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Wenn du schon mal ein „Mirror Block“-Design gesehen hast und gedacht hast: Das wird fummelig … und ich versaue garantiert die Mittelnaht, dann einmal kurz durchatmen. In der Praxis sehe ich genau diese Sorge ständig – und sie hält viele davon ab, eine der befriedigendsten In-the-Hoop (ITH)-Techniken überhaupt auszuprobieren.
Die Realität: Das Projekt ist auf einer Ein-Nadel-Maschine absolut machbar, und die Konstruktion ist deutlich „schlauer“, als sie aussieht. Hier entscheidet nicht Glück, sondern ein klarer Ablauf.
Sues Stitch-out der Anita Goodesign Halloween Mirror Blocks basiert auf zwei wiederholbaren Konzepten, die wir heute sauber aufdröseln:
- Vorbereitung statt Improvisation: Material vorab zuschneiden, damit du während des Stickens nicht mit Miniresten kämpfst.
- Folded-Fabric-Architektur: Die Mittelnaht entsteht durch eine echte Stofffalte – das ergibt eine messerscharfe Kante, die du per Hand-Ausrichten so kaum reproduzierbar hinbekommst.
Wenn du das sauber machst, kommt der Block knackig, flach und „quilt-shop-polished“ aus dem Rahmen – auch wenn du mit Charm Squares und Layer Cakes arbeitest. Zerlegen wir das in einen Ablauf, den du wiederholen kannst.

Kein Stress: Was ein „Mirror Block“ wirklich ist (und warum er so sauber aussieht)
Ein Mirror Block ist im Kern ein Quiltblock, der im Stickrahmen aufgebaut wird – als Hybrid aus klassischer Applikation und Folded Fabric. Eine Hälfte läuft wie normale Applikation (platzieren, feststicken, trimmen). Die andere Hälfte nutzt eine definierte Falzlinie, damit beide Seiten in der Mitte mit „mechanischer“ Präzision aufeinandertreffen.
Der entscheidende Perspektivwechsel: Sue zeigt einen einfachen Hinweis aus der Digitalisierung: In der Schritt-/Farbliste der Maschine taucht der Folded-Fabric-Moment oft als ein einzelner gerader Laufstich auf.
- Anfänger-Gedanke: „Ist das eine Platzierungslinie für Applikation?“
- Profi-Gedanke: „Das ist meine Falz- und Knicklinie.“
Wenn du Mirror Designs noch nie gemacht hast: Du bist nicht allein – in den Rückmeldungen schreiben mehrere, dass sie diese Art noch nicht ausprobiert hatten. Die „Komplexität“ ist oft optische Täuschung. Sobald du den Faltschritt erkennst, ist der Ablauf logisch.

Die „unsichtbare“ Vorbereitung, die Stoff, Volumenvlies und Nerven spart
Hobbyisten starten an der Maschine; Profis starten an der Schneidematte. Sue bereitet erst alles vor: Volumenvlies und Stoffquadrate werden mit Sweet Pea Rulers und einer drehbaren Schneidematte zugeschnitten.
Warum eine drehbare Matte? Wenn du Stoff verdrehst, um Winkel zu schneiden, bringst du Spannung in den Stoff (insbesondere über den Fadenlauf). Später kann das dazu führen, dass der Block nicht mehr wirklich „square“ bleibt. Drehst du stattdessen die Matte, bleibt der Stoff ruhig liegen – die Kanten werden sauber rechtwinklig.
Vlies-Strategie: Ein wichtiges Detail: Sie spannt Poly Mesh (Cut-Away) Stabilizer ein.
- Warum nicht Tear-Away? Ein dichter Quiltblock hat sehr viele Stiche. Tear-Away perforiert und kann unter der Dichte nachgeben – das kann zu leichtem „Zusammenziehen“ (Größenverlust) führen. Cut-Away-Mesh hält die Struktur.

Checkliste Vorbereitung (bevor du überhaupt einfädelst)
- Vlies: Cut-Away-Mesh-Stickvlies sauber und gleichmäßig eingespannt (keine Wellen, keine Falten).
- Schneidwerkzeuge: Rollschneider mit frischer Klinge + drehbare Schneidematte (oder eine kleine Matte, die du drehen kannst).
- Material: Volumenvlies-Quadrate und Stoffoptionen (Meterware + Charm Squares/Layer Cakes) vorab zugeschnitten und griffbereit.
- Trimm-Werkzeug: Scharfe Duckbill-Schere (für ITH-Applikation praktisch Pflicht).
- Fixierung: Temporäres Sprühzeitkleber-Spray oder Stickband.
- Nadel-Check: Frische 75/11 Sticknadel einsetzen (für den späteren Metallic-Schritt ggf. 90/14 Topstitch).
Cut-Away-Mesh einspannen: Damit der Block ab Stich 1 plan bleibt
Beim Einspannen entscheidet sich, ob Mirror Blocks „leicht laufen“ oder ob du die ganze Zeit gegen Verzug arbeitest. Sue nutzt einen Standardrahmen und spannt das Cut-Away-Mesh direkt ein.
Tension-Logik aus der Praxis: Einspannen ist kontrollierte Spannung. Das Vlies soll sich anfühlen wie eine Trommelhaut – straff, aber nicht verzogen.
- Zu locker: Das Vlies wird durch die Nadelbewegung mitgezogen (Flagging) → Fehlstiche/unsaubere Konturen.
- Zu stramm/verzogen: Nach dem Ausspannen „springt“ es zurück → Wellen/Puckering.
Rahmenspuren (Rahmenabdrücke): Wenn du bei empfindlichen Stoffen glänzende Ringe bekommst oder das Festziehen am Schraubrahmen körperlich anstrengend ist: Das ist oft weniger „Technikproblem“ als Hardware-Grenze. Ein Magnetrahmen für brother dream machine oder ähnliche Lösungen kann die Klemmung gleichmäßiger machen und reduziert Reibung/Abdrücke – außerdem kommst du beim Trimmen schneller wieder an die Arbeit.
Warnung: Quetschgefahr durch Magnete. Finger aus dem „Snap“-Bereich halten – starke Magnete können schmerzhaft einklemmen. Außerdem strikt fernhalten von Herzschrittmachern.

Volumenvlies zuerst: Platzierungslinie, feststicken – dann kompromisslos trimmen
Der Block startet mit Volumenvlies (Batting) als „Loft“-Schicht.
Sues Reihenfolge:
- Platzierungsstich: Zeigt exakt, wo das Volumenvlies liegen muss.
- Auflegen: Vorgeschnittenes Volumenvlies auflegen. Bei Bedarf die Rückseite leicht mit Sprühzeitkleber nebeln, damit nichts wandert.
- Tack-Down: Fixierstich, der das Volumenvlies am Vlies festlegt.
- Trimmen: Überstand sauber wegschneiden.
Regel „sauberes Fundament“: Trimme so nah wie möglich an der Naht – Ziel 1–2 mm. Lässt du einen breiten „Wulst“, müssen spätere Satinstiche darüber „klettern“ und der Rand wirkt ungleichmäßig.
Hinweis zur Dicke: Wenn deine Maschine sichtbar kämpfen muss, ist das Volumenvlies evtl. zu dick. Nutze low-loft Baumwolle/Polyester. Dicke „Puffy“-Materialien nicht erzwingen.

Rechte Seite: Grundstoff + eine Nahtlinie, die heimlich alles steuert
Jetzt entsteht die erste Hälfte. Sue legt den dunklen Wabenstoff auf. Die Maschine stickt:
- Eine Außenkontur für den Applikationsbereich.
- Die kritische gerade Linie: Das ist der spätere Mittelpunkt für die Falte.
Materialführung: Wenn der Stoff sich wölbt oder wandert: ein Streifen Stickband oder ein leichter Sprühstoß hilft. Wichtig ist, dass der Stoff wirklich plan aufliegt.
Arbeiten mit Resten: Achte darauf, dass deine Stücke rundum ausreichend überstehen. Ein typischer Fehler ist ein Rest, der „gerade so“ passt – beim Sticken zieht er sich minimal ein und du bekommst später eine offene Kante.

Folded-Fabric-Mittelnaht: Ausrichten, nähen, umklappen, knicken – dann fixieren
Das ist der Kern des Mirror-Looks. Hier ersetzt du „per Auge ausrichten“ durch eine definierte Stofffalte.
Die 5-Schritt-Faltmethode:
- Ausrichten: Rohkante des orangefarbenen Stoffes exakt an die Mittel-Laufstichlinie legen (rechts auf rechts).
- Nähen: Den geraden Nahtstich laufen lassen.
- Umklappen: Stoff auf rechts drehen.
- Knick setzen (entscheidend): Mit dem Finger kräftig ausstreichen. Praxis-Tipp: Fingernagel oder Falzbein nutzen – die Kante soll „papier-scharf“ werden.
- Fixieren: Den nächsten Tack-Down laufen lassen, erst wenn alles flach liegt.
Warum der Knick so wichtig ist: Der Knick ist „Konstruktion“. Ist die Falte weich/rollt, wirkt die Mittelnaht wellig und der Spiegel-Effekt verliert seine klare Trennung.

Reverse-Applikation/Details: Kleine Reste, großer Effekt (wenn du sauber trimmst)
Jetzt kommen die Halloween-Details (z. B. Gesichtselemente). Sue legt kleine orange Reste auf den dunklen Hintergrund, stickt sie fest, nimmt den Rahmen ab und trimmt.
Ergonomie beim Trimmen: Sue empfiehlt, den Rahmen auf dem Tisch zu drehen, um den besten Schnittwinkel zu bekommen.
- Duckbill-Technik: Die „Sohle“ (flache Seite) der Schere liegt auf dem Stoff, der bleiben soll; die Schneide trennt den Überstand. Das schützt den Grundstoff.
Praxis-Korrektur („Boo-Boo“): Sue zeigt, dass zwei Reste sich überlappt haben. Lösung: sofort stoppen, rausziehen/korrekt trimmen, bevor der nächste Schritt den Fehler fest einstickt.

Praxis-Tipp aus den Rückmeldungen (als Arbeitsroutine)
Mehrere Zuschauer schreiben, dass Sue es „so einfach“ aussehen lässt. Der Unterschied ist meist nicht Talent, sondern Wiederholung: Den ersten Block bewusst langsam. Ab Block #3 sitzen Faltzeitpunkt und Trimmwinkel deutlich automatischer.
Linke Seite spiegeln: Gleiche Schritte, neue Chance fürs „Driften“ – also Abdeckung kontrollieren
Für die zweite Hälfte spiegelt Sue den Ablauf mit dem grauen Wabenstoff.
Abdeckungs-Regel: Mirror Blocks verzeihen viel – aber nicht, wenn Stoff an der Außenkante zu knapp ist.
- Risiko: Fehlen außen 1 mm, kann der Satinstich den Stoff nicht fassen → Volumenvlies blitzt durch.
- Vorbeugung: Platzierungsstücke großzügig zuschneiden.
Wenn du mit einem Standard-Stickrahmen 8x8 für brother arbeitest, hast du genug Platz. Nicht „auf Kante“ sparen – ein misslungener Block kostet mehr.

Zweite Falte: So wird der Split „perfekt mittig“
Sue legt ein Charm Square an die Mittelnahtlinie, stickt und klappt zurück. So entsteht der exakte Treffpunkt beider Hälften.
Ziel: „Zero Gap“ Nach dem Umklappen soll die zweite Falte sauber an die erste stoßen.
- Spalt: Stoff zu weit von der Linie platziert.
- Überlappung: Stoff zu weit über die Linie gelegt.
- Fühl-Check: Mit dem Finger über die Mitte fahren – wie ein kleines „Tal“, aber ohne sichtbares Vlies.

Quilting/Stippling: Der Layer-Lock, der über Planlage entscheidet
Als Nächstes stickt die Maschine ein Stippling-/Quilting-Muster über die Hintergründe und verbindet Stoff + Volumenvlies + Vlies.
Warum es sich verziehen kann: Viele Stiche bedeuten viel Fadeneintrag – das kann schieben/ziehen.
- Symptom: Block wölbt sich oder „curlt“.
- Ansatz:
- Cut-Away-Mesh wirklich gleichmäßig straff eingespannt.
- Tempo reduzieren: Für dichte Schritte langsamer laufen lassen.
Sue erwähnt, dass ihr Lila als Quiltstich nicht so stark kontrastiert hat. Das ist eine Gestaltungsfrage: Kontrast, wenn das Quilting sichtbar sein soll; Ton-in-Ton, wenn es nur Textur liefern soll.

Setup-Check (vor Quilting und Rand)
- Falt-Check: Ist die Mittelnaht hart geknickt?
- Abdeckungs-Check: Reicht der Stoff überall bis über die Tack-Down-Linien?
- Rahmen-Check: Sitzt alles stabil eingespannt?
- Unterfaden-Check: Reicht die Unterfadenspule für die dichten Satinkanten?
- Tempo: Für das Finale moderat fahren.
Split-Satin-Ränder: Warum der „Graben“ existiert (und kleine Ungenauigkeiten schluckt)
Jetzt kommen die Abschlussstiche: Sue stickt einen Split-Satin-Stich um die Kanten.
Was ist „Split Satin“? Statt einer massiven Satinfläche sind es zwei parallele Satinbahnen mit einem kleinen Spalt („Moat/Graben“) in der Mitte.
- Funktion: Kanten werden sicher abgedeckt.
- Optik: Wirkt weniger „bretthart“ als extrem breite Satins.
- Strategie: Der Spalt ist die Führung für den letzten Zierstich.
Sicht-Check: Wenn du „Pokies“ (Fäden/Kanten) siehst: kurz stoppen und mit feiner Schere nachtrimmen, bevor der Satinstich weiterläuft.

Metallic-Finale: Rückstich im Satin-„Moat“ ohne Fadenstress
Sue wechselt auf silbernes Metallic-Garn und stickt den Akzent direkt in den „Moat“.
Herausforderung Metallic: Metallic ist reibungsanfällig und kann schnell reißen.
- Praxis-Ansatz:
- Nadel: Topstitch 90/14 oder Metallic 90/14.
- Spannung: Oberfadenspannung reduzieren und testen.
- Tempo: Langsamer sticken – Metallic mag keine hohe Geschwindigkeit.
Workflow-Upgrade: Wenn dich das ständige Abnehmen/Einsetzen des Rahmens fürs Trimmen nervt: Magnetrahmen für brother können den Zugriff erleichtern, weil der Magnetring schnell abgenommen und wieder aufgesetzt ist.

Die zwei „Boo-Boos“, die fast alle erwischen (und wie du sauber rettest)
Sue nennt zwei typische Fehler – hier die praxisnahe Einordnung:
1. „Peek-a-Boo“-Kante
- Symptom: Rohkante/Restfahne schaut unter dem Satinstich hervor.
- Ursache: Zu weit weg getrimmt oder Rest hat sich verschoben.
- Rettung: Sofort stoppen, nachtrimmen oder mit Pinzette unter den Stichweg legen.
2. „Aus Versehen amputiert“
- Symptom: Grundstoff oder gefaltete Lage angeschnitten.
- Ursache: Schlechter Scherenwinkel/Sicht.
- Vorbeugung: Rahmen anheben (besserer Blickwinkel), langsam schneiden.
Ergonomie: Wenn du viele Blöcke machst, ermüdet das Handgelenk – und Müdigkeit produziert Fehler. Für Serienarbeit können Magnetrahmen den Kraftaufwand beim Einspannen reduzieren.

Stoff + Vlies: Entscheidungsbaum für Mirror Blocks (damit du nicht mitten drin rätst)
Nutze diese Logik für planliegende Blöcke:
Szenario A: „Ich brauche crisp Kanten und einen absolut flachen Block.“
- Vlies: Cut-Away-Mesh.
- Volumenvlies: Low-loft.
- Rahmen: Standard oder Magnetrahmen (stabil).
Szenario B: „Ich nutze dichte Prints oder dickere Stoffe.“
- Vlies: Cut-Away (mittel).
- Volumenvlies: ggf. weglassen.
- Rahmen: Magnetrahmen (hilft gegen Abdrücke/Quetschen).
Szenario C: „Ich mache 50 Blöcke in Serie.“
- Workflow: Batchweise arbeiten: erst alles zuschneiden, dann alle Schritt-1-Durchläufe usw.
- Tooling: Eine hoopmaster Einspannstation kann helfen, wenn du bei Serienläufen mit gleichmäßiger Platzierung kämpfst.
Szenario D: „Mir fehlt Handkraft/Arthritis.“
- Sofort-Hilfe: Ein Magnetrahmen ist hier weniger Luxus als ein echtes Accessibility-Tool.
Upgrade-Pfad: Wenn dir dieses Projekt zeigt, wo dein Workflow bremst
Mirror Blocks sind ein Stresstest für Equipment und Ablauf.
- Bottleneck: „Ich verliere mehr Zeit beim Farbwechsel (Orange → Schwarz → Silber) als beim Sticken.“
- Diagnose: Ein-Nadel-Workflow wird zäh.
- Bottleneck: „Stoff rutscht oder ich habe bei empfindlichen Materialien ständig Rahmenspuren.“
- Diagnose: Rahmenlimit.
- Ansatz: Magnetrahmen klemmen vertikal und reduzieren Scherkräfte/Reibung.
Warnung: Magnet-Sicherheit. Starke Magnete von empfindlicher Elektronik und Datenträgern fernhalten.

Ablauf-Check (direkt bevor du den letzten Durchlauf startest)
- Trimmen: Sind alle Applikationskanten auf ca. 1–2 mm zurückgeschnitten?
- Hardware: Sitzt der Rahmen korrekt im Stickarm?
- Materialhöhe: Passt die Fußhöhe zur Materialkombination (Stoff + Falte + Volumenvlies + Vlies)?
- Bewegungsraum: Genug Platz, damit der Rahmen nirgends anschlägt?
- Metallic: Läuft das Garn frei von der Spule (keine Haker am Spulenkäppchen)?
Was du aus Halloween Mirror Blocks machen kannst (mehr als „nur ein Block“)
In den Rückmeldungen sehen viele sofort Einsatzmöglichkeiten: Kissen, Quilts, Wandbehänge – sogar Trick-or-Treat-Bags. Die Konstruktion bleibt gleich, nur das Finish ändert sich.
Sue erwähnt, dass sie mehrere Blöcke zu einem Wandbehang verarbeitet hat. Wenn du das planst, ist Konsistenz der Schlüssel: Eine wiederholbare „Ausrichten–Nähen–Falten–Knick–Fixieren“-Routine sorgt dafür, dass die Spiegel-Linien von Block zu Block sauber zusammenlaufen.

FAQ
- Q: Wie spanne ich Poly Mesh Cut-Away richtig ein, damit der Quiltblock bei Anita Goodesign Mirror Blocks flach bleibt und nicht wellt?
A: Spanne das Poly Mesh Cut-Away gleichmäßig straff ein – glatt, ohne Wellen und ohne den Fadenlauf zu verziehen – bevor du mit Schritt 1 startest.- Klopf-Test: Das eingespanntes Vlies sollte sich überall gleich straff anfühlen (keine „Säcke“, keine Ripples).
- Wenn das Vlies nach dem Festziehen verzogen wirkt: Innenring neu setzen und erneut gleichmäßig spannen.
- Nicht überdrehen: Zu starkes Anziehen kann nach dem Ausspannen zu Wellen führen.
- Erfolgscheck: Oberfläche glatt, beim Antippen „trommelhaut-stramm“.
- Wenn es trotzdem nicht klappt … Von Tear-Away auf Cut-Away-Mesh wechseln (Tear-Away kann bei hoher Stichdichte nachgeben und Größenverlust verursachen).
- Q: Warum kann Tear-Away bei Anita Goodesign Mirror Blocks mit dichten Quilting-Stichen zu Größenverlust oder einem kleineren Endmaß führen?
A: Tear-Away kann bei hoher Stichdichte perforieren und strukturell nachgeben – dadurch kann sich der Block beim Sticken leicht „zusammenziehen“.- Poly Mesh (Cut-Away) hält die Form über viele tausend Stiche stabil.
- Cut-Away korrekt einspannen, damit es das Quilting ohne Flex unterstützt.
- Bei dichten Schritten moderates Tempo fahren, um Zug/Drag zu reduzieren.
- Erfolgscheck: Nach dem Quilting bleibt der Block flach und die Außenform bleibt „square“.
- Wenn es trotzdem nicht klappt … Einspannung prüfen und bei den dichten Hintergrundstichen langsamer laufen lassen.
- Q: Wie trimme ich das Volumenvlies bei Anita Goodesign Mirror Blocks richtig, damit der Satinrand nicht wulstig wirkt?
A: Trimme das Volumenvlies extrem knapp – etwa 1–2 mm neben der Naht – damit der spätere Satinstich nicht über eine „Vlieskante“ steigen muss.- Platzierungslinie sticken, low-loft Volumenvlies auflegen, Tack-Down sticken.
- Direkt nach dem Tack-Down trimmen, solange die Kontur gut sichtbar ist.
- Mit scharfer Schere in kleinen Schnitten arbeiten, ohne die Naht zu beschädigen.
- Erfolgscheck: Der Randbereich fühlt sich flach an, ohne „Puffy Ridge“.
- Wenn es trotzdem nicht klappt … Dünneres Volumenvlies verwenden; zu viel Loft verstärkt Kantenaufbau.
- Q: Wie bekomme ich die Folded-Fabric-Mittelnaht bei Anita Goodesign Mirror Blocks wirklich gerade, damit der „Mirror“-Split messerscharf wird?
A: Behandle den einzelnen geraden Laufstich als Falzlinie und setze den Knick kräftig, bevor der nächste Tack-Down die Falte endgültig fixiert.- Rohkante exakt an die Mittel-Linie legen (rechts auf rechts) und den geraden Stich laufen lassen.
- Auf rechts umklappen und aggressiv ausstreichen (Falzbein/Fingernagel hilft).
- Erst dann den nächsten Tack-Down sticken, wenn alles plan liegt.
- Erfolgscheck: Mittelnaht wirkt wie ein sauberer, gerader Split; fühlbar wie ein leichtes „Tal“, ohne sichtbares Vlies.
- Wenn es trotzdem nicht klappt … Platzierung korrigieren: Spalt = zu weit weg von der Linie, Überlappung = zu weit über die Linie.
- Q: Wie verhindere ich, dass bei Anita Goodesign Mirror Blocks Rohkanten außerhalb des Split-Satin-Rands „hervorlugen“?
A: Stoppe sofort, sobald eine Fahne/Rohkante sichtbar wird, und trimme/stecke sie zurück, bevor der Satinstich weiterläuft und den Fehler „festnagelt“.- Applikationskanten knapp mit Duckbill-Schere trimmen; die flache Seite liegt auf dem Stoff, der bleiben soll.
- Rahmen auf dem Tisch drehen, um aus deinem stärksten Winkel zu schneiden.
- Während der Randsequenz „Pokies“ direkt wegschneiden.
- Erfolgscheck: Split-Satin deckt alle Rohkanten vollständig ab.
- Wenn es trotzdem nicht klappt … Platzierungsstücke großzügiger zuschneiden, damit Verschieben nicht aus dem Stichweg zieht.
- Q: Wie verhindere ich, dass Metallic-Garn beim silbernen Akzent-Rückstich im Satin-„Moat“ bei Anita Goodesign Mirror Blocks ständig reißt?
A: Nutze eine Nadel mit größerem Öhr, reduziere die Oberfadenspannung und sticke langsamer – Metallic scheitert meist an Reibung und Geschwindigkeit.- Vor dem Metallic-Schritt auf Topstitch 90/14 oder Metallic 90/14 wechseln.
- Oberfadenspannung deutlich reduzieren und mit einem Testlauf absichern.
- Langsamer sticken, damit das Garn nicht „schmirgelt“.
- Erfolgscheck: Die Metallic-Linie läuft ohne häufige Fadenrisse und wirkt nicht ausgefranst.
- Wenn es trotzdem nicht klappt … Neu einfädeln und prüfen, ob die Spule frei abläuft und nicht am Spulenkäppchen hängen bleibt.
- Q: Welche Sicherheitsregeln gelten bei Magnetrahmen, wenn ich magnetische Stickrahmen für ITH Mirror-Block-Quilting nutze?
A: Behandle Magnetrahmen wie Industrieklemmen: Finger aus dem Schließbereich halten und Magnete von medizinischen Implantaten sowie empfindlicher Elektronik fernhalten.- Fingerkuppen nicht in den „Snap“-Bereich bringen, wenn der Magnetring schließt.
- Abstand zu Herzschrittmachern einhalten und medizinische Hinweise beachten.
- Magnetrahmen nicht neben Bildschirmen/Datenträgern/Kreditkarten lagern.
- Erfolgscheck: Rahmen schließt ohne Fingerkontakt im Schließweg, Arbeitsplatz ist frei von Teilen, die angezogen werden könnten.
- Wenn es trotzdem nicht klappt … Für diese Session einen Standardrahmen nutzen und Magnetrahmen erst nach sicherer Handhabungsroutine einsetzen.
