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Wenn du gerade auf den Karton deiner Brother Skitch PP1 schaust, pendelst du vermutlich zwischen zwei sehr unterschiedlichen Gefühlen.
Erstens die Vorfreude: modernes Design, der begehrte „Free Arm“ (in dieser Preisklasse selten) – und ein Magnetrahmen ist direkt dabei.
Zweitens die Anspannung: Du hast dich eingelesen. Kein Display. Kein USB-Port. Zwangsabhängigkeit von der Artspira-App.
Beides ist absolut nachvollziehbar. In der Praxis scheitern viele Einsteiger nicht an „Talent“, sondern an „The First Failure“: einmal falsch eingespannt, einmal Fleece ruiniert, einmal eine Datei, die sich nicht sauber übertragen lässt. Und die Angst, ein teures Kleidungsstück zu zerstören, bremst dann alles aus.
Ziel dieses Leitfadens ist, Marketing-Gerede auszublenden und die Skitch PP1 als planbares Werkzeug nutzbar zu machen. Egal ob Hobby oder kleiner Nebenjob: Wir setzen Erwartungen richtig, bringen die Physik auf deine Seite und definieren, ab wann ein Upgrade wirklich Sinn ergibt.

Die „App-only“-Realität: Reibung im Kopf managen
Die Brother Skitch PP1 ist eine Einsteiger-Single-Needle-Stickmaschine mit einem 4x4"-Feld (100x100 mm). Mechanisch ist sie grundsätzlich solide: analoges Spannrad, klassischer Fadenweg.
Der Haken ist die Bedienlogik: Ohne Display und ohne USB musst du Designs über Bluetooth/WLAN via Artspira senden. Wer „USB-Stick rein, Start drücken“ gewohnt ist, empfindet das als Kontrollverlust.
Für saubere Ergebnisse musst du hier nicht nur Stoff stabilisieren, sondern auch deinen Übertragungs-Workflow: Smartphone griffbereit, stabile Verbindung, und die App eher als „Transportweg“ verstehen.

Magnetrahmen: Warum es sich so gut anfühlt (und wo es scheitert)
Der proprietäre 4x4-Magnetrahmen ist das Hauptargument der Skitch: Oberteil abheben, Material dazwischen, wieder aufsetzen – fertig.
Warum das in der Praxis zählt:
- Direktes Feedback: ein klares Klick statt Schraube drehen.
- Materialschonung: Klassische Schraubrahmen verleiten dazu, Stoff „trommelfest“ zu ziehen – das führt schnell zu Rahmenabdrücken (besonders bei Samt, Cord, empfindlichen Maschenwaren). Magnetrahmen reduzieren diese Druckspuren deutlich.
Aber: Magnetrahmen ist nicht gleich Magnetrahmen. Der Skitch-Serienrahmen ist auf Komfort ausgelegt, nicht auf maximale Haltekraft. Kein Wunder, dass Suchbegriffe wie brother 4x4 Magnetrahmen für viele der Einstieg sind, um dieses „Einspannen ohne Stress“ auch auf anderen Maschinen zu bekommen – nur solltest du die Grenzen der Serienmagnete kennen.

Die „unsichtbare“ Vorbereitung: 80/20 für zuverlässige Ergebnisse
Bevor du überhaupt die App öffnest, musst du die physische Basis sauber setzen. Viele überspringen den „Pre-Flight Check“ – und zahlen dann mit Fadennestern, Nadelbruch oder versenkten Stichen.
Du brauchst ein Shadow Kit (nicht im Karton, aber in der Praxis entscheidend):
- Neue Nadeln: 75/11 Jersey/Ballpoint für Maschenware, 90/14 Stick-/Universal/Sharp für gewebte Baumwolle.
- Wasserlösliche Folie (Topper): damit Stiche bei Fleece/Frottee nicht im Flor verschwinden.
- Temporärer Sprühkleber: wichtig fürs „Floating“ auf Magnetrahmen.
Die Unterfaden-Falle: Die Skitch hat eine Top-Loading-Unterfadenspule. Unterfadenwechsel bedeutet: Rahmen raus. Wenn du mit einer halb leeren Spule in ein dichtes Motiv startest, ist Ärger vorprogrammiert. Starte bei dichten Flächen grundsätzlich mit frischer Spule.
Warnung: Mechanische Verletzungsgefahr. Finger, Haare, Schmuck und lose Kordeln vom Nadelbereich fernhalten, solange die Maschine läuft (ca. 400 Stiche/Minute). Das reicht, um Nägel zu verletzen oder Nadeln zu brechen. Bei Nahbeobachtung Schutzbrille tragen.
Prep-Checkliste (vor dem Einspannen)
- „Zahnseide“-Test: Mit gesenktem Nähfuß den Oberfaden nahe der Nadel ziehen. Du solltest deutlichen Widerstand spüren – wie Zahnseide zwischen engen Zähnen. Kein Widerstand = Faden sitzt nicht in den Spannungsscheiben.
- Unterfaden-Check: Ist die Spule wirklich voll? Bei dichten Füllstichen lieber jetzt neu wickeln als später den Rahmen abnehmen.
- Nadel passend zum Material: T-Shirt/Onesie (Maschenware) = Ballpoint. Eine spitze Nadel kann Löcher verursachen.
- Freiraum am Free Arm: Wenn du Schlauchware (Mütze/Onesie) aufziehst: hinten und seitlich Platz schaffen, damit nichts am Tisch hängen bleibt.

Free-Arm-Physik: Mützen, Beanies und die „Float“-Methode
Der Free Arm ist ein echter Vorteil: Du kannst Schlauchware (z. B. Onesie-Bein, Beanie) aufschieben, ohne Nähte aufzutrennen.
So funktioniert das „Floating“ (wie im Video bei Kappen gezeigt): Du spannst die Kappe nicht klassisch ein – das geht mit Schirm nicht sinnvoll.
- Nur das Stickvlies im Magnetrahmen einspannen.
- Temporären Sprühkleber oder selbstklebendes Vlies auf die eingespannte Fläche.
- Schweißband nach außen klappen und die Kappe auf den Free Arm schieben.
- Frontpanel glatt auf das klebende Vlies drücken.
Wenn du nach einem Kappenrahmen für brother Stickmaschine suchst, ist die Unterscheidung wichtig: Industrielle Kappenrahmen drehen die Kappe 360°. Bei der Skitch-/Haushaltsmethode wird das Frontpanel flach geführt – super für Logos, aber konstruktionsbedingt kommst du typischerweise nicht beliebig nah an den Schirm.

Das Ausrichtungsproblem: „Unsichtbares Raster“
Ein Punkt, den viele erst beim ersten Projekt merken: Der Skitch-Serien-Magnetrahmen hat keine Rasterlinien und keine Zentriermarkierungen.
In der professionellen Stickerei ist Ausrichtung Mathematik: Kleidungsmitte markieren, mit Rahmenmitte abgleichen, starten. Ohne Markierungen wird es schnell zum Raten.
Die Lösung: Du brauchst deinen eigenen „Nullpunkt“.
- Material: Lederfarbe (silber/weiß) oder ein deckender Lackstift.
- Vorgehen (wie im Video gezeigt): Mitte ausmessen und die Zentren am schwarzen Rahmen mit Punkten markieren, damit du künftig horizontal/vertikal reproduzierbar ausrichten kannst.
Genau hier sieht man den Unterschied zu hochwertigeren Magnetrahmen: Dort sind Raster und Bezugskanten bewusst sichtbar, weil man in Produktion keine Zeit fürs „Pi mal Daumen“ hat.

Stabilisieren: Die Physik von „Push & Pull“
Sticken heißt: Faden wird mit Kraft in Material gedrückt. Das erzeugt Zug – Stoff will sich verziehen (Puckern) oder hochschwingen (Flagging). Das Stickvlies ist dein Anker.
Im Video sieht man eine zentrale Schwachstelle: Der Magnetrahmen springt bei Polar Fleece auf. Ursache ist nicht „Pech“, sondern Volumen.
Nutze diese Logik für sichere Entscheidungen:
Entscheidungsbaum Stickvlies (Material → Strategie)
- Szenario A: Dehnbares T-Shirt / Onesie (hohe Elastizität)
- Risiko: Verzerrung, Wellen, Löcher.
- Lösung: Bügelbares Poly-Mesh (Cutaway). Kein Tearaway – bei Dehnung können Stiche reißen.
- Einspannen: Vlies einspannen, Shirt „floaten“ (Sprühkleber/Heften).
- Szenario B: Dicker Polar Fleece / Frottee (hoher Flor/Loft)
- Risiko: Magnetrahmen hält den Stapel nicht + Stiche versinken.
- Lösung: Tearaway unten + wasserlösliche Folie oben.
- Einspannen: Nur das Vlies einspannen, Fleece oben auflegen („floaten“). So greifen die Magnete voll am Vlies und kämpfen nicht gegen die Dicke.
- Szenario C: Gewebte Baumwolle / Denim (stabil)
- Risiko: gering.
- Lösung: Tearaway.
- Einspannen: Kann oft direkt mit eingeklemmt werden – solange der Stapel nicht zu dick wird.
Viele suchen das eine „Wunder-Vlies“. Gibt’s nicht. Wenn du eine brother Stickmaschine für Einsteiger nutzt, ist ein Vlies-Sortiment (Sampler) meist die sinnvollere Erstinvestition als noch mehr Garnfarben.
Setup-Checkliste (der „Trommelfell“-Check)
- Klopftest: Auf Vlies/Material im Rahmen tippen – es sollte straff wirken, nicht durchhängen.
- Unterseite frei: Ist irgendwo Stoff unter den Rahmen geraten? Alles wegziehen, damit nichts eingeklemmt wird.
- Topper drauf?: Bei Fleece/Frottee ohne Folie verschwinden Details.
- Zentrierpunkte: Stimmen deine Rahmenmarken mit deiner Stoffmarkierung überein?

Fadenhänger & Fadenbruch: Warum der Oberfaden leidet
Die Skitch nutzt einen horizontalen Garnstift. Für kleine Spulen ok – bei größeren Spulen/Konen kann es zu mehr Reibung und Drall kommen. Ergebnis: Faden wird „zäh“, franst, reißt.
Lösung aus dem Video: Externer, vertikaler Garnständer. Wenn der Faden sauber von oben abläuft, reduziert das Drall und Reibung am Spulenkopf.
Workflow-Upgrade: Das ist ein echter Schritt Richtung „Produktion“. Du kannst Farben vorbereiten und reduzierst Stopps. Wenn du ohnehin über Tools wie eine Einspannstation für Maschinenstickerei nachdenkst, um das Einspannen zu beschleunigen: Ein Garnständer ist der passende Partner, um die Maschinenlaufzeit stabiler zu machen.

Artspira in der Praxis: Den digitalen Engpass kontrollieren
Die Host beschreibt die App-Designs als „90s Clipart“ – hart, aber nachvollziehbar. Artspira ist ein geschlossenes Ökosystem.
So gehst du mit den Einschränkungen um:
- Schriften: Du kannst keine TrueType-Fonts in Artspira installieren.
- Workaround: Text extern erstellen und als fertige Stickdatei importieren.
- Limit im Free-Plan: Du kannst in der kostenlosen Version bis zu 20 Designs importieren und speichern – danach musst du löschen. Behandle die App als Transfer-Station, nicht als Bibliothek: rein → sticken → wieder raus.
Genau diese Reibung ist laut Video/Kommentaren ein Hauptgrund, warum viele am Ende lieber zu Modellen mit USB greifen.

Der „Pro“-Workflow: Embrilliance → PES → Maschine
Für reproduzierbare Ergebnisse solltest du die Design-Erstellung außerhalb von Artspira machen.
- Software: Desktop-Software wie Embrilliance (Express ist kostenlos für einfache Schriftzüge) nutzen.
- Format: als .PES speichern (Brother-Format).
- Transfer: Artspira nur als Brücke zwischen Computer und Maschine verwenden.
Warum das zählt: Zuverlässigkeit entsteht durch kontrollierte Variablen. Wenn du in der App skalierst oder „irgendwie“ korrigierst, ist das Glücksspiel. Desktop-Software gibt dir mehr Kontrolle über Dichte/Ansicht – entscheidend, damit Flächen nicht zu steif werden und feine Stoffe nicht verziehen.
Wenn du mit einem Magnetrahmen arbeitest, ist sauberes Zentrieren vor dem Export besonders wichtig – weil dir am Gerät selbst die komfortable Bildschirm-Feinjustage fehlt.

„Hoop Pop“: Wenn die Physik gewinnt
Der deutlichste Moment im Video ist das Aufspringen des Rahmens bei Polar Fleece.
Was dahinter steckt: Je dicker der Materialstapel, desto größer der Abstand der Magnetflächen – und desto weniger Haltekraft bleibt übrig. Dann reichen Maschinenbewegung und Materialzug, um den Rahmen zu öffnen.
Praxislösung: „Industrie-Denke“ auf Haushaltsniveau Wenn du dicke Materialien sticken musst: nicht einklemmen, sondern floaten.
- Nur dünnes Vlies einspannen.
- Temporären Sprühkleber nutzen.
- Fleece oben auflegen und glatt halten.
- Optional im Workflow: Heft-/Basting-Rahmen, um es zu sichern.
Wenn du ständig gegen „Hoop Pop“ kämpfst, ist das ein klarer Hinweis: Das Werkzeug ist für diesen Stapel zu schwach.

Angst vor Obsoleszenz: Die „Brick“-Sorge
In den Kommentaren taucht immer wieder die Sorge auf: „Was, wenn die App irgendwann nicht mehr unterstützt wird?“
Das ist ein realer End-of-Life-Risiko-Punkt bei app-abhängigen Geräten. Eine Maschine mit USB kann in 20 Jahren noch laufen; eine App-Lösung hängt an Updates und Support.
Einordnung: Wenn du die Skitch als 3–5-Jahres-„Lernmaschine“ siehst, ist das Risiko für viele akzeptabel. Wenn du bewusst langfristig kaufen willst, sind USB-fähige Modelle die robustere Kategorie.

Troubleshooting-Map: Vom Symptom zur Lösung
Wenn etwas schiefgeht: nicht hektisch an Einstellungen drehen. Erst Diagnose.
| Symptom | „Sensorik“-Check | Wahrscheinliche Ursache | Lösung |
|---|---|---|---|
| Fadennest (Knoten unter dem Stoff) | klingt nach „Knirschen“/Mahlen | Oberfaden nicht korrekt in Spannung/Einzug | Komplett neu einfädeln. Nähfuß zuerst heben (Spannungsscheiben öffnen). |
| Rahmen springt auf | lautes „Klack“, Stoff verschiebt sich | Stapel zu dick für Serienmagnete | Floaten. Nur Vlies einspannen. |
| Faden franst/reißt | Faden wirkt fusselig vor dem Riss | Nadel beschädigt/zu klein oder Reibung am Garnlauf | Nadel wechseln (ggf. größeres Öhr, z. B. Topstitch 90/14) + vertikaler Garnständer. |
| Motiv schief/versetzt | Motiv läuft „aus der Mitte“ | fehlende Passung beim Einspannen | Zentrierpunkte setzen und konsequent mit Stoffmarken arbeiten. |

Der Schritt Richtung „Gewerbe“: Wann ein Upgrade Sinn ergibt
Irgendwann limitiert dich die Skitch PP1. Das zu erkennen ist wichtig.
Upgrade-Schwellen aus der Praxis:
- „Rahmenabdrücke/Handling“-Schwelle:
Wenn du mehr Zeit mit Korrigieren/Neu-Einspannen verbringst als mit Sticken – oder wenn dich die Haltekraft/fehlende Markierungen nerven – lohnt sich ein Blick auf bessere Rahmenlösungen. Viele Nutzer größerer Brother-Modelle suchen gezielt nach Magnetrahmen für brother pe800, um stärkere Magnete und klare Raster zu bekommen. - „Produktion“-Schwelle:
Wenn du z. B. 20 Polos mit 3 Farben sticken sollst, frisst dich das Single-Needle-Umfädeln auf. Das ist kein „Fehler“ – es ist die Kategorie.- Lösung: Mehrnadelstickmaschine.
- Warum: Farben einmal aufrüsten, Maschine wechselt automatisch, du spannst parallel das nächste Teil ein.
Kein Wunder, dass viele nach Magnetrahmen für brother-Kompatibilität suchen: Wer einmal Magnetrahmen-Tempo erlebt hat, will diese Wiederholbarkeit später auch im stärkeren Setup.
Warnung: Magnet-Sicherheit. Starke Neodym-Magnete sind Quetschgefahr.
* Klemmgefahr: Rahmen nicht „abreißen“, sondern kontrolliert seitlich abheben/aufschieben.
* Elektronik: Abstand zu sensiblen Geräten/Datenträgern einhalten.
Betriebs-Checkliste (das „Babysitter“-Protokoll)
- Erste 30 Sekunden beobachten: Hier entstehen die meisten Fadennester.
- Sound-Check: Gleichmäßiger Rhythmus = ok. Plötzlicher „Klack“/hoher Ton = sofort stoppen.
- Flagging prüfen: Hebt sich Vlies/Material mit der Nadel? Dann pausieren und mit Tape/Heftung sichern.
- Verbindung: Smartphone in Reichweite lassen – wenn Bluetooth/WLAN abbricht, stoppt der Prozess.
Schlusswort: Variablen meistern
Die Probleme im Video entstehen nicht nur „weil die Maschine schlecht ist“, sondern weil Sticken immer Variablenmanagement ist: Einspannen, Stickvlies, Fadenlauf, Dateiqualiät.
Mit der Skitch PP1 bekommst du gute Ergebnisse, wenn du:
- die Physik respektierst: dickes Fleece nicht direkt einklemmen.
- die Ausrichtung hackst: Zentrierpunkte am Rahmen setzen.
- den Fadenlauf verbesserst: vertikalen Garnständer nutzen.
Und wenn du das 4x4-Feld oder das Single-Needle-Handling irgendwann überdrüssig bist, weißt du sehr genau, wonach du beim nächsten System suchen musst: Wiederholbarkeit, Tempo – und ein Rahmen, der wirklich hält.
FAQ
- Q: Welche „Shadow-Kit“-Teile brauche ich für zuverlässige Stichergebnisse an der Brother Skitch PP1, bevor ich überhaupt mit Artspira starte?
A: Für die Brother Skitch PP1 sind ein paar „nicht im Karton“-Basics in der Praxis entscheidend, damit du nicht direkt beim ersten Projekt an Fadennestern oder versenkten Stichen scheiterst.- Dazu: Neue Nadeln (75/11 Ballpoint für Maschenware, 90/14 Sharp für gewebte Baumwolle).
- Dazu: Wasserlösliche Folie (Topper) für Fleece/Frottee, damit Details nicht im Flor verschwinden.
- Dazu: Temporärer Sprühkleber fürs Floating auf dem Brother Skitch PP1 Magnetrahmen.
- Erfolgskontrolle: Das erste Testmotiv startet sauber (kein Fadenknäuel unten) und Details bleiben bei Florstoffen sichtbar.
- Wenn es trotzdem hakt: Pre-Flight erneut prüfen – besonders Unterfadenspule (voll?) und komplett neu einfädeln (Nähfuß zuerst heben).
- Q: Wie prüfe ich mit dem „Zahnseide-Test“, ob der Oberfaden an der Brother Skitch PP1 wirklich korrekt in der Spannung sitzt?
A: Mit dem „Zahnseide-Test“ stellst du sicher, dass der Oberfaden tatsächlich im Spannungssystem liegt.- Senken: Nähfuß runter.
- Ziehen: Oberfaden nahe der Nadel vorsichtig ziehen.
- Vergleich: Deutlicher Widerstand wie Zahnseide zwischen engen Zähnen.
- Erfolgskontrolle: Spürbarer Widerstand ist vorhanden; „kein Widerstand“ deutet stark darauf hin, dass der Faden nicht in den Spannungsscheiben sitzt.
- Wenn es trotzdem hakt: Komplett neu einfädeln – von der Garnrolle an, und dabei den Nähfuß zuerst heben.
- Q: Warum muss ich bei der Brother Skitch PP1 wegen der Top-Loading-Unterfadenspule den Rahmen abnehmen – und wie vermeide ich, dass mir mitten im Motiv der Unterfaden ausgeht?
A: Starte an der Brother Skitch PP1 möglichst mit voller Unterfadenspule, weil ein Wechsel den Rahmen zwingend aus der Maschine bringt und damit Passung/Ausrichtung gefährdet.- Prüfen: Vor dichten Füllflächen visuell checken, ob die Spule wirklich voll ist.
- Ersetzen: Wenn sie niedrig ist, jetzt neu wickeln statt „wird schon reichen“.
- Planen: „Frische Spule“ als Setup-Schritt sehen, nicht als Notfallmaßnahme.
- Erfolgskontrolle: Das Motiv läuft durch, ohne dass du für einen Unterfadenwechsel den Rahmen abnehmen musst.
- Wenn es trotzdem hakt: Nur Jobs starten, wenn Spule und Nadel neu oder sicher „known-good“ sind.
- Q: Wie verhindere ich, dass der Brother Skitch PP1 Magnetrahmen bei dickem Polar Fleece oder voluminösen Materialien aufspringt?
A: Klemme dickes Fleece nicht direkt in den Serien-Magnetrahmen der Brother Skitch PP1 ein, sondern arbeite mit Floating, damit die Magnete nur das Vlies klemmen.- Einspannen: Nur ein dünnes Stickvlies im Magnetrahmen einspannen.
- Kleben: Temporären Sprühkleber nutzen (oder selbstklebendes Vlies).
- Auflegen: Fleece oben auflegen und flach halten; optional im Workflow mit Heft-/Basting-Rahmen sichern.
- Erfolgskontrolle: Kein lautes „Klack“, keine Rahmen-Trennung, keine Stoffverschiebung in der ersten Minute.
- Wenn es trotzdem hakt: Als Haltekraft-Limit des Serienrahmens werten – Floating konsequent nutzen.
- Q: Wie behebe ich Fadennester (großer Knoten unter dem Stoff) an der Brother Skitch PP1 direkt beim Start?
A: Fadennester an der Brother Skitch PP1 sind sehr häufig ein Oberfaden-/Einfädel-Thema – neu einfädeln ist meist effektiver als an Spannungswerten „herumzudrehen“.- Stoppen: Sofort anhalten, wenn du „Knirschen/Mahlen“ hörst und unten Faden aufbaut.
- Neu einfädeln: Faden komplett raus und von Anfang an neu einfädeln; Nähfuß zuerst heben.
- Neustart: Wieder starten und die ersten 30 Sekunden beobachten.
- Erfolgskontrolle: Unten entsteht eine saubere Unterfadenlinie statt eines wachsenden Knäuels.
- Wenn es trotzdem hakt: Zahnseide-Test wiederholen und prüfen, ob der Faden irgendwo am Garnlauf hängen bleibt.
- Q: Wie reduziere ich Fadenfransen und Fadenbruch an der Brother Skitch PP1, wenn Reibung am Garnlauf oder die Nadel die Ursache ist?
A: Wenn der Oberfaden an der Brother Skitch PP1 vor dem Riss sichtbar fusselig wird, ist ein Nadelwechsel plus weniger Reibung über einen externen, vertikalen Garnständer die pragmatischste Kombination.- Wechseln: Frische Nadel einsetzen; bei Bedarf ein größeres Öhr (z. B. Topstitch 90/14).
- Umgehen: Vertikalen Garnständer nutzen, damit der Faden sauber nach oben abläuft statt am horizontalen Stift zu reiben.
- Beobachten: Fadenweg auf Scheuerstellen prüfen.
- Erfolgskontrolle: Kein Fransen vor der Nadel und keine wiederholten „Snap“-Risse.
- Wenn es trotzdem hakt: Einfädelweg erneut prüfen und sicherstellen, dass der Faden nicht am Spulenkopf/Spulenkappe bremst.
- Q: Welche Sicherheitsregeln gelten beim Arbeiten an der Brother Skitch PP1 im Nadelbereich und beim Umgang mit starken Magnet-Stickrahmen?
A: Behandle die Brother Skitch PP1 als schnell laufendes Werkzeug und Magnetrahmen als Quetschgefahr – Abstand, Kontrolle und sauberes Handling sind Pflicht.- Abstand halten: Finger, Haare, Schmuck und lose Kordeln weg vom Nadelbereich (ca. 400 SPM).
- Schutz: Bei Nahbeobachtung Brille tragen (Nadelbruch möglich).
- Magnet-Handling: Magnetteile kontrolliert seitlich lösen/aufsetzen statt gerade auseinanderzureißen.
- Erfolgskontrolle: Keine Beinahe-Unfälle – Hände bleiben außerhalb der Nadelzone, Magnete schnappen nicht auf Haut.
- Wenn es trotzdem kritisch wird: Job pausieren und Arbeitsplatz neu organisieren (lose Teile weg, besseres Licht, Setup langsamer und sauberer).
