Weihnachts-Glühbirnen in PE-Design 10 digitalisieren – mit durchgehendem Stichpfad (weniger Schnitte, sauberere Ergebnisse)

· EmbroideryHoop
Diese praxisnahe PE-Design-10-Anleitung zeigt, wie du eine Lichterkette mit Weihnachts-Glühbirnen anhand eines Referenzbilds digitalisierst: eine „Master“-Birne mit Formen und Manual Punch aufbauen, sauber duplizieren und umfärben, den Zickzack-„Draht“ zeichnen und – am wichtigsten – Start-/Endpunkte (Entry/Exit) sowie die Nähreihenfolge manuell so setzen, dass eine Einkopf-Stickmaschine mit deutlich weniger Sprungstichen und Schnitten durchsticken kann.
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Inhaltsverzeichnis

Referenzbild importieren und vorbereiten

Ein sauberer Sticklauf beginnt lange bevor du „An Maschine senden“ klickst. Beim professionellen Digitalisieren betrachten wir die Stickdatei nicht als Bild, sondern als eine Abfolge logischer Anweisungen für Nadel und Fadenschnitt. In diesem Projekt digitalisieren wir eine Weihnachts-Lichterkette (Glühbirnen) komplett von Grund auf in Brother PE-Design 10.

Die eigentliche Lektion ist dabei nicht „wie zeichne ich eine Birne“, sondern Pfadlogik: Wir optimieren den Stichpfad so, dass das Motiv möglichst durchgehend läuft – mit minimalen Schnitten/Trims. Wenn du auf einer Einkopf-Stickmaschine arbeitest, ist das Gold wert: weniger „Vogelnester“ aus Sprungfäden und ein deutlich saubereres Ergebnis auf der Rückseite.

Du baust zuerst eine „Master“-Birne (Körper + Sockel + Lichtreflex), duplizierst sie, zeichnest den verbindenden Draht, fügst ein Monogramm hinzu – und machst dann den Schritt, den viele überspringen: manuelles Sequenzieren, um die Standard-Sprungstiche der Software zu eliminieren.

Opening screen of PE-Design 10 software.
Software launch

Für wen ist das gedacht?

Für fortgeschrittene PE-Design-Anwender:innen und Maschinensticker:innen, die Grundobjekte (Füllfläche, Satin, Linie) beherrschen – aber sich über „unproduktive“ Dateien ärgern. Wenn du nach einem 10-Minuten-Sticklauf noch 20 Minuten Fadenenden schneidest, passt dieser Workflow.

Warum der „Continuous Path“-Gedanke entscheidend ist

Am Bildschirm sieht dein Motiv vielleicht verbunden aus. Die Maschine „sieht“ aber nur die Reihenfolge-Liste. Wenn das Ende des Sockels nicht logisch in den Anfang des Drahts übergeht, muss die Maschine stoppen, schneiden (oder springen), verfahren und neu ansetzen.

Der Praxis-Check für schlechte Pfadlogik:

  • Geräusch: Du hörst ständig das Klack-klack des Trimmers statt eines gleichmäßigen Nähgeräuschs.
  • Haptik: Die Rückseite wirkt kratzig und „knotig“ durch viele Start/Stop-Punkte.
  • Optik: Du siehst Sprungstiche (lange Spannfäden) zwischen eigentlich zusammengehörigen Elementen.

Auswirkung in der Produktion:

  • Zeit: Jeder Schnittzyklus kostet Sekunden. Viele unnötige Sprünge summieren sich schnell.
  • Qualität: Satin ist an Start/Stop am empfindlichsten. Weniger Stopps = weniger Risiko für Aufziehen/Unsauberkeiten.
  • Passung: Bei jedem Stopp kann sich Material minimal entspannen/verschieben. Durchgehendes Nähen hält die Spannung konstanter.

Wenn du Workflow ernst nimmst – weniger Verzug, weniger Nacharbeit – müssen „Software-Skills“ zur „Maschinenrealität“ passen. Selbst die beste Datei kann scheitern, wenn das Einspannen nicht stabil ist. Viele Shops kombinieren saubere Digitalisierung mit zuverlässigen Stickrahmen für Stickmaschine: Nur wenn der Stoff stabil sitzt, landet die Pfadlogik aus der Software auch wirklich dort, wo sie soll.

Imported reference image of four Christmas bulbs on the grid.
Image setup

Birne und Sockel mit Formen digitalisieren

Das ist die Phase „Master-Komponente“. Wir bauen eine Birne sauber auf – und duplizieren danach. Nimm dir hier die Extra-Minute: Eine gute Pfadlogik am Anfang spart später viel Reparaturarbeit.

Selecting 'Not Sewn' for the outline property in the Shapes menu.
Tool configuration

Schritt 1 — Bild importieren und für die Digitalisierung skalieren

  1. PE-Design 10 öffnen und zum Image-Tab wechseln.
  2. Auf das gelbe Ordner-Symbol klicken (Bild aus Datei laden).
  3. Das gespeicherte JPEG-Referenzbild auswählen – es erscheint auf dem Raster.
  4. Aktion: Mit den Eck-Anfassern auf die gewünschte Arbeitsgröße skalieren.
    • Praxis-Tipp: Lege die Endgröße jetzt fest. Starkes Nachskalieren kann Dichten/Optik ruinieren.
  5. Außerhalb des Bildes klicken, damit die Anfasser verschwinden – so verschiebst du das Bild beim Setzen von Punkten nicht versehentlich.

Checkpoint: Das Referenzbild liegt in der gewünschten Größe stabil auf dem Raster.

Erwartetes Ergebnis: Du kannst hineinzoomen und nachzeichnen, ohne dass das Bild „mitwandert“.

Tracing the outline of the blue bulb using the Closed Curve tool.
Digitizing

Schritt 2 — Birnenkörper mit „Closed Curve“ digitalisieren

Der Birnenkörper ist die farbige Hauptfläche.

  1. In Shapes wechseln.
  2. Closed Curve auswählen.
  3. Wichtige Einstellung: Outline/Line Sew auf Not Sewn setzen. Fill/Region Sew auf Blue.
  4. Aktion: Entlang der Kontur Punkte setzen, um die Form nachzuzeichnen.

Checkpoint: Eine geschlossene blaue Fläche liegt über dem Bild – ohne genähte Außenlinie.

Erwartetes Ergebnis: Ein sauberes, einzelnes Füllobjekt.

Profi-Hinweis (Push/Pull in der Praxis): Warum „Not Sewn“ bei der Outline? Bei solchen Formen wird eine Laufstich-Kontur oft vom Fill „geschluckt“ oder erzeugt zusätzlich Verzug, sodass Kontur und Füllung nicht sauber decken. Eine reine Füllfläche ist auf vielen Materialien toleranter.

Schritt 3 — Sockel mit „Straight Closed“ digitalisieren und Entry/Exit festlegen

Das ist der Schlüssel für den durchgehenden Pfad.

  1. Straight Closed wählen (Shortcut: Z).
  2. Den Sockel (quadratisch/rechteckig) digitalisieren.
  3. Farbe auf ein Moosgrün stellen (damit Sockel und Draht später zusammenpassen).
  4. Der entscheidende Schritt: Zum Entry/Exit Point-Werkzeug wechseln.
  5. Aktion: Start- und Endpunkt auf die unterste Kante des Sockels ziehen – idealerweise so, dass beide unten sitzen.

Checkpoint: Die Entry/Exit-Markierungen sind unten am Sockel positioniert.

Erwartetes Ergebnis: Die Maschine kann den Sockel genau dort beenden, wo der Draht beginnen soll – ohne unnötigen Sprung.

Warnung: Zu viele Punkte vermeiden. Gerade bei kleinen Sockeln reichen oft wenige Punkte. Viele eng gesetzte Knoten erzeugen hektische Mikro-Bewegungen, was Nadelablenkung begünstigen kann. Halte die Form so simpel wie möglich.

Digitizing the bulb base in green using the Straight Closed tool.
Digitizing base
Adjusting the Entry and Exit points to the bottom of the base object.
Path optimization

Profi-Tipp aus der Praxis

Für Geschwindigkeit zählt Muskelgedächtnis: In PE-Design kommst du bei vielen Funktionen schneller über Rechtsklick am Objekt (z. B. Gruppieren), statt jedes Mal zur oberen Menüleiste zu fahren.

Lichtreflex mit dem Manual-Punch-Werkzeug erstellen

Der kleine weiße Reflex gibt Volumen. Ohne ihn wirkt die Birne flach. Mit Manual Punch kontrollierst du jede Einstichstelle.

Creating the light reflection using the Manual Punch tool with white thread.
Detailing

Schritt 4 — Reflex mit Manual Punch anlegen (erst Laufstich, dann Satin)

Satin (Zickzack) braucht „Halt“. Wenn du sofort mit breitem Satin startest, können die ersten Stiche locker wirken.

  1. Shapes > Manual Punch wählen.
  2. Farbe auf White setzen.
  3. Anker: Zuerst ein kurzes Stück Laufstich (ein paar Punkte in Linie) im Reflexbereich setzen.
  4. Satin: Danach Punkte im Muster oben–unten–oben–unten setzen (Zickzack-Logik).
  5. Mit Doppelklick abschließen.

Checkpoint: Ein klarer, weißer Reflex ist sichtbar.

Erwartetes Ergebnis: Der Satin liegt definiert, und der Anker verschwindet unter den Satinstichen.

Warum der Laufstich-Anker hilft: Gerade auf einer brother Stickmaschine sorgt dieser kleine Anker dafür, dass der Faden „greift“, bevor die breiten Satinschwünge beginnen.

Elemente duplizieren und einfärben

Jetzt, wo die Master-Birne stimmt (inkl. Entry/Exit), wird repliziert. Gleiche Arbeit mehrfach zu machen ist der häufigste Zeitfresser.

Selecting the entire bulb assembly to Group it.
Object management

Schritt 5 — Teile gruppieren, damit nichts „auseinanderfällt“

  1. Mit dem Auswahlwerkzeug einen Rahmen um Körper (blau), Sockel (grün) und Reflex (weiß) ziehen.
  2. Befehl: Gruppieren (Ctrl+G oder Rechtsklick > Group).

Checkpoint: Beim Verschieben muss alles zusammen bleiben.

Erwartetes Ergebnis: Eine einzige, sauber bewegliche Einheit.

Schritt 6 — Gruppe duplizieren (Ctrl + D)

  1. Gruppe auswählen.
  2. Ctrl + D drücken.
  3. Wiederholen, bis vier Birnen vorhanden sind.

Checkpoint: Vier identische Birnen auf der Arbeitsfläche.

Erwartetes Ergebnis: Einheitliche Formen statt leicht unterschiedlicher „Handkopien“.

Duplicating the grouped bulb to create multiple lights.
Duplication

Schritt 7 — Umfärben, ohne die ganze Gruppe umzuschalten

Typischer Stolperstein in PE-Design:

  • Falle: Gruppe auswählen und „Rot“ klicken → Körper, Sockel und Reflex werden rot.
  • Lösung: Gruppe einmal auswählen, dann gezielt den Birnenkörper innerhalb der Gruppe anklicken (Sub-Selection).
  1. Körper der zweiten Birne auswählen und auf Orange stellen.
  2. Körper der dritten Birne auswählen und auf Green stellen.
  3. Körper der vierten Birne auswählen und auf Red stellen.

Checkpoint: Sockel bleiben grün, Reflexe bleiben weiß – nur die Körper ändern sich.

Erwartetes Ergebnis: Mehrfarbige Lichterkette mit identischer Konstruktion.

Schritt 8 — Hintergrundbild ausblenden und Birnen anordnen

  1. Die Bildanzeige (Image) ausblenden, um die Fläche „aufzuräumen“.
  2. Birnen in eine natürliche Kurve/Welle schieben.
  3. Mit dem Rotationsgriff leicht drehen, damit es „hängend“ wirkt.

Checkpoint: Es wirkt wie eine Lichterkette – nicht wie eine starre Reihe.

Lichter verbinden: den Draht erstellen

Optisch verbindet der Draht die Birnen. Technisch ist er der „Reiseweg“, damit die Maschine von Sockel zu Sockel kommt, ohne zu schneiden.

Changing the color of individual bulbs in the group to Orange, Green, and Red.
Colorizing

Schritt 9 — Draht mit „Open Curve“ und Zickzack-Linienstich zeichnen

  1. Shapes > Open Curve wählen.
  2. Einstellungen: Line Sew = ON. Line Sew Type = Zigzag Stitch.
  3. Farbe: Dasselbe Moosgrün wie beim Sockel wählen.
  4. Aktion: Den Draht so zeichnen, dass er unten am Sockel startet und unten am nächsten Sockel endet (Doppelklick zum Beenden).

Checkpoint: Eine grüne Zickzack-Linie verbindet die Sockel sichtbar.

Erwartetes Ergebnis: Eine optisch und technisch zusammenhängende Verbindung.

Material-Hinweis: Zickzack ist auf dehnbaren Stoffen toleranter als ein starrer Laufstich – die Linie kann „mitgeben“, statt bei Zug zu reißen.

Der Schlüssel gegen Sprungstiche: manuelles Sequenzieren

Das ist der Kern: Software sortiert oft nach Farben (alle Blauen, dann alle Grünen). Das führt zu unnötigen Sprüngen im Stickrahmen. Wir zwingen die Maschine zu einem linearen, verbundenen Ablauf.

Arranging the bulbs into a circular/box formation using the rotation handle.
Layout

Schritt 10 — Monogramm hinzufügen

  1. Textwerkzeug wählen.
  2. Eine passende Schrift auswählen.
  3. „M“ eingeben und mittig platzieren.

Checkpoint: Optisch ist das Motiv fertig – jetzt machen wir es „produktionsfähig“.

Schritt 11 — „Optimized sewing order“ nicht als alleinige Lösung sehen

Automatische Optimierung kann Farbwechsel reduzieren, löst aber Sprungstiche nicht zuverlässig, wenn die Topologie (Sockel→Draht) nicht berücksichtigt wird. Auf einer Einkopf-Stickmaschine zählt jeder unnötige Sprung.

Schritt 12 — Objekte manuell umsortieren: Sockel → Draht → Sockel → Draht

Denk in „Zugstrecke“:

  1. Das Fenster Sewing Order / Sequence öffnen.
  2. Falls nötig, Gruppen aufklappen/auflösen, damit du die Einzelteile siehst.
  3. Logik:
    • Sockel Birne 1
    • direkt danach Draht 1
    • direkt danach Sockel Birne 2
    • direkt danach Draht 2
    • usw.
  4. Aktion: Ebenen per Drag & Drop in diese Reihenfolge ziehen.

Erfolgsmerkmal: In der Reihenfolgeansicht verschwinden die Scheren-/Trim-Hinweise zwischen Sockel und Draht (sofern die Verbindung logisch ist).

Checkpoint: Die Reihenfolge bildet eine durchgehende Kette.

Erwartetes Ergebnis: Die grünen Elemente laufen nahezu „handschriftlich“ durch, ohne ständiges Absetzen.

Schritt 13 — Simulator laufen lassen und verlangsamen

  1. Simulator starten.
  2. Geschwindigkeit auf langsam stellen.
  3. Sichtprüfung: Läuft die Nadel vom Sockel in den Draht und weiter zum nächsten Sockel – oder springt sie?

Checkpoint: Schnitte sollten im Wesentlichen nur bei Farbwechseln auftreten (z. B. später zum Monogramm).

Betriebs-Checkliste (Go/No-Go)

  • Entry/Exit: Bei allen Sockeln unten gesetzt.
  • Draht: Als Zickzack-Linie angelegt.
  • Sequenz: Sockel 1 -> Draht 1 -> Sockel 2 -> Draht 2.
  • Simulation: Keine unerwarteten Sprünge innerhalb der grünen Verbindung.
  • Realismus: Ein Schnitt zum Monogramm (Farbwechsel) ist normal.

Troubleshooting

Nutze diese Matrix, wenn dein Lauf nicht so aussieht wie geplant.

Symptom Likely Cause The Quick Fix
Excessive Jumps Default grouping sequence. Manually re-order elements in the Sequence Pane (Base -> Wire).
Gapping (White space) Fabric pull / "Push-Pull" effect. Ensure the wire starts inside the base overlap by 1-2mm, not just touching the edge.
Recoloring Error Selected the whole group. Click the group once, pause, click the specific object (Sub-select) to recolor.
Loose Stitches No underlay/anchor. Add a short running stitch before starting wide satins (Manual Punch).
Connection Failure New Computer / Driver issue. If PE-Design 10 won't send via USB on Win 10/11, check Windows Device Manager. You may need a legacy driver.

Vorbereitung

Digitalisieren ist nur 50% – die anderen 50% sind Material und Vorbereitung.

Versteckte Verbrauchsmaterialien & Checks (die oft vergessen werden)

  • Nadeln: Je nach Material passend wählen (z. B. für Jersey eher Ballpoint, für Webware eher spitz). Eine stumpfe Nadel verursacht Fadenrisse trotz perfekter Datei.
  • Garn: Blau, Orange, Grün, Rot, Weiß bereitlegen.
  • Schere: Kleine, gebogene Stickschere für den Sprung zum Monogramm.
  • Stickvlies: Das Fundament.
    • Faustregel: Dehnbar = eher Cut-Away, stabil = eher Tear-Away.
  • Einspannen: Gerade bei verbundenen Designs entscheidet das Einspannen über die Passung. Schief eingespannt wirkt der „Draht“ schnell krumm.

Darum ist eine konstante Einspannstation für Stickrahmen in vielen Werkstätten Standard: Sie macht Ausrichtung reproduzierbar.

Entscheidungsbaum: Vlies nach Stoffverhalten wählen

  1. Dehnbar (Jersey/Stretch)?
    • JA: Cut-Away.
    • NEIN: weiter zu 2.
  2. Flauschig/voluminös (Frottee/Fleece)?
    • JA: Tear-Away unten + wasserlöslicher Topper oben.
    • NEIN (Baumwolle/Canvas): Tear-Away.

Vorbereitungs-Checkliste

  • Referenzbild vor dem Nachzeichnen auf Endgröße gebracht.
  • Farben mit den realen Garnkonen abgeglichen.
  • Passende Nadel eingesetzt.
  • Greifer-/Spulenbereich von Flusen gereinigt.
  • Teststoff ist vergleichbar mit dem Endmaterial.

Setup

Setup ist die Brücke zwischen Computer und Nadel.

Setup-Checkpoints gegen „am Bildschirm perfekt, auf Stoff chaotisch“

  • Trim-Management: Auto-Trim an der Maschine prüfen. Im grünen „Draht“-Abschnitt soll idealerweise nicht ständig geschnitten werden.
  • Rahmenspannung: Stoff straff, aber nicht verzogen.
    • Taktile Probe: Antippen – er sollte sich wie eine Trommelhaut anfühlen.

Der Einspann-Engpass: Bei Einkopf-Maschinen können Standardrahmen frustrieren: Schraube festziehen kostet Zeit, und es entstehen leichter Rahmenspuren. Viele steigen deshalb auf einen Magnetrahmen für brother Stickmaschine oder andere Magnetrahmen für Stickmaschine um. Magnetische Rahmen halten den Stoff über Magnetkraft statt Reibung – schnelleres Umspannen und weniger Rahmenspuren.

Warnung: Magnet-Sicherheit. Magnetrahmen sind stark. Finger aus der „Schnappzone“ halten (Quetschgefahr). Abstand zu Herzschrittmachern/ICDs sowie magnetempfindlichen Medien (Kreditkarten, Datenträger) einhalten.

Setup-Checkliste

  • Birnenkörper: Outline auf „Not Sewn“.
  • Sockel: Entry/Exit unten.
  • Einspannen: Stoff straff und gerade.
  • Unterfaden: Spule ausreichend gefüllt.
  • Startposition: Nadelposition passend zur Vorlage.

Qualitätschecks

Vor dem finalen Auftrag lohnt ein kurzer „Pre-Flight“.

On-Screen-Checks

  • Zoom-Check: Stark hineinzoomen und Übergänge Sockel↔Draht prüfen.
  • Punkt-Check: Keine unnötigen Punkt-Cluster in kleinen Bereichen.

Pfad-Checks (Trim-Audit)

  • Sewing-Order-Fenster öffnen.
  • Sind Scheren-/Trim-Symbole zwischen grünem Sockel und grünem Draht sichtbar?
  • Wenn ja: zurück zu Schritt 12.

Realer Probestick

  • Auf Restmaterial testen.
  • Rückseiten-Check: Unterfaden sollte im Satin mittig sichtbar sein.
  • Verzugs-Check: Wenn der Draht auf Stoff „daneben“ läuft, ist meist Stabilisierung/Einspannen die Ursache.

Wenn du bei Serienproduktion Probleme mit gleichbleibender Ausrichtung hast: Oft ist „Skill“ einfach „besseres Werkzeug“. Sauberes Einspannen für Stickmaschine plus Station/Magnetrahmen reduziert Variablen.

Ergebnis

Du hast jetzt eine produktionsfähige PE-Design-10-Datei für eine festliche Lichterkette.

Dein Design-DNA:

  • Effizienz: Sockel→Draht-Sequenz reduziert unnötige Schnitte.
  • Funktion: Zickzack-Draht ist toleranter auf dehnbaren Stoffen.
  • Optik: „Not Sewn“-Outline sorgt für einen cleanen Look; der geankerte Reflex wirkt crisp.
  • Stabilität: Weniger Punkte = ruhigerer Lauf.

Der Gewinn ist nicht nur ein hübsches Weihnachtsmotiv, sondern ein echter Schritt in Richtung „produktionsorientiertes Digitalisieren“: weg vom „Bild zeichnen“, hin zum „Maschine programmieren“.

Wenn du das als Batch stickst (z. B. mehrere Shirts/Strümpfe), lohnt sich auch ein Blick auf die Hardware-Seite: Ein Magnet-Stickrahmen ist für viele der erste ROI-Upgrade, weil er Rahmenspuren reduziert und das Umspannen beschleunigt. Und wenn du weiter skalieren willst, spart eine Mehrnadelstickmaschine die manuellen Farbwechsel – das macht aus einem langen Job einen deutlich automatisierteren Lauf.