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Wenn du schon einmal auf den Bildschirm deiner Baby Lock Solaris geschaut hast und gedacht hast: „Das müsste doch einfach sein … warum ist das Scanbild so blass, das Motiv viel zu groß oder plötzlich so klobig?“ – dann bist du nicht allein. IQ Designer ist extrem leistungsfähig, aber er verhält sich wie ein Sportwagen: Präzise Eingaben werden belohnt, unklare Eingaben werden gnadenlos sichtbar.
In der Praxis sehe ich oft, dass sich Sticker:innen selbst die Schuld geben, wenn ein Ergebnis „komisch“ wird. Häufig liegt es nicht an deinem Können, sondern daran, dass ein paar Stellschrauben nicht sauber „kalibriert“ sind.
In diesem „Master-Class“-Workflow gehen wir bewusst über die Basisfunktionen hinaus. Du lernst:
- Realität abbilden: Eingespannten Stoff scannen und direkt auf dem echten Quiltblock zeichnen.
- Chaos kontrollieren: Smartphone-Bilder auto-digitalisieren, ohne dass eine „Konfettiwolke“ aus Mini-Stichen entsteht.
- Von Grund auf konstruieren: Eigene Motive so aufbauen, dass Füllungen nicht in Konturen „hineinlaufen“.
Am wichtigsten: Wir arbeiten mit praxisüblichen Sicherheitsreserven und Sinnes-Checks, damit dein physischer Aufbau (Einspannen, Stabilisierung, Sichtbarkeit) wirklich zu dem passt, was du digital planst.

Der Beruhigungs-Moment: Warum IQ Designer sich manchmal „zickig“ anfühlt
Pats Halloween-Kissen wirkt mühelos – der Erfolg steckt aber im Ablauf.
Der entscheidende Perspektivwechsel, der gefühlt 80% Frust verhindert: IQ Designer „errät“ deinen Stoff nicht – er setzt deine Eingaben strikt um. Wenn du ihm sagst, eine Linie soll breit sein, dann wird sie breit gestickt – auch wenn das auf einem feinen Quiltblock wie ein Seil wirkt.
Sobald die konkreten Eingaben (Scan-Sichtbarkeit, Ankerpunkte, Abstände, Farb-Reduktion) sauber sitzen, hört die Maschine auf, „gegen dich zu arbeiten“. Und wenn du mehrere identische Blöcke produzierst, ist das Gold wert: Regeln einmal definieren – und jeder weitere Block wird reproduzierbar.

Die „unsichtbare“ Vorbereitung: Rahmenstabilität, Sichtbarkeit und eine saubere Arbeitsfläche
Pat startet mit einem Quiltblock, der bereits im Stickrahmen eingespannt ist. Über Image Scan holt sie sich die reale Stofflage als Hintergrund in IQ Designer.
Kernregel: Einen physischen Fehler kannst du digital nicht wegklicken. Bevor du den Bildschirm berührst, behandle das Einspannen wie einen technischen Aufbau. Wenn der Stoff Nord–Süd „bretthart“ ist, aber Ost–West nachgibt, dann ist dein Scan eine Lüge: Die Kamera sieht ein flaches Bild – die Nadel schiebt später den lockeren Stoff und verzieht deine perfekt gezeichnete Kurve.
Gerade wenn du mehrere Blöcke machst, wird Einspannen für Stickmaschine vom „lästigen Schritt“ zur Schlüsselkompetenz. Gleichmäßige Spannung ist die Grundlage, damit „Scannen und Nachzeichnen“ zuverlässig funktioniert.
Sinnes-Check (der „Trommeltest“):
- Fühlen/Hören: Den eingespannten Stoff leicht antippen. Ziel ist ein dumpfes „Tock“ – kein hoher „Ping“ (zu stramm) und kein Rascheln (zu locker).
- Sehen: Prüfe Nähte/Gitterlinien im Block. Sie müssen im Rahmen gerade bleiben. Wenn ein Quadrat im Rahmen wie eine Raute aussieht: sofort neu einspannen.
Warnung: Beim Teststicken neuer Motive Hände, Haare, Schmuck und weite Ärmel aus dem Nadelbereich fernhalten. Dichteänderungen können die Nadel stärker belasten – für Tests Tempo reduzieren (z. B. 600 SPM) und nicht „mit den Fingern führen“.
Prep-Checkliste: „Go/No-Go“ wie vor dem Start
- Nahtbild: Quiltblock liegt flach. Die gebogene Naht wirkt „entspannt“, nicht weißlich überdehnt.
- Rahmensitz: Innenrahmen vollständig nach unten drücken, bis er sauber sitzt. Ein „schwebender“ Innenrahmen führt zu Passungsfehlern.
- Kontaktfläche sauber: Innenkante des Rahmens abwischen. Fussel reduzieren die Reibung und damit den Halt.
- Projektor-Kontrast: Für die Projektion eine kontrastreiche Bildschirmfarbe wählen (z. B. Rot).
- Produktionsplan: Machst du 1 oder 6 Stück? Bei Serie: Einstellungen vor dem Sticken in den Speicher sichern.

Scan im Rahmen: Hintergrund sichtbar machen (Transparenz + 200% Vergrößerung)
Pats erster Schritt ist Image Scan → Scan. Die Maschine fotografiert den Bereich im Stickrahmen.
Zwei Regler entscheiden über deine Genauigkeit:
- Hintergrund-Transparenz/Deckkraft: Ist das Bild „geisterhaft“, dunkler stellen. Verdeckt es Details, heller stellen.
- Vergrößerung: Pat zoomt auf 200%.
Warum 200%? Bei 100% wirkt 1 mm Versatz harmlos. Auf dem Stoff bedeutet 1 mm, dass dein Zierstich die Naht verfehlt. Du musst die Details im Scan so klar sehen, dass du Ankerpunkte ohne Raten setzen kannst.
Erwartetes Ergebnis: Der eingespannten Quiltblock ist klar erkennbar; die Nahtlinie ist deutlich genug, um sie sauber nachzuzeichnen.

Saubere Kurven zeichnen: Point-to-Point & „tolerante“ Motive
Freihand auf dem Touchscreen eine Kurve zu treffen ist schwer. Pat nutzt Point-to-Point: Du setzt Punkte, die Maschine berechnet daraus eine glatte Linie.
Profi-Gedanke: Sie wählt einen Stich, der „tolerant“ ist.
- Wenig tolerant: Geradstich/Laufstich (muss exakt „in der Naht“ liegen).
- Tolerant: Breitere Ziermotive (dekorative Linienmotive), die kleine Abweichungen optisch schlucken.
Vorgehen:
- Line-Werkzeuge öffnen.
- Point-to-Point wählen.
- Ein dekoratives Linienmotiv auswählen.
- „Vorsprechen“ lassen: Entlang der gebogenen Naht Punkte setzen.
- Enge Kurve: häufiger klicken (ca. alle 10–15 mm).
- Sanfte Kurve: größere Abstände (ca. alle 2–3 inches).

Das „Seil“-Problem: Motivbreite auf 0.680 reduzieren
Pat sieht in der Vorschau: viel zu groß. Das ist der häufigste Anfängerfehler in IQ Designer – zu glauben, die Standardgröße passt automatisch zum Quiltmaßstab.
Die Lösung:
- Sie reduziert die Motivbreite auf 0.680 inches. Hinweis: Prüfe vor dem Editieren, ob deine Maschine in mm oder inches arbeitet, damit du nicht „im falschen System“ korrigierst.
- Den Abstand stellt sie grob auf 0.100–0.120 inches.
Sichtprüfung: Wirkt das Motiv wie ein schweres Seil, das auf dem Stoff liegt – oder wie eine Linie, die in den Block integriert ist? Überlappen Elemente: Abstand erhöhen. Dominiert es den Block: Breite weiter reduzieren.

Projektor richtig nutzen: „Röntgenblick“ für die Platzierung
Pat weist darauf hin: Die am Bildschirm gewählte Farbe ist die Projektionsfarbe.
- Schlecht: Blau am Bildschirm auf blauem Stoff – du siehst fast nichts.
- Gut: Für die Projektion am Bildschirm knalliges Rot oder Limettengrün wählen (gestickt werden kann später mit jeder Garnfarbe).
Serien-Tipp: Wenn du mehrere Blöcke neu einspannst, wird „Pi mal Daumen zentrieren“ schnell ungenau. Viele Studios arbeiten deshalb mit einer Magnetische Einspannstation oder einem Ausrichtungsraster, damit jeder Block an exakt derselben Position landet – und du nicht jedes Mal extrem am Projektor „schieben“ musst.
Setup-Checkliste: Bevor du Start drückst
- Projektor-Sichtbarkeit: Ist das Vorschau-Rechteck auf dem Stoff klar erkennbar?
- Maßstab: Wirkt die projizierte Motivbreite proportional zum Block?
- Speicherplatz: Design mit den aktuellen Einstellungen gespeichert? (Nicht darauf verlassen, dass es nach dem Ausschalten noch identisch verfügbar ist.)

Der Trick „Zwei Fäden durch eine Nadel“
Das ergibt eine melierte, tweedartige Textur. Pat führt zwei Garnrollen durch denselben Fadenweg und durch dieselbe Nadelöhrung.
Praxis-Sicherheitsleitplanken (weil das Setup empfindlich ist):
- Nadelwahl: Mit einer Standardnadel wird es schnell eng. Pat zeigt zwar keine konkrete Nadelgröße, aber aus der Praxis gilt: Wenn der Faden reibt oder aufscheuert, brauchst du ein größeres Öhr.
- Fadenspannung: Zwei Fäden = mehr Reibung. Wenn es rupft oder franst, Oberfadenspannung leicht reduzieren und zuerst auf Probestoff testen.
- Geschwindigkeit: Für Tests Tempo reduzieren (Pat arbeitet im Video generell sehr kontrolliert; für neue Motive ist langsamer sicherer).
- Geräusch-Check: Wenn sich der Klang deutlich verändert oder „stampfend“ wirkt: stoppen und Setup prüfen.

Die „Pixel“-Kante: Square Brush Tool (Größe 60)
Pat wechselt zum Paint Brush-Werkzeug für eine gestufte, pixelige Optik.
- Werkzeug: Square Brush.
- Größe: 60.
Die Technik ist „Stempeln“: nicht ziehen, sondern tippen. Undo konsequent nutzen – ein falsch gesetztes Quadrat ist schneller rückgängig gemacht, als später mühsam zu korrigieren.

Auto-Digitize-Logik: Weniger Farben = weniger Artefakte
Pat sendet ein Skelettbild per Wi-Fi (IQ Positioning App) an die Maschine. Standardmäßig versucht die Funktion 10 Farben zu erkennen – das endet bei Line Art oft in einer chaotischen „Konfetti“-Ansammlung aus Mini-Stichen.
Die Lösung: „Max Number of Colors“ auf 3 reduzieren. Für Strichzeichnungen/Clipart zwingen 2–3 Farben die Maschine, „Rauschen“ (Schatten, Kantenartefakte) stärker zu ignorieren und sich auf klare Linien zu konzentrieren.
Praxis-Realität: Auto-digitalisierte Flächen können „kräftiger“ ausfallen und den Stoff stärker ziehen. Hier sind sauberes Einspannen und stabile Unterlage entscheidend. Magnetrahmen für Stickmaschine werden in solchen Fällen oft bevorzugt, weil sie den Umfang gleichmäßig klemmen und damit das seitliche „Einziehen“ bei dichten Flächen reduzieren können.

Flächen kontrollieren: Dichte & die Stickvlies-Gleichung
Pat verknüpft die Skelett-Elemente und erhöht die Dichte auf 110%.
- Warum? 100% kann bei starken Kontrasten (z. B. hell auf schwarz) „Lücken“ zeigen.
- Risiko: 110% kann den Stoff steif machen und Falten/Puckern begünstigen.
Entscheidungslogik: Stickvlies vs. Dichte Nicht nur „mehr Dichte“ – sondern „mehr Unterstützung“.
| Stoff-Kontext | Stichart | Empfohlenes Stickvlies |
|---|---|---|
| Baumwoll-Quiltblock | Linienmotive (Kurven) | Mittleres Tear-Away oder Poly-Mesh Cutaway (leicht halten, damit der Quilt weich bleibt). |
| Baumwoll-Quiltblock | Dichte Flächen (Skelett) | Mittleres Cutaway (für mehr Halt bei 110%). |
| Glitzer-/Applikationsstoff | Dichte Satinkanten | Fusible Mesh + Cutaway (empfindliche Oberflächen brauchen eine stabile Basis). |
Verbrauchsmaterial aus der Praxis: Bei hoher Dichte hilft es, Stoff und Vlies sauber zu verbinden (z. B. mit temporärem Sprühkleber), statt nur „aufzulegen“.
Wenn du dicke Lagen (Stoff + Vlies) schwer schließen kannst, kann eine Einspannstation beim gleichmäßigen Schließen und reproduzierbaren Einspannen helfen.

Eigene Formen: „Spooky Eyes“ aufbauen
Pat konstruiert die Augen aus einfacher Geometrie:
- Half-Circle wählen.
- 180° drehen.
- Größe anpassen: Außenform (3" x 5"), Iris (1.5" x 2").
Das Profi-Detail: Sie lässt eine kleine Lücke zwischen Iris und Außenform.
- Warum? Wenn sich Formen berühren, kann es passieren, dass Eigenschaften „überlaufen“ oder die Maschine Kontur/Füllung nicht mehr sauber trennt. Die Lücke zwingt IQ Designer, beide Elemente als getrennte Objekte zu behandeln (z. B. gelbe Füllung vs. strukturierte Außenlinie).

„Überlaufen“ verhindern: Eigenschaften zuweisen
Mit Fill Bucket und Line Properties:
- Iris: Füllung (Gelb).
- Außenkante: Linie (strukturierter/„grasiger“ Effekt).
Sichtprüfung: Schau am Bildschirm genau hin: „läuft“ die gelbe Füllung in Bereiche, wo sie nicht hin soll? Dann ist die Form nicht geschlossen (offene Kontur) – erst schließen, dann füllen.

Praxiswissen aus Fragen: Nadeln, Leuchtgarn & Verbrauchsmaterial
Fragen aus der Praxis bringen oft die wichtigsten Details.
1. Nadeln & Garn – was viele zusätzlich wissen wollen: In den Kommentaren wird nach mehr Infos zu Nadeln und Garn gefragt. Im Video selbst zeigt Pat vor allem den Effekt und den Workflow. Für dich heißt das in der Umsetzung: Wenn du neue Motive, höhere Dichte oder Spezialgarn testest, plane bewusst Probestiche ein und beobachte Fadenlauf/Fransenbildung – das ist der schnellste Weg, die passende Kombination für dein Material zu finden.
2. Glow-in-the-Dark-Garn: In den Kommentaren wird vorgeschlagen, das Skelett mit Leuchtgarn zu sticken. Das kann optisch stark wirken – in der Praxis gilt: Solche Garne können sich anders verhalten als Standard-Polyester (mehr Reibung). Deshalb langsam testen und den Fadenlauf besonders aufmerksam beobachten.
3. Rahmenspuren (Rahmenabdrücke): Starkes Klemmen kann sichtbare Abdrücke hinterlassen – gerade auf dunkler Baumwolle oder empfindlichen Oberflächen. Ein Upgrade auf Magnetrahmen für baby lock kann das reduzieren, weil der Druck flächiger verteilt wird als bei einem klassischen Schraubrahmen.
Warnung: Magnet-Sicherheit
Magnetrahmen sind Werkzeuge mit hoher Klemmkraft.
* Quetschgefahr: Finger beim Schließen nicht an die Kante bringen.
* Medizin: Abstand bei Herzschrittmachern beachten (Handbuch/Herstellerhinweise).
* Aufbewahrung: Abstand zu Kreditkarten, Smartphones und empfindlicher Elektronik halten.

Troubleshooting: Tabelle „Warum passiert das?“
Wenn etwas schiefgeht: nicht raten, sondern systematisch prüfen.
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Schnelle Lösung |
|---|---|---|
| Scan kaum sichtbar / zu dunkel | Transparenz passt nicht zu Licht/Material. | Hintergrund-Transparenzregler anpassen. |
| Linienmotiv wirkt wie ein Seil | Maßstab passt nicht, Standardbreite zu groß. | Breite auf 0.680" (oder kleiner) reduzieren, Abstand ca. 0.120" prüfen. |
| „Konfetti“-Stiche (viele Mini-Punkte) | Auto-Digitize mit zu hoher Farbanzahl (~10). | „Max Colors“ auf 2 oder 3 reduzieren. |
| Auto-Digitize wirkt „schmutzig“/artefaktreich | Ausgangsbild zu komplex. | Farbanzahl variieren (4/5/6 testen) oder Bild vereinfachen. |
| Puckern um das Skelett | 110% Dichte ohne ausreichende Stabilisierung. | Stärkeres Cutaway verwenden und sauber fixieren. |

Der kommerzielle Loop: Vom Hobby zur Serienproduktion
Pats Projekt zeigt eine typische Entwicklung: Erst ein Kissen – dann sollen es vier werden.
Sobald du wiederholst, werden kleine Nervfaktoren zu echten Zeitfressern.
Upgrade-Entscheidungsmatrix:
- Szenario: Kampf mit Rahmenspuren
- Trigger: Du verbringst Zeit damit, Abdrücke aus fertigen Quiltblöcken herauszubügeln.
- Option: babylock Magnetrahmen – gleichmäßiger Druck kann Nacharbeit reduzieren.
- Szenario: Serienkonsistenz
- Trigger: Du machst 6 Blöcke, und ab Block #4 driftet die Ausrichtung.
- Option: Magnetrahmen Größen für babylock prüfen – eine passende Rahmengröße erleichtert reproduzierbares Einspannen.
- Szenario: Effizienz-Fokus
- Trigger: Du nimmst Aufträge an und willst Einspannzeit in Stickzeit verwandeln.
- Option: Magnetrahmen für babylock Stickmaschinen – in vielen Workflows ein Effizienzhebel, weil das Einspannen schneller und gleichmäßiger werden kann.
Ablauf-Checkliste: Der finale Durchlauf
- Probelauf: Ersten Block auf Probestoff sticken (Maßstab + Dichte prüfen).
- Physik beobachten: Beim Zwei-Fäden-Trick auf Fadenlauf und Geräusch achten.
- Konstanz: Für alle Blöcke gleiche Rahmenorientierung nutzen, um Rotationskorrekturen zu minimieren.
- Speichern: Vor dem Ausschalten sicherstellen, dass Design/Einstellungen im Speicher liegen.
IQ Designer zu beherrschen ist kein Glück – es ist Variablenkontrolle. Mit sauberem Einspannen, passender Stabilisierung und einem reproduzierbaren Ablauf sehen deine Ergebnisse nicht mehr „auto-generiert“ aus, sondern bewusst gestaltet.
FAQ
- Q: Wie wird Baby Lock Solaris IQ Designer Image Scan sichtbar und präzise, wenn der Scan am Bildschirm fast unsichtbar oder zu dunkel ist?
A: Stelle zuerst die Hintergrund-Transparenz ein und zoome dann auf 200%, bevor du Punkte setzt – das ist häufig und meist kein Maschinenfehler.- Den Regler für Hintergrund-Transparenz so schieben, dass Naht/Gitter klar erkennbar sind, aber nicht „ausgewaschen“ wirken.
- Vergrößerung auf 200% setzen, damit kleine Platzierungsfehler vor dem Sticken auffallen.
- Neu scannen, wenn der Stoff sich bewegt hat oder der Rahmen nach dem Scan geöffnet/geschlossen wurde.
- Erfolgskontrolle: Die Quilt-Nahtlinie ist bei 200% deutlich genug, um ohne Raten nachzuzeichnen.
- Wenn es trotzdem nicht klappt: Neu einspannen und die Stoffspannung korrigieren (verzerrtes Einspannen lässt den Scan „lügen“).
- Q: Was ist die richtige Einspann-Spannung bei Baby Lock Solaris, bevor man in IQ Designer „Scan & Draw“ nutzt, und wie erkennt man Verzerrung im Rahmen?
A: Spanne mit gleichmäßiger, stabiler Spannung in alle Richtungen ein – IQ Designer kann physische Verzerrung nicht digital reparieren, neu einspannen ist dann am schnellsten.- Trommeltest: Ziel ist ein dumpfes „Tock“, kein hoher „Ping“ (zu stramm) und kein Rascheln (zu locker).
- Sichtprüfung: Nähte/Gitterlinien müssen im Rahmen gerade bleiben (kein rautenförmiges „Quadrat“).
- Innenrahmen vollständig nach unten drücken, bis er sauber sitzt; ein „schwebender“ Innenrahmen verursacht Passungsdrift.
- Erfolgskontrolle: Gerade Nähte bleiben gerade, die Oberfläche wirkt flach (keine Ost–West-Wellen).
- Wenn es trotzdem nicht klappt: Fussel an der Innenkante entfernen, damit die Reibung/Griffigkeit wieder stimmt, und neu einspannen.
- Q: Warum sieht ein dekoratives Linienmotiv in Baby Lock Solaris IQ Designer auf einem Quiltblock wie ein dickes Seil aus – und welche Breite/Abstand-Einstellungen helfen konkret?
A: Reduziere die Motivbreite deutlich und prüfe den Abstand neu – die Standard-Skalierung ist für Quiltarbeiten oft zu groß.- Motivbreite auf 0.680 inches setzen und vorher prüfen, ob die Maschine in inches oder mm eingestellt ist.
- Abstand auf ca. 0.100–0.120 inches einstellen, damit Elemente nicht überlappen.
- Vorschau am Bildschirm und per Projektion prüfen; für die Projektion eine kontrastreiche Bildschirmfarbe (z. B. Rot) wählen.
- Erfolgskontrolle: Das Motiv wirkt in die Nahtlinie integriert und nicht wie eine schwere Kordel „oben drauf“.
- Wenn es trotzdem nicht passt: Ein „toleranteres“ dekoratives Motiv wählen statt eines strengen Laufstichs.
- Q: Wie verhindert man bei Baby Lock Solaris IQ Designer Auto-Digitize „Konfetti“-Stiche beim Import eines Smartphone-Bildes?
A: Senke „Max Number of Colors“ auf 2–3, damit die Maschine die Grafik stärker vereinfacht und weniger Artefakt-Stiche erzeugt.- „Max Number of Colors“ auf 3 setzen (bei einfacher Line Art funktionieren oft 2–3 am besten).
- Vorschau erneut prüfen: Achte auf zufällige Mikro-Stiche an Schatten/Kanten.
- Möglichst eine saubere, kontrastreiche Ausgangsgrafik verwenden, bevor du sie per Wi-Fi sendest.
- Erfolgskontrolle: Die Vorschau zeigt klare, gewollte Formen ohne verstreute Punkte/Sprenkel.
- Wenn es trotzdem nicht klappt: Ausgangsbild weiter vereinfachen oder die Farbanzahl erneut reduzieren.
- Q: Welches Stickvlies sollte man bei Baby Lock Solaris verwenden, wenn IQ Designer Füllflächen auf 110% Dichte erhöht werden und der Stoff um das Motiv zu puckern beginnt?
A: Passe die Stabilisierung an die Stichlast an – 110% Dichte braucht oft Cutaway-Unterstützung, nicht nur „mehr Stiche“.- Für dichte Füllflächen auf Baumwoll-Quiltblöcken bei 110% Dichte ein mittleres Cutaway verwenden.
- Stoff mit Vlies sauber verbinden (z. B. temporär fixieren), statt bei dichten Flächen nur „aufzulegen“.
- Linienmotive können bei normaler Dichte leichter stabilisiert werden (z. B. Tear-Away oder Poly-Mesh Cutaway).
- Erfolgskontrolle: Nach dem Sticken bleibt der Bereich um die Füllfläche flach, ohne Einziehen oder Wellen.
- Wenn es trotzdem nicht klappt: Dichte wieder Richtung Standard reduzieren und auf Probestoff neu testen.
- Q: Wie kann man bei Baby Lock Solaris „zwei Fäden durch eine Nadel“ umsetzen, ohne dass der Faden ausfranst – und welche Schutzmaßnahmen bei Nadel/Tempo/Spannung sind wichtig?
A: Arbeite mit einem Setup, das Reibung reduziert, und teste langsam – zwei Fäden erhöhen die Reibung deutlich, daher ist Ausfransen bei zu engem Setup häufig.- Wenn der Faden sichtbar reibt oder franst: Nadel mit größerem Öhr verwenden und zuerst auf Probestoff testen.
- Oberfadenspannung bei Bedarf leicht reduzieren, um den zusätzlichen Fadenzug auszugleichen.
- Testgeschwindigkeit reduzieren (z. B. ca. 600 SPM) und die ersten Minuten eng beobachten.
- Erfolgskontrolle: Der Stich läuft ohne Fransenbildung, und der Maschinenklang bleibt gleichmäßig.
- Wenn es trotzdem nicht klappt: Sofort stoppen, auf Einzelfaden zurückgehen und mit frischer Nadel erneut testen.
- Q: Welche Sicherheitsmaßnahmen im Nadelbereich sollte man bei Baby Lock Solaris beachten, wenn man neue IQ Designer Motive testet oder Dichte-Einstellungen verändert?
A: Hände und lose Teile weg vom Nadelbereich halten und für Tests langsamer nähen – Dichteänderungen können die Belastung erhöhen.- Finger, Haare, Schmuck und weite Ärmel vor dem Start aus dem Nadelbereich entfernen.
- Tests mit reduzierter Geschwindigkeit fahren (ein sicherer Startwert ist 600 SPM für neue Motive).
- Ersten Durchlauf auf Probestoff sticken, um Maßstab und Dichte zu verifizieren.
- Erfolgskontrolle: Die Nadel läuft stabil, und das Stickergebnis entspricht der Vorschau ohne unerwartetes Ziehen.
- Wenn es trotzdem nicht passt: Pausieren, weiter verlangsamen und Einspannen/Stabilisierung erneut prüfen, bevor du fortfährst.
