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Wenn du schon einmal vor dem Baby Lock Solaris-Display gesessen hast und dachtest: „Ich kann das zeichnen … aber stickt die Maschine es auch so, wie ich es mir vorstelle?“, dann bist du nicht allein. Digitalisieren direkt im IQ Designer ist stark – aber der Unterschied zwischen einer sauberen Schlafmaske und einem wackeligen, verrutschten Chaos hängt meistens an zwei Dingen: saubere Vektorlinien und wirklich stabile Materialkontrolle.
Dieser Beitrag baut Tristas kompletten Workflow für eine Schlafmaske nach – vom ausgedruckten Sonnenbrillen-Line-Art bis zur gestickten Kontur plus Abstepp-/Tack-Down-Linien fürs Gummiband – damit du ihn ohne die typischen Anfängerfallen wiederholen kannst (falsches Cropping, unterbrochene Konturen, Flanell-Lagen, die „kriechen“).

Die richtigen Materialien für eine Baby Lock Solaris Schlafmaske (damit du später nicht gegen die Maschine kämpfst)
Erfolg in der Maschinenstickerei ist zu 80% Vorbereitung und zu 20% Sticken. Hier ist die bestätigte Ausstattung aus dem Video – plus die „versteckten Verbrauchsmaterialien“, die Profis nutzen, um Ausfälle zu vermeiden.
Hardware:
- Baby Lock Solaris 2 (oder 3/Vision) mit IQ Designer und integriertem Projektor.
- Scanboard / Scanrahmen mit grünen Magneten, um die Vorlage plan zu fixieren.
- Eine kabelgebundene Maus. Profi-Hinweis: Verlass dich nicht auf eine Funkmaus; auf Baby-Lock-Systemen läuft das oft unzuverlässig. Eine einfache USB-Maus mit Kabel gibt dir die Präzision, die du fürs „Feinradieren“ brauchst.
- Stickrahmen: Ein Standardrahmen, der groß genug für das Motiv ist (5x7 oder größer).
Verbrauchsmaterial:
- Flanell: Trista nutzt insgesamt vier Lagen (zwei oben, zwei unten angeklebt für mehr „Plüsch“).
- Praxis-Notiz: Flanell hat Flor (Nap) und ist komprimierbar. Unter Nähfußdruck „wandert“ er gern. Genau das musst du kontrollieren.
- Gummiband: Vorab passend für den Kopfumfang abmessen.
- Klebeband: Zentral für die hier gezeigte Floating-Methode.
- Stickgarn: Kontrastfarben (z. B. Blau/Rot) – im Digitalisieren hilft das enorm bei der Sichtkontrolle.
- Stickvlies: Ein einspannbares, mittleres Vlies (Tear-away oder Cut-away – je nach Einsatzzweck).
- Neue Nadel: (Verstecktes Verbrauchsmaterial) Wenn du durch 4 Lagen Flanell + Vlies + Gummi stichst, starte mit einer frischen 90/14 Topstitch- oder Sticknadel, um Ablenkung/Deflection zu reduzieren.
Wenn du jetzt schon denkst: „Ich hasse es, jedes Mal Stoff festzukleben“, dann bist du genau an dem Punkt, an dem Floating-Stickrahmen-Workflows entweder richtig rund laufen – oder zur täglichen Nervenprobe werden. Floating ist absolut legitim, aber es braucht klare, konsequente Regeln.
Prep-Checkliste (bevor du überhaupt den Bildschirm anfasst)
- Hardware-Check: Kabelmaus anschließen und eine saubere, plane Fläche zum Führen der Maus sicherstellen.
- Vorlagen-Check: Line Art mit kräftigen, sauberen schwarzen Linien drucken. Graue, schwache Linien erzeugen beim Scan „Rauschen“, das du später mühsam entfernen musst.
- Zuschnitt-Check: Flanellstücke 1–2 Inch größer als die Rahmenfläche zuschneiden, damit beim Fixieren nichts hochzieht.
- Teile-Check: Gummiband vorab zuschneiden und griffbereit neben die Maschine legen.
- Strategie-Check: Entscheiden: Vlies einspannen und Stoff „floaten“? (Für dicke Flanell-Stapel im Video klar die bevorzugte Methode).

Scannen und Croppen in Baby Lock IQ Designer im Modus „Line Design“ (damit die Magnetkontur nicht mitgestickt wird)
Trista startet mit dem Scan einer ausgedruckten Sonnenbrillen-Line-Art. Die grünen Magnete sind nötig, damit das Papier plan liegt – aber sie sind „Störbild“. Wenn du sie nicht sauber wegcroppst, versucht die Maschine, die Magnetkanten als Linien zu interpretieren.
Ablauf:
- Positionieren: Ausdruck auf das Scanboard legen.
- Fixieren: Die grünen Magnete nur am Rand setzen.
- Haptik-Check: Das Papier muss wirklich plan liegen. Wellen im Papier werden im Scan schnell zu „welligem“ Linienverlauf.
- Scannen: Scan starten.
- Croppen: In der Vorschau die roten Crop-Griffe so weit nach innen ziehen, bis die grünen Magnete komplett außerhalb des Crop-Rahmens liegen.
- Konvertieren: „Line Design“ drücken. Damit sagst du dem System: „Kanten/Linien erkennen – keine Farbflächen.“
- Bestätigen: OK, dann Set.
Checkpoint: Hintergrund genau prüfen: Er sollte sauber weiß sein. Wenn du Sprenkel/Artefakte oder Magnet-Ecken siehst, zurück und enger croppen bzw. neu scannen.
Erwartetes Ergebnis: Ein sauberer, kontrastreicher Line-Art-Scan, bereit fürs Vektor-Bearbeiten.

Vektorlinien mit kabelgebundener Maus bereinigen (die Methode „Undo ist mein bester Freund“)
Das ist für viele IQ-Designer-Nutzer der Knackpunkt. Mit Finger/Stift ist Radieren zu grob – für saubere Konturen brauchst du Kontrolle. Deshalb ist die kabelgebundene Maus hier praktisch Pflicht.
Trista zoomt sehr stark hinein – oft 400% bis 1600% – und entfernt mit dem quadratischen Radierer die inneren „Gläser“-Linien, sodass nur die äußere Silhouette bleibt.
Der „Klick–Loslassen“-Rhythmus: Viele halten die Maustaste dauerhaft gedrückt und radieren in einem Zug. Ein Fehler – und „Undo“ wirft dich weit zurück.
- Besser: 1–2 Sekunden radieren, loslassen. Wieder 1–2 Sekunden, loslassen.
- Warum: Du erzeugst mehrere kleine Undo-Schritte und kannst punktgenau zurück.
Schritte:
- Maus einstecken.
- Auf mindestens 800% zoomen.
- Radierer > Quadratische Spitze wählen.
- Innere Linien der „Gläser“ entfernen.
Checkpoint: Nach dem Bereinigen siehst du eine durchgehende Außenkontur – keine losen Pixel/Fragmente innen.
Warnung: (Sicherheit) Beim Testen von Maus/Radierer darauf achten, dass Hand oder Mauskabel nicht in den Bereich von Nadelstange/Nähfuß geraten – Arbeitsplatz frei halten.

Nasensteg mit IQ-Designer-Formen schließen (weil Unterbrechungen „schlechte Dinge“ sticken)
Trista betont eine zentrale Digitalisier-Regel: Maschinen hassen Lücken. Wenn deine gescannte Linie eine kleine Unterbrechung hat (z. B. am Nasensteg), kann die Maschine dort Sprungstiche, Knoten oder unschöne Übergänge erzeugen.
Statt eine wackelige Verbindung freihändig zu zeichnen, nutze Geometrie.
Ablauf:
- Shapes öffnen.
- Halbkreis/Bogen wählen.
- Größe so anpassen, dass die Krümmung zum Nasensteg passt.
- In die Lücke ziehen, sodass der Bogen die vorhandenen Linien links und rechts leicht überlappt.
- Auf 1600% zoomen.
- Überstände wegradieren, bis der Übergang nahtlos wirkt.
Checkpoint: Die Linie muss optisch durchgehend sein.
- Schnelltest: Würde später ein „Füll-Eimer“ auslaufen? Wenn ja, ist die Kontur noch offen.

Linieneigenschaften auf Blanket Stitch setzen (und Kontrastfarbe nutzen, damit du sofort siehst, was geändert wurde)
Linien in IQ Designer sind erst einmal nur Daten – erst mit einer „Stitch Property“ werden daraus echte Stiche. Trista setzt die Kontur auf Blanket Stitch.
Kontrastfarben als Sichtkontrolle: Sie wählt erst Grün und wechselt dann auf Blau.
- Warum: Der Scan ist schwarz. Wenn du „Schwarz“ als Farbe nimmst, siehst du am Bildschirm kaum, ob die Eigenschaft wirklich angewendet wurde. Nimm für die Bildschirmarbeit bewusst eine Kontrastfarbe (Blau/Rot etc.), damit du sofort erkennst: „Ja, diese Linie ist verarbeitet.“
Schritte:
- Line Properties öffnen.
- Blanket Stitch wählen.
- Blau (oder eine andere Kontrastfarbe) wählen.
- Paint Bucket auswählen.
- Kontur antippen – sie sollte sofort von Schwarz auf Blau wechseln.

Größe der Schlafmaske fixieren (2.53" x 6.89"), bevor du speicherst
Die Größe entscheidet über den Sitz. Trista prüft als Endmaß 2.53 Inch Höhe x 6.89 Inch Breite.
Ablauf:
- Gesamtes Objekt markieren (ziehen/„Select All“).
- Size-Tool öffnen.
- Werte prüfen.
- Praxisrahmen: Für eine Erwachsenenmaske liegt die Breite häufig um 6.8" bis 7.2". Unter 6.5" wird es oft zu klein.
Checkpoint: Maßband an die eigene Gesichtspartie (Schläfe zu Schläfe) halten und prüfen, ob 6.89" komfortabel abdeckt.

Platzierungslinien fürs Gummiband mit Triple Stitch anlegen (damit der Riemen dort landet, wo du ihn brauchst)
Für das Gummiband brauchst du klare „Anker“. Ein einfacher Geradstich ist oft zu schwach. Trista nutzt Triple Stitch (Bean Stitch) – vor/zurück/vor für mehr Halt.
Ablauf:
- Pencil Tool > Straight Line wählen.
- Eigenschaft auf Triple Stitch setzen.
- Farbe auf Rot stellen (Kontrast zur blauen Kontur).
- Links und rechts je eine kurze, vertikale Markierung zeichnen (ca. 0.5").
Checkpoint: Zwei klar getrennte rote Vertikallinien sind sichtbar – das sind deine Zielmarken fürs Fixieren des Gummibands.

Kontur von den Tack-Linien trennen (damit du saubere Dateien speichern kannst)
Dieser Schritt trennt „Konstruktionsansicht“ von „Stickdatei“.
Ablauf:
- Mit dem Magic Wand die blaue Kontur auswählen.
- Kontur leicht von den roten Tack-Linien wegschieben.
- Rote Tack-Linien in dieser Ansicht löschen (oder separat speichern, wenn du zweistufig arbeiten willst).
- Hinweis: Tristas Vorgehen zielt auf eine saubere, übersichtliche Stickansicht.
- In den Speicher: Sicher in den Maschinenspeicher sichern.
Erwartetes Ergebnis: Eine Datei für die Stickseite der Maschine – ohne Streupixel oder „unzugewiesene“ Vektorreste.

Baby Lock Solaris Projektor + Heft-/Basting-Stich für Flanell-Lagenkontrolle (ohne Verrutschen)
Jetzt geht’s von digital zu physisch – und hier passieren die meisten Fehler. Flanell ist dick. Wenn du ihn nur auflegst, schiebt der Nähfuß ihn wie ein Schneepflug.
Die „kontrollierte Floating“-Methode:
- Nur das Stickvlies einspannen: Vlies allein einspannen (trommelfest).
- Projektor aktivieren: Das Motiv wird auf die eingespannte Fläche projiziert.
- Ausrichten: Projektionsbox so verschieben, dass sie sauber zentriert ist.
- Materialstapel:
- 2 Lagen Flanell auf der Unterseite (Rückseite des Rahmens) festkleben.
- 2 Lagen Flanell oben innerhalb der projizierten Fläche positionieren und fixieren.
- Heften: Einen Basting Stitch (Fixier-/Heftstich) laufen lassen.
- Warum: Der Heftstich setzt einen großen Rahmen um das Motiv und „klemmt“ die vier Flanelllagen, bevor die Detailkontur startet.

Das „Warum“ hinter der Methode (worauf erfahrene Anwender achten)
Flanell ist ein „Bewegungsrisiko“. Der Heftstich wirkt wie temporäre Anker. Ohne ihn können die unteren Lagen beim Start wandern – und dann verfehlt die Kontur unten den Stoff.
Klebeband ist allerdings langsam und hinterlässt Rückstände. Wenn du das in Serie machst (z. B. als Geschenkserie oder für Verkäufe), wird „Kleben und Hoffen“ schnell zum Engpass.
Genau hier sind Magnetrahmen für Stickmaschine ein echter Produktivitätshebel: Sie klemmen dicke Materialpakete sicher, ohne Klebereste – und sie reduzieren Rahmenabdrücke (die typischen Ringmarken vom Einspannen, gerade bei dickerem Material).
Warnung: (Magnet-Sicherheit) Moderne Magnetrahmen arbeiten mit sehr starken Magneten. Quetschgefahr für Finger (bis hin zu Blutblasen) und Risiko für Personen mit Herzschrittmacher. Als Vorsichtsmaßnahme Abstand zu empfindlichen Geräten/Displays halten und den Rahmen bewusst, kontrolliert schließen.

Klebeband und Gummiband-Handling: Halte die Schlaufe aus der „Gefahrenzone“ des Nähfußes
Trista fixiert das Gummiband an den roten Markierungen – und ergänzt einen entscheidenden Schritt: Die lose Schlaufe aktiv aus dem Weg kleben.
Die „Schlaufen-Falle“: Wenn die Gummischlaufe lose ist, kann die Bewegung des Stickarms sie unter die Nadel ziehen. Wird in die Schlaufe gestickt, ist das Projekt ruiniert – und im schlimmsten Fall leidet die Nadel.
Lösung:
- Gummiband-Enden an den roten Tack-Linien festkleben.
- Überschuss-Schlaufe zur Mitte sammeln.
- Schlaufe nach oben an den Rahmen kleben – weit weg vom Stickbereich.
- Haptik-Check: Am Gummi „schnipsen“ – es darf nichts frei baumeln.
Setup-Checkliste (direkt vor dem Start)
- Stickvlies: Trommelfest eingespannt (beim Antippen klingt es „drum-tight“).
- Sandwich: 4 Stofflagen liegen flach und zentriert unter der Projektion.
- Fixierung: Heft-/Basting-Stich ist aktiviert.
- Gefahrenzone: Gummischlaufe ist sicher außerhalb des Nadelwegs fixiert.
- Garn: Richtige Farbe für die Kontur eingefädelt.
- Nadelweg: Frei von Klebeband/Überständen.
Wenn du mit Magnetische Einspannstation-Setups experimentierst, ist genau diese Phase der Punkt, an dem eine standardisierte Laderoutine den Unterschied macht: gleiche Handgriffe, gleiche Checks, weniger Überraschungen.
Entscheidungsbaum Stoff vs. Stickvlies bei Flanell (damit die Kontur nicht wellt)
Das Video zeigt den Ablauf, geht aber nicht tief ins Warum der Materialwahl. Flanell ist schwer. Hier ist ein praxisnaher Entscheidungsbaum:
Szenario A: 2 Lagen Flanell (leichte Maske)
- Stickvlies: Mittleres Tear-away ist möglich.
- Warum: Weniger Widerstand/Drag an der Nadel.
Szenario B: 4 Lagen Flanell (Video-Methode)
- Stickvlies: Schweres Cut-away oder Poly-Mesh Cut-away.
- Warum: Die Durchstichkraft ist hoch. Tear-away kann perforieren und „ausreißen“, wodurch die Kontur instabil wird. Cut-away gibt dauerhafte Stabilität.
Szenario C: Kontur wellt sich oder puckert nach dem Sticken
- Diagnose: Material hat sich während des Stickens bewegt.
- Lösung: Floating war nicht sicher genug. Wechsel auf einen babylock Magnetrahmen, um die Lagen wirklich zu klemmen, statt dich auf Klebeband/Heftstich zu verlassen.
Troubleshooting bei IQ Designer + Stickausführung (Symptom → Ursache → Fix)
Wenn du den Ablauf aus dem Video nacharbeitest und es hakt, sind das die typischen Gründe.
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | „Quick Fix“ | Vorbeugung |
|---|---|---|---|
| Zackiges/ruckeliges Radieren | Funkmaus-Lag oder Fingerbedienung. | Kabelmaus nutzen. Auf 800%+ zoomen. | „Klick–Loslassen“-Rhythmus. |
| Maschine stickt eine „komische“ Linie quer | Unterbrochene Vektorlinie (Lücke). | Mit Form schließen. Bogen/Kreis zum Überbrücken nutzen. | Auf 1600% Verbindungen prüfen. |
| Gummi wird in die Mitte mitgestickt | Lose Schlaufe unter den Fuß geraten. | Sofort stoppen. Fäden sichern/entfernen. | Schlaufe konsequent weit weg fixieren. |
| Unterseite verfehlt / untere Lagen nicht getroffen | Untere Lagen sind auf der Rückseite verrutscht. | Neu aufbauen. | Heft-/Basting-Stich oder Magnetrahmen zum Klemmen. |
| Kontur „versinkt“ im Flanell | Stichbild wird vom Flor geschluckt. | Wasserlösliche Folie (Topping) nutzen. | Topping vor der Kontur auflegen. |
Upgrade-Pfad: Wann du aufhörst zu kleben und anfängst, deinen Workflow zu skalieren
Tristas Methode ist ideal für ein oder zwei Masken und nutzt die Solaris-Stärken (Projektor, IQ Designer). Wenn du aber 20 Stück machen willst (z. B. für eine Gruppe oder zum Verkauf), hat „Tape & Float“ einen versteckten Preis: Zeit.
Der Engpass: Vier Flanelllagen plus Gummi zu fixieren kostet schnell 3–5 Minuten pro Einspannung. Klebereste entfernen kostet zusätzlich.
Professionelle Optionen:
- Level 1 (Technik): Sprühzeitkleber (z. B. 505) statt Klebeband – schnelleres Fixieren.
- Level 2 (Tooling): Magnetrahmen für babylock Stickmaschinen einsetzen.
- Warum: Vlies und alle 4 Stofflagen einlegen, Rahmen schließen – in Sekunden. Die Magnete klemmen durch den Flanell, ohne Randklebeband.
- Level 3 (Volumen): Wenn du bei empfindlichen Stoffen mit Rahmenabdrücken kämpfst, sorgt eine hooping station for embroidery machine für wiederholgenaue Platzierung ohne ständiges Messen.
Ablauf-Checkliste (Final Countdown)
- Vorschau: Motiv ist in der Projektionsbox sauber positioniert.
- Freigang: Nähfuß oben; Nadelweg frei.
- Geschwindigkeit: (Optional) Für dicke Flanelllagen zu Beginn langsamer starten.
- Beobachtung: Die ersten Stiche beobachten. Wenn sich etwas wellt oder schiebt: stoppen und neu klemmen.
Wenn du im IQ Designer die „saubere Kontur“ beherrschst und beim Material die „kontrollierte Floating“-Fixierung sauber umsetzt, wird aus einem frustigen Bastelprojekt ein wiederholbarer, professioneller Ablauf.
FAQ
- Q: Wie croppe ich einen Scan im Baby Lock Solaris IQ Designer (Line Design), damit die grünen Magnete vom Scanboard nicht als Stiche interpretiert werden?
A: Croppe den Scan so, dass jeder grüne Magnet vollständig außerhalb der roten Crop-Box liegt, bevor du in „Line Design“ konvertierst.- Ziehe die roten Crop-Griffe nach innen, bis in der Vorschau keine Magnetkante mehr sichtbar ist.
- Drücke „Line Design“ und bestätige anschließend mit OK/Set.
- Erfolgskontrolle: Der Hintergrund wirkt sauber weiß – ohne Sprenkel und ohne Magnet-Ecken.
- Wenn es trotzdem passiert: Noch einmal scannen (Papier besser plan fixieren) und enger croppen, bevor du konvertierst.
- Q: Wie verhindere ich ruckeliges oder zackiges Radieren beim Bereinigen von Vektorlinien im Baby Lock Solaris IQ Designer?
A: Nutze eine kabelgebundene USB-Maus und radiere in kurzen „Klick–Loslassen“-Durchgängen statt in langen Zügen.- Kabelmaus einstecken (Funkmäuse laufen auf Baby Lock oft unzuverlässig).
- Stark hineinzoomen (häufig 800% oder mehr), bevor du kleine Details entfernst.
- Ca. 1–2 Sekunden radieren, loslassen, wiederholen – so entstehen mehrere Undo-Punkte.
- Erfolgskontrolle: Nur die gewünschten inneren Linien verschwinden, ohne dass Stücke aus der Außenkontur fehlen.
- Wenn es weiterhin schwierig ist: Noch stärker zoomen und auf quadratische Radierer-Spitze wechseln.
- Q: Warum stickt eine Baby Lock Solaris IQ Designer-Kontur manchmal eine „zufällige“ Linie oder macht unschöne Sprünge am Nasensteg der Sonnenbrille?
A: Schließe jede Vektorlücke mit einer IQ-Designer-Form (Bogen/Halbkreis), damit die Kontur ein durchgehender Pfad wird.- Shapes öffnen, Halbkreis/Bogen wählen und passend zur Nasensteg-Kurve skalieren.
- Den Bogen leicht über beide Seiten der vorhandenen Kontur legen, dann stark zoomen und Überstände wegradieren.
- Erfolgskontrolle: Die Kontur wirkt optisch durchgehend, ohne Mikro-Unterbrechungen am Übergang.
- Wenn es trotzdem passiert: Die gesamte Kontur bei hoher Vergrößerung nach weiteren Mikrolücken absuchen.
- Q: Welche Nadel ist ein sicherer Startpunkt, um 4 Lagen Flanell plus Stickvlies und Gummiband auf einer Baby Lock Solaris Schlafmaske zu sticken?
A: Starte mit einer frischen 90/14 Topstitch- oder Sticknadel, um Ablenkung beim Durchstich durch dicke Materialpakete zu reduzieren.- Vor dem Projekt eine neue Nadel einsetzen (dicke Lagen verstärken Probleme durch stumpfe Nadeln).
- Bei Bedarf zu Beginn langsamer starten, während die Maschine durch die dicksten Bereiche geht.
- Erfolgskontrolle: Sauberer Durchstich ohne lautes „Schlagen“, ohne Fehlstiche und ohne sichtbares Wackeln im Stichbild.
- Wenn es weiterhin Probleme gibt: Materialpaket-Fixierung (Heften/Ankern) prüfen und sicherstellen, dass der Nadelweg frei von Klebeband ist.
- Q: Wie prüfe ich, ob die Materialkontrolle stimmt, wenn ich Flanell auf eingespanntem Stickvlies „floate“ und dabei Projektor plus Heft-/Basting-Stich auf der Baby Lock Solaris nutze?
A: Spanne nur das Stickvlies trommelfest ein, richte mit dem Projektor aus und lasse vor der Kontur einen Heft-/Basting-Stich laufen, um die Flanelllagen zu klemmen.- Zuerst das Vlies straff einspannen, dann die projizierte Motivbox zentrieren.
- Flanelllagen fixieren (zwei Lagen unten auf der Rahmenunterseite und zwei Lagen oben innerhalb der Projektion).
- Heft-/Basting-Stich um den Motivbereich sticken, bevor die Detailkontur startet.
- Erfolgskontrolle: Nach dem Heften fühlt sich das Paket „verriegelt“ an und rutscht bei leichtem Schieben nicht.
- Wenn es trotzdem rutscht: Floating neu aufbauen und stärker klemmen/fixieren – Unterseiten-Verrutschen ist die häufigste Ursache.
- Q: Wie verhindere ich, dass die Baby Lock Solaris beim Sticken der Tack-Down-Linien die Gummischlaufe in die Mitte der Schlafmaske mit einnäht?
A: Klebe die Gummi-Enden an den Tack-Linien fest und klebe die lose Schlaufe vor dem Start nach oben aus dem Stickbereich.- Enden exakt an den Platzierungslinien fixieren, dann die überschüssige Schlaufe zur Mitte sammeln.
- Die Schlaufe fest an die Oberseite des Rahmens kleben, sodass sie nicht unter den Nähfuß schwingen kann.
- Vor dem Start den Freigang im Bereich Nadel/Nähfuß prüfen.
- Erfolgskontrolle: Am Gummi „schnipsen“ – nichts hängt in den Stickbereich.
- Wenn es trotzdem passiert: Sofort stoppen und die Schlaufe noch weiter weg vom Nadelweg sichern, dann erst fortsetzen.
- Q: Was sind die wichtigsten Sicherheitsrisiken bei der Arbeit mit industriestarken Magnetrahmen in der Nähe einer Baby Lock Solaris Stickeinrichtung?
A: Magnetrahmen bewusst und kontrolliert handhaben, weil starke Magnete Finger einklemmen können und für Personen mit Herzschrittmacher riskant sein können.- Beim Schließen des Magnetrahmens Hände aus der Quetschzone halten.
- Magnetrahmen von Herzschrittmachern/medizinischen Geräten fernhalten und als Vorsichtsmaßnahme Abstand zu empfindlichen Geräten/Displays wahren.
- Eine feste Laderoutine etablieren, damit der Rahmen jedes Mal gleich schließt.
- Erfolgskontrolle: Rahmen schließt ohne Fingerkontakt in der Quetschzone, und der Arbeitsplatz bleibt aufgeräumt.
- Wenn es unsicher bleibt: Vorübergehend mit einem nicht-magnetischen Stickrahmen arbeiten, bis die Handhabung sicher sitzt.
