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Hinweis zum Top-Embed-Modul: Dieser Artikel basiert auf dem Video „Editing Embroidery Designs with Floriani Total Control U (FTCU)“ vom Kanal Floriani Embroidery.
Wenn du schon einmal eine Stickdatei geöffnet hast, das Motiv mochtest – und dann sofort dachtest: „Das muss in meinen Stickrahmen passen, zu meinem Garnbestand passen und bitte mit weniger Stopps sticken“, dann ist dieser FTCU-Workflow genau dafür. Das Video ist kurz, aber der Ablauf ist stark – vor allem, wenn du ein paar Profi-Checkpoints ergänzt, die die häufigsten Überraschungen beim späteren Sticken verhindern.
Der Mehrwert ist: Du „änderst nicht nur Farben“. Du prüfst Stickrahmen-Limits, kontrollierst den Stichfluss vorab und bearbeitest Elemente so, dass es in der Praxis an echten Maschinen funktioniert – egal ob du auf einer Ein-Nadel-Maschine zuhause oder auf einer Mehrnadelstickmaschine in der Produktion arbeitest.
Was du lernst (aus dem Video, in einen umsetzbaren Ablauf übersetzt):
- Wie du Designs in FTCU über den Browser findest und per Drag-and-drop in eine neue Arbeitsfläche ziehst.
- Wie du eine Stickrahmen-Begrenzung einblendest und ein Maschinenformat auswählst (im Beispiel: PES), um die Passung zu prüfen.
- Wie du eine Datei von einer Garnpalette (im Beispiel: Jenny Haskins) per Klick auf eine andere Palette umstellst.
- Wie du 3D View + Sewing Simulator (inkl. Stitch Locator) nutzt, um die Stichreihenfolge zu prüfen.
- Wie du ein Design ungroupst, ein einzelnes Element (z. B. einen Schmetterling) auswählst, duplizierst und daraus eine neue Komposition baust.
- Wie du mit Color Sort Farbwechsel reduzierst (in der Demo: Ergebnis „16 colors reduced“).

Einstieg in FTCU
Kurzüberblick (Wofür & wann)
Nutze diesen Workflow, wenn du eine vorhandene Stickdatei bearbeiten willst – besonders dann, wenn du (1) sicherstellen musst, dass sie in deinen Stickrahmen passt, (2) die Farben auf das Garn umstellen willst, das du tatsächlich im Regal hast, und (3) unnötige Stopps reduzierst, bevor du überhaupt Stoff einspannst.
Das ist außerdem der „sichere“ Weg, kreativ zu experimentieren: erst simulieren, dann bearbeiten, dann optimieren. In Produktionslogik heißt das: nicht an der Maschine raten, sondern Entscheidungen mit Sichtbarkeit treffen.
Kurz zum Umfang: Das Video zeigt das Öffnen von „any embroidery format“, die Stickrahmen-Auswahl nach Maschinenformat (Beispiel: PES), Paletten-Umstellung, Simulation, Ungroup/Duplicate sowie Color Sort. Alles unten bleibt innerhalb dieser gezeigten Funktionen – ergänzt um Checkpoints und Recovery-Schritte.
Step 1 — Designs finden und öffnen (Drag-and-drop)
Starte mit einer neuen, leeren Arbeitsfläche und nutze dann die Browser-/Browsing-Tools auf der rechten Seite der Software. In der Demo werden die Designs als Icons angezeigt; du kannst eine Datei anklicken und per Drag-and-drop in den Workspace ziehen.

Erwartetes Ergebnis: Das Design erscheint im Workspace und lässt sich auswählen.
Schnellcheck: Klicke das Design einmal an. Es sollte sichtbar aktiv/markiert sein (und nach den nächsten Schritten sollte sich auch die Farbreihenfolge/Sequence entsprechend aktualisieren).
Step 2 — Den richtigen Stickrahmen wählen (inkl. Maschinenformat)
Einer der ersten Schritte im Video ist, die Stickrahmen-Begrenzung einzublenden, damit du die tatsächliche Größe im Verhältnis zum Stickfeld siehst. Du wählst den Stickrahmen anhand des Maschinenformats (im Beispiel: PES) und dann die passenden Abmessungen aus der Liste (in der Demo: 270mm x 400mm).

Erwartetes Ergebnis: Um das Design wird eine Stickrahmen-Grenze angezeigt.
Checkpoint (Passform-Test): Das komplette Motiv muss innerhalb der Stickrahmen-Grenze liegen – mit sinnvoller Reserve. Wenn irgendein Teil die Grenze berührt oder überschreitet, behandle es als „passt nicht“, auch wenn es nur eine kleine Ecke ist. In der Praxis können Stickläufe je nach Material und Stabilisierung minimal wandern.
Step 3 — Garnfarben auf deine gewünschte Palette umstellen
Im Video wird ein Design geöffnet, das mit einer Jenny Haskins-Palette geladen wird. Danach wird ein Button geklickt, über den du mit einem Klick eine neue Palette wählen kannst. FTCU macht dann ein Closest-Match für das komplette Design auf diese neue Palette.


Erwartetes Ergebnis: Die Farben aktualisieren sich in der Sequence-/Farbfolge-Ansicht nach der Umstellung.
Schnellcheck: Scrolle nach der Umstellung durch die Farbreihenfolge und prüfe, ob das Motiv weiterhin „stimmt“ (z. B. Lichter bleiben Lichter, Schatten bleiben Schatten). Closest-Match ist schnell – aber es ist trotzdem eine Übersetzung.
Praktisch für die Produktion: Paletten-Umstellung ist vor allem Konsistenz- und Bestandsmanagement. Wenn du mehrere Jobs fährst, reduziert eine Umstellung auf die Garnmarke, die du lagerst, spontane Ersatzfarben und Nacharbeit.
Versteckte Verbrauchsmaterialien & Prep-Checks
Auch wenn das Video softwarelastig ist, hängt der spätere Sticklauf in der Praxis weiterhin von ein paar „unsichtbaren“ Entscheidungen ab, die keine Simulation für dich lösen kann.
- Unterfaden-Strategie (allgemein): Nutze einen Unterfaden, der sich konstant verhält (stabile Spannung ist wichtiger als Marken-Matching). Wenn Unterfaden nach oben gezogen wird oder Oberfaden auf der Rückseite sichtbar ist, prüfe zuerst Spannung und Nadelzustand, bevor du die Datei verdächtigst.
- Nadel & Spitze (allgemein): Wähle den Nadeltyp passend zum Materialverhalten (Strick vs. Webware) und zum Garn. Wenn du die Materialkategorie wechselst, bewerte die Nadelwahl neu, bevor du das Design erneut „kaputt editierst“.
- Stickvlies (Rückseite) und ggf. Topping (allgemein): Bei dehnbaren, voluminösen oder „einsinkenden“ Materialien brauchst du oft stärkeres Stickvlies und/oder ein Topping, damit Details sauber bleiben. Eine Software-Vorschau kann Materialverzug nicht zuverlässig vorhersagen.
- Kleinteile & Wartung (allgemein): Halte Schere/Schneidewerkzeug, Hilfsmittel für sicheres Nadelhandling, Reinigungsmittel gegen Fussel und eine Routine fürs Entflusen bereit. Viele „mysteriöse“ Stickprobleme sind Wartungsthemen.
Optionaler Upgrade-Pfad (wenn Einspannen dein Engpass ist): Wenn deine bearbeiteten Designs in der Software korrekt sind, aber die Ergebnisse in der Praxis schwanken, weil das Einspannen variiert, helfen oft stabilere Stickrahmen für Stickmaschine für mehr Wiederholgenauigkeit. Das wird besonders relevant, wenn du durch Duplizieren größere Layouts baust, bei denen kleine Verschiebungen sofort auffallen.
Prep-Checkliste (vor echten Produktions-Edits):
- Lege eine Arbeitskopie der Datei an (damit du zurück kannst).
- Kenne dein tatsächliches Maschinenformat und das maximale Stickfeld.
- Lege dein Ziel für die Garnpalette fest (damit du nicht zweimal umstellst).
- Entscheide, welche Materialkategorie du besticken willst (stabile Webware vs. dehnbarer Strick).
- Plane Stickvlies/Stabilisierung und ob ein Topping wahrscheinlich nötig ist.
Kreative Bearbeitungstechniken
Step 4 — In 3D simulieren (und mit dem Stitch Locator scrubben)
Im Video wird 3D View aktiviert, der Sewing Simulator gestartet, die Geschwindigkeit angepasst und der aktuelle Stitch Locator durch das Design gezogen, um gezielt Stellen zu prüfen.

Erwartetes Ergebnis: Du siehst den virtuellen Sticklauf und kannst vor/zurück scrubben, um kritische Bereiche zu inspizieren.
Qualitäts-Checkpoint (Layering-Logik): Achte darauf, ob Unterlagen/Füllungen nach Details kommen, die eigentlich oben liegen sollten. Wenn die Reihenfolge „verkehrt“ wirkt, ignoriere das nicht – genau dafür ist der Simulator da.
Profi-Hinweis: Verlangsame die Simulation, wenn du Sprungstiche/Wege und Reihenfolge bewertest. Schneller Lauf ist gut für den Überblick, aber langsam findest du die echten Probleme.
Warnung: Bei echten Stickläufen Hände, Haare und lose Kleidung von beweglichen Maschinenteilen fernhalten und Nadeln/Schneider vorsichtig handhaben – teste erst, nachdem Datei und Stickrahmen-Passung geprüft sind, um unnötiges Stop-and-go an der Maschine zu reduzieren.
Step 5 — Ungroup, Element auswählen und mit Duplicate ein neues Layout bauen
Im Video wird gezeigt, wie du per Ungroup das Design so auflöst, dass es nicht „alles ein Teil“ ist. Danach wählst du per Klick-und-Ziehen gezielt Teile aus. Es wird Copy gezeigt, aber ausdrücklich empfohlen, statt Copy/Paste das Duplicate-Tool zu nutzen. Bei jeder Platzierung kannst du den Schmetterling in Größe und Ausrichtung frei setzen.



Erwartetes Ergebnis: Du isolierst ein einzelnes Element (z. B. einen Schmetterling) und platzierst mehrere Kopien zu einer neuen Komposition.
Checkpoint (Auswahlgenauigkeit): Prüfe nach der Auswahl, dass du keine Hintergrundstiche oder Nachbarobjekte mit erwischt hast. Ein schneller Test: das ausgewählte Element minimal verschieben – es darf wirklich nur dieses Element mitgehen.
Warum Duplicate praktisch ist: Duplicate ist schneller für wiederholte Motive und zwingt dich in „Platzierungs-Entscheidungen“ statt in „Datei-Management“. Das reduziert das Risiko, dass du Kopien off-screen platzierst oder exakt übereinander stapelst.
Optionaler Upgrade-Pfad (wenn Platzierungskonstanz zählt): Wenn du wiederholte Layouts (z. B. viele Motive) baust und die Platzierung über viele Teile hinweg konstant sein muss, kann ein Einspann-Workflow-Upgrade helfen. In manchen Betrieben sind das Einspannstation, um Ausrichtung und Durchsatz zu verbessern – besonders dann, wenn die Datei schon optimiert ist, aber das Handling der limitierende Faktor bleibt.
Entscheidungsbaum: Datei bearbeiten vs. Einspann-Workflow ändern
Nutze diesen kurzen Entscheidungsbaum, damit du nicht das falsche Problem „reparierst“:
- Wenn das Design in der Software die Stickrahmen-Grenze überschreitet → zuerst korrektes Maschinenformat/Rahmen wählen; erst danach über Größenänderung oder Neu-Layout nachdenken.
- Wenn das Design in der Software passt, aber auf dem Stoff off-center stickt → zuerst Einspannen und Stickvlies/Stabilisierung prüfen, bevor du die Datei änderst.
- Wenn duplizierte Elemente in der Software perfekt aussehen, aber auf Kleidungsstücken driften → eher Einspann-Wiederholgenauigkeit verbessern; magnetische oder stationbasierte Workflows können helfen.
- Wenn Farbwechsel dich ausbremsen → Color Sort nutzen und danach Layering im Simulator erneut prüfen.
- Wenn du viele Wiederholungen fährst und Stillstand teuer ist → prüfen, ob ein Mehrnadel-Workflow (und Produktionszubehör) zu deinem Volumen passt; SEWTECH Mehrnadelstickmaschinen sind ein möglicher Upgrade-Pfad, wenn die Nachfrage es rechtfertigt.
Optimierung für die Produktion
Step 6 — Color Sort nutzen, um Farbwechsel zu reduzieren (ohne Layering zu zerstören)
Im Video wird gezeigt: Color Sort anklicken, die Reduktion im Dialog bestätigen und OK klicken. Es wird erwähnt, dass Color Sort so viele Farben wie möglich reduzieren kann; in der Demo wird „16 colors reduced“ angezeigt.


Erwartetes Ergebnis: In der Sequence-Ansicht sind gleiche Farben zusammengefasst, wodurch Stopps reduziert werden.
Checkpoint (Layering-Risiko): Sortieren kann das Layering beeinflussen, wenn Objekte stark überlappen. Nach dem Sortieren den Sewing Simulator erneut laufen lassen und besonders Überlappungen prüfen, bei denen ein Objekt eindeutig „oben“ liegen muss.
Schnelltest: Wenn ein Detail, das scharf bleiben soll (z. B. eine Kante/Highlight), jetzt vor einer großen Fläche stickt, die es später überdeckt, dann Sortierung rückgängig machen oder anders vorgehen (z. B. Reihenfolge beibehalten, wenn dein Workflow das erfordert).
Optionaler Upgrade-Pfad (wenn Farbwechsel trotzdem schmerzen): Wenn dich häufige manuelle Farbwechsel auf einer Ein-Nadel-Maschine limitieren, kann ein Produktionssetup helfen, das Stopps operativ reduziert – z. B. Wechsel auf eine Mehrnadelplattform (SEWTECH ist eine Option) und standardisierte Garnsets, ohne die Motivgrafik zu verändern.
Design-Bibliotheken verwalten (damit du deine bearbeiteten Dateien wiederfindest)
Das Video zeigt die RNK Software Club Website und danach, dass in der Software rechts im Bereich Library die kostenlosen Monatsdesigns nach Monaten organisiert angezeigt werden können.


Erwartetes Ergebnis: Deine Dateien sind in einer klaren Struktur organisiert, sodass du Originale, Arbeitsstände und Produktionsdateien schnell findest.
Ein Dateihabit, das Nacharbeit verhindert: drei Ordner führen – Originals (schreibgeschützt), Working (Edits in Arbeit) und Production (final, getestet). So überschreiben Color Sort und Layout-Experimente nicht deine Basis.
Setup-Checkliste (vor Export oder Sticktest):
- Maschinenformat stimmt mit deiner Maschine überein (im Video: PES).
- Stickrahmen-Grenze zeigt das Motiv vollständig im Stickfeld.
- Paletten-Umstellung passt zu deinem geplanten Garnbestand.
- Simulator einmal vor und einmal nach großen Edits laufen lassen (Ungroup/Duplicate, dann Color Sort).
- Nach jedem großen Schritt eine neue Version speichern (Rollback möglich).
Exklusive Member-Vorteile
RNK Software Club: Zugriff, kostenlose Monatsdesigns und Updates
Im Video wird erklärt: Wenn du die Software besitzt, wirst du Mitglied im RNK Software Club und kannst dich einloggen. Es wird gesagt, dass FTCU-Besitzer kostenlose monatliche Stickdesigns bekommen und dass du die neuesten Software-Updates aus dem Club herunterladen kannst – die Updates sind kostenlos.


Erwartetes Ergebnis: Du kannst Monatsdesigns abrufen und deine Software aktuell halten.
Aktuelle Software ist wichtig, weil Dateihandling, Browser-Verhalten und Tool-Details sich über Versionen ändern können. Wenn etwas „anders aussieht als im Video“, prüfe zuerst, ob Menüs/Icons durch Updates verändert wurden.
Optionaler Upgrade-Pfad (wenn Einspannen die Schwachstelle ist): Wenn du Designs zuverlässig bearbeitest, aber beim Einspannen immer wieder mit Materialverschiebung kämpfst, sind Magnetrahmen für Stickmaschine für viele Anwender ein sinnvoller nächster Schritt, weil sie den „ziehen-und-neu-einspannen“-Kreislauf bei schwierigen Materialien reduzieren können.
Warnung: Magnete können stark einklemmen – Magnetrahmen durch seitliches Verschieben trennen (nicht gerade auseinanderziehen), Finger aus dem Schließbereich halten und Magnete von Elektronik sowie magnetischen Speichermedien fernhalten.
Troubleshooting & Recovery
Symptom: Das Design „passt“ optisch, stickt aber außerhalb des realen Stickfelds
- Wahrscheinliche Ursache: Maschinenformat/Rahmengröße in der Software passt nicht zu dem, was die Maschine tatsächlich unterstützt.
- Schnelltest: Stickrahmen-Auswahl erneut öffnen und prüfen, ob das korrekte Maschinenformat gewählt ist (im Video z. B. PES) und danach ein Rahmen aus genau dieser Format-Liste.
- Alternative: Wenn die Größe zwingend bleiben muss, Elemente per Ungroup/Duplicate neu anordnen, damit es innerhalb der korrekten Grenze bleibt, statt in der Software einen „zu großen“ Rahmen zu erzwingen.
Symptom: Nach der Paletten-Umstellung wirkt das Motiv „falsch“ (matschige Highlights, falscher Kontrast)
- Wahrscheinliche Ursache: Closest-Match hat wichtige Kontrastbeziehungen verändert.
- Schnelltest: Sequence-Ansicht vor/nach der Umstellung vergleichen und die wichtigsten Bereiche in 3D visuell prüfen.
- Alternative: Original-Palettendaten behalten und Garne erst an der Maschine substituieren (weniger ideal für Wiederholbarkeit, aber manchmal praktikabel).
Symptom: Du kannst einen Schmetterling nicht isolieren (oder du erwischst beim Drag-Select zusätzliche Stiche)
- Wahrscheinliche Ursache: Objekte sind im Design miteinander „verzahnt“ oder so digitalisiert, dass sie sich nicht sauber trennen lassen.
- Schnelltest: Nach Ungroup das Element auswählen und minimal verschieben; wenn andere Stiche mitgehen, ist es nicht isoliert.
- Alternative: Komplettes Design duplizieren und dann löschen, was du nicht brauchst (wenn dein Workflow das zulässt), oder ein modularer digitalisiertes Ausgangsdesign wählen.
Symptom: Nach Color Sort stimmt die Stichreihenfolge nicht mehr (Details werden überstickt)
- Wahrscheinliche Ursache: Sortierung hat Farben so gruppiert, dass das Layering verändert wurde.
- Schnelltest: Sewing Simulator laufen lassen und mit dem Stitch Locator durch die überlappenden Bereiche scrubben.
- Alternative: Wenn Geschwindigkeit Priorität hat, mehr Stopps akzeptieren, aber Layering erhalten; oder Layout so ändern, dass Überlappungen minimiert werden.
Symptom: In der Software ist alles perfekt, aber der Stoff verschiebt sich beim Sticken
- Wahrscheinliche Ursache: Einspannen/Stabilisierung ist der limitierende Faktor, nicht die Datei.
- Schnelltest: Einen kleinen Teststick auf dem gleichen Material mit dem gleichen Stickvlies und der gleichen Einspannmethode machen; wenn es driftet, ist es Handling.
- Alternative: Magnet-Stickrahmen-Lösungen für schnelleres, gleichmäßigeres Klemmen bei bestimmten Projekten prüfen oder bei Wiederholteilen stationbasiert arbeiten.
Ergebnis & Übergabe
Wenn du die Reihenfolge aus dem Video einhältst – Design öffnen, korrekte Stickrahmen-Grenze wählen, Palette umstellen, im Simulator prüfen, Ungroup/Duplicate für Layout, dann Color Sort – erhältst du eine Datei, die kreativ ist und gleichzeitig produktionsfähig gedacht wurde.
Eine saubere Übergabe (an dich selbst später oder an Teamkollegen) sieht so aus:
- Eine gespeicherte „Working“-Version vor Color Sort.
- Eine gespeicherte „Production“-Version nach Color Sort, im Simulator verifiziert.
- Notizen zum Maschinenformat/Stickrahmen und zur verwendeten Garnpalette.
Wenn du von gelegentlichen Projekten auf wiederholbare Ausgabe skalierst, kommen die größten Gewinne meist aus Konsistenz: konsistente Stickrahmen-Auswahl, konsistente Paletten-Entscheidungen und konsistentes Einspannen. Genau dort können Zubehör und Workflow-Upgrades helfen – ob bessere Stabilisierung, standardisierte Garnsets oder eine wiederholgenauere Einspannmethode.
Betrieb / Steps-Checkliste (jedes Mal vor dem Sticken der bearbeiteten Datei):
- Die korrekte Datei per Drag-and-drop in einen neuen Workspace ziehen und prüfen, dass sie erscheint.
- Stickrahmen-Grenze aktivieren, korrektes Maschinenformat wählen und Passung prüfen.
- Garnpalette umstellen und prüfen, dass die Sequence-Ansicht aktualisiert.
- Sewing Simulator in 3D laufen lassen und Schlüsselstellen mit dem Stitch Locator prüfen.
- Ungroup, nur das gewünschte Element auswählen und Kopien per Duplicate platzieren.
- Color Sort ausführen, die Reduktion bestätigen und Layering im Simulator erneut prüfen.
- Eine finale Produktionsdatei mit eindeutigem Namen speichern.
