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Wenn dein letztes In-The-Hoop (ITH) Täschchen als verheddertes, dickes, am Reißverschluss hakendes Chaos geendet hat: Du bist nicht allein – und du bist nicht „schlecht im Sticken“. Meist ist es schlicht die Physik aus Lagenaufbau, Passung und Zug am Material – ohne klaren Ablaufplan.
Die „Striped Kiss Purse“ wirkt auf den ersten Blick simpel, ist aber in Wahrheit eine kleine Meisterklasse in Ausrichtung: mehrere Lagen, exakte Mitten-Markierungen (Notches) und Nähte sehr nah an Metall-Reißverschlusszähnen.
Ich führe dich durch den Ablauf wie im Video – aber in einer „Werkstatt-tauglichen“ Struktur: Was muss vor dem Start vorbereitet sein, welche Kontrollpunkte verhindern Fehlstiche, und wie prüfst du vor jeder Naht, ob alles wirklich frei läuft.

Erst den Look festlegen: „Fussy Cut Panel“ vs. „Flip and Fold Stripes“ (damit du nicht die falschen Teile baust)
Du hast zwei gültige Außen-Optionen. Entscheide das vor dem Zuschnitt, denn deine Teileliste hängt direkt davon ab.
- Option A: Fussy Cutting. Ein Motivstoff wird auf eine Platzierungslinie gelegt, sodass das „Hauptmotiv“ sauber mittig sitzt. Danach kommen Stippling (Quilt-/Steppstruktur) und ein Kontrastband oben.
- Option B: Flip and Fold Stripes. Du „baust“ Streifenstoff im Stickrahmen: Naht sticken, Stoff aufklappen, mit dem Finger flach ausstreichen (Fingerpress) – wiederholen.
Goldene Vorbereitungsregel: Egal welche Optik – die Statik ist identisch. Starte nicht, bevor diese vier Teile physisch vor dir liegen:
- Außenteil A (Vorderseite)
- Außenteil B (Rückseite)
- Futter A
- Futter B
HinweisWenn du auf einer Brother-Maschine arbeitest und bei dicken „Sandwich“-Lagen schon erlebt hast, dass der Standardrahmen aufspringt oder schlecht klemmt, ist das ein typischer Anwendungsfall für einen Magnetrahmen 5x7 für brother. Er klemmt unterschiedliche Materialstärken ohne Schraubkampf und reduziert oft Rahmenspuren auf empfindlichen Baumwollstoffen.
Die „unsichtbare Vorbereitung“, die 6-Stunden-Täschchen verhindert: Vlies, Volumenvlies, Notches und ein sauberer Arbeitsplatz
Viele „Desaster“-Ergebnisse entstehen nicht an der Maschine – sondern durch unklare Vorbereitung: falsches Vliesverhalten, fehlende Mittenmarken oder zu knapp geschnittene Teile.
Stabilität verstehen (Realitätscheck)
ITH ist ein Tauziehen zwischen Nadelpenetration und Materialstabilität. Im Video wird Tear-away (Abreißvlies) verwendet.
- Warum? Es lässt sich sauber entfernen – innen sieht es später ordentlich aus.
- Risiko: Tear-away ist weniger „verzeihend“ als Cutaway. Wenn du den Rahmen viel drehst/ziehst, kann es sich verziehen.
- Praxis-Fix: Zwei Lagen mittelstarkes Tear-away einspannen. Es sollte sich eher wie Karton anfühlen – nicht wie dünnes Papier.
Volumenvlies (Batting) – was im Video bestätigt wurde
Aus dem Kanal kommt die Angabe: Viskose-Volumenvlies, ca. 175 gsm. Das gibt Stand/Volumen, ohne unnötig dicht zu werden.
„Kleinkram“, den viele beim ersten ITH vergessen
- Washi Tape oder Malerkrepp: (normales Büro-Klebeband kann Rückstände hinterlassen).
- Kleine Schere/Applikationsschere: zum sauberen Trimmen im Rahmen.
- Nadelwahl: Im Draft wird eine 75/11 Sharp genannt – sinnvoll, wenn du durch Vlies + Reißverschlussband + mehrere Stofflagen musst.
Prep-Checkliste: Go/No-Go vor dem ersten Stich
- Zwei Außenteile zugeschnitten (Fussy Cut oder Streifen).
- Zwei Futterteile zugeschnitten – exakt gleiche Größe wie die Außenteile (im Video wird das Außenpanel als „Schnittmuster“ fürs Futter genutzt).
- „GPS“-Notches: Oben an jedem Teil einen kleinen Mitten-Knick einschneiden (Futter und Außen). Ohne diese Mittenreferenz wird der Reißverschluss schnell schief.
- Vlies einspannen: Zwei Lagen Tear-away einspannen. Klopf-Test: Es sollte sich straff wie eine Trommel anfühlen.
- Arbeitsfläche frei: Du drehst den Stickrahmen ständig um. Keine Fadenreste, keine Schere unter dem Projekt, keine Tasse am Rand.
Wenn dir sauberes Einspannen schwerfällt oder die Hände beim Schrauben schnell ermüden, ist das Optimieren deiner Einspannen für Stickmaschine-Routine (Innenring plan halten, gleichmäßig anziehen) der größte Hebel für bessere Passung.

Fussy Cutting ohne „Kopf ab“: Platzierungslinien richtig lesen
Bei Fussy Cut entscheidet die Platzierung über die Optik.
Typischer Fehler: Das obere Band „frisst“ Motivfläche. Im Video wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass du oben Designfläche verlierst.
Praktisches Vorgehen:
- Platzierungsnaht sticken.
- Motivstoff über dem Rahmen „schweben lassen“.
- Sichtprüfung: Wo wird später die obere Naht/Bandkante liegen? Liegt das Motiv (z. B. Kopf) sicher darunter? Wenn nicht: Stoff nach unten schieben.

Flip-and-Fold-Streifen, die flach bleiben: Nahtzugaben-Disziplin gegen Bulk
Flip-and-Fold ist schnell, aber nur, wenn du konsequent trimmst.
Ablauf:
- Platzieren: Streifen rechts auf rechts (face down) an die Platzierung.
- Sticken: Nahtlinie sticken.
- Aufklappen & Fingerpress: Stoff aufklappen und mit Fingernagel/Nahtroller flach ausstreichen.
- Trimmen: Untere Nahtzugabe zurückschneiden – im Draft auf ca. 1/4 inch.
Troubleshooting: „Wackelige“ Satinkante über Falten Im Video wird erklärt: Satinstich über gefaltete/mehrlagige Bereiche wird nie perfekt gerade – die Nadel „arbeitet“ über wechselnde Dicke. Das ist normal und fällt am fertigen Täschchen meist kaum auf. Im Draft steht zusätzlich: Geschwindigkeit reduzieren (z. B. 500–600 SPM) kann helfen, wenn deine Maschine über die „Hügel“ sichtbar unruhig wird.

Reißverschluss im Stickrahmen einsetzen: Washi-Tape-Methode (und das eine Detail, das Nadeln rettet)
Das ist für viele der „Angst-Moment“: nahe an Metallzähnen sticken.
Protokoll:
- Reißverschluss-Platzierungslinien sticken.
- Reißverschluss zwischen die Linien legen (nicht auf die Linie).
- Fixieren: Enden großzügig mit Washi Tape sichern.
- Zipper-Pull-Position: Schieber nach oben/links legen (wie im Video beschrieben). So minimierst du das Risiko, dass der Fuß/Mechanik den Schieber trifft.
„Click“-Check (Sicherheitsprüfung): Vor Start Nadel per Handrad absenken. Wenn du ein metallisches Klicken hörst: sofort stoppen, Reißverschluss neu zentrieren oder – falls möglich – auf einen schmaleren Fuß/mehr Freigang achten.
Wenn dir das Reißverschlussband beim Fixieren „wandert“ oder sich wölbt, können Magnetrahmen für Stickmaschine in der Praxis sehr hilfreich sein: Sie klemmen gleichmäßig über die Länge, statt dass ein Standard-Innenring punktuell Druck aufbaut und Lagen verschiebt.

Der „Sandwich“-Moment: Futter-Notches und Außen-Notches so ausrichten, dass der Reißverschluss nicht verdreht
Hier zahlen sich die Notches aus.
Methode aus dem Video:
- Stickrahmen aus der Maschine nehmen.
- Rahmen umdrehen.
- Futter A auflegen (rechte Seite zum Vlies/gegen den Rahmen).
- Ausrichten: Futter-Mitten-Notch auf die Mittenmarkierung am Vlies/Platzierung beziehen.
- Ecken fixieren.
- Rahmen wieder umdrehen.
- Außenteil vorne auflegen (rechte Seite zum Reißverschluss), Notches auf Notches.
Checkpoint: Seitlich auf den Lagenaufbau schauen: Sind die Kanten parallel? Wenn das Futter jetzt schief liegt, wird das Täschchen später verdreht.

Understitching am Futter: Die eine Naht, die Reißverschluss-Haker dauerhaft verhindert
Understitching ist ein Profi-Detail: Die Nahtzugabe wird zum Futter hin festgesteppt, damit das Futter vom Reißverschluss wegrollt.
Warum? Ohne Understitching „schwebt“ das Futter nahe an den Zähnen – irgendwann frisst der Reißverschluss Stoff.
Setup-Checkliste (Sicherheitsstopp):
- Futter zurückklappen und festkleben, damit nichts in den Stichweg kippt.
- Außenteil wegklappen, damit du es nicht versehentlich mit dem Futter zusammennähst.
- Stichweg komplett sichtbar? Wenn nicht: neu sichern.
Wenn du solche ITH-Projekte in Serie machst, hilft eine Einspannhilfe enorm, damit das Vlies jedes Mal rechtwinklig startet. Im Draft ist dafür eine hooping station for embroidery machine genannt – beachte: Im Text bleibt das KWD-Tag wie vorgegeben.

Flip-and-Fold-Panel fertigstellen: Stippling, Kontrastband und der „2–3 mm“-Trim
Bei der Streifen-Version folgen Stippling (Quiltstruktur) und das obere Kontrastband.
Typischer Effekt: Im Video wird erwähnt, dass der Fuß zum Rand hin eine kleine „Welle“ schieben kann.
- Trim-Angabe: Im Video wird empfohlen, Überstand/Volumen auf 2–3 mm zur Stippling-Linie zurückzuschneiden, damit die Nahtzugabe nicht klobig wird.

D-Ring-Lasche: Optional – aber sicher
Klassischer Fehler: D-Ring versehentlich ans Futter mitgenäht.
Vorgehen:
- Kleine Stofflasche vorbereiten, D-Ring einfädeln.
- Lasche nur an der Außenlage positionieren (nach innen zeigend).
- Metall abkleben: Tape über den D-Ring, damit der Fuß nicht am Metall hängen bleibt.
Warnung: Mechanische Gefahr.
Halte so kleine Teile nicht mit den Fingern nahe der Nadel, während die Maschine läuft. Nutze Tape. Trifft die Nadel Metall, kann sie brechen – Schutzbrille ist beim Beobachten sinnvoll.

Endmontage-Nähte: Der Pivot-Pin-Trick, damit das Futter sauber „einrastet“
Jetzt wird aus flachen Lagen ein 3D-Objekt.
Passform-Logik: Wenn Außen und Futter mit identischer Nahtzugabe genäht werden, sitzt das Futter oft zu „groß“ und knittert.
- Trick aus dem Video: Pin als Pivot-Punkt setzen.
- Außen: 1/2 inch Nahtzugabe.
- Futter: Am Pin pivotieren und auf 5/8 inch erweitern.
- Ergebnis: Futter sitzt später ordentlicher im Außenbeutel.
Wenn du das auf einer größeren Maschine in Stückzahl machst, kann ein Stickrahmen 6x10 für Stickmaschine mehr Freiraum geben, damit der Fuß bei breiteren Nähten nicht am Rahmenrand anstößt.

Ecken boxen ohne dicke Klumpen: „Seam-on-Seam“ sauber treffen
Boxed Corners geben einen flachen Boden.
- Vorgeschnittene Ecke öffnen.
- Naht auf Naht: Seitennaht exakt auf Bodennnaht legen.
- Fühl-Check: Zusammendrücken – die Nahtkanten sollten „ineinander greifen“. Wenn sie versetzt sind, verdreht sich die Form.

Wenden, Futteröffnung schließen, „leicht bügeln“
- Wenden: Durch die Öffnung im Futter auf rechts drehen. Ecken vorsichtig mit Holzstäbchen ausformen (keine Schere).
- Futteröffnung schließen: Kanten nach innen legen und knappkantig schließen (Maschine) oder Matratzenstich (Hand).
- Finish: Im Video: am Ende ein leichter Bügel-Touch – Form setzen, nicht das Volumen platt drücken.

Wenn’s schiefgeht: Schnelles Troubleshooting für ITH-Probleme
| Symptom | Diagnose (Warum) | Fix |
|---|---|---|
| Nadel bricht am Reißverschluss | Fuß zu breit oder Reißverschluss nicht exakt zentriert. | Reißverschluss exakt zwischen die Platzierungslinien setzen; ggf. schmalere Fußlösung nutzen; vor Start Handrad-„Click“-Check. |
| Satinstich wirkt „betrunken“ | Über dicke Faltkanten lenkt Material die Nadel minimal ab. | 75/11 Sharp nutzen; über „Hügel“ langsamer (ca. 500–600 SPM); Nahtzugaben konsequent reduzieren. |
| Futter im D-Ring mitgefasst | Lasche durch alle Lagen fixiert statt nur außen. | Auftrennen und Lasche nur an der Außenlage neu fixieren, bevor die Rückseite dazu kommt. |
| Rahmen springt auf | Lagenpaket (Vlies + Zip + Stoff + Volumen) zu dick/zu viel Spannung. | Erst nur Vlies einspannen, Lagen später per Tape; Schraube vor dicken Lagen minimal lösen – oder auf Magnetrahmen wechseln. |
Einfache Entscheidungslogik: Materialsystem wählen
Nicht raten – systematisch entscheiden:
- Normale Baumwolle + Standardbelastung:
- System: 2 Lagen Tear-away + Viskose-Volumenvlies.
- Dehnbare Ware oder sehr schwerer Stoff:
- System: Eine Tear-away-Lage gegen Cutaway-Mesh tauschen (Hinweis: bleibt ggf. dauerhaft im Täschchen).
- Material rutscht / Rahmenspuren / dicke Sandwiches:
- System: Werkzeug-Upgrade. Viele kommen mit Magnetrahmen besser zurecht, weil die Klemmung gleichmäßiger ist.
Upgrade-Pfad: Wann lohnen sich bessere Tools?
Für ein Täschchen zum Spaß reicht Standard-Equipment. Für 20 Stück (Markt/Serie) zählt Effizienz.
Szenario 1: Rahmenspuren & Einspann-Frust
- Trigger: Du kämpfst minutenlang mit der Schraube oder siehst helle Druckstellen auf dunklen Stoffen.
- Lösung Level 1: Innenring mit Schrägband umwickeln (mehr Grip).
- Lösung Level 2: Magnetrahmen für brother (oder passend zur Marke). Magnetklemmen drücken gleichmäßig von oben und reduzieren oft die typischen Druck-/Reibspuren.
Szenario 2: Ausrichtung bleibt trotz Notches ungenau
- Trigger: Futter sitzt wiederholt schief.
- Lösung Level 1: Mehr Tape-Kontrolle, Notches strikt auf Markierung.
- Lösung Level 2: Eine hoop master Einspannstation – damit wird die Platzierung reproduzierbar und der „Sandwich“-Schritt deutlich stabiler.
Warnung: Magnet-Sicherheit
Magnetrahmen nutzen starke Neodym-Magnete.
1. Quetschgefahr: Finger aus der Klemmzone.
2. Medizinische Sicherheit: Mindestens 6 inch Abstand zu Herzschrittmachern/Insulinpumpen.
3. Elektronik/Karten: Keine Kreditkarten oder mechanischen Uhren direkt auf die Magnete legen.
Abschluss-Checkliste (letzter „Kein-Stoff-Verschwenden“-Scan)
- Reißverschluss-Schieber: oben/links fixiert und aus der Stichzone.
- Notch-Check: Futter-Mitte auf Mittenmarkierung, Außen-Notches passend.
- Understitching: erledigt (sonst hakt es später).
- Nahtlogik: Außen 1/2", Futter per Pivot auf 5/8".
- Boxed Corners: Naht auf Naht „rastet“ fühlbar.
- Futteröffnung: erst nach dem Wenden schließen.

Schlusswort für alle, bei denen „der erste Versuch schiefging“
Diese Rückmeldung ist typisch, weil ITH nicht nur Sticken ist – es ist „blindes Konstruieren“: Du siehst beim Nähen oft nicht, was das Futter gerade macht.
Wenn du bei Notches/Ausrichtung langsamer wirst, den „Click“-Check am Reißverschluss ernst nimmst und vor jedem Start den Stichweg visuell freiräumst, sieht dein zweites Täschchen aus wie gekauft. Vertraue den Notches – nicht dem Bauchgefühl.


FAQ
- Q: Wie kann man als Brother-Stickmaschinen-Nutzer verhindern, dass bei einem ITH-Reißverschluss-Täschchen der Stickrahmen aufspringt, wenn Vlies, Reißverschlussband, Stoff und Volumenvlies im Rahmen liegen?
A: Starte mit einem kontrollierten Einspann-Setup; dicke „Sandwich“-Lagen bringen Standardrahmen häufig zum Aufspringen.- Einspann-Aktion: Zuerst nur das Vlies einspannen (zwei Lagen mittelstarkes Tear-away) und Reißverschluss/Stofflagen je nach Schritt per Tape auflegen.
- Einstell-Aktion: Die Rahmenschraube vor dicken Endlagen minimal lösen, damit der Innenring nicht „gegen“ das Paket arbeitet.
- Upgrade-Option: Auf einen Magnetrahmen wechseln, wenn die Materialstärke stark variiert und der Standardring nicht zuverlässig klemmt.
- Erfolgs-Check: Das eingespannte Vlies klingt beim Klopfen trommelfest und der Rahmen darf sich beim Handling nicht aufbiegen.
- Wenn es trotzdem scheitert: Neu einspannen mit zwei Tear-away-Lagen, die sich „kartonfest“ anfühlen, und den Rahmen zwischen den Schritten weniger verdrehen/ziehen.
- Q: Was ist das richtige Vlies- und Volumenvlies-Setup für ein ITH-Reißverschluss-Täschchen, wenn das Design Tear-away und Viskose-Volumenvlies (ca. 175 gsm) vorsieht?
A: Ein sicherer Start ist: zwei Lagen mittelstarkes Tear-away plus Viskose-Volumenvlies um ca. 175 gsm – gute Balance aus sauberem Entfernen und Stabilität.- Vlies-Aktion: Zwei Tear-away-Lagen stapeln, sodass der Rahmen stabil wirkt und nicht „labberig“.
- Volumenvlies-Aktion: Viskose-Volumenvlies für Stand/Volumen nutzen, ohne unnötige Dichte (weniger Nadelstress).
- Handling-Aktion: Rahmen nicht grob behandeln, da Tear-away leichter verzieht als Cutaway.
- Erfolgs-Check: Das eingespannte Vlies bleibt beim Umdrehen/Tapen plan und verzieht sich nicht wellig.
- Wenn es trotzdem scheitert: Bei schwierigen Stoffen (oft Strick/Heavy Canvas) eine Tear-away-Lage gegen Cutaway-Mesh tauschen (kann im Täschchen verbleiben) und prüfen, ob die Maschinenanleitung das unterstützt.
- Q: Wie kann man vor dem Sticken der Platzierungslinien prüfen, ob die Einspannspannung beim Einspannen für Stickmaschine korrekt ist?
A: So lange neu einspannen, bis das Vlies trommelfest ist; schlechte Spannung ist eine häufige Ursache für Verzug und Fehlpassung.- Klopf-Test: Eingespanntes Vlies wie ein Trommelfell abklopfen – hängt es durch, neu einspannen.
- Technik-Aktion: Innenring beim Anziehen plan halten, damit er gleichmäßig sitzt.
- Arbeitsplatz-Aktion: Tisch freiräumen, damit beim Umdrehen nichts an Kanten/Fadenresten hängen bleibt.
- Erfolgs-Check: Oberfläche bleibt glatt, ohne weiche „Delle“, und klingt straff.
- Wenn es trotzdem scheitert: Von vorn neu einspannen – ein schlechter Start rächt sich in jedem folgenden Ausrichtungsschritt.
- Q: Wie verhindert man beim ITH-„Sandwich“-Schritt ein verdrehtes Futter, indem man Futter-Mitten-Notches und Außen-Notches korrekt ausrichtet?
A: Notches als GPS nutzen und vor dem Start parallele Kanten prüfen – das ist die zuverlässigste Methode gegen verdrehte Täschchen.- Markier-Aktion: An der oberen Kante jedes Teils (beide Futter, beide Außen) einen kleinen Mitten-Notch setzen.
- Ausricht-Aktion: Futter-Notch auf die Mittenmarkierung am Vlies setzen, Ecken sicher tapen, erst dann umdrehen.
- Verifikations-Aktion: Von der Rahmenseite prüfen, ob Kanten parallel laufen.
- Erfolgs-Check: Der Lagenaufbau wirkt gerade/even, nicht schräg.
- Wenn es trotzdem scheitert: Mehr Tape-Kontrolle und das Futter konsequent über den Notch „einrasten“ lassen statt nach Kante „Pi mal Daumen“.
- Q: Wie verhindert man, dass das Futter bei einem ITH-Reißverschluss-Täschchen in die Reißverschlusszähne gerät – mit Understitching?
A: Eine Understitching-Naht setzen, solange die Lagen im Rahmen kontrolliert sind; sie zwingt das Futter vom Reißverschluss weg.- Prep-Aktion: Futter zurückklappen und tapen, damit es nicht in den Stichweg rollt.
- Freiraum-Aktion: Außenteil wegklappen, damit es nicht versehentlich mitgefasst wird.
- Stich-Aktion: Understitching mit voller Sicht auf den Stichweg ausführen, dann erst weiter montieren.
- Erfolgs-Check: Das Futter zieht nach der Naht sichtbar vom Reißverschluss weg.
- Wenn es trotzdem scheitert: Sofort stoppen und erneut Sichtprüfung – jede verdeckte Stoffkante nahe der Nadel muss zurückgetapt werden.
- Q: Was tun, wenn bei der ITH-Reißverschlussmontage die Nadel an einem Metallreißverschluss bricht?
A: Sofort stoppen und den Reißverschluss neu zwischen den Platzierungslinien zentrieren; Brüche kommen meist von Drift Richtung Zähne oder zu wenig Freigang.- Platzierungs-Aktion: Platzierungslinien sticken und den Reißverschluss mittig dazwischen legen (nicht auf die Linie).
- Kontroll-Aktion: Enden großzügig tapen und den Schieber nach oben/links legen, damit der Fuß ihn nicht trifft.
- Sicherheits-Check: Nadel per Handrad absenken; bei metallischem „Click“ nicht starten.
- Erfolgs-Check: Die Nadel passiert die Zähne beim Handrad-Test geräuschlos.
- Wenn es trotzdem scheitert: Wenn möglich schmaleren Fuß nutzen und neu tapen, damit das Band nicht wölbt/verschiebt.
- Q: Welche Nadel hilft gegen „betrunken“ wirkenden Satinstich über dicken Faltkanten, und welche Geschwindigkeitsanpassung kann helfen?
A: Auf 75/11 Sharp wechseln und über Naht-„Hügel“ langsamer sticken; Nadelablenkung durch Bulk ist eine häufige Ursache.- Nadel-Aktion: 75/11 Sharp einsetzen (Ballpoint kann bei Vlies + Reißverschlussband + Volumen eher kämpfen).
- Speed-Aktion: Über dicke Stellen reduzieren (oft ca. 500–600 SPM).
- Trimm-Aktion: Nahtzugaben unter Flip-and-Fold-Bereichen auf ca. 1/4 inch reduzieren.
- Erfolgs-Check: Satinsäulen wirken über Kreuzungen gleichmäßiger, weniger sichtbare „Wellen“.
- Wenn es trotzdem scheitert: Bulk erneut reduzieren und prüfen, wo Satin über mehrere Lagen läuft.
- Q: Welche Sicherheitsmaßnahmen sind wichtig, wenn man eine Metall-D-Ring-Lasche abklebt oder mit industriestarken Magnetrahmen arbeitet?
A: Metallteile und starke Magnete sind mechanische Gefahrenquellen – tapen, Hände raus aus der Gefahrenzone, sensible Geräte fernhalten.- D-Ring-Sicherheitsaktion: Lasche nur an der Außenlage fixieren und das Metall abkleben, damit der Fuß nicht hängen bleibt.
- Hand-Sicherheitsaktion: Kleine Teile nie mit Fingern nahe der Nadel halten, wenn die Maschine läuft.
- Magnet-Sicherheitsaktion: Finger aus Quetschzonen; Magnete können hart zuschnappen.
- Medizin/Elektronik-Sicherheitsaktion: Mindestens 6 inch Abstand zu Implantaten und weg von Karten/mechanischen Uhren.
- Erfolgs-Check: Stichweg ist frei von Metallkontaktpunkten; kein Risiko, dass Fuß/Nadel Hardware trifft.
- Wenn es trotzdem scheitert: Maschine stoppen, Rahmen abnehmen, Hardware neu tapen – nicht „durchziehen“ in Metallnähe.
