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Wenn du eine Brother Quattro (Innov-is 6000D) oder Quattro 2 (Innov-is 6700D) besitzt, hast du eine Maschine, die in vielen Punkten „produktionsnah“ denkt – nur eben im Haushalts-Formfaktor. In der Praxis gilt aber: Leistung allein bringt noch keine reproduzierbaren Ergebnisse.
Aus Sicht eines Produktions-Workflows ist der Unterschied zwischen „frustrierend“ und „sauber durchlaufend“ selten Magie – es ist Prozessdisziplin. Diese Anleitung rekonstruiert die drei Premium-Pack-Upgrades aus dem Video nicht als Feature-Liste, sondern als praxisorientierten Ablauf: Was du vorbereitest, woran du am Bildschirm/Material erkennst, dass es stimmt, und wo die Sicherheitsgrenzen liegen.

Keine Panik: Was die Premium Packs bei Brother Quattro (Innov-is 6000D) & Quattro 2 (Innov-is 6700D) wirklich verändern
Premium Packs werden oft als „mehr Designs“ verkauft – für ernsthafte Anwender sind es aber vor allem funktionale Upgrades (Firmware-/Funktionsumfang + teils Hardware). Im Video lassen sich die Packs in drei praxisrelevante Bereiche einteilen, die jeweils typische Engpässe im Stick-Alltag lösen:
- Pack 1: Deine Präzisions-Suite. Upgrades für InnovEye (u. a. Stoff-Hintergrund scannen), Vergrößerung bis 200% für exakte Nadelpositionierung und Stitch to Block. Wichtig: Stitch to Block berechnet die Stichdichte beim Skalieren neu – bis 200% vergrößern bzw. bis 60% verkleinern (Bereiche, die ohne Neuberechnung Designs oft ruinieren). Enthält außerdem das Bobbin-Work-Set.
- Pack 2: Deine Kreativ-Suite. Design-Erstellung direkt an der Maschine über ein 10-Zoll-Pen-Tablet plus Color Shuffling (Random, Vivid, Gradient, Soft), um Farbstellungen schnell an Stoff/Projekt anzupassen.
- Pack 3: Deine Format-/Bordüren-Suite. Der 4" x 12" Continuous Border Hoop plus kamerabasierte Musterverbindung – genau gegen das „Driften“/Versetzen bei langen Bordüren.
Entscheidungsmatrix (praxisorientiert):
- Platzierungsstress? Wenn du auf Konfektion (z. B. Kragen/Brustbereich) immer wieder Ausschuss hast: Pack 1 ist der größte Hebel.
- Schnelle Personalisierung? Wenn Unterschriften/Skizzen „sofort“ gestickt werden sollen: Pack 2 spart den PC-Umweg.
- Lange Bordüren/Runner? Wenn du fortlaufende Ranken/Bordüren stickst: Pack 3 reduziert das Risiko von sichtbaren Anschlussfehlern.
Praxis-Hinweis aus den Kommentaren: Bei Gebrauchtmaschinen wirken Funktionen manchmal „verschwunden“ oder ausgegraut. Das ist häufig kein Defekt, sondern fehlendes Zubehör/fehlende Original-Medien. Unten findest du dazu eine saubere Vorgehensweise.

Die „unsichtbare“ Vorbereitung vor InnovEye-Scan, Stitch to Block oder Bordüren (hier entstehen die meisten Fehler)
Bevor du am LCD irgendetwas antippst, brauchst du eine mechanische Basis. Die Kamera kann keine physikalischen Fehler „wegrechnen“ – sie macht sie nur besser sichtbar.
Checkliste: Mechanisches Fundament
(Diese Punkte vor dem ersten Einspannen prüfen)
- Maschinen-Check: Sicherstellen, dass es wirklich eine Brother Quattro (Innov-is 6000D) oder Quattro 2 (Innov-is 6700D) ist.
- Nadelzustand (Audit): Für Tests keine „alte“ Nadel verwenden.
- Tast-Check: Mit dem Fingernagel über den Schaft – spürst du einen Grat/„Haken“, sofort tauschen.
- Grundregel: Jersey/Strick = Ballpoint (75/11); Webware = Sharp (75/11 oder 80/12).
- Fadenweg-Hygiene:
- Aktion: Spannungsscheiben vorsichtig „ausflossen“ (mit ungewachster Zahnseide), um Flusen zu entfernen – ein häufiger Auslöser für Fadennester.
- Versteckte Problemzone: Bereich am Spulenkorb/ Sensor mit Pinsel oder Druckluft reinigen – Staub kann den Unterfaden-Sensor „blind“ machen.
- Material & Stickvlies-Kombination:
- Merksatz: „Was getragen wird, wird nicht gerissen.“ Für Strick/Trageteile Cutaway; Tearaway nur für stabile Deko-/Bastelware.
- Stickrahmen-Check: Schraube am Innenrahmen so einstellen, dass der Stoff wie eine dumpfe Trommel klingt – thump-thump – nicht hoch „ping“ (zu stramm) und nicht raschelnd locker.
- Markierung: Für Bordüren eine physische Referenzlinie (wasserlöslicher Stift/Kreide) setzen. Nicht nur „nach Augenmaß“ arbeiten.
Wenn du beim Einspannen merkst, dass dir der Stoff beim Festziehen ständig verzieht: Eine Einspannstation für Maschinenstickerei ist in der Praxis tatsächlich ein sinnvoller Schritt. Sie wirkt wie eine „dritte Hand“ und hält Fadenlauf/Grainline stabil – denn die Kamera kann keinen Stoff retten, der beim Einspannen schief gezogen wurde.

Platzierung „idiotensicher“ machen: InnovEye-Scan zum Ausrichten auf Konfektion, Kragen & Mustern
Im Video sieht man den größten Praxisnutzen der Quattro-Reihe: den Stoff im Stickrahmen scannen und das Motiv direkt auf das reale Bild schieben. Das schließt die Lücke zwischen digitalem Motiv und realem Kleidungsstück.
Workflow (mit klaren Kontrollpunkten)
- Sauber einspannen: Den Standard-Stickrahmen anbringen und das Kleidungsstück glatt legen.
- Tast-Anker: Der Stoff soll sich „neutral“ anfühlen – weder überdehnt noch durchhängend.
- Scan starten: Scan-Funktion aktivieren – du hörst/merkst, dass die Kamera arbeitet.
- Bildkontrolle: Das Raster wechselt zu einem fotorealistischen Bild (Kragen, Tasche, Streifen etc.).
- Positionieren: Motiv mit dem Stylus auf dem Bild verschieben.
- „Sicherheitsabstand“ prüfen: Abstand zu dicken Nähten/Knöpfen visuell kontrollieren (mindestens ca. 10 mm Puffer).
Checkpoints (Woran du erkennst, dass es passt)
- Schärfe: Gewebe/Print ist am Bildschirm klar erkennbar.
- Ausrichtung: Motiv wirkt im Verhältnis zum Rahmen „gerade“ und plausibel.
Typische Falle: „Torque“ durch schiefes Einspannen
InnovEye ist präzise – aber wenn du ein T-Shirt links stärker gezogen hast als rechts, zeigt die Kamera nur den aktuellen Zustand im Rahmen. Nach dem Ausspannen entspannt sich der Strick, und das „perfekt gerade“ Motiv kann sichtbar kippen.
- Lösung: Auf einer flachen Fläche einspannen, nach dem Einsetzen des Innenrahmens nicht mehr ziehen. Stabilität kommt vom Stickvlies, nicht vom „Strecken“ des Stoffes.

200%-Vergrößerung: InnovEye Needle View nutzen, bevor ein Shirt zum Ausschuss wird
Premium Pack 1 schaltet die 200% Vergrößerung frei. Damit wird der Bildschirm zur Lupe für den Nadeleinstichpunkt.
Wann es sich wirklich lohnt:
- Punkt-zu-Punkt-Anschlüsse: z. B. Quilting-Blöcke oder Rankenverbindungen.
- Kanten vermeiden: Monogramm nahe Bündchen/Kragen – per Zoom prüfen, dass der Fuß nicht an einer Kante „anläuft“.
Warnung: Mechanisches Sicherheitsprotokoll
In der vergrößerten Ansicht fokussierst du stark auf den Screen. Hände weg vom Nadelbereich. Die Maschine kann nach Start sofort nähen. Eine Nadel mit hoher Stichzahl hat genug Kraft für ernsthafte Verletzungen. Hände immer aus der „Rotzone“ (Rahmenbereich), sobald die Starttaste aktiv ist.

Schluss mit ruinierten Skalierungen: Stitch to Block (200% hoch / 60% runter) mit echter Dichte-Neuberechnung
Normales Skalieren ist geometrisch: Stiche werden auseinandergezogen (Lücken) oder zusammengeschoben (bretthart). Stitch to Block verhält sich eher wie ein Digitalisierer: Die Maschine berechnet die Stichanzahl neu, damit die Dichte vergleichbar bleibt.
Grenzen (sichere Arbeitsbereiche)
- Vergrößern: bis 200%.
- Praxis-Check: Über ca. 150% wird es bei komplexen Satinstichen schnell kritisch (lange Stiche, höhere Hänger-/Fanggefahr).
- Verkleinern: bis 60%.
- Praxis-Check: Sehr kleine Schrift wird unterhalb davon oft unleserlich.
Checkpoints
- Stichzahl-Logik: Beim Vergrößern sollte die Stichzahl steigen. Wenn die Größe wächst, aber die Stichzahl gleich bleibt, ist die Funktion vermutlich nicht aktiv.
- Vorschau: Keine „weißen Zwischenräume“ in Füllflächen.
Erwartetes Ergebnis
Das vergrößerte Logo bleibt deckend, das verkleinerte Motiv bleibt flexibel statt steif. Wer nach brother Zubehör sucht, sollte bei solchen Upgrades immer die konkrete Maschinenvariante prüfen – nur dann wird die Funktion korrekt freigeschaltet.

Bobbin Work an der Brother Quattro: „verkehrt herum“ einrichten für erhabene 3D-Effekte (ohne Raten)
Bei „Bobbin Work“ (Unterfadenarbeit) wird ein dicker Zierfaden verwendet, der nicht durchs Nadelöhr passt. Im Video wird das Prinzip als „Reverse Sewing“ gezeigt: Der dicke Faden liegt im Unterfaden, und du nähst mit der Stoffseite nach unten.
Workflow (verkehrt herum)
- Spulen: Den dicken Zierfaden langsam auf die Spule wickeln.
- Tast-Check: Nicht überfüllen – sauber, gleichmäßig, nicht „schwammig“.
- Spulenkapsel wechseln: Die spezielle Bobbin Work Case einsetzen (oft grau/markiert).
- Tast-/Hör-Anker: Ein deutliches Klick beim Einsetzen.
- Umkehr: Stoff so einspannen, dass die Stickvlies-Seite nach oben zeigt (linke Stoffseite oben).
- Sticken: Der Oberfaden (normal) zieht den dicken Unterfaden auf die spätere Sichtseite (die beim Sticken unten liegt).
Häufiger Fehler: „Lockere Schlaufen“
Wenn der dicke Faden auf der Sichtseite wackelig/locker liegt, ist meist die Oberfadenspannung zu niedrig oder die Unterfadenspannung zu hoch.

„Design Center erscheint nicht“ bei gebrauchten Quattro 2: Was die Kommentare in der Praxis bedeuten
In den Kommentaren taucht das typische „Geister-Feature“-Problem auf: Funktionen sind ausgegraut oder erscheinen nicht – besonders nach Gebrauchtkauf.
Die praktische Diagnose: My Custom Design/Design Center ist nicht nur „Software“. Es hängt an einer Hardware-/Medien-Authentifizierung. Wenn bei einer gebrauchten Quattro/Quattro 2 das Tablet zwar vorhanden ist, aber die Original-Medien fehlen, bleibt die Funktion oft gesperrt.
Saubere Vorgehensweise (Recovery-Protokoll):
- Inventur: Tablet, Stylus und die originalen USB-/SD-Medien (Auth-/Installationsmedium) suchen.
- Verifikation: Keine „Fix-Dateien“ von Unbekannten verwenden – Risiko von Malware oder beschädigten Systemdaten.
- Lösung: Autorisierten Brother-Händler kontaktieren. Ersatz/Neuausgabe der Authentifizierungsmedien ist je nach Fall möglich (in der Regel kostenpflichtig), aber deutlich sicherer als Experimente.

Von Skizze zu Stich ohne PC: 10-Zoll-Pen-Tablet + My Custom Design auf der Quattro
Premium Pack 2 ermöglicht die Arbeit mit dem 10-Zoll-Pen-Tablet direkt an der Maschine.
Realistische Erwartungen an Auto-Digitalisierung
Im Video wird eine saubere Eis-Skizze gezeigt, die sofort in Stickdaten umgesetzt wird.
- Stark bei: Unterschriften, Kinderzeichnungen, klare Line-Art, einfache Logos mit deutlichen Konturen.
- Schwach bei: Fotos, weiche Verläufe, komplexe Schattierungen.
Praxis-Tipp: Denk das Tablet als „Line-Art-Konverter“. Saubere, zusammenhängende Linien zeichnen – unterbrochene Linien werden in der Stickerei schnell zu Sprungstichen.

Color Shuffling, das nicht „zufällig“ wirkt: Die vier Modi gezielt zum Stoff passend einsetzen
Color Shuffling erzeugt Farbstellungen per Knopfdruck (im Video: Random, Vivid, Gradient, Soft) – besonders hilfreich, wenn Motiv und Stoff farblich nicht harmonieren.
Workflow (für schnelle Varianten)
- Modus wählen: Vivid für sportliche/kontrastreiche Logos, Soft für Baby-/Pastelloptik, Gradient für florale Effekte.
- Kachel-Vorschau: Varianten im Raster ansehen.
- Speichern/Standardisieren: Passende Variante speichern und anschließend auf deine Garnpalette übertragen.
Praxisnutzen: Du kannst einem Kunden sehr schnell mehrere Farbvorschläge zeigen, ohne jedes Mal manuell umzufärben.

Der Bordüren-Durchbruch: 4" x 12" Continuous Border Hoop nutzen, ohne die Passung zu verlieren
Premium Pack 3 nimmt den Stress aus langen Bordüren. Der 4" x 12" Continuous Border Hoop arbeitet mit einer Klemmmechanik statt klassischem Innen-/Außenrahmen.
So funktioniert die Kontinuität
- Segment 1 sticken: Erstes Bordürenstück fertigstellen.
- Lösen: Klemmhebel anheben – der Stoff kann verschoben werden.
- Verschieben: Stoff nach unten/zu dir ziehen.
- Tast-Check: Das Gewicht des überhängenden Stoffes darf nicht „ziehen“. Überschuss unbedingt abstützen.
- Wieder klemmen: Hebel schließen.
- Scannen & Ausrichten: Die Kamera erkennt das Ende von Segment 1 und richtet Segment 2 passend aus.
Wenn du nach einem Endlos-Stickrahmen oder einem repositionierbarer Stickrahmen gesucht hast: Bei diesem System ist die Hardware nur die halbe Miete – die kamerabasierte Ausrichtung ist das, was die Wiederholgenauigkeit in der Praxis ermöglicht.

Stickvlies-Entscheidungsbaum für Quattro: Konfektion vs. Bordüren (weil die Kamera keine Stoffphysik repariert)
Kein Software-Feature kompensiert ein falsches Stickvlies. Nutze diese Logik, um die Basis zu wählen.
Entscheidungsbaum: Material → Stickvlies-Strategie
- Szenario A: Dehnbarer Strick (T-Shirt, Polo)
- Risiko: Dichte schneidet ein; Material entspannt nach dem Ausspannen.
- Lösung: Cutaway Mesh (No-Show), ggf. mit temporärem Sprühkleber fixieren.
- Szenario B: Stabile Webware (Denim, Canvas, Twill)
- Risiko: Zu steifer Griff.
- Lösung: Tearaway für saubere Stabilität während des Stickens.
- Szenario C: Hoher Flor (Frottee, Fleece)
- Risiko: Stiche „versinken“.
- Lösung: Wasserlöslicher Topper oben + Tearaway/Cutaway unten.
Bei wiederholtem Einspannen zählt die Qualität deines Stickrahmen. Wenn du Rahmenspuren (glänzende Ringe) auf empfindlichen Stoffen siehst, kannst du Standardrahmen umwickeln oder über magnetische Systeme nachdenken.

Setup-Checkliste: Kleine Einstellungen, die große Katastrophen verhindern
Diese „Pre-Flight“-Kontrolle durchführen, bevor die Nadel losläuft.
Setup-Checkliste (die „Rettet-den-Job“-Liste)
- Rahmenwahl: Passt die Anzeige am Bildschirm zum montierten Rahmen? (Border Hoop vs. Standardrahmen).
- Fußfreiheit: Ist die Höhe des Stickfußes passend zur Materialdicke? (Zu hoch = Schlaufen; zu niedrig = Schieben/Reiben).
- Unterfaden: Reicht der Unterfaden für das Segment? (Unterfadenwechsel mitten in der Bordüre erhöht das Risiko für Anschlussfehler).
- Stichplatte: Sitzt die Stichplatte fest? (Vibration kann Schrauben über Zeit lösen).
- Startgeschwindigkeit: Für die ersten Stiche auf Medium gehen, um die Passung zu prüfen.
Wenn du täglich viele Shirts einspannst, sinkt mit Müdigkeit die Genauigkeit. Eine hoop master Einspannstation sorgt für reproduzierbare Einspannung und nimmt den „menschlichen Faktor“ aus der Platzierung.

Troubleshooting zu den Fragen, die wirklich kommen: Scannen, Fotos, USB und „Kann ich fertige Jeans besticken?“
Hier sind die typischen Praxisfragen aus den Kommentaren – als schnelle Fehlerdiagnose:
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Quick Fix |
|---|---|---|
| „Design Center fehlt“ | Gebrauchtmaschine ohne originales SD-/USB-Auth-Medium. | Händler kontaktieren, Ersatzmedium prüfen/beschaffen. |
| „Kann nicht Scan & Cut“ | Funktionsmissverständnis: InnovEye ist für Platzierung, nicht zum Erstellen von Schneidedateien. | InnovEye zum Ausrichten nutzen, nicht als Cutter-Ersatz. |
| „Fotos sehen schlecht aus“ | Auto-Digitalisierung von komplexen Rasterbildern. | Tablet für Line-Art; für Fotos PC-Software (z. B. PE-Design/PhotoStitch) nutzen. |
| „Jeans passen nicht in den Rahmen“ | Hosenbein zu eng für Rahmenarm/Einspannung. | Seitennähte ggf. öffnen, um flach einzuspannen, oder sehr kontrolliert mit kleinerem Bereich arbeiten. |

Upgrade-Pfad aus Praxis-Sicht: Erst Engpass lösen (Einspannen/Repeatability), dann Leistung
Wenn du die Premium Packs beherrschst, kommt der nächste Deckel selten aus der Software – sondern aus der Physik.
Workflow-Entwicklung:
- Level 1 (Software): Pack 1 & 2 lösen Platzierung und Design-Workflows.
- Level 2 (Hardware/Ergonomie): Du beginnst die Schraubrahmen-Mechanik zu hassen. Das ist der Punkt, an dem viele auf Magnetrahmen umsteigen.
- Szenario: Dicke Jacken oder empfindliche Stoffe.
- Nutzen: Schnelles Klemmen, weniger Rahmenspuren, weniger Belastung fürs Handgelenk.
Warnung: Magnet-Sicherheit
Quetschgefahr: Starke Neodym-Magnete können mit hoher Kraft zuschnappen. Finger aus dem Schließbereich.
Medizinische Geräte: Magnetrahmen mit Abstand zu Herzschrittmachern und empfindlicher Elektronik halten.
Level 3 (Kapazität): Wenn du bei mehrfarbigen Logos am ständigen Umfädeln scheiterst, ist das Limit nicht die Stichzahl, sondern der Workflow. Dann wird eine Mehrnadelstickmaschine relevant.

Betriebs-Checkliste: Was du in den ersten 60 Sekunden prüfen musst
Die erste Minute entscheidet, ob du den Rest des Projekts „rettest“ oder Zeit verschwendest.
Betriebs-Checkliste (die „ersten 100 Stiche“)
- Platzierung prüfen: 200%-Ansicht oder langsam starten, bis der erste Einstich exakt sitzt.
- Geräusch-Check: Gleichmäßiges thump-thump.
- Gefahrengeräusch: Scharfes snap/pop kann Nadelbruch oder Rahmenkontakt bedeuten – sofort stoppen.
- Fadenanfang: Fadenende sichern/abschneiden, damit es nicht eingestickt wird.
- Stickvlies-Bewegung: Wenn das Vlies „flaggt“ (hoch/runter wippt), ist zu locker eingespannt – lieber früh stoppen und neu einspannen.
Halte dir eine Referenz für brother embroidery hoop sizes in der Nähe bereit. Eine falsche Rahmengröße am Bildschirm kann zu Fehlermeldungen führen – oder im schlimmsten Fall zu Rahmenkontakt.
Fazit: Nimm das Premium Pack, das deinen größten Rework-Treiber eliminiert
Kaufe Upgrades nicht für „Potenzial“, sondern um konkrete Probleme zu lösen.
- Pack 1 = Versicherung gegen Ausschuss (Platzierung/Skalierung).
- Pack 2 = Kreativwerkstatt (Tablet/Farbe).
- Pack 3 = Bordüren-/Formatlösung (lange Muster sauber verbinden).
Und wenn du noch alles im kleinen Stickrahmen 4x4 für brother stickst, weil größere Rahmen „Respekt“ machen: Nutze die Stabilitätslogik aus dieser Anleitung, um kontrolliert auf größere Stickfelder umzusteigen. Die Maschine kann es – entscheidend ist dein Prozess.
FAQ
- Q: Welche versteckten Vorab-Checks verhindern Fadennester (Bird Nesting) an einer Brother Quattro (Innov-is 6000D) oder Brother Quattro 2 (Innov-is 6700D), bevor ich InnovEye-Scanning nutze?
A: Lege zuerst eine mechanische Basis an – InnovEye kann Flusen, schlechte Nadeln oder instabiles Einspannen nicht kompensieren.- Spannungsscheiben vorsichtig mit ungewachster Zahnseide „ausflossen“, um Flusen zu entfernen.
- Bereich am Spulenkorb/Sensor mit Druckluft oder Pinsel reinigen, damit der Unterfaden-Sensor nicht durch Staub „blind“ wird.
- Für Tests die Nadel ersetzen (Ballpoint 75/11 für Strick; Sharp 75/11 oder 80/12 für Webware).
- Erfolgskontrolle: Die Maschine läuft die erste Minute mit gleichmäßigem Fadenabzug (keine plötzlichen Fadenklumpen unter dem Rahmen).
- Wenn es weiter auftritt: Fadenweg und Stickvlies-Wahl prüfen (Cutaway für Trageteile/Strick; Tearaway für stabile Deko).
- Q: Wie stramm sollte ich Stoff in eine Brother Quattro (Innov-is 6000D) oder Brother Quattro 2 (Innov-is 6700D) einspannen, um Rahmenspuren und „Flagging“ vom Stickvlies zu vermeiden?
A: Auf „dumpfe Trommel“ einspannen – sicher, aber nicht gedehnt und nicht „ping“-stramm.- Schraube so anziehen, dass es thump-thump klingt, nicht hoch ping und nicht locker raschelt.
- Fadenlauf gerade halten und nach dem Einsetzen des Innenrahmens nicht mehr ziehen (Ziehen erzeugt Torque und spätere Verzüge).
- Während des Stickens den Rahmenrand beobachten und früh pausieren, wenn das Vlies anfängt zu „flaggen“.
- Erfolgskontrolle: Stoff fühlt sich neutral an (nicht dünn gezogen), und das Vlies bleibt flach statt zu wippen.
- Wenn es weiter markiert: Standardrahmen umwickeln oder über Magnetrahmen nachdenken (schneller, schonender bei empfindlich/dick).
- Q: Warum zeigt InnovEye-Scanning eine „perfekte“ Ausrichtung, aber die fertige Stickerei auf einem T-Shirt wirkt nach dem Ausspannen schief (Brother Quattro/Quattro 2)?
A: Häufig ist das Einspann-Torque: InnovEye zeigt den Zustand im Rahmen – Strick entspannt sich nach dem Ausspannen.- Auf einer flachen Fläche einspannen und das Kleidungsstück vollständig abstützen, damit keine Seite stärker gezogen wird.
- Das T-Shirt nach dem Einsetzen des Innenrahmens nicht „glattziehen“ – Stabilität kommt vom Stickvlies, nicht vom Dehnen.
- Einen sichtbaren Puffer (ca. 10 mm) zu dicken Nähten/Knöpfen lassen, damit nichts schief aufliegt.
- Erfolgskontrolle: Nach dem Ausspannen bleibt das Motiv rechtwinklig zu Nähten/Streifen, ohne „zurückzukippen“.
- Wenn es weiter kippt: Cutaway (Mesh/No-Show) bei Strick nutzen, um Entspannungseffekte zu reduzieren.
- Q: Was ist das Sicherheitsprotokoll bei 200% Vergrößerung (InnovEye Needle View) an Brother Quattro (Innov-is 6000D) oder Brother Quattro 2 (Innov-is 6700D)?
A: Hände aus der Rahmen-„Rotzone“ – die Maschine kann sofort starten, und die Nadelkraft ist gefährlich.- Hände vor dem Start aus dem Bereich von Nadelstange und Stickrahmen nehmen, besonders wenn die Starttaste aktiv ist.
- Vergrößerung für Nadeleinstichpunkt und Fußfreiheit an Kanten (Bündchen/Kragen) nutzen.
- Für die ersten Stiche mit mittlerer Geschwindigkeit starten, um die Passung zu bestätigen.
- Erfolgskontrolle: Der erste Einstich sitzt exakt, ohne dass eine Hand in der Nähe beweglicher Teile ist.
- Wenn etwas auffällig klingt: Bei scharfem Snap/Pop sofort stoppen und Nadel/Stichplatte prüfen.
- Q: Wie verhindert Brother Stitch to Block ruinierte Flächen, wenn ich Designs auf Brother Quattro (Innov-is 6000D) oder Brother Quattro 2 (Innov-is 6700D) skaliere?
A: Nutze Stitch to Block innerhalb der Grenzen, damit die Stichdichte neu berechnet wird statt nur „gezogen/gestaucht“.- Nur innerhalb der Limits skalieren (bis 200% größer oder bis 60% kleiner).
- Prüfen, ob Stitch to Block aktiv ist: Beim Vergrößern muss die Stichzahl steigen (Größe rauf ohne Stichzahländerung = Warnsignal).
- Vorschau auf Lücken („white space“) in Füllflächen kontrollieren.
- Erfolgskontrolle: Vorschau bleibt deckend, Ergebnis wird weder löchrig noch bretthart.
- Wenn es kritisch wird: Extreme Skalierung (oft > ca. 150% bei komplexem Satin) als Risiko behandeln und auf Probestoff testen.
- Q: Wie behebe ich „lockere Schlaufen“ bei Brother Bobbin Work an einer Brother Quattro (Innov-is 6000D) oder Brother Quattro 2 (Innov-is 6700D)?
A: Lockere Schlaufen bedeuten meist: Oberfadenspannung zu niedrig oder Unterfadenspannung zu hoch – vorsichtig anpassen und testen.- Dicken Zierfaden langsam spulen und die Spule nicht überfüllen (gleichmäßig, nicht „schwammig“).
- Spezielle Bobbin-Work-Spulenkapsel einsetzen und auf den deutlichen Sitz/Klick achten.
- Mit Stickvlies-Seite nach oben einspannen (linke Seite oben), damit der dicke Unterfaden später erhaben auf der Sichtseite liegt.
- Oberfadenspannung leicht erhöhen, damit der dicke Faden sauber anliegt (immer zuerst Probestück).
- Erfolgskontrolle: Der dicke Unterfaden liegt fest und gleichmäßig, ohne „Schweben“ oder Wellen.
- Wenn es bleibt: Prüfen, ob wirklich die richtige Bobbin-Work-Kapsel eingesetzt ist und die Spule nicht überfüllt wurde.
- Q: Warum fehlt oder ist „My Custom Design/Design Center“ bei einer gebrauchten Brother Quattro 2 (Innov-is 6700D) trotz Premium Pack 2 Tablet ausgegraut?
A: Meist fehlt das Authentifizierungsmedium (SD/USB-Key/Dongle) – Gebrauchtgeräte sind oft unvollständig, nicht „defekt“.- Tablet-Set vollständig inventarisieren: Tablet, Stylus und originales USB-/SD-Authentifizierungsmedium.
- Keine „Fix-Dateien“ aus unbekannten Quellen verwenden (Risiko von Schäden/Malware).
- Autorisierten Brother-Händler kontaktieren: Ersatzmedium anhand der Seriennummer anfragen (in der Regel kostenpflichtig).
- Erfolgskontrolle: Mit korrektem Medium ist die Funktion verfügbar statt ausgegraut.
- Wenn es weiter fehlt: Prüfen lassen, ob das Kit exakt zur Quattro/Quattro-2-Variante passt und ob die Aktivierung korrekt ist.
