Butterfly 2023 Einkopf-Lineup erklärt: Die passende Maschine (und das richtige Einspannsystem) für echte Produktion wählen

· EmbroideryHoop
Dieser praxisnahe Leitfaden erklärt das Butterfly 2023 Lineup der kommerziellen Einkopfmaschinen—B-1501B/T, eRobot, Transformer und SUMO—damit du Maschine, Platzbedarf, Materialien und Produktionsziele sauber aufeinander abstimmen kannst. Außerdem siehst du, wie die Wahl des Einspannsystems (gerade Magnetrahmen bei dicken/voluminösen Waren) Stichqualität, Bedienerbelastung und Durchsatz beeinflusst—inklusive klarer Entscheidungslogik für Stickvlies und Workflow-Planung.
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Inhaltsverzeichnis

Einführung in das Butterfly-Ökosystem 2023

Wer kommerzielle Einkopf-Modelle vergleicht, merkt schnell: Du kaufst nicht nur eine Maschine – du kaufst einen Workflow. Aus der Praxis gilt: Ein Datenblatt sagt dir, was eine Maschine kann; dein Ablauf am Rahmen entscheidet, was sie im Alltag zuverlässig liefert.

Am Ende zählt reproduzierbarer Durchsatz: Wie schnell du einspannst, ohne dass Hände/Handgelenke leiden, wie stabil die Maschine ohne Fadenrisse läuft und wie konstant du verkaufsfähige Ergebnisse ablieferst – von feinen Textilien bis hin zu Leder.

Dieser Guide nimmt vier Butterfly-Modelle aus der Vorstellung von The Embroidery Warehouse auseinander: die vielseitige B-1501B/T, die kompakte eRobot, die Heavy-Duty Transformer und die Großformat-SUMO. Aus der reinen Übersicht machen wir eine praxisorientierte „Master-Class“-Einordnung: weniger Marketing, mehr Physik – Einspannkraft, Materialstabilität und die kleinen Details, die den Unterschied zwischen „hat einmal geklappt“ und „läuft 50× am Stück“ ausmachen.

Ein zentraler Punkt vorweg: Probleme bei dicken Materialien sind selten ein „Motorleistung“-Thema – fast immer ist es ein Thema der Klemm- und Einspannphysik.

Front view of the Butterfly 15-needle single head machine with thread stand visible.
Product Intro
Close-up of the cap driver attachment embroidering on a light-colored baseball cap.
Cap Embroidery
The 1501 machine embroidering a colorful logo on a grey garment using a standard blue plastic hoop.
Flat Embroidery
Feature list overlay on screen showing specs like 12" Touchscreen and 5-Year Warranty.
Spec overview

Butterfly B-1501B/T: Der vielseitige Allrounder

Die B-1501B/T wird als „klassischer“ kommerzieller Standard gezeigt. In der Praxis ist das die typische Workhorse-Klasse: 15 Nadeln, Tubular-Rahmenbetrieb, solide Bauweise. Im Video läuft sie mit abnehmbarem Tisch, 12" Full-Color-Touchscreen, integrierter Monogramm-Funktion und einem 270-Grad-Kappensystem.

Sobald eine Maschine als „Allrounder“ positioniert wird, ist deine Aufgabe klar: Definiere deinen realen Auftragsmix. Ein Allrounder deckt sehr zuverlässig den Großteil der Standardjobs ab (Polos, Brustlogos, Caps), verlangt aber saubere Bedien- und Einspannroutine, sobald du in die Ausnahmen gehst (dicke Jacken, Taschen, mehrlagige Nähte).

Wenn du deinen ersten Produktions-Workflow rund um eine Einkopf-Stickmaschine aufbaust, setze früh auf Standardprozesse (SOPs). Gerade beim Einspannen entscheidet Wiederholgenauigkeit darüber, ob aus „war okay“ ein skalierbares Produkt wird.

Was das Video zeigt (damit du es auf deinen Betrieb überträgst)

  • Flachstickerei: Standard-Tubularrahmen auf einem Kleidungsstück.
  • Cap-Stickerei: 270-Grad-Kappentreiber im Einsatz.
  • Bedienung: Touchscreen für schnelle Anpassungen und Monogrammierung.

Praxisnotiz: Warum „Allrounder“ bei dicken Waren trotzdem scheitern können

Auch mit kräftigem Antrieb können dicke/voluminöse Materialien unter Stichlast minimal wandern. In der Stickpraxis zeigt sich das häufig als „Flagging“: Das Material hebt und senkt sich am Nadelstich, statt ruhig unter dem Nähfuß zu bleiben. Typische Folgen:

  • Passungsprobleme: Konturen treffen Füllungen nicht sauber.
  • Unruhige Flächen: Füllstiche wirken wellig, weil das Material arbeitet.
  • Nadelablenkung: Die Nadel läuft nicht mehr sauber, was zu Treffern/Brüchen führen kann.

Viele erhöhen dann reflexartig die Spannung – und provozieren Fadenrisse. Der Hebel ist fast immer: besseres Fixieren. Das Material muss im Stickrahmen wirklich stabil sitzen. Wenn Standardrahmen aufspringen, rutschen oder auf empfindlichen Artikeln deutliche Rahmenspuren hinterlassen, ist nicht „die Maschine zu schwach“, sondern das Einspannwerkzeug der Engpass.

The Butterfly eRobot machine isolated with dimension arrows showing 600x700x1370 mm.
Size comparison
Close up of the eRobot needle area stitching a flag patch.
Patch embroidery

Butterfly eRobot: Kompakte Commercial-Power fürs Home-Office

Die eRobot zielt klar auf „High-End Home Studio“ bzw. kleine Gewerberäume. Die eingeblendeten Maße (ca. 24" x 28" x 54" bzw. 600mm x 700mm x 1370mm) unterstreichen: wenig Stellfläche, schlanke Bauform.

Das löst einen echten Start-up-Konflikt: Du willst kommerzielle Nadelanzahl und Produktivität, arbeitest aber in einem Nebenraum, kleinen Laden oder Home-Office.

Wenn du konkret nach einer butterfly Stickmaschine schaust, aber Angst hast, dass die Maschine deinen Raum „erschlägt“, ist die eRobot genau auf diesen Punkt ausgelegt: weniger „Möbel“, ohne die Fähigkeiten des Stickkopfs grundsätzlich zu opfern.

Denkweise für kompakte Setups

In kleinen Räumen steigt die Fehlerquote oft nicht wegen der Maschine, sondern wegen Unordnung und fehlender Wege. Plane auch im kleinen Raum klare Zonen:

  1. „Schmutz“-Zone: Auspacken, Zuschneiden, Fäden/Abfälle.
  2. „Sauber“-Zone: Einspannen und Vorbereiten (muss eben, frei und gut erreichbar sein).
  3. Maschinen-Zone: Stickmaschine mit freiem Bewegungsraum für Rahmen/Pantograph.

Ergonomie, die im Home-Office wirklich zählt

Stickerei ist körperlich – monotone Handgriffe summieren sich.

  • Handgelenke: Nicht auf dem Schoß einspannen. Eine stabile Tischfläche ist Pflicht.
  • Licht: Gute Arbeitsplatzbeleuchtung direkt am Nadelbereich reduziert Ermüdung.
  • Drehbewegungen minimieren: Material und Stickvlies links bereitstellen, in der Mitte einspannen, fertige Teile rechts stapeln.
Front view of the Butterfly Transformer machine showing its bridge structure and top-mounted motor.
Machine Intro
List of compatible heavy materials (Leather, Quilts, Wool) overlaying the machine.
Material capabilities
High-angle close-up of a large red rose being embroidered on grey wool using a rectangular blue magnetic hoop.
Heavy duty embroidery with magnetic hoop
Detail shot of the top-side drivetrain mechanism on the Transformer machine.
Engineering highlight

Butterfly Transformer: Dicke Materialien und Leder im Griff

Der Transformer-Teil ist besonders relevant, wenn du in margenstarke, dicke Artikel willst: Leder, mehrlagige Textilien, schwere Winterstoffe. Im Video wird die Maschine als Bridge-Style mit Topside-Drivetrain gezeigt – ausgelegt auf Stabilität.

Entscheidend: In der Demo wird ein rechteckiger blauer Magnetrahmen auf dickem grauem Filz/Wolle eingesetzt. Das ist ein sehr klares Praxis-Signal.

Wenn du dicke Ware sticken willst, konzentriere dich nicht nur auf „Power“, sondern auf das, was die Ware wirklich ruhig hält: die Klemmung.

Der Einsatz von Magnetrahmen für Stickmaschine im Workflow ist bei dicken oder voluminösen Materialien oft der Unterschied zwischen verkaufsfähig und Ausschuss. Standard-Kunststoffrahmen arbeiten primär über Reibung und Ringdruck – das wird bei Nahtkreuzungen, Loft und Materialdicke schnell grenzwertig. Magnetrahmen arbeiten über vertikale Anpresskraft und halten dicke Lagen, ohne dass du das Material brutal überdehnen oder dich beim Einspannen „verheben“ musst.

Warum dicke Materialien anders reagieren (Physik ohne Fachchinesisch)

Dicke Materialien verhalten sich wie ein Federpaket:

  1. Kompression: Der Nähfuß drückt den Loft zusammen.
  2. Rückfederung: Beim Hochgehen der Nadel will das Material wieder hoch.
  3. Ergebnis: Wenn die Klemmung nicht stabil ist, „schwimmt“ das Material im Rahmen.

Einspannstrategie für dicke Ware (praktische Checkpoints)

Der „Drum-Skin“-Check (angepasst): Bei Standardrahmen ist „trommelfellartig“ ein guter Richtwert. Bei dicken Waren im Magnetrahmen ist der Klang weniger aussagekräftig – prüfe stattdessen seitliches Wandern: Drücke mit dem Daumen seitlich gegen das Material. Wenn es im Rahmen rutscht, ist die Klemmung zu schwach.

Einspannen: Standard vs. Magnet (was sich im Alltag ändert): Bei Standardrahmen musst du oft stark lösen, den Innenring „reindrücken“ und wieder anziehen – das kostet Zeit, belastet Hände und kann Rahmenspuren verursachen. Bei Magnetrahmen „schwebt“ der Oberrahmen über dem Unterteil und rastet durch Magnetkraft ein. Die Fixierung entsteht durch Kraft, nicht durch Reib-Quetschung – das reduziert Rahmenspuren in der Praxis deutlich.

Warnhinweis: Magnet-Sicherheit
Magnetrahmen nutzen starke Neodym-Magnete. Beim Zusammenklappen können Finger/ Haut eingeklemmt werden.
* Nie Finger zwischen die Rahmenhälften bringen.
* Nicht verwenden bei Herzschrittmacher (ärztlich abklären).
* Abstand halten zu Karten mit Magnetstreifen und empfindlicher Elektronik.

Upgrade-Pfad (Szenario → Entscheidungskriterium → Optionen)

  • Szenario-Trigger: Du lehnst Leder/ schwere Wolle/ Canvas-Taschen ab, weil Einspannen zu mühsam ist oder die Stickerei verzieht.
  • Entscheidungskriterium: Wenn du länger als 2 Minuten kämpfst, um ein Teil sauber einzuspannen, ist das Einspannwerkzeug der Flaschenhals.
  • Optionen:
    • Level 1 (Technik): „Floating“ mit selbstklebendem Stickvlies (funktioniert, kann aber je nach Artikel unordentlich/risikobehaftet sein).
    • Level 2 (Werkzeug): Umstieg auf Magnetrahmen (Sewtech bietet hochstarke Varianten für viele kommerzielle Maschinen). Das adressiert die Klemmung direkt.
    • Level 3 (Maschine): Wenn du sehr hohe Stückzahlen dicker Jacken fährst, bringt die Heavy-Duty-Architektur des Transformer zusätzliche Stabilitätsreserven.
View of the blue magnetic hoop clamping the thick fabric, yellow 'Pinch Hazard' warning sticker clearly visible.
Hooping detail

Butterfly SUMO: Großes Stickfeld für hohe Stückzahlen

Die SUMO ist im Prinzip das „Wide-Format“-Konzept der Stickerei. Mit einem 24" x 51" Stickfeld geht es über Einzel-Logos hinaus in Panel- und Serienproduktion. Im Video wird ein Raster aus Schmetterlingsmotiven auf einem langen violetten Stoff gezeigt.

Das ist „Pattern Repeat“ in der Praxis. Wenn du nach einer Stickmaschine mit großem Stickrahmen suchst, geht es meist um Patches, Fahnen, Serienmotive oder große Textilflächen – mit möglichst wenig Umspannen.

Was „Pattern Repeat“ in der Produktion verändert

Batching verbessert Marge, weil es Rüstzeit reduziert.

  • Einzelmotiv: Einspannen → Positionieren → Sticken → Ausspannen. (4 Schritte pro Teil)
  • Raster/Batch: Großrahmen einspannen → Ausrichten → 50 Motive sticken → Ausspannen. (deutlich weniger Schritte pro Teil)
  • Risiko: Wenn sich das Material nach einigen Minuten minimal verschiebt, sind alle folgenden Motive betroffen.

Reality-Check für Batch-Produktion

Stabilisierung ist entscheidend: Bei großen Feldern funktioniert „Reststück“-Denken nicht. Du brauchst durchgehendes, passendes Stickvlies über die gesamte Rahmenlänge.

Tisch- und Auflage-Support: Bei 24" x 51" ist Gewicht und Hebelwirkung real. Die Auflage muss den Rahmen sauber tragen, damit nichts „zieht“ und die Bewegung nicht unnötig belastet wird.

Wide shot of the Butterfly SUMO machine with its extra-wide table.
Machine Intro
Text overlay 'MASSIVE 24in x 51in SEWING FIELD' over the machine bed.
Spec highlight
The SUMO machine stitching multiple white butterfly designs on a long purple fabric sheet.
Batch embroidery
Text overlay highlighting 'Create DOZENS of patches WITHOUT Re-Hooping'.
Value proposition

Warum Butterfly für dein Stickbusiness?

Butterfly deckt unterschiedliche Betriebsgrößen und Spezialisierungen ab:

  • B-1501B/T: Einstieg/klassischer Gewerbebetrieb.
  • eRobot: Kompaktlösung für kleine Räume.
  • Transformer: Spezialist für dicke Materialien.
  • SUMO: Großformat und Batch-Produktion.

Aber: Die Maschine ist nur Schritt 1. Unten findest du eine praxisorientierte Roadmap, damit du nicht nur „eine Maschine besitzt“, sondern einen stabilen Produktionsablauf fährst.

Vorbereitung: Versteckte Verbrauchsmaterialien & Checks (nicht überspringen)

Einsteiger denken zuerst an Garnfarben; Profis denken an Nadeln und Stickvlies.

„Unsichtbare“ Verbrauchsmaterialien, die du brauchst:

  • Nadeln: Titanbeschichtete 75/11 (Standard/Sharp) und 80/12 (Ball Point für Maschenware). Wechselintervall im Draft: alle 8–10 Betriebsstunden.
  • Temporärer Sprühkleber: sparsam als „Nebel“, nicht als „Lackschicht“.
  • Präzisionspinzette: fürs Einfädeln und für Unterfadenanfänge.
  • Druckluft/ Pinsel: tägliche Reinigung im Greifer-/Unterfadenbereich.

Prep-Checkliste (Ende Vorbereitung)

  • Nadel-Check: Ist die Nadel gerade? Mit dem Fingernagel über den Schaft – wenn er hängen bleibt, ist sie beschädigt. Tauschen.
  • Unterfaden-Check: Greiferbereich sauber? Fussel raus. Unterfadenspannung plausibel? (Falltest: am Faden halten – die Spule sollte bei einem kurzen Ruck ca. 1–2 inches ablaufen).
  • Stickvlies-Auswahl: passend zum Materialgewicht (siehe Entscheidungsbaum).
  • Schmierung: Ölplan prüfen (im Draft: meist 1 Tropfen auf die Greiferbahn alle 4–8 Stunden).
  • Fadenweg: Keine Schlaufen/Verhaker am Konusfuß, sauber in den Spannungsscheiben.

Warnhinweis: Mechanische Sicherheit
Niemals Hände in die Nähe der Nadelstange bringen, wenn die Maschine eingeschaltet oder im „Ready“-Modus ist. Eine Nadel bei 1000 SPM ist schneller als dein Reflex. Für manuelle Arbeiten: E-Stop oder Power Off.

Setup: Stickvlies und Einspannmethode wählen (Entscheidungsbaum)

Wenn du vor dem Start die Kombination „Material + Stickvlies + Stickrahmen“ gedanklich sauber festlegst, sparst du Ausschuss.

Entscheidungsbaum (Material/Substrat → Stickvlies + Einspannansatz)

  1. Ist das Material dehnbar (T-Shirt, Polo, Strick)?
    • Stickvlies: Cutaway (2.5oz oder 3.0oz). Kein Tearaway bei Maschenware.
    • Einspannen: Falten raus, aber den Fadenlauf nicht überdehnen.
  2. Ist das Material stabil/gewebt (Denim, Twill-Cap, Canvas)?
    • Stickvlies: Tearaway ist möglich.
    • Einspannen: Standardspannung.
  3. Ist das Material dick/voluminös (Jacke, Handtuch, Leder)?
    • Stickvlies: Cutaway oder Heavy Backing.
    • Einspannen: Grip hat Priorität. Standardrahmen können aufspringen. Nutze einen Magnetrahmen, um alle Lagen gleichmäßig zu fixieren und Rahmenspuren zu reduzieren.
  4. Produzierst du große Patch-Batches?
    • Stickvlies: Heavy Cutaway oder Filmoplast (selbstklebend).
    • Einspannen: Großer Sash-/Border-Frame.

Wenn du eine professionelle Einspannstation für Stickmaschine einrichtest, standardisiere die Einspann-Tools. Eine feste Einspannstation (z. B. HoopMaster) oder auch ein sauber markierter Tisch sorgt dafür, dass jede Brustposition gleich sitzt.

Setup-Checkliste (Ende Setup)

  • Rahmen-Freiraum: Rahmenarme dürfen beim Fahren nirgends anschlagen.
  • Ausrichtung: Ist das Motiv korrekt gedreht? (Caps oft 180°).
  • Trace/Contour: Auf der Maschine „Trace“/„Contour“ laufen lassen, damit die Nadel sicher an Rahmenwänden vorbeifährt. So vermeidest du Rahmenbruch und Nadelbruch.
  • Fadenspannung: Oberfaden ziehen – gleichmäßiger Widerstand, nicht schlapp, nicht „kämpfend“.

Betrieb: Schritt-für-Schritt-Workflow für alle vier Einsatzfälle

Schritt 1: Der „sichere“ Start

Nicht auf Held machen: Starte mit der „Sweet Spot“-Geschwindigkeit (600–800 SPM) statt Maximum (1000+).

  • Warum? Mehr Speed = mehr Reibung, mehr Fadenpeitsche. Bis Design und Material sicher laufen, ist langsamer stabiler.

Schritt 2: „Sensorisch“ überwachen

Hör auf die Maschine.

  • Guter Klang: gleichmäßiges, rhythmisches „Dumpf-Dumpf“.
  • Schlechter Klang: scharfes „Klack“ oder Schleifen.
  • Optik: Unterfadenbild auf der Rückseite prüfen – idealerweise ca. 1/3 Unterfaden in der Mitte der Satinsäule.

Schritt 3: Klemmung absichern

Wenn du konsequent Magnetrahmen nutzt, prüfe die Lage des Materials vor dem Schließen: glattstreichen, Falten/„Bubbles“ raus. Sobald der Magnet schnappt, ist die Position fix.

Betriebs-Checkliste (Ende Betrieb)

  • Erste Stiche: Oberfadenanfang 3–5 Stiche festhalten, damit er nicht nach unten gezogen wird.
  • Anlauf beobachten: Beim ersten Farbwechsel nicht weggehen.
  • Zuhören: Tonhöhenänderungen können auf leere Unterfadenspule oder stumpfe Nadel hindeuten.
  • Sauber trimmen: Sprungstiche ordentlich schneiden.

Troubleshooting: Symptom → wahrscheinliche Ursache → Fix

Wenn etwas schiefgeht: ruhig bleiben und der Reihenfolge folgen: Physisch → Mechanisch → Digital.

Symptom Likely Cause Quick Fix (Low Cost) Prevention
Birdnesting (Fadenknäuel unter der Stichplatte) Oberfadenspannung zu niedrig oder Faden nicht korrekt in den Spannungsscheiben. Neu einfädeln. Sicherstellen, dass der Faden sauber in die Scheiben „einrastet“. Faden korrekt „flossen“, Spannungsscheiben sauber halten.
Nadelbruch Ablenkung (Rahmen/Stichplatte getroffen). Rahmenfreiraum prüfen. Prüfen, ob das Material „flaggt“. Besser stabilisieren oder Magnetrahmen nutzen, um Flagging zu reduzieren.
Faden franst/reißt Alter Faden, beschädigte Nadel, zu hohe Geschwindigkeit. Zuerst Nadel wechseln. Auf 600 SPM reduzieren. Garn lichtgeschützt lagern; Nadeln regelmäßig wechseln.
Rahmenspuren (Ringabdrücke) Zu festes Einspannen bei empfindlichem Material. Dämpfen/Steam, damit sich Fasern entspannen. Magnetrahmen (Sewtech) nutzen: Anpresskraft statt Quetsch-Reibung.
Lücken/Passungsfehler (Konturen treffen nicht) Material wandert im Rahmen. Stickvlies-Thema. Zu wenig Stabilisierung oder Rahmen zu locker. Cutaway nutzen; Einspannung prüfen (seitliche Bewegung testen).

ROI-Denke bei Tools (ohne Hype)

Viele Suchen nach Magnetrahmen für Stickmaschinen kommen aus Frust mit Standardrahmen. Die Rechnung ist simpel:

  • Hochwertige Magnetrahmen kosten mehr als Kunststoff.
  • Aber: Wenn du eine teure Jacke durch Rahmenrutschen ruinierst, ist ein großer Teil der Investition bereits „verbraucht“.
  • Effizienz: Wenn Magnet-Einspannen pro Teil 30 Sekunden spart und du 100 Teile machst, ist das fast eine Stunde Arbeitszeit.

Ergebnis: Was du nach dieser Übersicht entscheiden können solltest

  1. Plattform: Maschine passend zu Raum (eRobot) und Volumen (1501/SUMO/Transformer) wählen.
  2. Workflow: Verstehen, dass „Allrounder“ bei dicker Ware saubere Einspann- und Stabilisierungspraxis brauchen.
  3. Sicherheit: Nadelbereich und Magnetkräfte ernst nehmen.
  4. Upgrade: Erkennen, wann nicht dein Skill, sondern dein Tool (Stickrahmen/Klemmung) limitiert.

Stickerei ist ein Millimeter-Spiel. Mit der passenden Maschine und einer stabilen Klemmstrategie gewinnst du dieses Spiel im Alltag deutlich zuverlässiger.