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Die erste Stickmaschine zu kaufen ist nicht einfach nur ein Kauf – es ist der Start einer langfristigen Zusammenarbeit mit einem „Roboter“ in deinem Näh-/Stickraum. Das fühlt sich nach einer Entscheidung mit hohem Einsatz an, weil es das auch ist. In der Praxis sehe ich immer wieder, dass Einsteiger „gerade so viel“ ausgeben, um loszulegen – und dann innerhalb weniger Wochen an drei Punkten scheitern: zu kleines Stickfeld, mühsames Einspannen und ständiges Umspannen.
Mary (Machine Embroidery Queen) bringt es auf den Punkt: Es gibt nicht die eine perfekte Maschine für alle. Aber es gibt sehr typische Fehlkäufe – und der größte ist eine Maschine zu wählen, die die Motive, die du im Kopf hast, physisch gar nicht sticken kann.

Die beruhigende Wahrheit: Deine erste Stickmaschine ist nicht „für immer“ (aber sie sollte kein Fehlkauf sein)
Wenn du sofort nervös wirst: Stopp. Das ist normal. Die erste Maschine ist Werkzeug und Lehrmeister zugleich. Ziel ist nicht, eine Marke „zu heiraten“, sondern eine Maschine zu kaufen, die zu deinen ersten Projekten, deinem Platz im Studio und deiner Geduld passt.
Marys Kernbotschaft: Schau weniger auf das glänzende Logo und mehr auf die Physik des Stickfelds. Genau deshalb sind viele, die nach der beste Stickmaschine für Einsteiger suchen, am Ende enttäuscht: Sie vergleichen Marken, eingebaute Schriften und Komfortfunktionen – ignorieren aber die harte Grenze der Rahmen-/Stickfeldgröße.

Brother PE770 – Realitätscheck: Warum diese 5x7-Maschine für echte Einsteiger trotzdem Sinn ergibt
Marys erste Maschine war die Brother PE770 – und sie bezeichnet sie als „sehr gute Maschine“ für Anfänger. Sie ist leicht zu verstehen (u. a. beim Einfädeln) und bietet moderne Basics wie das Arbeiten per USB-Stick statt über veraltete Kartensysteme.
Zwei Details aus ihrer Vorstellung sind für Einsteiger wichtiger, als man denkt:
1) Die Start-Kalibrierung wirkt „heftig“. Beim Einschalten bewegt sich der Stickarm zügig und macht dabei deutliche mechanische Geräusche, um die Nullposition zu finden. Das klingt für Neulinge schnell nach „da geht was kaputt“ – ist aber normales Hochfahren. 2) Die PE770 ist auf ein 5x7-Stickfeld begrenzt. Genau diese Grenze war für Mary später der Grund fürs Upgrade.
Wenn du eine PE770-ähnliche Maschine (oder Nachfolger wie PE800/PE900) in Betracht ziehst, ist Stickrahmen 5x7 für brother nicht nur eine technische Angabe – es ist deine kreative Leitplanke. 5x7 ist für viele Einsteiger ein sehr guter „Sweet Spot“: groß genug für typische Brustlogos, aber noch gut beherrschbar.

Die „unsichtbare“ Vorbereitung, bevor du überhaupt shoppen gehst: Was Profis zuerst prüfen
Bevor du irgendeine Maschine kaufst (neu oder gebraucht), mach einen kurzen „Site Survey“ deines Arbeitsplatzes. Vibration und instabile Stromversorgung ruinieren Stickqualität oft leise – und werden dann fälschlich als „Maschinenproblem“ interpretiert.
Prep-Checkliste (Umgebung & Planung)
- Untergrund stabilisieren: Der Tisch muss wirklich standfest sein. Wenn der Tisch bei laufender Maschine wackelt, leidet die Passung (Ausrichtung) – besonders bei Konturen/Flächen und bei mehrteiligen Motiven.
- Überspannungsschutz: Stickmaschinen sind Computer. Nutze eine Überspannungsschutzleiste, um Elektronik bei Spannungsspitzen zu schützen.
- Definiere deine „Big Three“: Notiere die ersten 3 Projektarten, die du wirklich machen willst (z. B. Untersetzer, Schlüsselanhänger, Handtücher).
- Maschinentyp wählen: Nur-Stickmaschine (fokussiert) oder Kombi Nähen + Sticken (platzsparend, oft teurer).
- Budget für Verbrauchsmaterial einplanen: Kalkuliere zusätzlich Geld für Stickvlies, eine 75/11-Sticknadel und Stickgarn. (Mary behandelt genau diese Basics in ihrem Guide.)
Warnung: Mechanische Sicherheit. Beim Einschalten während der Kalibrierung Hände, Haare, weite Ärmel und Werkzeuge vom beweglichen Stickarm fernhalten. Die Bewegung ist kraftvoll und kann einklemmen oder Kleidung erfassen, wenn man zu nah dran ist.
Stabilisierungsvlies + Tools: Das Segment, das viele Anfänger überspringen (und später mit Ausschuss bezahlen)
Mary blättert durch ihren „Guide to Machine Embroidery Basics“ und landet bei den Grundlagen: Vliese, Nadeln, Garne, Scheren, Stoffe und Software. Genau hier entscheidet sich, ob Stickerei „frustig“ oder kontrollierbar wird.


So lässt sich die Logik hinter Stickvlies praxisnah einordnen:
- Cut-away (Schneidvlies) ist dauerhafte Stabilisierung. Es bleibt am Material und verhindert, dass sich Stiche beim Tragen/Waschen dauerhaft verziehen (besonders wichtig bei dehnbaren Stoffen).
- Tear-away (Reißvlies) ist temporäre Unterstützung. Es stabilisiert während des Stickens und wird danach entfernt.
Faustregel aus der Praxis (warum das wirklich zählt)
Stoff ist „beweglich“ – er will sich dehnen, schieben, kräuseln. Stiche sind Spannung und ziehen am Material. Stickvlies ist das Fundament, das diese Bewegung bremst. Wenn du das falsche Vlies wählst, siehst du häufig Lücken zwischen Konturen und Füllflächen oder insgesamt unruhige Kanten.
Mary erwähnt, dass sie oft Reißvlies nutzt – typisch bei stabilen Webwaren und bei vielen In-the-Hoop-Projekten, bei denen man die Rückseite sauber abreißen möchte.

Garn und Nadeln: Am Anfang lieber „langweilig“ und zuverlässig
Marys Ebook zeigt verschiedene Garnarten (Polyester, Rayon, Metallic).
Praxis-Kalibrierung:
- Nadeln: Starte mit einer 75/11 Sticknadel. (Welche Spitze sinnvoll ist, hängt vom Material ab – wichtig ist vor allem: frisch und passend.) Wenn eine Nadel stumpf wird, kann das beim Einstich auffällig „ploppen“/knacken – dann sofort wechseln.
- Geschwindigkeit: Nur weil eine Maschine schnell kann, musst du nicht sofort schnell sticken. Für die ersten Wochen ist ein ruhiger Bereich 400–600 SPM oft deutlich fehlerärmer (weniger Reibung, weniger Fadenrisse), bis Einfädeln, Spannung und Materialhandling sitzen.
Scheren sind kein „Nice-to-have“ – dein Finish hängt davon ab
Mary betont, dass Scheren ein zentraler Teil des Prozesses sind. In der Praxis bewährt sich: eine Schere fürs Vlies (darf „robust“ sein) und eine präzise Schere fürs saubere Abschneiden von Sprungstichen. Für Applikationen nennt sie Duckbill-Scheren, weil sie die Stofflage schützen, während du nah an der Kante schneiden kannst.

Warnung: Scharfe-Werkzeuge-Sicherheit. Behandle Stickscheren wie Präzisionswerkzeuge. Klingen schützen, vom Körper weg schneiden und niemals in der Nähe der Nadel trimmen, wenn die Maschine eingeschaltet bzw. startbereit ist.
Sew What Pro + In-the-Hoop-Projekte: Der „Spaßfaktor“, der Anfänger wirklich dranbleiben lässt
Mary empfiehlt Sew What Pro und zeigt In-the-Hoop-Beispiele wie Untersetzer und Schlüsselanhänger.


Warum das wichtig ist: Viele hören nicht auf, weil Sticken „zu schwer“ ist – sondern weil Dateiverwaltung verwirrt. Software hilft beim Zusammenstellen, beim Farbüberblick und beim Visualisieren. In-the-Hoop-Projekte sind zudem schnelle Erfolgserlebnisse, weil die Maschine einen großen Teil der „Konstruktion“ übernimmt.
Janome Memory Craft 500E: Das Upgrade, das das „Mehrfach-Umspannen“-Problem entschärft
Marys zweite Maschine war die Janome Memory Craft 500E, gebraucht gekauft. Der Grund war schlicht: mehr Stickfläche.
Sie zeigt den deutlich größeren, quadratischen Rahmen (ca. 8x8) und erwähnt, dass die Maschine bis 8x11 unterstützt. Damit werden größere Projekte (sie nennt u. a. eine bottle apron) möglich, ohne das Motiv aufteilen zu müssen.



Übersetzt in Produktionslogik:
- Größerer Rahmen = weniger Motivteilung/Datei-Splitting.
- Weniger Umspannen = deutlich weniger Risiko, dass die Passung zwischen Teil A und Teil B sichtbar „wandert“.
Wenn du nach Stickrahmen für janome memory craft 500e suchst, suchst du in der Regel nach Effizienz. Frag dich ehrlich: „Wie viel Geduld habe ich, um Ausrichtung bei jedem Umspannen wieder exakt zu treffen?“
Die Physik beim Einspannen (warum „größer“ nicht nur bequem ist)
Jedes Einspannen bringt mechanischen Stress in den Stofflauf. Häufiges Umspannen kann:
- den Stoff verziehen (welliges Stickbild),
- Rahmenabdrücke hinterlassen, die nicht immer komplett ausbügelbar sind,
- die Passung verschlechtern (z. B. 1 mm Versatz zwischen zwei Bereichen).
Die 4x4-Rahmenfalle: Heute günstig, morgen frustrierend
Mary warnt (zu Recht): Kauf als Einsteiger möglichst keine Maschine unter 5x7, außer du bist dir sehr sicher, dass du wirklich nur sehr kleine Motive stickst.
Sie erklärt, dass 4x4-Maschinen zwar günstig sind, aber oft schnell wieder verkauft werden, weil viele moderne Designs mindestens 5x7 benötigen. Das führt zur „Untersetzer-Falle“: Man bleibt bei sehr kleinen Projekten hängen, obwohl man eigentlich mehr wollte.
Die Verfügbarkeit größerer janome 500e Stickrahmen (oder vergleichbarer Systeme) wird dann schnell zur Motivationsfrage: Wenn die Maschine deine Ideen ausbremst, wird sie zum Staubfänger.
Neu vs. gebraucht: Marys Preis-Realität (und wie du dich nicht verbrennst)
Mary nennt konkrete Zahlen aus ihrer Erfahrung:
- Brother PE770 (neu, damals): ca. $800.
- Heutiges Pendant (PE900): ca. $1.000 neu.
- Gebrauchtmarkt: PE770 oft $300–$500.
- Janome 500E (gebraucht): sie zahlte ca. $1.100. Neue vergleichbare Modelle liegen um $2.500.
Setup-Checkliste (Gebrauchtkauf – kurzer „Pre-Flight“-Check)
- Einschalten & hinhören: Rhythmische Schrittmotor-Geräusche sind normal; hartes „Mahlen/Schleifen“ nicht.
- Unterfadenbereich prüfen: Spulenkapsel herausnehmen und mit dem Fingernagel über Kanten fahren. Spürbare Grate können Faden schreddern.
- Rahmen prüfen: Risse (besonders in der Nähe von Spann-/Schraubstellen) sind ein Warnsignal.
- Bedienfeld testen: Bei Touchscreens alle Bereiche antippen (Ecken nicht vergessen).
- Nadelstange prüfen: Vorsichtig wackeln – sie sollte fest wirken, nicht „spielig“.
Entscheidungslogik: Stickfeld + Maschinentyp nach deinem „Warum“ auswählen
Nutze diese Logik, um Marketing zu umgehen und schneller zur passenden Maschine zu kommen.
1) Was ist dein Haupt-Output?
- Kleine Logos / Babykleidung: 4x4 ist möglich (aber stark begrenzend).
- Handtücher / Taschen / Shirts: starte bei 5x7.
- Jackenrücken / Quilt-Blöcke: eher 8x8 oder 8x12.
2) Vlies-Entscheidung (einfach halten):
- Dehnbar (T-Shirt)? → Cut-away.
- Stabil (Handtuch/Canvas)? → Tear-away.
- Transparent (Organza)? → Wash-away.
3) Maschinentyp:
- Budget/Tempo im Fokus? → Nur-Stickmaschine.
- Platz im Fokus? → Kombimaschine.
Upgrade, das wirklich Zeit spart: Einspann-Geschwindigkeit, Konstanz und Magnetrahmen
Marys Video fokussiert auf die Maschine – aber der Engpass ist in der Praxis oft dein Workflow, besonders beim Einspannen.
Wenn du kämpfst, den Stoff gleichmäßig straff zu bekommen, oder wenn du auf empfindlichen Materialien schnell Rahmenabdrücke siehst, sind Standard-Kunststoffrahmen häufig der Auslöser. Dann ist der Schritt zu Magnetrahmen für Stickmaschine naheliegend.
Trigger – Problem – Lösung:
- Trigger: Handgelenke schmerzen vom Festziehen, oder du bekommst Abdrücke auf empfindlichen Stoffen.
- Problem: Klassisches Einspannen zwischen Innen-/Außenrahmen erzeugt Reibung und ungleichmäßige Spannung.
- Lösung:
- Level 1: „Floating“ (nur Vlies einspannen, Stoff oben auflegen).
- Level 2 (Tool-Upgrade): Magnetrahmen.
Für Brother-Nutzer verändert ein Magnetrahmen für brother pe770 oder der neuere Magnetrahmen für brother pe900 die Handhabung: Der Stoff wird über Magnetkraft geklemmt und lässt sich schneller nachjustieren.
- Für Produktion: Wenn du z. B. 20 Shirts als Serie machst, sind Magnetrahmen kein Luxus – sie helfen, Tempo und Konstanz zu halten.
Warnung: Magnet-Sicherheitsrisiko. Industrielle Magnetrahmen sind sehr stark und können Haut schmerzhaft einklemmen. Nicht verwenden bei Herzschrittmacher, fernhalten von Kindern und empfindlicher Elektronik.
Einspannstationen & Workflow: Das „leise“ Upgrade, das dich sofort professioneller arbeiten lässt
Auch ohne neue Maschine kannst du deine Wiederholgenauigkeit deutlich steigern. Einspannstation sind ein typischer Schritt vom Hobby- zum reproduzierbaren Workflow.
- Hobby-Modus: Mittelpunkt „nach Augenmaß“. Ergebnis: spürbar mehr schiefe Platzierungen.
- Pro-Modus: Mit Station richtest du den Rahmen jedes Mal identisch aus. Ergebnis: wiederholbare Präzision.
Wenn du verkaufen willst, zahlen Kunden für Konstanz. Eine Einspannstation plus effizientes Rahmensystem ist in vielen Fällen die bessere Investition als „nur“ eine etwas schnellere Maschine.
Betriebs-Checkliste: Deine erste Woche mit jeder Maschine (damit Frust nicht schneller ist als du)
Diese Routine hilft dir, das typische „Bird’s Nest“ (Fadensalat unter der Stichplatte) zu vermeiden, das viele Einsteiger abschreckt.
Betriebs-Checkliste (Vor-dem-Sticken-Ritual)
- Neues Projekt = neue Nadel: Nadeln sind günstig, ruinierte Textilien nicht. Wechsel regelmäßig.
- Einfädeln mit Gefühl: Beim Einfädeln Faden leicht straff halten. Du solltest spüren, dass er sauber in die Spannung läuft.
- Unterfaden richtig einsetzen: Achte auf die korrekte Abrollrichtung und darauf, dass alles sauber sitzt.
- Einspann-Check: Auf die eingespannte Fläche tippen – wirkt sie schlaff, neu einspannen.
- Design abfahren: „Trace/Check Size“ nutzen, damit die Nadel nicht am Rahmen anschlägt.
Fazit: Kauf beim ersten Mal so nah wie möglich an dein Ziel – besonders beim Stickfeld
Marys bester Rat ist gleichzeitig der teuerste, wenn man ihn ignoriert: Kauf die Maschine für die Stickerin/den Sticker, die/der du in sechs Monaten sein willst – nicht nur für heute.
Eine 5x7-Maschine wie die Brother PE770 ist eine starke Lernplattform: Einfädeln, Stabilisieren, grundlegendes Troubleshooting. Wenn du aber mittelfristig größer arbeiten oder Serien effizient produzieren willst, bremst dich die Stickfeldgrenze. Der Blick auf 8x8+ (wie bei der Janome 500E) oder ein Workflow-Upgrade mit Magnetrahmen ist dann kein „Gönnen“, sondern eine Investition in saubere Ergebnisse und weniger Umspannen.

FAQ
- Q: Warum macht die Brother PE770 beim Einschalten bei der Startkalibrierung ein lautes Geräusch und bewegt sich schnell?
A: Das ist normale Startkalibrierung – der Stickarm sucht den „Nullpunkt“ und geht nicht kaputt.- Hände, Haare, weite Ärmel und Werkzeuge beim Einschalten von der beweglichen Stickeinheit fernhalten.
- Die Brother PE770 auf einen wirklich stabilen Tisch stellen, um Vibrationen während der Kalibrierung zu reduzieren.
- Warten, bis die Maschine die Bewegung beendet hat und ruhig steht, bevor du einfädelst, einspannst oder in den Nadelbereich greifst.
- Erfolgskontrolle: Die Brother PE770 stoppt die schnelle Bewegung und steht anschließend ruhig, ohne schleifende Geräusche.
- Wenn es weiterhin auffällig ist: Wenn es nach hartem Mahlen/Schleifen klingt (nicht nach rhythmischen Schrittmotor-Geräuschen), stoppen und vor dem Sticken prüfen lassen.
- Q: Welche Einsteiger-Stichgeschwindigkeit (SPM) ist sinnvoll, um Fadenrisse bei einer Brother PE770, Brother PE800 oder Brother PE900 zu reduzieren?
A: Ein sicherer Startpunkt für Einsteiger sind 400–600 SPM, um Reibung und frühe Fadenrisse zu reduzieren.- Geschwindigkeit vor dem Start des Designs reduzieren, besonders im ersten Monat.
- Eine frische 75/11-Sticknadel und verlässliches Polyester-Stickgarn verwenden, um die Variablen klein zu halten.
- Erst dann schneller werden, wenn das Stickbild stabil ist und Fadenrisse nicht mehr regelmäßig auftreten.
- Erfolgskontrolle: Die Maschine läuft mehrere Minuten ohne wiederholte Fadenrisse oder deutliche Reibungs-/Hitze-Anzeichen.
- Wenn es weiterhin passiert: Einfädelweg inkl. Spannung erneut prüfen (leichter Widerstand sollte spürbar sein) und die Nadel sofort tauschen, wenn sie beim Einstich „ploppt“.
- Q: Wie verhindere ich in der ersten Woche mit einer Brother PE770 (oder ähnlichen Einsteiger-Stickmaschinen) „Bird’s Nests“ (Fadensalat unter der Stichplatte)?
A: Die meisten „Bird’s Nests“ entstehen durch falsches Oberfaden-Einfädeln bzw. weil die Spannungsscheiben nicht getroffen wurden – neu einfädeln und die Spannung sauber „greifen“ lassen.- Neu einfädeln (falls relevant: mit gehobenem Nähfuß) und den Faden leicht straff halten, damit er sicher in die Spannung läuft.
- Prüfen, ob die Unterfadenspule in der richtigen Richtung abrollt (oft „P“ statt „q“) und ob die Spulenkapsel sauber einrastet.
- Bei jedem neuen Projekt mit einer neuen Nadel starten, um Nadelprobleme als Ursache auszuschließen.
- Erfolgskontrolle: Auf der Rückseite liegt der Unterfaden kontrolliert (kein Knäuel), und die Maschine blockiert nicht unter der Stichplatte.
- Wenn es weiterhin passiert: Spulenkapsel herausnehmen und Kanten auf Grate prüfen (mit Fingernagel); bei rauer Kante die Spulenkapsel ersetzen.
- Q: Wie straff sollte der Stoff in einem Standard-Kunststoffrahmen (Brother PE770 5x7) eingespannt sein, um Passungsprobleme und Kräuseln zu vermeiden?
A: Stoff so einspannen, dass er stabil bleibt – zu locker ist der schnellste Weg zu Ausrichtungsproblemen.- Mit zum Stoff passendem Stickvlies arbeiten (Cut-away bei dehnbar; Tear-away bei stabil).
- Vor dem Sticken auf die Fläche tippen und bei „schlaffem“ Gefühl nachspannen oder neu einspannen.
- Vor dem Start die Trace-/Check-Size-Funktion nutzen, damit die Nadelbahn nicht am Rahmen anschlägt.
- Erfolgskontrolle: Die Fläche wirkt stabil, und das Motiv wird beim Abfahren sicher innerhalb des Rahmens angezeigt.
- Wenn es weiterhin Probleme gibt: Auf „Floating“ umstellen (nur Vlies einspannen, Stoff oben auflegen), um Verzug und Rahmenabdrücke zu reduzieren.
- Q: Welches Stickvlies ist für T-Shirts vs. Handtücher/Canvas bei einer Brother PE770 oder Janome Memory Craft 500E sinnvoll, um Lücken zwischen Konturen und Füllflächen zu vermeiden?
A: Stickvlies nach Stoffverhalten wählen: Cut-away für dehnbare Maschenware, Tear-away für stabile Webware, Wash-away für transparente Materialien.- Cut-away für T-Shirts/Strick, damit die Stiche auch nach dem Waschen/Tragen stabil bleiben.
- Tear-away für Handtücher/Canvas/Denim und viele In-the-Hoop-Projekte, wenn du es sauber entfernen willst.
- Wash-away für Organza oder transparente Stoffe, wenn die Stabilisierung unsichtbar sein soll.
- Erfolgskontrolle: Satinkonturen treffen Füllflächen sauber, ohne sichtbare Lücken oder Verzug nach dem Ausspannen.
- Wenn es weiterhin auftritt: Stoffstabilität und Einspannspannung neu bewerten – Stoffbewegung während des Stickens ist meist die Hauptursache.
- Q: Was sollte man vor dem Kauf einer gebrauchten Brother PE770 oder einer gebrauchten Janome Memory Craft 500E prüfen, um Faden-Schreddern und versteckte Schäden zu vermeiden?
A: Mache einen kurzen Pre-Flight-Check mit Fokus auf Geräuschbild, Spulenkapsel-Zustand, Rahmen und mechanisches Spiel.- Einschalten und zuhören: rhythmische Schrittmotor-Geräusche sind normal; schleifendes Mahlen nicht.
- Spulenkapsel herausnehmen und Kanten mit dem Fingernagel prüfen – jeder Grat kann Faden schreddern.
- Rahmen auf Risse prüfen und bei Touchscreens alle Ecken testen.
- Nadelstange vorsichtig bewegen – sie sollte fest wirken, nicht locker.
- Erfolgskontrolle: Maschine startet normal, bewegt sich sauber, und der Unterfadenbereich fühlt sich glatt an.
- Wenn es nicht passt: Eine raue/angeschlagene Spulenkapsel sofort ersetzen; bei Mahlgeräuschen oder deutlicher mechanischer Lockerheit lieber nicht kaufen.
- Q: Wann sollte ein Anfänger von Standardrahmen auf Magnetrahmen wechseln, um Rahmenabdrücke zu reduzieren und das Einspannen bei Serien (z. B. 20 Shirts) zu beschleunigen?
A: Steige auf Magnetrahmen um, wenn Standard-Einspannen Handgelenke belastet, Rahmenabdrücke auf empfindlichen Stoffen hinterlässt oder zu langsam/inkonsistent wird.- Level 1: „Floating“ (nur Vlies einspannen, Stoff oben auflegen), um Abdrücke zu reduzieren.
- Level 2: Magnetrahmen nutzen, um Stoff per Magnetkraft schneller und gleichmäßiger zu klemmen.
- Level 3: Wenn das Volumen weiter wächst, über ein Workflow-Upgrade nachdenken (z. B. größere Stickfelder), um Umspannen und Ausrichtungsrisiko zu reduzieren.
- Erfolgskontrolle: Einspannzeit sinkt spürbar, es gibt weniger Abdrücke, und die Passung bleibt über mehrere Teile konstant.
- Wenn es weiterhin schwierig ist: Ausrichtungsmethode prüfen (eine Einspannstation hilft bei wiederholbarer Platzierung) und Magnetrahmen sofort nicht mehr nutzen, wenn das Einklemmrisiko nicht sicher beherrscht wird – diese Magnete sind extrem stark und für Herzschrittmacher-Träger nicht geeignet.
