Fuwei BF-1500 Potentiometer tauschen: Die ruhige, präzise Lösung für Dahao-Farbwechsel-Fehler (ohne die Nadelzeit zu verlieren)

· EmbroideryHoop
Diese praxisnahe Reparaturanleitung zeigt, wie du das Potentiometer (Nadelpositionssensor) an einer Fuwei BF-1500 Mehrnadelstickmaschine ersetzt und anschließend korrekt über das Dahao-Bedienpanel kalibrierst. Du lernst die exakten Demontagepunkte, die entscheidende Slot-/Kerb-Ausrichtung am Haltewinkel, wie du die am Display angezeigte Nadelnummer mit der realen Nadelposition synchronisierst und wie du das Timing sicher verriegelst, indem du die Spitze der Farbwechsel-Nocke exakt auf die Referenzmarke ausrichtest – plus die typischen Fehler, die nach dem Sensortausch zu „falsche Nadel“-Verhalten führen.
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Inhaltsverzeichnis

Wenn ein Mehrnadelkopf plötzlich „die falsche Nadel auswählt“ oder während eines Jobs einen Farbwechsel-Fehler ausgibt, ist die psychologische Wirkung sofort da: Panik. Es fühlt sich an, als wäre das Gehirn der Maschine kaputt.

Als jemand, der seit zwei Jahrzehnten auf Stickmechanik schaut, kann ich dich beruhigen: Das ist selten ein katastrophaler Computerdefekt. Bei einer Fuwei BF-1500 (und ähnlichen Dahao-gesteuerten Maschinen) ist es fast immer ein Synchronisationsproblem zwischen Mechanik und Signal. Das Potentiometer (der Sensor, der dem „Gehirn“ sagt, wo die Nadeln stehen) ist entweder defekt – oder hat den „Handshake“ mit der mechanischen Farbwechsel-Nocke verloren.

Diese Anleitung führt dich mit der Präzision eines Technikers durch die Reparatur. Wir tauschen nicht nur ein Teil – wir stellen die Timing-Disziplin wieder her, die deine Maschine im Produktionsalltag profitabel hält.

Title card showing 'How to replace Potentiometer' for BF-1500 model.
Intro

Der „Nicht in Panik geraten“-Überblick: Was das BF-1500-Potentiometer wirklich steuert (und warum Fehler zufällig wirken)

Stell dir das Potentiometer wie den Lagesinn der Maschine vor. Es sendet ein Spannungssignal an den Dahao-Controller: „Wir stehen gerade auf Nadel #5.“

Wenn dieser Sensor verschleißt oder wenn sich die kleine Klemmschraube (Madenschraube) löst, driftet das Signal. Auf dem Bildschirm steht dann z. B. „Nadel 5“, aber der Kopf steht mechanisch irgendwo zwischen 5 und 6. Genau diese Abweichung führt zu den gefürchteten „Color Change Overtime“-Fehlern oder im schlimmsten Fall zu Kollisionen.

In der Welt der Industrie-Stickmaschinen ist das Verständnis dieser Sensor-zu-Mechanik-Beziehung der Unterschied zwischen einer 30-Minuten-Reparatur und einer Woche Stillstand.

Technician using a green-handled screwdriver to remove screws from the side of the embroidery head.
Disassembling side cover

Die versteckte Vorbereitung, die Profis zuerst machen: Werkzeug, Sicherheit und ein sauberer Arbeitsrhythmus

Bevor du auch nur eine Schraube anfasst, ist Vorbereitung dein Sicherheitsnetz. Du arbeitest mit Kleinteilen in einem komplexen Kopf. Wenn dir hier eine Schraube in den Bereich der Elektronik oder Zahnräder fällt, ist „mal kurz ausschütteln“ keine Option.

Warnung: Arbeitssicherheit
Du arbeitest in der Nähe von scharfen Nadeln und Quetschstellen. Maschine ausschalten und den Netzstecker ziehen, bevor du Abdeckungen öffnest – so verhinderst du unbeabsichtigtes Anlaufen von Motoren. Finger beim manuellen Drehen von Wellen/Zahnrädern aus dem Gefahrenbereich halten.

Das „Hidden Consumables“-Set

Viele Tutorials nennen nur das Offensichtliche. Lege dir zusätzlich bereit:

  • Magnetische Schale/Schraubenablage: Für Kleinschrauben (eine verlorene Schraube im Kopf ist ein echter Albtraum).
  • Stirnlampe oder Arbeitsleuchte: Schatten sind dein Feind – besonders beim Timing.
  • Weißes Lithiumfett: Zum Nachfetten im Bereich der Nocke, wenn du ohnehin offen hast (optional, aber praxisnah).

Checkliste vor der Demontage

  • Fehlerbild prüfen: Ist es wirklich ein Farbwechsel-/Nadelwahl-Problem (und nicht nur eine Fadenbruchmeldung)?
  • Arbeitsplatz: Ca. 2x2 Fuß freie Fläche für Teile und Schrauben.
  • Foto als Referenz: Vor dem Lösen der ersten Schraube ein Foto vom Aufbau machen.
  • Werkzeug-Check: Kreuzschlitzschraubendreher, Schlüssel (für die Mutter), und ganz wichtig: ein langer, passgenauer Inbusschlüssel. Abgenutzte Inbusse ruinieren Madenschrauben – hier keine Billigwerkzeuge.
Removing the white plastic front cover plate, exposing the needle bars.
Removing plate cover

BF-1500 Kopfabdeckungen öffnen, ohne neue Probleme zu erzeugen: Seitenblech und Frontabdeckung

Wir schaffen uns Zugang – ohne Kunststoffnasen zu stressen.

  1. Schrauben am Seitenblech lösen: Mit dem Kreuzschlitz die 4 Schrauben entfernen und sofort in die magnetische Ablage legen.
  2. Weiße Frontabdeckung abnehmen: Abdeckung vorsichtig lösen und abziehen. Sie sollte ohne Gewalt kommen.

Kontrollblick: Du solltest jetzt freie Sicht auf Nadelfedern und Nadelstangen haben. Wenn etwas „hakt“, prüfe, ob noch Clips/Bindungen oder eine Schraube übersehen wurde.

Tilting the entire thread stand and tension base assembly forward to access rear components.
Opening electronics compartment

Schnellster Zugang zum Farbwechsel-Mechanismus: Fadenständer-/Spannungsmodul nach vorn kippen

Dieser Schritt wirkt für Einsteiger groß – ist aber Standard. Wir müssen hinter die Spannungsbasis, um Elektronik und Sensor zu erreichen.

  1. Befestigungen des oberen Moduls lösen: Schrauben finden, die das Spannungs-/Fadenführungsmodul am Chassis halten.
  2. „Sanftes Kippen“: Das komplette Modul vorsichtig nach vorn zu dir kippen.

Praxistipp: Behandle Kabel wie Glasfaser – nicht knicken, nicht ziehen, und das Modul nicht am Kabelbaum „hängen lassen“. Abstützen oder eine zweite Person halten lassen. Ziel: Du siehst die grüne Platine und den Kabelstecker des Potentiometers.

Hand unplugging the small black connector wire attached to the potentiometer.
Disconnecting wire

Altes Potentiometer ausbauen (Dahao-BF-1500): Stecker, Abdeckplatte und die versteckte Madenschraube

Hier zählt Geduld. Wer hetzt, rundet die interne Madenschraube ab.

  1. Steckverbindung trennen: Den kleinen Stecker am Potentiometer abziehen. Hinweis: Verriegelung drücken – nicht an den Kabeln reißen.
  2. Abdeckplatte entfernen: Die zwei kleinen Schrauben der weißen Schutzplatte lösen.
Unscrewing the small white protection plate covering the color change motor shaft.
Removing internal cover
  1. Die kritische Madenschraube: Im Inneren sitzt eine kleine Madenschraube, die den Sensor an der Welle/Kupplung fixiert. Dafür brauchst du den langen Inbusschlüssel.
    • Tast-Check: Inbus vollständig und tief einsetzen, bevor du drehst. Du solltest einen klaren „Sitz“ spüren. Wenn es schwammig ist: stoppen, neu ansetzen.
Using a long thin tool to loosen the screw inside the mechanism to release the potentiometer shaft.
Loosening shaft screw
  1. Sensor-Einheit herausziehen: Ist die Madenschraube gelöst, lässt sich die Potentiometer-Einheit herausziehen.
Preparing the new potentiometer component on a workbench along with a wrench.
Part preparation

Werkbank-Schritt, der alles entscheidet: Potentiometer vom Haltewinkel lösen (Orientierung sauber behalten)

Jetzt an die saubere Werkbank. Wir trennen das elektronische Bauteil vom Metall-Haltewinkel.

  1. Mutter lösen: Mit dem Schlüssel Mutter und Unterlegscheibe abnehmen.
  2. Organisation: Unterlegscheibe nicht verlieren – sie sorgt später für die nötige Klemmung, damit sich der Sensor nicht verdreht.
Hand assembling the new potentiometer onto its metal mounting bracket.
Assembly

Neues Potentiometer montieren: Die Slot-/Kerb-Ausrichtung gegen „falsche Nadel“

Stopp und Fokus. Das ist der Schritt, den viele übersehen. Das Potentiometer ist „gekeyed“ (definierte Einbaulage).

  1. Neuen Sensor einsetzen: Potentiometer in den Haltewinkel stecken.
  2. Ausrichtung („Clocking“) prüfen: Am Sensor gibt es einen Schlitz/Slot, am Haltewinkel eine passende Kerbe.
    • Aktion: Sensor so drehen, dass Slot und Kerbe exakt senkrecht/vertikal fluchten.
Critical alignment check: Red line graphic overlay showing the shaft slot must align vertically with the bracket notch.
Aligning component
  1. Festziehen: Mutter sicher anziehen. Wenn das hier locker bleibt, verdreht sich der Sensor durch Vibration – und deine Kalibrierung ist nach kurzer Zeit wieder weg.

Warum das zählt: Ist der Sensor im Haltewinkel verdreht montiert, verschiebt sich die elektrische Grundposition. Du bekommst die Maschine eventuell „irgendwie“ kalibriert, verlierst aber die sicheren Pufferbereiche am Ende der Nadelkastenbewegung.

Installing the new potentiometer assembly back into the machine head.
Installation

Sensor-Einheit wieder einsetzen: sauber setzen, dann Stecker verbinden (keine verdrehten Kabel)

  1. Einheit einsetzen: Potentiometer-Einheit zurück in den Bereich des Farbwechselmotors schieben.
  2. Stecker verbinden: Kabelstecker wieder einrasten.
    • Hör-Check: Achte auf ein klares „Klick“. Ein nicht vollständig eingerasteter Stecker kann sich wie ein defekter Sensor verhalten.

Dahao-Kalibrierung: Display-Nadelnummer muss zur realen Nadelposition passen

Hardware ist getauscht – jetzt muss das Signal wieder stimmen. Das ist die Phase der elektrischen Nullung.

  1. Manuell kalibrieren: Die Madenschraube muss dafür noch locker sein. Du musst die Potentiometerwelle von Hand drehen können, ohne die Mechanik zu „zwingen“.
  2. Anzeige beobachten: Dahao-Display im Blick behalten (oder eine zweite Person schaut mit).
  3. Abgleich: Potentiometerwelle drehen, bis die Anzeige genau die Nadelnummer zeigt, auf der der Kopf mechanisch steht.
    • Beispiel: Steht der Kopf auf Nadel 5, drehst du, bis am Display „5“ steht.
View of the Dahao control screen while technician rotates the sensor to match needle number 5.
Digital Calibration

Zielgefühl: Eine stabile „5“. Wenn die Anzeige zwischen zwei Zahlen flackert, vorsichtig in die Mitte der „5-Zone“ nachjustieren.

Timing verriegeln (Make-or-Break): Farbwechsel-Nockenspitze exakt auf Referenzmarke ausrichten, dann Madenschraube festziehen

Das ist die Phase der mechanischen Nullung – sie entscheidet über die Passgenauigkeit beim Anfahren der Nadeln.

  1. Nockenspitze finden: Spiral-/Wurm-Nocke des Farbwechsels lokalisieren.
  2. Ausrichten: Mechanik so drehen, dass die Spitze der Nocke exakt auf Höhe/Flucht mit der Referenzmarke am Chassis steht.
    • Sicht-Check: Mit guter Beleuchtung arbeiten – Spitze und Markierung müssen eine Linie bilden.
  3. Synchronisieren: Diese Position halten (nicht verrutschen lassen) und jetzt die Madenschraube an der Potentiometerwelle festziehen.
Macro shot with red circle highlighting the precise alignment of the mechanical cam tip with the chassis mark.
Mechanical Alignment
  1. Endfest: Madenschraube final kräftig nachziehen. Diese Schraube koppelt das elektrische Signal (Sensor) mit der Mechanik (Nocke).
Tightening the grub screw on the shaft to lock in the calibrated position.
Finalizing installation

Abschlusstest an der BF-1500: Farbwechsel prüfen, bevor du die Abdeckungen schließt

Noch nicht wieder zuschrauben – erst verifizieren.

  1. Neustart: Maschine aus- und wieder einschalten.
  2. Manueller Farbwechsel: Über das Panel z. B. von Nadel 1 auf Nadel 5, dann auf Nadel 12 (oder die höchste Nadel) schalten.
  3. „Landung“ beobachten: Der Kopf muss sauber und „knackig“ stoppen.
    • Sicht-Metrik: Wenn die Maschine auf Nadel 5 stoppt, sollte die Nadel beim Blick durch das Stichplattenloch exakt mittig stehen – nicht leicht links/rechts.
Technician pressing the color change button on the touchscreen to verify repair.
Testing

Setup-Checkliste (der „Flight Check“ vor dem Schließen)

  • Stecker sitzt und ist eingerastet.
  • Weiße Innenabdeckung wieder montiert (2 Schrauben).
  • Madenschraube fest angezogen.
  • Keine Unterlegscheiben/Werkzeuge im Zahnradbereich vergessen.
  • Kabel so geführt, dass nichts an beweglichen Teilen scheuert.

Warum diese Reparatur funktioniert (und wie du Rückfälle in der Produktion vermeidest)

Wir haben nicht nur ein Teil ersetzt, sondern das System neu synchronisiert. Zuverlässigkeit entsteht aus der Ausrichtung von drei Dingen: Sensor (elektrische Position), Nocke (mechanische Position) und Nadelantrieb. Wenn du die Nockenausrichtung wie eine Messung behandelst – nicht wie eine Schätzung – landet der Kopf wieder reproduzierbar dort, wo er soll.

Fehlerbilder richtig lesen: Was du siehst vs. was es meistens bedeutet

Fortgeschrittene raten. Profis arbeiten symptomorientiert.

Symptom Wahrscheinliche Ursache Lösung
Zufällige Nadelauswahl Sensor defekt oder Madenschraube locker. Potentiometer ersetzen (wie beschrieben).
Nadelnummer driftet mit der Zeit Mutter am Potentiometer im Haltewinkel locker. Sensor verdreht sich im Haltewinkel. Mutter nachziehen (Fig-09).
Kopf stoppt „zwischen“ Nadeln Mechanisches Timing falsch. Timing-Lock erneut durchführen: Nockenspitze exakt auf Markierung.
Anzeige flackert Steckerproblem oder Masse/Versorgung instabil. Stecker prüfen; wenn ok, Masse/Board-Anbindung prüfen.

Upgrade-Pfad nach der Reparatur: Stillstand senken, Ermüdung senken, Output skalieren

Wenn deine BF-1500 mechanisch wieder sauber läuft, bleibt oft der nächste Engpass: menschliche Effizienz.

In der Praxis verlieren viele Betriebe Zeit beim Einspannen – besonders bei dicken Kleidungsstücken oder wenn Handkraft/Ermüdung zum Faktor wird. Wer in Serien produziert, merkt schnell: „gegen den Rahmen kämpfen“ kostet Marge.

Hier kommt der Begriff Magnetrahmen ins Spiel. Das ist nicht nur Komfort – für viele Shops ist es ein echter Produktivitätshebel, um die Geschwindigkeit einer Mehrnadelmaschine auch im Workflow auszunutzen.

Warnung: Magnet-Sicherheit
Professionelle Magnetrahmen arbeiten mit sehr starken Neodym-Magneten. Fernhalten von Herzschrittmachern und empfindlicher Elektronik. Nie Finger zwischen Ober- und Unterteil bringen – die Rahmen schnappen mit hoher Kraft zusammen und können schwere Quetschungen verursachen.

Entscheidungsbaum: Ist es Zeit, dein Tooling aufzurüsten?

Nutze diese Logik für deine Entscheidung:

  1. Schmerzpunkt: Bekommst du „hoop burn“ (glänzende Rahmenspuren) auf empfindlichen Polos oder Performance-Wear?
    • Lösung: Magnetrahmen. Sie halten über Magnetkraft statt über Reibdruck – das reduziert typische Rahmenabdrücke klassischer Stickrahmen.
  2. Schmerzpunkt: Spannst du häufig dicke Teile wie Jacken oder Taschen ein?
    • Lösung: Klassische Rahmen springen an dicken Nähten gern auf. Eine Magnetische Einspannstation oder ein robuster Magnetrahmen hält Lagen stabil, ohne Kraftkampf.
  3. Schmerzpunkt: Dein Volumen steigt, aber du arbeitest noch mit einer Einnadelmaschine?
    • Lösung: Wenn nicht das Einspannen, sondern die Nadel-/Farbwechsel-Kapazität limitiert, lohnt der Blick auf Mehrnadel-Stickmaschinen kaufen. Der Sprung von 1 auf 12–15 Nadeln verändert den Workflow von „Hobby“ zu „Produktion“.

Betriebs-Checkliste (das „Back-to-Business“-Protokoll)

  • 100 Farbwechsel ohne Fehler.
  • Nadel steht bei jedem Stopp mittig im Stichplattenloch.
  • Abdeckungen fest verschraubt (kein Klappern).
  • Operator-Workflow geprüft: Bremst das Einspannen die nun reparierte Maschine aus?
  • Wartungslog aktualisiert: Datum des Potentiometer-Wechsels notieren. Das ist ein Verschleißteil.

Mit dieser Anleitung hast du nicht nur repariert – du hast deine Produktion wieder kalibriert. Zurück an die Maschine.

FAQ

  • Q: Warum zeigt eine Fuwei BF-1500 (Dahao-Controller) „Color Change Overtime“ an oder wählt während eines Jobs die falsche Nadel?
    A: Das ist häufig ein Synchronisationsproblem am Potentiometer (Sensor defekt, Madenschraube locker oder Nocken-Timing verstellt) – nicht zwingend ein „Gehirn“-Defekt.
    • Prüfe zuerst, ob es wirklich ein Farbwechsel-/Nadelwahl-Fehler ist (und nicht nur eine Fadenbruchmeldung).
    • Kontrolliere im Potentiometer-Bereich: sitzt der Stecker fest, ist die Mutter am Sensor fest, und ist die Madenschraube nicht herausgewandert?
    • Wiederhole elektrische Nullung (Display-Nadelnummer = reale Nadelposition) und mechanische Nullung (Nockenspitze auf Referenzmarke), bevor du die Abdeckungen schließt.
    • Erfolgskontrolle: Manuelle Nadelwechsel stoppen sauber und die Nadel steht mittig im Stichplattenloch.
    • Wenn es weiter auftritt: Auf flackernde Anzeige achten (Stecker/Masse) und die Nocke-zu-Markierung-Ausrichtung erneut prüfen, bevor du tiefergehende Steuerungsprobleme vermutest.
  • Q: Welche Werkzeuge und „Hidden Consumables“ sollte man bereitlegen, bevor man bei einer Fuwei BF-1500 Mehrnadelstickmaschine das Potentiometer tauscht?
    A: Lege eine magnetische Schraubenablage, starke Beleuchtung und einen hochwertigen langen Inbusschlüssel bereit, bevor du Abdeckungen entfernst – so vermeidest du rundgedrehte Schrauben und verlorene Kleinteile.
    • Alle Schrauben sofort in eine magnetische Ablage (besonders in der Nähe von Elektronik und Zahnrädern).
    • Stirnlampe/Arbeitslicht nutzen, um Schatten bei Kalibrierung und Nockenausrichtung zu vermeiden.
    • Langen, passgenauen Inbusschlüssel für die interne Madenschraube verwenden; abgenutzte/zu weiche Schlüssel vermeiden.
    • Erfolgskontrolle: Alle Schrauben/Unterlegscheiben sind am Platz auf der Werkbank, nichts fällt in den Kopf.
    • Wenn es trotzdem hakt: Stoppen, Referenzfoto machen und mit besserer Beleuchtung sowie korrekt sitzendem Inbus neu ansetzen.
  • Q: Wie öffnet man den Stickkopf sicher und kippt das Spannungsmodul, ohne Kabel zu beschädigen oder sich zu verletzen?
    A: Erst ausschalten und Netzstecker ziehen, dann das Spannungsmodul sanft nach vorn kippen und so abstützen, dass die Kabel niemals die Last tragen.
    • Vor Arbeiten an Abdeckungen, Nadeln oder Zahnrädern immer den Netzstecker ziehen.
    • Seitenblech und Frontabdeckung ohne Gewalt lösen, um Kunststoff nicht zu brechen.
    • Spannungs-/Fadenführungsmodul vorsichtig nach vorn kippen und abstützen (oder von einer zweiten Person halten lassen), damit keine Zugbelastung auf Kabel kommt.
    • Erfolgskontrolle: Modul ist abgestützt, Kabel sind nicht gespannt, Finger bleiben aus Quetschstellen beim manuellen Drehen.
    • Wenn es nicht sauber geht: Abstützung neu positionieren, Kabelführung mit Spiel prüfen und erst weiterarbeiten, wenn alles spannungsfrei liegt.
  • Q: Was verursacht, dass die Nadelnummer nach einem Potentiometer-Tausch mit der Zeit wieder „wegdriftet“?
    A: Meist dreht sich der Potentiometerkörper im Haltewinkel, weil Mutter/Unterlegscheibe nicht ausreichend geklemmt sind.
    • Sensor-Einheit bei Bedarf erneut ausbauen und Mutter sowie Unterlegscheibe am Haltewinkel prüfen.
    • Mutter sicher nachziehen, damit Vibration den Sensor nicht verdrehen kann.
    • Slot-/Kerb-Ausrichtung (gekeyte Einbaulage) vor dem Festziehen kontrollieren.
    • Erfolgskontrolle: Nach Laufzeit bleibt die Anzeige stabil und verschiebt sich nicht schleichend.
    • Wenn es weiter driftet: Slot-/Kerb-Ausrichtung erneut prüfen und danach die elektrische/mechanische Nullung wiederholen.
  • Q: Wie muss das Potentiometer im Haltewinkel ausgerichtet werden, damit die Maschine nicht „falsche Nadeln“ anfährt?
    A: Der Schlitz (Slot) am Potentiometer muss zur Kerbe am Haltewinkel passen (korrekte „Clocking“-Position), bevor die Mutter festgezogen wird.
    • Neues Potentiometer einsetzen und Slot am Sensor sowie Kerbe am Haltewinkel finden.
    • Sensor so drehen, dass Slot und Kerbe exakt vertikal fluchten.
    • Mutter fest anziehen, damit sich der Sensor im Betrieb nicht verdrehen kann.
    • Erfolgskontrolle: Die Maschine lässt sich kalibrieren und fährt Nadeln reproduzierbar ohne Zufallsauswahl an.
    • Wenn es weiter auftritt: Sensor lösen, neu setzen, am Dahao-Panel neu kalibrieren und erst dann die interne Madenschraube festziehen.
  • Q: Wie kalibriert man das Potentiometer an einem Dahao-Bedienpanel, sodass die Display-Nadelnummer zur realen Nadelposition passt?
    A: Madenschraube locker lassen, Potentiometerwelle drehen, bis das Display die Nadel zeigt, auf der der Kopf mechanisch steht – Timing erst nach Nockenausrichtung verriegeln.
    • Madenschraube zunächst locker lassen, damit sich das Potentiometer drehen lässt.
    • Potentiometerwelle drehen und dabei die Dahao-Anzeige beobachten, bis die Nadelnummer zur realen Position passt.
    • Wenn die Anzeige zwischen zwei Zahlen flackert, vorsichtig in die Mitte der Zone nachjustieren.
    • Erfolgskontrolle: Die Anzeige hält eine stabile Nadelnummer und stimmt mit der mechanischen Position überein.
    • Wenn es nicht stabil wird: Stecker auf „Klick“ prüfen und mögliche Stecker-/Masseprobleme in Betracht ziehen.
  • Q: Was ist die korrekte „Timing-Lock“-Methode, damit der Kopf nach dem Potentiometer-Tausch nicht zwischen Nadeln stehen bleibt?
    A: Farbwechsel-Nockenspitze exakt auf die Referenzmarke ausrichten, Position halten und dann die Madenschraube am Potentiometer fest anziehen, um Mechanik und Sensor zu synchronisieren.
    • Spiral-Farbwechsel-Nocke und feste Referenzmarke am Chassis lokalisieren.
    • Zahnräder drehen, bis die Nockenspitze exakt auf Höhe/Flucht der Markierung steht (mit guter Beleuchtung).
    • Diese Position halten und die Madenschraube fest anziehen.
    • Erfolgskontrolle: Bei manuellen Farbwechseln stoppt der Kopf sauber und die Nadel steht mittig im Stichplattenloch.
    • Wenn es weiter „zwischen Nadeln“ landet: Nocke-zu-Markierung-Ausrichtung wiederholen – das ist typischerweise Timing, kein Softwarefehler.
  • Q: Welche Sicherheitsregeln sollten Stickereien beachten, wenn sie industrielle Magnetrahmen einsetzen, um Rahmenspuren zu reduzieren und schneller zu produzieren?
    A: Behandle industrielle Magnetrahmen als Quetschgefahr sowie als Risiko für Medizinprodukte/Elektronik; setze sie kontrolliert auf und halte sie von Herzschrittmachern fern.
    • Magnetrahmen von Herzschrittmachern und empfindlicher Elektronik fernhalten.
    • Ober- und Unterteil kontrolliert zusammenführen; niemals Finger zwischen die Rahmen bringen.
    • Magnetrahmen nutzen, wenn Rahmenspuren oder dicke Teile klassische Rahmen langsam/inkonsistent machen – Sicherheit geht vor Tempo.
    • Erfolgskontrolle: Rahmen lassen sich ohne Quetschvorfälle schließen, und das Material sitzt sicher ohne übermäßige Abdrücke.
    • Wenn es unsicher läuft: Training pausieren und eine Zwei-Hand-Routine (oder eine unterstützte Station) einführen, bevor das Tempo erhöht wird.