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Ein Multi-Maschinen-Sticknetzwerk einrichten
Der Schritt von einer einzelnen Maschine hin zu einem kleinen Netzwerk ist oft der Moment, in dem aus „ich sticke“ ein echter Produktions-Workflow wird. Sobald du (oder dein Team) mehr als eine Mehrnadelstickmaschine im gleichen Raum betreibst, ist der schnellste Weg zu mehr Kontrolle: Jobs zentral von einem Rechner aus senden und überwachen.
Im Video läuft Palette 9 auf einem PC, der über einen Powered USB Hub mit zwei Maschinen verbunden ist. Der wichtigste Punkt ist die Skalierbarkeit: Mit der passenden Infrastruktur lassen sich bis zu vier Maschinen gleichzeitig verknüpfen.
Warum ein „Powered“ Hub? Verlass dich nicht auf einen billigen, passiven USB-Splitter. Stickmaschinen brauchen eine konstante, stabile Datenverbindung. Ein Powered Hub (mit eigenem Netzteil) hält die Verbindung stabil und reduziert das Risiko von „Communication Error“/Übertragungsabbrüchen beim Senden.

Was du in diesem Guide mitnimmst
Du bekommst einen wiederholbaren, praxiserprobten Ablauf für:
- Zentrale Steuerung: Mehrere Maschinen an einem PC betreiben, damit parallel produziert werden kann – ohne ständig zwischen Geräten hin- und herzuwechseln.
- Batch-Personalisierung: Mit Name Drop aus einer Vorlage in Sekunden dutzende personalisierte Dateien erzeugen.
- Physik im Griff: Schwere Teile (z. B. Kissenhülle) so einspannen und abstützen, dass das Gewicht nicht an der Rahmenaufnahme „zieht“.
- Jumbo-Stickerei: Den 360×360-mm-Jumbo Frame nutzen, Design automatisch teilen lassen und die zweite Hälfte mit Needle Cam präzise „chirurgisch“ ausrichten.
Warum das für Kleinserien & Produktion entscheidend ist
Im Hobby-Workflow kann man einen Rahmen und eine Datei „babysitten“. In der Produktion ist der Engpass fast nie die Stichgeschwindigkeit – sondern die Handgriffe: Einspannen, Namen verwalten, Dateien senden, Neustarts.
Der „Einspann-Flaschenhals“ Wenn du mehr Zeit mit Stoffkampf am Arbeitsplatz verbringst als die Maschine tatsächlich stickt, ist der Ablauf aus dem Gleichgewicht. Gerade bei wiederkehrenden Handtuchaufträgen oder schweren Home-Décor-Teilen lohnt sich oft eine feste Einspannstation für Stickmaschine, damit das Einspannen zu einem schnellen, reproduzierbaren Schritt wird – statt jedes Mal neu „Ausrichtung raten“.
Batch-Personalisierung leicht gemacht mit Name Drop
Das erste Effizienzbeispiel im Video: Handtücher für ein Tanzstudio. Genutzt wird die Embroidery Professional Plus, weil das Motiv nur sechs Farben braucht – ideal für einen 6-Nadel-Workflow.

Was Name Drop macht (wie im Video gezeigt)
Statt Namen einzeln einzutippen, erlaubt Name Drop:
- Master-Vorlage festlegen: Schrift, Größe und Logo-Position einmal definieren.
- Daten importieren: Eine Namensliste einfügen (z. B. als Liste/Import oder manuell).
- Automatisch erzeugen: Palette 9 erstellt daraus separate Stickdateien pro Name.
Im Video werden 10 Namen eingegeben; laut gezeigtem Workflow sind auch deutlich größere Listen möglich (bis zu 500 Einträge).

Praxis-Workflow, damit du wirklich Zeit sparst
Software ist nur so schnell wie deine Hände. Name Drop spart nur dann Zeit, wenn du es mit einem Produktionsrhythmus kombinierst.
Der „Load-Run-Load“-Rhythmus:
- Vorab einspannen: Mindestens 2–3 Teile vorab in den Stickrahmen einspannen. Während „Sarah“ läuft, spannst du „Jessica“ ein.
- Batch senden: Den kompletten Satz Dateien in die Maschinen-Queue schicken.
- Stopps minimieren: Nach jedem Rahmenwechsel sofort Start drücken.
Das ist der Unterschied zwischen „Dateien im Batch“ und „Produktion im Batch“. Wenn du zwischen jedem Namen erst einspannst, gibst du einen Großteil der Software-Zeitersparnis wieder ab.
Profi-Tipp: Personalisierung über alle Handtücher konsistent halten
Bei Sets zählt nicht nur die Stickerei, sondern die Gleichmäßigkeit: Platzierung (Abstand zur Kante/Saum) und Haptik sollen identisch wirken – auch wenn Namen unterschiedlich lang sind.
Der Tast-Check: Richte die Handtuchkante immer gleich aus. Bei Frottee einmal mit der Hand über die Oberfläche gehen: Wenn du Schlaufen „hochdrücken“ spürst, ist dein Topping nicht sauber fixiert. Für solche Serien – gerade auf einer baby lock 6-Nadel Stickmaschine – ist Konsistenz der Schlüssel: gleiche Nadel/Material-Kombination und gleiche Reihenfolge für jedes Teil.
Aus der Praxis: „Die Software ist am Anfang schwer“
In den Kommentaren fragt jemand nach Training, weil die Software als schwierig empfunden wird. Das ist typisch: Produktionssoftware ist darauf ausgelegt, wiederholbare Vorlagen und Abläufe zu bauen – nicht nur „ein Bild zu platzieren“.
Ansatz, der wirklich hilft: Nicht „die ganze Software“ lernen. Lern einen umsatznahen Ablauf (z. B. Name-Drop-Handtücher) von A bis Z. Sobald du diesen Flow sicher beherrschst, fällt der Rest deutlich leichter.
Schwere Projekte sauber handeln: Kissen & Anschiebetisch
Dann wechselt das Video auf einen anspruchsvollen Untergrund: ein Monogramm-Kissen. Der Kernpunkt ist weniger das Motiv – sondern die Physik von Zug und Reibung.
Genau so ist es im Video aufgebaut
- Der Rahmen: Die schwere Kissenhülle wird mit dem 200×200-mm-Rahmen eingespannt (oft auch „Quilting Hoop“ genannt).
- Die Abstützung: Ein Anschiebetisch/Extension Table trägt das Gewicht während des Stickens.


Warum Abstützung zählt (Physik, ohne Fachchinesisch)
Schwere Teile „hängen“ nicht einfach – sie ziehen.
- Zugfaktor: Das Gewicht (z. B. Kissen, Jacke, dicker Stoff) belastet die Rahmenaufnahme.
- Ergebnis: Der Rahmen läuft nicht mehr frei, sondern mit minimalem Widerstand. Das kann über viele Stiche die Passung verschlechtern (Konturen treffen Füllungen nicht sauber).
Lösung: Der Anschiebetisch neutralisiert den Zug. Das Teil gleitet, statt zu „bremsen“.
Rahmenspuren („Hoop Burn“) bei dicken Materialien
Im Kissen-Shot sind ggf. leichte „Hoop Ghosting“/Abdrücke zu erkennen. Das ist bei dicken Stoffen oder konfektionierten Teilen ein häufiger Schmerzpunkt. Viele ziehen dann die Schraube immer fester – das erhöht zwar den Halt, kann aber Fasern dauerhaft quetschen (Rahmenspuren).
Tool-Upgrade für Betriebe: Wenn du häufig schwere oder unhandliche Teile stickst, ist „fester schrauben“ langfristig keine gute Strategie. Hier sind Magnetrahmen für babylock Stickmaschinen oft ein sinnvoller Schritt: Magnetkraft hält gleichmäßig, ohne den Flor/„Nap“ rundherum so stark zu zerdrücken.
Warnung: Sicherheit zuerst! Finger, weite Ärmel und Scheren aus dem Nadelbereich halten, wenn du ein voluminös eingespanntes Teil montierst. Schwere Projekte können in der Verfahrbewegung unerwartet kippen – das erhöht das Risiko für Nadelbruch und Verletzungen.
Schritt für Schritt: Den 360×360-mm-Jumbo Frame nutzen
Der „Wow“-Teil: Stickerei bis 360×360 mm (14"×14") mit dem Jumbo Frame. Das eröffnet große Flächen, verlangt aber saubere Vorbereitung.


Vorbereitung (versteckte Verbrauchsmaterialien & Checks)
Bevor du in der Software startest, mach diese „Pre-Flight Checks“. Bei so großen Motiven ist ein Fehler bei 90% besonders teuer.
„Unsichtbare“ Verbrauchsmaterialien:
- Positionierungssticker: Wird später für die Kamera-Ausrichtung benötigt.
- Nadel-Check: Für große Jobs keine „alte“ Nadel riskieren – saubere Einstiche sind entscheidend.
- Faden-Reserve: Vorher prüfen, ob genug Oberfaden/Unterfaden für die Stichzahl vorhanden ist.
Standardisierung: Wenn du große Projekte wiederholt produzierst, hilft eine feste Einspannstation für Stickmaschine enorm, damit der Jumbo-Rahmen immer rechtwinklig und reproduzierbar geladen wird. Kommt das Material schief in die Maschine, wird die geteilte Stickerei später kaum perfekt zusammenlaufen.
Checkliste Vorbereitung (Ende des Abschnitts)
- Rahmen-Check: 360×360-mm-Jumbo Frame sauber und verfügbar.
- Faden-Check: Madeira Poly Thread (oder gleichwertig) passend und ausreichend.
- Unterfaden: Frische Unterfadenspule eingesetzt.
- Nadel: Frische 75/11 oder 80/12 eingesetzt.
- Sticker: Positionierungssticker griffbereit.
- Auflage: Anschiebetisch montiert, damit kein Zug entsteht.
Schritt 1 — Jumbo-Rahmengröße in Palette 9 auswählen
Im Video wird das Design in Palette 9 geöffnet.
- Aktion: Menü für Rahmengröße öffnen.
- Auswahl: 360 × 360 mm Jumbo Hoop wählen.

Schritt 2 — Design automatisch teilen lassen
Hier passiert das Entscheidende: Du musst die Datei nicht manuell schneiden. Sobald der Jumbo-Rahmen gewählt ist, teilt die Software das große Motiv automatisch in zwei stickbare Bereiche.

Schritt 3 — An die Maschine senden und prüfen, ob zwei Designs angezeigt werden
Auf dem Maschinen-Display kommt das Motiv als zwei Komponenten an.
- Wichtig: Im Video wird betont: Nicht erschrecken – zwei Dateien sind hier korrekt.

Schritt 4 — Projekt sauber einspannen und montieren
Der Trommel-Test: Beim Spannen kurz auf den Stoff tippen: straff wie eine „dumpfe Trommel“, aber nicht so überdehnt, dass sich das Gewebe verzieht.
- Risiko bei zu straff: Nach dem Ausspannen zieht sich das Material zurück → Wellen/Puckern.
- Risiko bei zu locker: Der Stoff wird vor der Nadel „geschoben“ → Passungsfehler.
Wenn dir hier Handkraft oder Wiederholgenauigkeit fehlt, sind Magnetrahmen für babylock für große Felder oft im Vorteil, weil der Druck gleichmäßig über den gesamten Rahmen anliegt.
Perfekte Ausrichtung mit Needle Cam & Positionierungsstickern
Das ist die Kerntechnik, die geteilte Designs in der Praxis wirklich nutzbar macht: Die Maschine „sieht“ die Position.
Schritt 5 — Erste Hälfte sticken (oberer Bereich)
Zuerst stickt die Maschine die obere Hälfte.
- Hinweis aus dem Video: Auf dem Display sind 800 SPM zu sehen.
- Praxis-Tipp: Wenn du neu bei großen Rahmen bist, reduziere die Geschwindigkeit, um Vibrationen zu minimieren. Stabilität ist oft wichtiger als ein paar Minuten Zeitgewinn.


Schritt 6 — Positionierungssticker exakt in die angezeigte Box setzen
Nach Teil 1 stoppt die Maschine und zeigt eine Markierung/Box auf dem LCD.
- Anweisung: Den Positionierungssticker innerhalb der Box platzieren.

Kritische Aktion: Den (Schneemann-)Sticker auf den Stoff kleben.
- Genauigkeit: Er muss nicht millimetergenau zentriert sein – aber er muss innerhalb des markierten Bereichs liegen, damit die Needle Cam ihn sicher findet.

Schritt 7 — Rahmen wieder einsetzen und Needle Cam scannen lassen
Im Video wird der Rahmen herausgenommen und anschließend wieder eingesetzt. Danach scannt die Needle Cam den eingespannten Bereich und sucht den Sticker.

Visuelle Kontrolle: Auf dem LCD siehst du, wie die Kamera den Sticker erkennt und „einrastet“. Damit berechnet die Maschine den Versatz, um Teil 2 passgenau an Teil 1 anzulegen.
Schritt 8 — Erneut starten und zweite Hälfte sticken
Sobald die Koordinaten bestätigt sind, Start drücken – die Maschine stickt die zweite Hälfte mit korrigierter X/Y-Position.
Warum diese Methode funktioniert (und wann sie scheitert)
Geteilte Designs scheitern, wenn Physik und Digitaldaten nicht zusammenpassen:
- Rahmenbewegung: Hat sich der Stoff im Rahmen minimal verschoben?
- Zug/Drag: Zieht das schwere Teil am Rahmen, weil die Auflage fehlt?
- Sticker-Fehler: Klebt der Sticker auf einer Falte oder nicht im Zielbereich?
Warnung: Quetschgefahr bei Magnetrahmen. Wenn du auf Magnetrahmen umsteigst: Sie schnappen mit hoher Kraft zusammen. Finger aus der Klemmzone halten. Sicherheit bei Implantaten: Starke Magnete mit Abstand zu implantierten medizinischen Geräten halten.
Qualitätskontrollen
Großformat-Stickerei verzeiht wenig. Ein kleiner Versatz bei 10 cm ist ärgerlich – bei 35 cm ist er ein Reklamationsgrund.
Checkpoints während des Stickens
- Geräusch-Check: Gleichmäßiger Lauf ist gut. Knackende/harte Geräusche oder „schwerer“ Motorlauf deuten auf Zug hin → stoppen und Auflage prüfen.
- Fadenspannungs-Check: Kurz pausieren und die Rückseite prüfen: Unterfaden soll sauber liegen; Schlaufen deuten auf Spannungsproblem.
- Fadenlauf: Sicherstellen, dass der Fadenweg frei ist – große Verfahrwege können Fäden leichter „fangen“.
Checkpoints nach dem Join (Übergang A/B)
- „Gap“-Test: Ist am Übergang Stoff sichtbar?
- „Stufe“-Test: Mit dem Finger über den Übergang fahren – fühlt sich eine Seite höher an?
- Puckern: Liegt das Material flach oder wellt es sich?
Skalierung: Wenn du regelmäßig große Rückenstickereien produzierst, lohnt sich der Blick auf Rüstzeiten. Viele Betriebe wechseln auf einen Magnetrahmen, weil das Einspannen schneller wird und der Stoff weniger zum Verrutschen neigt – eine häufige Ursache für sichtbare „Gaps“.
Troubleshooting
Praxisprobleme aus den Kommentaren und typische Szenarien im Produktionsalltag.
Problem: „Ich habe aus Versehen die Farben gelöscht – wie setze ich das zurück?“
Wahrscheinliche Ursache: Auf dem Display wurde eine Reset-/Clear-Funktion erwischt. Lösung: Nicht raten. Job aus dem Maschinenspeicher entfernen und die Originaldatei erneut aus Palette 9 senden. Vorbeugung: Vor Start die Farbreihenfolge am Display gegen den eigenen Fadenplan prüfen.
Problem: „Muss man Palette 9 nutzen, damit das Design automatisch geteilt wird?“
Praxisrealität (für diesen gezeigten Auto-Workflow): Ja. Einordnung: Andere Software kann Designs auch manuell teilen – aber im Video ist die automatische Teilung in Palette 9 in Kombination mit der Maschinenfunktion (inkl. Kamera-Ausrichtung) der gezeigte Weg.
Problem: „Die Software ist schwer – wo bekomme ich Training?“
Wahrscheinliche Ursache: Zu viel auf einmal. Lösung: Nicht „Palette 9 komplett“ lernen, sondern aufgabenbasiert: z. B. gezielt nach „Name Drop in Palette 9“ suchen und genau diesen Ablauf üben. (Im Kommentarbereich wird zudem auf Kursangebote verwiesen.)
Problem: „Wie sticke ich Quilt-/Quilting-Designs ohne Knoten auf der Rückseite?“
Symptom: Du willst eine saubere Rückseite, aber es entstehen Knoten/Tie-offs. Hersteller-Tipps aus der Kommentar-Antwort (Baby Lock):
- Verriegelungsstiche deaktivieren: Locking Stitches am Anfang/Ende ausschalten.
- Auto-Trimmen deaktivieren: Scheren-Symbol/Auto-Trim ausschalten.
- Unterfaden hochholen (manuell): Per Handrad die Nadel bewegen und den Unterfaden nach oben holen – ähnlich wie bei einer Haushaltsnähmaschine.
Realitätscheck: Ob Knoten entstehen, hängt auch von der Digitalisierung ab. Manche Dateien „erzwingen“ Sprungstiche/Stops. Dann hilft oft nur: Datei anpassen bzw. ein Design wählen, das als durchlaufende Linie (Single Run/Redwork) angelegt ist.
Problem: Versatz zwischen den beiden Jumbo-Hälften
Symptom: Sichtbare Linie, Lücke oder Überlappung. Häufige Ursache: Material hat sich während der ersten Hälfte minimal bewegt (Zug/Abstützung) oder der Stoff saß nicht stabil genug im Rahmen. Lösung: Abstützung konsequent nutzen, Einspannen reproduzierbar halten und den Sticker wirklich im Zielbereich platzieren.
Ergebnis

Das Ergebnis zeigt: Mit der richtigen Reihenfolge – Abstützen, Stabilisieren, Scannen – sind großformatige, sauber ausgerichtete Stickereien auch im kleinen Betrieb realistisch.
Ablauf-Checkliste (Ende des Abschnitts)
- Verbindung: PC über Powered Hub verbunden.
- Datei-Prep: Name-Drop-Liste auf Schreibfehler geprüft.
- Physik: Schweres Teil vollständig abgestützt (kein Zug).
- Einspannen: Jumbo Hoop (360×360) straff und gleichmäßig.
- Ausführung: Teil A gestickt.
- Ausrichtung: Sticker in der Box platziert, Kamera-Erkennung geprüft.
- Finish: Teil B gestickt, Übergang kontrolliert.
Praktischer Upgrade-Pfad für echte Shops
Für gelegentliche Jumbo-Jobs reicht Standard-Einspannen oft aus. Wenn du aber profitabel in Serie arbeitest, ist Zeit die Währung.
Entscheidungsbaum: Wann lohnt sich ein Tool-Upgrade?
- Stickst du auf Handtüchern/Frottee?
- Problem: Rahmenspuren und gequetschte Schlingen.
- Lösung: Level 1: Wasserlösliches Topping. Level 2 (Upgrade): Magnetrahmen zur Reduktion von Rahmenspuren.
- Machst du schwere Serien (50+ Teile)?
- Problem: Ermüdung, langsames Einspannen.
- Lösung: Level 1: Mehrere Standardrahmen vorab einspannen. Level 2 (Upgrade): Dedizierte Einspannstation für konstante Platzierung.
- Ist das Design größer als das Standard-Stickfeld?
- Problem: Passungsfehler am Übergang.
- Lösung: Level 1: Needle Cam/Sticker-Methode sauber ausführen. Level 2: Auflage absolut plan halten, damit Zug keine Ausrichtung verfälscht.
Abschlusshinweis zum Skalieren
Maschinen zu vernetzen bedeutet: Du bist bereit für Volumen. Aber Volumen verstärkt Fehler. Ein kleiner Einspannfehler bei einem Shirt ist ärgerlich – bei 50 Shirts ist es ein echter Verlust. Standardisiere die Fehlerquellen (Nadelzustand, Fadenqualität, Einspannmethode) – dann kann die Software ihre Stärken ausspielen.
