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Wenn du schon einmal ein Blatt digitalisiert hast, das am Bildschirm perfekt aussah – aber beim Sticken plötzlich einen abstehenden Faden („Hair“), eine „krümelige“ unruhige Oberfläche oder zwei Blätter, die optisch zu einem grünen Fleck verschmelzen – dann einmal kurz durchatmen. Du hast nicht „versagt“; du bist nur auf die „Screen-to-Fiber Gap“ gestoßen.
Stickerei ist physisch. Anders als Pixel hat Garn Dicke, Spannung und eine echte Lichtreflexion – und genau diese „Maserung“ entscheidet, ob ein Blatt sauber lesbar ist oder matschig wirkt. Aus der Praxis (und nach vielen Probesticks) kann ich dir sagen: Der Unterschied zwischen „selbst gemacht“ und „werkstattreif“ sind oft ein paar unsichtbare Gewohnheiten.
Diese Anleitung baut den Ablauf aus „Circle of Flowers Digitizing: Part 3“ nach – ergänzt aber die Kontrollpunkte und Warum-Erklärungen, die in Software-Tutorials häufig fehlen. Ziel: Blätter, die sauber schließen, eine kontrollierte Tatami-Textur haben, sich optisch trennen lassen und sich in der Produktion zuverlässig testen.

Erst die Basis fixieren: Isacord 5115 + Digitize Closed Shape + Tatami (damit das Blatt sauber startet)
Viele fangen sofort an zu klicken. Profis machen zuerst „Mise-en-place“: erst die Umgebung einstellen, dann digitalisieren. Im Video ist die Reihenfolge klar: Garnfarbe → Werkzeug → Stichart.
Warum diese Reihenfolge? Weil du dir spätere Korrekturschleifen sparst. Wenn du erst zehn Blätter zeichnest und dann merkst, dass noch Standardwerte aktiv sind, musst du nachträglich selektieren/umstellen – und dabei verschiebt man schnell etwas oder übersieht ein Objekt.
Praxis-Workflow (wie im Video gezeigt):
- Garnfarbe aktiv setzen:
- In der Farbpalette Isacord 40 – Farbe 5115 (Baccarat Green) auswählen (aktiv schalten).
- Digitalisier-Werkzeug wählen:
- Digitize Closed Shape (Geschlossene Form digitalisieren) auswählen.
- Fülltyp prüfen:
- In den Object Properties Tatami wählen.
- Praxisbild: Tatami ist die „Flächenfüllung“, die den Stoff flach hält und große Blattflächen stabil abdeckt.

Checkliste vor dem ersten Knoten (kurzer „Pre-Flight“-Check)
Bevor du den ersten Punkt setzt, einmal kurz prüfen:
- Farbe: Ist 5115 aktiv? (Im Video: der aktive Farbswatch ist sichtbar markiert.)
- Werkzeug: Ist Digitize Closed Shape aktiv?
- Eigenschaft: Ist Tatami eingestellt?
- Ansicht: So weit hineinzoomen, dass du die Blattkontur sauber setzen kannst (aber die Form noch komplett im Blick bleibt).

Die Left/Right-Click-Regel in Hatch: Ecken bleiben crisp, Kurven bleiben sauber
Hatch arbeitet hier sehr logisch – und das ist im Video der Kern:
- Linksklick = Ecke (Corner): Für echte Spitzen/Kanten.
- Rechtsklick = Kurve (Curve): Für organische Seitenlinien.
Schneller Praxis-Test: Frag dich: „Ist das hier wirklich eine Ecke – oder eine weiche Kurve?“
- Blattspitze: Ecke → Linksklick.
- Blattseite: Kurve → Rechtsklick.
Wenn du an einer Kurve zu viele Eckpunkte setzt, wirkt die Kontur später „gestuft“ und die Maschine „zögert“ optisch an diesen Stellen. Ziel ist ein gleichmäßiger Lauf um die Form.

Die „Stop short + Enter“-Gewohnheit: Closed Shape schließen ohne Zinger-Stich
Das ist einer der wichtigsten Praxis-Hebel im Video: Nicht manuell exakt zurück auf den Startpunkt klicken.
Warum entstehen „Zinger“ (unerwünschte Ausreißerstiche)? Wenn du beim Schließen genau auf (oder minimal über) den Startpunkt klickst, erzeugst du eine winzige Überlappung im Pfad. Diese Mikro-„Schwanzspitze“ kann sich beim Sticken als einzelner abstehender Faden zeigen – genau der „Zinger“, den niemand auf dem fertigen Teil will.
Sauberes Vorgehen (wie im Video):
- Kontur rund um das Blatt setzen.
- Kurz vor dem Startpunkt stoppen (kleine Lücke lassen).
- ENTER drücken.
- Hatch schließt die Form automatisch sauber – ohne Überlappung.

Warnung: Sicherheit an der Maschine
Beim Probestick (und besonders beim Fäden schneiden) Hände aus dem Nadelbereich. Nicht „mal eben“ einen Ausreißer schneiden, während die Maschine läuft. Erst Stop, warten bis alles steht/entriegelt ist, dann schneiden.
Wenn du deine Digitalisierungen konsequent probestickst (unbedingt empfehlenswert), wird Einspannen zur Realität: Ein perfektes File kann auf schlecht eingespanntem Material trotzdem kräuseln. Wenn du beim Probestick häufig mit Einspannstress, Verzug oder Rahmenspuren kämpfst, lösen viele Betriebe das operativ durch Magnetrahmen für Stickmaschine: Stoff wird schnell und gleichmäßig geklemmt, ohne das typische „Schrauben und Ziehen“ klassischer Rahmen – Probesticks werden dadurch vergleichbarer.

„Falscher Klick“ passiert: Knotentypen im Reshape (Gelbes Quadrat vs. Blauer Kreis)
Fehler gehören dazu: einmal Linksklick statt Rechtsklick – und schon ist eine Kurve zur Ecke geworden. Das Video zeigt die richtige Haltung: Nicht neu zeichnen – korrigieren.
So erkennst und korrigierst du es (wie im Video):
- Objekt auswählen und Reshape aktivieren (oder H drücken).
- Knoten ansehen:
- Gelbes Quadrat = Corner (Ecke)
- Blauer Kreis = Curve (Kurve)
- Falschen Knoten anklicken und Leertaste drücken.
- Der Knoten wechselt sofort Quadrat ↔ Kreis.
Das spart massiv Zeit, weil du die Form nicht neu digitalisieren musst.

Blätter im Resequence-Docker gruppieren und die Pattern Gallery offen halten
Für einen sauberen Workflow in Serienarbeit gilt: Änderungen möglichst „im Paket“ machen. Im Video werden mehrere Blätter im Resequence docker zusammengefasst und gemeinsam gestylt.
Warum gruppieren? Damit Pattern- und Look-Änderungen konsistent auf alle Blätter wirken – statt dass ein Blatt anders aussieht, weil du es beim Umstellen übersehen hast.
UI-Tipp aus dem Video: Die Pattern Gallery wird so „hochgezogen“/offen gehalten, dass du schnell Pattern durchklicken kannst, ohne ständig Panels zu öffnen/schließen.

Tatami Pattern 15 vs. 16 vs. 17: Warum höhere Pattern „breiter“ wirken können
Im Video werden 15, 16 und 17 verglichen – und am Ende Pattern 15 gewählt.
Praxisbeobachtung (wie im Video erklärt): Bei 16/17 liegen die Nadelpenetrationen weiter auseinander – dadurch wirkt die Textur „breiter“ bzw. eher satinartig.
Einordnung für die Praxis:
- Pattern 15: wirkt gleichmäßiger und „botanischer“ – gute, solide Blattfläche.
- Pattern 16/17: kann optisch breiter/strukturierter wirken, aber verändert den Look deutlich.

Kurz-Check vor dem Drehen der Stichwinkel
- Sind die relevanten Blätter zusammen ausgewählt/gruppiert? (Resequence prüfen)
- Ist das gewünschte Pattern aktiv (z. B. 15)?
- Siehst du im Gesamtbild schon „Blob“-Tendenz? (verschmelzen Blätter optisch?)
Stichwinkel in Hatch steuern (H + orange Winkel-Linie): Blätter optisch trennen
Garn reflektiert Licht – und genau deshalb ist der Stichwinkel ein „Optik-Regler“.
Problem: Wenn zwei benachbarte Blätter den gleichen Stichwinkel haben, reflektieren sie ähnlich und wirken wie eine Fläche.
Lösung (wie im Video):
- Ein Blatt auswählen.
- H für Reshape.
- Die orange Winkel-Linie finden.
- Winkel so drehen, dass er sich klar vom Nachbarblatt unterscheidet.
Orientierungswert aus dem Video: Die gezeigten Winkel liegen ungefähr im Bereich 58° bis 63° – als praxisnaher Ausgangspunkt, um eine natürliche „Maserung“ zu erzeugen.

Duplizieren, skalieren, Mirror X / Mirror Y: schnelle Symmetrie ohne Neuzeichnen
Nicht neu zeichnen, wenn du ein sauberes Element schon hast. Im Video wird ein fertiges Blatt:
- Dupliziert: Rechtsklick + ziehen.
- Skaliert: über die Größensteuerung verkleinert.
- Gespiegelt: Mirror X (horizontal) und Mirror Y (vertikal), um es passend zur Kurve auszurichten.
Praxis-Hinweis: Nach starkem Skalieren lohnt ein kurzer Blick auf die Objekt-Eigenschaften, damit der Fill nicht „zu dicht“ wirkt – besonders bei sehr kleinen Blättern.

Die Probestick-Realität: Entscheidend ist, wie es nach dem Einspannen läuft
Am Bildschirm ist alles Theorie – der Probestick ist der Beweis. Tatami-Flächen können auf instabilem Material ziehen und Falten erzeugen.
Entscheidungslogik: Material → Stabilisierung
- Dehnbar? (T-Shirt, Polo, Hoodie)
- Ja: Cutaway verwenden.
- Sehr dünn/instabil? (z. B. feine Webware)
- Ja: Cutaway oder passende stabile Lösung.
- Stabil? (z. B. Denim/Canvas)
- Ja: Tearaway kann ausreichen.
- Flauschig/strukturiert? (z. B. Fleece/Frottee)
- Ja: wasserlöslicher Topper.
Wenn dich beim Testen eher das Einspannen ausbremst (Rahmenspuren, zu viel Kraft, ungleichmäßige Spannung), suchen viele gezielt nach Magnetrahmen Anleitung-Workflows, weil Magnetrahmen das Klemmen und „Floating“ deutlich vereinfachen können.

Zwei „leise“ Fehlerbilder: Wenn es trotz korrekter Schritte nicht gut aussieht
1) „Gezackte Kante“
Symptom: Kontur wirkt gestuft/angefressen. Mögliche Ursache: Zu viele Corner-Knoten auf einer Kurve. Schnelltest: Reshape öffnen und prüfen, ob an der Kurve viele gelbe Quadrate sitzen.
2) „Grüner Blob“
Symptom: Blätter verschmelzen optisch. Mögliche Ursache: Stichwinkel sind zu ähnlich.
Für schnelle Vergleichstests ist ein zügiger Rahmenwechsel hilfreich. Viele nutzen dafür einen Magnetrahmen, um mehrere Varianten (z. B. unterschiedliche Winkel) nacheinander zu testen, ohne jedes Mal lange einzuspannen.

Warnung: Magnet- und Quetschgefahr
Magnetrahmen für Stickmaschine arbeiten mit sehr starken Neodym-Magneten.
* Quetschpunkt: Magnete schnappen kräftig zusammen – Finger aus dem Klemmbereich halten.
* Medizinische Geräte: Abstand zu Herzschrittmachern einhalten.
* Elektronik/Karten: Nicht auf Laptops/Tablets legen und Abstand zu Magnetstreifen halten.
Aus der Blatt-Lektion eine Produktionsgewohnheit machen: schneller testen, sauberer sticken, weniger Nacharbeit
Diese Lektion ist mehr als „ein Blatt zeichnen“ – sie ist ein wiederholbarer Ablauf:
- ENTER zum Auto-Close = weniger Ausreißer/Zinger.
- Reshape (H) + Leertaste = Knoten sauber korrigieren.
- Gruppieren = Styles konsistent anwenden.
- Stichwinkel-Kontrast = optische Trennung ohne Zusatzstiche.
Upgrade-Pfade aus der Praxis (wenn Engpässe wandern):
- Engpass: Einspannzeit. Wenn Einspannen länger dauert als Sticken, hilft oft ein Magnetrahmen.
- Engpass: Platzierungs-Konstanz. Für wiederholgenaue Positionierung in Serien wird oft eine Einspannstation genutzt.
- Engpass: Farbwechsel/Produktivität. Wenn du ständig manuell Farben wechselst, ist das ein Hinweis, dass eine Mehrnadelstickmaschine den Workflow deutlich entlasten kann.

Ablauf-Checkliste (wiederholbarer Blatt-Workflow)
- Setup: Isacord 5115 aktiv setzen.
- Werkzeug: Digitize Closed Shape + Tatami.
- Eingabe: Links (Ecke) / Rechts (Kurve) konsequent.
- Schließen: kurz vor Startpunkt stoppen → ENTER.
- Textur: Blätter gruppieren → Pattern 15.
- Optik: Stichwinkel über orange Linie kontrastieren (ca. 58°–63° als Referenz aus dem Video).
- Praxis: Probestick einplanen → Ergebnis am Stoff beurteilen.

Finaler Realitätscheck: Bildschirmvorschau ist Entwurf – der Probestick ist Wahrheit
Digitalisieren ist ein kontrolliertes Experiment: Der Bildschirm ist die Hypothese, die Maschine liefert den Beweis.
Mit ENTER zum Schließen und sauberer Stichwinkel-Steuerung eliminierst du einen großen Teil der typischen Fehlerquellen. Für den Rest – die Physik am Material – helfen saubere Stabilisierung und ein reproduzierbarer Einspannprozess. Wenn du deine Testflächen schnell und gleichmäßig fixieren willst, sind Magnetrahmen für viele Betriebe ein praktischer Weg, um Probesticks effizienter zu machen.
FAQ
- Q: Warum entsteht in Hatch Embroidery Digitizer bei einem Tatami-Blatt nach „Digitize Closed Shape“ manchmal ein zufälliger abstehender Faden („Hair“) an der Spitze?
A: Nutze die „kurz stoppen + ENTER“-Methode, damit Hatch die Form automatisch ohne Pfad-Überlappung schließt (das verhindert Zinger-Stiche).- Digitalisiere die Blattkontur und stoppe kurz vor dem Startknoten.
- Drücke ENTER, um die Form zu schließen, statt manuell zurück auf den ersten Knoten zu klicken.
- Probestick auf Stoff machen (Bildschirmvorschauen können Mikro-Überlappungen kaschieren).
- Erfolgskontrolle: Nach dem Probestick steht am Start-/Spitzenbereich kein einzelner „Ausreißerfaden“ ab.
- Wenn es weiterhin passiert: Reshape (H) öffnen und den Start/Endbereich auf winzige Überlappungen oder zusätzliche Knoten prüfen, dann erneut mit ENTER schließen.
- Q: Wie beeinflussen in Hatch „Digitize Closed Shape“ die Linksklick- vs. Rechtsklick-Knoten die Blattkante bei Tatami-Füllung?
A: Knotentyp passend zur Form setzen – Linksklick für echte Ecken, Rechtsklick für saubere Kurven, um Knicke und „Hesitations“-Spuren zu vermeiden.- Linksklick nur an scharfen Merkmalen (z. B. Blattspitze) für einen klaren Eckknoten.
- Rechtsklick entlang organischer Seiten für Kurvenknoten und gleichmäßige Bewegung.
- Fehler über Reshape (H) korrigieren und mit Leertaste den Knotentyp umschalten (Ecke ↔ Kurve).
- Erfolgskontrolle: Die gestickte Tatami-Kante wirkt glatt (nicht gestuft/gekinkt) und die Maschine läuft sichtbar „rund“ um die Kurve.
- Wenn es weiterhin schlecht aussieht: Eckknoten auf der Kurve reduzieren und auf korrekt stabilisiertem Material erneut testen, um Stoffverschiebung auszuschließen.
- Q: Was bedeuten im Hatch-Reshape-Modus gelbe Quadrate und blaue Kreise – und wie korrigiert man den falschen Knotentyp ohne das Blatt neu zu digitalisieren?
A: Gelbes Quadrat = Eckknoten, blauer Kreis = Kurvenknoten; den falschen Knoten mit der Leertaste umschalten statt löschen und neu zeichnen.- Blattobjekt auswählen und Reshape (H) aktivieren.
- Problemknoten identifizieren (gelbes Quadrat = Ecke, blauer Kreis = Kurve).
- Knoten anklicken und Leertaste drücken, um das Verhalten sofort zu wechseln.
- Erfolgskontrolle: Die Konturvorschau wird sichtbar glatter (oder an der Spitze bewusst schärfer) und die gestickte Kante zeigt keinen „Knick“ mehr.
- Wenn es weiterhin nicht passt: Weiter hineinzoomen und Knotenposition/-anzahl anpassen, bevor du erneut testest.
- Q: Welche Stabilisierung verhindert bei Tatami-Blättern auf T-Shirts oder Polos das Kräuseln („Pucker Effect“) beim Sticken?
A: Auf dehnbaren Maschenwaren (T-Shirts, Polos, Hoodies) Cutaway-Stickvlies verwenden, weil Tatami-Flächen dauerhafte Stabilität brauchen.- Bei dehnbaren Stoffen grundsätzlich Cutaway wählen; Tearaway auf Knits ist oft zu schwach.
- Auf flauschigen/strukturierten Oberflächen einen wasserlöslichen Topper nutzen, damit die Füllung nicht einsinkt.
- Vor dem erneuten Test sauber und gleichmäßig einspannen.
- Erfolgskontrolle: Der Stoff bleibt nach dem Sticken um das Blatt herum glatt (keine Falten, die nach außen „strahlen“).
- Wenn es weiterhin kräuselt: Einspannung prüfen und erneut testen – dichte Flächen können schwache Stabilisierung nicht „wegdigitalisieren“.
- Q: Wie prüft man vor Tatami-Blättern die Einspannspannung, um Stoffwandern und gezackte Kanten zu vermeiden?
A: So einspannen, dass Material stabil und straff sitzt – als schneller Praxischeck gilt das „Trommelgefühl“ beim Antippen.- Eingespannten Stoff leicht antippen: Er sollte straff wirken (nicht schwammig, nicht rutschend).
- Für die Beurteilung eine passende, frische Nadel einsetzen (z. B. 75/11 Sharp für Webware oder Ballpoint für Knits).
- Prüfen, ob die Unterfadenspule nicht fast leer ist (lange Füllstiche reagieren empfindlich auf Spannungsänderungen).
- Erfolgskontrolle: Die Blattkante bleibt gleichmäßig und der Stoff „kriecht“ während der Füllung nicht.
- Wenn es weiterhin Probleme gibt: Bei Knits auf Cutaway wechseln und erneut testen – Stoffverschiebung kann wie „schlechte Digitalisierung“ aussehen.
- Q: Warum wirken benachbarte Tatami-Blätter in Hatch trotz geänderter Stichwinkel immer noch wie ein grüner Fleck – und welche Winkeländerung hilft?
A: Den Winkelkontrast deutlicher erhöhen, damit das Licht auf jedem Blatt anders reflektiert und die Formen optisch getrennt bleiben.- Blatt auswählen, Reshape (H) aktivieren und die orange Winkel-Linie finden.
- Einen Winkel klar anders als den Nachbarwinkel setzen (nicht nur wenige Grad Unterschied).
- Nach der Änderung Probestick machen – optische Trennung beurteilt man am Garn, nicht am Bildschirm.
- Erfolgskontrolle: Unter normalem Licht sind die Blätter als getrennte Formen erkennbar, auch ohne zusätzliche Kontur.
- Wenn es weiterhin verschmilzt: Kontrast noch stärker setzen (z. B. deutlich Richtung horizontal/vertikal) und Einspannung/Stabilisierung als Fehlerquelle ausschließen.
- Q: Welche Sicherheitsregeln gelten beim Abschneiden von Ausreißfäden („Zinger“) an einer 1000-SPM-Stickmaschine während Blatt-Probesticks?
A: Maschine vollständig stoppen, bevor du in den Nadelbereich greifst – niemals während des Laufens schneiden.- Stop drücken und warten, bis die Maschine vollständig steht/entriegelt ist, bevor Hände in die Nähe der Nadelstange kommen.
- Sprungstiche oder Fadenenden nur bei komplett stillstehender Bewegung schneiden.
- Hände und Werkzeuge während des Testlaufs aus dem Klemmbereich/Nadelpfad halten.
- Erfolgskontrolle: Hände kommen nie in den Nadelbereich, solange die Nadel sich bewegt.
- Wenn es im Ablauf trotzdem „hektisch“ wird: Tempo rausnehmen und die Routine „Stoppen – warten – schneiden“ konsequent einhalten.
