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Du bist nicht „zu spät“ – du steigst gerade in die Phase ein, die viele als das „chaotische Mittelfeld“ der Maschinenstickerei erleben. Hier fühlt sich jede Entscheidung teuer an, jedes neue Geräusch der Maschine klingt nach einer Reparaturrechnung, und der Weg von einer Grafikdatei bis zum sauber bestickten Sweater wirkt plötzlich riesig.
Aus der Praxis (vom kleinen Nähzimmer bis zur laufenden Produktion) gilt fast immer: Die meisten gescheiterten Stick-Projekte scheitern nicht an fehlender Kreativität, sondern an falscher Physik im Setup. Falsches Stickvlies zum Material, falscher Stickrahmen zum Workflow oder eine Geschwindigkeit, die schneller ist als die eigene Routine.
Dieser Beitrag baut den Video-Fahrplan zu einem umsetzbaren Plan aus: Maschinenrealität, die „unsichtbaren“ Verbrauchsmaterialien, die konkrete Logik hinter dem Einspannen/Floating bei Sweatern – und die Skalierungsfallen, die dich auf Plattformen wie TikTok Shop erwarten können.

Stickmaschine wählen (Brother PE800 vs. Baby Lock BMP6) – ohne es später zu bereuen
Der Kernpunkt aus dem Video ist valide: Du kannst ein profitables Business mit einer Ein-Nadel-Maschine starten. Du musst nicht am ersten Tag fünfstellige Beträge investieren.
Die Creatorin startet mit einer Brother PE800 (gebraucht oft um ~$400). Das ist ein solider Einstieg im „Prosumer“-Bereich. Gleichzeitig ist die maximale Rahmengröße 5x7 Zoll eine harte Grenze. Später steigt sie auf eine gebrauchte Baby Lock BMP6 (6-Nadel) um – vor allem wegen Geschwindigkeit und Farbmanagement.

Die entscheidende Rechnung ist nicht nur Budget, sondern Auftrags-Taktung (wie schnell und wie oft du liefern musst).
Der „Order-Reality“-Test
- Level 1: Validierungsphase (Ein-Nadel)
- Szenario: Du testest Designs, machst Geschenke oder verkaufst <10 Teile pro Woche.
- Maschine: Brother PE800 oder vergleichbar.
- Realität: Du wechselst jede Farbe manuell. Du bist der „automatische Farbwechsler“.
- Level 2: Produktionsphase (Mehrnadelstickmaschine)
- Szenario: Team-/Serienaufträge (z. B. 15+ Shirts), Logos mit 4+ Farben oder enge TikTok-Shop-Fristen (oft 2 Werktage bis Versandscan).
- Maschine: 6- bis 15-Nadel-Maschinen (wie Baby Lock BMP6).
- Realität: Start drücken, parallel verpacken/Labels drucken – und zur fertigen Stickerei zurückkommen. Hier kaufst du dir Zeit zurück.
Gebrauchtkauf: Sicherheits-Checks, die wirklich helfen
Im Video wird „testen“ empfohlen – das ist richtig, aber zu ungenau. Praktisch bewährt:
- Stichzahl prüfen: Wie im Video erwähnt: Stichzahl/Usage checken, um extrem ausgelastete Maschinen zu vermeiden.
- USB-/Datei-Test: Nimm einen USB-Stick mit einer einfachen
.PES-Datei (für Brother), um sicherzustellen, dass die Maschine die Datei sauber erkennt. - Vor Ort probesticken: Nicht nur einschalten – wirklich ein kleines Motiv laufen lassen, um Fadenlauf, Geräuschbild und Fehlermeldungen zu sehen.
Ein verifizierter Ein-Nadel-Start ist risikoarm. Plane aber realistisch: Wenn du schnell in Volumen willst, ist eine Mehrnadelstickmaschine langfristig der logische Schritt – allein wegen Farbwechseln und Durchsatz.

Die „unsichtbare Vorbereitung“, die kaum jemand einplant: Fadenführung, Zusatzrahmen, Stickvlies und Versand-Tools
Viele kalkulieren nur die „glamourösen“ Dinge (Maschine, bunte Garne) und vergessen die Infrastruktur. Das Video trennt sinnvoll in Stickzubehör und Versandzubehör.
Must-haves (Verbrauchsmaterial & Zubehör)
Das Video nennt u. a. Garnhalter und zusätzliche Stickrahmen. Ergänzend – alles Dinge, die in der Praxis die meisten Fehler verhindern:
- Vertikaler Garnrollenständer: Für gleichmäßige Fadenabgabe (siehe nächster Abschnitt).
- Stickvlies: Als Rolle oder vorgeschnittene Bögen (wie im Video: sie ist von Rollen auf vorgeschnittene Bögen umgestiegen).
- Temporärer Sprühkleber (z. B. SpraynBond): Für Floating bei dicken Sweatern.

Versand: Der Profit-Schutz
Im Video: Poly-Mailer, klare Beutel (Sleeves) und ein Thermodrucker.
- Warum das zählt: Wenn du regelmäßig versendest, spart ein Thermodrucker massiv Zeit gegenüber handschriftlichen Labels.
- Praxis-Check: Klare Beutel schützen das Textil und lassen die Stickerei beim Auspacken sofort „wertig“ wirken.

Warnung: Mechanische Sicherheitsgefahr. Halte Finger, Hoodie-Kordeln und lose Haare mindestens 4 Zoll vom Nadelbereich fern. Auch bei moderaten Geschwindigkeiten reagiert man langsamer als die Nadel. Bei neuen Designs: Brille/Schutzbrille tragen und die ersten Minuten aktiv beobachten.
Prep-Checkliste (Pre-Flight)
- Design-Grenzen: Passt das Motiv wirklich in die nutzbare Stickfläche deines Rahmens?
- Unterfaden-Check: Vor langen Stickblöcken Unterfadenstand prüfen.
- Platz hinter der Maschine: Sweater/hoodies brauchen „Auslauf“, damit nichts hinten anstößt und Zug entsteht.
Faden verhakt sich? Warum ein vertikaler Garnrollenständer den Lauf sofort beruhigt
Das Video trifft einen typischen Anfänger-Schmerzpunkt: Faden verheddert sich am horizontalen Garnstift.
Die Praxis dahinter: Viele Stickgarne (auch kleine Konen/Spulen) laufen sauberer, wenn sie nach oben abziehen. Ein vertikaler Garnrollenständer sorgt für gleichmäßigere Fadenabgabe.
Typische Symptome: Schlaufenbildung oben, Faden reißt/frasert, unruhiger Lauf.
Die Lösung: Garn auf den vertikalen Ständer, Faden sauber in den normalen Fadenweg führen.
Erfolgsmerkmal: Der Oberfaden läuft gleichmäßig ohne „Ruckeln“ – du spürst beim Ziehen einen konstant leichten Widerstand.

Der Sweater-Trick, der deine Hände schont: Floating mit SpraynBond auf Stickvlies
Dicke Crewnecks/Sweater sind beim Einspannen oft der härteste Teil. Im Video wird die Floating-Technik gezeigt – genau dafür ist sie gemacht.
Methode (wie im Video):
- Nicht den Sweater einspannen. Stattdessen nur das Stickvlies in den Stickrahmen einspannen (straff).
- Sprühkleber leicht auf das bereits eingespannte Stickvlies sprühen.
- Sweater auf die klebrige Fläche drücken.

Warum Floating funktioniert (und woran es trotzdem scheitern kann)
Klassisches Einspannen quetscht dicke Ware zwischen Innen-/Außenring und kann Maschenware verziehen oder Rahmenabdrücke verursachen. Floating vermeidet diesen Druck.
Aber: Das Gewicht des Sweaters kann ziehen. Wenn Stoff nach unten hängt und reibt, leidet die Passung/Ausrichtung (Konturen treffen Füllflächen nicht sauber).
Lösungsleiter (praxisnah):
- Level 1 (Technik): Überschüssigen Stoff bündeln und so fixieren, dass nichts am Tisch zieht.
- Level 2 (Tooling): Umstieg auf Magnetrahmen.
Begriffe wie magnetic embroidery hoop helfen dir, die passenden Lösungen für effiziente Produktion zu finden. Magnetrahmen klemmen das Material schnell und gleichmäßig – besonders hilfreich bei dicken Sweatern, wenn Schraubrahmen mühsam sind.
Warnung: Magnet-Sicherheit. Magnetrahmen sind sehr stark und können heftig zuschnappen. Einklemmgefahr! Finger konsequent aus der Klemmzone halten. Außerdem Abstand zu Herzschrittmachern, Kreditkarten und mechanischen Uhren.
Ausführungs-Checkliste (Floating)
- „Drum“-Check: Auf das eingespannte Stickvlies tippen – es sollte sich straff wie eine Trommel anfühlen.
- Haft-Check: Rahmen leicht anheben – der Sweater sollte durch sein Eigengewicht am Vlies haften bleiben.
- Freigang-Check: Ärmel/Mehrweite nicht unter den Rahmen schieben (klassischer Anfängerfehler: „mit festgestickt“).
Stickvlies für Crewnecks und T-Shirts: Ein einfacher Entscheidungsbaum gegen Wellen und Verzug
Im Video geht es um vorgeschnittenes Vlies – die entscheidende Frage ist aber: welches Vlies.
Grundregel: Wenn das Material dehnbar ist, darf das Stickvlies nicht „mitdehnen“.
Entscheidungsbaum
- Sweater/Hoodie/T-Shirt (Maschenware)?
- Ja: Cutaway ist in der Praxis der Standard für Wearables, weil es dauerhaft stabilisiert.
- Nein: Weiter zu 2.
- Handtuch/Denim/Canvas (Webware)?
- Ja: Tearaway kann funktionieren, weil der Stoff selbst stabil ist.
- Flauschig (z. B. Handtuch/Sherpa)?
- Ja: Oben zusätzlich wasserlösliches Topping, damit Stiche nicht „versinken“.
Zusatzrahmen = schnellerer Durchsatz: Der kleine Workflow-Hack, der sich wie „eine extra Person“ anfühlt
Der Tipp aus dem Video, zusätzliche Stickrahmen zu kaufen, ist in der Praxis ein echter Durchsatz-Booster.
Workflow-Idee: Während Shirt A stickt, spannst du Shirt B bereits in einen zweiten Rahmen ein.
- Ohne Zusatzrahmen: Stopp → ausspannen → neu einspannen → Start (mehrere Minuten Stillstand).
- Mit Zusatzrahmen: Stopp → Rahmen wechseln → Start (Downtime oft nur Sekunden).
Für Brother-Nutzer kann die Suche nach einem Magnetrahmen für Brother PE800 helfen, Optionen zu finden, die den Rahmenwechsel zusätzlich beschleunigen.

Setup-Checkliste (Effizienz)
- Einspannstation: Feste, saubere Fläche mit Sprühkleber und Stickvlies griffbereit.
- Garn-Reihenfolge: Garne in der geplanten Reihenfolge bereitlegen.
- Abfallbehälter: Für Fadenschnipsel direkt am Arbeitsplatz.
Design-to-Stitch Workflow: Kittl → Fiverr-Digitalisierung → PES-Datei auf USB
Der Workflow aus dem Video (Kittl für Design, Fiverr fürs Digitalisieren) ist für Einsteiger sehr sinnvoll.
Wichtiges Praxisverständnis: „Digitalisieren“ ist nicht nur Konvertieren – es ist das Programmieren von Stichwegen, Dichten und Unterlagen. Deshalb ist Outsourcing am Anfang oft effizient.
Dateiformat: Für Brother wird im Video .PES genannt – das ist der relevante Output für den USB-Workflow.
5x7-Grenze: Bei einer PE800 ist die maximale Fläche 5x7 Zoll. Wenn du einen Digitizer beauftragst, kommuniziere klar: „Max size 5x7 inches, format .PES.“
Wenn du häufig Motive ablehnen musst, weil sie knapp an der Feldgröße scheitern, kann ein Magnetrahmen 5x7 für brother helfen, deine aktuelle Maschine im Alltag effizienter zu nutzen – oder es ist ein Signal, dass ein Upgrade sinnvoll wird.

Verkaufsplattformen ohne Abhängigkeit: Shopify + TikTok Shop (und warum Etsy trotzdem relevant sein kann)
Im Video nutzt die Creatorin Shopify (eigene Website) und TikTok Shop (Reichweite).
Praxisfalle: TikTok Shop kann sehr kurze Versandfenster haben (im Video: 2 Werktage bis zur Abgabe/Scan).
Praxislösung:
- Puffer: Bestseller vorproduzieren.
- Rahmen-Workflow: Batch-Einspannen mit Zusatzrahmen.
- Kapazität realistisch rechnen: Wenn ein Teil 30 Minuten braucht, sind 50 Teile am Tag mit einer Ein-Nadel-Maschine nicht realistisch.

Rohware & Nachschub: Wo Einsteiger in der Praxis wirklich hängen bleiben (Crewnecks, Hoodies, T-Shirts)
Aus den Kommentaren kommt genau dieser Engpass: Wo bekommt man gute „Blanks“ (Crewnecks/Hoodies/Shirts) her?
Im Kommentar-Thread werden als Bezugsquellen genannt:
- S&S Activewear (als gute Option für Blanks)
- Alphabroder (wird ebenfalls genannt; Hinweis: im Thread wird erwähnt, dass es Richtung S&S Activewear geht)
Außerdem werden konkrete Rohwaren genannt:
- Gildan 180 für Crewnecks
- Comfort Colors 1717 für T-Shirts
Kleine Rahmen: Für Left-Chest-Logos reicht oft ein Stickrahmen 4x4 für brother. Kleine Rahmen halten das Material häufig straffer, was bei feiner Schrift helfen kann.
Der saubere Erstauftrag: Schritt-für-Schritt (mit erwarteten Ergebnissen)
Hier ist der Video-Workflow als linearer Ablauf – so, dass du ihn für deinen ersten bezahlten Auftrag wiederholen kannst.
- Vorbereitung:
- Prüfen, ob das Motiv in die Rahmengröße passt.
- Unterfadenstand prüfen.
- Stabilisierung & Einspannen:
- Stickvlies in den Stickrahmen einspannen.
- Bei dicker Ware: Floating mit Sprühkleber (wie im Video).
- Tast-Check: Fühlst du den Innenring so, dass das Motiv nicht „an der Kante“ sitzt?
- Platzierung:
- Trace/Trial nutzen.
- Sicht-Check: Kollidiert der Nähfuß irgendwo (Kragen/Naht/Mehrweite)?
- Sticklauf:
- Die ersten Minuten aktiv dabeibleiben (im Video-Kontext: genau hier passieren die typischen Fadenprobleme).
- Sprungstiche bei Bedarf schneiden.
- Finish & Verpackung:
- Aus dem Rahmen nehmen.
- Sauber verpacken (Sleeves/Poly-Mailer wie im Video gezeigt).
Schnelles Troubleshooting: Symptom → Ursache → Fix
| Symptom | Wahrnehmung | Wahrscheinliche Ursache | Primärer Fix |
|---|---|---|---|
| Bird Nesting | Maschine „klopft“, staut, Stoff hängt an der Stichplatte. | Oberfaden nicht korrekt in der Spannung. | Oberfaden komplett neu einfädeln (Nähfuß oben, damit die Spannungsscheiben offen sind). |
| Hoop Pop | „Plopp“, Ware löst sich. | Dicke Ware hält im Schraubrahmen schlecht / zu wenig Klemmkraft. | Floating sauber ausführen; ggf. Magnetrahmen für brother pe800 für besseren Halt bei dicker Ware prüfen. |
| Nadelbruch | Lautes „Knack“. | Kollision (Rahmen/Naht) oder Nadel verbogen. | Nadel ersetzen, Trace erneut laufen lassen. |
| Unterfaden kommt hoch | Weiße Punkte oben sichtbar. | Spannung/Unterfadenbereich verschmutzt. | Unterfadenbereich reinigen (Flusen), Oberfadenspannung vorsichtig nachjustieren. |
Upgrade-Pfad, der Sinn ergibt: Wann Ein-Nadel reicht – und wann Mehrnadelstickmaschine Zeit spart
Die Reise PE800 → BMP6 ist ein gutes Beispiel für Kapazitätsplanung.
Bei Ein-Nadel bleiben, wenn:
- Du erst Routine aufbauen willst.
- Du Budget schonen willst.
- Du den „Handwerk“-Teil (Farbwechsel, Überwachung) bewusst in Kauf nimmst.
Auf Mehrnadelstickmaschine upgraden, wenn:
- Du Aufträge ablehnst, weil du nicht schnell genug liefern kannst.
- Du viele Farben/Logos effizient abarbeiten musst.
- Du mehr Zeit fürs Verpacken/Marketing/Shop brauchst.
Wenn du bereits mit Baby Lock arbeitest und deine Rüstzeiten drücken willst, schauen viele in der Praxis nach baby lock Magnetrahmen, um das Einspannen bei dicken Textilien zu beschleunigen.





Abschluss: Maschinenstickerei ist variable Physik. Die Maschine macht den Großteil – aber deine 10% (Stickvlies, Einspannen, Fadenweg) entscheiden, ob das Ergebnis verkaufsfähig ist. Starte mit sauberem Setup, respektiere Materialverhalten – und skaliere erst, wenn deine Aufträge es verlangen.
FAQ
- Q: Welche „unsichtbaren“ Pflicht-Tools brauche ich für ein Brother-PE800-Setup, um Fadenrisse und Bird Nesting zu vermeiden?
A: Starte mit einem vertikalen Garnrollenständer, frischen Sticknadeln (z. B. 75/11), echtem Unterfaden für Stickerei (60wt oder 90wt), dem passenden Stickvlies und temporärem Sprühkleber – damit verhinderst du die meisten typischen Anfängerfehler.- Installieren: Nutze einen vertikalen Garnrollenständer, besonders wenn du Konen/„Mini-King“-Spulen verwendest.
- Wechseln: Tausche die Sticknadel regelmäßig (spätestens wenn Geräusche/Fehlstiche zunehmen).
- Laden: Nutze Unterfaden für Stickerei (kein Nähgarn) und prüfe den Unterfadenstand vor langen Stickblöcken.
- Erfolgscheck: Der Oberfaden läuft gleichmäßig (ohne Ruckeln), und die Maschine stickt mehrere Minuten ohne Fransen/Riss.
- Wenn es weiter scheitert: Oberfaden komplett neu einfädeln – mit angehobenem Nähfuß, damit die Spannungsscheiben offen sind.
- Q: Woran erkenne ich, ob das Stickvlies fürs Floating bei einem dicken Hoodie/Crewneck richtig eingespannt ist, damit es keine Wellen oder Rahmenabdrücke gibt?
A: Spanne nur das Stickvlies „trommelfest“ ein und floatet dann das Kleidungsstück mit einem leichten Nebel Sprühkleber – so vermeidest du Dehnung und Quetschdruck auf der Maschenware.- Einspannen: Stickvlies straff und plan einspannen, bevor das Kleidungsstück den Rahmen berührt.
- Sprühen: Leicht auf das Vlies sprühen und den Hoodie/Crewneck aufdrücken.
- Managen: Überschüssiges Gewicht bündeln/fixieren, damit nichts zieht und die Passung wandert.
- Erfolgscheck: Das Vlies klingt beim Antippen wie eine Trommel, und das Kleidungsstück bleibt beim leichten Anheben am Vlies haften.
- Wenn es weiter scheitert: Stoffzug weiter reduzieren (besser positionieren/fixieren) oder auf Magnetrahmen umsteigen, um mehr Haltekraft zu bekommen.
- Q: Welches Stickvlies ist für ein dehnbares T-Shirt oder Sweatshirt besser, damit nach dem Waschen nichts verzieht: Cutaway oder Tearaway?
A: Für Maschenware (T-Shirts, Hoodies, Sweater) ist Cutaway in der Praxis die sichere Wahl, weil dehnbarer Stoff eine Stabilisierung braucht, die nicht „mitarbeitet“.- Wählen: Cutaway als Standard-Basis für Wearables.
- Vermeiden: Tearaway auf T-Shirts führt häufig zu Verzug nach dem Waschen.
- Ergänzen: Bei flauschigen Oberflächen (z. B. Handtuch/Sherpa) oben wasserlösliches Topping nutzen.
- Erfolgscheck: Die Kanten bleiben während des Stickens flach, ohne „Einziehen“/Wellen.
- Wenn es weiter scheitert: Einspannfestigkeit und Stoffzug prüfen und sicherstellen, dass das Motiv in der nutzbaren Stickfläche liegt.
- Q: Wie behebe ich bei einer Brother PE800 Oberfaden-Schlaufen und Verhaken, wenn ich Garn auf dem horizontalen Garnstift nutze?
A: Nutze einen vertikalen Garnrollenständer, damit das Garn sauber nach oben abzieht und Spannungsspitzen reduziert werden.- Umstellen: Garn auf den vertikalen Ständer setzen und sauber in den normalen Fadenweg führen.
- Beobachten: Der Faden sollte ohne „Catch-Release“-Bewegung laufen.
- Retest: Erst ein kurzes Testmotiv sticken, bevor du ein ganzes Kleidungsstück startest.
- Erfolgscheck: Gleichmäßiger Fadenlauf und keine Schlaufenbildung oben.
- Wenn es weiter scheitert: Oberfaden komplett neu einfädeln (Nähfuß oben) und prüfen, ob die Nadel gewechselt werden muss.
- Q: Was mache ich bei Bird Nesting auf einer Brother PE800, wenn der Stoff klemmt und die Maschine „klopft“?
A: Sofort stoppen und den Oberfaden neu einfädeln (Nähfuß oben) – fehlende Oberfadenspannung ist der häufigste Auslöser.- Stoppen: Pause/Stop drücken und Fadenknäuel im Nadel-/Greiferbereich vorsichtig entfernen.
- Neu einfädeln: Nähfuß anheben und den kompletten Oberfadenweg neu einfädeln.
- Prüfen: Unterfadenbereich auf Flusen kontrollieren.
- Erfolgscheck: Nach dem Neustart entstehen saubere Stiche ohne sofortigen Fadenstau.
- Wenn es weiter scheitert: Nadelzustand prüfen und ein kurzes Testmotiv laufen lassen.
- Q: Was tun, wenn bei einer Brother PE800 die Nadel mit lautem „Knack“ bricht – und wie verhindere ich, dass die Nadel den Rahmen trifft?
A: Nadel sofort ersetzen und Trace/Trial erneut prüfen – Nadelbruch passiert oft durch Kollision (Rahmen/Kragen/Mehrweite) oder eine verbogene Nadel.- Ersetzen: Neue Sticknadel einsetzen (eine verbogene Nadel nicht weiterverwenden).
- Tracen: Trace/Trial erneut laufen lassen und den Weg des Nähfußes beobachten.
- Freimachen: Sicherstellen, dass keine Stofflagen unter dem Rahmen liegen, die hochdrücken und kollidieren.
- Erfolgscheck: Trace läuft ohne Kontakt, die ersten Stiche sind ruhig.
- Wenn es weiter scheitert: Platzierung/Designgröße in der nutzbaren Stickfläche erneut prüfen und Bulk/Zug reduzieren.
- Q: Welche Sicherheitsregeln sollten Einsteiger beachten, wenn eine Brother PE800 mit 600 SPM läuft?
A: Finger, Kordeln und Haare mindestens 4 Zoll vom Nadelbereich fernhalten und bei Testläufen neuer Designs Augenschutz tragen.- Sichern: Haare zurückbinden, Hoodie-Kordeln entfernen oder fixieren.
- Abstand: Hände aus dem Nadelbereich halten, solange die Maschine läuft.
- Beobachten: Bei neuen Motiven die ersten Minuten aktiv dabeibleiben.
- Erfolgscheck: Du kannst Fadenbildung und Stoffbewegung beobachten, ohne in die Nähe beweglicher Teile zu müssen.
- Wenn es weiter scheitert: Maschine vollständig stoppen, bevor du den Rahmen berührst.
- Q: Wie verbessern Magnetrahmen den Hoodie-/Sweatshirt-Workflow gegenüber Schraubrahmen – und welches Sicherheitsrisiko gibt es?
A: Magnetrahmen klemmen dicke Ware schnell und gleichmäßig (weniger Handkraft, oft weniger Rahmenabdrücke), bergen aber eine ernsthafte Einklemmgefahr, wenn die Magnete zuschnappen.- Optimieren: Magnetklemmen nutzen, wenn Schraubrahmen bei dicker Ware rutschen oder die Hände belasten.
- Batchen: Magnetrahmen mit Zusatzrahmen kombinieren, um Rahmenwechsel in Sekunden zu machen.
- Schützen: Finger konsequent aus der Klemmzone halten; Magnete fern von Herzschrittmachern, Kreditkarten und mechanischen Uhren.
- Erfolgscheck: Ware hält stabil ohne zu wandern, und die Rüstzeit sinkt.
- Wenn es weiter scheitert: Stoffzug weiter reduzieren und sicherstellen, dass das Stickvlies wirklich trommelfest eingespannt ist.
