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Wenn du schon mal eine Sticksoftware geöffnet, ein neues Feature gesehen und gedacht hast: „Wenn ich jetzt eine falsche Einstellung anfasse, sind eine Stunde und ein Meter Stoff weg“, dann bist du hier richtig. Dieses Gefühl ist normal – Maschinenstickerei ist „High Stakes“, weil am Ende echte Materialien auf dem Tisch liegen, nicht nur Pixel.
Jeffs Floriani Software Club Session (Mai 2020) ist ein solides Intermediate-Training: Floriani updaten und anschließend ein „Fancy Fill“-Maskenpanel mit dem neuen Variable Bean Stitch in Build 3670 digitalisieren. Nur: Video schauen ist das eine – eine Datei so aufzubauen, dass sie sich reproduzierbar und sauber sticken lässt, ist etwas anderes. Ich strukturiere dir die Inhalte deshalb als produktionsfähigen Ablauf: klare Schritte, visuelle/taktile Checkpoints und die kleinen Details, die in der Praxis darüber entscheiden, ob dein Stickbild flach bleibt oder als schwerer, verzogener „Klumpen“ endet.

Erst Build 3670 prüfen, dann am Design zweifeln (RNK Software Club → Updates)
Jeff startet genau da, wo erfahrene Sticker:innen starten: Erst sicherstellen, dass die Software-Version stimmt, bevor man irgendetwas „wegdebuggt“. Versionsunterschiede sind echte Zeitfresser.
- Im Floriani Software Club Pop-up einloggen.
- Zum Tab Updates wechseln.
- Floriani Embroidery Software auswählen (hier liegen Updates für FTCU und Fusion).
- Sichtprüfung: Die Versions-/Build-Nummer im Blick behalten. Prüfen, ob du bereits auf Build 3670 bist. Wenn nicht: neueste Version herunterladen und den On-Screen-Anweisungen folgen.
Das ist wichtig, weil das Variable-Bean-Tool, das Jeff zeigt, an diesen Build gekoppelt ist. Wenn du „hinterherhängst“, suchst du Menüs, die bei dir schlicht nicht existieren.


Praxis-Tipp: Jeff weist darauf hin, dass Trevor Conquergoods Update-Videos auf derselben Seite sehr kurz sind (oft nur wenige Minuten). Wenn du nach einer Pause wieder in FTCU einsteigst, sind diese Clips häufig schneller als jede Forenrecherche.
Schluss mit Umrechnen: FTCU-Lineale auf Zoll stellen, damit 9" x 7.5" auch wirklich 9" x 7.5" sind
Im leeren FTCU-Arbeitsbereich baut Jeff das Maskenpanel auf eine konkrete Endgröße auf: 9" breit x 7.5" hoch.
Wenn du nach US-Maßen arbeitest, reduziert „Inches“ schlicht Denkfehler. Du willst nicht nebenbei ständig durch 25,4 teilen, während du Formen und Stiche aufbaust.
- Rechtsklick auf die obere Linealleiste.
- Inches auswählen.
Du siehst, wie sich die Skala ändert (Jeff erwähnt, dass die 0–9-Spanne oben dann deutlich leichter zu lesen ist).


Checkpoint (Soll-Ergebnis): Das Lineal zeigt Zoll. Oben siehst du kleine ganze Zahlen (1, 2, 3 …) statt großer metrischer Werte. Diese Sichtkontrolle ist wichtig, bevor du überhaupt einen Stich planst.
Das 9" x 7.5"-Rechteck: Eine Transform-Einstellung, die Maskengrößen still und leise ruiniert
Jeff zeichnet zuerst ein Rechteck „irgendeiner Größe“ und macht es dann über Transform exakt. Das ist in der Praxis sicherer, als per Ziehen auf „ungefähr“ zu treffen.
- Shapes → Rectangle wählen und ein grobes Rechteck ziehen.
- Zurück zum Select Tool (roter Pfeil), damit das Rechteck aktiv ist.
- Transform öffnen (Icon mit Pfeilen in mehrere Richtungen).
- Sicherstellen, dass du in Zoll arbeitest.
- Kritischer Schritt: „Maintain aspect ratio“ deaktivieren. Sonst verändert sich beim Eingeben der Breite die Höhe automatisch mit.
- Eingeben:
- Width = 9.00
- Height = 7.50
- Apply klicken.


Achtung (typische UI-Falle auf kleineren Screens): Jeff sagt, dass Apply manchmal vom Sequence-View-Panel überdeckt wird. Wenn du Apply nicht siehst: Sequence View nach unten ziehen, bis die Buttons sichtbar sind.

Checkpoint (Soll-Ergebnis): Das Rechteck sitzt exakt auf 9" x 7.5". Einmal gegen das Lineal prüfen – nicht „sieht ungefähr so aus“, sondern wirklich exakt.
Warnhinweis: Hände aus dem Nadelbereich und niemals in den Stickbereich greifen, solange die Maschine läuft. Bei dichten Füllungen wie hier kann es zu Nadelbruch kommen. Jeff nennt in diesem Video keine konkrete Maschinen-Geschwindigkeit – arbeite beim Testlauf grundsätzlich kontrolliert und bleib bei der Maschine, bis du siehst, wie sich die dichte Struktur verhält.
Auto Applique Motif-Rand (Pattern 211, 7 mm, Inset 100%): Der saubere Kanten-Trick, der dich im Rahmenmaß hält
Als nächstes macht Jeff etwas sehr Sinnvolles: Er wandelt das äußere Rechteck in Auto Applique um, damit die Datei Platzierung, Fixierung (Tack-Down) und einen fertigen Rand enthält.
- Mit ausgewähltem 9" x 7.5"-Rechteck das Applique-Icon klicken (Jeff beschreibt es als grünes „Busch“-Tool).
- In den Properties den Applique-Typ von Satin auf Motif umstellen.
- Motif pattern 211 auswählen.
- Motif-Breite auf 7.0 mm setzen (Jeff: ungefähr 1/4").
- Inset = 100% setzen.



Warum Inset 100% zählt: Das ist eine dieser „leisen“ Einstellungen, die Projekte rettet. Jeff erklärt: Bei 50/50 würde ein Teil des Randes außerhalb der 9" x 7.5"-Grenze liegen. Mit 100% zwingst du den Stich komplett nach innen.
Gerade wenn du in einem Standardrahmen (z. B. 200x300 mm) arbeitest oder möglichst viele Panels pro Einspannung platzieren willst, ist diese Randkontrolle entscheidend.
Optional zeigt Jeff noch einen visuellen Schritt: Über die drei Punkte neben „Fabric“ kannst du eine Stoffoptik zuweisen (und er erwähnt, dass man auch ein JPEG als „Fabric Chip“ in die Bibliothek importieren kann).

Checkpoint (Soll-Ergebnis): Du hast jetzt einen Applique-Ablauf: Platzierungslinie, Tack-Down und einen dekorativen Motif-Rand. Sichtkontrolle: Der komplette Motif-Rand liegt innerhalb der Begrenzung/Griffe der Auswahl.
Variable Bean Stitch Fill in FTCU (Motif Fill 242, Size 20 mm, Stitch Length 3.5 mm, Bean Repeats 9)
Hier ist der Kern der Anleitung – und gleichzeitig der Bereich, in dem man am ehesten „überbaut“. Jeff legt ein zweites, inneres Rechteck an, um darauf eine Motif Fill anzuwenden.
- Ein neues Rechteck innerhalb des Randes zeichnen (Jeff zieht von oben links nach unten rechts innerhalb der Innenfläche).
- Zurück zu Select (roter Pfeil), damit das innere Rechteck aktiv ist.
- Motif Fill anwenden.
- Pattern 242 auswählen.
- Pattern Size = 20 mm setzen.
- Stitch Length = 3.5 mm setzen.
- Apply klicken.
- Dann die neue Bean-Option aktivieren:
- Unter Bean style/type von None auf Bean umstellen
- Repeats = 9 setzen
- Apply klicken


Jeff nennt außerdem eine wichtige Einschränkung: Bean Fill funktioniert bei Motif- und Mesh-Füllungen, aber nicht bei Standard-Fills oder Fancy-Fills.
Die Praxisrealität von 9 Repeats: 9 Wiederholungen sind optisch stark – aber auch „schwer“. Du bekommst deutlich mehr Stichdurchstiche und damit mehr Belastung für Stoff und Faden. Genau deshalb gilt Jeffs Grundsatz hier besonders: erst ein Muster sticken, dann entscheiden.
Wenn du die Ansicht im Workspace schlecht erkennst, ist Jeffs bevorzugter „Fit to Screen“-Move: Doppelklick (links) auf die Lupe.

Das „Warum“ hinter dem Bean-Look (damit du ihn nicht unnötig übertreibst)
Der Variable Bean Stitch verstärkt jede Motif-Linie durch Wiederholungen – dadurch entsteht die fette, strukturierte Optik. Gleichzeitig steigen:
- die effektive Stichmenge,
- die Anzahl der Einstiche (Risiko, dass der Stoff „durchlöchert“ wirkt),
- Reibung/Belastung am Oberfaden,
- Push/Pull-Verzug bei weicher Baumwolle.
Behandle „Repeats = 9“ als bewusste Stilentscheidung, nicht als Standard. Es kann großartig aussehen – verlangt aber saubere Stabilisierung und eine kontrollierte Einspannung.
Wenn du einen Magnetrahmen nutzt, kann der gleichmäßige Anpressdruck über den gesamten Umfang helfen, ein flaches Panel bei einer schweren dekorativen Füllung stabil zu halten. Im Vergleich zu klassischen Rahmen, die stark über Spannung/Dehnung arbeiten, „sandwichen“ Magnet-Systeme das Material gleichmäßiger und reduzieren so das „Flagging“ (Aufschwingen), das bei dichten Mustern zu Fehlstichen führen kann.
Die „versteckte“ Vorbereitung, die Jeff impliziert: Vlies, Stoffzugabe und Sample-First
Jeffs Plan fürs Sticken ist pragmatisch: Polymesh einspannen, Platzierung sticken, Stoff auflegen, tacken, Zugaben zurückschneiden, fertig sticken.
Das ist die Video-Methode. In der Praxis ergänzen viele Betriebe vor dem Start noch ein paar schnelle Checks, um Ausschuss zu vermeiden.
Checkbox 1: Pre-Flight-Prep
- Software-Version: Floriani Build 3670 bestätigt (sonst fehlt die Bean-Option).
- Material-Realität: Hast du das passende Stickvlies (Polymesh/Cutaway/Wash-Away je nach Ziel) und genug Stoffzugabe für Platzierung + Tack-Down?
- Zugabe-Disziplin: Stoff vorab mit spürbarer Reserve über die Platzierungslinie hinaus zuschneiden, damit beim Fixieren nichts „wegzieht“.
- Notieren statt raten: Pattern 242, 20 mm, 3.5 mm, Repeats 9 – einmal aufschreiben, damit du es reproduzieren kannst.
Stabilizer-Entscheidung für dichte Maskenfüllungen (Polymesh vs Cutaway vs Ultra Dream Weave + Wash-Away)
Jeff nennt drei Wege zur Rückseiten-/Tragekomfort-Lösung. Statt zu raten, kannst du es so einordnen:
Entscheidungslogik (Tragegefühl + Dichte → Vlies-Stack):
- Soll sich die Maskenrückseite möglichst weich auf der Haut anfühlen (Komfort im Vordergrund)?
- JA: Weiter mit Schritt 2.
- NEIN (mehr Struktur/Haltbarkeit): Weiter mit Schritt 3.
- Ist eine aufbügelbare Lage okay?
- JA: Ultra Dream Weave auf die Stoffrückseite aufbügeln, dann Wash-away Stabilizer einspannen. Nach dem Sticken auswaschen – übrig bleibt Stoff + Stickerei + Dream Weave (Jeffs Komfort-Option).
- NEIN: Polymesh (Nylon Mesh) verwenden – weich, aber dauerhaft. Nach dem Sticken sauber zurückschneiden.
- Ist der Stoff instabil/dehnbar oder willst du maximale Haltbarkeit?
- JA: Cutaway verwenden (Jeff nennt Cutaway als Option für mehr Stabilität).
- NEIN: Jeff erwähnt Tear-away nicht als Lösung – bei einer schweren Bean-Struktur ist Polymesh/Cutaway in der Praxis die sicherere Richtung.
Wenn du einen kleinen Produktionsablauf aufbaust, können Magnetrahmen für Stickmaschine die Einspannzeit reduzieren und die Spannung von Panel zu Panel konstanter halten – und genau diese Konstanz macht Batch-Produktion wirtschaftlich.
Warnhinweis: Magnetrahmen sind starke Werkzeuge. Fernhalten von Herzschrittmachern und implantierten medizinischen Geräten. Finger nicht zwischen Ober- und Unterteil geraten lassen – der „Snap“ ist abrupt und kräftig. Magnete nicht direkt neben Handy, Kreditkarten oder empfindlichen Kleinteilen lagern.
Einspannen & Spannung: Warum dichte Motif-Beans Baumwolle kräuseln (und wie du es abfängst)
Jeff hält im Video keinen langen Einspann-Vortrag – aber das Design macht die Physik dahinter relevant.
Kräuseln entsteht meist aus dem Mix: hohe Stichbelastung + zu wenig Stabilität + falsche Spannung beim Einspannen.
Der Tast-/Klopf-Test: Wenn du dein Stickvlies einspannst, klopf es an: Es soll straff wirken. Den Stoff selbst solltest du dabei nicht „auf Trommel“ ziehen. Stoff neutral einlegen. Wenn du Stoff beim Einspannen dehnst, zieht er sich nach dem Ausspannen zurück – und du bekommst Wellen um die Bean-Linien.
Praktische Lösung für flache Panels (wie im Video-Workflow):
- Stickvlies straff einspannen.
- Optional: leichter Nebel temporärer Sprühkleber auf das Vlies.
- Stoffstück oben auflegen („floaten“) und nur glattstreichen, nicht ziehen.
- Platzierung + Tack-Down übernehmen die Fixierung.
Wenn du aktuell mit Rahmenspuren oder anstrengendem manuellem Einspannen kämpfst, ist ein Magnet-Stickrahmen oft ein sinnvoller erster Schritt. Durch den gleichmäßigen Druck reduziert sich das Risiko von Rahmenabdrücken auf empfindlicher Baumwolle, und das Handling wird schneller.
Montage-Maße, die dir das zweite Nachmessen sparen (Falten, Gummi, Nasenbügel-Tunnel)
Jeff schließt mit konkreten Näh-/Montagewerten:
- Falten: Das Panel von 7.5" Höhe auf eine Endhöhe von ca. 3"–3.5" legen.
- Gummibänder: Pro Seite ca. 6.5"–7" als Ohrschlaufe.
- Extra-Zugabe oben: Oben 1/2" bis 3/4" Stoff stehen lassen, um nach hinten einzuschlagen und einen Tunnel für Nasendraht/Nasenbügel zu nähen.
Die Zeitfrage aus der Praxis: In den Kommentaren kommt die typische Frage: „Wie lange hat es von Anfang bis Ende gedauert?“ Jeff nennt keine konkrete Zeit. In der Praxis ist der Zeitfresser selten das reine Sticken – sondern Update/Setup, Testlauf und das saubere Vorbereiten der Zuschnitte. Wenn du das als Einzelstück machst, plane eher Zeit für Muster und Korrekturen ein; beim Batchen wird Einspannen/Ausrichten schnell zum Engpass.
Wenn du für Wiederholserien aufstellst, kann eine Einspannstation für Maschinenstickerei den Unterschied machen zwischen „ein paar Stück“ und einem wirklich flüssigen Ablauf: Der Rahmen liegt stabil, du kannst Material gerade ausrichten und reproduzierbar positionieren.
Checkliste 2: Setup (Verifikation vor dem Sticken)
- Design-Grenze: Gesamtgröße 9" x 7.5" bestätigt.
- Rand sitzt innen: Motif-Rand (Pattern 211) auf Inset 100%.
- Fill-Spezifikation: Motif 242, 20 mm, 3.5 mm, Bean repeats 9.
- Unterfaden-Check: Unterfadenspule ausreichend gefüllt – dichte Bean-Strukturen ziehen Unterfaden schneller leer.
- Nadel-Check: Nadel scharf/unbeschädigt – bei vielen Wiederholungen rächt sich jede kleine Beschädigung sofort durch Fadenriss.
Wenn etwas „komisch“ wirkt: Nicht paniken – diese Schnellfixes helfen (Apply, Aspect Ratio, Fit to Screen)
Jeff nennt drei Troubleshooting-Punkte, die man sich wirklich merken sollte.
Symptom 1: Du findest den Apply-Button nicht.
- Wahrscheinliche Ursache: Sequence View verdeckt den unteren Bereich.
Symptom 2: Beim Ändern der Breite ändert sich die Höhe „seltsam“ mit.
- Wahrscheinliche Ursache: „Maintain aspect ratio“ ist aktiv.
Symptom 3: Das Design ist abgeschnitten oder winzig.
- Wahrscheinliche Ursache: Zoom/Ansicht passt nicht.
Checkliste 3: Betrieb (Der „Sample Sew“)
- Beobachten statt laufen lassen: Beim ersten Lauf dabeibleiben und prüfen, wie sich die dichte Struktur auf Stoff und Faden verhält.
- Randkontrolle: Der Motif-Rand soll sauber innerhalb der Kante liegen.
- Texturkontrolle: Die Bean-Füllung soll kräftig/erhaben wirken – nicht „locker“ oder ungleichmäßig.
- Flachheitstest: Nach dem Ausspannen flach auf den Tisch legen. Wenn es sich stark wölbt, ist die Stabilisierung zu schwach oder der Stoff wurde beim Einspannen verzogen.
- Erst nach bestandenem Sample: Dann erst mit dem „guten“ Stoff in Serie gehen.
Upgrade-Pfad: Wenn aus einem Maskenpanel ein wiederholbares Produkt wird (und welche Tools wirklich helfen)
Wenn die Datei steht, verschiebt sich die Herausforderung von „Design“ zu „Fertigung“: Handling, Ausrichtung, Wiederholgenauigkeit.
- Level 1 (Hobby): Standardrahmen reicht – Fokus auf Technik.
- Level 2 (Small Biz/Etsy): Für wiederholte flache Teile (Masken, Patches, Zuschnitte) beschleunigen Magnetrahmen für Stickmaschinen das Laden und reduzieren körperliche Belastung. Gleichzeitig sinkt die Ausschussquote durch ungleichmäßige Spannung und Rahmenspuren.
- Level 3 (Volumen): Wenn Ausrichten/Einspannen die Hände „killt“, verbessern Einspannstation Ergonomie und Passgenauigkeit.
Und wenn du irgendwann Aufträge ablehnst, weil deine Einnadelmaschine zu langsam ist (Farbwechsel, Bedienzeit, Stillstand), ist das der Punkt, an dem ein Hardware-Upgrade Sinn ergibt. Eine zuverlässige Mehrnadelstickmaschine (wie unsere SEWTECH multi-needle embroidery machines) schafft die Skalierung für Profit – weil das Geld in konstantem, möglichst unbeaufsichtigtem Output liegt, nicht im „Danebenstehen“.
Teile gern, welchen Stoff und welches Stickvlies du nutzt – dann lässt sich dein Stack oft mit kleinen Anpassungen deutlich stabiler machen.
FAQ
- Q: Warum fehlt die Option „Variable Bean Stitch“ in Floriani Embroidery Software Build 3670 (Floriani Software Club → Updates tab)?
A: Die Variable-Bean-Funktion ist an Floriani Build 3670 gekoppelt – daher zuerst die Software aktualisieren, bevor du am Design suchst.- Öffne das Floriani Software Club Pop-up und gehe zum Tab Updates.
- Wähle Floriani Embroidery Software und prüfe, ob als Build 3670 angezeigt wird.
- Wenn nicht: den neuesten Build herunterladen und installieren.
- Erfolgskontrolle: Die Bean-Option erscheint beim Bearbeiten einer Motif Fill oder Mesh Fill (nicht bei Standard-Fill).
- Wenn es weiterhin nicht klappt: Prüfe den Fill-Typ (Motif/Mesh) und öffne das Design nach dem Update erneut.
- Q: Wie stelle ich die FTCU-Lineale auf Zoll, damit ein 9" x 7.5" Maskenpanel in Floriani FTCU wirklich 9" x 7.5" ist?
A: Stelle die Linealeinheit in FTCU auf Zoll um, bevor du Maße eingibst.- Rechtsklick auf die obere Linealleiste und Inches auswählen.
- Danach die Workspace-Skala prüfen, bevor du Formen zeichnest oder transformierst.
- Erfolgskontrolle: Das obere Lineal zeigt kleine ganze Zahlen (1, 2, 3 …) statt großer metrischer Werte.
- Wenn es weiterhin nicht klappt: Datei/Workspace neu öffnen und prüfen, ob die Einheitseinstellung zurückgesprungen ist.
- Q: Warum ändert sich in Floriani FTCU die Rechteckhöhe, wenn ich in Transform Width 9.00 und Height 7.50 eingebe (Maintain aspect ratio)?
A: Deaktiviere Maintain aspect ratio in Transform, damit Breite und Höhe unabhängig gesetzt werden können.- Rechteck mit dem roten Pfeil (Select Tool) auswählen.
- Transform öffnen und Maintain aspect ratio deaktivieren.
- Width = 9.00 und Height = 7.50 eingeben, dann Apply.
- Erfolgskontrolle: Das Rechteck entspricht exakt 9" x 7.5" im Vergleich zum Lineal.
- Wenn es weiterhin nicht klappt: Prüfe, ob du in Zoll arbeitest und wirklich das richtige Objekt ausgewählt ist (Griffe sichtbar).
- Q: Wo ist der Apply-Button in Floriani FTCU Transform/Properties, wenn das Sequence-View-Panel ihn verdeckt?
A: Verschiebe das Sequence-View-Panel, damit die unteren Buttons (inkl. Apply) sichtbar werden.- Das Sequence View-Panel nach unten ziehen, bis der verdeckte Bereich frei ist.
- Falls nötig, das Softwarefenster höher ziehen, um mehr Platz zu schaffen.
- Nach dem Eingeben der Werte (Maße, Motif-Parameter, Bean-Repeats) Apply klicken.
- Erfolgskontrolle: Nach Apply aktualisiert sich das Objekt sichtbar (Größe/Rand/Füllung ändert sich sofort).
- Wenn es weiterhin nicht klappt: Panels einklappen/neu anordnen und erneut versuchen – das ist eine typische Layout-Falle.
- Q: Wie halte ich den Floriani Auto Applique Motif-Rand Pattern 211 (7 mm) innerhalb einer 9" x 7.5"-Grenze (z. B. für einen 200x300mm-Rahmen)?
A: Setze Inset = 100%, damit der Motif-Rand nach innen stickt und nicht über die Grenze hinaus „übersteht“.- Das 9" x 7.5"-Rechteck auswählen und das Applique-Tool klicken.
- Applique-Typ von Satin auf Motif umstellen, Motif pattern 211 wählen, Breite 7.0 mm.
- Inset = 100% setzen und anwenden.
- Erfolgskontrolle: Der komplette Motif-Rand liegt innerhalb der Auswahlgriffe (nichts überschreitet die Rechteckgrenze).
- Wenn es weiterhin nicht klappt: Prüfe, ob wirklich das äußere Rechteck ausgewählt ist (nicht das innere Füll-Rechteck).
- Q: Welchen Stabilizer-Stack sollte ich für eine dichte Floriani Motif Fill Pattern 242 mit Variable Bean Stitch (Size 20 mm, Stitch Length 3.5 mm, Bean Repeats 9) auf Baumwoll-Maskenpanels verwenden?
A: Passe das Stickvlies an Komfort und Haltbarkeit an – Bean Repeats 9 ist „schwer“, also nicht raten.- Ultra Dream Weave (aufbügelbar) + Wash-Away wählen, wenn Tragekomfort auf der Haut Priorität hat und eine Bügellage okay ist.
- Polymesh (Nylon Mesh) wählen, wenn du eine weiche Haptik mit dauerhaftem Vlies willst, das du knapp zurückschneiden kannst.
- Cutaway wählen, wenn der Stoff instabil/dehnbar ist oder du maximale Haltbarkeit für die dichte Bean-Struktur brauchst.
- Erfolgskontrolle: Nach dem Ausspannen liegt das Panel flach auf dem Tisch und rollt sich nicht stark.
- Wenn es weiterhin nicht klappt: Erst ein Sample sticken und die Stabilisierung erhöhen (häufig löst der Wechsel zu Polymesh/Cutaway das Wölben/Kräuseln).
- Q: Welche Sicherheitsmaßnahmen sollte ich beim Teststicken dichter Variable-Bean-Füllungen mit 9 Repeats beachten?
A: Behandle dichte Bean-Füllungen als erhöhtes Risiko: kontrolliert testen und nicht „nebenbei“ laufen lassen.- Bleibe beim Testlauf an der Maschine und halte Hände aus dem Stickbereich.
- Bei Anzeichen von Fadenriss, ungewöhnlichen Schlägen oder Nadelproblemen sofort stoppen und prüfen.
- Erfolgskontrolle: Der Lauf ist gleichmäßig, ohne wiederholte harte Einschläge, und der Faden franst nicht sofort aus.
- Wenn es weiterhin nicht klappt: Nadel auf Beschädigung prüfen und Stabilisierung/Materialspannung überprüfen – bei 9 Wiederholungen zeigt sich jede Schwäche sofort.
