Hatch 2.0 Outlines & Offsets: Aus einer einfachen Linie werden editierbare Bordüren (und sauber gestickt)

· EmbroideryHoop
Dieser praxisnahe Hatch-2.0-Workflow zeigt, wie du aus einer einfachen offenen Form mit „Create Outlines and Offsets“ dekorative Bordüren aufbaust, das Ergebnis anschließend in Füllstiche oder Motive umwandelst, gesplittete Satinsäulen mit „Add Stitch Angles“ korrigierst und das erzeugte Objekt per Knotenbearbeitung für unendlich viele Varianten weiterformst. Zusätzlich bekommst du produktionsorientierte Hinweise fürs Probesticken, für stabile Einspannung und dafür, wie du typische Qualitätsfallen vermeidest, wenn du diese digitalisierten Bordüren später auf der Stickmaschine umsetzt.
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Inhaltsverzeichnis

Einführung: Outlines & Offsets in Hatch 2.0

Wenn du Hatchs Offset-Funktion bisher eher als „nett für schnelle Key-Fobs“ abgespeichert hast, ist das hier der Perspektivwechsel, der daraus professionelle Bordüren, Dekorationen und wiederverwendbare Design-Bausteine macht.

In diesem Tutorial lernst du, wie Sue (OML Embroidery) in Hatch 2.0 mit Create Outlines and Offsets aus einer simplen offenen Form mehrere parallele Konturen erzeugt – und diese Konturen dann mit wenigen Klicks in eine Füllung oder ein Motiv verwandelt, um einen komplett anderen Look zu bekommen. Und wie jeder erfahrene Digitalisierer weiß: Was am Monitor sauber aussieht, kann auf Stoff ohne die richtige Strategie schnell zu Wellen, Verzug oder unschönen Kanten führen.

Wir behandeln außerdem die konkrete Lösung für das typische Problem „Satin spaltet sich in der Mitte“ – mit Add Stitch Angles – und zeigen, wie du das Ergebnis so umformst, dass es nicht bei einem Einmal-Effekt bleibt, sondern zu einem wiederverwendbaren Asset wird. Wichtig ist dabei die Brücke von Software zur Maschine: Stabilisierung und Einspann-Workflow entscheiden bei architektonischen Bordüren darüber, ob Linien gerade bleiben oder „schwimmen“. Wenn du für Logos oder Teamwear einen reproduzierbaren Prozess mit Stickrahmen für Stickmaschine aufbauen willst, ist diese Übersetzung von digital zu physisch Pflicht.

Opening interface of Hatch 2.0 software with blank canvas.
Introduction

Basisform anlegen

Der gesamte Workflow startet bewusst simpel: eine offene Form (eine Linie), die als „Rückgrat“ für die Offsets dient. Das ist das Skelett – die Substanz kommt im nächsten Schritt.

Schritt 1 — Offene Form digitalisieren (die „Spine“-Linie)

  1. Navigation: Öffne Digitize.
  2. Auswahl: Wähle Digitize Open Shape.
  3. Zeichnen: Setze Punkte auf der Arbeitsfläche und zeichne eine einfache Zickzack-Linie. Linksklick erzeugt harte Ecken; Rechtsklick erzeugt Kurven.

Checkpoints (visuell & praktisch):

  • Visuell: Du siehst eine dünne Linie mit Knoten auf dem Raster. Das wirkt zunächst unspektakulär – das ist normal.
  • Praxis: Achte darauf, dass Knoten nicht übereinander liegen. Überlappende Punkte können den Offset-Generator später „verwirren“.

Erwartetes Ergebnis:

  • Eine einfache offene Linie, die als mathematische Mitte für die Bordüre dient, die wir gleich erzeugen.
Mouse hovering over the Digitize toolbox menu.
Selecting Tools
Drawing a zigzag line on the grid using open shape tool.
Digitizing

Praxis-Hinweis: Der „Stichlänge“-Mythos

Eine typische Frage aus der Praxis lautet: „Warum macht der Satin später etwas Komisches – liegt das an der Stichlänge?“ In diesem Workflow ist das spätere Satin-Problem in der Regel nicht die Stichlänge, sondern die Stichrichtung/Stichwinkel. Wenn die Software eine breite Satinsäule automatisch erzeugt, „rät“ sie die Winkel oft ungünstig – das wirkt dann wie eine Naht bzw. ein Graben in der Mitte. Das korrigieren wir gleich gezielt.

Expertenblick: Die Centerline-Strategie

Mit einer offenen Form zu starten ist so stark, weil es nicht-destruktiv ist: Du legst eine kontrollierbare „Centerline-Idee“ an, die du zu einem Bordürensystem ausbauen kannst. Das ist einer der schnellsten Wege von „leere Arbeitsfläche“ zu „verwendbarer Dekoration“ – besonders, wenn du für Kundenfreigaben mehrere Varianten brauchst.

Opening the Create Layouts menu.
Menu Navigation

Offset-Parameter richtig einstellen

Jetzt erzeugst du die Dicke und den Layer-Look, indem du mehrere Offset-Konturen generierst. Damit wird aus einer 1D-Linie eine 2D-Form.

Schritt 2 — Create Outlines and Offsets öffnen

  1. Navigation: Gehe zu Create Layouts.
  2. Auswahl: Wähle Create Outlines and Offsets.

Stelle im Dialog diese Werte ein, damit die Geometrie stabil und gut weiterverarbeitbar ist:

  • „Object outlines“ deaktivieren. (Wir wollen nicht die ursprüngliche Linie „umranden“.)
  • „Offset outlines“ auswählen.
  • Corners auf Round setzen.
  • Count auf 3 setzen.

Warum Count = 3? Das gibt genug Breite für eine „substantielle“ Bordüre, bleibt aber noch übersichtlich und gut kontrollierbar.

Checkpoints:

  • Prüfen: Ist „Object outlines“ wirklich deaktiviert, bevor du OK klickst?
  • Prüfen: Steht der Count auf 3?

Erwartetes Ergebnis:

  • Nach OK siehst du mehrere parallele Konturen, die aus deiner Linie nach außen entstehen – wie Wellenringe.
The Outlines and Offsets settings dialog box opens.
Configuration
Unchecking 'Object outlines' and selecting 'Offset outlines'.
Configuration
Setting the Offset Count to 3.
Configuration
The result of the offset operation showing multiple parallel outlines.
Result Review

Achtung: Der „Sieht irgendwie weit weg aus“-Moment

Sue spricht eine sehr typische Anfängerfalle an: Direkt nach dem Erzeugen der Offsets wirkt das Ergebnis am Bildschirm manchmal „weit weg“ oder unscheinbar. Nicht erschrecken. Das ist eher wie ein Drahtmodell – die optische „Masse“ kommt im nächsten Schritt, wenn du Stich-Eigenschaften zuweist.

Konturen in Füllung und Motiv umwandeln

Hier wird aus Geometrie echte Stickinformation – also Fäden, die sich auf Stoff verhalten müssen.

Schritt 3 — Spine löschen und Offsets füllen

  1. Auswahl: Klicke die ursprüngliche Mittellinie (die Spine) an.
  2. Aktion: Löschen. Es sollen nur die Offset-Konturen übrig bleiben.
  3. Auswahl: Markiere die erzeugten Offset-Linien.
  4. Anwenden: Klicke Fill stitch.

Checkpoints:

  • Visuell: Die Mittellinie ist weg.
  • Visuell: Die verbleibenden Formen werden zu einer geschlossenen, vollflächigen Füllung (im Beispiel als kräftige rote Fläche).

Erwartetes Ergebnis:

  • Eine dicke, bannerartige Dekorform.
Deleting the center line to clean up the design.
Editing
The outlines are converted to a red Tatami fill, creating a thick banner look.
Stitch Conversion

Schritt 4 — Stichart auf Motif umstellen

Eine Vollfläche ist okay – aber Texturen verkaufen sich. Jetzt wechseln wir auf ein Motiv.

  1. Auswahl: Klicke das gefüllte Objekt an.
  2. Ändern: Stelle oben in der Werkzeugleiste Stitch Type auf Motif.

Checkpoints:

  • Visuell: Die Fläche wechselt von „solid“ zu einer dekorativen, spitzen-/lace-artigen Struktur.

Erwartetes Ergebnis:

  • Eine optisch komplexe Bordüre, die trotzdem nur ein einzelnes Objekt mit angewendetem Muster ist.
Applying a Motif stitch to the shape.
Stitch Conversion
Close up of the shape with a decorative snowflake-like motif pattern.
Visual Review

Experten-Check: Stoffrealität vor dem Probestick

Beim Umwandeln musst du die Physik des Materials mitdenken:

  • Tatami-Füllungen: Hohe Stichzahl, verlangen solide Stabilisierung. Auf leichten Stoffen schnell „bretthart“.
  • Motive: Oft weniger Stichzahl und flexibler. Bei strukturierten Materialien (Frottee, Fleece) kann Flor durch die „Lücken“ hochkommen.
  • Satin: Für Bordüren oft der „Premium“-Look, aber anfälliger für Verzugs- und Spannungsprobleme.

Wenn du diese Bordüren auf echte Produkte (Taschen, Hoodies, Arbeitskleidung) sticken willst, mache einen schnellen Probestick auf Restmaterial. Dafür ist ein konsistenter Einspann-Workflow nicht verhandelbar. Viele Profis nutzen eine Einspannstation für Maschinenstickerei, damit lange Bordüren über mehrere Teile hinweg wirklich gerade bleiben.

Warnung: Mechanische Sicherheit. Beim Probesticken neuer Bordüren Finger aus dem Nadelbereich halten. Sprungstiche nur schneiden, wenn die Maschine vollständig steht. Hektisches Schneiden während der Bewegung ist eine häufige Ursache für Kerben, Nadelbruch und teure Greifer-/Timing-Reparaturen.

Troubleshooting: Gesplittete Satinsäulen beheben

Wenn du für die Bordüre Satin wählst, wirst du sehr wahrscheinlich den „Split-Satin“-Effekt sehen.

Symptom

In der Satin-Vorschau erscheint eine sichtbare Linie bzw. ein „Graben“ mittig in der Säule – obwohl du das nicht so angelegt hast.

Showing the Satin stitch splitting issue down the center.
Problem Identification

Diagnose

Das Objekt ist breit oder hat anspruchsvolle Kurven. Hatch versucht entweder, lange Stiche zu „entschärfen“ (und erzeugt dadurch eine Teilung), oder die automatische Winkelberechnung trifft ungünstig auf die Form – dann entsteht eine Trennlinie dort, wo zwei Winkelrichtungen aufeinandertreffen.

Schritt 5 — Mit Add Stitch Angles den Fadenfluss erzwingen

  1. Navigation: Gehe zu Edit Objects.
  2. Auswahl: Wähle Add Stitch Angles.
  3. Aktion: Klicke und ziehe eine Linie über das Objekt, um die Stichrichtung festzulegen. Setze die Linien so, dass sie quer zur Bordürenkante wirken (also den Fadenfluss sauber über die Breite führen).

Checkpoints:

  • Visuell: Die von dir gesetzte Winkel-Linie ist sichtbar (typisch als farbige Linie).
  • Visuell: Die Satin-Vorschau aktualisiert sich sofort und der Split wird deutlich reduziert bzw. „geheilt“.

Erwartetes Ergebnis:

  • Eine geschlossene, professionelle Satinsäule mit gleichmäßigem Glanz (Sheen).
Selecting 'Add Stitch Angles' from the Edit Objects menu.
Troubleshooting
Drawing a line across the object to reset stitch angles.
Troubleshooting

Expertenblick: Warum Stitch Angles sich in der Produktion auszahlen

Standard-Winkel sind selten perfekt. Manuell gesetzte Stichwinkel sind oft der Unterschied zwischen „selbstgemacht“ und „Boutique“. Du steuerst damit auch, wie das Licht auf dem Oberfaden reflektiert. In der Serie verhindert dieser Check, dass du später erklären musst, warum die Bordüre wie „vernarbt“ aussieht.

Fortgeschritten: Erzeugte Objekte umformen

Offsets erzeugen editierbare Geometrie – kein starres Effektbild. Du kannst die Form also wirklich modellieren.

Schritt 6 — Objekt über Knoten bearbeiten (Reshape)

  1. Auswahl: Klicke das Objekt an.
  2. Werkzeug: Wähle Reshape (Standard-Shortcut: H).
  3. Aktion: Ziehe die blauen quadratischen Knoten, um die Geometrie zu verändern.

Checkpoints:

  • Visuell: Blaue Knoten erscheinen rund um die Form.
  • Praxis: Probiere z. B. Enden zu verjüngen oder eine Seite zu begradigen.

Erwartetes Ergebnis:

  • Eine individuelle Bordürenform, die aus deinem Offset abgeleitet ist, aber exakt zu Logo, Patchform oder Platzierung am Kleidungsstück passt.
Using the Reshape tool to manipulate the nodes of the generated shape.
Advanced Editing
Dragging nodes to taper the end of the shape.
Advanced Editing

Primer: Vor dem Sticken (Pre-Flight-Check)

Die Software ist fertig – jetzt kommt der harte Teil: Physik. Die meisten Frustmomente entstehen, wenn eine schöne digitalisierte Bordüre auf Stoff plötzlich verzieht.

Versteckte Verbrauchsmaterialien & Prep-Checks

Behandle den Probestick wie einen bezahlten Auftrag:

  • Nadel-Check: Nimm eine frische Nadel. Eine stumpfe Nadel klingt oft eher „dumpf“ und drückt Material stärker in die Stichplatte – das fördert Verzug.
  • Fadenbild: Motive zeigen Unterfaden schneller, wenn die Spannung nicht passt. Prüfe das Fadenbild bewusst.
  • Stickvlies: Für alles Elastische (T-Shirts, Polos) Cutaway. Tearaway nur bei stabilen Geweben.
  • Werkzeuge: Scharfe Fadenschere und Pinzette bereitlegen.

Prep-Checkliste (nicht überspringen)

  • Visuell: Vorschau prüfen (keine Satin-Splits).
  • Haptik: Stickvlies „fühlen“ – passt die Stärke zum Material?
  • Mechanik: Frische Nadel einsetzen (75/11 ist ein gängiger Startpunkt).
  • Pflege: Stichplatte abnehmen und Flusen im Greiferbereich entfernen (Flusen = unruhige Spannung).
  • Material: Genug Oberfaden für die Bordüre ohne Zwischenwechsel.

Setup: Einspannen, Stabilisieren, Wiederholgenauigkeit

Bordüren sind der Stresstest fürs Einspannen. Weil sie lang sind und am Rand entlanglaufen, führt jede Stoffbewegung zu Wellen oder „Schüsseln“.

Entscheidungsbaum: Material vs. Stabilisierung

Nutze diese Logik für dein Setup.

  1. Ist der Stoff elastisch (Strick, Performance-Wear)?
    • Ja: Cutaway ist Pflicht. Stoff im Stickrahmen nicht „auf Zug“ einspannen – neutral, glatt, aber nicht gedehnt.
    • Nein: Weiter zu 2.
  2. Ist der Stoff dick/strukturiert (Fleece, Frottee)?
    • Ja: Wasserlösliches Topper (z. B. Solvy) gegen Einsinken. Ein Magnetrahmen kann die Dicke halten, ohne den Flor so stark zu quetschen (Rahmenabdrücke).
    • Nein: Standard Tearaway oder Cutaway passt meist.

Die Physik beim Einspannen

Bei klassischen Schraubrahmen wird der Stoff oft ungleichmäßig angezogen: an einer Stelle „trommelfest“, an anderer Stelle locker. Beim Sticken zieht die Bordüre das Material nach innen – und genau dann entstehen Wellen.

Wenn du mit Rahmenabdrücken (glänzende Ringe) oder Handgelenk-Schmerzen vom Schrauben kämpfst, wechseln viele Betriebe auf Magnetrahmen für Stickmaschine. Damit kannst du dickeres Material klemmen oder auch leichter „floaten“, ohne es in einen harten Kunststoffring zu zwingen.

Warnung: Magnet-Sicherheit. Neodym-Magnete sind extrem stark. Magnetrahmen von Herzschrittmachern, Insulinpumpen und anderen Implantaten fernhalten. Finger beim Schließen aus der Klemmzone halten (Quetschgefahr).

Setup-Checkliste

  • Einspannen: Stoff liegt glatt und neutral (nicht gedehnt).
  • Ausrichtung: Mit Raster oder Einspannstation sicherstellen, dass das Teil wirklich rechtwinklig liegt – Bordüren übertreiben schiefes Einspannen.
  • Freigang: Prüfen, dass Rahmenarme bei der größten Auslenkung nicht am Maschinenkörper anschlagen.
  • Trace: „Trace“-Funktion an der Maschine laufen lassen, um die Platzierung zu prüfen.

Betrieb: Vom Probestick zur Serie

Produktions-Workflow

  1. Pflicht-Probe: Erst ein Muster auf Restmaterial sticken.
  2. Satin-Audit: Bei Satin auf Split achten. Wenn vorhanden: zurück zu Schritt 5 (Add Stitch Angles).
  3. Motif-Audit: Wenn das Motiv unruhig wirkt, ist es ggf. zu dicht fürs Material. Dichte reduzieren oder Stichart wechseln.
  4. Fixieren: Wenn das Muster passt, Einspannmethode und Stickvlies nicht mehr ändern.

Skalieren: Wo der Engpass wirklich sitzt

Wenn du Bordüren auf 50 Shirts stickst, ist selten das Digitalisieren der Engpass – sondern Einspannen und Fadenwechsel.

  • Einspann-Geschwindigkeit: Eine Magnetische Einspannstation hilft, jedes Teil an exakt derselben Position einzuspannen und reduziert das „zweimal messen“-Gefühl.
  • Maschinen-Tempo: Bei einer Einnadelmaschine kann Bordürenarbeit durch Muster/Stops langsam werden. Das ist oft der Punkt, an dem viele von Hobby auf Mehrnadelstickmaschine wechseln, um Fadenwechsel zu automatisieren und die Produktion zu beschleunigen.

Betriebs-Checkliste

  • Beobachten: Die ersten 500 Stiche beobachten. Wenn der Stoff wellt: sofort stoppen.
  • Hören: „Klick-klick“ (gut) vs. „dumpf“ (oft stumpfe Nadel/Problem).
  • Kontrolle: Rückseite prüfen: Unterfaden sollte bei Satin ungefähr im mittleren Drittel sichtbar sein.
  • Finish: Sprungstiche sauber schneiden.

Qualitätskontrolle (Woran du „gut“ erkennst)

Bevor du auslieferst oder das Teil trägst, mach diesen Abschluss-Check:

  • Kanten: Sind die Bordürenkanten gerade? (Wellen = Einspannproblem).
  • Passung: Passt die Bordüre zur Innenform? (Abstände/Versatz = Stabilisierung/Bewegung).
  • Griff: Ist es „bretthart“? (Dichte zu hoch).
  • Rückseite: Kein extremes Fadennest (Spannung passt).

Ergebnis

Du hast jetzt einen wiederholbaren Hatch-2.0-Workflow, um:

  1. Eine einfache Spine-Linie zu zeichnen.
  2. Offsets zu erzeugen (Count: 3, Round).
  3. Geometrie in Füllungen/Motive umzuwandeln.
  4. Satin-Splits mit Stitch Angles zu korrigieren.
  5. Per Reshape für konkrete Anwendungen umzuformen.

Vor allem aber ist klar: Digitalisieren ist nur die halbe Miete. Eine perfekte Datei braucht stabile Umsetzung. Wenn du Software-Technik mit sauberer Stabilisierung und einem verlässlichen Einspannprozess kombinierst – inklusive Magnetrahmen Anleitung-Workflows – sehen deine Bordüren auf Hoodie und Workwear genauso crisp aus wie am Bildschirm.