Inhaltsverzeichnis
Hier ist die rekonstruierte, praxisnah editierte Anleitung. Sie behält Struktur und Tags bei und macht die Schritte so klar, dass du sie in der Produktion reproduzierbar abarbeiten kannst.
Understanding C-Pallu Alignment
C-Pallu-Bordüren wirken im Designprogramm oft „einfach“ – eine C-förmige Bordüre. Auf einer großen Flachbett-Mehrkopfstickmaschine wird daraus aber schnell ein Präzisionsthema: Die Kernaussage aus dem Video ist grundlegend – wenn du zuerst die Punkte (Pass-/Ausrichtungspunkte) sauber triffst, kannst du den Sari anschließend ohne Kampf mit der Maschine montieren.
Für Bediener:innen ist ein Sari häufig eines der teuersten Teile, die auf dem Tisch liegen. Die Sorge, die Bordüre schief zu setzen, ist real. Diese Anleitung macht daraus einen Prozess.

What is C-Pallu?
In diesem industriellen Workflow bezeichnet „C-Pallu“ den C-förmigen Bordüren-/Designbereich am Sari – optisch der Fokus des Kleidungsstücks. Die Herausforderung: Die Start-/Referenzpunkte dieses Bereichs müssen vor dem Fixieren mit Clips/Pins zur digitalen Designposition passen.
Goldene Regel: Im Video wird betont, dass das Punkt-Matching den Unterschied macht zwischen einer sauberen, professionellen Bordüre und einer sichtbar schiefen Bordüre, die teures Auftrennen nach sich zieht.
Why Point Matching is Critical
Wenn du einen langen Sari auf dem Flachbett montierst, „zwingt“ kein klassischer Stickrahmen den Stoff in eine feste Geometrie. Stattdessen baust du ein kontrolliertes Spannfeld auf – vorne mit Clips, hinten mit der Pinschiene (Kanta).

Wenn deine Startpunkte am Anfang auch nur um wenige Millimeter danebenliegen, stickt die Maschine diesen Fehler konsequent über die gesamte Bordürenlänge weiter – der Schiefstand wird über die Strecke sichtbar größer.
Profi-Mindset (Passung): Bevor du den ersten Clip setzt, behandle den Stoff wie eine Karte: Erst platzieren, bis die C-Pallu-Startpunkte dort liegen, wo das Design sie erwartet. Viele Betriebe arbeiten dafür mit einer gedanklichen Referenzlinie („Datum“). Wenn du zuerst klemmst und danach „hoffst“, die Passung noch zu retten, endet das in Nacharbeit.
Step-by-Step Saree Framing
Dieser Abschnitt rekonstruiert die Reihenfolge aus dem Video: glatt auslegen und ausrichten → Vorderkante mit definierter Lücke klemmen → Rahmen per Maschine nach hinten fahren → hinten spannen und in das Kanta-Pinsystem einhängen.
Securing the Front Edge
Lege den Sari flach auf dem Tisch aus. Glätte mit der Hand oder einem Glättstab.
Tast-Check: Fahre mit der Handfläche über den Stoff. Du suchst nach versteckten Wellen/„Luftblasen“. Der Stoff soll entspannt liegen (nicht vorgedehnt), aber plan auf der Tischfläche.

Setze dann Metall-Clips entlang der vorderen Schiene, um die Vorderkante zu fixieren.
Praxis-Check: Der Clip muss sauber greifen. Wenn er leicht rutscht oder „weich“ wirkt, stimmt entweder die Clipspannung nicht oder der Stoff liegt gebündelt. In der Produktion ist ein rutschender Clip ein typischer Auslöser für Passungsdrift.

Im Video wird die gleiche Methode an unterschiedlichen Stofffarben gezeigt – als Hinweis, dass es eine wiederholbare Technik ist und kein „Glückstreffer“.

Erwartetes Ergebnis: Die Vorderkante sitzt fest, der Stoff liegt glatt ohne Spannungswellen, und deine Ausrichtungspunkte passen zur Nadelposition.
The One-Finger Gap Rule
Das ist der wichtigste „Crash vermeiden“-Punkt aus dem Video: Lass vorne ungefähr eine Fingerbreite Abstand zwischen Stoff/Clip und der vorderen Begrenzung, damit die Maschine keinen „Over Limit“-Fehler meldet.

Der Bediener warnt ausdrücklich: Ist die Lücke zu klein, kommt es beim Verfahren schnell zu Over-Limit.
Warnung: Kollisions-/Anschlagrisiko. Halte den Frontabstand wie gezeigt bei etwa einer Fingerbreite. Zu wenig Abstand kann dazu führen, dass der Rahmen an den mechanischen Anschlag fährt (Y-Limit) und die Maschine stoppt.
Warum das funktioniert: Auf großen Flachbetten ist der Verfahrweg „hart“. Ein kleiner Positionierfehler vorne wird beim Anfahren von Randkoordinaten zum Anschlag. Die Fingerbreite ist in der Praxis ein einfacher, robuster Sicherheits-Puffer.
Using the Kanta (Pin) System
Nach dem Fixieren vorne geht es im Video zur hinteren Befestigung über das Kanta-System: eine Reihe schräg stehender Pins/Haken an der hinteren Schiene, die das Gewebe greifen.

Der Bediener zeigt auch den typischen Sonderfall: Manchmal ist der Stoffbereich hinten beim C-Pallu sehr kurz. Dann musst du besonders straff spannen, weil weniger Fläche zum Greifen vorhanden ist.

Hinten arbeitest du in dieser Reihenfolge:
- Ziehen: Stoff sicher greifen.
- Einspannen/Spannen: Gerade nach hinten straff ziehen (ohne seitliches Verziehen).
- Einrasten: Mit dem Daumen das Gewebe in die schrägen Pins drücken, bis es „sitzt“.
Tast- & Sichtcheck: Beim Einrasten spürst du, wie der Stoff „beißt“. Wenn du nach dem Einhängen leicht nachziehst und der Stoff rutscht, ist er nicht sauber im Pinwinkel gefasst.


Erwartetes Ergebnis: Der Sari ist im Arbeitsbereich „trommelfest“ gespannt. Beim Antippen entstehen keine Wellen; die Fläche schwingt eher kurz wie eine Trommelhaut.
Achtung (typischer Produktionsfehler): Wenn der Stoff hinten kurz ist, wird oft panisch an den Ecken stärker gezogen. Das erzeugt Wellen („Smile/Frown“) und verzieht die Bordüre. Ziel ist gleichmäßige, lineare Spannung über die Breite.
Tool-Upgrade (wenn es in deinem Betrieb wirklich weh tut):
- Problem: Wenn Clips Abdrücke hinterlassen oder Pins sichtbare Löcher setzen.
- Entscheidung: Dann ist ein Magnetrahmen als Alternative interessant, weil er ohne Klemmdruckspuren und ohne Einstechen arbeiten kann.
Warnung: Magnet-Sicherheit. Magnetrahmen können stark zuschnappen (Quetschgefahr). Finger aus der Kontaktfläche halten und Abstand zu medizinischen Implantaten beachten.
Machine Settings for Framing
Using Home Set Function
Sobald vorne geklemmt ist, wird im Video am Bedienpanel Home Set gedrückt, damit die Maschine den Rahmen automatisch nach hinten verfährt.

Das ist effizient: Du ziehst nicht manuell gegen den Antrieb, sondern lässt die Maschine sauber in die hintere Arbeitsposition fahren.
Warnung: Quetschgefahr bei automatischer Bewegung. Beim Drücken von Home Set verfährt der Rahmen automatisch. Hände, Werkzeuge und lose Stoffenden aus dem Bewegungsbereich halten.
Praxisregel: Vor dem Tastendruck das Bett freimachen und Stoffschwänze so ablegen, dass nichts in den Verfahrweg gerät.
Managing Over-Limit Errors
Die Vorbeugung aus dem Video ist simpel und wirksam: Halte die „Ein-Finger“-Frontlücke ein, damit der Rahmen nicht an den Verfahranschlag kommt.
Checkpoint: Nach dem Klemmen die Lücke einmal komplett prüfen, bevor du weitergehst.
Diagnose aus der Praxis: Wenn die Lücke stimmt und trotzdem Limits kommen, liegt die Positionierung des Designs zu nah am Randbereich. Dann musst du die Platzierung/Trace prüfen.
Tool-Upgrade (Produktions-Trigger):
- Problem: Bei großen Stückzahlen kostet das manuelle Montieren mehr Zeit als das Sticken.
Primer
Dieses Tutorial zeigt, wie du einen C-Pallu-Sari auf einer großen industriellen Flachbett-Mehrkopfstickmaschine montierst – mit Front-Clips und einer hinteren Kanta-Pinschiene, statt mit einem klassischen Stickrahmen.
Du lernst:
- Wie du C-Pallu-Ausrichtungspunkte vor dem Fixieren triffst.
- Wie du die Vorderkante sicher klemmst (inkl. „Ein-Finger“-Regel gegen Over-Limit).
- Wie du hinten so spannst, dass die Fläche gleichmäßig „trommelfest“ wird.
Wenn du nach einem reproduzierbaren Workflow für Stickrahmen-ähnliche Prozesse bei langen Stoffteilen suchst, ist das eine solide Basis.
Prep
Auch wenn das Video vor allem das Montieren zeigt: In der Produktion entscheidet die Vorbereitung über die Trefferquote. Das ist die „unsichtbare Arbeit“, die gute Bediener:innen automatisch machen.
Hidden Consumables & Prep Checks
Lege dir vorab griffbereit:
- Glättstab/Lineal: Zum Glätten, ohne den Stoff unnötig zu verziehen.
- Scharfe Schere: Lose Fäden vor dem Montieren entfernen.

Prep Checklist (Do NOT Skip)
- Bett frei: Unter den Köpfen ist alles frei; nichts liegt im Verfahrweg.
- Stoff entspannt: Sari flach ausgelegt; Falten reduziert.
- Clip-Check: Clips greifen sauber und sind nicht verbogen.
- Kanta-Check: Pinschiene ist frei, Pins stehen sauber und greifen.
- Visueller Anker: C-Pallu-Startpunkte sind klar erkennbar.
Setup
Im Setup passieren die „stillen Fehler“: Es sieht okay aus, aber die Spannung ist ungleichmäßig – und das Design verzieht sich beim Sticken.
Setup Sequence (Expert Walkthrough)
- Erst ausrichten: Stoff flach auslegen, C-Pallu-Punkte zur Nadelposition bringen.
- Vorne klemmen: Clips entlang der Frontschiene setzen.
- Lücke prüfen: Ein-Finger-Abstand entlang der Frontkante sicherstellen.
- Weg frei: Hinteren Bereich für das spätere Spannen freihalten.
Checkpoint: Nach dem Klemmen vorne prüfen, ob die Punkte nicht seitlich „mitgewandert“ sind.
Praxis-Physik: Die Vorderkante ist dein Fixpunkt. Alles, was du hinten ziehst, verteilt sich relativ zu diesem Anker. Wenn du vorne schon schief klemmst, „friert“ die Schieflage beim Spannen ein.
Tool-Upgrade (Effizienz): Wenn Ausrichten zu lange dauert, kann eine Einspannstation für Stickrahmen (oder ein Ausrichtsystem) helfen, schneller reproduzierbar zu arbeiten.
Setup Checklist (Ready to Move)
- Ausrichtung: C-Pallu-Punkte stimmen.
- Front-Clips: Gleichmäßig gesetzt; keine großen Lücken.
- Sicherheitsabstand: Ein-Finger-Lücke entlang der Frontkante bestätigt.
- Glätte: Keine Falten im Stickbereich.
- Sicherheit: Bett frei für „Home Set“.
Operation
Operation bedeutet hier: Rahmen nach hinten fahren, dann die Spannung aufbauen, die saubere Stickerei erst möglich macht.
Step-by-Step Operation
- Verfahren: Home Set drücken, Abstand halten.
- Nach hinten gehen: Zum hinteren Bereich der Maschine wechseln.
- Spannen: Stoff gleichmäßig straff ziehen (bei kurzem Ende besonders kontrolliert).
- Einhängen: Gewebe in die schrägen Kanta-Pins einlegen.
- Verriegeln: Mit Daumendruck sauber in die Pins setzen.
- Prüfen: Hand leicht über die Fläche führen.
Verifikation („Trommeltest“):
- Fühlen: gleichmäßig straff.
- Sehen: keine Wellen, keine diagonale Verzerrung.
- Reaktion: beim Antippen keine „schlabbernden“ Bereiche.
Erwartete Ergebnisse:
- Sari ist vollständig montiert.
- Keine losen Zonen, die später zu „Flagging“ (Aufschwingen) führen.



Hinweis für Serienfertigung: Konstanz schlägt Kraft. Gleiche Clip-Positionen und gleiches Einhängen an der Pinschiene reduzieren Nachspannen und Rework.
Tool-Upgrade (Volumen/Material): Wenn du regelmäßig dicke Materialien verarbeitest und das Pinsystem nicht zuverlässig greift, sind standardisierte Stickrahmen für Stickmaschine bzw. passende Spannsysteme eine Alternative.
Operation Checklist (Ready to Stitch)
- Rahmenposition: Home Set sicher abgeschlossen.
- Pin-Griff: Gewebe entlang der gesamten Pinschiene sauber gefasst.
- Spannung: gleichmäßig „trommelfest“.
- Kein Flagging: keine bouncy Bereiche beim Antippen.
- Limit-Check: Verfahrweg frei, keine Anschläge.
Quality Checks & Decision Logic
Bevor du startest, mach diese finalen Checks – wie ein kurzer Pre-Flight.
Fast QC Routine (30 Seconds)
- Punkte erneut prüfen: Sind die Startpunkte noch unter der Nadel? (Spannen kann minimal ziehen.)
- Wellen-Check: Gibt es „Smile/Frown“-Wellen nahe der Clips?
- Sicher ablegen: Liegen Stoffüberschüsse weg von bewegten Teilen?
Decision Tree: Choosing the Right Framing Method
Nutze diese Logik, um zu entscheiden, ob Kanta für den Job passt:
- Ist der Stoff sehr empfindlich?
- Ja -> Risiko: Pins können Spuren setzen. Alternative prüfen (z. B. Magnetrahmen).
- Nein -> weiter.
- Ist das hintere Stoffende sehr kurz?
- Ja -> Risiko: Schlupf. Dann besonders sauber verriegeln und Spannung gleichmäßig verteilen.
- Nein -> Standard-Kanta-Spannung.
- Ist es eine Bordüre am Rand?
- Ja -> „Ein-Finger“-Regel ist Pflicht.
Wenn du Systeme vergleichst: Manche Betriebe orientieren sich an einem Stickrahmen für tajima-Workflow für Wiederholgenauigkeit – entscheidend ist weniger die Marke als die Methodik der Passung und Spannung.
Troubleshooting
Strukturiert nach typischen Fehlerbildern beim Flachbett-Montieren.
| Symptom | Likely Cause | Quick Fix (Low Cost) | Prevention (Systemic) |
|---|---|---|---|
| "Y-Limit"/Over-Limit | Front-Clips/Stoff zu nah an der Frontbegrenzung. | Reset, lösen, Stoff um eine Fingerbreite zurücksetzen. | Front-Sicherheitslinie als Referenz nutzen. |
| Schiefe Bordüre | Punkte erst nach dem Klemmen „korrigiert“ oder ungleichmäßig hinten gespannt. | Komplett lösen, glattziehen, Punkte zuerst setzen, neu klemmen. | Punkte-Check als festen Schritt standardisieren. |
| Lockerer/bouncy Stoff | Zu wenig Zug hinten oder Pins greifen nicht sauber. | Nachspannen, Gewebe tiefer in die Pins drücken. | Pinschiene sauber halten, Griff regelmäßig prüfen. |
| Stoff beschädigt | Zu hohe Spannung/Pin-Griff bei empfindlichem Gewebe. | Sofort stoppen, Schaden begrenzen. | Für empfindliche Ware Alternativen nutzen (z. B. Magnetrahmen). |
| Ermüdung/Inkonsistenz | Viele Wiederholungen, manuelles Klemmen/Spannen kostet Kraft. | Wechsel/Rotation. | Prozess standardisieren; Hilfsmittel wie Einspannstation für Stickmaschinen prüfen. |
Results
Mit dieser Methode montierst du einen C-Pallu-Sari auf einer großen Flachbett-Mehrkopfstickmaschine über:
- Front-Clips als stabilen Anker.
- Ein-Finger-Abstand als Schutz gegen Over-Limit/Kollision.
- Home Set zum sicheren, schnellen Verfahren.
- Kanta-Pinschiene für hohe, gleichmäßige Spannung.
Qualitätsstandard: Stoff liegt plan, Punkte sind auf Passung, Spannung ist gleichmäßig „trommelfest“, und die Pins greifen durchgehend – damit die Bordüre nicht wandert.
Bottom Line: Wenn du mehr Durchsatz willst, kommen die größten Gewinne meist aus kürzerer Montagezeit und weniger Nacharbeit. Standardisiere diesen Ablauf – und wenn du an Grenzen stößt, ist das der Zeitpunkt, über Upgrades (z. B. Magnetrahmen oder Einspannhilfen) nachzudenken.
