So messen Sie Ihre gewerbliche Mehrnadelstickmaschine für große Magnetrahmen (2 bewährte Methoden)

· EmbroideryHoop
Dieser Praxisleitfaden macht aus dem kurzen MaggieFrame-Video einen wiederholbaren Mess-Workflow, dem Sie vor der Bestellung großer Magnetrahmen vertrauen können. Sie lernen zwei Verifikationsmethoden: (1) den größten vorhandenen Stickrahmen inklusive Metallhalterungen messen und (2) die Breite/Tiefe der Maschinenarme messen. Außerdem erfahren Sie, welche Fotos Sie mitsenden sollten, welche Messfehler am häufigsten zu Fehlpassungen führen und wie Sie vorgehen, wenn Messwerte unplausibel wirken.

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Inhaltsverzeichnis

Hinweis zum Top-Embed-Modul: Dieser Artikel basiert auf dem Video „How to Measure Your Embroidery Machine for Large MaggieFrame Hoops“ vom MaggieFrame-Kanal und ist als eigenständiger Schritt-für-Schritt-Leitfaden für die Praxis geschrieben.

Große Magnetrahmen sind ein echter Produktivitäts-Booster – bis zu dem Tag, an dem sie mechanisch nicht in den Armabstand Ihrer Maschine passen oder die Halterungs-/Bracket-Bauform nicht kompatibel ist. Dieser Leitfaden hilft Ihnen, die Passform vor dem Kauf zu verifizieren: mit genau den zwei Messmethoden aus dem Video – plus zusätzlichen Kontrollpunkten, die das typische „Ich habe gemessen, aber es passt trotzdem nicht“-Szenario vermeiden.

Was Sie lernen

  • Zwei praxistaugliche Wege, um zu prüfen, ob ein großer Magnetrahmen an Ihre Maschine passt.
  • Wo genau Sie am größten vorhandenen Stickrahmen messen müssen (und was zwingend mitgemessen wird).
  • Wo genau Sie an den Maschinenarmen messen (Breite und Tiefe) und welches Endstück als Referenz dient.
  • Welche Fotos Sie aufnehmen sollten, damit ein Distributor die Halterungs-Kompatibilität sicher bestätigen kann.
  • Wie Sie die häufigsten Messfehler erkennen und korrigieren.

Warum überhaupt messen – gerade bei großen Magnetrahmen?

Große Formate wie 13×16 oder 17×16 sind physisch deutlich größer als das, was viele gewerbliche Maschinen problemlos „freigängig“ bewegen können – besonders, wenn man die seitlichen Metallhalterungen (Brackets) mit einrechnet. Die Kernaussage aus dem Video ist deshalb klar: Nicht nach Markenname raten, sondern mit Maßen und Fotos verifizieren.

Praktisch gedacht prüfen Sie nicht nur das „Stickfeld“, sondern die mechanische Freigängigkeit – also die äußersten Punkte, die an Maschinenarmen oder Anschlägen kollidieren könnten. Genau deshalb betont das Video mehrfach: den größten vorhandenen Stickrahmen messen und die Brackets mit einbeziehen.

In diesem Workflow sammeln Sie zwei Zahlenpakete (Außenmaße des Stickrahmens und Maße der Maschinenarme) plus einen kleinen Satz Fotos. Erst diese Kombination macht die Kompatibilitätsprüfung belastbar.

In vielen Betrieben ist das auch der Moment, in dem man über einen Upgrade-Schritt nachdenkt: Wenn Sie regelmäßig mit Rahmenrutschen, Operator-Ermüdung oder schwankender Einspannspannung kämpfen, kann ein Magnetrahmen für Stickmaschine ein sinnvoller nächster Schritt sein – aber erst, nachdem Sie die mechanische Passform und die Bracket-Bauform mit den folgenden Messungen bestätigt haben.

Presenter showing two large MaggieFrame magnetic embroidery hoops on a white table
The presenter introduces the large 13x16 and 17x16 inch magnetic hoops.

Methode 1: Ihren vorhandenen Stickrahmen messen

Das ist die schnellste Methode, wenn Sie bereits mindestens einen „größten“ Stickrahmen für Ihre Maschine besitzen. Die wichtigste Anweisung aus dem Video: Messen Sie den größten Stickrahmen, den Sie zur Hand haben – nicht den kleinen.

Werkzeuge & Setup

  • Maßband
  • Ihre vorhandenen Stickrahmen (holen Sie den größten heraus)
  • Eine flache, stabile Tischfläche, damit der Rahmen plan aufliegt

Warnung: Achten Sie beim Handling der Rahmenhalterungen auf Quetschstellen. Halten Sie scharfe Werkzeuge (Schere/Messer) vom Messbereich fern – ein Ausrutscher kann Vlies beschädigen, den Rahmen verkratzen oder Ihre Hand verletzen.

Schritt 1 — Den *größten* Stickrahmen auswählen (nicht den kleinen)

Im Video wird ein kleinerer grüner Rahmen als Beispiel gezeigt, der nicht für diese Prüfung taugt. Ziel ist, die maximale physische Rahmengröße zu erfassen, die Ihre Maschine grundsätzlich freigängig aufnehmen kann.

Kurzcheck (Auswahl): Wenn Sie mehrere Rahmen haben, nehmen Sie den mit der größten Außenkontur – häufig der, den Sie für große Rückenstickereien, große Logos oder Oversize-Platzierungen nutzen.

Presenter holding a small green embroidery hoop
Presenter explains not to use small hoops for measurement, but the largest one available.

Schritt 2 — Gesamte Außenlänge messen (Brackets mitmessen)

Legen Sie den Rahmen flach hin. Messen Sie die gesamte Außenlänge vom äußersten Punkt auf der einen Seite bis zum äußersten Punkt auf der anderen Seite – inklusive der Metallhalterungen (Brackets).

Im ersten Beispielrahmen im Video liegt die Länge bei ca. 605 mm.

Erwartetes Ergebnis: Ein einzelner Längenwert, der den maximalen „Ende-zu-Ende“-Platzbedarf (Freigängigkeit) des Rahmens beschreibt.

Achtung
Ein sehr häufiger Fehler (im Video ausdrücklich angesprochen) ist, nur die Innenöffnung bzw. das „Stickfeld“ zu messen. Diese Zahl entscheidet nicht, ob der Rahmen mechanisch passt.
Measuring the length of a green embroidery hoop with a tape measure
Measuring the length across the brackets effectively captures the fit dimension.

Schritt 3 — Gesamte Außenbreite messen (Brackets mitmessen)

Messen Sie die gesamte Außenbreite genauso: äußerster Punkt zu äußerstem Punkt.

Im ersten Beispielrahmen im Video liegt die Breite bei ca. 392 mm.

Kurzcheck (Plausibilität): Wenn Ihre Breite verdächtig nahe an der Innenöffnung liegt, haben Sie sehr wahrscheinlich die falschen Referenzpunkte gewählt.

Measuring the width of the green embroidery hoop
The width measurement ensures the hoop fits within the machine's pantograph travel.

Schritt 4 — Bei anderer Rahmenbauform (z. B. Brother) genauso messen

Das Video zeigt eine zweite Rahmenbauform und erwähnt: Auch bei einer Brother-Stickmaschine messen Sie die Außenmaße nach demselben Prinzip.

In diesem Beispiel werden ca. 515 mm (Länge) und ca. 505 mm (Breite) gezeigt.

Wichtig dabei: Je nach Rahmenform kann sich „lang“ und „breit“ subjektiv anders anfühlen. Entscheidend ist, dass Sie zwei zueinander senkrechte Außenmaße sauber und reproduzierbar dokumentieren.

Measuring the length of a blue square embroidery hoop
Demonstrating the same measuring process on a different style of commercial hoop.
Close up of yellow tape measure on blue hoop
A detailed look at the measurement reading on the tape measure.

Warum Methode 1 funktioniert (und wann nicht)

Methode 1 funktioniert, weil Ihr größter vorhandener Stickrahmen ein realer Proxy dafür ist, was Ihre Maschine mechanisch freigängig schafft. Sie kann aber scheitern, wenn:

  • Ihr „größter Rahmen“ nicht wirklich der größte ist, den die Maschine akzeptieren könnte (sondern nur der größte, den Sie gekauft haben).
  • Die Bracket-/Halterungsbauform Ihres Rahmens nicht zur Bracket-Bauform des gewünschten Magnetrahmens passt.

Darum kombiniert das Video diese Methode mit Methode 2 und fordert anschließend Fotos der Bracket-Details an.

Versteckte Verbrauchsmaterialien & kurze Praxis-Checks

Auch wenn es hier um Passform (nicht um Sticken) geht: In der Praxis passieren solche Fit-Checks oft direkt vor einem Produktionslauf – daher lohnt es sich, die Basics gleich mit im Blick zu haben.

  • Oberfaden vs. Unterfaden (allgemein): Nutzen Sie eine Unterfadenqualität, die sauber auf der Rückseite ausbalanciert, ohne dass Oberfaden nach unten gezogen wird. Bei Fadenwechsel (Typ/Stärke) vor großen Motiven unbedingt die Fadenspannung prüfen.
  • Nadelspitze (allgemein): Die Wahl folgt meist dem Material (Strick vs. Webware) und der Stichdichte. Im Zweifel: Maschinenhandbuch prüfen und einen kleinen Probestick machen.
  • Stickvlies (Backing) und ggf. Topping (allgemein): Große Motive brauchen oft mehr Stabilität. Bei elastischen oder flauschigen Materialien sind Stickvlies und ggf. Topping wichtig, um Einsinken/Verzug zu reduzieren.
  • Kleinteile & Wartung (allgemein): Fadenschere, Ersatznadeln, sichere Entsorgung und eine Fussel-/Flusenreinigung bereithalten – gerade beim Testen großer Rahmen spart das im Fehlerfall Zeit.

Optionaler Workflow-Upgrade (nur wenn es Ihr Problem löst): Wenn Ihr Einspannen langsam oder inkonsistent ist, kann eine Einspannstation für Stickmaschinen die Wiederholgenauigkeit verbessern – sie ersetzt aber nicht die mechanische Freigängigkeitsprüfung, die Sie hier durchführen.

Prep-Checkliste (bevor Sie die finalen Zahlen notieren)

  • Maßband ist gut ablesbar und nicht geknickt.
  • Größter Stickrahmen ist identifiziert und liegt plan auf.
  • Sie messen die äußersten Punkte, nicht die Innenöffnung.
  • Sie notieren Werte in Millimetern.
  • Handy/Kamera ist bereit für klare Fotos.

Methode 2: Maschinenarme messen

Methode 2 ist der „maschine-zuerst“-Ansatz. Im Video wird gezeigt, wie man den Abstand der Arme in der weitesten Einstellung misst und anschließend die Tiefe bis zu einem definierten Anschlagpunkt (Positionierblock).

Schritt 1 — Arme auf den größtmöglichen Abstand einstellen

Vor dem Messen warnt das Video: Sie müssen sicherstellen, dass die zwei Arme an Ihrer Maschine den größtmöglichen Abstand haben.

Kurzcheck
Wenn Ihre Maschine eine verstellbare Arm-/Pantographenbreite hat, stellen Sie sie vor der Messung auf Maximum. Messen Sie in einer engeren Einstellung, melden Sie zu kleine Werte – und riskieren eine falsche Empfehlung.
Sew Tech multi-needle embroidery machine shown for arm measurement
The tutorial moves to the embroidery machine to measure the pantograph arms directly.

Schritt 2 — Armbreite messen (Außenkante zu Außenkante)

Messen Sie den Abstand zwischen den Außenkanten der beiden Arme.

Im Video klingt der gesprochene Wert wie „610 mm“, die Texteinblendung zeigt jedoch 605 mm – und die strukturierten Werte verwenden 605 mm.

Erwartetes Ergebnis: Ein Breitenwert, der die maximale seitliche Freigängigkeit für einen großen Rahmen beschreibt.

Measuring the distance between embroidery machine arms
Measuring the total width between the machine arms at their widest setting.
Overlay text showing 605mm arm width measurement
The video provides text overlays to confirm the measured dimensions.

Schritt 3 — Armtiefe messen (von der Stangenkante bis zum Positionierblock)

Das ist der Schritt, der am häufigsten falsch gemessen wird.

Die Anweisung im Video ist eindeutig: Messen Sie die Tiefe beginnend an der Kante der Stange und endend am Positionierblock.

Das gezeigte Beispiel liegt bei ca. 260 mm.

Kurzcheck (Endpunkt): Wenn Sie den Positionierblock/Anschlag nicht eindeutig erkennen, stoppen Sie kurz und lokalisieren Sie ihn zuerst – die Tiefe ist nur dann aussagekräftig, wenn Sie am richtigen Referenzpunkt enden.

Measuring the depth of the embroidery machine arm
Measuring from the front edge of the arm bar to the positioning block.
Close up showing tape measure at the positioning block
Identifying exactly where to stop the measurement at the positioning block.
Graphic showing 260mm depth measurement on machine arm
Visual confirmation of the depth dimension needed for compatibility.

Warum Methode 2 wichtig ist, selbst wenn Methode 1 „gut aussieht“

Ein Rahmen kann „ungefähr passen“ und trotzdem kollidieren – wegen Armgeometrie, Anschlägen oder der Art, wie die Bracket-Einheit sitzt. Methode 2 liefert Ihnen eine direkte Freigängigkeitsmessung an der Maschine selbst; deshalb wird sie im Video als zweite Verifikationslösung gezeigt.

Wenn Sie Magnetrahmen für Stickmaschinen für die Produktion evaluieren, ist Methode 2 die Messung, die teures Trial-and-Error verhindert – weil sie die physische Grenze der Maschine prüft, nicht nur das, was Sie heute zufällig im Bestand haben.

Setup-Checkliste (bevor Sie Fotos machen)

  • Arme sind auf den größtmöglichen Abstand eingestellt.
  • Armbreite wird von Außenkante zu Außenkante gemessen.
  • Armtiefe wird von der Stangenkante bis zum Positionierblock gemessen.
  • Werte sind in Millimetern notiert.
  • Fotos zeigen Maßband und Referenzpunkte klar.

Messwerte einreichen (Verifikation anstoßen)

Der letzte Schritt im Video ist nicht optional: Sie sollen Messwerte und Fotos senden, damit der Distributor die Bracket-Details gegenprüfen kann.

Was Sie fotografieren sollten (Minimum)

Ziel sind Fotos, mit denen eine andere Person Ihre Messung nachvollziehen kann – ohne zu raten.

  • Foto vom Stickrahmen mit Maßband: Längenwert sichtbar.
  • Foto vom Stickrahmen mit Maßband: Breitenwert sichtbar.
  • Klare Nahaufnahmen der Metallhalterungen (Brackets).
  • Foto der gemessenen Armbreite.
  • Foto der gemessenen Armtiefe.
Pointing to metal bracket details on the hoop
The presenter highlights the importance of photographing the metal brackets clearly.

So verpacken Sie die Infos, damit es schnell geprüft werden kann

Notieren Sie die Zahlen in einem einfachen, konsistenten Format (z. B. „Rahmen außen L/B in mm“ und „Arme Breite/Tiefe in mm“). Das Video erwähnt außerdem, dass Sie die Infos entweder mit der Online-Bestellung hinterlassen oder direkt an den Distributor senden können.

Optionale Upgrade-Pfade (praxisnah bleiben)

Wenn Ihr Ziel schnelleres Einspannen mit weniger Belastung ist, können Magnetrahmen für Stickmaschine ein Workflow-Upgrade sein – besonders bei wiederholten Platzierungen. Wenn Sie in höheren Stückzahlen arbeiten und weniger Stopps zwischen Farbwechseln und Kleidungsstücken wollen, kann eine Mehrnadelstickmaschine (z. B. SEWTECH Mehrnadelstickmaschinen) eine langfristige Richtung sein.

Wenn Sie Magnetrahmen testen möchten, behandeln Sie sie wie jedes andere Betriebsmittel: Passform prüfen, Bracket-Bauform prüfen, dann den Mess- und Foto-Standardprozess festlegen – damit jede zukünftige Bestellung risikoarm ist.

Warnung: Magnetrahmen können Quetschverletzungen verursachen. Trennen Sie Magnete durch seitliches Verschieben (nicht gerade auseinanderziehen), halten Sie Finger aus dem Schließbereich und halten Sie starke Magnete von Elektronik sowie magnetischen Speichermedien fern.

Ablauf-Checkliste (bevor Sie „Senden“ drücken)

  • Rahmen-Außenlänge und -Außenbreite sind inklusive Metallhalterungen gemessen.
  • Armbreite ist bei maximaler Armstellung gemessen.
  • Armtiefe ist bis zum Positionierblock gemessen.
  • Fotos zeigen Maßbandablesung und Bracket-Details klar.
  • Sie haben Zahlen und Fotos in Nachricht/Bestellnotiz beigefügt.

Troubleshooting & Korrektur

Nutzen Sie diesen Abschnitt, wenn Werte „nicht zusammenpassen“, Fotos nicht auswertbar sind oder Sie weiterhin unsicher sind.

Symptom: Ihre Rahmenmaße wirken zu klein (oder entsprechen dem Stickfeld, das Sie sonst sticken)

  • Wahrscheinliche Ursache: Sie haben die Innenöffnung statt der Außenmaße inkl. Brackets gemessen.
  • Schnelltest: Messen Sie erneut und legen Sie das Maßband bewusst über die äußersten Punkte – inklusive beider Metallhalterungen.
Korrektur
Außenlänge und Außenbreite erneut in Millimetern notieren.
  • Alternative: Wenn die Rahmenform die äußersten Punkte schwer erkennbar macht, fotografieren Sie die angelegte Messung und lassen Sie den Distributor die gewünschten Endpunkte bestätigen.

Symptom: Ihre Armbreite ändert sich je nach Messzeitpunkt

  • Wahrscheinliche Ursache: Die Arme waren nicht jedes Mal auf maximalen Abstand eingestellt.
  • Schnelltest: Arme auf Maximum stellen und erneut von Außenkante zu Außenkante messen.
Korrektur
Verwenden Sie den Messwert bei maximaler Einstellung als offiziellen Wert.
  • Alternative: Wenn der Armabstand fix ist, dokumentieren Sie das in Ihrer Nachricht und fokussieren Sie auf besonders klare Fotos der Messpunkte.

Symptom: Ihre Armtiefe ist inkonsistent

  • Wahrscheinliche Ursache: Falscher Startpunkt oder falscher Endpunkt.
  • Schnelltest: Start an der Stangenkante, Ende am Positionierblock – genau wie im Video – und erneut messen.
Korrektur
Tiefenfoto neu aufnehmen, sodass der Positionierblock klar sichtbar ist.
  • Alternative: Wenn Sie den Positionierblock nicht sicher identifizieren können, machen Sie eine Nahaufnahme des Bereichs und lassen Sie den Distributor den korrekten Endpunkt bestätigen, bevor Sie den Wert finalisieren.

Symptom: Der Distributor kann die Bracket-Kompatibilität anhand Ihrer Fotos nicht bestätigen

  • Wahrscheinliche Ursache: Bracket-Form/-Typ ist nicht klar erkennbar oder das Maßband verdeckt Details.
  • Schnelltest: Pro Seite zwei Fotos: eins frontal, eins schräg – mit guter Beleuchtung.
Korrektur
Bracket-Nahaufnahmen erneut senden plus eine weitere Aufnahme, die den Bracket im Kontext am Rahmen zeigt.
  • Alternative: Wenn Sie mehrere Bracket-Bauformen im Betrieb haben, benennen/markieren Sie, welchen Rahmen Sie gemessen haben, damit niemand vom falschen Typ ausgeht.

Symptom: Sie wollen die Passform für eine Brother-Maschine prüfen, sind aber unsicher, welchen Rahmen Sie messen sollen

  • Wahrscheinliche Ursache: Sie haben den Rahmen gemessen, den Sie am häufigsten nutzen – nicht den größten.
  • Schnelltest: Alle vorhandenen Rahmen zusammenholen, den physisch größten identifizieren und diesen messen.
Korrektur
Wie im zweiten Video-Beispiel: Außenlänge und Außenbreite des größten Rahmens in Millimetern messen.
  • Alternative: Wenn Sie noch keinen wirklich großen Rahmen besitzen, stützen Sie sich stärker auf Methode 2 (Armbreite/-tiefe) und auf Bracket-Fotos.

Ergebnis & Übergabe

Am Ende sollten Sie ein sauberes „Verifikationspaket“ haben, mit dem ein Distributor schnell Ja/Nein sagen und die passende Bracket-Bauform empfehlen kann.

Eine gute Übergabe-Nachricht enthält:

  • Rahmen außen Länge/Breite (mm), inklusive Brackets gemessen
  • Armbreite (mm) bei maximalem Armabstand
  • Armtiefe (mm) von der Stangenkante bis zum Positionierblock
  • Fotos: Rahmen-Länge, Rahmen-Breite, Bracket-Nahaufnahmen, Armbreite, Armtiefe

Wenn Sie das im Team standardisieren möchten, speichern Sie eine kurze Vorlage, damit alle Operator Messwerte gleich reporten. Diese Konsistenz verhindert Fehlbestellungen und Stillstand.

Wenn Sie Optionen vergleichen, bleiben Sie bei praxisnahen Kriterien: Freigängigkeit, Bracket-Kompatibilität und Wiederholgenauigkeit. Für Betriebe, die schneller einspannen und weniger nachjustieren wollen, kann ein Magnetrahmen ein sinnvoller nächster Schritt sein, sobald die Passform bestätigt ist. Und auch wenn Sie weiterhin stark mit klassischen Stickrahmen für Stickmaschine arbeiten: Die gleiche Messdisziplin gilt – Außenmaße und Bracket-Details entscheiden über die reale Kompatibilität.