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Arbeitsbereich und Stickrahmen-Größe einrichten
Eine saubere Applikationsdatei beginnt mit einer sauberen Arbeitsfläche – und die beginnt in der Software mit der korrekten Rahmenbegrenzung. Betrachte die Digitalisierfläche als die physische Bühne für die Nadel: Stimmen die Maße hier nicht mit der Realität überein, riskierst du Kollisionen oder ein Motiv, das später nicht mittig im Stickrahmen sitzt. In diesem Tutorial digitalisieren wir eine Wal-Applikation in Floriani Total Control U und bauen die klassische Applikations-„Sandwich“-Logik auf (Platzierungslinie → Heftnaht/Tackdown → Satinrand) – plus eine zusätzliche Sicherungsnaht.
Ziel ist das Arbeiten im Feld 130 × 180 mm (5 × 7 inch). Die wichtigste Entscheidung fällt in den ersten Sekunden: die Ausrichtung. Wenn du den Arbeitsbereich auf Querformat drehst (7" breit × 5" hoch), passt dein digitales „Oben“ zur realen Orientierung an der Maschine.

Was du lernst (und warum es in der Praxis zählt)
- Begrenzung zuerst: Damit du keinen 5,1-inch-Wal für einen 5,0-inch-Rahmen konstruierst.
- Node Economy: Warum weniger Knoten sauberere Kurven ergeben (und warum „Mikro-Zittern“ Satinränder sichtbar unruhig macht).
- Layer-Logik: Wie du aus einer Kontur drei Funktionen erzeugst (Platzieren, Heften, Abdecken).
- Kantensicherung: Warum eine Laufnaht oben auf Satin das Hängenbleiben und Aufziehen reduziert.
Wenn du das später auf echte Textilien stickst, gilt: Digitalisieren ist nur 50% des Ergebnisses. Die anderen 50% sind Einspannen und Stickvlies. Applikationsränder sind gnadenlos – verschiebt sich der Stoff auch nur um 1 mm, sieht man das als Lücke oder „Blitzer“ am Rand.
Schritt-für-Schritt: Rahmen wählen und Ausrichtung drehen
- Gehe zu Edit → Preferences.
- Öffne den Tab Hoop.
- Wähle den 130 × 180 mm Stickrahmen (Standard 5x7).
- Kritischer Schritt: Klicke auf das Ausrichtungs-/Rotationssymbol, um von Hochformat auf Querformat zu wechseln.
- Bestätige mit Apply.
Checkpoint (visuell): Das Raster ist jetzt ein waagerechtes Rechteck.
Erwartetes Ergebnis: Du digitalisierst innerhalb der echten 5×7-Begrenzung. Alles, was du platzierst, entspricht später sicheren Nadelbewegungen im Rahmen.
Warnung: Mechanische Sicherheit. Halte Finger, Haare, Kordeln und lose Kleidung von Pantograph/Schlitten und Nadelbereich fern. Niemals Nadel wechseln oder Fadennester entfernen, während die Maschine „Ready“ ist – immer stoppen und je nach Maschine verriegeln bzw. ausschalten.
Clipart importieren und vorbereiten
Die Clipart-Wal-Grafik wird hier ausschließlich als passive Vorlage importiert. Ein typischer Anfängerfehler ist, diese Bitmap-Daten in der finalen Datei zu belassen – das bläht die Datei unnötig auf und kann je nach System irritieren. Behandle das Bild wie Skizzenpapier: wichtig zum Nachzeichnen, aber vor dem Speichern wird es gelöscht.

Grafik importieren
- Wähle Image → Import.
- Suche deine Wal-Clipart-Datei und klicke Open.

Checkpoint (visuell): Die Wal-Grafik liegt auf der Arbeitsfläche. Sie wirkt „flach“ (Pixel), nicht wie Stiche.
Erwartetes Ergebnis: Du hast eine klare Vorlage zum Nachzeichnen.
Profi-Hinweis: Produktionslogik vor dem ersten Knoten
Bevor du die erste Linie setzt, frage dich: Wie wird das später eingespannt?
- Satin-Physik: Satinränder ziehen Material nach innen. Auf stabilem Denim fällt das kaum auf – auf Jersey kann ein breiter Satinstich den Stoff so verziehen, dass am Rand Lücken sichtbar werden.
- Workflow-Konstanz: Wenn du 20 Shirts stickst, muss das Einspannen jedes Mal gleich sein. Unterschiedliche Einspannspannung ist der Feind der Applikations-Passung.
- Tooling: Für Serien ist Wiederholbarkeit entscheidend. Begriffe wie Einspannstation für Stickmaschinen stehen für Systeme, die den Stickrahmen reproduzierbar fixieren, damit das Motiv bei jedem Teil an exakt derselben Stelle landet und „Drift“ minimiert wird.
Füll-Details digitalisieren
Der Ablauf startet mit den Wassertröpfchen. Das sind klassische Füllflächen. Im Tutorial werden die Standardparameter weitgehend beibehalten – für Einsteiger ist das sinnvoll. Faustregel: Vertraue den Standardwerten, bis du einen konkreten Grund hast (z. B. ein bestimmtes Material), davon abzuweichen.

Schritt-für-Schritt: Wassertröpfchen digitalisieren
- Wähle das Fill/Complex Fill-Werkzeug.
- Zeichne die Kontur jedes Tröpfchens manuell nach.
- Gefühlstest: Beim Setzen der Knoten an den „Fluss“ denken: Ecken (Linksklick) erzeugen Spitzen, Kurven (Rechtsklick) erzeugen weiche Verläufe.
- Gruppiere die Tröpfchen (Ctrl + G), damit die Objektliste übersichtlich bleibt.
- Farbe zuweisen: Christie Blue.
Checkpoint (visuell): Aus Konturen werden gefüllte, farbige Flächen.
Erwartetes Ergebnis: Das sind deine Hintergrundelemente. Sie müssen vor dem Applikationskörper gestickt werden, damit der Wal optisch „davor“ liegt.
Warum „Default Underlay“ dein Sicherheitsnetz ist
Unterlagestiche sind das unsichtbare Fundament – die Stiche unter dem Oberfadenbild.
- Funktion: Sie koppeln Material und Stickvlies und stabilisieren die Oberfläche für die Deckstiche.
- Risiko: Viele schalten Unterlage ab, um „Faden zu sparen“. Nicht machen. Ohne Unterlage sinken Stiche ein, Kanten werden unruhig, die Deckung leidet.
- Ausnahme: Bei sehr feinen Details kann man Dichte/Unterlage reduzieren – aber nicht pauschal entfernen.
Applikationskontur und Satinrand erstellen
Das ist der Kern: Wir zeichnen den Wal einmal und erzeugen daraus drei unterschiedliche Maschinenfunktionen. Dadurch ist die Passung maximal – Platzierungslinie und Satinrand basieren auf derselben Geometrie.

Schritt-für-Schritt: Wal-Körperkontur nachzeichnen
- Wähle Run Stitch / Line.
- Node-Economy-Regel: Zeichne die Außenkontur nach.
- Linksklick: harte Ecke.
- Rechtsklick: Kurve.
- Zeichne den gesamten Körper inklusive Flosse und Schwanz.
- Rechtsklick, um die Stiche zu generieren.
Checkpoint (visuell): Eine dünne Drahtgitter-/Wireframe-Linie umrandet den Wal.
Erwartetes Ergebnis: Eine saubere, geschlossene Form – dein „Master Path“.
Häufiger Fehler: Versehentlich gesetzte Knoten
Ein einzelner „Ausreißer“-Knoten macht aus einer Kurve sofort eine Delle.
- Erkennen: In problematische Stellen hineinzoomen.
- Aktion: Rechtsklick auf den störenden Knoten → Delete.
- Ergebnis: Die Linie wird zwischen den verbleibenden Punkten wieder sauber rund.

Checkpoint (visuell): Das „Zittern“/die Delle verschwindet.
Profi-Insight: 4,5 mm als Sicherheitsreserve
Applikationsränder sind nicht nur Optik, sondern „Abdeckung“. Sie müssen die Schnittkante zuverlässig überdecken.
- Standardbreite: Viele Profis arbeiten bei feinen Kleidungsstücken eher mit 3,0–3,5 mm.
- Einsteigerbreite: Hier werden 4,5 mm verwendet. Das ist bewusst breit und verzeiht ungenaues Zurückschneiden oder leichtes Ausfransen.

Applikations-Layer bauen (die „Drei-Pass“-Technik)
Jetzt duplizieren wir den Master Path und erzeugen die Reihenfolge.
Layer 1: Platzierungslinie (die Karte)
- Master Path auswählen.
- Copy & Paste.
- Farbe ändern (z. B. Rot).
- Funktion: Zeigt dir, wo der Applikationsstoff liegen muss.
Layer 2: Heftnaht/Tackdown (der Anker)
- Nochmals Paste.
- Farbe ändern (z. B. Dark Turquoise Blue).
- Funktion: Fixiert den Applikationsstoff nach dem Auflegen, damit du sauber zurückschneiden kannst.


Layer 3: Satinrand (das Finish)
- Ein letztes Mal Paste.
- Parameters/Properties öffnen.
- Appliqué bzw. Satin Stitch auswählen.
- Breite auf 4,5 mm setzen.
- Funktion: Erzeugt die deckende Kante über der Schnittkante.

Checkpoint (visuell): Aus der dünnen Linie wird ein kräftiger, breiter Satinrand.
Erwartetes Ergebnis: Eine deckende, „produktive“ Kante.

Sicherungs-Laufnaht obenauf ergänzen
Satin besteht aus längeren Fadenlagen und kann leichter hängenbleiben (z. B. an Reißverschlüssen oder Klett).
- Das Satin-Objekt kopieren.
- Ganz nach vorne (oberste Ebene) einfügen.
- Stichart auf Run Stitch ändern.
- Farbe auf Medium Blue setzen.
- Warum: Diese dünne Linie wirkt wie ein „Gurt“ über dem Satin und reduziert das Risiko, dass sich der Rand bei einem Hänger aufzieht.
Tool-Tipp: Rahmenspuren & Verzug reduzieren
Breite Satinränder (wie hier 4,5 mm) sind empfindlich gegenüber Verzug durch Einspannspannung. Klassische Rahmen können auf empfindlichen Materialien sichtbare Rahmenabdrücke hinterlassen. Viele lösen das, indem sie auf einen Magnetrahmen umsteigen: Der Stoff wird magnetisch geklemmt statt in einen Ring „gepresst“, was Reibungsspuren reduziert und das Einspannen körperlich erleichtert.
Finish-Details ergänzen und Datei finalisieren
Perfekte Kreise von Hand zu digitalisieren endet oft in einem Ei. Nutze dafür die Geometrie-/Formbibliothek.

Schritt-für-Schritt: Auge mit Formwerkzeugen digitalisieren
- Shape Tool (Circle) wählen.
- Äußeres Auge anlegen. Die Kontur/den Ring entfernen, nur Fill behalten.
- Auf die Vorlage skalieren. Farbe auf White setzen.
- Copy & Paste.
- Kopie kleiner skalieren (Pupille). Farbe auf Black setzen.

Checkpoint (visuell): Ein sauberes, rundes Auge.
Erwartetes Ergebnis: Symmetrie, die per Hand kaum so gleichmäßig gelingt.
Datei aufräumen und Rahmenbegrenzung wiederherstellen
Durch den Bildimport kann sich die Arbeitsfläche an der Bildproportion orientieren statt am Stickrahmen. Deshalb wird der „Bühnenrahmen“ am Ende bewusst zurückgesetzt.
- Wichtiger Schritt: Hintergrund-Clipart auswählen und Delete.
- Zurück zu Preferences → Hoop.
- 130 × 180 mm erneut auswählen, um die korrekte Begrenzung zu erzwingen.
- Select All (Ctrl + A) und Center Design.
- File → Save As (z. B. "Whale_Applique_5x7_v1").



Checkpoint (visuell): Das Motiv sitzt sauber zentriert im Raster.
Erwartetes Ergebnis: Eine „production-ready“ Datei: ohne unnötige Bilddaten, zentriert und sicher ausführbar.
Warnung: Sicherheit bei Magnetrahmen. Magnetische Stickrahmen nutzen starke Neodym-Magnete. Es besteht Quetschgefahr (Fingerverletzungen) und potenzielle Beeinflussung von Herzschrittmachern/Implantaten. Abstand zu sensibler Elektronik und medizinischen Implantaten einhalten.
Primer: Versteckte Verbrauchsmaterialien & Prep-Checks
Die Software ist fertig – jetzt zählt die Realität an der Maschine. Viele vermeintliche „Digitalisierfehler“ sind in Wahrheit Setup-Fehler. Nutze diese Checklisten vor dem ersten Stich.
Versteckte Verbrauchsmaterialien (die „Oh nein, vergessen…“-Liste)
- Neue Nadel (75/11 Sharp): Applikation bedeutet Stoff schneiden; eine stumpfe Nadel drückt Material eher weg und erhöht das Risiko von Problemen.
- Vorgewickelte Unterfadenspulen: Prüfe den Bestand. Wenn der Unterfaden mitten im Satinrand ausgeht, entsteht oft eine sichtbare Nahtstelle.
- Duckbill-Schere: Gebogene Applikationsscheren helfen, dicht an der Heftnaht zu schneiden, ohne Stiche zu erwischen.
- Wasserlöslicher Markierstift: Zum Markieren der Mitte/Referenzpunkte.
- Stickvlies: Siehe Entscheidungsbaum.
Prep-Checkliste: der „Pre-Flight“-Check
- Rahmen-Check: Zeigt der Bildschirm den 130 × 180 mm Rahmen?
- Reihenfolge-Check: In der Simulation: Platzierung → Heftnaht → Satin?
- Stoff gebügelt: Falten bleiben sonst dauerhaft „eingestickt“.
- Zuschnitt groß genug: Ist dein Applikationsstoff deutlich größer als die Walfläche?
- Hardware-Check: Bei Zubehör: Sind deine Stickrahmen für Stickmaschine korrekt eingerastet und werden von der Maschine erkannt?
Entscheidungsbaum: Stoff → Stickvlies
Falsches Fundament ist die #1 Ursache für Wellen/Falten (Puckering).
- Ist dein Grundstoff elastisch (T-Shirt, Hoodie, Strick)?
- JA: Du brauchst Cutaway. Tearaway ist hier tabu – beim Dehnen kann die Stickerei sonst „arbeiten“.
- NEIN: Weiter zu Frage 2.
- Ist dein Grundstoff sehr leicht/transparent (leichte Baumwolle, Leinen)?
- JA: Poly-Mesh / No-Show Mesh (weiches Cutaway) für bessere Haptik und Fall.
- NEIN: Weiter zu Frage 3.
- Ist dein Grundstoff schwer/stabil (Denim, Canvas, Frottee)?
- JA: Tearaway ist meist problemlos möglich.
Setup: Einspann-Strategie für Applikation
Beim Einspannen gibst du Spannung vor. Ziel ist „neutrale Spannung“: glatt und straff, aber nicht verzogen.
Der „Trommelfell“-Test
- Stickvlies: Soll straff wie ein Trommelfell sein.
- Stoff: Glatt aufliegen, aber nicht wie ein Gummiband gedehnt werden.
Wenn dir das gerade Einspannen schwerfällt, ist das oft der Engpass, an dem Tools helfen. Standardrahmen brauchen Druck, um den Innenring zu schließen. Ein Magnetrahmen 5x7 für brother reduziert die Reibung: Stoff flach auflegen, Magnetoberteil aufsetzen – das hilft gegen Rahmenspuren und schiefe Fadenläufe.
Setup-Checkliste
- Ausrichtung: Ist der Rahmen im Querformat geladen?
- Freigang: Ist hinter der Maschine Platz, damit der Rahmen nirgends anschlägt?
- Fadenweg: Sitzt der Oberfaden korrekt in den Spannungsscheiben? (Beim Ziehen spürst du Widerstand.)
- Effizienz: Für Serien: Macht ein hoop master Einspannstation-Workflow Sinn, damit jedes Teil exakt auf gleicher Höhe eingespannt wird?
Betrieb: Stickreihenfolge (die Ausführung)
Halte dich strikt an die Reihenfolge. Die Stopps der Maschine sind deine Handlungsaufforderung.
Phase 1: Fundament
- Wassertröpfchen sticken: zuerst (Hintergrund).
- Platzierungslinie sticken: einmal um den Wal.
- STOP.
Phase 2: Sandwich
- Aktion: Applikationsstoff leicht mit Sprühkleber (oder Klebestift) fixieren und über die Platzierungslinie legen – vollständig abdecken.
- Heftnaht/Tackdown sticken: Stoff wird fixiert.
- STOP.
- Aktion: Rahmen abnehmen (optional, aber oft sicherer). Überschussstoff mit Applikationsschere so nah wie möglich an der Naht zurückschneiden – Ziel 1–2 mm Abstand. Nicht in die Stiche schneiden.
Phase 3: Finish
- Aktion: Rahmen wieder einsetzen.
- Satinrand sticken: 4,5 mm deckt die Schnittkante ab.
- Sicherungs-Laufnaht sticken: die Medium-Blue-Linie obenauf.
- Auge sticken: Weiß (Füllung), dann Schwarz (Pupille).
Betriebs-Checkliste
- Hände frei: Beim Satinrand läuft die Maschine schnell – Abstand halten.
- Unterfaden-Check: Auf Geräusche achten. Gleichmäßiges Surren ist gut; rhythmisches Anschlagen deutet oft auf Kontakt/Blockade oder stumpfe Nadel hin.
- Sicherheit: Bei Magnetrahmen 5x7 für brother sicherstellen, dass der Magnetrahmen vollständig sitzt und sich bei schnellen Bewegungen nicht lösen kann.
Qualitätskontrolle & Troubleshooting
Qualitätsaudit (wie in der Produktion)
Bevor du das Stickvlies entfernst, prüfe:
- Passung: Sitzt das Auge korrekt oder ist es „weggelaufen“?
- Abdeckung: Schauen Stofffasern/Schnittkante unter dem Satinrand hervor? (Zu weit weg geschnitten oder Rand zu schmal.)
- Puckering: Wellen um den Wal? (Einspannen zu locker oder falsches Stickvlies.)
Wenn du gewerblich arbeitest, ist Konstanz deine Währung. Wenn verschiedene Personen unterschiedlich fest einspannen, kann ein Wechsel auf Magnetrahmen für Stickmaschine helfen, den Anpressdruck zu standardisieren – unabhängig davon, wer an der Maschine steht.
Troubleshooting-Matrix
| Symptom | Likely Cause | Investigation & Quick Fix |
|---|---|---|
| Wal „frisst“ den Stoff (Puckering) | Zu locker eingespannt oder falsches Stickvlies. | Fix: Cutaway verwenden. „Trommelfell“-Test machen. Elastische Stoffe beim Einspannen nicht dehnen. |
| Unterfaden (weiß) oben sichtbar | Oberfadenspannung zu hoch oder Unterfaden nicht korrekt eingelegt. | Fix: Oberfaden neu einfädeln. Spannungsscheiben reinigen (z. B. mit Zahnseide). Prüfen, ob die Spule korrekt in der Feder sitzt. |
| Lücken zwischen Satinrand und Form | Pull Compensation oder Schnitt-/Trim-Fehler. | Fix: In der Software Pull Compensation erhöhen. Physisch näher an der Heftnaht schneiden. |
| Maschine klemmt / Birdnesting | Faden nicht im Fadenhebel. | Fix: Nest vorsichtig entfernen. Neu einfädeln und sicherstellen, dass der Faden durch den Fadenhebel läuft. |
| Rahmen springt während des Stickens auf | Material zu dick für Standardrahmen. | Fix: Schraube am Außenring anpassen. Bei häufigen Problemen auf dicken Jacken ggf. einen kräftigeren Magnetrahmen nutzen. |
Ergebnis und nächste Schritte
Du hast jetzt eine Applikationsdatei sauber digitalisiert und gestickt: innerhalb der 130 × 180 mm Begrenzung, mit 4,5 mm Sicherheitsbreite am Satinrand und einer klaren Trim-and-Stitch-Abfolge.
Software zu beherrschen ist der erste Schritt. Die eigentliche Routine entsteht durch Kontrolle der physischen Variablen – Einspannspannung, Stickvlies und saubere Abläufe. Starte mit sicheren Entscheidungen (Cutaway, frische Nadeln, ggf. langsamer), und optimiere danach für Tempo und Wiederholbarkeit.
