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Als Chief Embroidery Education Officer bei SEWTECH habe ich über zwei Jahrzehnte beobachtet, wie Bediener – vom ambitionierten Hobby bis zur Werkstatt mit Auftragsdruck – bei einem Fortschrittsbalken plötzlich sehr still werden. Stickerei ist für uns Mechanik und Prozess. Firmware-Updates? Das ist oft eher Nervensache.
Es gibt eine ganz spezielle Art von Anspannung, wenn bei einer hochpreisigen Maschine wie der Baby Lock Solaris ein Update-Bildschirm „hängen bleibt“. Die Angst, die Maschine zu „bricken“ (also im schlimmsten Fall unbrauchbar zu machen), ist real. In den meisten Fällen ist ein Fehlschlag aber kein Pech – sondern fehlende Vorbereitung.
Wir bauen den Update-Workflow deshalb zu einem robusten, werkstatt-tauglichen Protokoll um: klare Reihenfolge, Sicherheitschecks wie bei Technikern, und ein Ablauf, der dir hilft, ruhig zu bleiben, wenn du auf „Load“ tippst.

Keine Panik: Was das Baby Lock Solaris Update Ver. 2.00 wirklich ändert (und was nicht)
Zuerst: Erwartungen stabilisieren. Du lernst heute nicht „neu sticken“. Dieses Update bringt vor allem „Quality of Life“-Verbesserungen, die Reibung aus dem Alltag nehmen.
Denk an Ver. 2.00 wie an ein Fahrwerks-Upgrade: Lenkrad bleibt gleich – aber das Handling wird sauberer.
Warum diese Änderungen wichtig sind:
- Sicherheit: Drahtlose Update-Möglichkeit (OTA) reduziert künftig USB-Transfers – und damit das Risiko von Dateifehlern.
- Präzision: IQ Designer Zoom bis 1600%. Warum das zählt: Bei komplexen Vektor-Traces wirkt ein winziger Spalt im Umriss wie ein „Loch“ – Füllstiche können „auslaufen“. Mit 1600% findest du solche Mini-Lücken deutlich schneller.
- Wiederherstellung: „Resume Memory“ nach Stromausfall. Wenn dein Netz instabil ist, rettet das echte Arbeitszeit.
- Effizienz: Neuer Unterfaden-Workflow (Low Bobbin). Schluss mit dem Rätselraten, wie weit man nach einem Unterfaden-Ende zurücksetzen muss.
Profi-Hinweis: Im Video wird Firmware Version 6.41 gezeigt. Firmware-Stände können sich im Laufe der Zeit ändern. Entscheidend ist der Ablauf – der bleibt gleich, egal ob du 6.41 oder eine neuere Version installierst.

Das „unsichtbare“ Setup vor dem Update: USB-Hygiene, Stromsicherheit und ein ruhiger Arbeitsplatz
Die meisten Update-Katastrophen passieren bevor die Maschine überhaupt im Update Mode ist. Aus der Praxis sind die Ursachen selten „die Maschine“ – sondern fast immer „USB-Chaos“ oder „unsaubere Stromversorgung“.
Goldene Regel der USB-Hygiene: Nimm nicht den erstbesten Stick aus der Schublade, auf dem noch Designs, Fotos und sonstige Dateien liegen. Die Solaris braucht eine saubere, eindeutige Dateistruktur.
Das Protokoll:
- Einen Stick fest dafür reservieren: Möglichst ein zuverlässiger USB-Stick.
- Formatieren: Am Computer auf FAT32 formatieren (damit ist er wirklich leer).
- Single-File-Policy: Auf den Stick kommt nur die
.UPF-Update-Datei – keine Ordner, keine weiteren Dateien.
Umgebungs-Check (kurz, aber wichtig):
- Sichtprüfung: Ist der Bereich um die Stickeinheit/den Arm frei? (Beim Neustart kalibriert die Maschine und bewegt sich.)
- Stromlage: Wenn du gerade Gewitter/instabile Versorgung hast: Update verschieben. Ein Stromausfall während des Schreibvorgangs ist das kritischste Risiko.
Warnung: Während der Installation niemals den Hauptschalter auf OFF stellen. Wird der Strom während des Ladevorgangs unterbrochen, kann die Firmware beschädigt werden. In einer Werkstatt/Produktion ist eine USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) eine sinnvolle zusätzliche Absicherung.
Checkliste vor dem Einschalten
- USB-Check: FAT32 formatiert, enthält NUR die Update-Datei.
- Power-Check: Hauptschalter steht aktuell auf OFF.
- Freigang: Stickrahmen ab; Stickarm hat ausreichend Platz.
- Zeitfenster: 15 Minuten ohne Unterbrechung (nicht „kurz vor Kundentermin“).

Sicheres USB-Update an der Baby Lock Solaris: Update Mode, „Load“ und der eine Fehler, der alles ruiniert
Jetzt geht’s in einen Modus, der sich anders anfühlt als der normale Betrieb: dunkler Bildschirm, wenig „Feedback“, aber technisch völlig korrekt.
Die Reihenfolge:
- Fingerposition: Finger auf die Taste Automatic Needle Threading legen und gedrückt halten.
- Einschalten: Während du die Taste gedrückt hältst, den Hauptschalter ON.
- Warten: Taste so lange halten, bis der Bildschirm mit schwarzem Hintergrund erscheint – das ist der „Update Mode“.
- USB einstecken: Erst jetzt den sauberen USB-Stick in den oberen USB-Port stecken.
- Starten: Auf das große USB-Symbol tippen und dann Load.
Die psychologische Falle: Der Fortschrittsbalken kann bei 10% oder 90% kurz „stehen“. Das kann normal sein. Nicht am Stick wackeln, nicht hektisch tippen, nicht ausschalten.
Praxis-Anker: Solange Bildschirm aktiv ist und die Maschine „arbeitet“, ist Geduld die beste Maßnahme.

Checkliste direkt nach Abschluss
- Auf die on-screen Meldung „Completed“ warten.
- Maschine OFF.
- USB-Stick erst entfernen, wenn der Bildschirm schwarz ist.
- Maschine ON.
- Hör-Check: Kalibriergeräusche der Stickeinheit/Arms nach dem Start sind ein gutes Zeichen.
Firmware-Version prüfen (6.41 im Video) und das integrierte Addendum-PDF finden
Bitte nicht „davon ausgehen“, dass es geklappt hat, nur weil die Maschine wieder hochfährt.
Pfad zur Kontrolle:
- Settings öffnen.
- Machine Information antippen.
- Sichtprüfung: Bei „Version“ prüfen, ob sie zur installierten Datei passt (die Zahl kann heute höher als 6.41 sein).
- Sichtprüfung: Kit 1 (bzw. entsprechende Kit-Anzeige) steht auf „Installed“.
Der unterschätzte Helfer: Die Anleitung ist nach dem Update direkt in der Maschine ergänzt.
- Pfad: Help → PDF Manual.
- Dort das Update Addendum öffnen.
- Praxis-Tipp: Die relevanten Seiten abfotografieren – mitten im Projekt willst du nicht lange suchen.

IQ Designer Scanning Frame Kalibrierung: Der winzige Fadenrest, der den Scan ruinieren kann
Das Update verbessert die Scan-Funktionen – aber es kann die Physik nicht aushebeln. Die Kamera arbeitet mit Kontrast und Kanten.
Typisches „Ghost“-Problem: Ein einzelner Fadenrest in der Nähe der Nadelplatte kann im Kamerabild wie eine zusätzliche Kante wirken. Das führt zu Fehlinterpretationen beim Scan.
So gehst du sauber vor, wenn die Maschine den Scanning Frame verlangt:
- Reinigen: Linse/Abdeckung am Scanning Frame mit einem Mikrofasertuch säubern.
- Kürzen: Ober- und Unterfadenreste konsequent kurz abschneiden.
- Planlage prüfen: Mit dem Finger über den Bereich fahren – liegt alles flach, ohne Fussel/Hubbel?
Warum der weiße Rahmen wichtig ist: Der Scanning Frame hat Markierungen für Weißabgleich/Referenz. Ein normaler Stickrahmen ist dafür nicht vorgesehen. Also: der Aufforderung folgen und den dedizierten weißen Scanning Frame verwenden.

Kleines Detail, großer Effekt: IQ Designer Stamp Shapes erzwingen keinen Umriss mehr
Das ist ein echter Workflow-Glätter. Früher hat die Maschine bei „Stamp Shapes“ (z. B. Herz, Stern) oft automatisch eine Umrandung/Outline gesetzt.
Ergebnis früher: Du musstest in den Eigenschaften die Line Property manuell auf „OFF“ stellen – jedes Mal.
Neu: Update 2.00 setzt die Standard-Line-Property auf OFF.
- Früher: Erstellen → Form wählen → Umrandung deaktivieren → Füllung.
- Jetzt: Erstellen → Form wählen → Füllung.
Klingt klein, spart aber in langen Design-Sessions spürbar Klicks.

Stromausfall in IQ Designer: So wird „Resume Memory“ wirklich ausgelöst (und warum es oft „kaputt“ wirkt)
Viele erwarten, dass nach dem Neustart sofort ein Wiederherstellungsdialog kommt. Die Solaris macht es anders.
Die Logik: Nach dem Stromausfall startest du neu – alles sieht normal aus – und du denkst, es gibt keine Wiederherstellung.
- Wichtig: Du musst erst wieder in IQ Designer wechseln.
- Trigger: Erst beim Öffnen von IQ Designer fragt die Maschine: „Recall Previous Memory?“
Praxis-Tipp: Nach einem Strom-„Blip“ nicht sofort ein neues Projekt starten. Erst IQ Designer öffnen und prüfen, ob die Wiederherstellung angeboten wird.

Low Bobbin „Reinforcement Stitch“ an der Solaris: Erst sichern, dann Carriage Move (ohne Zurückraten)
Das löst ein echtes Qualitätsproblem. Früher hat man nach Unterfaden-Ende oft „auf Verdacht“ einige Stiche zurückgesetzt – das konnte sichtbare Überlappungen oder Fadennester erzeugen.
„Lock & Move“-Ablauf:
- Stopp: Warnung „Low Bobbin“ erscheint – nicht sofort schneiden.
- Sichern: Reinforcement Stitch drücken. Die Maschine setzt Sicherungsstiche. Kontrollpunkt: Der Oberfaden lässt sich an der Stelle nicht einfach herausziehen.
- Wegfahren: Carriage Move drücken. Der Rahmen fährt weg, der Faden wird geschnitten, du kommst ergonomisch an die Spulenkapsel.
- Unterfaden wechseln: Spule tauschen.
- Fortsetzen: Die Maschine geht an die exakte Position zurück.
So bleibt die Stelle wasch- und belastungsstabil.

Warnung: Mechanische Bewegung. Beim Carriage Move fährt die Maschine selbstständig. Scheren, magnetische Nadelkissen und Hände aus dem Bereich der Nadelstange/Stickeinheit halten.
Checkliste für den Unterfaden-Moment
- Warnung bestätigen.
- Aktion: Reinforcement Stitch drücken.
- Aktion: Carriage Move drücken.
- Aktion: Unterfadenspule ersetzen.
- Check: Spule korrekt eingesetzt (Drehrichtung gemäß Maschine) und sauber in der Spannfeder.
IQ Designer 1600% Zoom: Wann er sinnvoll ist (und wann er dich nur ausbremst)
Zoom ist ein Werkzeug – kein Dauerzustand.
Sinnvoll: Bei Vektor-Traces, wenn du winzige Lücken in Umrissen schließen musst, damit Füllstiche nicht „auslaufen“.
Typische Falle: Nicht das ganze Design bei 1600% bauen – du verlierst den Gesamteindruck.
- Workflow: Reinzoomen (Lücke schließen) → rauszoomen (Gesamtbild prüfen) → reinzoomen (Knoten/Details nachziehen).

Dekorative Umrandungen: Warum der Stich jetzt „an“ der Vektorlinie sitzt
Das ist eine feine, aber wichtige Algorithmus-Änderung für die Passung.
Vorher: Dekorstiche konnten sich „über“ die Linie zentrieren.
Jetzt: Die gerade Kante/„Spine“ des Dekorstichs wird auf die Vektorlinie gelegt. Und beim Spiegeln/Flip bleibt die Lage sauber bezogen auf die Linie.
Warum das in der Praxis zählt: Gerade bei Applikationen willst du, dass der Stich exakt an der Kante „beißt“ – nicht versetzt. Das fühlt sich deutlich „produktionstauglicher“ an.

Drahtlose Updates: Wi-Fi-Icon, Update Mode und „Auto Download“ auf Settings Page 12
Netzwerk ist im Nähzimmer oft der wackeligste Teil.
Realitätscheck Wi-Fi: Dass es drahtlos geht, heißt nicht, dass es am Standort gut funktioniert.
- Test: Wenn dein Smartphone am Nähtisch kaum WLAN hat, wird die Maschine ebenfalls kämpfen.
Auto Download: Auf Settings Page 12 kannst du Auto Download auf ON stellen.
- Anzeige: Ein Ausrufezeichen (!) am Wi-Fi-Icon im Update Screen signalisiert, dass etwas bereitliegt.

Projektor + Guideline Marker gleichzeitig: Das Platzierungs-Duo, das endlich logisch ist
Für Quilter und Applikationsarbeiten ist das eine der praktischsten Neuerungen. Früher musstest du dich oft entscheiden: Musterfläche sehen (Projektor) oder Mittellinie sauber führen (Guideline Marker/Laser).
Kombinierter Ablauf:
- Stoff markieren: Eine klare Linie/Referenz auf den Stoff zeichnen.
- Guideline Marker aktivieren: Für die exakte Zentrierung/gerade Führung.
- Projektor aktivieren: Um die tatsächliche Stichbreite/den Muster-Footprint auf dem Stoff zu sehen.
Zum „Flackern“ im Video: Wenn du auf Aufnahmen „strobing“ siehst: Das ist ein Kameraeffekt (Bildrate vs. Projektorfrequenz) und nicht das, was du mit bloßem Auge siehst.



Entscheidungslogik: Markierung + Platzierungsziel → Projektor/Laser richtig einsetzen
Nicht raten – so entscheidest du schnell:
Entscheidung 1: Folgst du einer gezeichneten Linie?
- JA: Guideline Marker einschalten und auf die Markierung ausrichten.
- NEIN: Laser kann stören – aus.
Entscheidung 2: Ist das Muster breit/komplex?
- JA: Projektor einschalten, damit du Kanten/Abstände (z. B. zu Nahtzugaben) siehst.
- NEIN: Bei sehr einfachen Nähten ist der Projektor optional.
Entscheidung 3: Brauchst du Mittellinie UND Breitenkontrolle?
- JA: Beides gleichzeitig einschalten (genau das ist neu).
Troubleshooting für die „gruseligen“ Fälle: „Cannot find correct file“, abgebrochene Uploads und No-Boot nach Stromausfall
Wenn etwas schiefgeht, wird schnell emotional. Hier ist die nüchterne Logik.
| Symptom | Das „Warum“ (Ursache) | Das „Wie“ (Lösung) |
|---|---|---|
| „Cannot find correct file“ | Datei wird nicht korrekt erkannt (Format/Struktur/USB-Probleme). | Level 1: USB erneut FAT32 formatieren. <br> Level 2: Datei darf nicht in einem Unterordner liegen. <br> Level 3: Anderen USB-Stick testen (in der Praxis oft kleinere Sticks). |
| Fortschrittsbalken wirkt eingefroren | Übertragungsraten schwanken; kurze Pausen sind möglich. | Aktion: 10 Minuten warten. Nicht ausschalten, nicht am USB ziehen. |
| Maschine startet nicht mehr (No Boot) | Stromausfall während des Schreibvorgangs → Firmware korrupt. | Aktion: Das ist eine Recovery-/Service-Situation. Händler/Support kontaktieren. <br> Prävention: Update nur bei stabiler Stromversorgung (ggf. USV). |
| Wi-Fi-Icon ist ausgegraut | Keine WLAN-Verbindung oder Wireless LAN ist deaktiviert. | Aktion: Settings Pg 11 → Wireless LAN Enable aktivieren, Router auswählen, Passwort eingeben, Signal prüfen. |
Upgrade-Pfad ohne Verkaufsdruck: Wann bessere Einspann-Tools und Hardware sich wirklich rechnen
Du hast jetzt die Software-Seite im Griff. Aber der nächste Engpass ist oft nicht digital.
Es ist Physik.
Typischer Verlauf: Digitizing wird besser – aber Shirts puckern, oder das Einspannen eines dicken Hoodies kostet jedes Mal Nerven.
Diagnose: Wächst du aus deinem Setup heraus?
- Symptom: Rahmenspuren.
- Problem: Du musst den Schraubrahmen sehr fest ziehen, damit rutschige Materialien halten – und hinterlässt Abdrücke.
- Ansatz: Profis wechseln auf Magnetrahmen für Stickmaschine. Die Haltekraft kommt über Magnetdruck statt Schraubreibung – das reduziert Quetschspuren deutlich.
- Symptom: Handgelenkbelastung & langsames Einspannen.
- Problem: Schraubspannung bei vielen Teilen kostet Zeit und Kraft.
- Ansatz: Ein Magnetrahmen (Klemmprinzip) ist „snap and go“. Kombiniert mit einer Einspannstation für Maschinenstickerei bekommst du reproduzierbare Platzierung – wichtig bei Serien.
- Symptom: „Babysitter“-Effekt.
- Problem: Viele Farbwechsel binden dich an die Maschine.
- Ansatz: Dann ist der Schritt zur Mehrnadelstickmaschine logisch, weil du mehr Farben ohne ständiges Umfädeln laufen lassen kannst.
Warnung: Magnet-Sicherheit. babylock Magnetrahmen und industrielle Magnetrahmen für Stickmaschine nutzen starke Neodym-Magnete. Quetschgefahr für Finger! Außerdem Abstand zu Herzschrittmachern und Karten einhalten.
Ein paar „alte Hasen“-Notizen, die 80% der Stick-Probleme verhindern
Zum Abschluss: Ein Update macht die Maschine smarter – aber Verbrauchsmaterial und Basics bleiben entscheidend.
- Werkstatt-Helfer:
- Druckluftspray: Kamera-/Sensorbereiche mögen keinen Fussel. Kurz ausblasen hilft.
- Pinzette: Für kleine Fadenreste vor dem Scannen.
- Frische Nadeln: Keine Firmware kompensiert eine beschädigte Nadel. Wenn du ungewöhnliche Geräusche beim Einstich hörst: Nadel wechseln.
Fazit: Das Update macht die Solaris spürbar „produktionstauglicher“
Richtig installiert, bringt Update Ver. 2.00 echte Prozessvorteile:
- IQ Designer wird sicherer durch Memory Recall.
- Sewing Mode wird präziser durch Projektor + Guideline Marker gleichzeitig.
- Update-Handling wird flexibler durch WLAN/Auto-Download.
Und wie immer gilt: Firmware macht die Maschine klug – Tooling macht dich schnell. Wenn Einspannen dein Flaschenhals ist, sind Magnetrahmen für Stickmaschine oder eine Einspannstation für Maschinenstickerei der nächste logische Schritt zu mehr Tempo und Konstanz.
FAQ
- Q: Wie verhindere ich, dass ein Baby Lock Solaris Firmware-Update wegen USB-Formatierung oder Dateichaos fehlschlägt?
A: Verwende einen sauberen, FAT32-formatierten USB-Stick, auf dem ausschließlich die Solaris-Update-Datei.UPFliegt.- Format: USB-Stick am Computer auf FAT32 neu formatieren.
- Isolieren: Nur die
.UPF-Datei auf den Stick kopieren (keine Ordner, keine zusätzlichen Designs/Fotos). - Auswahl: Einen zuverlässigen USB-Stick nutzen.
- Erfolgscheck: Im Update Mode wird die Datei korrekt erkannt und der „Load“-Vorgang startet ohne „Cannot find correct file“.
- Wenn es trotzdem scheitert … Einen anderen (oft kleineren) USB-Stick testen und prüfen, dass die Datei nicht in einem Unterordner liegt.
- Q: Was ist die sicherste Schritt-für-Schritt-Methode, um den Baby Lock Solaris Update Mode für ein USB-Firmware-Update zu starten?
A: Halte die Taste „Automatic Needle Threading“ gedrückt, während du die Maschine einschaltest, und stecke den USB-Stick erst ein, wenn der schwarze Update-Mode-Bildschirm sichtbar ist.- Halten: Taste „Automatic Needle Threading“ gedrückt halten.
- Power: Hauptschalter auf ON, während die Taste gedrückt bleibt.
- Warten: Gedrückt halten, bis der Bildschirm mit schwarzem Hintergrund (Update Mode) erscheint.
- Einstecken: USB-Stick in den oberen USB-Port stecken, dann USB-Icon antippen und „Load“ wählen.
- Erfolgscheck: Der Bildschirm bleibt aktiv und der Fortschrittsbalken läuft weiter (kurze Pausen können normal sein).
- Wenn es trotzdem scheitert … Nicht ausschalten – erst nach Abschlussmeldung korrekt beenden und dann den Ablauf von vorn starten.
- Q: Was soll ich tun, wenn der Fortschrittsbalken beim Baby Lock Solaris Firmware-Update während „Load“ im Update Mode stehen bleibt?
A: Warten und nichts anfassen – kurze „Hänger“ sind möglich, und Eingriffe am USB oder Strom sind der häufigste Auslöser für Korruption.- Pause: 10 Minuten abwarten.
- Vermeiden: USB nicht bewegen und den Hauptschalter nicht ausschalten.
- Orientierung: Ein aktiver Bildschirm ist ein gutes Zeichen, dass der Prozess läuft.
- Erfolgscheck: Am Ende erscheint „Completed“, danach startet die Maschine normal und kalibriert.
- Wenn es trotzdem scheitert … Gab es einen Stromausfall und die Solaris bootet nicht mehr, ist das eine Service-/Händler-Situation.
- Q: Wie bestätige ich, dass die Baby Lock Solaris Firmware-Version korrekt installiert ist, und wo finde ich das Update-Addendum als PDF?
A: Prüfe die Version unter „Machine Information“ und öffne das Addendum über das integrierte PDF-Handbuch.KurzcheckSettings → Machine Information → „Version“ mit der installierten Datei abgleichen.- Bestätigen: „Kit 1“ (bzw. relevante Kit-Zeile) zeigt „Installed“.
- Finden: Help → PDF Manual → Update Addendum.
- Erfolgscheck: Version/Kit-Status passen und die Maschine startet normal.
- Wenn es trotzdem scheitert … USB-Hygiene erneut durchführen (FAT32 + nur eine
.UPF-Datei) und Installation wiederholen.
- Q: Wie verhindere ich, dass die IQ Designer Scanning Frame Kalibrierung wegen Fadenresten oder verschmutzter Linse fehlschlägt?
A: Reinige die Linse am Scanning Frame und kürze Ober- und Unterfadenreste vor dem Scan konsequent.- Wischen: Linse mit Mikrofasertuch reinigen.
- Kürzen: Ober- und Unterfadenreste kurz abschneiden.
- Planlage: Fläche auf Fussel/Hubbel prüfen.
- Verwenden: Den dedizierten weißen Scanning Frame nutzen (nicht einen Standardrahmen).
- Erfolgscheck: Saubere Kanten ohne „Ghost“-Fehler oder verzerrte Erfassung.
- Wenn es trotzdem scheitert … Besonders den Bereich an der Nadelplatte auf einen einzelnen Fadenrest prüfen – das ist ein häufiger Auslöser.
- Q: Was ist der korrekte Low-Bobbin-Workflow an der Baby Lock Solaris, um Fadennester beim Unterfadenwechsel mitten im Design zu vermeiden?
A: Erst „Reinforcement Stitch“, dann „Carriage Move“, dann Unterfaden wechseln und exakt an der Position fortsetzen.- Stopp: Bei „Low Bobbin“ nicht sofort schneiden oder „auf Verdacht“ zurücksetzen.
- Sichern: „Reinforcement Stitch“ drücken.
- Wegfahren: „Carriage Move“ drücken, dann Unterfadenspule wechseln.
- Prüfen: Spule korrekt in der Spannfeder und in der vorgeschriebenen Drehrichtung.
- Erfolgscheck: Nach dem Sichern sitzt die Stelle stabil, und der Neustart erzeugt keine dicke Überlappung.
- Wenn es trotzdem scheitert … Spule neu einsetzen und Fadenweg prüfen; zufälliges Zurücksetzen erzeugt häufig sichtbare Überlappungen.
- Q: Welche Sicherheitsregeln gelten bei „Carriage Move“ und beim Einsatz von Magnetrahmen, um Rahmenspuren zu reduzieren?
A: Hände/Werkzeuge bei Carriage Move aus dem Bewegungsbereich halten und Magnetrahmen als Quetschgefahr behandeln sowie von Herzschrittmachern/Karten fernhalten.- Freihalten: Bei Carriage Move Scheren, magnetische Nadelkissen und Finger aus dem Bereich der Nadelstange/Stickeinheit.
- Timing: Keine Firmware-Updates bei instabiler Stromlage (Gewitter/Netzprobleme).
- Handling: Magnetrahmen kontrolliert öffnen/schließen, um Quetschungen zu vermeiden.
- Erfolgscheck: Keine unbeabsichtigten Kontakte während Bewegungen; Material wird gehalten ohne starke Abdrücke.
- Wenn es trotzdem scheitert … Bei anhaltenden Rahmenspuren mit Schraubrahmen kann ein Magnetrahmen ein sinnvoller Tool-Upgrade sein; wenn sich Magnete unsicher anfühlen, zuerst Handling klären, dann weiterarbeiten.
