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Wenn du schon einmal vor einem Design mit dem Hinweis „zu groß für den Rahmen“ gesessen hast, ein flauschiges Handtuch deine Satinstiche komplett „verschluckt“ hat oder du 20 Minuten damit verloren hast, Dateien einzeln per USB-Stick zu übertragen – dann ist dieses Power Pack genau für deinen Alltag gemacht.
Maschinenstickerei ist ein Millimeter-Spiel. Erfolg hängt nicht nur von der Software ab, sondern von Step Zero: wie du Stoff, Datei und Maschine vorbereitest, bevor du überhaupt Start drückst. Das BES 4 Dream Edition Power Pack ist nicht einfach „eine Liste neuer Features“ – es wirkt wie ein Workflow-Stabilisator. Es reduziert zwei typische Ergebnis-Killer: Reibung (Extra-Klicks, manuelle Fehler) und Stoffbewegung (Flor, Dehnung, Verrutschen).

Keine Panik – das BES 4 Dream Edition Power Pack ist ein Workflow-Upgrade, kein komplett neues System
Das Video ist eine Feature-Tour – übersetzt in Werkstatt-Realität bedeutet das: mehr Tempo und mehr Kontrolle in drei Bereichen, die im Tagesgeschäft am meisten weh tun: Datei-Transfer, Physik großer Designs und Management von Oberflächenstruktur.
Du siehst u. a. kabelloses Batch-Senden (statt „eine Datei nach der anderen“), das Senden von Applikations-Schneideformen direkt an ScanNCut (statt Hand-Schneiden) sowie das Öffnen von maschinengespeicherten Dateien wieder in BES 4 für Korrekturen. Kreativ kommen SVG-Import, Umwandlung in dekorative Füllungen und bessere Text-Tools dazu. Und wenn du nicht am Studio-PC sitzen willst: In BES Cloud gibt es Quick Rotate (90°), Color Sort und Skalieren mit automatischer Stichdichte-/Stich-Neuberechnung.
Wenn du (wie im Video erwähnt) in Richtung Mehrnadelstickmaschine gehst (z. B. Entrepreneur Pro) und mit großen Rahmenfeldern arbeitest, sind das keine „Nice-to-haves“. Das ist der Unterschied zwischen ruhigem Produktionsfluss und einem Tag voller Mikro-Unterbrechungen, die Marge fressen.

Die „unsichtbare“ Vorbereitung, bevor du irgendetwas klickst: WLAN, Dateitypen und ein Realitätscheck zum Stoff
Bevor du Batch Send, ScanNCut oder Cloud-Edits nutzt, kommen die langweiligen – aber entscheidenden – Profi-Checks. Hier werden die meisten Fehler verhindert.
Was das Video zeigt, womit du arbeitest
- BES 4 Dream Edition mit installiertem Power Pack Add-on.
- Kabelloser Transfer an eine kompatible Stickmaschine.
- Kabelloser Transfer an eine ScanNCut (für Schneideformen).
- Zwei-Wege-Kommunikation über Maschinendateien (Import von .PHC).

Der Praxis-Realitätscheck (Warum diese Vorbereitung zählt)
Kabellose Workflows sind nur dann „schnell“, wenn Dateinamen, Dateiformate und die Zielmaschine konsequent sauber sind. Der häufigste Zeitfresser in echten Betrieben ist nicht das Digitalisieren – es ist das Suchen nach der richtigen Version, das Senden der falschen Datei oder das zu späte Erkennen, dass die Designgröße ein riskantes Neu-Einspannen erzwingt.
Und beim Stoff gilt: Plüschige Materialien (Frottee, Decken, Kunstfell) scheitern, weil der Flor wie eine mechanische Feder arbeitet. Wenn du diese „Federenergie“ nicht mit passendem Topping und einer geeigneten Unterlage/Unterstichen vor den Deckstichen kontrollierst, sinkt das Motiv ab – und das Ergebnis wirkt schnell unprofessionell.
Prep-Checkliste (einmal pro Session)
- Hardware prüfen: Nadel frisch einsetzen (75/11 Standard; 90/14 für Denim). Mit dem Fingernagel über die Spitze fahren – wenn du irgendeinen Haken spürst: weg damit.
- Fadenspannungs-Realcheck: Oberfaden durch den Fadenweg ziehen. Es sollte gleichmäßig und „smooth“ laufen – mit Widerstand wie Zahnseide zwischen den Zähnen. Ruckelt es: neu einfädeln.
- Job-Typ festlegen:
- Standard: Normaler Rahmen-Workflow.
- Oversize: braucht PR Jumbo Hoop Split (erfordert sehr präzises Einspannen).
- Plüsch: braucht Nap Control (Topping einplanen).
- Verbrauchsmaterial-Check: Hast du die „unsichtbaren Essentials“?
- Sprühzeitkleber (Stabilität ohne Brett-Haptik).
- Wasserlöslicher Stift (Mitte markieren).
- Frische Unterfadenspule (keinen Batch starten, wenn „fast leer“).
Warnung: Sobald du ein Design skalierst und dich auf Stich-Neuberechnung verlässt, immer zuerst einen Teststick machen. Dichteänderungen, die am Bildschirm gut aussehen, können auf echtem Material „kugelsicher“ steif werden oder Lücken erzeugen.

Batch Send to Machine in BES 4: Schluss mit „Datei einzeln senden“
Im Video ist der Ablauf klar: Pacesetter-Menü öffnen, „Batch Send to Machine“ wählen, mehrere Dateien markieren und senden. Du siehst den Fortschrittsbalken – danach ist der Transfer fertig.
Der Nutzen ist größer als nur weniger Klicks. Sobald du vom Hobby-Denken in Produktion wechselst – mehrere Namen für ein Team, mehrere Größen für eine Marke oder Mehrfach-Einspannen Maschinenstickerei-Workflows bei großen Teilen – wird „Datei senden“ zum versteckten Engpass.
Damit sich das Feature wirklich auszahlt, nutze es wie ein Produktionswerkzeug:
- Nach Auftrag bündeln: z. B. alle linken Brustlogos für den Tag in einem Rutsch.
- Nach Rahmen bündeln: alles mit gleicher Rahmengröße senden, um Rahmenwechsel zu minimieren.
- Nach Farben bündeln: Designs mit ähnlicher Farbreihenfolge zusammen, um Umfädeln zu reduzieren.
Effizienz heißt nicht „schneller klicken“, sondern „weniger stoppen“. Batch-Senden hält deine Hände an den Stickrahmen – nicht an der Maus.

Zwei-Wege-Dateikommunikation (.PHC): Das leise Feature, das deine besten Einstellungen rettet
Im Transkript wird erklärt: Du kannst ein Design an der Stickmaschine speichern und die entstehende Datei wieder in BES 4 öffnen, um sie anzupassen. Im Video wird der Import von .PHC-Dateien gezeigt.
Warum das in der Praxis Gold wert ist:
- „Safety Net“: Du passt an der Maschine etwas an und bekommst ein Ergebnis, das perfekt läuft. Jetzt kannst du genau diese Version zurück an den PC holen und als „Master“ sichern.
- Rettung/Analyse: Du bekommst eine Datei von einer Maschine/Person, die schlecht läuft. Statt zu raten, ziehst du sie in BES 4 und prüfst die „Knochen“: Unterlage, Dichte, Stichwinkel.
Eine Datei in Software zu diagnostizieren kostet nichts. Einen 20-Euro-Polo durch Probieren zu ruinieren, schon.

PR Jumbo Hoop Auto-Split: Lass die Software die Split-Linie setzen – und du kontrollierst das Ergebnis
Das Video zeigt: Mehrnadel-Maschinentyp auswählen, PR Jumbo Hoop in der Rahmenliste wählen – und die Software berechnet automatisch die Split-Linie für ein großes „S“-Monogramm. In der Vorschau siehst du die Teilung direkt.

Auto-Split ist eine enorme Hilfe, aber keine Magie. Die Split-Linie ist eine mechanische Realität: Stoff wird eingespannt, gestickt, abgenommen, neu positioniert und erneut gestickt. Dein Erfolg hängt deshalb an Wiederholgenauigkeit.
Die Wiederholgenauigkeits-Regel beim Splitten
Wenn der Stoff zwischen Teil 1 und Teil 2 nur 1 mm wandert, siehst du später eine Lücke oder eine dicke Überlappung. So reduzierst du das Risiko:
- Stickvlies: Für große Splits bevorzugt Cutaway – es gibt eine dauerhafte Basis. Tearaway lässt für Präzisions-Splits oft zu viel Bewegung zu.
- Markierung: Mit Fadenkreuz (+) die Mitte sauber markieren.
- Einspann-Druck: Kritisch. Schraubrahmen können entweder Rahmenspuren verursachen (zu fest) oder rutschen (zu locker).
Genau hier rüsten viele Profis um: Bei großen, gesplitteten Designs wechseln viele Betriebe auf Magnetrahmen für Stickmaschine. Warum? Magnetrahmen klemmen gleichmäßig über den gesamten Umfang – ohne „Zerren“ und Verzug wie bei Schraubrahmen. Das macht aus 5 Minuten Kampf oft ein schnelles, reproduzierbares Schließen.
Warnung: Quetschgefahr. Magnetrahmen sind starke Spannwerkzeuge. Lass die Magnete nie unkontrolliert zusammenschlagen – Finger immer aus der Schließzone halten.

Nap Control bei Handtüchern, Decken und Kunstfell: Damit das Motiv „oben“ bleibt
Das Video spricht das Plüsch-Problem direkt an: Stiche sinken in Handtücher, Decken und Fell ein. Das Power Pack ergänzt ein Nap-Control-Tool, bei dem du einen Offset-Wert (z. B. 2,0 mm) einstellen kannst. Dadurch entsteht ein Knockdown-/Unterlage-Gitter, das den Flor vor den Deckstichen niederhält.
Warum Plüsch Stoff Stickerei „frisst“ (einfache Physik)
Stell dir Frottee wie ein Feld aus hohem Gras vor. Legst du eine dünne Decke (Stickerei) darüber, kommt das Gras durch. Nap Control wirkt wie eine Walze: erst flachdrücken, dann sauber drübersticken.
Stoff & Stickvlies: Entscheidungslogik
Nicht raten – vor Nap Control kurz nach dieser Logik entscheiden:
- Oberflächenstruktur bestimmen:
- Hoher Flor (Frottee, Fleece, Kunstfell): Nap Control + wasserlösliches Topping (Solvy) einplanen.
- Stabil gewebt (Canvas, Denim): Standard-Unterlage reicht meist.
- Instabiler Strick (T-Shirt, Performancewear): Cutaway als Basis; Nap Control optional, kann aber die Lesbarkeit verbessern.
- „Sandwich“ festlegen:
- Unten: Sprühzeitkleber + Cutaway (für Stabilität) oder Tearaway (bei Handtüchern je nach Workflow).
- Oben: Wasserlösliches Topping (hält den Flor während des Stickens unten).
- Einspann-Strategie:
- Plüsch ist dick. In einen Standardrahmen „reinzuzwingen“ führt schnell zu Rahmenspuren.
- Pro-Tipp: Genau hier hilft eine Einspannstation für Maschinenstickerei in Kombination mit Magnetrahmen: Du kannst den dicken Stoff sauber positionieren und dann gleichmäßig schließen, ohne an Schrauben zu kämpfen.

SVG-Import, Decorative Fills und „Convert to Run“: Saubere Vektoren in stickbare Ideen verwandeln
Im Transkript wird gezeigt, dass du SVG-Dateien importieren und in Applikationen oder Füllungen umwandeln kannst. Im Video siehst du u. a. eine Fischkontur mit Wabenmuster-Füllung.

Profi-Hinweis: Vektoren sind mathematisch perfekt – Stiche sind physische Fadenpakete.
- Dekorative Füllungen: sehen stark aus, erhöhen aber die Stichzahl deutlich. Prüfe, ob dein Material das „Gewicht“ trägt. Auf dünnem T-Shirt führt eine dichte Füllung schnell zu Kräuseln.
- Laufstiche: schnell und sauber – aber auf hohem Flor verschwindet ein einfacher Laufstich leicht. Für mehr Sichtbarkeit auf Struktur kann ein „Bean Stitch“ (Dreifachstich) helfen.
Wenn du in Richtung brother pr1055x-Klasse gehst oder generell Output erhöhen willst, sind diese Konvertierungs-Tools besonders wertvoll für schnelle Prototypen und Kundenfreigaben.

Enhanced Word Collage + eigene Formen: Templates einmal bauen – dann wie ein Profi wiederverwenden
Im Video wird gezeigt, wie eine eigene Hasenform in der Template-Library gespeichert und dann per Word-Collage-Wizard mit Text gefüllt wird.
Das ist ein „Kreativ“-Feature mit klarem „Business“-Nutzen: skalierbare Saisonartikel.
- Form „Football-Helm“ anlegen.
- Mit „Coach“, „MVP“, „Varsity“ füllen.
- Template speichern.
- Danach 50 Varianten in Minuten erzeugen.
Der Gewinn ist Wiederholbarkeit: gleiche Form + gleiche Vlies-Rezeptur + gleicher Stickrahmen = reproduzierbarer Profit.

Curve- und Art-Drawing-Tools: Wenn du die Form nicht findest, zeichne sie
Das Video zeigt ein Bezier-/Kurventool, mit dem eine Form Punkt für Punkt gezeichnet wird.
Wann das sinnvoll ist:
- Kundenskizze statt sauberer Datei.
- Exakter Pfad für Applikationsplatzierung.
- Lücke/Fehler in einem bestehenden Design schließen.
TippSo wenig Knotenpunkte wie möglich. Glatte Kurven sticken schneller und sauberer als zackige, punktlastige Pfade.

TrueType-Schriften als Artwork + Emoji-Library: schnelle Personalisierung ohne „hässliche“ Schrift
Im Transkript wird erwähnt, dass TrueType-Schriften als Artwork importiert werden können; außerdem sieht man eine Emoji-Library mit 160+ Designs.

Personalisierung verkauft – aber schlechte Schrift kostet Empfehlungen. Beim Umwandeln von TrueType:
- Auf Serifen achten: Sind die „Füßchen“ zu fein, sticken sie nicht sauber.
- Winzige Innenräume vermeiden (z. B. bei kleinem „e“): Die schließen sich schnell durch Faden.
Die Emoji-Library ist praktisch für Kinderartikel oder Patches: wenig Risiko, hoher Spaßfaktor, bereits digitalisiert.

BES Cloud Editing: 90° drehen, Color Sort und skalieren – ohne am Studio-PC zu sitzen
Im Video wechselt die Ansicht in die browserbasierte BES Cloud. Gezeigt werden Quick Rotate, Color Sort und Skalieren.
Das löst das „Werkstatt vs. Büro“-Problem: Du kannst Dateien am Tablet direkt neben der Maschine vorbereiten.
Setup-Checkliste (Cloud-Editing)
- Rotation: 90°-Tool nutzen, damit die Ausrichtung sauber ist. Freies Drehen endet oft bei „fast gerade“ (z. B. 89,5°).
- Color Sort: fasst gleiche Farben zusammen und reduziert Farbwechsel. Achtung: Prüfen, ob die Sortierung die Layer-Reihenfolge nicht zerstört (z. B. Augen unter Gesicht).
- Stich-Neuberechnung: Wenn du >20% skalierst, grundsätzlich wieder testen.
Das „Warum“ hinter den Features: weniger Reibung, weniger Stoffbewegung, vorhersehbarere Ergebnisse
Über alles hinweg – Batch-Senden, Splitten, Nap Control – geht es um Vorhersagbarkeit.
- Batch Send = planbarer Produktionsfluss.
- Nap Control = planbare Oberfläche.
- Auto-Split = planbarer Umgang mit großen Teilen.
Software kontrolliert aber nur die digitale Seite. Die physische Seite – wie der Stoff gehalten wird – ist meist die verbleibende Frustquelle. Wenn deine Dateien perfekt sind, aber Ergebnisse schief oder wellig werden, liegt es sehr oft am Einspannen.
- Level 1 Fix: besseres Stickvlies (Cutaway statt Tearaway).
- Level 2 Fix: Tooling upgraden. Ein Magnetrahmen für brother nimmt die Variable „Operator-Kraft“ raus: gleichmäßiger Druck, schnelleres Wiedereinspannen bei Split-Designs und oft weniger Rahmenspuren.
Warnung: Medizinische Sicherheit. Starke Neodym-Magnete mindestens 6 inches von Herzschrittmachern oder anderen implantierten Geräten fernhalten.
Troubleshooting: Die Praxisprobleme, die dieses Video leise mitlöst
Nutze diese Struktur, wenn etwas nicht passt:
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Low-Cost Fix | Dauerhafte Lösung |
|---|---|---|---|
| Stickerei wirkt „versunken“ | Flor (Frottee/Fell) deckt Faden ab. | Wasserlösliches Topping verwenden. | Nap Control in BES 4 nutzen (Knockdown/Unterlage erzeugen). |
| Lücken/Überlappung bei Split-Designs | Stoff beim Wiedereinspannen verrutscht. | Mehr Sprühzeitkleber; Mitte besser markieren. | Auf Magnetrahmen umstellen (gleichmäßiger Klemmdruck); ggf. größeres Stickfeld einplanen. |
| Maschine stoppt häufig | Viele Farbwechsel; Fadenrisse. | Nadel prüfen; neu einfädeln. | Color Sort in BES Cloud nutzen; auf robuste Polygarne umstellen. |
| Rahmenspuren (Ringabdrücke) | Schraubrahmen zu fest angezogen. | Nach dem Ausspannen dämpfen; weniger fest einspannen. | Magnetrahmen (kein Ringdruck); „Floating“-Technik nutzen. |
Upgrade-Pfad: Wann Skills verbessern – und wann Tools kaufen
Wenn die Software die „Klick-Engpässe“ reduziert, bleibt als nächster Flaschenhals oft die Physik. So beurteilst du den nächsten Schritt:
- „Handschmerz“-Trigger: Wenn dich dicke Teile beim Einspannen Zeit und Handgelenke kosten, suche gezielt nach Magnetrahmen Anleitung. Magnetrahmen sind ein Ergonomie- und Effizienz-Upgrade, das sich über Zeitersparnis rechnet.
- „Volumen“-Trigger: Wenn Batch Sending dein Lieblingsfeature ist, weil 50 Shirts warten, ist die Ein-Nadel-Maschine oft der Engpass. Dann lohnt der Blick auf Mehrnadel-Workflows.
- „Konstanz“-Trigger: Wenn du einen Stickrahmen für brother Stickmaschine suchst, schau nicht nur auf „billig“, sondern auf „stabil“. Ein wackliger Rahmen liefert wacklige Stickerei. Gute Rahmen – besonders Magnetrahmen – sind die Basis für professionelle Ergebnisse.
Finaler Ablauf-Check (die „Nicht den Sticklauf verschwenden“-Liste)
- Batch Send: alle Job-Dateien senden, bevor du in die Maschinenroutine gehst.
- Split-Designs: Einspannplan festlegen (welche Hälfte zuerst?).
- Nap Control: bei Frottee als Startwert z. B. 2,0 mm Offset.
- Stickvlies: sitzt stabil („drum tight“/hörbarer „Thump“ beim Antippen).
- Sicherheit: Finger aus der Nadelzone; Magnete kontrolliert schließen.
Wenn du die digitale Power von BES 4 mit sauberer Stabilisierung und reproduzierbarem Einspannen kombinierst, hörst du auf zu „hoffen“, dass es klappt – und fängst an zu erwarten, dass es klappt.
FAQ
- Q: Was sollte man prüfen, bevor man mit BES 4 Dream Edition Power Pack per Wireless „Batch Send“ an eine kompatible Stickmaschine sendet?
A: Mach zuerst eine kurze „Session-Vorbereitung“ – die meisten Wireless-Probleme entstehen durch inkonsistente Dateien und Basics an der Maschine, nicht durch den Sende-Button.KurzcheckPower Pack Add-on ist installiert und die richtige Zielmaschine ist ausgewählt.KurzcheckFrische Nadel (75/11 Standard; 90/14 für Denim) – alles, was am Fingernagel „hakt“, wird ersetzt.KurzcheckOberfaden durch den kompletten Fadenweg ziehen; gleichmäßiger Widerstand (nicht ruckelig).- Erfolgskontrolle: Batch Send läuft ohne erneutes Senden durch und die Maschine empfängt die richtigen Designs in einem Durchgang.
- Wenn es trotzdem hakt: Dateinamen standardisieren und Verbindung/Zielmaschine sowie Dateiauswahl konsequent prüfen.
- Q: Wie können BES 4 Dream Edition Power Pack Nutzer vor einem langen Batch schnell prüfen, ob Einfädeln und Fadenspannung grundsätzlich passen?
A: Nutze den „Feel Test“ am Fadenweg – gleichmäßiger, ruhiger Zug verhindert viele typische Stichprobleme.- Ziehen: Oberfaden durch den gesamten Fadenweg ziehen und auf gleichmäßigen Widerstand achten (wie Zahnseide).
- Neu einfädeln: Wenn es ruckelt oder hängen bleibt, komplett neu einfädeln statt „unterwegs zu flicken“.
- Unterfaden: Große Serien nur mit frischer Unterfadenspule starten – nicht „mit den letzten Metern“.
- Erfolgskontrolle: Der Faden läuft von Hand sauber und die Maschine stoppt nicht ständig wegen Fadenproblemen.
- Wenn es trotzdem hakt: Nadel erneut wechseln und den Fadenweg Schritt für Schritt auf ausgelassene Fadenführer prüfen.
- Q: Wie verhindere ich bei PR Jumbo Hoop Auto-Split Designs in BES 4 Dream Edition Power Pack sichtbare Lücken oder Überlappungslinien nach dem Wiedereinspannen?
A: Behandle Split-Stickerei als Wiederholgenauigkeits-Problem – Stabilisierung, Markierung und gleichmäßiger Einspann-Druck sind wichtiger als die Split-Linie.- Nutzen: Cutaway-Stickvlies für große Split-Designs, um Bewegung zu reduzieren (Tearaway lässt oft zu viel Shift zu).
- Markieren: Klares Fadenkreuz (+) als Zentrierhilfe für das zweite Einspannen.
- Kontrollieren: Inkonstanten Schraubrahmen-Druck vermeiden; eine stabile, reproduzierbare Einspannmethode nutzen.
- Erfolgskontrolle: Die Nahtstelle zwischen den Hälften ist optisch sauber – keine Lücke, kein dicker Doppelgrat.
- Wenn es trotzdem hakt: Ausrichtung noch präziser machen und ggf. auf Magnetrahmen umstellen, um gleichmäßiger zu klemmen.
- Q: Wie verhindere ich „versunkene“ Stickerei auf Handtüchern, Decken und Kunstfell mit BES 4 Dream Edition Power Pack Nap Control?
A: Nap Control plus wasserlösliches Topping einsetzen – hoher Flor wirkt wie eine Feder und muss vor den Deckstichen flachgehalten werden.- Ergänzen: Wasserlösliches Topping oben auflegen, damit der Flor beim Sticken unten bleibt.
- Anwenden: Nap Control erzeugt eine Knockdown-Basis; im Video ist ein Offset-Wert wie 2,0 mm ein brauchbarer Startpunkt.
- Wählen: Stickvlies passend zum Job (oft Cutaway bei instabilen Stoffen; Handtücher je nach Workflow auch Tearaway).
- Erfolgskontrolle: Satinstiche bleiben „oben“ und lesbar, statt im Flor zu verschwinden.
- Wenn es trotzdem hakt: Flor-Kontrolle erhöhen (Topping sicherer, Knockdown stärker) und prüfen, ob das Einspannen den Stoff nicht verschiebt oder übermäßig komprimiert.
- Q: Wie vermeide ich Rahmenspuren und Rutschen beim Einspannen dicker Plüschstoffe für Maschinenstickerei?
A: Schraubrahmen bei dicken Teilen nicht „überdrehen“ – arbeite kontrolliert mit „Floating“ und gleichmäßigem Klemmdruck.- Reduzieren: Schraube nicht extrem anziehen; zu fest ist eine häufige Ursache für Rahmenspuren.
- Floaten: Handtuch/Decke über dem Vlies positionieren und sichern, ohne das Volumen in die Rahmenöffnung zu zwingen.
- Stabilisieren: Sprühzeitkleber nutzen, um Verrutschen zu reduzieren, ohne den Stoff steif zu machen.
- Erfolgskontrolle: Stoff bleibt flach und stabil, und Abdrücke sind minimal bzw. verschwinden nach dem Ausspannen.
- Wenn es trotzdem hakt: Auf Magnetrahmen umstellen – gleichmäßiger Druck, schnelleres und reproduzierbares Schließen bei dicken Materialien.
- Q: Welche Sicherheitsregeln gelten bei Magnetrahmen für Mehrfach-Einspannen und Wiedereinspannen?
A: Behandle Magnetrahmen wie industrielle Spannwerkzeuge – kontrolliert schließen, Hände schützen und Abstand zu Implantaten halten.- Handhabung: Magnete nie ohne Stoff/Rahmen dazwischen zusammenschlagen lassen; Finger aus der Schließzone (Quetschgefahr).
- Bewegung: Magnete bewusst aufsetzen und abheben – nicht „werfen“ oder unkontrolliert selbst ausrichten lassen.
- Schutz: Starke Neodym-Magnete mindestens 6 inches von Herzschrittmachern oder anderen implantierten Geräten fernhalten.
- Erfolgskontrolle: Der Rahmen schließt ruhig ohne „Schnappen“, und Hände geraten nie in den Quetschbereich.
- Wenn es trotzdem hakt: Schließbewegung verlangsamen und den Stoff zuerst sauber positionieren, damit die Magnete nicht seitlich ziehen.
- Q: Wenn beim Skalieren in BES 4 Dream Edition Power Pack die Stich-Neuberechnung zu „kugelsicher“ steifer Stickerei oder zu Lücken führt – was ist der sicherste Workflow?
A: Immer einen Teststick machen, sobald du auf Neuberechnung setzt – Bildschirmvorschauen sagen die Stoffrealität nicht zuverlässig voraus.- Testen: Auf demselben Stoff + derselben Vlies-Kombination probesticken, bevor du in Produktion gehst.
- Beobachten: Wird es zu steif, Risiko reduzieren (nicht aggressiv skalieren) und Dichteverhalten neu bewerten.
- Prüfen: Bei Lücken sicherstellen, dass der Stoff stabil genug ist und das Einspannen keine Bewegung zulässt.
- Erfolgskontrolle: Der Teststick hat die gewünschte Deckung ohne übermäßige Steifigkeit oder sichtbare Abstände.
- Wenn es trotzdem hakt: Erst das physische Setup (Vlieswahl und Einspannen) verbessern, bevor du wiederholt neu berechnest.
