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(Hinweis zum Top-Embed-Modul: Dieser Artikel basiert auf dem YouTube-Video „Custom Fishing Gear Straps | Embroidery on a Ricoma TC“ vom Kanal StitchNV. Die Anleitung unten ist bewusst so geschrieben, dass du den Ablauf ohne Video zuverlässig nacharbeiten kannst.)
Auch „einfache“ Text-Stickereien auf Gurten können hochwertig wirken – oder schnell nach Bastellösung aussehen. Entscheidend sind ein paar kleine, aber wirkungsvolle Punkte: Wo genau du den Schriftzug zentrierst, wie du ein schmales Teil stabilisierst, wie sauber du einspannst und wie du das Finish (Fäden/Vlies) erledigst. Dieses Projekt ist dafür ein sehr gutes Beispiel: schnell, wiederholbar und am Ende im harten Einsatz (an Angeltaschen) – Haltbarkeit zählt.

Was du hier mitnimmst
- Wie du einen langen Gurt in identische Stücke schneidest und die Enden versiegelst, damit nichts ausfranst.
- Wie du mit gedruckten Schablonen inkl. Fadenkreuz (Crosshair) Kleinschrift in einer definierten Stickzone sauber zentrierst.
- Wie du einen schmalen Gurt mit Abreißvlies straff einspannst und die Position per Trace/Contour Trace absicherst.
- Wie du einen wiederholbaren „1 Gurt = 1 Zyklus“-Ablauf für mehrere Wörter aufbaust.
- Wie die Presenter*in diesen Auftrag kalkuliert hat (Einrichtgebühr + fixer Stückpreis) – und warum nicht rein nach Stichzahl.
Einführung: Individuelle Gurte fürs Angelzubehör
Der Auftrag startet mit einem langen schwarzen Gurtband, das in vier gleich lange Stücke geteilt wird. Jedes Stück bekommt ein anderes Wort in Weiß gestickt – „FEATHERS“, „LURES“, „GEAR“ und „JIGS“ – damit der Kunde sein Angelzubehör sortieren kann. Die Druckknöpfe (Snaps) setzt der Kunde selbst, daher muss die Stickerei auf dem nutzbaren Bereich sauber zentriert sein.

Ein Detail, das den Auftrag extrem gut reproduzierbar macht: Das Layout ist klar definiert. Jedes Stück wird auf 12 inch geschnitten, und der Schriftzug wird auf einem 8-inch-Bereich zentriert – die verbleibenden 4 inch sind für die spätere Snap-Montage vorgesehen. Diese „8-inch-Stickzone“ ist dein Referenzmaß für alle vier Teile.
Ein Workflow-Hinweis aus dem Video: Es war eine schnelle Lieferung (Thanksgiving-Woche), aber ohne Expresszuschlag. Ob du einen Rush-Fee nimmst, ist eine Business-Entscheidung – wichtig ist, dass dein Ablauf auch unter Zeitdruck stabil bleibt.
Tools & Materialien zusammenstellen
Die Liste ist angenehm kurz – genau deshalb sind solche Aufträge typische „Brot-und-Butter“-Jobs für kleine Stickereien.
Im Video gezeigt/erwähnt (Tools)
- Lineal
- Schere
- Feuerzeug (zum Versiegeln der Schnittkanten)
- Magnetrahmen (Mighty Hoop 4.25")
- Stickmaschine (Ricoma TC)
- USB-Stick (Designs sind vorbereitet)
- Hitzebeständiges Klebeband/Heat Tape (zum Fixieren der Papierschablone)
- Sprühkleber (als Option erwähnt)
Im Video gezeigt/erwähnt (Materialien)
- Langer schwarzer Gurt (wird zugeschnitten)
- Abreißvlies
- Weißer Stickfaden
- Gedruckte Wort-Schablonen aus Papier (mit Fadenkreuz)

Warnhinweis: Beim Zuschneiden und beim Kürzen von Fadenenden arbeitest du nah an Klingen und (später) an bewegten Maschinenteilen. Maschine immer stoppen, bevor du in den Nadelbereich greifst. Beim Schneiden kurze, kontrollierte Schnitte setzen, damit du weder Gurt noch Stiche beschädigst.
Praxisnotiz: Die Presenter*in hatte die Designs bereits auf dem USB-Stick und „ready to go“. Genau das hält solche Jobs profitabel – die meiste Zeit (und Marge) steckt oft in Vorbereitung und Rüstvorgängen, nicht im Sticken selbst.
Wenn du deinen Ablauf für schmale Teile verbessern willst, ist genau hier Einspannen für Stickmaschine häufig der Engpass: nicht die Stickzeit, sondern Ausrichten, Fixieren und Position prüfen – ohne ständig neu einzuspannen.
Gurte vorbereiten
Präzise schneiden & Kanten versiegeln
Der Gurt wird abgemessen und in vier Stücke à 12 inch geschnitten. Nach jedem Schnitt werden die Enden mit dem Feuerzeug kurz „angeflammt“/versiegelt, damit die Kante nicht ausfranst.



Warum die Reihenfolge zählt: Wenn du erst alles schneidest und „später versiegelst“, passieren in der Praxis zwei Dinge: (1) du vergisst schnell ein Ende, (2) du arbeitest hektischer und die Kanten werden uneinheitlich. Direkt nach jedem Schnitt zu versiegeln ist der einfachste Weg zu konsistenten Teilen.
Checkpoints (so sieht „richtig“ aus)
- Jedes Stück ist 12 inch lang.
- Die Schnittkante wirkt geschlossen (nicht fusselig) und franst beim leichten Reiben nicht auf.
Design-Schablonen für saubere Positionierung
Die Wörter werden ausgedruckt und als Papierschablonen ausgeschnitten. Diese Ausdrucke enthalten die Fadenkreuze (Crosshairs) aus der Sticksoftware – genau diese dienen als Referenz für die Ausrichtung.

Die Schablone wird so platziert, dass das Wort in der 8-inch-Stickzone mittig sitzt. Im Video wird das Fadenkreuz auf die 4-inch-Markierung ausgerichtet, um den Mittelpunkt zu definieren.


Aus der Praxis (angelehnt an die Kommentare): Die Methode wirkt simpel – und genau das ist der Vorteil. Je standardisierter deine Ausrichtung ist (Fadenkreuz + feste Referenzmarke), desto weniger Neu-Einspannen und Korrekturen brauchst du.
„Leise“ Verbrauchsmaterialien & Prep-Checks
Das sind die Punkte, die bei Kleinschrift oft darüber entscheiden, ob es sauber und „geschäftsmäßig“ aussieht.
- Oberfaden/Unterfaden als System: Bei Kleinschrift fällt jede Unruhe sofort auf. Wenn die Rückseite ungleichmäßig aussieht, zuerst Einfädelweg und Unterfadenspule prüfen, bevor du am Design zweifelst.
- Nadelwahl nach Materialkategorie: Das Video nennt keine konkrete Nadel. In der Praxis gilt: Gurtband kann je nach Oberfläche (gewebt/beschichtet/„webbing“-artig) sehr unterschiedlich reagieren. Halte dich an die Empfehlungen deines Maschinenhandbuchs für die jeweilige Materialgruppe.
- Vlies-Entscheidung: Im Video wird Abreißvlies genutzt – sinnvoll, wenn du schnell entfernen willst und keine dauerhafte Rückseitenstabilisierung brauchst. Wenn die Oberfläche stark strukturiert ist und die Stiche „einsinken“, kann ein Topping helfen – aber nur, wenn es die Lesbarkeit wirklich verbessert.
- Kleinteile, die Jobs retten: Scharfe Fadenschere, Pinzette für Vliesreste, saubere Routine beim Nadelbereich, regelmäßige Fusselreinigung im Greifer-/Spulenbereich.
Prep-Checkliste (bevor du irgendwas einspannst):
- Du hast den langen Gurt und den Zuschnittplan (vier Stücke) klar.
- Lineal gut ablesbar, Schere schneidet sauber (kein „Kauen“ am Gurt).
- Wort-Schablonen mit gut sichtbaren Fadenkreuzen gedruckt und ausgeschnitten.
- Designs liegen auf dem USB-Stick und sind eindeutig benannt (damit du nicht das falsche Wort stickst).
- Abreißvlies ist zugeschnitten/griffbereit, damit du nicht mitten im Ablauf suchen musst.
Einspannen & Ausrichten – damit’s beim Kleinschrift-Text passt
Die Presenter*in überlegt kurz zwischen zwei Methoden: den Gurt direkt straff im Magnetrahmen einspannen oder den Gurt „floating“ auf eingespanntem Vlies mit Sprühkleber fixieren. Im Video wird so straff eingespannt, dass der Sprühkleber am Ende nicht nötig ist.

Den Gurt im Magnetrahmen sichern
Ein Stück Abreißvlies wird vorbereitet und zusammen mit dem Gurt verwendet. Der Gurt wird gerade ausgerichtet und straff eingespannt.


Warum „straff“ hier wichtiger ist als „klebrig“: Bei schmalen Teilen sieht man jede Mikro-Verschiebung sofort – die Kanten des Gurts wirken wie ein Lineal neben dem Text. Straffes Einspannen reduziert Drift und hält die Buchstaben sauber.
Wenn du dich mit Upgrades beschäftigst: Das ist ein klassischer Anwendungsfall für Magnetrahmen für Stickmaschine – besonders bei wiederkehrenden schmalen Teilen, weil du reproduzierbaren Anpressdruck bekommst, ohne endlos nachzuziehen.
Warnhinweis: Magnetrahmen können stark einklemmen. Magnete zum Lösen seitlich wegschieben (nicht senkrecht abziehen), Finger aus dem Schließbereich halten und Magnete von Elektronik, Kreditkarten und medizinischen Geräten fernhalten.
Maschinen-Ausrichtung & Trace/Contour Trace
Vor dem Start nutzt die Presenter*in die Trace-Funktion und zusätzlich Contour Trace „zur Sicherheit“. Das Design wird auf Nadel #1 zentriert, und die Papierschablone wird vor dem Sticken entfernt.

Schnellcheck: Beim Tracen nicht nur „passt ungefähr“ prüfen, sondern den Nadelweg bewusst zu den Gurtkanten und zur 8-inch-Zone beobachten. Kleinschrift verzeiht kein „fast gerade“.
Workflow-Tipp: Wenn du auf einer Mehrnadelstickmaschine arbeitest, halte deine Gewohnheit (z. B. „Zentrierung immer auf Nadel 1“) konsequent über alle Teile – so vermeidest du Abweichungen zwischen den Gurten.
Wenn du eine schnellere Einspann-Station aufbauen willst, kann eine hooping station for embroidery machine die Ausrichtzeit reduzieren und hilft, Gurte beim Schließen des Rahmens rechtwinklig zu halten.
Setup-Checkliste (bevor du Start drückst):
- Abreißvlies liegt glatt, ohne Falten.
- Gurt liegt gerade im Rahmen und ist spürbar fest geklemmt.
- Papierschablone ist über das Fadenkreuz sauber ausgerichtet.
- Trace und Contour Trace bestätigen die erwartete Position.
- Papierschablone/Tag ist entfernt, damit nichts mit eingestickt wird.
Stickprozess: Wörter sauber aussticken
Maschine überwachen (Qualität bei Kleinschrift)
Das erste Wort im Video ist „LURES“, gestickt mit weißem Faden. Nach dem Sticklauf wird das Ergebnis geprüft.
Erwartetes Ergebnis: Saubere, gut lesbare Kleinschrift, gleichmäßige Kanten an den Buchstaben und keine sichtbare Verschiebung.
Typische Frage aus der Praxis (und so auch in den Kommentaren angedeutet): „Schneidet die Maschine die Fäden überhaupt richtig?“ Ein Kommentar weist darauf hin, dass man bei manchen Maschinen (anderer Hersteller) eine Einstellung/Nummer ändern kann, damit die Fäden besser geschnitten werden. Die Presenter*in ergänzt, sie habe sowohl „Setting“ als auch „Tension“ als mögliche Ursache gehört und will das genauer prüfen.
Heißt für deinen Alltag: Wenn Trims plötzlich länger werden, behandle es als Diagnose-Thema (Einstellung/Spannung/Mechanik) – nicht als „ich kann’s nicht“.
Nacharbeit: Fadenenden kürzen & Vlies entfernen
Nach dem Sticken werden lange Fadenenden mit einer kleinen Schere gekürzt und das Abreißvlies auf der Rückseite entfernt. Die Presenter*in sagt, dass noch etwas Papier zu entfernen ist; auch wenn es an Angeltaschen kommt (und es daher nicht „super kritisch“ ist), will sie es trotzdem sauber machen – „wenn man ein Business hat, geht man die Extrameile“.
Pro-Tipp: Bei Gurt-Jobs funktioniert Nacharbeit in zwei Durchgängen am zuverlässigsten: 1) Direkt nach dem Aussticken die offensichtlichen langen Fäden weg, damit beim Handling nichts hängen bleibt. 2) Zum Schluss ein „Präsentations-Check“ unter gutem Licht, bevor du verpackst/übergibst.
Hier zeigt sich auch, wie wichtig konstante Fadenqualität ist. Wenn du Fusselbildung oder unruhige Deckung siehst, ist ein Wechsel auf zuverlässigen Stickfaden (und konsequente Chargen-/Farbkonsistenz bei Wiederholaufträgen) oft schneller als am Schriftzug herumzudoktern.
Entscheidungsbaum: Einspannen vs. Floating
Nutze diese schnelle Entscheidungshilfe für schmale Gurte:
- Wenn der Gurt gerade und straff im Rahmen geklemmt werden kann → einspannen (weniger Drift, kein Kleber).
- Wenn der Gurt zu dick/ungünstig ist und nicht gleichmäßig klemmt → floating auf eingespanntem Vlies + Sprühkleber gegen Verrutschen.
- Wenn der Text sehr klein ist und die Position kritisch → Trace/Contour Trace priorisieren und bei Zweifel neu einspannen.
- Wenn du viele Gurte wiederholt produzierst → Workflow-Upgrades wie eine Einspannstation prüfen; eine Mehrnadelstickmaschine reduziert Umrüstzeit (SEWTECH Mehrnadelstickmaschinen sind ein möglicher Upgrade-Pfad – abhängig von Bedarf und Budget).
Wenn du für einen Ricoma-ähnlichen Workflow gezielt nach Rahmen suchst, nutze präzise Suchbegriffe, damit du nicht die falsche Größe/Anbindung kaufst; z. B. ist mighty hoop für Ricoma deutlich zielgerichteter als „magnetischer Stickrahmen“.
Ablauf-Checkliste (für jeden Gurt wiederholen):
- Richtige Wortdatei ausgewählt, bevor du startest.
- Schablonen-Fadenkreuz auf die Center-Referenz ausgerichtet und Gerade geprüft.
- Trace und Contour Trace laufen lassen; so lange korrigieren, bis es wirklich passt.
- Sticklauf überwachen (Fadenriss, auffällige Spannung, Verschieben).
- Fadenenden kürzen und Abreißvlies kontrolliert entfernen.
- Gurt flach hinlegen und prüfen, ob das Wort im vorgesehenen Bereich zentriert ist.
Kalkulation: So wurde der Auftrag bepreist
Die Presenter*in nennt ihre Preise im Video und erklärt, warum sie nicht nach „1 $ pro 1.000 Stiche“ kalkuliert. Begründung: Stichzahl allein behandelt jeden Stich gleich – aber unterschiedliche Wörter/Setups fühlen sich in Arbeit und Wert nicht gleich an.
Ihre Preise im Video:
- 20 $ Einrichtgebühr (Standard bei ihr meist 25 $)
- 8 $ pro Gurt
- plus Steuer
- Gesamt: „54 irgendwas“
Außerdem sagt sie, die Produktion habe ca. 20 Minuten gedauert – Filmen hat sie ausgebremst.
So nutzt du das sinnvoll (ohne blind zu kopieren): Nimm die Struktur (Einrichtgebühr + Stückpreis) als Vorlage und passe sie an deinen Stundensatz-Zielwert, deinen realen Durchsatz pro Stunde und deine Materialkosten/Markup an. Die Presenter*in erwähnt, dass ihr Aufschlag variiert und nennt einen Bereich, den sie häufig nutzt.
Wenn du die Stückzeit drücken willst, ist die Einspannmethode oft der erste Hebel. Deshalb bauen viele Betriebe irgendwann ein „Gurt-Kit“: Vlies vorgeschnitten, Schablonen vorbereitet, ein dedizierter Rahmen – dann wird jeder Gurt zu einem planbaren Zyklus.
Wenn du dich in Ricoma-Rahmensysteme einliest, tauchen Suchbegriffe wie Stickrahmen für ricoma auf – wichtig: Kompatibilität hängt von Maschine/Arm/Aufnahme ab. Vor dem Kauf immer beim Anbieter und in der Maschinendokumentation gegenprüfen.
Ergebnis & Übergabe
Am Ende zeigt die Presenter*in alle vier fertigen Gurte. Sie sagt, sie seien durch den Rahmen etwas „platt gedrückt“ und müssten wieder geradegezogen werden, insgesamt seien sie aber sehr gut geworden. Die Rückseiten wurden „größtenteils“ gereinigt, es blieb noch etwas Papier zu entfernen.
Praktischer Übergabe-Standard:
- Vorderseite: Schrift sauber, zentriert, über alle Gurte konsistent.
- Rückseite: Abreißvlies so weit wie sinnvoll entfernt, ohne Stiche zu beschädigen; lose Fäden gekürzt.
- Gurtenden: versiegelt, damit sie im Einsatz nicht ausfransen.
Übergabe-Tipp: Wenn der Kunde die Snaps selbst setzt, gib kurz den Hinweis, welches Ende der „Snap-Bereich“ ist (die 4-inch-Sektion), damit keine Hardware durch den Stickbereich gesetzt wird.
Troubleshooting & Recovery
Nutze diesen Abschnitt, wenn sich der Auftrag nicht so „brav“ verhält wie im Video.
Symptom: Wort sitzt nicht mittig oder wirkt schief
- Wahrscheinliche Ursachen: Gurt nicht gerade eingespannt; Schablone verrutscht; Trace/Contour Trace übersprungen.
- Schnelltest: Trace erneut laufen lassen und den Nadelweg zu Gurtkanten und Center-Referenz prüfen.
- Lösung: Neu einspannen und mit der Fadenkreuz-Methode ausrichten; bei Kleinschrift kein „passt schon“.
- Alternative: Wenn Einspannen regelmäßig schief wird, Gurt auf eingespanntem Vlies „floating“ und mit Sprühkleber fixieren.
Symptom: Gurt verschiebt sich beim Sticken (Buchstaben wirken wellig/verzogen)
- Wahrscheinliche Ursachen: Nicht straff genug eingespannt; Vlies hat Falten; Oberfläche zu glatt für die Klemmung.
- Schnelltest: Maschine stoppen und versuchen, den Gurt im Rahmen leicht zu bewegen – wenn er rutscht, ist er nicht sicher.
- Lösung: Straffer einspannen; Vlies glatt; bei Floating Sprühkleber nutzen.
- Alternative: Einspannworkflow ändern oder Einspannstation nutzen, um den Gurt beim Schließen rechtwinklig zu halten.
Symptom: Lange Fadenenden nach dem Sticken / Trims wirken inkonsistent
- Wahrscheinliche Ursachen: Oberfadenspannung driftet; Trim-Einstellungen oder Trim-Mechanik; maschinenspezifische Unterschiede.
- Schnelltest: Ein Testwort sticken und Fadenlängen vor/nach einer Spannungs- oder Setting-Änderung vergleichen.
- Lösung: Oberfadenspannung prüfen und sauber neu einfädeln; Trim-relevante Einstellungen im Handbuch nachsehen.
- Alternative: Wenn du es nicht sofort lösen kannst: manuelle Nacharbeit fest einplanen (Zeit + Preis), wie im Video.
Symptom: Fäden werden nicht geschnitten (viel manuelles Kürzen nötig)
- Wahrscheinliche Ursachen: Trim-Setting nicht aktiv/optimal; Maschine braucht Justage; spannungsbedingtes Verhalten.
- Schnelltest: Kleinen Probestick laufen lassen und beobachten, ob an den erwarteten Stellen geschnitten wird.
- Lösung: Maschinenparameter prüfen, die das Schneiden beeinflussen (bei manchen Maschinen lässt sich dafür ein Wert ändern) und Einfädelung/Spannung verifizieren.
- Alternative: Wenn du mitten im Auftrag bist: sauber manuell kürzen und die Ursachenanalyse nach dem Auftrag einplanen.
Symptom: Abreißvlies lässt sich nicht sauber entfernen (Reste bleiben hängen)
- Wahrscheinliche Ursachen: Dichte Stickerei; zu aggressiv gerissen; Vlieswahl nicht ideal.
- Schnelltest: Langsam entlang der Stichrichtung reißen – kleine, kontrollierte Risse sind oft sauberer.
- Lösung: Pinzette für kleine Reste; in kurzen Abschnitten statt „ein großer Ruck“.
- Alternative: Wenn die Rückseite später kaum sichtbar ist (wie bei Gear-Straps): Priorität auf saubere Kanten und Fadenfinish legen, statt jedem letzten Faserrest hinterherzulaufen – Erwartung entsprechend setzen.
Wenn du einen wiederholbaren Gurt-Workflow aufbauen willst und ohne Komplettumstellung upgraden möchtest, starte bei Verbrauchsmaterialien (konstanter Faden, konsistentes Vlies) und gehe dann auf Einspann-Effizienz. Speziell für Ricoma tauchen auch Suchbegriffe wie mighty hoop für ricoma und ricoma Stickmaschinen auf – nutze sie als Einstieg, aber bestätige Passform und Workflow-Eignung immer für dein exaktes Setup, bevor du kaufst.
