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Wenn du schon einmal eine Produktionsvorschau gesehen hast und gedacht hast: „Dieser Füllstich wird 50.000 Stiche Schmerz und ein verzogenes Shirt“, dann bist du nicht allein. Maschinenstickerei ist ständig ein Aushandeln zwischen digitalem Entwurf und physischer Realität.
Die gute Nachricht: DesignShop v11 gibt dir sehr präzise Stellschrauben für Deckung, Textur und Stichzahl – ohne dass der professionelle Look leidet. Aber: Software ist nur die halbe Miete.
Diese Anleitung rekonstruiert den Workflow aus der Session mit Fokus auf Shopfloor-Realität: warum Dichte-Mathematik zählt, wie du „Rillen“ als Textur-Tool nutzt und wie du diese nervigen Fehl-Fadenbrüche mit einem sensorischen Ansatz sauber eingrenzt.

Den integrierten Melco-Designordner auf Laufwerk C: finden (damit du nichts neu herunterladen musst, was du schon hast)
Wenn ein Operator sagt, er habe „die Werksdesigns verloren“, ist es selten echte Datenkorruption – meistens liegen die Dateien einfach dort, wo Windows sie unscheinbar ablegt. Wenn du den Speicherort sicher kennst, sparst du Zeit und Reibung beim Setup.
Im Video wird die integrierte Bibliothek über den Windows-Datei-Explorer geöffnet:
- Datei-Explorer öffnen (Win+E).
- Zu C: wechseln.
- Den Ordner Designs suchen.
HinweisWenn du die Software bewusst auf eine andere Partition installiert hast (z. B. D:), liegt der Ordner entsprechend dort.

Profi-Tipp (Organisation): Behandle diesen Ordner als Master-Bibliothek. Speichere keine Kundenänderungen direkt dort. Lege stattdessen einen separaten Ordner „Client Projects“ an, damit die Werksdaten unverändert bleiben.
Die „unsichtbare“ Vorbereitung vor dem Digitalisieren von Füllflächen in DesignShop v11 (damit Vorschau und Stickbild zusammenpassen)
Bevor du den ersten Punkt setzt, lohnt sich ein kurzer „Pre-Flight-Check“. Viele typische Probleme – Wellen, Lücken, schlechte Passung – entstehen, weil beim Digitalisieren die Stoffphysik ignoriert wird.
Das „Stoff-Verhandlungs“-Prinzip
Beantworte vor dem Klicken zwei Fragen:
- Was ist der Job der Füllfläche?
- Deckung: Soll es ein geschlossener Block sein (z. B. Patch-Hintergrund)?
- Textur: Geht es um künstlerische Struktur/Schattierung?
- Stabilität: Ist es als stabilisierende Fläche/Unterbau gedacht?
- Womit „wehrt“ sich der Stoff?
- Wenn du eine melco Stickmaschine auf festem Denim fährst, kommst du oft mit leichter Stabilisierung durch.
- Bei Performance-Knit/Stretchmaterial versucht der Stoff „wegzulaufen“. Dann brauchst du in der Praxis stabilere Grundlage und eine Dichte, die zur Anwendung passt.
Prep-Checkliste (vor dem Zeichnen)
- Asset-Quelle: Sicherstellen, dass die Dateien lokal vom richtigen Laufwerk kommen (kein unnötiger Netzwerk-Lag).
- Fülltyp: Complex Fill (klassisch/geschlossen) oder UniFill (Textur/Struktur).
- Stoffphysik: Bei Stretch frühzeitig an Zug-/Verzugseffekte denken.
- Einspann-Strategie: Passt das Motiv in einen Standardrahmen ohne Rahmenspuren, oder ist eine magnetische Lösung sinnvoll?

Einen sauberen Complex Fill in DesignShop v11 aufbauen (Ecken, Kurven, Löcher, Ein-/Ausstieg, dann Stichwinkel)
Complex Fill ist das Arbeitspferd. „Irgendwie klicken“ führt aber schnell zu chaotischer Logik – und damit zu unnötigen Schnitten/Trims und unruhigem Lauf.
Schritt 1: Werkzeug wählen
In der Werkzeugleiste Complex Fill auswählen.
Schritt 2: Geometrie nachzeichnen (der „Klick-Rhythmus“)
Die Software unterscheidet klar zwischen Geraden und Kurven.
- Linksklick: Ecken / gerade Segmente.
- Rechtsklick: weiche Kurven.
- Sinnes-Check: Ist es rund, solltest du überwiegend rechtsklicken. Ist es kantig, überwiegend links.
- Form schließen: Enter drücken. (Nicht zurück zum Startpunkt klicken – das schließt DesignShop für dich.)

Schritt 3: Entscheidung „Loch“
Nach dem Schließen wartet DesignShop darauf, ob du Negativflächen ausstanzen willst (z. B. Donut-Mitte).
- Loch nötig: Jetzt innerhalb der Form zeichnen.
- Kein Loch: Nochmals Enter drücken, um zu überspringen.
- Visueller Check: Unten links in der Statusleiste steht, welchen Input DesignShop als Nächstes erwartet.

Schritt 4: Laufweg (Ein- & Ausstieg)
Hier legst du fest, wo dieser Block beginnt und endet.
- Klick 1 (Start): Möglichst dort, wo die vorherige Farbe/Sequenz endet (weniger Sprungstiche).
- Klick 2 (Ende): Dort, wo der nächste Bereich sinnvoll weiterläuft.
Schritt 5: Stichwinkel
Eine Linie über die Form ziehen, um die Stichrichtung festzulegen.
- Praxisregel: Auf dehnbaren Stoffen sind extreme 90°-Wechsel oft kritischer. Eine „schrägere“ Richtung kann Verzug reduzieren.

Erfolgsmerkmal: Du siehst eine flache, gleichmäßige Füllfläche mit parallel laufenden Stichlinien entsprechend deinem Winkel.
Warnung: Mechanische Gefahr. Hände, lose Ärmel und Werkzeuge von Nadelstange und Fadenhebel fernhalten – besonders bei Testläufen. Wenn du eine neue Dichte testest, nutze zuerst die „Trace“-Funktion der Maschine, damit die große Bewegung nicht am Stickrahmen anschlägt.
Stichzahl richtig reduzieren: Density in den Object Properties (und warum „10.0“ zur Falle werden kann)
Das Video zeigt einen sehr produktionsrelevanten Hebel: Density steuert Laufzeit und Stichzahl.
So funktioniert die Dichte-Logik:
- Dichte-Grundprinzip:
- Höhere Zahl (z. B. 10.0) = geringere Dichte (größerer Abstand, weniger Stiche).
- Niedrigere Zahl (z. B. 2.0) = höhere Dichte (enger, mehr Stiche).

Im Beispiel fällt eine große Form von 48.000 Stichen auf 24.000 Stiche, nachdem die Dichte auf 10.0 gesetzt wurde.

Praxis-Realitätscheck
„10.0“ spart massiv Stiche – wirkt aber auf vielen Materialien schnell „durchscheinend“.
- Praxis-Check: Beurteile nicht nur die Stichzahl, sondern die optische Deckung im Test.
- Risiko bei sehr enger Dichte: Zu eng kann Material stressen und das Stickbild unnötig hart machen.
- Wann sehr offen sinnvoll ist: Für leichte Texturen/Schattierung, wo die offene Struktur gewollt ist.
Profi-TippWenn du eine melco amaya Stickmaschine in der Produktion laufen hast, kann schon eine kleine Dichte-Optimierung pro Motiv spürbar Laufzeit sparen – aber nur, wenn die Deckung im realen Stickbild noch passt.
UniFill-Spleißlinien in DesignShop v11: Der schnellste Weg zu einer klaren „Detail-Rille“ innerhalb einer Füllfläche
UniFill erlaubt Textur innerhalb eines Blocks, ohne separate Objekte anzulegen. „Splice Lines“ funktionieren wie eine bewusst gesetzte Rille im Fadenbild.
Schritt 1: UniFill aktivieren
Auf dem Complex-Fill-Icon lange klicken und UniFill auswählen.

Schritt 2: Geometrie zeichnen
Außenkontur und ggf. Löcher wie beim Complex Fill anlegen.
Schritt 3: Splice Line (das Kern-Feature)
Wenn der Cursor den Splice-Hinweis zeigt, eine Linie quer durch die Form ziehen.
- Prinzip: Entlang dieser Linie erzwingt die Software Einstiche – unabhängig davon, wie die Stichlänge sonst laufen würde.
- Ergebnis: Eine klar sichtbare, „eingesunkene“ Linie/Rille im Fill.


Anwendung: Ideal für definierende Details (z. B. Blattadern, Trennlinien in Blüten), ohne die zusätzliche Masse einer Satinkante.
Fehlalarme „Unterfadenbruch“/„Thread Break“ in Melco OS stoppen: erst Active Feed prüfen, dann TBS-Sensitivität kalibrieren
Nichts bremst die Produktion so sehr wie ein „Fadenbruch“-Stopp, obwohl der Faden intakt ist. Diese Fehlalarme kosten Zeit und Nerven.
Troubleshooting-Hierarchie (erst einfach, dann Kalibrierung):
- Level 1: Fadenweg & Basics (sofort prüfbar)
- Hakt der Faden am Konus?
- Flusen im Spulen-/Greiferbereich?
- Active Feed plausibel eingestellt?
- Level 2: Sensor/Settings (Kalibrierung)
- Wenn der Fadenweg sauber ist, ist der Sensor oft „zu empfindlich“.
- In Melco OS: Tools > Settings > Machine > TBS Calibration.
- Sensitivität im Bereich 0–10 anpassen.


Das „Herzschlag“-Bild verstehen
Der Thread Break Sensor (TBS) „erwartet“ eine gleichmäßige Spannung. Wenn Active Feed zu hoch (zu locker) ist, „flattert“ der Faden – der Sensor erkennt den Rhythmus schlechter und meldet einen Bruch. Darum: Active Feed immer vor der Sensor-Sensitivität korrigieren.
Fadenbruch direkt nach dem Trim: Messer reinigen, Active Feed verifizieren, Flagging kontrollieren
Wenn der Faden unmittelbar nach einem Schnitt reißt, ist es in der Praxis meist Trimmer/Mechanik oder Flagging (Material hebt/senkt sich mit der Nadel).
Warum ein Trim „hart“ ist
Beim Schneiden wird der Faden abrupt getrennt, Spannung fällt ab, die Maschine startet sofort wieder – das ist ein Schockmoment.
Typische Ursachen:
- Verschmutztes/öliges Messer: Schneidet nicht sauber, sondern franst – der nächste Stich greift dann schlecht.
- Flagging: Der Stoff „trampoliniert“, dadurch entstehen wechselnde Schlaufen/Spannungsspitzen.
Fix-Checkliste (Setup)
- Trimmerbereich reinigen: Flusen und Fadenreste entfernen.
- Trimmerbereich gemäß Wartung ölen/reinigen: (wie im Video beschrieben, je nach Trimmer-Bauart).
- Nähfußhöhe prüfen: So einstellen, dass der Fuß den Stoff gerade stabilisiert (Flagging reduzieren).
- Einspannen prüfen: Locker eingespannt = mehr Flagging = mehr Brüche.
- Upgrade-Pfad: Wenn du bei dicken Teilen oder schwierigen Stellen regelmäßig Probleme mit sicherem Einspannen hast oder Rahmenspuren ein Thema sind, ist das oft eine Hardware-Grenze. Viele Profis wechseln dann auf Magnetrahmen für Stickmaschine, um gleichmäßiger zu klemmen und Flagging zu reduzieren.
Entscheidungsbaum: Wann umrüsten?
- Kleine Runs, dünne Ware? Standardrahmen reicht oft.
- Kappen/Schwierige Artikel? Kappenrahmen für melco oder magnetische Rahmen je nach Anwendung.
Pop-up „Match for color 1 was not found“ beheben: „Auto select colors at load“ deaktivieren
Das ist in der Regel eine lästige Einstellung – kein „Design kaputt“-Fehler.
Fix:
- Tools > Settings öffnen.
- Den zweiten Tab wählen.
- „Auto select colors at load“ deaktivieren.
Ergebnis: Das Design lädt, ohne dass du sofort Farbzuordnungen erzwingen musst.
Monogramm-Rahmen von Buchstaben trennen in DesignShop v11 (damit du die Rahmenfarbe separat ändern kannst)
Kundenwunsch-Klassiker: „Buchstaben so, aber Rahmen in einer anderen Farbe.“ Standardmäßig hängt das oft zusammen.
Workflow zum Trennen
- Objekt auswählen: Monogramm anklicken, bis die Handles sichtbar sind.
- Wireframe erkennen: Den kleinen „X“-Handle finden, der zur Rahmengeometrie gehört (nicht zu den Buchstaben).
- Farbe zuweisen: Den Rahmen-Handle anklicken und in der Palette eine andere Farbe vergeben.



Warum das funktioniert: DesignShop gruppiert gleichfarbige Elemente. Durch die Farbänderung zwingst du die Software, Rahmen und Buchstaben als getrennte Einheiten in der Projektstruktur zu führen.
Praxis-Entscheidungsbaum: Stickvlies + Einspannen, damit Füllflächen flach bleiben
Gutes Digitalisieren kann schlechtes Einspannen nicht „wegzaubern“. Nutze diese Matrix, um die Basis zu stabilisieren.
Phase 1: Stoff-Diagnose
- Dehnbar? (Performancewear, Piqué/Strick)
- Ja: In der Praxis ist Cutaway oft die stabilere Wahl als Tearaway, weil es langfristig besser trägt.
- Nein: Bei Webware (Denim, Twill) ist Tearaway häufig ausreichend.
Phase 2: Einspann-Methode
- Schwer zu klemmen? (dicke Nähte, rutschig, Reißverschlüsse)
- Standard-Stickrahmen: Risiko für Aufspringen oder Rahmenspuren.
- Lösung: Hier werden Magnetrahmen für Stickmaschine für viele Betriebe zur Produktionshilfe, weil sie schwierige Lagen gleichmäßiger halten können.
Warnung: Magnet-Sicherheit. Starke Magnetrahmen können Haut einklemmen. Abstand zu Herzschrittmachern, Kreditkarten und empfindlicher Elektronik halten. Magnete seitlich auseinander schieben – nicht direkt auseinanderhebeln.
Upgrade-Pfad für den echten Shop (Tempo, ohne Qualität zu verlieren)
In der Praxis bedeutet „Skill“ oft: standardisierte Abläufe und passende Tools.
- Die „Einspann-Grenze“:
Wenn Einspannen länger dauert als das Sticken, verlierst du Geld. Eine Magnetische Einspannstation standardisiert die Platzierung, damit Logos gerade sitzen – unabhängig davon, wer einspannt. - Die „Größen-Grenze“:
Standardrahmen begrenzen die Fläche. Ein xl Stickrahmen für melco eröffnet größere Motive (z. B. Rücken/Front groß). - Die „Skalierungs-Grenze“:
Wenn ein Single-Head 24/7 läuft und du trotzdem Aufträge ablehnen musst, hilft Feintuning nur begrenzt. Dann ist es oft Zeit, über Mehrkopf-/Mehrnadel-Lösungen nachzudenken.
Betriebs-Checkliste (Run-Ready Routine)
Bevor du startest, einmal kurz scannen:
- Visuell: Ergibt die Ein-/Ausstiegslogik in der Vorschau Sinn?
- Haptisch: Sitzt der Stoff im Rahmen straff und gleichmäßig?
- Daten: Dichte so gewählt, dass Deckung und Laufzeit passen?
- Material: Verbrauchsmaterial bereit (Schere/Snip, Ersatznadeln usw.)?
- Mechanik: Nach einem Birdnest: Trimmerbereich auf Reste prüfen.
Wenn du diesen Workflow konsequent fährst, kämpfst du weniger mit der Maschine – und produzierst planbarer.
FAQ
- Q: Wie finden DesignShop-v11-Anwender die integrierten Melco-Werksdesigns auf dem Windows-Laufwerk C:, ohne Dateien erneut herunterzuladen?
A: Öffne den Windows-Datei-Explorer und suche den Ordner „Designs“ auf dem Laufwerk, auf dem DesignShop v11 installiert wurde.- Win+E drücken, dann Laufwerk C: öffnen.
- Den Ordner „Designs“ suchen (wenn DesignShop v11 auf D: oder einer anderen Partition installiert wurde, dort nachsehen).
- Für eigene Änderungen einen separaten Ordner „Client Projects“ anlegen, damit die Werksdaten unverändert bleiben.
- Erfolgskontrolle: Die integrierten Dateien öffnen lokal ohne „missing file“-Hinweise oder Netzwerk-Verzögerung.
- Wenn es weiterhin nicht klappt … In Windows nach einem Ordner „Designs“ suchen und den tatsächlich verwendeten Installationspfad verifizieren.
- Q: Welchen „Pre-Flight-Check“ sollten DesignShop-v11-Digitalisierer vor Complex Fill oder UniFill machen, damit Vorschau und Stickbild auf echtem Material übereinstimmen?
A: Lege vor dem Zeichnen fest, welchen Zweck die Füllfläche hat und wie sich der Stoff verhält – und entscheide dann Werkzeug und Einspann-Strategie. So reduzierst du Wellen und Passungs-Überraschungen.- Ziel definieren: Deckung (Block), Textur (Schattierung) oder Stabilität (Unterbau-Absicht).
- Stoffphysik berücksichtigen: Bei dehnbaren Stoffen frühzeitig mit mehr Verzug rechnen und die Stabilisierung entsprechend wählen.
- Werkzeug wählen: Complex Fill für geschlossene Deckung; UniFill, wenn Textur im Vordergrund steht.
- Erfolgskontrolle: Der Teststick bleibt flach und ausgerichtet, statt Lücken, Wellen oder Verschiebungen zur Vorschau zu zeigen.
- Wenn es weiterhin nicht klappt … Erst Stabilisierung und Einspann-Festigkeit prüfen, bevor du Digitalisierwerte „blind“ nachregulierst.
- Q: Wie erstellt man in DesignShop v11 mit Complex Fill korrekt Ecken, Kurven, Löcher, Ein-/Ausstieg und Stichwinkel, um unnötige Trims und „Spaghetti“-Laufwege zu vermeiden?
A: Nutze den richtigen Klick-Rhythmus, schließe die Form mit Enter, entscheide Löcher sofort und setze Ein-/Ausstieg sowie Stichwinkel bewusst.- Linksklick für Ecken/Geraden; Rechtsklick für Kurven.
- Enter zum Schließen (nicht zurück auf den Startpunkt klicken).
- Löcher nur bei Bedarf zeichnen; sonst Enter zum Überspringen.
- Ein-/Ausstieg so setzen, dass Sprünge minimiert werden (Start nahe am Ende des vorherigen Segments; Ende nahe am Beginn des nächsten), dann die Stichwinkel-Linie ziehen.
- Erfolgskontrolle: Parallele, saubere Fülllinien und möglichst wenige Sprünge/Trims in der Vorschau.
- Wenn es weiterhin nicht klappt … Statusleiste (unten links) lesen: Sie zeigt, ob du gerade im Schritt „Form“, „Loch“ oder „Pathing“ bist.
- Q: Wie sollte man in den Object Properties von DesignShop v11 die Dichte anpassen, um Stichzahl zu reduzieren, ohne durchscheinende Füllflächen oder Materialstress zu erzeugen?
A: Nutze die Dichte als Produktionshebel, aber bewerte immer das reale Stickbild: Sehr hohe Zahlen reduzieren Stiche stark, können aber schnell zu wenig Deckung ergeben; sehr enge Dichte kann Material unnötig belasten.- Richtung merken: Höhere Zahl = geringere Dichte (weiterer Abstand); niedrigere Zahl = höhere Dichte (enger).
- Extreme vermeiden: Zu offen wirkt schnell „see-through“, zu eng kann das Stickbild hart machen.
- Erfolgskontrolle: Gleichmäßige Optik ohne Transparenz und ohne sichtbare Verformung.
- Wenn es weiterhin nicht klappt … Kleine Testfläche sticken und in kleinen Schritten nachstellen – erst nachdem Stabilisierung und Einspannen passen.
- Q: Wie stoppt man in Melco OS Fehlalarme „Thread Break“/„Unterfadenbruch“, indem man zuerst Active Feed prüft und dann die TBS-Sensitivität kalibriert?
A: Prüfe zuerst Fadenweg und Active Feed, und kalibriere TBS erst, wenn mechanisch alles sauber ist.- Basics prüfen: Hakt der Faden am Konus? Flusen im Spulen-/Greiferbereich entfernen.
- Active Feed vor Sensor: Ist Active Feed zu hoch (zu locker), „flattert“ der Faden und TBS kann den Spannungs-„Herzschlag“ schlechter erkennen.
- Danach kalibrieren: Tools > Settings > Machine > TBS Calibration und Sensitivität im Bereich 0–10 anpassen.
- Erfolgskontrolle: Die Maschine läuft durch, obwohl der Faden sichtbar intakt ist und sauber abläuft.
- Wenn es weiterhin nicht klappt … Nach intermittierenden Haken im Fadenweg suchen und sicherstellen, dass Active-Feed-Änderungen wirklich übernommen wurden.
- Q: Was sollten Operatoren tun, wenn der Faden direkt nach dem Trim auf einer Mehrnadelstickmaschine reißt (Messer verschmutzt, Active Feed, Flagging)?
A: Behandle Brüche nach dem Trim zuerst als Trimmer-/Flagging-Thema: Messerbereich reinigen, Stoffbewegung kontrollieren und sicher einspannen.- Trimmer reinigen: Flusen und Birdnest-Reste am Messer entfernen, damit der Schnitt sauber ist.
- Flagging reduzieren: Nähfuß so einstellen, dass er den Stoff stabilisiert (kein „Trampolin“).
- Grundlage festigen: Neu einspannen, wenn der Stoff locker sitzt.
- Erfolgskontrolle: Nach dem Trim startet die Naht sauber, ohne sofortiges Reißen.
- Wenn es weiterhin nicht klappt … Active Feed prüfen und bewerten, ob die Einspannmethode den Artikel zuverlässig klemmen kann (dicke Ware braucht ggf. einen anderen Ansatz).
- Q: Welche Maschinen-Sicherheitsmaßnahmen sollten Operatoren vor dem Testen neuer Fülldichten und beim Nutzen der „Trace“-Funktion beachten, um Rahmenkollisionen und Gefahren an der Nadelstange zu vermeiden?
A: Hände/lose Teile aus dem Gefahrenbereich halten und bei großen Bewegungen immer zuerst Trace laufen lassen.- Gefahrenzone freihalten: Finger, Ärmel und Tools von Nadelstange und Fadenhebel fernhalten.
- Trace vor dem Nähen: Den Laufweg prüfen, damit das Motiv nicht am Stickrahmen anschlägt – besonders bei großen Füllflächen.
- Stoppen und verifizieren: Wenn es knapp wirkt, sofort anhalten und Größe/Rahmenwahl anpassen.
- Erfolgskontrolle: Trace läuft mit sicherem Abstand ohne Kontaktpunkte.
- Wenn es weiterhin nicht klappt … Motiv verkleinern oder anderen Rahmen wählen und Trace erneut ausführen, bevor du wieder startest.
