmer minimal daneben liegt, springt der Faden eher aus der Fangposition.
  • Viskose: Weicher, weniger Rückstellkraft. Der Faden legt sich ruhiger und lässt sich zuverlässiger abschneiden.

Die kommerzielle Realität: Wenn Sie Industrie-Stickmaschinen profitabel betreiben, ist es ein Abwägen zwischen Kundenanforderung und Maschinenverschleiß. Wo möglich: Viskose einsetzen, um den Trimmer zu schonen. Wo Polyester Pflicht ist: Messerzustand enger überwachen und Verschleiß einkalkulieren.

Graphics overlay suggesting 'Viscose Thread' as the solution.
Proposing solution

Ins HSW-1632-Engineer-Menü ohne Rätselraten: „Hand“-Tab → More Set → Passwort 823456

Dieser Bereich ist nicht ohne Grund gesperrt: Mit falschen Werten können Sie Funktionen lahmlegen. Arbeiten Sie hier sauber und Schritt für Schritt.

Zugriffssequenz

  1. Finden: Links in der Touchscreen-Seitenleiste das Symbol mit der Hand (Manual Operation).
  2. Öffnen: More Set antippen.
  3. Entsperren: Es erscheint ein Tastenfeld. Engineer-Code eingeben: 823456.

Praxis-Check: Nach korrekter Eingabe gibt es typischerweise einen Bestätigungston, und es erscheint ein „dichtes“ Parameter-Menü. Bei „Invalid Password“ langsam neu eingeben.

Host pointing to the control panel of the HSW 1632.
Introducing the machine interface
Close up screen capture showing the stylus pressing the 'Hand' tab icon.
Navigating UI
Screen capture highlighting the 'More Set' icon being pressed.
Accessing advanced settings
Screen capture of the password keypad entry screen.
Entering security code
Host typing the password on the screen overlay.
Typing 823456

Das exakte Trim-Menü finden: Emb Assist Para → Trim (zwei Seiten)

Navigation im Engineer-Modus:

  1. Emb Assist Para (Embroidery Assistant Parameter) antippen.
  2. In der Liste Trim suchen und auswählen.
  3. Visueller Anker: Sie sehen Parameter mit Codes wie C01, C31 usw. Wichtig: Dieses Trim-Menü hat zwei Seiten. Prüfen Sie beide.
The main parameter settings menu appears with a list of options.
Menu loaded
Stylus selecting the 'Emb Assist Para' option.
Selecting parameter category
The specific Assistant Parameter menu list is visible.
Scanning list
Stylus selecting the 'Trim' option from the list.
Selecting Trim category

Die im Video gezeigten HSW-1632-Trim-Parameter (C01, C31, D46, Type 360) – und was sie praktisch bewirken

Hier ist das „Rezept“ aus dem Video. Nicht „nach Gefühl“ abweichen, wenn Sie nicht wirklich tief in der Technik stecken.

Die „Golden Values“ für die HSW 1632

  • C01 (Jump Stitches Num. Before Trim): auf 3
    • Warum: 3 Bewegungen/„Sicherungs“-Stiche vor dem Schnitt. Zu wenig = Faden rutscht weg. Zu viel = mehr Aufbau/Schlaufenrisiko.
  • C31 (Stitches After Trim): auf 1
    • Warum: Der „Pickup“-Stich, damit der nächste Abschnitt sauber startet.
  • D46 (Length of Lock Stitches Before Trim): auf 2.1
    • Warum: Länge der Verriegelung vor dem Schnitt. Im Video ist 2.1 der Zielwert.
  • Trimming Machine Type: auf 360
    • Kritisch: Das ist die Zuordnung zur verbauten Messer-/Trimmermechanik. Falscher Typ kann zu Fehlfunktion führen.

Praxis-Tipp: Wenn Sie Mehrnadel-Stickmaschinen kaufen verwalten oder mehrere Maschinen einrichten, notieren Sie diese Werte sauber (z. B. als interne Referenz), damit bei einem Reset schnell wieder ein „Known-Good“-Stand hergestellt ist.

Detailed view of the Trim parameters (jump stitches, lock stitches) with numerical values.
Viewing current values

Der Schritt, den viele überspringen (und dann die Maschine beschuldigen): korrekt verlassen und per Power-Cycle speichern

Wenn Sie einfach „hart“ ausschalten, können Änderungen verloren gehen. Laut Video müssen die Werte sauber übernommen werden.

Das Speicherritual

  1. Rausgehen: Mit dem Return/Exit-Pfeil so lange zurück, bis Sie wieder auf dem Hauptbildschirm sind. Nicht im Parameterbildschirm ausschalten.
  2. Power-Cycle: Hauptschalter OFF. 10 Sekunden warten. Dann ON.
  3. Kontrolle: Wieder ins Engineer-Menü (823456) und prüfen, ob 2.1 und 360 noch gesetzt sind.
Stylus pressing the return/exit arrow in the bottom right corner.
Exiting menu

Setup-Checkliste: Eine wiederholbare „Known-Good“-Konfiguration festnageln

Sie haben die Physik (Faden) und die Daten (Parameter) angepasst. Jetzt muss das System stabil verifiziert werden.

  • Werte prüfen: C01, C31, D46 und Type 360 sind korrekt.
  • Neustart: Maschine wurde vollständig aus- und wieder eingeschaltet.
  • Material: Für den Test ist der Fadenweg mit Viskose eingefädelt.
  • Unterfaden: Unterfadenspule nicht „fast leer“ (kann Fehlbilder/Fehlinterpretation erzeugen).
  • Sicher arbeiten: Hände/Arbeitsbereich frei.
Subscribe and Like overlay graphics appear over host.
Call to action

Wenn das Schneiden trotzdem ausfällt: Symptom → Ursache → Fix-Protokoll

Wenn es danach immer noch nicht sauber schneidet, hilft diese Logik vor dem Techniker-Anruf.

Symptom Wahrscheinliche Ursache Quick Fix
Fällt erst nach 4–6 Monaten auf Abrasiver Messerverschleiß (durch Polyester) Auf Viskose wechseln; Messerzustand prüfen.
Fällt auch mit Viskose aus Parameter verstellt/Reset Code 823456; Golden Values neu eingeben.
Nur bei EINER Nadel Problem im Fadenweg / Grat / Nadelproblem Nadel wechseln; Fadenweg prüfen.
Langer Fadenrest bleibt stehen Greifer-/Picker-Thema „Picker“-Finger auf raue Stellen prüfen.

Schneller Entscheidungsbaum: Faden + Stoffhandling, das Trim-Stress reduziert

Die Maschine ist ein System. Der Trimmer braucht, dass das Material stabil gehalten wird. Wenn der Stoff „flattert“, wird der Faden schlaff – und der Abschneider verfehlt die Schlaufe.

Entscheidungsbaum (Stabilitätslogik):

  1. Verschiebt sich der Stoff / „Flagging“ (Auf- und Abwippen)?
    • JA -> Keine Parameter weiter ändern. Erst die Einspannung stabilisieren.
    • NEIN -> Weiter zu Schritt 2.
  2. Nutzen Sie „federnden“ Faden (Polyester)?
    • JA -> Auf Viskose wechseln und prüfen, ob das Problem verschwindet.
    • NEIN -> Weiter zu Schritt 3.
  3. Tritt es auf allen Köpfen/Nadeln auf?
    • JA -> Eher Parameter/Software-Thema.
    • NEIN -> Lokales Problem (Flusen, verbogene Nadel, blockierter Fadenweg).

Pro-Tipp: Was wie „Trimmerfehler“ aussieht, ist manchmal ein Einspannfehler. Wenn das Material zu locker ist, entsteht eine Schlaufe, die der Fänger nicht sauber erwischt. Genau deshalb ist Einspannen für Stickmaschine-Technik in der Praxis so entscheidend.

Warum saubere Schnitte mit Stabilität anfangen: Spannung, Passung und die versteckten Kosten von Mikrobewegung

Erfahrene Bediener wissen: Stabilität = Zuverlässigkeit.

Beim Schneiden braucht die Maschine definierte Fadenspannung und eine ruhige Materiallage. Wenn Sie mit klassischen Schraubrahmen bei dicken Teilen (Hoodies/Jacken) kämpfen, entstehen schnell Rahmenabdrücke oder ungleichmäßige Spannung.

  • Physik: Schon kleine Bewegungen können reichen, damit der Trimmer die Schlaufe nicht sauber trifft.
  • Upgrade-Trigger: Wenn Sie Schrauben überziehen müssen oder Ringabdrücke riskieren, ist oft das Werkzeug der Engpass.

Viele Profis lösen Stabilitätsprobleme mit Stickrahmen für Stickmaschine, die über Magnetkraft statt Reibung spannen.

Warnung: Magnet-Sicherheit. Magnetrahmen von Herzschrittmachern/Insulinpumpen und Karten mit Magnetstreifen fernhalten. Außerdem besteht erhebliche Quetschgefahr – Finger beim Schließen/Trennen schützen.

Der Upgrade-Pfad, der wirklich Sinn ergibt: Von „Trim fixen“ zu „Workflow fixen“

Wenn der Trimmer wieder sauber schneidet, darf der Workflow nicht erneut Fehlerquellen einführen.

1. Der Reibungs-Fix (Magnetrahmen)

Wenn Sie mit Rahmenabdrücken oder Handermüdung kämpfen:

  • Lösung: Magnetrahmen für Stickmaschine.
  • Logik: Gleichmäßige, flache Spannung ohne „Überziehen“ – das hilft auch dem Trimmer, weil die Schlaufe reproduzierbarer entsteht.
  • Für Betriebe: Magnetrahmen für Stickmaschinen reduzieren Rüstzeiten zwischen Läufen – mehr Netto-Stickzeit, weniger Stillstand.

2. Der Volumen-Fix (Einspannstationen)

Wenn Schnitte schwanken, weil jedes Teil minimal anders eingespannt ist:

Betriebs-Checkliste: Ihr erster Testlauf nach dem Fix

Noch keinen Kundenauftrag starten. Erst den „Stress-Test“.

  • Design: Motiv mit mindestens 5 Schnitten wählen (z. B. kompakte Schrift).
  • Beobachtung: Ersten Schnitt ansehen und auf das „Click-Snip“-Geräusch achten.
  • Kontrolle: Rückseite prüfen: Sind die Enden ca. 3–5 mm? (gut). Sind es 2 cm+? (Parameter/Mechanik prüfen).
  • Konstanz: Wurde auch nur ein Schnitt ausgelassen? Dann zuerst Einspannung/Materialstabilität prüfen.
  • Backup: Schere bereitlegen, falls einzelne Sprungstiche beim Kalibrieren manuell getrennt werden müssen.

Abschlusshinweis

Es gibt Maschinen am Markt, die der HSW 1632 optisch sehr ähnlich sehen. Die Physik (Polyester vs. Viskose) gilt breit – aber Passwort/Parameterpfad (823456) sind an diesen Steuerungstyp gebunden. Nutzen Sie für Ihr Modell die passenden Parameterdaten und arbeiten Sie mit einem autorisierten Servicepartner, wenn Unsicherheit besteht.

Sie sind jetzt von „Raten“ zu „systematisch eingrenzen“ gewechselt. Gute Produktion.

FAQ

  • Q: Was sollte ich als Erstes prüfen, wenn der Fadenabschneider der HSW 1632 nach 4–6 Monaten Nutzung anfängt auszufallen?
    A: Starten Sie mit einer „Clean Baseline“ und der Faden-Identifikation, bevor Sie irgendwelche Engineer-Parameter der HSW 1632 ändern.
    • Flusen im Bereich Unterfadenspule/Trimmer entfernen und Fadenreste beseitigen.
    • Einen kleinen Tropfen Öl an die Trimmermechanik geben (nicht auf die Klinge).
    • Oberfaden prüfen (Polyester vs. 100% Viskose/Rayon) und Viskose für einen Testlauf vorbereiten.
    • Erfolgskontrolle: Ein Testschnitt klingt klar nach „Schnipp“ und das Fadenende ist sauber geschnitten (nicht ausgefranst).
    • Wenn es weiterhin ausfällt … Engineer Mode öffnen und die Trim-Parameterwerte der HSW 1632 (C01/C31/D46/Type) erneut prüfen.
  • Q: Wie komme ich ins Engineer-Menü der HSW 1632, um die Schneid-Einstellungen anzupassen (Pfad und Passwort)?
    A: Nutzen Sie den „Hand“-Pfad (Manual Operation) der HSW 1632 und geben Sie das Passwort 823456 ein, um den Engineer Mode zu entsperren.
    • Das Hand-Symbol (Manual Operation) in der Seitenleiste antippen.
    • More Set antippen und dann 823456 sorgfältig eingeben.
    • Erfolgskontrolle: Die Maschine bestätigt die Eingabe (z. B. per Signalton) und zeigt ein dichtes Parameter-Menü (keine Meldung „Invalid Password“).
    • Wenn es nicht klappt … Langsam neu eingeben und prüfen, ob es sich um den passenden Steuerungstyp handelt (ähnliche Boards nutzen diese Methode).
  • Q: Wo finde ich im Engineer Mode den Trim-Parameterbildschirm der HSW 1632 – und warum wird er oft übersehen?
    A: Die Trim-Einstellungen der HSW 1632 liegen unter Emb Assist Para → Trim, und das Menü hat zwei Seiten.
    • Emb Assist Para (Embroidery Assistant Parameter) öffnen.
    • Trim auswählen und zusätzlich prüfen/scrollen, ob es eine zweite Parameterseite gibt.
    • Erfolgskontrolle: Im Trim-Screen erscheinen Codes wie C01 und C31, und eine zweite Seite ist verfügbar.
    • Wenn es weiterhin nicht klappt … Keine zufälligen Menüs ändern, sondern zurück und sicherstellen, dass wirklich der Bereich „Trim“ geöffnet ist.
  • Q: Was sind die „Golden Values“ für die Trim-Parameter der HSW 1632 (C01, C31, D46 und Trimming Machine Type 360)?
    A: Setzen Sie die Trim-Parameter der HSW 1632 exakt auf C01=3, C31=1, D46=2.1 und Trimming Machine Type=360.
    • C01 (Jump Stitches Num. Before Trim) auf 3 setzen.
    • C31 (Stitches After Trim) auf 1 setzen und D46 (Length of Lock Stitches Before Trim) auf 2.1.
    • Trimming Machine Type auf 360 setzen (nicht raten – falscher Typ kann Fehlfunktionen verursachen).
    • Erfolgskontrolle: Nach einem Testmotiv mit mehreren Schnitten sind die Fadenenden konstant kurz und das Geräusch ist „Click-Snip“.
    • Wenn es weiterhin ausfällt … Fadenwahl und Messerzustand erneut prüfen und sicherstellen, dass die Werte nach dem Neustart wirklich gespeichert sind.
  • Q: Wie speichere ich Änderungen an den Engineer-Trim-Parametern der HSW 1632 so, dass sie nach dem Ausschalten nicht verschwinden?
    A: Erst sauber bis zum Home-Screen zurückgehen und dann einen vollständigen Power-Cycle durchführen, damit die Steuerung die Parameter übernimmt.
    • Return/Exit drücken, bis der Hauptbildschirm angezeigt wird (nicht im Engineer-Menü ausschalten).
    • Hauptschalter OFF, 10 Sekunden warten, dann ON.
    • Engineer Mode (823456) erneut öffnen und prüfen, ob die Werte noch vorhanden sind.
    • Erfolgskontrolle: D46 zeigt weiterhin 2.1 und Trimming Machine Type weiterhin 360 nach dem Neustart.
    • Wenn es weiterhin nicht klappt … Exit-und-Neustart-Sequenz wiederholen; nicht „hart“ an der Wandsteckdose ausschalten, solange Sie noch im Einstellungsbildschirm sind.
  • Q: Ist Polyesterfaden eine häufige Ursache für Schneidausfälle bei der HSW 1632 – und was ist der schnellste Test?
    A: Ja – Polyester kann den Trimmer der HSW 1632 schneller verschleißen lassen; der schnellste Isolationstest ist ein Lauf mit 100% Viskose/Rayon.
    • Oberfaden für einen kontrollierten Test auf 100% Viskose/Rayon wechseln (gleiches Motiv, gleicher Stoff).
    • Hören und prüfen: „Schnipp“ vs. „Dumpf/Reiß“ sowie sauber geschnittene vs. ausgefranste Enden vergleichen.
    • Erfolgskontrolle: Mit Viskose werden Schnitte deutlich konstanter und die Enden wirken sauber statt „zerfasert“.
    • Wenn es weiterhin ausfällt … Als Einstellungs-/Timing- oder Verschmutzungsproblem behandeln und C01/C31/D46/Type sowie Flusen/Ölung erneut verifizieren.
  • Q: Welche Sicherheitswarnungen gelten beim Prüfen des Trimmerbereichs oder beim Nadelwechsel an der HSW 1632 – und welche Zusatzsicherheit gilt bei Magnetrahmen?
    A: Die HSW 1632 in STOP setzen oder ausschalten, bevor Hände in die Nadel-/Trimmerzone gehen; Magnetrahmen sind Quetsch- und Medizinprodukt-Risiko.
    • Maschine stoppen oder ausschalten, bevor Sie in die Nähe von Nähfüßen, Nadeln oder Trimmermechanik greifen (Mehrnadelköpfe können beim Start unerwartet bewegen).
    • Finger nicht unter die Nähfußzone, solange der Bildschirm aktiv ist.
    • Bei Magnetrahmen: Abstand zu Herzschrittmachern/Insulinpumpen halten und Finger vor Quetschstellen schützen.
    • Erfolgskontrolle: Keine unerwartete Kopfbewegung während der Arbeit im Nähbereich; Magnetrahmen lassen sich ohne Fingerquetschen handhaben.
    • Wenn es weiterhin ausfällt … Nicht mit eingeschalteter Maschine weiter „nebenbei“ prüfen – erst in einen sicheren Zustand zurück und dann Schritt für Schritt vorgehen.