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Wenn du schon einmal in Hatch auf einen Stapel einfacher Formen geschaut hast und dachtest: „Das muss doch schneller gehen, als das alles per Hand nachzuzeichnen“, dann ist das Weld-Tool genau für dich gemacht. Du willst weniger Handarbeit – und dass die Software die Fleißarbeit übernimmt.
Wenn du aber schon einmal auf „Weld“ geklickt hast und … nichts passiert ist (oder schlimmer: deine schönen Satin-Kanten plötzlich zu einer flachen, unschönen Füllfläche geworden sind), dann musst du die Logik hinter dem Tool verstehen.
Die Hatch-Academy-Demo von Linda Goodall ist kurz, aber sie enthält mehrere „stille“ Regeln, die darüber entscheiden, ob deine Datei wirklich produktionstauglich ist. Als Sticker:in kennst du Fadenspannung, Zugausgleich und Materialverhalten. Beim Verschweißen (Weld) in der Software veränderst du die Struktur des späteren Stickobjekts – und damit, wie sich ein Patch oder Logo im realen Stickbild verhält.
Diese Anleitung schlägt die Brücke zwischen dem digitalen Klick und dem physischen Stickout.

Der Beruhigungs-Moment: Was das Hatch-Embroidery-Weld-Tool wirklich macht (und was es nie tun wird)
Das Weld-Tool in Hatch Embroidery (Digitize Toolbox) verschmilzt zwei oder mehr ausgewählte Objekte zu einem einzigen Objekt – aber nur, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind.
In Werkstatt-Sprache: Weld ist eine destruktive Boolesche Operation. Es „gruppiert“ nicht nur, sondern verschmilzt Formen zu einem neuen Objekt. Stell es dir vor wie zwei Stücke Wachs, die du zusammenschmilzt: Danach sind es nicht mehr zwei Kerzen, sondern ein einziger Wachskörper.
Wenn es funktioniert, siehst du im Objects Docker, dass mehrere Einträge zu einem Eintrag zusammenfallen – und die Grafik verhält sich wie ein zusammenhängendes Stickobjekt.
Wo es in der Praxis knallt (und wo später im Stickout Ärger entsteht), ist die Annahme, Weld sei ein universeller „Combine“-Button. Ist es nicht. Es arbeitet nach klaren Regeln:
- Anzahl der Auswahl: Mindestens zwei Objekte müssen ausgewählt sein.
- Physische Überlappung: Objekte müssen sich wirklich überlappen, damit sie zu einem Objekt werden.
- Objekttyp: Manche Konturen (Single Run) lassen sich nicht verschweißen, weil ihnen die „Fläche/der Körper“ fehlt.
- Attribut-Vererbung: Das letzte Objekt in der Auswahl-/Objektliste bestimmt die Stichart (und damit das Ergebnis).
Der Mindset-Shift: Beim Weld geht es nicht nur um eine „schönere Form“ am Bildschirm. Du steuerst, wie die Stitch-Engine Pfade berechnet. Ein verschweißtes Objekt hat einen Ein-/Ausstieg und (bei Satin) einen gemeinsamen Stichwinkel. Du zwingst mehrere Teile dazu, mit „einem Gehirn“ zu arbeiten.

Die „unsichtbare“ Vorbereitung, bevor du in Hatch auf Weld klickst (damit kein Chaos entsteht)
Nimm dir vor jedem Weld 30 Sekunden Zeit und arbeite wie ein Digitizer, der erwartet, dass das Design auf echtem Material laufen muss. Blindes Verschweißen erzeugt schnell „Frankenstein-Objekte“, die sich zwar verbinden, aber später schwer kontrollierbar sind.
Schnelle Plausibilitäts-Checks (Pre-Flight)
- Selection Tool aktiv? Du musst sauber per Rahmenauswahl selektieren können.
- Objects Docker prüfen: Wie viele Objekte verschmilzt du wirklich – 2 oder 20?
- Ziel-Stichart festlegen: Soll es am Ende Tatami/Füllstich sein oder Satin? Weld kann das über die Reihenfolge „umkippen“.
- Überlappung kontrollieren: Rein „Kante an Kante“ ist oft zu wenig. Sorge für eine echte Überlappung, damit Hatch eine gemeinsame Fläche erkennt.
Warnung: Weld kann Stichverhalten dauerhaft verändern (vor allem Stichart und Stichwinkel). Wenn du eine komplexe Gruppe verschweißen willst: Duplicate (Ctrl+D) anlegen und das Original zur Sicherheit behalten. So hast du einen schnellen „Rollback“, falls Winkel/Struktur nach dem Weld nicht mehr passen.
Prep-Checkliste 1: „Bevor du klickst“
(Nicht weitermachen, bevor diese Punkte sitzen)
- Docker sichtbar: Objects Docker ist offen, die Einzelteile sind nachvollziehbar.
- Count Check: Mindestens zwei kompatible Objekte sind ausgewählt.
- Overlap Check: Objekte überlappen sichtbar (bei Bedarf reinzoomen).
- „Winner“-Check: Du weißt, welches Objekt in der Liste zuletzt kommt (dessen Eigenschaften setzen sich durch).
- Safety Net: Du hast eine Kopie/Backup der Gruppe erstellt.

Der 15-Sekunden-Gewinn: Rechteck + vier Kreise zu einem sauberen Objekt verschweißen
Das erste Beispiel ist ein typischer Praxisfall: Ein zentrales Rechteck plus vier Kreise an den Ecken, um abgerundete/ausgeformte Ecken zu bauen – oft Grundlage für Patches oder Namensschild-Trägerformen.
Ablauf:
- Rechteck und vier Kreise so platzieren, dass sie sich überlappen.
- Mit einer Rahmenauswahl alle Formen markieren.
- In der Digitize Toolbox Weld klicken.
- Aus mehreren Objekten wird ein Objekt.
So erkennst du sofort, ob es geklappt hat:
- Optisch: Trennkanten zwischen den Formen verschwinden. (Optional: TrueView mit der Taste „T“, um die Flächenwirkung zu beurteilen.)
- Docker: Aus mehreren Einträgen wird ein Eintrag.
- Logik: Das Ergebnis verhält sich wie eine zusammenhängende Form statt wie mehrere Einzelteile.
Warum das in der Produktion zählt: Wenn du Rechteck und Kreise getrennt stickst, entstehen unnötige Wechsel/Unterbrechungen zwischen Teilobjekten. Mit Weld machst du daraus eine konsistente Form – das ist oft der schnellere, sauberere Weg für geometrische Basiselemente.

Der Rounded-Rectangle-Trick in Hatch: Zwei Rechtecke + vier Kreise, dann Weld
Abgerundete Rechtecke sind überraschend schwer „perfekt“ zu zeichnen, wenn man sie manuell konstruiert. Kleine Unsauberkeiten fallen auf Polos und Corporate-Textilien sofort auf.
Workflow:
- Zwei orthogonale Rechtecke und vier Kreise als „Skelett“ anordnen.
- Weld anwenden.
- Ergebnis: ein sauberer, gleichmäßiger Rounded Rectangle als ein Objekt.
Praxis-Tipp: Wenn du diese Grundform häufig brauchst, lohnt es sich, sie als wiederverwendbares Element abzulegen – sie ist ein Klassiker für Rahmenformen, Hinterleger oder Applikations-Basics.

Die Regel, die 80% von „Weld hat nicht funktioniert“ erklärt: Überlappung ist Pflicht
Das ist der häufigste Frustpunkt:
- Zwei Formen werden geklont und nebeneinander platziert – ohne Überlappung.
- Beide werden ausgewählt.
- Weld ist aktiv … du klickst …
- Es verschmilzt nicht: Im Objects Docker bleiben mehrere Objekte.
Was Hatch hier „mathematisch“ macht: Ohne gemeinsame Fläche gibt es nichts, was zu einem Volumen/Objekt verschmolzen werden kann. Dann sind es für die Software nur Nachbarn – nicht ein gemeinsamer Körper.
Praktische Konsequenz: Sorge für eine echte Überlappung, bevor du weldest. Wenn du unsicher bist: stark reinzoomen und prüfen, ob wirklich Fläche auf Fläche liegt.

Wenn Weld in Hatch ausgegraut ist: Die Auswahl-Falle
Der einfachste Diagnose-Check aus dem Video:
- Ist nur ein Objekt ausgewählt, ist Weld inaktiv (ausgegraut).
KorrekturMindestens zwei Objekte auswählen.
Warum das auch Profis passiert: Man denkt oft, man habe „mehrere Teile“ erwischt, hat aber tatsächlich nur ein einzelnes Objekt/Handle selektiert. Der Objects Docker ist hier dein schnellster Realitätscheck.

Der heimliche Stolperstein: Gemischte Sticharten verschweißen = das letzte Objekt übernimmt
Hier trennt sich „klicken können“ von „kontrolliert digitizen“.
Situation:
- Du hast unterschiedliche Objektarten/Sticharten in einer Auswahl.
- Du weldest.
- Ergebnis: Das verschweißte Objekt übernimmt die Eigenschaften des letzten Objekts in der Liste.
Regel der Vererbung (aus der Demo): Die Stichart (und damit die Optik) des finalen Weld-Ergebnisses richtet sich nach dem letzten Objekt.
Praxis-Check: Wenn du gemischte Objekte weldest, entscheide vorher, welche Stichart am Ende „gewinnen“ soll – und stelle sicher, dass genau dieses Objekt zuletzt in der Auswahl-/Objektliste steht.

Satin-Ringe + Weld: Warum der Stichwinkel plötzlich nur noch eine Richtung hat
Der Satin-Ring-Test ist der wichtigste „Gotcha“-Moment.
Was passiert:
- Mehrere Satin-Objekte werden verschweißt.
- Das Ergebnis bleibt Satin – aber der Stichwinkel wird vereinheitlicht (ein Winkel für das gesamte verschweißte Objekt).
Warum das im Stickbild auffällt: Satin lebt von Lichtreflexion (Glanz) durch Richtungswechsel. Wenn du Winkel „glattbügelst“, wirkt die Fläche schneller flach, und du siehst eher Trenn-/Split-Linien in breiteren Satinbereichen.
Empfehlung aus der Logik des Tools: Weld ist stark für geometrische Formen und saubere Flächen. Bei Satin-Elementen, bei denen Winkelwechsel Teil der Optik sind, ist Verschweißen oft nicht die beste Wahl – dann lieber getrennte Objekte mit sauberer Überlappung beibehalten.

Die harte Grenze: Warum Single-Run-Konturen nicht welden
Im Video werden Kreise als Single-Run-Kontur getestet. Ergebnis: Es passiert praktisch nichts – sie bleiben getrennt.
Warum: Weld arbeitet auf geschlossenen Flächen/Objekten mit „Breite“.
- Unterstützt (laut Demo-Zusammenfassung): Closed/Filled, Closed Satin, Open mit Satin-Border.
- Nicht geeignet: Single-Run-Outline (reine Linie ohne Fläche).
Wenn du mehrere Linien zu einer durchgehenden Kontur verbinden willst, brauchst du eher eine Funktion zum „Verbinden/Joinen“ – nicht Weld.

Offene Satin-Objekte können welden – aber der Winkel wird ebenfalls vereinheitlicht
Das Video zeigt: Offene Objekte mit Satin-Verhalten (Satin-Linien/Wellen) lassen sich verschweißen.
Erwartung: Wie bei den Satin-Ringen wird auch hier der Stichwinkel im Ergebnis vereinheitlicht. Das kann organische Linien schnell „technisch“ wirken lassen – bei Corporate/Geometrie oft okay, bei künstlerischen Motiven eher kritisch.

Setup-Gewohnheiten, die „am Bildschirm schön, auf Stoff schlecht“ verhindern
Auch wenn das Video softwarelastig ist: Entscheidend ist das Ergebnis auf dem Textil. Ein verschweißtes Objekt ist eine größere, zusammenhängende Stickfläche – und damit eine größere Zone, die am Material „zieht“.
Wenn du mehrere kleine Flächen zu einer großen Fläche weldest, steigt die Belastung in dieser Zone. Das kann Puckering/Verzug verstärken, wenn Stabilisierung und Einspannen nicht passen.
1) Stabilisierung – praxisnah gedacht
Für größere, dichte Füllflächen:
- Stabile Webware (z. B. Twill/Denim): In der Praxis oft mit ausreichend stabiler Tearaway-Lösung arbeiten.
- Maschenware (Polos/Tees): Cutaway ist in der Regel die sichere Wahl, weil die Fläche dauerhaft stabil bleiben muss.
2) Einspannen als Qualitätsfaktor
Eine große Weld-Fläche verhält sich wie eine „Platte“ aus Garn. Wenn das Einspannen nicht stabil ist, entstehen Wellen/Randverzug.
- Einspannen: Stoff muss stabil sitzen.
- Rahmenspuren vermeiden: Wenn festes Einspannen Abdrücke macht, kann ein Magnetrahmen helfen, weil er ohne klassischen Innen-/Außenring-Druck arbeitet.
Setup-Checkliste 2: Die Brücke zur Maschine
(Vor dem Probestick)
- Dichte prüfen: Bei sehr dichten Flächen ggf. Entlastung einplanen.
- Vlies passend gewählt: Stabilisierung zum Material passend.
- Einspannen: Stoff sitzt stabil. Bei Magnetrahmen darauf achten, dass der Rahmen vollständig geschlossen ist.
- Nadelzustand: Frische Nadel reduziert Fadenprobleme – besonders bei Satin-lastigen Ergebnissen.

Weld in Hatch troubleshoot: Symptom → Ursache → Fix (ohne Raten)
Nicht raten – systematisch prüfen.
Symptom: Weld ist inaktiv (ausgegraut)
- Wahrscheinliche Ursache: Weniger als zwei Objekte ausgewählt.
- Schnell-Fix: Mindestens zwei Objekte auswählen.
Symptom: Weld ist aktiv, aber es wird nicht „ein Objekt“
- Wahrscheinliche Ursache: Keine Überlappung.
- Schnell-Fix: Überlappung herstellen und erneut welden.
Symptom: Konturen lassen sich nicht welden
- Wahrscheinliche Ursache: Single-Run-Outline wird nicht unterstützt.
- Schnell-Fix: Stattdessen mit Objekten arbeiten, die Fläche/Breite haben (z. B. Satin-Border/Fill).

Produktions-Realitätscheck: Digitizing zahlt sich nur aus, wenn das Einspannen stabil ist
Digitizing-Speed ist nur die halbe Rechnung. Die andere Hälfte ist, ob das Design sauber läuft – ohne Verrutschen, ohne Neu-Einspannen, ohne sichtbare Abdrücke.
Wenn du den ganzen Tag Kleidung bestickst, hilft dir der schnellste Software-Workflow nichts, wenn Einspannen langsam oder inkonsistent ist. Dann ist ein Workflow-Upgrade oft der nächste sinnvolle Schritt.
- Wenn du ständig gegen Rahmenabdrücke kämpfst oder dicke Teile einspannen musst, kann ein Magnetrahmen die mechanische Belastung reduzieren und trotzdem sicher halten.
- Wenn du wiederholgenaue Platzierung brauchst (z. B. Left-Chest, Ärmel), hilft eine Einspannstation für Maschinenstickerei, um Positionen zu standardisieren.
Warnung: Magnet-Sicherheit
Wenn du mit Magnet-Systemen arbeitest: Starke Magnete von Herzschrittmachern, Insulinpumpen und ICDs fernhalten. Außerdem besteht Quetschgefahr – Magnete schnappen mit hoher Kraft zusammen.
Entscheidungsbaum: Einspannen upgraden oder Setup beibehalten?
- Verzieht sich das Design (Puckering) innerhalb der Kontur?
- Ja: Stabilisierung/Materialführung prüfen.
- Nein: Weiter zu Schritt 2.
- Siehst du Rahmenabdrücke um das Motiv?
- Ja: Ein Magnetrahmen für Stickmaschine-Ansatz kann helfen, weil er ohne Reibdruck der klassischen Ringe arbeitet.
- Nein: Weiter zu Schritt 3.
- Brauchst du fürs Einspannen länger als fürs Sticken?
- Ja: Eine Einspannstation für Maschinenstickerei kann den Durchsatz erhöhen.
- Nein: Workflow ist solide – Fokus auf Digitizing/Qualität.
- Probleme bei dicken Nähten (z. B. Taschen, Reißverschlussbereiche, Taschen/Bag)?
- Ja: Dann ist ein Klemmsystem wie Magnetische Einspannstation in der Praxis oft die sicherere Richtung.

„Jedes Mal so“: Routine nach dem Weld, damit dich der nächste Probestick nicht überrascht
Wenn du nach dem Weld bereit für den Sticktest bist, arbeite mit einer festen Routine. Hobby heißt hoffen – Produktion heißt prüfen.
Warnung: Mechanische Sicherheit
Beim Probestick Hände weg von Nadelstange/Nadelbereich. Wenn ein Weld-Ergebnis zu dicht/ungünstig ist, kann es zu Nadelablenkung kommen.
Operation-Checkliste 3: Go/No-Go an der Maschine
- Trace prüfen: Mit „Trace“ sicherstellen, dass das neue Objekt in den Rahmen passt.
- Unterfaden prüfen: Große Flächen verbrauchen Unterfaden schnell.
- Erste Lage beobachten: Unterlage muss sauber liegen – sonst sofort stoppen.
- Geräuschbild: Rhythmisch = gut. Plötzliche Snap/Clack-Geräusche = sofort prüfen.
Der Upgrade-Pfad, der wirklich Sinn ergibt: Software-Speed + Shopfloor-Speed
Weld in Hatch spart Minuten pro Datei – und Minuten werden im Betrieb zu Stunden.
Aber dein Output ist nur so schnell wie dein Engpass:
- Engpass Dateierstellung: Weld-Logik und saubere Auswahlreihenfolge meistern.
- Engpass Einspannen/Markieren: Ein Magnet-Stickrahmen-Workflow kann Zeit zurückholen.
- Engpass Stickzeit: Dann ist eher die Maschinenplattform der limitierende Faktor.
Master zuerst die Software-Logik – und upgrade dann dein Setup passend zu deinem Produktionsziel.
FAQ
- Q: Warum bleibt das Hatch-Embroidery-Weld-Tool in der Digitize Toolbox ausgegraut, obwohl ich im Objects Docker Objekte auswähle?
A: Wähle mindestens zwei kompatible Stickobjekte aus – Weld ist deaktiviert, wenn nur ein Objekt markiert ist.- Öffne den Objects Docker und prüfe, ob wirklich mehrere separate Stickobjekte vorhanden sind.
- Markiere mindestens zwei Stickobjekte mit dem Selection Tool (nicht nur ein einzelnes Handle).
- Falls nötig: Gruppierungen auflösen, damit die Auswahl tatsächlich mehrere Objekte umfasst.
- Erfolgskontrolle: Der Weld-Button wird anklickbar.
- Wenn es weiterhin nicht klappt: Prüfe, ob du wirklich Stickobjekte (und nicht nur ein einzelnes Element) ausgewählt hast.
- Q: Warum macht Hatch Embroidery Weld scheinbar nichts, wenn zwei Formen nur Kante an Kante ohne Überlappung liegen?
A: Erzeuge eine echte Überlappung – Hatch verschweißt in der Regel nicht, wenn Objekte nur „anstoßen“, aber keine gemeinsame Fläche haben.- Reinzoomen (z. B. 200% oder höher) und die Kontaktzone prüfen.
- Eine Form minimal in die andere schieben, bis eine sichtbare Überlappung entsteht.
- Beide erneut auswählen und Weld klicken.
- Erfolgskontrolle: Trennkanten verschwinden und im Objects Docker wird es ein Objekt.
- Wenn es weiterhin nicht klappt: Prüfe, ob wirklich zwei Objekte ausgewählt sind und ob die Objekte kompatibel sind.
- Q: Warum ändert sich nach dem Verschweißen gemischter Objekte plötzlich die Stichart (z. B. Fill wird zu Satin oder umgekehrt)?
A: Steuere die Reihenfolge – das letzte Objekt in der Liste bestimmt die Eigenschaften des verschweißten Ergebnisses.- Vor dem Weld festlegen, welche Stichart am Ende gelten soll.
- So auswählen/ordnen, dass das gewünschte „Zielobjekt“ zuletzt kommt.
- Wenn das Ergebnis falsch ist: Undo und mit korrigierter Reihenfolge erneut welden.
- Erfolgskontrolle: Das Ergebnis zeigt die gewünschte Stichart.
- Wenn es weiterhin nicht passt: Direkt nach dem Weld die Eigenschaften prüfen (Stichart/Winkel), bevor du weiterarbeitest.
- Q: Warum verlieren verschweißte Satin-Ringe in Hatch Embroidery ihren Richtungs-Glanz und der Stichwinkel wird einheitlich?
A: Das ist erwartetes Verhalten – Weld vereinheitlicht bei Satin das Ergebnis auf einen Stichwinkel.- Komplexe Satinformen nicht welden, wenn Winkelwechsel Teil der Optik sind.
- Satin-Komponenten lieber als separate Objekte mit sauberer Überlappung lassen.
- Erfolgskontrolle: Der Probestick zeigt die gewünschte Glanz-/Richtungswirkung.
- Wenn es weiterhin stört: Weniger Satin-Teile pro Weld verschweißen oder die Konstruktion anders aufbauen.
- Q: Warum lassen sich Single-Run-Konturen (Running Stitch) in der Hatch-Embroidery-Digitize-Toolbox nicht welden?
A: Single-Run-Konturen haben keine Fläche/„Breite“, die Weld verschmelzen kann – Weld arbeitet mit geschlossenen/flächenhaften Objekten.- Prüfen, ob es wirklich eine Single-Run-/Running-Stitch-Kontur ist.
- Wenn du weldbare Objekte brauchst: mit Objekten arbeiten, die Fläche/Breite besitzen (z. B. Satin-Border/Fill).
- Danach Weld erneut testen.
- Erfolgskontrolle: Nach Umstellung auf ein kompatibles Objekt kann Weld zu einem Objekt zusammenfassen.
- Wenn es weiterhin nicht klappt: Überlappung und Objekttypen erneut prüfen.
- Q: Welche Vlies- und Setup-Anpassungen helfen, wenn eine große, verschweißte Füllfläche beim Sticken puckert oder sich verzieht?
A: Behandle eine verschweißte Fläche wie eine größere „Garnplatte“ – Stabilisierung und Materialführung müssen dazu passen.- Vlies an den Stoff anpassen: stabile Webware anders stabilisieren als Maschenware; bei Stretch ist Cutaway meist die sichere Wahl.
- Stoffbewegung reduzieren (z. B. durch sauberes Einspannen und kontrollierte Materialführung).
- Erfolgskontrolle: Die Fläche bleibt im Probestick plan, ohne Wellen/Verzug.
- Wenn es weiterhin passiert: Einspannen prüfen und den Probestick besonders in der Unterlage beobachten.
- Q: Welche Sicherheits- und Go/No-Go-Checks sollte ich an der Maschine machen, bevor ich ein neu verschweißtes Hatch-Design probeweise sticke?
A: Arbeite mit einer festen Start-Routine: Trace prüfen, Unterfaden checken, erste Lage beobachten und Hände aus dem Nadelbereich.- Trace laufen lassen, damit das Motiv sicher im Rahmen liegt.
- Unterfadenstand prüfen – große Flächen verbrauchen schnell.
- Erste Unterlage beobachten: Wenn sie schlecht liegt, sofort stoppen.
- Erfolgskontrolle: Sauberer Start, gleichmäßiges Geräuschbild.
- Wenn etwas auffällig ist: Sofort stoppen und Datei/Setup prüfen, bevor du weiterlaufen lässt.
