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Einführung: Schriften in Embrilliance gezielt anpassen
Personalisierte Namen sind in vielen Stickereien das tägliche Brot-und-Butter-Geschäft: Aus einem Standardartikel wird ein individuelles Geschenk. Gleichzeitig wirkt kaum etwas schneller „unprofessionell“ als ein unsauber bearbeiteter Schriftzug – z. B. wenn nachträgliche Änderungen zu unnötigen Stops, unschönen Sprungstichen oder zu hoher Dichte führen.
Eine kleine Modifikation wie „den Punkt auf dem „i“ durch ein Herz ersetzen“ kann eine gekaufte Schrift deutlich hochwertiger wirken lassen. Entscheidend ist aber: Was am Bildschirm gut aussieht, muss auf Stoff noch lange nicht sauber sticken.
In dieser Anleitung verbinden wir Software-Workflow und Praxis am Stickgut: Du lernst, wie du eine gekaufte Schrift in Embrilliance „chirurgisch“ bearbeitest, indem du an exakt den richtigen Stellen im Stichablauf trennst. So kannst du den Punkt entfernen, durch ein gefülltes Herz ersetzen und anschließend die Stickreihenfolge kontrollieren – damit es beim Sticken nicht zu Fadensalat, unnötigen Spannfäden oder unsauberen Kanten kommt.

Was du am Ende hast (und warum diese Methode funktioniert)
Wir arbeiten mit dem Namen „Marie“ und der im Video gezeigten Schrift (DB JJ Marvelous 1 in). Viele Einsteiger versuchen, den Punkt einfach zu „überdecken“ oder irgendwo Stichpunkte zu löschen. Das endet häufig in Dichte-Aufbau, Fadenrissen oder sogar Nadelbruch.
Der saubere Weg ist: Wir nutzen den Stitch Simulator, um genau den Moment zu finden, an dem die Nadel vom i-Stamm zum Punkt „springt“. Mit einem gezielten Stop (gekoppelt an einen Farbwechsel) erzwingen wir eine echte Datentrennung, sodass der Punkt als eigenes Objekt behandelt wird.
Wenn du in Richtung Produktion denkst (z. B. viele personalisierte Teile mit demselben Stil), ist diese Mikro-Bearbeitung extrem wertvoll: Du baust dir schnell eine wiederholbare „Signature“, ohne jedes Mal zu improvisieren.

Mit dem Stitch Simulator Designelemente isolieren
Betrachte den Stitch Simulator nicht nur als Vorschau, sondern als „Röntgenbild“ deines Designs. Gerade bei Schrift ist die Stickreihenfolge das Skelett: Sie entscheidet, wo geschnitten wird, wo Sprungstiche entstehen und ob eine kleine Änderung später zu unerwünschten Spannfäden führt.

Schritt 1 — Den Start des Punktes isolieren
- Stitch Simulator öffnen: Starte die Simulation und blende die Abspiel-/Scrub-Steuerung ein.
- Bis zum „i“ scrubbing: Schiebe den Regler, bis der i-Stamm fertig ist.
- Den „Sprung“ finden: Nutze die Pfeile (vor/zurück), um wirklich stichweise zu navigieren. Du suchst den exakten Stich direkt bevor die Nadel nach oben zum Punkt wechselt.
- Stop setzen: Setze an genau dieser Stelle einen Stop-Befehl.
- Trennung erzwingen: Ändere die Farbe des folgenden Segments auf eine gut sichtbare Kontrastfarbe (z. B. „Mimosa Yellow“). Dadurch entsteht ein harter Datenbruch.
Checkpoint: In der Simulation muss die blaue Stichspur sauber am oberen Ende des i-Stamms enden.
Erwartetes Ergebnis: Alles nach dem Stop ist ein eigener Abschnitt und lässt sich separat anfassen.



Praxis-Tipp aus den Kommentaren (Sprungstich vs. Verriegelung bei Stop)
Eine typische Sorge aus der Praxis: Wenn man einen Stop einfügt – wird dann automatisch verriegelt („tack“/Lockstiche) oder entsteht ein loser Sprung?
Aus der Creator-Antwort im Kommentar: Sie beobachtet dabei keinen Sprungstich, will es aber beim nächsten Edit genauer prüfen.
Wichtig für deinen Workflow: Ein „Stop“ ist in erster Linie eine Maschinenanweisung (Stopp/Farbwechsel), kein eigener Stichtyp. Ob deine Maschine vor dem Stop sauber verriegelt bzw. trimmt, hängt stark von den Maschinen- und Trim-Einstellungen ab.
Praxis-Check („Zugtest“): Beim ersten Probestick: Wenn die Maschine am Stop hält, ziehe vorsichtig am Fadenende. Wenn sich der Bereich aufzieht, wurde nicht ausreichend verriegelt – dann musst du entweder in der Software eine Sicherung einplanen oder deine Maschinen-Einstellungen für Trimmen/Verriegeln prüfen.
Warnung: Probestick statt Risiko. Bevor du eine geänderte Datei auf ein Kunden- oder Geschenkstück stickst, teste auf ähnlichem Material. Gerade nahe an Buchstaben entstehen schnell „Travel Stitches“ bzw. lange Spannfäden auf der Rückseite, die später durchscheinen oder sich verfangen können.
Schritt 2 — Das Ende des Punktes isolieren
Jetzt ist der Start getrennt – als Nächstes trennen wir das Ende, damit der Punkt nicht mehr mit dem folgenden Buchstaben (dem „e“) zusammenhängt.
- Weiter scrubbing: Laufe in der Simulation vor, bis der Punkt komplett gestickt ist.
- Ausstieg finden: Stoppe direkt nach dem letzten Stich des Punktes, aber vor dem Wechsel zum nächsten Buchstaben.
- Stop #2 setzen: Setze hier den zweiten Stop.
- Farbwechsel: Gib dem nächsten Segment eine dritte Farbe (z. B. „Medium Rose“).
Checkpoint: Du siehst den Punkt als eigenen Farbblock (z. B. Gelb) zwischen dem blauen Schriftteil und dem folgenden Buchstaben (z. B. Pink).
Erwartetes Ergebnis: Der Punkt ist jetzt eine isolierte „Dateninsel“. Du kannst ihn löschen, ohne dass das „e“ mit verschwindet.



Warum dieser Split so wichtig ist (Logik, die du wiederverwenden kannst)
Du wendest hier im Grunde Segmentierungslogik an: Viele Schriften sind als zusammenhängender Stichcode digitalisiert. Mit Stops/Farbwechseln zerlegst du das nachträglich in sauber bearbeitbare Teilobjekte. Das Prinzip ist universell: Datum aus einem Logo entfernen, eine Zierlinie isolieren oder einen problematischen Satinsteg löschen, der unnötig aufbaut.
Punkt löschen und ersetzen
Ist der Punkt isoliert, ist das Löschen softwareseitig sicher. Aber: Software-Sicherheit und Stick-Sicherheit sind nicht dasselbe.

Schritt 3 — Den isolierten Punkt löschen (ohne den nächsten Buchstaben zu zerstören)
- Auswählen: In der Objekt-/Farb-Liste den isolierten Punkt anklicken.
- Prüfen: Kontrollieren, dass wirklich nur der Punkt im Arbeitsbereich markiert ist.
- Löschen: Entf/Del drücken.
- Vereinheitlichen: Den folgenden Buchstaben (das „e“) wieder auf die Originalfarbe setzen, damit die Maschine später keinen unnötigen Stop/Trim erzwingt.
Checkpoint: „Marie“ ist sichtbar, über dem i-Stamm ist eine saubere Lücke, und das „e“ ist noch da.
Erwartetes Ergebnis: Eine saubere Ausgangslage für das Herz.

Troubleshooting: der häufigste Fehler
Symptom: Du löschst den Punkt und das „e“ verschwindet mit.
Wahrscheinliche Ursache: Die Trennung zwischen Punkt und „e“ wurde nicht gesetzt – beides ist noch ein zusammenhängendes Segment.
Achtung: Mini-Änderungen können die Fadenwege verändern
Stick-Physik: Wenn du ein Objekt entfernst, muss die Maschine trotzdem von Punkt A (Ende i-Stamm) zu Punkt C (Start „e“) gelangen. Ohne Punkt (B) als Zwischenstation entsteht je nach Datei/Maschine ein Sprungstich oder ein Travel Stitch.
- Aktion: Wenn deine Maschine eine Einstellung für Jump-Trim hat, aktiviere sie. Andernfalls plane ein, diesen Faden manuell zu schneiden, damit nichts hängen bleibt oder durchscheint.
Formen aus der Bibliothek einfügen und passend skalieren
Wir ersetzen ein typografisches Element durch eine Dekoform. Das ist weniger „Mathe“ als „optisches Gewicht“: Was geometrisch mittig ist, wirkt nicht immer harmonisch.

Schritt 4 — Herz einfügen und wie einen „Designer-Punkt“ platzieren
- Bibliothek öffnen: Merge Design from Library auswählen.
- Auswahl: In den Shapes Heart 3 wählen.
- Skalieren: Mit den Eck-Handles (schwarze Quadrate) verkleinern.
- Faustregel: Das Herz sollte in der optischen Breite zum Schriftbild passen – zu groß wirkt klobig, zu klein geht unter.
- Positionieren: Über dem i-Stamm platzieren (Hand-Cursor zum Verschieben).
- Rotieren: Leicht nach links kippen (im Video über den blauen Rotations-Handle).
Checkpoint: Das Herz soll „schweben“ – es darf den i-Stamm und das „e“ nicht berühren. Überlappungen ohne saubere Einstellungen führen schnell zu harten Stellen (Dichteaufbau) und unsauberen Kanten.
Erwartetes Ergebnis: Das Herz wirkt wie ein Bestandteil der Schriftfamilie.


Praxisregeln für die Platzierung (damit es sauber stickt)
Spätestens auf Stoff übernimmt die Physik.
- Die 1-mm-Abstandsregel: Lass mindestens ca. 1 mm Luft zwischen Herz und Buchstaben. Garn breitet sich aus (Push/Pull). Was am Bildschirm „knapp frei“ ist, kann auf Stoff schon kollidieren.
- Einspann-Realität: Bei schwierigen Stickgütern, bei denen exaktes Einspannen schwer ist, wird Feinausrichtung zur Geduldsprobe. In solchen Fällen setzen viele Profis auf Magnetrahmen für Stickmaschine, weil du damit am Stickplatz oft noch fein nachjustieren kannst, ohne alles neu einzuspannen – und du reduzierst das Risiko von Rahmenspuren durch zu strammes Einspannen.
Umriss in Füllstich umwandeln
Eine Bibliotheksform kommt häufig als Umriss (Run Stitch). Über einer satinierten Schrift wirkt ein reiner Umriss schnell zu „dünn“ oder zufällig. Wir brauchen eine gefüllte Stickfläche.

Schritt 5 — Das Umriss-Herz in eine gefüllte Stickfläche umwandeln
- Auswählen: Herz anklicken.
- Umwandeln: Create Design → Fill.
- Angleichen: Farbe auf die Schriftfarbe setzen.
- Neu bewerten: Füllungen drücken das Material leicht nach außen. Eventuell musst du das Herz nach der Umwandlung nochmals minimal verkleinern.
Checkpoint: Das Herz ist jetzt vollflächig. Überprüfe die Eigenschaften, damit es zur Schrift passt.
Erwartetes Ergebnis: Ein solides Herz, das optisch zur Strichstärke der Schrift passt.
Warum „Fill“ hier meist die bessere Wahl ist
Textur-Match: Wenn die Schrift als Satin wirkt (glänzend/erhaben), sollte das Herz ebenfalls als dichter Stich wirken (Fill/Tatami oder je nach Voreinstellung passend).
Materialabhängigkeit: Welche Füllung am besten ist, hängt vom Stickgut ab – wichtig ist vor allem, dass die Form nicht zu weich und nicht zu steif wird.
Ergebnis prüfen: Stickreihenfolge und Stops
Bevor du Garn und Material riskierst, prüfe die Logik ein letztes Mal.

Finale Simulation: Reihenfolge und Stops bestätigen
Lass den Stitch Simulator komplett durchlaufen. Im Video ist die Reihenfolge sinngemäß:
- Erster Teil des Namens (z. B. „Mar“).
- i-Stamm.
- Rest des Namens (das „e“).
- Danach das Herz.
Warum das Herz spät? Kleine Details profitieren davon, wenn sie nicht durch nachfolgende, größere Bereiche verzogen werden.

Checkpoint: Keine unerwarteten Farbwechsel mitten im Namen (außer den bewusst gesetzten Stops zum Trennen).
Erwartetes Ergebnis: Eine aufgeräumte Datei, die sich sauber sticken lässt.
Vorbereitung: Verbrauchsmaterial & Preflight-Checks
Die Software ist fertig – jetzt entscheiden mechanische Faktoren über die Qualität.
Verbrauchsmaterial, das oft übersehen wird:
- 75/11 Ballpoint-Nadel: für Jersey/Strick.
- Wasserlösliches Topper: für Frottier/Schlingenware, damit das Herz nicht einsinkt.
- Temporärer Sprühkleber: wenn du Material „floatest“ statt es direkt einzuspannen.
Wenn du mehrere personalisierte Geschenke planst, wird Einspannen für Stickmaschine schnell zum Engpass: Einspannen frisst Zeit, nicht das Sticken.
Prep-Checkliste (vor Export/Stickstart)
- Simulation komplett ansehen: Auf ungewöhnliche Sprünge achten.
- Segmentierung: Punkt ist wirklich gelöscht (nicht nur „versteckt“).
- Farben vereinheitlicht: Name wieder in einer Farbe (wenn so geplant).
- Abstand geprüft: ca. 1 mm Luft zwischen Herz und Buchstaben.
- Dateiformat: korrekt exportieren (PES, DST, JEF usw.).
- Backup: .BE-Arbeitsdatei separat sichern.
Setup: produktionsorientiert denken (Einzelstück vs. Serie)
Tempo vs. Qualität: Bei kleinen Details nicht am Limit fahren.
- Global Avg: 600 - 800 SPM.
- Detailarbeit: 500-600 SPM für saubere Kanten am Herz.
Wenn du reproduzierbar platzieren willst, helfen Einspannstation, damit der Name auf Teil #1 und #50 gleich sitzt.
Warnung: Magnet-Sicherheit. Magnetrahmen arbeiten mit starken Neodym-Magneten. Quetschgefahr für Finger. Fernhalten von Herzschrittmachern, empfindlicher Elektronik und Karten mit Magnetstreifen. Magnete seitlich abziehen/abschieben, nicht gegeneinander aufhebeln.
Entscheidungsbaum: Stickvlies für kleine, dichte Fülldetails
Ein kleines, dichtes Herz wirkt wie ein „Knoten“ im Material. Ohne passende Stabilisierung drohen Wellen/Puckern.
1) Ist der Stoff elastisch (Shirts, Polos, Strick)?
- JA: Cut-Away ist die sichere Wahl.
- NEIN: Weiter zu Schritt 2.
2) Ist der Stoff strukturiert/flauschig (Frottier, Fleece)?
- JA: Rückseitig Tear-Away oder Cut-Away plus wasserlösliches Topper.
- NEIN: Weiter zu Schritt 3.
3) Ist der Stoff stabil (Webware, Canvas, Denim)?
- JA: Tear-Away reicht oft aus.
Setup-Checkliste (direkt vor dem Sticken)
- Nadel-Check: gerade und scharf (Mini-Stiche verzeihen keine Grate).
- Unterfaden-Check: genug Unterfaden für den Lauf.
- Rahmenspannung: straff wie eine Trommel, aber nicht verzogen.
- Fadenlauf: Oberfaden korrekt in der Spannung.
Wenn Standardrahmen bei empfindlichen Artikeln deutliche Rahmenspuren hinterlassen oder du den ganzen Tag Schrauben anziehst, nutzen viele Sticker:innen Magnetrahmen, um Material schnell und gleichmäßig zu klemmen.
Betrieb: Stickstrategie für saubere Ergebnisse
Hörtest: Ein gleichmäßiges Laufgeräusch ist gut. Ein hartes, wiederholtes „Klicken“ kann bedeuten, dass die Nadel irgendwo anschlägt. Dann sofort stoppen.
Der „Herz-Moment“: Wenn die Maschine zum Herz wechselt:
- Auf den Anfang achten: Greift der Faden sauber?
- Auf „Flagging“ achten: Wenn der Stoff stark hoch und runter wippt, ist das Einspannen zu locker. (Sicherheitsabstand zur Nadel einhalten.)
Bei einer brother Stickmaschine können Sprungstiche/Trims je nach Modell und Einstellungen anders gehandhabt werden. Wenn deine Maschine Sprünge nicht automatisch schneidet, stoppe nach dem Text und schneide den Faden vor dem Herz manuell.
Warnung: Mechanische Gefahr. Keine losen Haare, Ketten oder Kordeln in der Nähe von Nadelstange und Fadenhebel. Niemals in den Rahmenbereich greifen, solange die Maschine läuft.
Betriebs-Checkliste (während/nach dem Sticken)
- Erste Stiche: Unterfaden wird sauber hochgeholt.
- Sprung zum Herz: Wurde geschnitten? Falls nicht: jetzt trimmen.
- Herz-Qualität: Einsinken? (Topper nächstes Mal). Puckern? (stärkeres Vlies nächstes Mal).
- Finish: Alle Fadenenden sauber kürzen.
Kommentar-inspirierte Ergänzung: „Wo sind diese zusätzlichen Formen?“
Ein Praxispunkt aus den Kommentaren: Viele wissen, dass es in Embrilliance zusätzliche Shapes gibt, suchen aber an der falschen Stelle. Merge Design from Library ist genau der Bereich, in dem viele vorgefertigte Formen liegen (Herzen, Sterne, Schilde usw.). Solche vor-digitalisierten Elemente sind in der Regel sicherer als ein schneller Auto-Digitize aus einem JPEG, weil Stichwege und Dichte bereits sinnvoll angelegt sind.
Tool-Upgrade-Pfad (wenn Personalisierung zum Business wird)
Für Einzelgeschenke reicht oft Standard-Equipment. In der Kundenarbeit gilt: Zeit ist Geld.
Upgrade-Logik:
- Schmerzpunkt: „Ich brauche 5 Minuten zum Einspannen und 2 Minuten zum Sticken.“
- Lösung Level 1: Raster/Schablonen oder hoop master Einspannstation für reproduzierbare Platzierung.
- Schmerzpunkt: „Meine Hände tun weh, und ich bekomme Rahmenspuren.“
- Lösung Level 2: Magnetrahmen für brother (oder kompatible Alternative) – Magnetkraft statt Schraubdruck.
- Schmerzpunkt: „Ich muss ständig Farbwechsel manuell machen.“
- Lösung Level 3: Mehrnadelstickmaschine für automatisierte Farbwechsel.
Troubleshooting
Problem: „Ich habe den Punkt gelöscht und der nächste Buchstabe ist weg.“
- Symptom: Punkt gelöscht, „e“ verschwindet mit.
- Wahrscheinliche Ursache: Punkt und „e“ sind nicht getrennt.
- Schnellfix: Im Stitch Simulator einen Stop/Farbwechsel nach dem Punkt setzen und dann erneut löschen.
Problem: „Mein Herz ist nach dem Füllen zu groß.“
- Symptom: Auf Stoff berührt das Herz die Buchstaben, obwohl es am Bildschirm frei war.
- Wahrscheinliche Ursache: Push/Pull – Füllungen drücken nach außen.
- Schnellfix: Nach der Umwandlung in Fill das Herz nochmals verkleinern.
Problem: „Ich sehe einen Spannfaden/Travel Stitch zum Herz.“
- Symptom: Ein dünner Faden verbindet „e“ und Herz sichtbar.
- Wahrscheinliche Ursache: Maschine hat nicht getrimmt.
- Schnellfix: Manuell schneiden.
- Prävention: Jump-Trim-Einstellung prüfen bzw. bei Bedarf manuell einplanen.
Problem: „Das Herz puckert den Stoff.“
- Symptom: Stoff um das Herz ist wellig/zusammengezogen.
- Wahrscheinliche Ursache: Stabilisierung zu schwach für die Dichte.
- Schnellfix: Dampf bügeln kann manchmal helfen.
- Prävention: Cut-Away verwenden und sauber einspannen.
Ergebnis
Du hast jetzt eine wiederholbare, professionelle Methode, um Schriften in Embrilliance anzupassen: Segmentieren über den Stitch Simulator, sauberes Trennen per Stop/Farbwechsel, sicheres Löschen und Ersetzen durch eine gefüllte Bibliotheksform. Vor allem verstehst du jetzt die „Physik“ dahinter – wie Dichte, Stabilisierung und Einspannen das Endergebnis bestimmen.
Speichere die bearbeitete Datei als eigene Arbeitsdatei (.BE). Beim nächsten Namen mit „Herz-Punkt“ arbeitest du nicht nach Gefühl, sondern nach einem klaren, sauberen Ablauf.
